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EVM will Top-3-Teams ein Bein stellen

Donnerstag, 14. Februar 2019
Zwei harte Brocken kommen auf den EVM an diesem Wochenende zu. Bevor am Sonntag Verzahnungsrunden-Spitzenreiter EC Pfaffenhofen zum vierten Hallertau-Derby der laufenden Spielzeit in der Sparkassen-Arena aufkreuzt (17.15 Uhr), müssen die Dreirosenstädter am Freitag zum Tabellendritten ERV Schweinfurt (20 Uhr, Bus-Abfahrt 15 Uhr).
Mit dem 3:2-Heimsieg über Burgau konnten die Moosburger die schwarze Serie von sechs Pleiten in Folge erst mal stoppen. Coach Bernie Englbrecht hatte am vergangenen Sonntag auch nicht wirklich viel am Auftritt seiner Mannschaft auszusetzen - “bis auf die Chancenverwertung, klar”. Doch weil seine Jungs bis zum Schluss nicht locker gelassen haben und so den 0:2-Rückstand noch in einen Sieg verwandeln konnten (“Mit solchem Einsatz und Willen kann man in dieser Gruppe auch andere schlagen”), muss er sich auch um die Moral in der Truppe keine Sorgen machen.
Selbiges gilt für die Mannschaftsstärke, die sich langsam wieder dem Status “normal” nähert. Sollte Angreifer Tobias Gilg tatsächlich wieder eingesetzt werden können, hätte Englbrecht in den kommenden beiden Begegnungen nach Wochen mal wieder drei komplette Blöcke zur Verfügung. Mit weiteren Rückkehrern ist vorerst allerdings wohl eher nicht zu rechnen.
Die Moosburger werden an diesem Wochenende zwei Top-Leistungen abrufen müssen, wenn sie gegen die beiden Bayernligisten in spe punkten wollen. War das 1:5 im Heim-Hinspiel gegen Schweinfurt auch mit etwas Pech verbunden, standen die Grün-Gelben beim 1:8 in Pfaffenhofen auf verlorenem Posten. Vorteil für die Englbrecht-Schützlinge: Sie haben fünf Spieltage vor Schluss kaum noch was zu verlieren, während beide Widersacher noch mitten im Aufstiegs- (Pfaffenhofen) bzw. dem Kampf um den Klassenerhalt (Schweinfurt) stecken. Die Moosburger könnten im Übrigen selber auch noch einen Schritt nach oben machen: Drei Punkte liegen sie aktuell hinter den fünftplatzierten Ulmern. Der Aufstiegszug freilich ist längst abgefahren. 

EVM ringt Burgau erst in der Schlussviertelstunde nieder

Montag, 11. Februar 2019
Der EVM kann also doch noch gewinnen! Knapp, aber hoch verdient schlugen die Grün-Gelben am Sonntag die Burgauer Eisbären mit 3:2 (0:1, 0:1, 3:0). Dass der Sieg erst in den Schlusssekunden zustande kam, lag an der - vorsichtig ausgedrückt - mangelhaften Chancenverwertung der Hausherren.
Die Spielerbänke waren auf beiden Seiten übersichtlich besetzt: Während bei Moosburg der 14+2-Kader von der Freitagspleite in Fürstenfeldbruck eine Chance zur Wiedergutmachung erhielt, hatten die Burgauer lediglich zwölf Feldspieler an Bord. Kampf und Einsatz waren von Beginn an Trumpf auf dem Eis. Der ESV ließ den EVM das Spiel machen und setzte auf schnelle Konter, besonders über seinen Topscorer David Zachar. Die Hausherren agierten unter dem Zusatz "stets bemüht", ohne jedoch wirklich torgefährlich zu sein. Da sich immer wieder Abspielfehler in den Moosburger Aufbau schlichen, war es auch kein Wunder, dass Burgau einen solchen nach einer Viertelstunde zu einem Gegenangriff nutzte, den eben jener Zachar zum 0:1 verwertete.
Doch der EVM ließ sich davon nicht beirren und verstärkte nach dem ersten Pausentee seine Offensivbemühungen. Die Begegnung spielte sich in der Folge fast nur noch im Drittel der Gäste ab. Deren Keeper Roman Jourkov, der die Offensivabteilung der Dreirosenstädter schon im Hinspiel zur Verzweiflung getrieben hatte, konnte seinen Kasten - auch in den sich mehrenden Unterzahlsituationen - weiter sauber halten. Obwohl der Moosburger Druck immer größer wurde, durften auch in diesem Abschnitt nur die Eisbären jubeln: In der Schlussminute erhöhten sie im Powerplay auf 2:0.
Aber die Gastgeber hatten ja noch 20 Minuten - und in denen brannten sie gegen die immer müder wirkenden Gäste ein echtes Offensivfeuerwerk ab. Staunend verfolgte das Publikum, wie man es schaffte, eine Riesenchance nach der anderen liegen zu lassen. Unvermögen und Pech (insgesamt drei Pfostenschüsse) wechselten sich ab. Was da auf der Anzeigetafel stand, hatte mit der Realität längst nichts mehr zu tun. Eine Viertelstunde vor dem Ende erlöste Markus Gröger mit einem Präzisionsschlenzer die Grün-Gelben. Aber es dauerte weitere zehn Minuten, bis dem 1:2 der ersehnte Ausgleich folgte: Daniel Möhle vollendete ein Zuspiel von Kevin Steiger im Powerplay. Und die Kräfte bei den Burgauern schwanden weiter, einem unnötigen Foul folgte das nächste: In der Schlussminute bot sich dem EVM dann sogar die Chance, ein 5:3-Überzahlspiel aufzuziehen. Und da schlug Nolan Regan, heuer schon ein paar Mal Moosburger Matchwinner, wieder zu. Von rechts außen brachte er 24 Sekunden vor dem Ende die Scheibe im Burgauer Kasten unter. Dann war Schluss. Und nach sechs Niederlagen in Folge stand fest: Der EVM kann also doch noch gewinnen!

Tore: 0:1 (16:16) Zachar (Schönwetter), 0:2 (39:12) Arnold (Zachar, Seifert), 1:2 (45:15) Gröger, 2:2 (55:12) Möhle (Steiger, Regan), 3:2 (59:36) Regan (Möhle, Klinecky). Strafminuten: 8/20+10. Zuschauer: 167.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Rotzinger; Ujcik, Eigner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky. 

Trotz 2:0-Führung: EVM geht auch in Fürstenfeldbruck leer aus

Sonntag, 10. Februar 2019
Stark angefangen, aber dann noch viel stärker nachgelassen: Der EVM hat am Freitag beim bis dahin punktlosen EV Fürstenfeldbruck nach 2:0-Führung noch mit 2:6 (2:1, 0:3, 0:2) verloren. Die sechste Verzahnungsrunden-Pleite in Folge sorgte für große Ernüchterung bei Vorstand und mitgereistem Anhang.
Dass den Dreirosenstädtern auch an diesem Wochenende einige wichtige Leistungsträger fehlten, ist die eine Seite. Andererseits hätte die Qualität, die in dem 16-Mann-Kader steckte, durchaus reichen müssen, um beim (Ex-)Tabellenletzten der Verzahnungsrunde B etwas Zählbares mitzunehmen. Doch der Leistungsabfall ab dem zweiten Drittel sorgte dafür, dass es zum Schluss nicht mal mehr spannend wurde – und Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger unmittelbar nach Spielende ein paar deutliche Worte in der Kabine von sich gab.
Dabei sah es im ersten Abschnitt durchaus so aus, als ob die Englbrecht-Schützlinge den Erfolg vom Hinspiel (2:0) wiederholen könnten. Dieses Mal brauchten sie für die zwei Tore sogar bloß bis zur zehnten Minute: Philipp Ujcik hatte zunächst einen Abwehrfehler der Brucker bestraft (9.), Christian Seidlmayer eine Kombination über Rückkehrer Markus Gröger vollendet (10.). Der EVM schien alles im Griff zu haben – selbst dann, als man gegen die in dieser Phase harmlosen Hausherren eine 3:5-Unterzahl überstehen musste. Der 1:2-Anschluss nach einer Viertelstunde schien nicht mehr als ein kleiner Unfall zu sein, zu souverän trat Moosburg auf.
Doch nach dem Seitenwechsel entglitt die Partie den Grün-Gelben langsam. Die Crusaders hatten sich in der Pause neu geordnet, traten forscher auf und glichen in der 22. Minute aus. Von den Moosburgern war offensiv immer weniger zu sehen, dafür besuchten sie weiterhin fleißig die Strafbank. Dem 3:2 ließ der EVF nach 38 Minuten bei erneuter 5:3-Überzahl sogar den vierten Treffer folgen.
Im Schlussdrittel blieb es bei Aufbäumversuchen des EVM. Es fehlten die Ideen im Angriff – selbst bei doppelter Überzahl verließ man sich auf Distanzschüsse der Verteidiger. Und wenn mal ein Gäste-Stürmer alleine vorm Fürstenfeldbrucker Goalie auftauchte, war dieser nun nicht mehr zu überwinden. Die Crusaders dagegen nutzten ihre Chancen. Und mit dem Tor zum 6:2 nach 46 Minuten war das Match dann auch entschieden.

Tore: 0:1 (8:11) Ujcik, 0:2 (9:08) Seidlmayer (Gröger, Krämmer), 1:2 (14:15) Steidle (Hoffmann, Ehemann), 2:2 (22:03) Kolb (Brunenberg), 3:2 (34:40) Hoffmann (Brunenberg, Kilian), 4:2 (38:10) Brunenberg (Gruhler), 5:2 (43:21) Steidle (McGehee), 6:2 (46:09) Ehemann (Hoffmann). Strafminuten: 16/20 +10 (Steiger). Zuschauer: 60.
Aufstellung: Messerer, Schwarz (ab 46:08), Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Rotzinger; Ujcik, Eigner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Stuckenberger, Regan, Klinecky. 

Bernie Englbrecht bleibt EVM-Coach

Donnerstag, 7. Februar 2019
Das Wichtigste zuerst: Bernie Englbrecht bleibt auch in der Saison 2019/20 EVM-Trainer. Vorstand und Coach haben sich vor wenigen Tagen auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Eine Nachricht, die sieben Spieltage vor Saisonende vielleicht auch dem Team noch mal Schwung verleiht.
Sechs Punkte befinden sich auf dem Konto des EV Moosburg. Und die holte man genau gegen die Mannschaften, mit denen es die Dreirosenstädter an diesem Wochenende zum Rückrundenauftakt in der Verzahnungsgruppe B zu tun bekommen. Am Freitag führt die Reise in die Freiluftarena des EV Fürstenfeldbruck (20 Uhr; Busabfahrt 17 Uhr), am Sonntag kommt der ESV Burgau 2000 in die Sparkassen-Arena (17.15 Uhr). Englbrecht lässt an der Zielsetzung keine Zweifel aufkommen: „Wir wollen in beiden Spielen Punkte holen.“
Langsam, ganz langsam scheint sich die personelle Lage bei den Grün-Gelben wieder zu verbessern: Mit Markus Gröger und Kevin Steiger sind in dieser Woche zwei eigentlich unverzichtbare Verteidiger zurückgekehrt. Da sich auch Tobias Stuckenberger trotz lädiertem Schienbein wieder aufs Eis wagen will, stehen dem Trainer immerhin 14 Feldspieler zur Verfügung. Angreifer Max Retzer hingegen ist nach seinem Comeback schon wieder raus. Er zog sich gegen Passau einen Innenbandanriss zu.
Auch wenn die Kader-Stärke natürlich weiterhin nicht ideal sei, erwartet sich Englbrecht nach der jüngsten Niederlagen-Serie „schon eine Reaktion“. Dass beim einen oder anderen Spieler nach dem Erreichen der Verzahnungsrunde anscheinend die Luft raus sei, wolle er auch im Hinblick auf die kommende Spielzeit so nicht hinnehmen: „Mein Ziel ist es, hier in Moosburg mit jungen Spielern etwas aufzubauen und auch eine andere Kultur reinzubringen.“ Deshalb schaue er bereits jetzt genau, auf wen er auch in der neuen Saison bauen könne. „Es liegt nicht an mir, sondern an den Spielern selber“, so Englbrecht. Für „Zeitvertreib-Hockey“ habe er seinen Vertrag in Moosburg jedenfalls nicht verlängert.
Für den EVM, aktuell Tabellensechster, ergibt sich an diesem Wochenende die wohl letzte Chance, noch einmal den Anschluss an die obere Tabellenhälfte herzustellen. Tabellenschlusslicht Fürstenfeldbruck hat bislang noch gar keinen Punkt auf dem Konto, während die siebtplatzierten Burgauer immerhin ein Spiel (6:3 in FFB) gewonnen haben. Ihr Hinrunden-5:1 gegen Moosburg ist wegen des Einsatzes von fünf Kontingentspielern vom Verband nachträglich in ein 0:5 umgewandelt worden. 

1:8 - Black Hawks krallen sich in Moosburg alle drei Punkte

Sonntag, 3. Februar 2019
Nur im ersten Drittel begegnete man sich auf Augenhöhe, danach waren die Black Hawks das eindeutig bessere Team: So holte Bayernligist Passau am Freitag beim 1:8 (1:2, 0:4, 0:2) ohne größere Schwierigkeiten "die eingeplanten drei Punkte" (Coach Christian Zessack). Die unermüdlich rackernde Moosburger Mini-Truppe wurde derweil weiter dezimiert.
Die Rollen waren vor Spielbeginn klar verteilt. Selbst wenn der EVM komplett hätte antreten können, wäre Passau der Favorit gewesen. Ohne sechs verletzte Leistungsträger und mit lediglich 13 Feldspielern blieb den Grün-Gelben nur die Hoffnung, von den Gästen unterschätzt zu werden. So ein bisschen taten das die Niederbayern im ersten Abschnitt vielleicht sogar, wirkten überrascht vom forschen Auftritt der Hausherren. Die belohnten sich nach dreieinhalb Minuten, als Rückkehrer Max Retzer Vincenz Maier bediente und der zum 1:0 einnetzte. Kurz danach hatte Chris Seidlmayer mit der Rückhand sogar die große Chance auf den zweiten Treffer. Doch je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurden die Passauer. Und nach neun Minuten kamen sie zum Ausgleich. Die Grün-Gelben hielten kämpferisch dagegen, blieben ihrerseits torgefährlich, konnten den Doppelpack von Black-Hawks-Goalgetter Petr Sulcik nach einer Viertelstunde aber nicht verhindern.
In den ersten sechs Minuten des zweiten Drittels unterstrichen die Black Hawks dann, warum in der Dreiflüssestadt nicht über die Angst vorm Landesliga-Abstieg, sondern die Hoffnung auf die baldige Oberliga-Rückkehr geredet wird. Die Gastgeber standen auf verlorenem Posten, als die Tore zum 1:3 (22.), 1:4 (24.) und 1:5 (27.) fielen. Moosburgs Trainer Bernie Englbrecht sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Die Passauer scheiterten in der Folge noch so manches mal an EVM-Keeper Carlo Schwarz, nach einer halben Stunde war das halbe Dutzend aber trotzdem voll.
Die letzten 20 Minuten wurden dann von beiden Seiten mit deutlich weniger Schwung bestritten. Die Moosburger, weil sie nicht mehr konnten, die Passauer, weil sie nicht mehr mussten. Zweimal (45./60.) musste Schwarz dann aber trotzdem noch hinter sich greifen. Max Retzer hatte in dieser Phase das Eis mit einer Knieverletzung bereits verlassen. Und auch "Dauerläufer" Tobias Stuckenberger erwischte es: Nachdem er die Scheibe unglücklich aufs Schienbein bekommen hatte, musste der Nachwuchsstürmer genäht werden. Eines ist sicher: Die Personalsorgen werden den EVM auch in der am kommenden Wochenende beginnenden Rückrunde der Verzahnung nicht loslassen.

Tore: 1:0 (3:32) Maier (Retzer), 1:1 (8:30) Sulcik (Nemecek, Janzen), 1:2 (15:42) Sulcik (Janzen, Nemecek), 1:3 (21:48) Kößl (Merka, Pertl), 1:4 (23:28) Sulcik (Schindlbeck, König), 1:5 (26:31) Schindlbeck (Sulcik, Janzen), 1:6 (30:18) Pertl (Merka, Nemecek), 1:7 (44:03) Sulcik (Schindlbeck, Nemecek), 1:8 (59:09) Janzen (Nemecek, Sulcik). Strafminuten: 6/2. Zuschauer: 175.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Maier, Krämmer, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Seidlmayer, Möhle, Retzer, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky. 

Personalsorgen bleiben Bernie Englbrechts Begleiter

Donnerstag, 31. Januar 2019
Halbzeit in der Verzahnungsrunden-Gruppe B. Das Freitags-Heimspiel gegen den Bayernligisten Black Hawks Passau (19.30 Uhr) ist gleichzeitig das einzige Match, das die Moosburger Kufencracks an diesem Wochenende zu bestreiten haben. Und darüber ist man im Lager der Grün-Gelben alles andere als traurig.
Mit „Wundertüten“ vergleicht Trainer Bernie Englbrecht die aktuellen Trainingseinheiten des EVM. Wer kommt? Wer fehlt? Wer ist vielleicht nur in Zivil da? Lauter Fragen, die sich der Coach unter der Woche stellen muss. Die personelle Situation ist dieser Tage so prekär wie noch nie in dieser Saison. Nach Patrice Dlugos (Knie) hat möglicherweise auch Neuzugang Stefan Groß (ausgekugelte Schulter) das vorzeitige Saisonende ereilt. Tobias Gilg (Innenbandanriss) wird noch ein bis zwei Wochen fehlen und Tobias Hanöffner (Schulterprobleme) kann vorerst nur locker mittrainieren. Aber nicht nur vorne, auch hinten hat Englbrecht Sorgen: Mit Markus Gröger (Grippe) und Kevin Steiger (Leistenverletzung) fehlen wohl auch gegen Passau zwei wichtige Verteidiger. Goalie Linus Messerer ist nach überstandener Grippe zwar zurück, „ob es Sinn macht, ihn schon wieder spielen zu lassen, ist aber die andere Frage“, die sich Bernie Englbrecht stellt. Und die U 20, aus der er vielleicht den einen oder anderen Youngster hätte hochziehen können, absolviert zeitgleich selber ein Punktspiel. Fazit: Die Rumpftruppe (13+2), mit der sich der EV Moosburg am Sonntag in Pegnitz wacker geschlagen hat (4:6), wird wohl auch gegen die Habichte auf dem Eis stehen.
Die haben den Klassenerhalt nach sechs von 13 absolvierten Verzahnungsrunden-Spielen fest im Visier. Während der EVM als Tabellensechster schon einen strammen Zwischensprint bräuchte, um wieder zu den Top-3-Plätzen aufzuschließen, rangieren die Passauer mit einem Punkt (und einer Partie) Rückstand auf Pfaffenhofen souverän auf dem zweiten Platz. Doch noch brauchen die Dreiflüssestädter Punkte, um das Abstiegsgespenst endgültig zu verjagen – auch am Freitag in Moosburg. Dazu sollen drei Ex-Grün-Gelbe ihren Teil beitragen: So gibt es ein Wiedersehen mit Daniel Schander, Dominik Schindlbeck und Oliver Wawrotzki. Drei Stürmer, die Bernie Englbrecht sicher gerne auf seiner Seite hätte. 

Endspurt in Pegnitz nicht mit Punkten belohnt

Montag, 28. Januar 2019
Nach den jüngsten Klatschen und neuesten personellen Ausfällen musste man das Schlimmste befürchten. Aber: Der EVM zog sich bei seinem Sonntags-Gastspiel in Pegnitz achtbar aus der Affäre und hätte in den Schlussminuten gegen den Bayernligisten fast noch gepunktet. Letztendlich fuhren die Hausherren einen verdienten 6:4 (1:0, 4:1, 1:3)-Erfolg ein.
Mit Markus Gröger, Tobias Gilg, Kevin Steiger und Stefan Groß haben sich nach dem Ulm-Heimspiel vier weitere Leistungsträger verletzt bzw. erkrankt abgemeldet. „Deshalb war ich mit dem Auftritt meiner Rumpftruppe eigentlich ganz zufrieden“, sagte Moosburgs Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz. Die 13 grün-gelben Feldspieler hatten einen guten Start erwischt: Hinten standen sie sicher und griffen nach den Puckverlusten der IceDogs immer wieder überfallartig das Pegnitzer Gehäuse an. Alleine Nolan Regan hatte zweimal den Führungstreffer auf dem Schläger. Von den Hausherren war nicht allzu viel zu sehen – bis in der zehnten Minute trotzdem die Scheibe im EVM-Tor lag.
Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste gewillt, das Chancenplus endlich auch auf der Anzeigetafel sichtbar zu machen – aber das ging daneben: Pegnitz überrumpelte die Dreirosenstädter per Doppelschlag (21./22.). Jetzt dominierte der EVP, verschärfte das Tempo. Moosburg stand unter Druck und musste einen weiteren Doppelschlag (29./31.) hinnehmen. Die nächste Klatsche bahnte sich an. Doch Daniel Möhle sendete mit dem 1:5 (40.) ein kleines Lebenszeichen.
Auf dem bauten die Englbrecht-Schützlinge in den letzten 20 Minuten auf. Trotz des frühen sechsten Treffers der Pegnitzer kam Moosburg nun wieder besser ins Spiel und wollte mindestens noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Dass daraus fast noch Zählbares geworden wäre, hatten die Gäste den in der Schlussphase zunehmenden Undiszipliniertheiten der Hausherren zu verdanken, die die Unparteiischen vielleicht etwas zu genau ahndeten. Sechs Zwei-Minuten- und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe kassierten die „Eishunde“ ab der 50. Minute. Die 5:3-Gelegenheiten nahmen Basti Krämmer mit zwei Distanzschüssen (53./54.) und der zuvor glücklose Nolan Regan (54.) gerne an. Nach dem 4:6 war die Aufholjagd allerdings beendet.
Immerhin: Vier Tore in einem Spiel sind den Moosburgern in der gesamten Verzahnungsrunde noch nicht geglückt. Vielleicht ist die Ladehemmung damit endgültig beendet.

Tore: 1:0 (9:30) Wolsch (Mlynek, Navarra), 2:0 (20:30) Mlynek (Kuhn, Navarra), 3:0 (21:51) Kercs (Schwarz), 4:0 (28:14) Mlynek (Navarra), 5:0 (30:30) Kercs, 5:1 (39:35) Möhle (Regan, Klinecky), 6:1 (40:25) Kercs (Mlynek, Navarra), 6:2 (52:17) Krämmer (Möhle, Maier), 6:3 (53:03) Regan (Maier), 6:4 (53:23) Krämmer (Klinecky, Möhle). Strafminuten: Pegnitz 18 plus 10 plus Spieldauer Seidinger, EVM 0. Zuschauer: 175.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Ujcik, Krämmer, Maier, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Retzer, Seidlmayer, Regan, Klinecky, Asen, Killermann, Möhle. 

1:9 gegen Ulm: EVM "wie das Kaninchen vor der Schlange"

Sonntag, 27. Januar 2019
Die Talfahrt des EV Moosburg in der Verzahnungsrunde geht weiter: Auch gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm präsentierten sich die Grün-Gelben über weite Strecken äußerst harmlos und mussten beim 1:9 (0:3, 1:2, 0:4) die bislang höchste Niederlage in dieser Runde hinnehmen. Hinzu kamen vier neue Namen auf der Verletztenliste.
"Wie das Kaninchen vor der Schlange" hatte Coach Bernie Englbrecht seine Mannen über die 60 Minuten gesehen. Und sein Pendant Robert Linke gab ihm insofern Recht, "dass es uns der Gegner heute streckenweise auch recht einfach gemacht hat". Dabei sah es für die Moosburger personell endlich mal wieder vielversprechend aus: Mit den Comebackern Daniel Möhle und Max Retzer hatte Englbrecht zwei neue Optionen für die Offensive. Doch der EVM startete denkbar unglücklich in die Partie: Bereits nach eineinhalb Minuten verlor Goalie Carlo Schwarz die Kontrolle über die Scheibe - 0:1. Kurz darauf mussten zwei Moosburger auf die Strafbank, was die Gäste via Powerplay mit dem zweiten Gegentreffer bestraften. Das dritte Devils-Tor nach 13 Minuten war fast schon die Vorentscheidung. Von den Hausherren kam außer ein paar ungenauen Alibi-Pässen nach vorne so gut wie gar nichts, hinten stolperte man von einer Verlegenheit in die nächste.
Immerhin kämpferisch klar verbessert gingen die Dreirosenstädter in den zweiten Abschnitt. Dabei erspielten sie sich auch die eine oder andere kleinere Torchance. Doch Ulm war weiterhin viel gefährlicher: Dem 0:4 (29.) folgte bald Tor Nummer fünf (32.). Die Gastgeber schienen den Faden nun wieder verloren zu haben. Für einen kleinen Hoffnungsschimmer sorgte nach 34 Minuten Rückkehrer Daniel Möhle, der eine 5:4-Überzahl mit dem 1:5 abschloss. Bei den beiden vorangegangenen Powerplays war dem EVM kein einziger vernünftiger Torschuss gelungen.
Wer die Hoffnung für den Schlussabschnitt noch nicht aufgegeben hatte, wurde bald enttäuscht. Sechs Strafzeiten kassierten die Moosburger in den letzten 20 Minuten - und so lässt sich natürlich kein Spiel drehen. Im Gegenteil: Die Devils nahmen die Überzahl-Gelegenheiten gerne wahr und bauten ihre Führung so in aller Ruhe auf 1:9 aus. Neben den statistischen mussten die Gastgeber nun auch noch personelle Hiobsbotschaften verkraften: Stefan Groß (Schulter ausgekugelt) und Alexander Asen (Folgen eines Kniechecks) konnten nicht mehr weiterspielen, und auch die Namen von Kapitän Kevin Steiger und Tobias Gilg kamen nach der Partie auf die Verletztenliste. Fazit: Ein Abend zum Vergessen.

Tore: 0:1 (1:29) Dschida (Synek), 0:2 (6:48) Schirrmacher (Döring, Dörner), 0:3 (13:08) Döring (Ceslik, Schirrmacher), 0:4 (28:11) Synek (Simon, Ceslik), 0:5 (31:43) Synek (Brückner), 1:5 (34:34) Möhle (Maier, Gröger), 1:6 (45:17) Ceslik (Koberger, Simon), 1:7 (47:32) Brückner (Synek, Koberger), 1:8 (48:05) Dörner (Jainz, Schirrmacher), 1:9 (50:31) Brückner (Synek). Strafminuten: 20/8. Zuschauer: 135.
Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 28:11); Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger, Eigner; Ujcik, Stuckenberger, Retzer, Seidlmayer, Regan, Gilg, Klinecky, Groß, Asen, Killermann, Möhle. 

Mit Rückkehrern zurück in die Erfolgsspur?

Donnerstag, 24. Januar 2019
Den jüngsten Abwärtstrend stoppen – darum geht’s für die Moosburger Eishackler an diesem Wochenende. Im Heimspiel gegen die Devils aus Ulm/Neu-Ulm (Freitag, 19.30 Uhr) und beim alten Bayernliga-Bekannten EV Pegnitz (Sonntag, 17.30 Uhr) sollen endlich wieder Punkte und Tore her. „Platz drei ist immer noch drin“, zeigt sich Coach Bernie Englbrecht optimistisch.
Unter der Woche allerdings durften sich seine Spieler einiges anhören. Das Null-Punkte-Wochenende gegen Schweinfurt und Pfaffenhofen, an dem den Grün-Gelben insgesamt nur zwei Treffer gelangen, wollte der Trainer so nicht stehen lassen: „Wir machen auf einmal Sachen auf dem Eis, die wir nie trainiert haben“, schimpft Englbrecht. Da brauche man sich dann auch nicht wundern, wenn man in jedem Spiel nur ein Tor schießt. „Außerdem fehlt zur Zeit der letzte Biss. Und dass man sich, wie im letzten Drittel in Pfaffenhofen, so hängen lässt, hat mich schon schwer enttäuscht“, fügt er hinzu. Mit 0:4 war dieser Abschnitt an die IceHogs gegangen, die in der Phase eigentlich auch nur noch das Nötigste taten.
Doch jetzt blickt Bernie Englbrecht nach vorne. Zwei willkommene personelle Optionen tun sich in der Offensive auf: Der seit Ende Dezember verletzte Daniel Möhle und Max Retzer, der erst seit Kurzem wieder regelmäßig mittrainiert, sollen an diesem Wochenende im Kader stehen. Damit hätte der Coach nach längerer Zeit mal wieder 17 Feldspieler zur Verfügung – und die Chance, im Spiel auf gewisse Dinge zu reagieren. Mit Tobias Hanöffner rechnet Englbrecht erst wieder im Februar, während bei Patrice Dlugos fraglich ist, ob er in dieser Saison überhaupt noch mal aufs Eis zurückkehren kann.
Wie der EV Moosburg kämpfen auch die beiden Mannschaften, mit denen es die Dreirosenstädter an diesem Wochenende zu tun bekommen, um den Anschluss an die Stockerl-Plätze. Der Landesliga-Gruppe-2-Vertreter VfE Ulm/Neu-Ulm, aktuell Siebter der Verzahnungsrunde, hat bislang erst einen Sieg auf dem Konto: das 3:2 am vergangenen Sonntag gegen Pegnitz. Davor kassierte die Truppe um das Memminger Urgestein Martin Jainz eine deftige 10:0-Klatsche in Passau. Ein Null-Punkte-Wochenende hat der EV Pegnitz hinter sich. Vor besagter Pleite in der „Devilstown“ musste sich der abstiegsbedrohte Bayernligist – nach der Vorrunde mit gerade mal 14 Zählern abgeschlagen Letzter – auf heimischem Eis Pfaffenhofen knapp mit 3:4 geschlagen geben. Weil die IceDogs aber mit zwei Siegen in die Verzahnung gestartet waren, liegen sie nur einen Platz hinter dem EVM auf Rang fünf.
Nach Pegnitz ergibt sich für Moosburger Fans wieder eine Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus. Treffpunkt ist am Sonntag um 13 Uhr die Sparkassen-Arena. 

Im Hallertau-Derby ohne Chance

Montag, 21. Januar 2019
In den vergangenen Jahren waren die Hallertau-Derbys zwischen Pfaffenhofen und Moosburg meist richtige Krimis – besonders dann, wenn die IceHogs Heimrecht hatten. Der frühe Sonntagabend in der Stadtwerke-Arena allerdings bot wenig Spannung. „Eigentlich war das Spiel nach dem 3:0 für Pfaffenhofen gelaufen“, bilanzierte EVM-Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz. Am Ende des einseitigen Lokalduells hieß es 8:1 (3:1, 1:0, 4:0) für den ECP.
Englbrecht war nach der Partie ziemlich ruhig. Aber warum sollte er sich auch über ein Derby aufregen, in dem nicht nur seiner Meinung nach „Pfaffenhofen eindeutig die bessere Mannschaft war“. Das zeigten schon die ersten Sekunden, in denen die Gastgeber die Moosburger regelrecht überrannten. Nach exakt einer Minute lag die Scheibe auch schon im Tor – ein hoher Stock der Hausherren verhinderte allerdings die Anerkennung. Doch der defensiv wackelige EVM kam weiterhin kaum aus dem eigenen Drittel – Keeper Carlo Schwarz stand schwer unter Beschuss. Und so nahm das Unheil seinen Lauf: In der 5., 9. und 15. Minute zogen die IceHogs auf 3:0 davon. Der Anschlusstreffer durch Nolan Regan 60 Sekunden später war bezeichnenderweise eine Einzelaktion. Spielerisch ging bei Grün-Gelb wenig zusammen.
Im zweiten Drittel präsentierte sich das Match etwas ausgeglichener. Gleich zu Beginn hatten die Moosburger ihre stärksten Minuten der Partie, als sie auf den zweiten Treffer drückten. Aber Pfaffenhofen überstand die Phase und stellte in der 26. Minute den Drei-Tore-Abstand wieder her. Nach etwas Leerlauf gab der ECP in den letzten 20 Minuten noch mal ordentlich Gas: Gleich dreimal „schepperte“ es bis zur 45. Minute hinter Schwarz, der daraufhin genug hatte und Platz für Linus Messerer machte. Der musste zwar auch noch einmal hinter sich greifen, nach dem 8:1 (57.) war jedoch Schluss mit dem Pfaffenhofener Sturmlauf.
Der EVM bleibt trotz dieser Klatsche als Vierter in der oberen Hälfte der Tabelle der Verzahnungs-Gruppe B. Am kommenden Wochenende, wenn es die Dreirosenstädter mit Teams zu tun bekommen, die hinter ihnen stehen (Ulm/Neu-Ulm beziehungsweise Pegnitz), kann Coach Englbrecht möglicherweise auch wieder auf den einen oder anderen Rückkehrer aus dem Offensiv-Lazarett setzen – verbunden mit der Hoffnung, dass so der aktuelle Ein-Tor-Schnitt pro Spiel bald wieder deutlich erhöht wird.

Tore: 1:0 (4:35) Bauer (Neubauer, Gebhardt), 2:0 (8:49) Endress (Stähle, Duprey), 3:0 (14:52) Duprey (Endress, Fardoe), 3:1 (15:49) Regan, 4:1 (25:01) Bauer (Endress), 5:1 (40:46) Stähle (Duprey, Endress), 6:1 (44:10) Eder (Duprey, Endress), 7:1 (45:19) Bogner (Neubauer, Gebhardt), 8:1 (56:45) Endress (Stähle, Duprey). Strafminuten: 8/2. Zuschauer: 197.
Aufstellung: Schwarz, Messerer (ab 45:19); Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Stuckenberger, Regan, Gilg, Klinecky, Groß, Asen, Killermann, Seidlmayer. 

"Torschusspanik" gegen Schweinfurt: EVM geht in der Verzahnungsrunde erstmals leer aus

Sonntag, 20. Januar 2019
Sie haben gekämpft bis zum Schluss. Doch die starke Leistung im letzten Drittel reichte dem EV Moosburg nicht, das Match noch zu drehen. So kassierten die Dreirosenstädter am Freitag beim 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) gegen Bayernligist Schweinfurt die erste Niederlage in der Verzahnungsrunde.
Coach Bernie Englbrecht stand exakt das Personal der Vorwoche zur Verfügung. Was bedeutete: Aus der erhofften Rückkehr von Stürmer Daniel Möhle wurde erst mal nix. Die Hausherren legten trotzdem los wie die Feuerwehr und tauchten einige Male gefährlich vor dem Gäste-Gehäuse auf. “Da, wenn wir das 1:0, 2:0 machen, sieht das Ergebnis am Ende sicher anders aus”, trauerte Englbrecht den vergebenen Chancen in der Anfangsphase hinterher. Denn nach sieben Minuten und einem Stellungsfehler in der EVM-Defensive jubelten plötzlich die Gäste. Ein Tor, dass den Mighty Dogs Sicherheit gab. Jetzt wirbelten die Unterfranken, hätten ihrerseits neben dem 2:0 (18.) noch durchaus öfter treffen können.
Das taten sie dafür nur 13 Sekunden nach dem ersten Seitenwechsel - ein nächster Nackenschlag für die weiterhin bemühten Gastgeber. Doch zu großen Chancen kamen sie in der Folge nicht mehr. Die Schweinfurter ließen im zweiten Drittel, ohne sich überanstrengen zu müssen, immer wieder den Klassenunterschied erkennen, hatten Puck und Gegner im Griff.
Die Grün-Gelben fanden erst in den letzten 20 Minuten wieder richtig zurück ins Spiel. Markus Grögers schön herausgespieltes 1:3 (45.) war der erhoffte Weckruf. Von den Gästen war kaum noch was zu sehen, der EVM agierte nun als Herr im eigenen Haus. Doch die Sache mit dem Toreschießen bleibt offensichtlich ein Problem. Die Belagerungszustände im Schweinfurter Drittel sahen zwar gefährlich aus, der letzte Schritt - ein weiteres Tor - wollte aber nicht gelingen. Wie man sowas besser macht, zeigten die beiden "alten Herrn" und Ex-Profis im Gäste-Kader, die sich dort aktuell den Trainer-Job teilen: Nach einem Entlastungsangriff des ERV netzte Christopher Schadewaldt (34) zum vorentscheidenden 1:4 (54.) ein, und als Englbrecht Goalie Linus Messerer durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatte, schoss Josef Straka (40) die Scheibe in den leeren Moosburger Kasten.

Tore: 0:1 (6:48) Rabs (Tratz), 0:2 (17:25) Kouba (Rypar, Schäfer), 0:3 (20:13) Straka (Rypar, Kouba), 1:3 (45:41) Gröger (Klinecky, Seidlmayer), 1:4 (53:03) Schadewaldt (Straka, Kouba), 1:5 (58:13) Straka (Rypar, Schadewaldt, ENG). Strafminuten: 4/6. Zuschauer: 125.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Stuckenberger, Regan, Gilg, Klinecky, Groß, Asen, Killermann, Seidlmayer. 

Als Tabellenführer gegen Schweinfurt und Pfaffenhofen

Donnerstag, 17. Januar 2019
Nach zwei Spieltagen grüßt der EV Moosburg von der Tabellenspitze der Verzahnungsrunde B. Und auch die Statistiken lesen sich gut: 7:0-Tore, sechs von sechs möglichen Punkten. Doch bei den Dreirosenstädtern kann man unterscheiden zwischen Theorie und Praxis. Auf dem Eis lief am ersten Wochenende nämlich wahrlich nicht alles wie gewünscht. Das soll nun besser werden – am Freitag im Heimspiel gegen den ERV Schweinfurt (19.30 Uhr) und am Sonntag beim Derby in Pfaffenhofen (17.30 Uhr).
Blickt man rein auf die Ereignisse auf dem Eis, sieht die Bilanz schon nicht mehr ganz so rosig aus: In Burgau setzte es eine 1:5-Pleite, die nur aufgrund der Tatsache, dass die Schwaben zu viele Kontingentspieler eingesetzt hatten, in ein 5:0 für Moosburg umgewandelt worden ist. Und zwei Tage zuvor beim Heimspiel gegen Fürstenfeldbruck tat man sich lange schwer, bis der 2:0-Sieg unter Dach und Fach war.
„Wir haben wieder ein Problem mit dem Toreschießen“, gibt Pressesprecher Bastian Amann zu. „Rechnet man das Empty-Net-Goal im Heimspiel weg, sind das nur zwei Treffer in zwei Spielen.“ Mit ein Grund dafür dürfte auch das Fehlen der erfahrensten Offensiv-Akteure sein: Tobias Hanöffner (Schulter) und Patrice Dlugos (Knie) werden auch an diesem Wochenende ausfallen, immerhin scheint aber das Comeback von Daniel Möhle (Gehirnerschütterung) im Bereich des Möglichen zu sein. Topscorer Nolan Regan, der in Burgau zweimal hart gecheckt wurde und eine Trainingspause einlegen musste, dürfte bis heute ebenfalls wieder einsatzfähig sein.
Um weiteren personellen Hiobsbotschaften vorzubeugen, hat der EVM Max Retzer wieder in den Kader aufgenommen. Der junge Stürmer, der zum Ende der Vorsaison aus Landshut gekommen war, konnte aus beruflichen Gründen heuer kaum bis gar nicht trainieren, dürfte in den kommenden Wochen aber eine interessante personelle Alternative darstellen.
Interessant wird auch das Aufeinandertreffen mit dem Bayernliga-Zwölften aus Schweinfurt. Die Mighty Dogs gewannen ihr erstes Verzahnungsrundenmatch in Ulm mit 6:4, mussten sich dann aber auf eigenem Eis dem EV Pegnitz in der Overtime geschlagen geben. Ähnlich „gemischt“ ist Sonntags-Gegner EC Pfaffenhofen, der sich kurzfristig mit Ex-Profi Vitali Stähle (EV Landshut) verstärkt hat, gestartet. Der 3:4-Niederlage in Passau ließ man einen 6:3-Heimsieg über Ulm folgen. Pressesprecher Amann sieht den EVM in beiden Begegnungen in der Außenseiterrolle: „Der Druck ist bei den Gegnern. Vielleicht tun wir uns vor diesem Hintergrund ja wieder leichter mit dem Toreschießen.“ 

5:0 statt 1:5 - Spiel in Burgau wird gewertet

Mittwoch, 16. Januar 2019
Jetzt ist es offiziell: Nachdem der ESV Burgau beim Verzahnungsrundenspiel gegen den EVM am Sonntag fünf transferkartenpflichtige Spieler eingesetzt hat (wir berichteten), wird die Begegnung mit 0:5 für den EV Moosburg gewertet. Das gab gestern der Bayerische Eissportverband bekannt. 

1:5 in Burgau - aber: EVM bekommt die verlorenen Punkte wohl am grünen Tisch

Montag, 14. Januar 2019
Die mangelhafte Chancenverwertung und ein ziemlich verpfuschtes zweites Drittel waren dafür verantwortlich, dass der EVM am Sonntag in Burgau leer ausging. Die 1:5 (1:1, 0:3, 0:1)-Niederlage dürfte allerdings nicht lange Bestand haben. Weil die Gastgeber fünf statt der in der Verzahnungsrunde erlaubten zwei Kontingentspieler einsetzten, ist davon auszugehen, dass der Verband die Partie nachträglich mit 5:0-Toren und drei Punkten für Moosburg wertet.
Noch am Freitag schien es so, als würden sich die Burgauer doch an die Regeln des BEV halten. In Pegnitz traten sie mit zwei Ausländern an, brachten somit aber insgesamt auch nur elf Feldspieler aufs Eis. Dies und die deutliche 1:5-Niederlage schien die sportliche Leitung dazu bewogen zu haben, nur zwei Tage später wieder in die "Böser Bube"-Rolle zu schlüpfen. Zum Heimspiel standen drei Slowaken und zwei Tschechen auf dem Spielberichtsbogen - und da blieben sie, trotz der Hinweise der Schiedsrichter, die schon vor dem Eröffnungsbully eine Zusatzmeldung anfertigten. Wie ein Blick auf die Statistiken nach den 60 Minuten belegt, wäre die Begegnung ohne die tschechoslowakische Angriffsmaschinerie möglicherweise anders ausgegangen: Vier der fünf Tore erzielten die Burgauer Kontingentspieler.
Dass der EVM zumindest auf dem Eis das Nachsehen hatte, hatten sich die Gäste aber auch selbst zuzuschreiben: Nach dem Ausgleich durch Tobias Gilg (8.) ergaben sich für die Grün-Gelben zahlreiche gute Torchancen. Das war auch noch im zweiten Abschnitt so, den die Hausherren mit 3:0 gewannen. Dabei profitierten sie von einer mehrminütigen 5:3-Überzahl (vier Moosburger hintereinander auf der Strafbank), in der sie auf 4:1 davonzogen. Während der ESV vor dem Gehäuse eiskalt war, schafften es die Moosburger in den zweiten 20 Minuten nicht, auch nur eine ihrer glasklaren Möglichkeiten - alleine viermal tauchte ein EVM-Stürmer völlig alleine vor dem Eisbären-Goalie auf - zu nutzen. "Mit einem erzielten Tor gewinnt man selten ein Eishockeyspiel", merkte Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz an. Und ESV-Trainer Stanislav Hlozek stellte trotz des Resultats fest: "Moosburg wirkte heute spritziger."
Im Schlussabschnitt fehlten den Dreirosenstädtern dann die Ideen, die Partie noch zu kippen. ESV-Schlussmann Roman Jurkov, der zurecht zum besten Spieler der Gastgeber gewählt wurde, konnte seinen Kasten bis zur letzten Sirene sauberhalten.
In ein paar Tagen könnte all das für die Schwaben allerdings wertlos sein. Hält sich der BEV an seine Ankündigungen vor Start der Verzahnungsrunde, würde Moosburg das Match am grünen Tisch mit 5:0 gewinnen. Die Folgen: Der EVM - nach zwei Spieltagen Tabellensechster - stünde plötzlich an der Spitze der Verzahnungsgruppe B.

Tore: 1:0 (2:30) Horky (Arnold), 1:1 (7:36) Gilg (Killermann), 2:1 (25:04) Grünauer (Arnold, Horky), 3:1 (27:32) Klinga (Drozd, Horky), 4:1 (31:42) Zachar (Heinrich), 5:1 (55:35) Tomecko (Drozd). Strafminuten: 16/16. Zuschauer: 378.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Ujcik, Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Rotzinger; Seidlmayer, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky, Groß. 

Gelungener Auftakt: 2:0-Arbeitssieg über Fürstenfeldbruck

Samstag, 12. Januar 2019
Mit dem erhofften Heim-Dreier ist der EVM in die Bayernliga-Verzahnungsrunde gestartet. Das 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) über den EV Fürstenfeldbruck war allerdings eine ziemlich zähe Angelegenheit. Erst eine Sekunde vor der Schlusssirene wurden Mannschaft und grün-gelber Anhang erlöst.
Wer wissen will, wie der EV Moosburg der Zukunft aussieht, erhielt bei dieser Partie schon mal einen kleinen Vorgeschmack. Die beiden Routiniers Tobias Hanöffner und Patrice Dlugos fehlten wie erwartet, außerdem musste man ohne die Erfahrung des zweitbesten Scorers der Vorrunde, Daniel Möhle, auskommen, der ebenfalls noch aus Verletzungsgründen auf der Tribüne saß. Tobias Gilg (31) war damit einziger Vertreter der Ü30-Fraktion. Doch der verjüngte EVM übernahm von Beginn an das Zepter und drängte die Crusaders, Fünfter der Landesliga 2, ins eigene Drittel zurück. Richtige Torchancen ergaben sich dabei aber zunächst kaum, auch die Fürstenfeldbrucker Konter sorgten nicht gerade für Angst und Schrecken in der Moosburger Defensive. Christian Seidlmayer war es dann, der nach elf Minuten die Nullnummer beendete und zum 1:0 einnetzte. Jetzt gaben die Hausherren richtig Gas: In der Folge hätten locker das 2:0, 3:0 oder gar 4:0 fallen können, der Gäste-Goalie hatte allerdings was dagegen.
Im zweiten Drittel kassierte der EVF dann auch seine ersten Strafzeiten. Doch Überzahl war an diesem Freitagabend nicht die große Stärke der Dreirosenstädter. Chancen, den Vorsprung auszubauen, gab es allerdings auch bei 5:5 en masse - der Puck wollte allerdings kein zweites Mal über die Torlinie. Und je länger das Spiel dauerte, mehrten sich die Offensivaktionen der Crusaders. Allerdings hatte Carlo Schwarz, dem Coach Bernie Englbrecht den Vorzug vor Linus Messerer gegeben hatte, einen ähnlich guten Tag erwischt wie sein Gegenüber Christoph Müller.
Und weil weiterhin ein klassisches Fußball-Ergebnis auf den beiden Anzeigetafeln der Sparkassen-Arena stand, wurde es in den letzten 20 Minuten richtig eng. Hinzu kam, dass nun auch die Englbrecht-Schützlinge undiszplinierter wurden und einige Strafen hinnehmen mussten. Doch so richtig Druck konnten die Gäste in diesen Phasen auch nicht ausüben. So verstrichen die Minuten. Als Stadionsprecher Günter Krenauer die letzten 120 Sekunden der Partie ankündigen wollte, musste mit Torschütze Seidlmayer noch mal ein Moosburger in die Kühlbox. Der EVF riskierte jetzt alles, nahm seinen Keeper vom Eis und drängte mit 6:4 auf den Ausgleich. Aber Käptn Kevin Steiger und Co. verteidigten den hauchdünnen Vorsprung. Eine Sekunde vor der finalen Sirene rutschte ein Befreiungsschlag von Vincenz Maier in den leeren Gäste-Kasten - die endgültige Entscheidung.

Tore: 1:0 (11:55) Seidlmayer (Maier, Klinecky), 2:0 (59:59) Maier (Krämmer, Schwarz). Strafminuten: 6/6. Zuschauer: 120.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Gröger, Steiger, Maier, Krämmer, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Seidlmayer, Gilg, Groß, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky. 

Trotz Verletzungssorgen: EVM will gleich zum Auftakt punkten

Donnerstag, 10. Januar 2019
Um die Rückkehr in die Bayernliga kämpft der EV Moosburg ab diesem Wochenende. Zum Auftakt der Verzahnungsrunde treffen die Dreirosenstädter auf zwei Teams aus der Landesliga-Gruppe 2: den EV Fürstenfeldbruck (Freitag, 19.30 Uhr, Sparkassen-Arena) und die Eisbären Burgau (Sonntag, 18 Uhr, Burgauer Eishalle).
Personell ist die Lage bei den Moosburgern weiterhin angespannt. Auch wenn Verteidiger Kevin Steiger und Angreifer Tobias Gilg grünes Licht gegeben haben, stehen hinter dem Einsatz anderer Leistungsträger Fragezeichen: Was Abwehrmann Markus Gröger betrifft, zwar nur ein kleineres, dafür aber sind die Comeback-Chancen der verletzten Erste-Reihe-Stürmer Tobias Hanöffner und Daniel Möhle recht gering. Und Urgestein Patrice Dlugos hat gerade erst wieder mit Einheiten auf dem Eis begonnen. „Das Training war diese Woche nicht einfach“, sagt Coach Bernie Englbrecht. „Wenn Du nur 12, 13 Feldspieler da hast, kannst Du gewisse Sachen halt einfach nicht machen.“
Trotzdem will Englbrecht am ersten Verzahnungsrunden-Wochenende unbedingt punkten. Eine machbare Aufgabe scheint dabei das Heimspiel gegen den Fünften der anderen Landesliga, die Brucker Crusaders, zu sein. Der EVF sicherte sich durch einen tollen Endspurt noch das letzte Ticket für diese Runde und dürfte damit sein Saisonziel bereits erreicht haben. Fürstenfeldbruck spielt ohne „echten“ Kontingentspieler – der Kroate Lukas Colner stammt aus dem Nachwuchs von Nachbar Germering – und mit zahlreichen Eigengewächsen. Auf den EVM dürfte eine körperlich intensive Begegnung zukommen.
Wohl nur in der Außenseiterrolle reisen die Grün-Gelben am Sonntag zum Meister der Landesliga-Gruppe 2, dem ESV Burgau 2000. Mit ein Grund, warum die Eisbären andere Top-Teams wie Kempten, Ulm/Neu-Ulm oder Bayernliga-Absteiger Buchloe hinter sich ließen, dürfte sicherlich der Fakt sein, dass der ESV sechs Kontingentspieler im Kader hat: drei Slowaken, zwei Tschechen (einer von ihnen ist Topscorer David Zachar) und einen Italiener. Da vor Beginn der Verzahnungsrunde der Bayerische Eissportverband noch einmal klargemacht hat, dass Spiele, in denen mehr als zwei Ausländer eingesetzt werden, gegen den betreffenden Verein gewertet werden, darf nun mit Spannung erwartet werden, wie Burgau darauf reagiert. Zusammen mit dem ESC Haßfurt (vier Kontingentspieler) und dem ESV Waldkirchen (der in die Abstiegsrunde muss) hatte man sich vor einigen Wochen juristisch zu diesem Thema beraten lassen. Gerüchten zufolge will sich zumindest Burgau an die BEV-Vorgaben halten und in der Runde maximal zwei ausländische Spieler einsetzen.
Für die Moosburger Schlachtenbummler sind wie immer ein paar Plätze im Mannschaftsbus reserviert. Abfahrt am Sonntag ist um 14.30 Uhr. 

Als Tabellenvierter in die Verzahnungsrunde

Montag, 7. Januar 2019
Es war ein Derby, in dem es eigentlich um nicht mehr viel ging. Und trotzdem hatte man nicht den Eindruck, dass den Moosburgern und den Pfaffenhofenern die Punktevergabe egal war. So wurde auch am letzten Spieltag der Vorrunde noch mal um jede Scheibe gekämpft. Am Ende hieß es 3:6 (1:1, 2:2, 0:3) für die IceHogs. Was die EVM-Verantwortlichen allerdings mehr störte als die drei verlorenen Punkte, war die Tatsache, dass zwei weitere Spieler verletzt vom Eis mussten.
Mit 14 Feldspielern war Moosburgs Coach Bernie Englbrecht in die Partie gegangen, nur zwölf von ihnen spielten sie zuende. Tobias Hanöffner ging mit ausgekugelter Schulter bereits zu beginn des mittleren Abschnitts in die Kabine, Kevin Steiger folgte ihm eine Viertelstunde später, nachdem er von Pfaffenhofens Michael Welter (erhielt dafür eine redlich verdiente Spieldauer-Disziplinarstrafe) ziemlich unnötig umgemäht worden war.
Dafür, dass Leistungsträger wie Patrice Dlugos, Daniel Möhle, Tobias Gilg oder Markus Gröger erst gar nicht im Kader standen, überraschte die Dominanz der Hausherren im ersten Abschnitt doch etwas. Während die Gäste (3.) noch um den zweiten Tabellenplatz kämpften, hätten die Dreirosenstädter (4.) mit einem Sieg den ECP vom letzten Stockerlplatz verdrängen können. Und das hatten sie auch vor, wie die Angriffsbemühungen zeigten. Gäste-Goalie Philipp Hähl stand zeitweise massiv unter Beschuss, konnte mit seinen Paraden aber eine Moosburger Führung verhindern. Ein Entlastungsangriff der IceHogs brachte ihnen nach zehn Minuten das schmeichelhafte 0:1, das Jakob Killermann aber noch vor der ersten Pause egalisieren konnte (17.).
Der zweite Abschnitt war dann überschattet von den Verletzungen Hanöffners und Steigers. Die Gastgeber jedoch gaben zunächst weiter Gas: Nolan Regan besorgte in Minute 25 das 2:1. Aber auch hier folgte prompt eine Antwort: 54 Sekunden später in Form des erneuten Ausgleichs. Und als Killermann mit dem 3:2 (37.) den EVM erneut nach vorne schoss und Pfaffenhofen besagte Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt (fünf Minuten Unterzahl) sah es fast so aus, als ob die Grün-Gelben die Partie entscheiden könnten. „Aber das ist uns in dieser Phase nicht gelungen – das war sicherlich der Knackpunkt“, sagte Englbrecht nach dem Match. Im Gegenteil: Die Gäste kamen in Unterzahl zum Ausgleich (40.) und nutzten die personelle Schwächung der Moosburger in den letzten 20 Minuten gnadenlos aus. Dreimal musste Linus Messerer im EVM-Kasten trotz einiger starker Paraden noch hinter sich greifen.
Damit beendet der EV Moosburg als Tabellenvierter die Vorrunde und trifft in der am kommenden Wochenende beginnenden Verzahnungsrunde mit der BEL (Gruppe B) auf die Bayernligisten Black Hawks Passau, ERV Schweinfurt und EV Pegnitz sowie auf die Landesligisten ESV Burgau 2000, VfE Ulm/Neu-Ulm, EV Fürstenfeldbruck (alle Gruppe 2) und den EC Pfaffenhofen. Für den Heimauftauftakt gegen Fürstenfeldbruck (Freitag, 19.30 Uhr) hofft nicht nur Coach Englbrecht, dass er dann wieder auf einen größeren Kader zurückgreifen kann.

Tore: 0:1 (10:19) Eder (Oexler), 1:1 (16:48) Killermann (Hanöffner, Rotzinger), 2:1 (24:56) Regan (Groß, Steiger), 2:2 (25:50) Gebhardt (Bauer, Bogner), 3:2 (36:06) Killermann (Regan, Krämmer), 3:3 (39:41) Duprey (Endreß, Fardoe), 3:4 (44:31) Gebhardt (Duprey, Endreß), 3:5 (50:36) Gebhardt (Neubauer), 3:6 (55:53) Fardoe (Duprey, Endreß). Strafminuten: EVM 4, ECP 5 + Spieldauer Welter. Zuschauer: 181.
Aufstellung: Messerer, Probst; Steiger, Maier, Krämmer, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Seidlmayer, Hanöffner, Groß, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky.


Verzahnungsrunde Gruppe B

Fr., 11. Januar, 19.30 Uhr: EVM - EV Fürstenfeldbruck
So., 13. Januar, 18 Uhr: ESV Burgau – EVM
Fr., 18. Januar, 19.30 Uhr: EVM - ERV Schweinfurt
So., 20. Januar, 17.30 Uhr: EC Pfaffenhofen – EVM
Fr., 25. Januar, 19.30 Uhr: EVM - VfE Ulm/Neu-Ulm
So., 27. Januar, 17.30 Uhr: EV Pegnitz – EVM
Fr., 1. Februar, 19.30 Uhr: EVM - EHF Passau
Fr., 8. Februar, 20 Uhr: EV Fürstenfeldbruck – EVM
So., 10. Februar, 17.15 Uhr: EVM - ESV Burgau
Fr., 15. Februar, 20 Uhr: ERV Schweinfurt – EVM
So., 17. Februar, 17.15 Uhr: EVM - EC Pfaffenhofen
Fr., 22. Februar, 20 Uhr: VfE Ulm/Neu-Ulm – EVM
So., 24. Februar, 17.15 Uhr: EVM - EV Pegnitz
So., 3. März, 18.30 Uhr: EHF Passau - EVM 

Hallertau-Derby zum Abschluss der Vorrunde

Freitag, 4. Januar 2019
Es hätte ein echter Showdown werden können: Nachdem sich aber sowohl der EV Moosburg als auch der EC Pfaffenhofen bereits vergangenes Wochenende für die Verzahnungsrunde qualifiziert haben, geht es am letzten Vorrunden-Spieltag im Hallertau-Derby (Sonntag, 17.15 Uhr, Sparkassen-Arena) nur noch um die Platzierung und die daraus resultierende Gruppeneinteilung.
Nach dem aktuellen Stand würde der EVM als Tabellenvierter in die Verzahnungs-Gruppe B rutschen und dort auf die drei Bayernligisten Black Hawks Passau, ERV Schweinfurt und EV Pegnitz sowie auf die Landesliga-Teams ESV Burgau 2000, ESV Buchloe, EV Fürstenfeldbruck (alle Gruppe 2) und den ESC Haßfurt (Gruppe 1) treffen. Aber das ist wirklich nur der aktuelle Stand. Sowohl in den beiden Landesliga-Gruppen als auch in der Bayernliga sind noch dermaßen viele Verschiebungen möglich – alleine der EVM kann die Vorrunde auf den Rängen drei, vier oder fünf abschließen –, „dass es keinen Sinn macht, irgendwie zu taktieren, um in eine bestimmte Gruppe zu kommen“, sagt Coach Bernie Englbrecht. Er habe für den Sonntag deshalb nur ein Ziel: ein Heimsieg – und damit die Revanche für die 1:5-Niederlage in Pfaffenhofen.
Insbesondere in der Offensive wird Englbrecht aber auf einige Leistungsträger verzichten müssen: Daniel Möhle (Gehirnerschütterung) und Patrice Dlugos (Knie) werden definitiv weiter ausfallen. Ob Tobias Hanöffner, der erst ab Samstag wieder im Lande ist, nach zwei Wochen ohne Training schon wieder spielt, ist mindestens fraglich. Und dann müssen die Moosburger noch einen Abgang hinnehmen: Patrick Holler, erst zu Saisonbeginn aus Freising zurückgekommen, hat aus beruflichen und privaten Gründen sein vorzeitiges Saison-Aus bekanntgegeben.
Dafür hat sich Goalie Carlo Schwarz nach überstandener Grippe zurückgemeldet. Das Torwart-Trio ist damit wieder komplett. 

EVM nach 5:4-Sieg in Trostberg für die Verzahnungsrunde qualifiziert

Dienstag, 1. Januar 2019
Es ist vollbracht: Durch den 5:4 (2:1, 3:2, 0:1)-Auswärtssieg bei den Trostberg Chiefs hat sich der EV Moosburg am Sonntag vorzeitig für die Verzahnungsrunde mit der Bayernliga qualifiziert. Auch die vier anderen Teilnehmer aus der Landesliga-Gruppe 1 stehen inzwischen fest.
Im Gegensatz zu der Wasserschlacht vor einer Woche in Vilshofen zeigte sich im Trostberger Stadion das Freiluft-Eishockey von seiner schönsten Seite: Kein Niederschlag, angenehme Temperaturen und eine stattliche Zuschauerkulisse von über 400 Besuchern. Die Gäste, bei denen fast die komplette erste Sturmreihe ausfiel – Tobias Hanöffner und Daniel Möhle waren nicht mit dabei –, fühlten sich bei diesen äußeren Bedingungen sichtlich wohl und gingen durch Jakob Killermann nach sieben Minuten in Führung. Der zwischenzeitliche Ausgleich des Tabellenneunten (14.) war nur ein kurzes Aufbäumen, Moosburg kontrollierte das Geschehen auf dem Eis und zog langsam davon: Bastian Krämmer (immer noch 14.) sorgte für das 1:2, und gleich nach dem ersten Pausentee bediente Daniel Klinecky seine Sturmkollegen Stefan Groß (21.) und Lars Eigner (24.) so gut, dass es 1:4 stand.
Dann gingen die Dreirosenstädter ein bisschen vom Gas – was sich bald rächen sollte: Wayne Grapentine, Sohn der Trostberger Eishockey-Legende Ken Grapentine, brachte mit zwei Treffern (26./35.) die Chiefs wieder heran. Und auch die heimischen Fans machten sich jetzt lautstark bemerkbar. Nur gut, dass sich Nolan Regan in dieser Druckphase der Hausherren unbemerkt davonstehlen und ein Killermann-Zuspiel zum 3:5 (36.) verwerten konnte.
Im Schlussdrittel verteidigte die Truppe von Coach Bernie Englbrecht geschickt den Zwei-Tore-Vorsprung. Erst als die Chiefs in den letzten Minuten ihren Goalie vom Eis nahmen, wurde es noch einmal eng: Das Tor zum 4:5-Anschluss kam 28 Sekunden vor der Schlusssirene allerdings etwas zu spät.
Jubeln hätten die Moosburger nach Spielende übrigens auch dann dürfen, wenn es nicht für Punkte gereicht hätte. Parallel schlug nämlich der ESC Vilshofen den ESV Waldkirchen, wodurch neben den „Wölfen“ auch der EVM als Qualifikant für die zweiteilige Verzahnungsrunde mit der Bayernliga feststand. Diese beginnt am zweiten Januar-Wochenende. Amberg, Haßfurt und Pfaffenhofen sind die weiteren drei Vertreter der Gruppe 1.
Mit wem es die Dreirosenstädter in welcher Konstellation da zu tun bekommen, steht noch nicht fest. Was alleine schon daran liegt, dass der EVM als derzeit Tabellenvierter in seinem letzten Vorrundenspiel an Heiligdreikönig gegen den EC Pfaffenhofen noch auf Platz drei vorrücken bzw. auf den fünften Rang abrutschen kann.

Tore: 0:1 (6:56) Killermann (Regan, Holler), 1:1 (13:09) Wanghofer (Grapentine, Tobola), 1:2 (13:46) Krämmer (Gilg), 1:3 (20:29) Groß (Klinecky), 1:4 (23:21) Eigner (Klinecky), 2:4 (25:33) Grapentine (Schwabl, Tobola), 3:4 (34:41) Grapentine (Jelinek, Ladigan), 3:5 (35:11) Regan (Killermann), 4:5 (59:32) Tobola (Schwabl, Jelinek). Strafminuten: 10/12.
Aufstellung: Messerer, Probst; Ujcik, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Gilg, Klinecky, Holler, Groß, Asen, Killermann. 

9:5 - Harte Arbeit gegen das Schlusslicht

Sonntag, 30. Dezember 2018
Von einem Kantersieg wie im Hinspiel (11:3) war der EVM am Freitagabend weit entfernt: Aber auch, wenn erst in den letzten zehn Minuten wieder durchgeatmet werden konnte, holten die Grün-Gelben beim 9:5 (2:3, 4:1, 3:1) gegen den Tabellenletzten VER Selb 1b verdientermaßen die eingeplanten drei Punkte. Weil Waldkirchen am selben Abend in der Overtime in Amberg verlor, fehlen den Englbrecht-Schützlingen nur noch zwei Zähler zum Erreichen der Verzahnungsrunde.
Wie sehr sich die Moosburger in dieser Partie teilweise selbst im Weg standen, verdeutlichte eine Szene zu Beginn des letzten Drittels, als Tobias Gilg mit seinem Sturmkollegen Daniel Möhle spektakulär zusammenrauschte. Während Gilg weiterspielen konnte, musste Möhle mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vorzeitig in die Kabine.
Immerhin waren die Hausherren zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Siegerstraße, führten knapp mit 6:5. Danach sah es speziell im ersten Drittel lange nicht aus: Die nur über zwölf Feldspieler verfügenden Selber standen klug in der Defensive, störten die Moosburger immer wieder im Spielaufbau und waren durch ihre Konter brandgefährlich. Trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs durch Armin Rotzinger (9.) lagen sie so nach einer Viertelstunde nicht einmal unverdient mit 1:3 in Führung.
Doch die Gastgeber verfielen nicht in Panik, vertrauten darauf, dass sich die optische Überlegenheit auch bald auf der Anzeigetafel niederschlagen würde – und das tat sie. Der stark aufspielende Stefan Groß (15./25.) und Möhle brachten den EVM bis zur 27. Minute erstmals in Führung. Doch wer nun, hoffte, dass sich die „Wölfe“ aufgeben würden, hatte sich getäuscht: Die Gäste blieben dran, glichen zum 4:4 aus (was Moosburgs Goalie Linus Messerer bewog, seinen Platz für Johannes Probst freizumachen), und ließen sich auch durch die beiden folgenden EVM-Treffer von Vincenz Maier (30.) und Lars Eigner (34.) nicht abschütteln: Das 5:6 zu Beginn der letzten 20 Minuten hielt die Spannung in der Begegnung.
Die Kraft ging den Oberfranken in der Schlussphase aber trotzdem langsam aus. Die Entlastungsangriffe wurden weniger, die Dreirosenstädter hatten Spiel und Gegner jetzt unter Kontrolle. Nachdem Jakob Killermann in Minuten 46 auf 7:5 erhöht hatte, machten abermals Groß (54.) und sein Sturmpartner Daniel Klinecky (56.) endgültig den Deckel drauf.

Tore: 0:1 (3:18) Roos T. (Roos S., Warkus), 1:1 (8:10) Rotzinger, 1:2 (8:54) Tausend (Bauer, Schmid), 1:3 (14:09) Warkus (April, Roos T.), 2:3 (14:59) Groß (Klinecky, Eigner), 3:3 (24:36) Groß (Rotzinger, Holler), 4:3 (26:57) Möhle (Regan, Steiger), 4:4 (27:18) Gimmel (Wich, Winkler), 5:4 (29:41) Maier (Möhle, Gilg), 6:4 (33:42) Eigner (Klinecky), 6:5 (40:30) Warkus (April, Bauer), 7:5 (45:48) Killermann (Klinecky, Seidlmayer), 8:5 (53:58) Groß (Regan, Gilg), 9:5 (55:29) Klinecky. Strafminuten: 10/8. Zuschauer: 167.
Aufstellung: Messerer, Probst (ab 27:18); Ujcik, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Gilg, Klinecky, Holler, Groß, Asen, Killermann, Möhle. 

Das Wochenende der (Vor-)Entscheidungen

Donnerstag, 27. Dezember 2018
Vier Mannschaften, aber nur noch drei freie Plätze – ein bisschen erinnert der Kampf um die Teilnahme an der Verzahnungsrunde mit der Bayernliga heuer an das Kinderspiel „Reise nach Jerusalem“. Der EVM jedenfalls hat am Wochenende die Chance, mit zwei Siegen gegen die Kellerkinder VER Selb 1b (Freitag, 19.30 Uhr, Sparkassen-Arena) und TSV Trostberg (Sonntag, 17.30 Uhr, auswärts; Busabfahrt 14.15 Uhr) den Sack zuzumachen.
Als Pessimist ist Moosburgs Coach Bernie Englbrecht zwar nicht gerade bekannt, trotzdem warnt er vor den beiden vermeintlich leichten Aufgaben: „Keiner meiner Spieler darf glauben, dass wir schon durch sind. Sonst kann’s ein böses Erwachen geben.“ Sein Ziel sei es, „einfach die nötigen Punkte zu holen, ohne schauen zu müssen, was die anderen machen“. Verzichten muss er dabei auf zwei Offensiv-Routiniers: Den weiterhin verletzten Patrice Dlugos und Tobias Hanöffner, der dem EVM erst wieder im neuen Jahr zur Verfügung steht. Dafür ist der zuletzt Grippe-kranke Patrick Holler wieder an Bord. Und nicht zu vergessen: die beiden Neulinge Stefan Groß und Daniel Klinecky, die am vergangenen Wochenende ein gelungenes Debüt feierten. „Für die ersten Spiele hat mir das schon sehr gut gefallen“, sagt Englbrecht.
Der Blick auf die Tabelle – Moosburg ist Vierter – dürfte dem Übungsleiter ebenfalls ganz gut passen. Allerdings sind noch drei Spiele zu absolvieren. Wir haben das Schlussprogramm der vier Top-Fünf-Kandidaten unter die Lupe genommen:
- EC Pfaffenhofen (3., 35 Punkte): Die IceHogs sind so gut wie durch, können eigentlich nur noch theoretisch abgefangen werden. Bereits am Freitagabend (Heimspiel gegen Trostberg) dürfte der ECP die fehlenden Zähler holen. Am Sonntag müssen sie zu den abgeschlagenen Dingolfingern, am letzten Spieltag (6. Januar) zum EVM.
- EV Moosburg (4., 32 Punkte): Gegen Tabellenschlusslicht Selb zählen – das Hinspiel gewann man mit 11:3 – nur drei Punkte. Sollte auch am Sonntag bei den heimstarken Trostbergern Zählbares hängenbleiben, dürften die Grün-Gelben so gut wie durch sein. Auf ein „Endspiel“ am übernächsten Sonntag gegen Nachbar Pfaffenhofen haben jedenfalls die wenigsten Lust.
- ESC Vilshofen (5., 31 Punkte): Die Wölfe haben heute spielfrei und können sich in aller Ruhe auf ihr „Endspiel“ am Sonntag gegen Waldkirchen vorbereiten. Ein Sieg da könnte bereits das Ticket für die Verzahnungsrunde enthalten – je nachdem, was die „Crocos“ vorher machen. Am 5. Januar absolviert der ESC ein Match in Selb, bevor zum Finale Spitzenreiter ESC Haßfurt an der Vils aufkreuzt.
- ESV Waldkirchen (6., 29 Punkte): Der ESV braucht eine richtige Siegesserie, um noch unter die Top Fünf zu kommen. Angesichts der knackigen Auswärtsaufgaben an diesem Wochenende – freitags beim Tabellenzweiten Amberg, am Sonntag in Vilshofen – ein ziemlich schwieriger Job. Beim Heimspiel an Heiligdreikönig gegen Bad Aibling könnte der Zug schon abgefahren sein. 

Immerhin einen Zähler in der Vilshofener Wasserschlacht erkämpft

Montag, 24. Dezember 2018
Herbst-Tristesse statt Winter-Classic: Bei Dauerregen und enstprechend schwierigen äußeren Bedingungen musste sich der EV Moosburg am Sonntag in der Freiluft-Arena der Vilshofener Wölfe mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:1) nach Verlängerung geschlagen geben. Immerhin nahmen die Grün-Gelben zumindest einen Zähler mit und haben drei Spieltage vor Ende der Vorrunde das Erreichen eines Top-5-Platzes selbst in der Hand.
Pünktlich zum Anpfiff des Klassikers zwischen dem ESC und dem EVM begann es zu regnen. Und je länger die Partie dauerte, desto intensiver wurde das Geplätscher. Die Hausherren kamen mit den äußeren Umständen besser zurecht. Nach einer Phase des Abtastens gelang ihnen in der 9. Minute die 1:0-Führung. Die Moosburger, die erneut auf den erkrankten Patrick Holler verzichten mussten, taten sich schwer, kamen erst zum Ende der ersten 20 Minuten zu vielversprechenden Offensivaktionen - die aber allesamt ungenutzt blieben.
Umso besser starteten die Dreirosenstädter ins mittlere Drittel - und wie schon in Haßfurt schlug das neue Sturmduo zu: Diesmal bediente in Überzahl Stefan Groß seinen Nebenmann Daniel Klinecky, der eineinhalb Minuten nach Wiederbeginn mit seinem ersten Treffer im EVM-Trikot für den Ausgleich sorgte. Doch die Freude darüber währte nicht einmal eine halbe Minute - und schon lagen die Wölfe wieder in Führung. Der Regen wurde nun von Minute zu Minute stärker und machte ein vernünftiges Eishockeyspiel eigentlich unmöglich. Beide Teams taten sich schwer, ihre Kombinationen zuende zu spielen, oft verabschiedete sich der Puck, bis man zum Abchluss kam.
Nur gut, dass die Grün-Gelben auch im Schlussabschnitt einen guten Start hinlegten: Daniel Möhle verwertete einen Regan-Pass zum 2:2 (44.). Da sich inzwischen längst größere Pfützen gebildet hatten, plätschterte die Begegnung im wahrsten Sinne des Wortes vor sich hin. Chancen gab es kaum noch - die Schlusssirene erlöste Spieler wie Zuschauer und sicherte beiden Teams zumindest einen Punkt. In der folgenden Verlängerung wollten es die Kontrahenten im Kampf um die Verzahnungsrunde aber noch einmal wissen und erspielten sich einige tolle Chancen. 52 Sekunden vor dem Ende nutzten die Vilshofener eine solche zum entscheidenden 3:2. Damit war die Wasserschlacht beendet. Man wollte sich gar nicht vorstellen, zu welchen Slapstick-Einlagen die äußeren Bedingungen bei einem Penaltyschießen geführt hätten.
Der EVM blickt trotz der Overtime-Niederlage zufrieden auf ein Vier-Punkte-Wochenende zurück. Zähler, mit denen bei den Auswärtsaufgaben (am Freitag der 7:6-Sieg bei Tabellenführer Haßfurt) wohl die wenigsten gerechnet hatten. Moosburg bleibt damit mit vier Punkten Vorsprung auf Rang sechs Vierter und hat angesichts des Schlussprogramms - Heimspiele gegen Selb 1b und Pfaffenhofen sowie ein Auswärtsauftritt in Trostberg - gute Chancen, die im Januar beginnende Verzahnungsrunde zur Bayernliga zu erreichen.

Tore: 1:0 (8:45) Blaha jun. (Blaha sen., Toth), 1:1 (21:30) Klinecky (Groß), 2:1 (21:57) Franz (Doubrawa, Weinzierl), 2:2 (43:30) Möhle (Regan), 3:2 (64:08) Koma (Blaha sen., Franz). Strafminuten: 12/10. Zuschauer: 101.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Ujcik, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Gilg, Klinecky, Hanöffner, Groß, Asen, Killermann, Möhle. 

Finale furioso: Wie der EVM doch noch drei Punkte in Haßfurt holte

Sonntag, 23. Dezember 2018
Die „Faszination Eishockey“ in ihrer ganzen Bandbreite bekamen am Freitagabend gut 400 Zuschauer in der Haßfurter Eishalle zu spüren. Nach 60 teils aberwitzigen Minuten holte der EV Moosburg beim aktuellen Spitzenreiter der Landesliga-Gruppe 1 mit 7:6 (2:2, 4:0, 1:4) einen nicht unbedingt erwarteten Dreier. Der Siegtreffer fiel sieben Sekunden vor der Schlusssirene.
„Wellenartig hin und her“ sei die Partie gegangen. Mit dieser Beschreibung traf ESC-Coach Martin Reichert den Nagel auf den Kopf. „Welle eins“ gehörte den Hausherren, die mit einem Doppelschlag in der 5. Minute den EVM eiskalt erwischten. Doch die Moosburger wehrten sich und kamen schnell zurück – per Doppelpack von Verteidiger Markus Gröger (10./16.) glichen die immer stärker werdenden Gäste aus.
Der zweite Abschnitt dürfte dann mit das Beste gewesen sein, was die Schützlinge von Coach Bernie Englbrecht bislang in dieser Saison abgeliefert haben: Der Tabellenführer wurde von den Moosburgern regelrecht entzaubert. Was das Toreschießen betrifft, reichten den Dreirosenstädtern dafür vier Minuten: Los ging’s mit einem Geschoß von Bastian Krämmer (34.), dem folgten ein Powerplay-Tor durch Nolan Regan (35.), Lars Eigners feiner Alleingang (36.) und auch noch ein wunderschön herausgespielter Unterzahl-Treffer durch Neuzugang Stefan Groß (38.). Überhaupt zeigte die neu formierte Sturmreihe mit Groß, Eigner und dem debütierenden Tschechen Daniel Klinecky eine starke Leistung; dabei haben sie erst einmal zusammen trainiert.
Mit dem 6:2-Vorsprung im Rücken ging der EVM in den Schlussabschnitt – und wurde von der nächsten „Welle“ der Haßfurter erfasst: Bis zur 55. Minute kamen die Hausherren auf 5:6 heran – die Halle kochte. Als die Hawks 44 Sekunden vor dem Ende in Überzahl ausglichen, schien der schon sicher geglaubte Dreier für die Grün-Gelben dahin. Aber Nolan „Doppelpack“ Regan glaubte weiter daran: Er hämmerte sieben Sekunden vor Schluss die Scheibe an den Haßfurter Torpfosten, von wo aus sie langsam über die Linie zum 6:7 rutschte. Fast schon alles verloren, und dann doch noch alles gewonnen – dieser denkwürdige Abend war für Moosburgs Eishockey-Cracks ein großer Schritt in Richtung Verzahnungsrunde.

Tore: 1:0 (4:05) Babkovic (Kratschmer), 2:0 (4:49) Sramek (Trübenekr, Hora), 2:1 (9:19) Gröger (Hanöffner, Maier), 2:2 (15:53) Gröger (Möhle), 2:3 (33:16) Krämmer, 2:4 (34:33) Regan (Groß, Hanöffner), 2:5 (35:21) Eigner (Steiger), 2:6 (37:50) Groß (Klinecky), 3:6 (43:36) Hora, 4:6 (48:15) Lang (Babkovic), 5:6 (55:12) Hora (Sramek), 6:6 (59:16) Breyer (Hora), 6:7 (59:53) Regan (Krämmer). Strafminuten: 10/10. Zuschauer: 425.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Ujcik, Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Gilg, Asen, Regan, Stuckenberger, Klinecky, Groß. 

EVM vor hohen Auswärtshürden in Haßfurt und Vilshofen

Donnerstag, 20. Dezember 2018
Bevor’s an Heiligabend und den Feiertagen etwas besinnlicher wird, muss der EVM noch zwei schwere Auswärtsaufgaben hinter sich bringen. Am Freitag reisen die Grün-Gelben zum Tabellenführer ESC Haßfurt (19.30 Uhr; Busabfahrt 14.30 Uhr), während am Sonntag bei den Vilshofener Wölfen (17.15 Uhr; Busabfahrt 14.15 Uhr) das erste Freiluft-Spiel der Saison auf dem Programm steht. Weihnachtsgeschenke sind weder da noch da zu erwarten.
Dafür haben sich die Dreirosenstädter selbst zwei Packerl unter den Christbaum gelegt – die noch vor Heiligabend geöffnet werden sollen: Erste Neuverpflichtung ist der Tscheche Daniel Klinecky, der bereits im Freundschaftsspiel gegen den EV Landshut das Moosburger Trikot getragen hat und dabei die Vereinsverantwortlichen überzeugen konnte. Der 21-Jährige wurde beim HC Budweis ausgebildet und spielte zuletzt in der amerikanischen WSHL-Nachwuchsliga für die Valencia Flyers, bevor er sich dem schwedischen Zweitdivisionär Viking HC anschloss. Klinecky kommt auf Empfehlung von Ex-EVM-Trainer Petr Kankovsky und kann als Verteidiger und Stürmer eingesetzt werden. Er besetzt die noch offene Kontingentstelle neben Nolan Regan (CAN).
Vom Bayernligisten Black Hawks Passau wechselt Angreifer Stefan Groß (ebenfalls 21) zu den Grün-Gelben. Er begann das Eishockeyspielen in Straubing und gelangte über Deggendorf zum EV Landshut – wo er 2016/17, der EVL-Coach hieß damals Bernie Englbrecht, auch fünf Oberliga-Spiele bestritten hat. In Passau stand er seit 2017 unter Vertrag.
Für Trainer Englbrecht, der zuletzt froh sein musste, wenn er drei komplette Blöcke zur Verfügung hatte, ergeben sich damit im Vorrunden-Endspurt (noch fünf Spiele bis Anfang Januar) neue personelle Möglichkeiten. „Oldie“ Patrice Dlugos wird in Englbrechts Plänen allerdings keine Rolle spielen. Aufgrund einer Innenband-Verletzung ist mit ihm erst wieder im neuen Jahr zu rechnen.
In Haßfurt bleibt den Moosburgern wohl nur die Außenseiterrolle. Bei der 3:8-Heimpleite am vergangenen Freitag zeigte der Spitzenreiter dem EVM doch recht klar seine Grenzen auf. Mut macht allerdings der erste Abschnitt, in dem es die dominierenden Grün-Gelben ganz einfach verpassten, sich einen Vorsprung zu erarbeiten. In Vilshofen – das Hinspiel gewann man mit 4:3 nach Verlängerung – müssen die Dreirosenstädter am Sonntag punkten, um im Kampf um die Verzahnungsrundenplätze nicht ins Hintertreffen zu geraten. Aktuell belegt der EVM Rang vier (28 Punkte), vor Freising (26, aber drei Spiele mehr), Waldkirchen (25) und eben den Vilshofener Wölfen (23). „Dort die Overtime zu erreichen, wäre sicher gut – für einen wirklich großen Schritt bräuchten wir aber einen Sieg nach regulärer Spielzeit“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. Da ließe sich Heiligabend dann gleich viel entspannter feiern. 

13 Tore, viele alte Bekannte und keine einzige Strafminute

Mittwoch, 19. Dezember 2018
So ein Eishockey-Fest hat die Dreirosenstadt schon lange nicht mehr gesehen: 750 Zuschauer waren am Dienstagabend in der Sparkassen-Arena Zeugen des ersten Aufeinandertreffens zwischen dem EV Moosburg und dem großen Nachbarn EV Landshut seit Jahrzehnten. Am Ende setzte sich der zwei Ligen höher spielende Favorit aus Niederbayern standesgemäß mit 3:10 (0:1, 0:6, 3:3) durch. Aber das Ergebnis spielte nur eine untergeordnete Rolle.
„Ich fand’s schön, so viele alte Bekannte und ehemalige Mitspieler zu treffen“, sagte EVL-Goalie Max Englbrecht, der zusammen mit seinem Vater, EVM-Coach Bernie Englbrecht, die Pressekonferenz bestritt. Auch wenn beide Teams dem Publikum ein rasantes und unterhaltsames Match boten, merkte man doch immer wieder, dass es sich um ein „Freundschaftsspiel“ handelte. Keine einzige Strafzeit mussten die Unparteiischen im Laufe der 60 Minuten vergeben, in denen die Moosburger nicht nur alle drei Goalies (Linus Messerer, Hannes Probst und Carlo Schwarz erhielten je ein Drittel) einsetzten, sondern auch die beiden Tschechen Ladislav Marek und Daniel Klinecky testeten.
Der einzige aktuelle Kontingentspieler des EVM, Nolan Regan, hatte seinen großen Auftritt im Schlussdrittel. Nachdem die Gäste dank eines starken zweiten Abschnitts inzwischen auf 0:7 davongezogen waren, netzte der junge Kanadier in der 52. Minute per Doppelschlag ein. Endlich hatte auch der grün-gelbe Fanblock Grund zu jubeln. Drei Minuten später betrieb Daniel Möhle mit dem dritten Tor der Hausherren weitere, lautstark beklatschte Ergebniskosmetik. Doch Luis Schinko, Sohn des ehemaligen Moosburger Coaches Thomas Schinko, sorgte mit seinem zweiten und dritten Treffer in der Folge doch noch dafür, dass der Landshuter Sieg zweistellig ausfiel.
Als die Schlusssirene ertönte, spielte aber all das keine Rolle mehr. Langes Shake-hands und Umarmungen bei den vielen Bekannten auf dem Eis, zufriedene Gesichter auf den gut gefüllten Zuschauerrängen. Den bei der Pressekonferenz geäußerten Hoffnungen von EVM-Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger, dass der EV Landshut, wenn sein Verein im nächsten Jahr den 70. Geburtstag feiert, doch noch einmal vorbeischauen möge, konnte man sich nur anschließen.

Tore: 0:1 (15:02) Fischhaber (Schinko, Kronthaler), 0:2 (21:12) Stanik (Forster), 0:3 (23:38) Sedlar (Schinko, Maierhofer), 0:4 (25:59) Forster (Pelletier, Ostwald), 0:5 (26:28) Schinko (Hofbauer, Kronthaler), 0:6 (37:34) Stanik (Pelletier, Forster), 0:7 (38:29) Forster (Pelletier, Schinko), 1:7 (51:03) Regan (Möhle, Krämmer), 2:7 (51:34) Regan (Hanöffner, Möhle), 2:8 (53:19) Forster (Pelletier), 3:8 (54:22) Möhle (Regan, Steiger), 3:9 (57:28) Schinko (Pelletier, Forster), 3:10 (58:19) Schinko (Fischhaber, Nägele). Strafminuten: Fehlanzeige. Zuschauer: 748.
Aufstellung: Messerer, Probst (ab 20:00), Schwarz (ab 40:00); Ujcik, Gröger, Maier, Krämmer, Eigner, Rotzinger, Steiger; Möhle, Seidlmayer, Holler, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Hanöffner, Marek, Klinecky. 

Endlich ist es soweit: EVM vs. EVL in der Sparkassen-Arena

Dienstag, 18. Dezember 2018
Natürlich wird es kein Freundschaftsspiel wie jedes andere, wenn der EV Moosburg am heutigen Dienstag (20 Uhr, Sparkassen-Arena), den Oberligisten EV Landshut empfängt. Besonders für Moosburgs Trainer Bernie Englbrecht nicht, der schließlich noch bis 2017 Cheftrainer des niederbayerischen Traditionsvereins war. „Der Tabellenfünfte der Oberliga spielt gegen den Tabellenfünften der Landesliga – was soll da besonders sein?“, fragte er scheinbar gelangweilt bei der Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Amberg. Doch es geht nicht nur um Englbrechts Vergangenheit. Schließlich hat ein großer Teil der Moosburger Mannschaft Landshuter Wurzeln. Der eine oder andere trauert außerdem noch der vergebenen Möglichkeit hinterher, in der „Ersten“ des EVL Fuß zu fassen. Hinzu kommt die Tatsache, dass es trotz der überschaubaren geographischen Distanz von 20 Kilometern (und auch den in den Vorjahren geringeren sportlichen Unterschieden; 2016/17 wäre man sich fast in der Verzahnungsrunde zur Oberliga begegnet) in den vergangenen Jahrzehnten nie zu einem Testspiel gekommen ist. Beim EVM rechnet man heute jedenfalls mit einem gut gefüllten Eisstadion. Die Zuschauer – insbesondere diejenigen, die noch kein Ticket haben – werden deshalb gebeten, rechtzeitig da zu sein. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Da die Parkplätze vor Ort nicht ausreichen werden, werden die Fans gebeten, auch das Parkhaus am Bahnhof zu nutzen. 

EVM erkämpft sich Dreier gegen Amberg

Montag, 17. Dezember 2018
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – zum Sieg. Obwohl der EVM am Sonntag dem Tabellenzweiten aus Amberg spielerisch unterlegen war, hatten sich die Grün-Gelben am Ende die drei Punkte durch Kampf und unermüdlichen Einsatz verdient. Der 4:3 (1:0, 1:3, 2:0)-Erfolg war der neunte Sieg in den vergangenen elf Begegnungen.
Diesmal drehten die Hausherren den Spieß einfach um: Waren die Moosburger zuletzt in der Anfangsphase öfter mal die dominierende Mannschaft, die dann aber schnell zurücklag, überließen sie diesmal den Ambergern das Zepter. Die drängten bald auf den ersten Treffer, scheiterten aber immer wieder am gut aufgelegten EVM-Goalie Linus Messerer. Und so nutzte Philipp Ujcik bei einem Entlastungsangriff die Unachtsamkeiten in der ERSC-Abwehr zum 1:0.
Und das Glück war den Englbrecht-Schützlingen weiter hold: Als die Gäste zu Beginn des zweiten Abschnitts eine Powerplay-Situation verstreichen hatten lassen, übersahen sie den von der Strafbank gekommenen Nolan Regan. Pass auf Tobias Gilg, der zu Patrick Holler – 2:0.
Jetzt allerdings machten die „Wild Lions“ Ernst: Nach einer massiven Druckphase gelang den Oberpfälzern der mehr als verdiente Anschlusstreffer – und als die Gastgeber in der Folge wieder einige vermeidbare Strafzeiten hinnehmen mussten, drohte das Spiel komplett zu kippen: Dem 2:2-Ausgleich (33.) bei 5:4 folgte in einer 5:3-Überzahl sogar das 2:3 (36.). „Und ich krieg da unten einen halberten Herzinfarkt“, schimpfte EVM-Trainer Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz.
Doch damit schienen die gerade mal zwölf Amberger Feldspieler ihr Pulver verschossen zu haben. Im Schlussabschnitt ergriffen die Hausherren die Initiative und belohnten sich in der 43. Minute mit dem Ausgleich. Jetzt wanderte ein „Löwe“ nach dem anderen in die Kühlbox – den Gästen ging die Kraft aus. Aber Moosburg konnte die sich bietenden Vorteile nicht nutzen. Erst in der 56. Minute, als sich beide Seiten schön langsam auf die Overtime vorbereiteten, sorgte Daniel Möhle für den entscheidenden Treffer.

Tore: 1:0 (11:25) Ujcik, 2:0 (22:09) Holler (Gilg, Regan), 2:1 (29:00) Benak (Vlach, Keil), 2:2 (32:57) Köbele (Aukofer, Schopper), 2:3 (35:58) Köbele (Hendrikson, Benak), 3:3 (42:51) Hanöffner (Möhle, Maier), 4:3 (55:08) Möhle (Hanöffner). Strafminuten: 12/10. Zuschauer: 148.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Krämmer, Maier, Gröger, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Stuckenberger, Regan, Gilg, Hanöffner, Holler, Asen, Killermann, Möhle, Seidlmayer. 

3:8 - Hawks nehmen alle drei Punkte mit

Samstag, 15. Dezember 2018
Der Spitzenreiter war dann doch eine Nummer zu groß: Trotz starkem Beginn musste sich der EVM am Freitagabend dem ESC Haßfurt deutlich mit 3:8 (0:2, 0:3, 3:3) geschlagen geben. Die Hawks erwiesen sich 60 Minuten lang als das Team mit der größeren Cleverness.
Bis auf Patrice Dlugos konnte Moosburgs Coach Bernie Englbrecht auf die Erfolgstruppe der vergangenen Wochen zurückgreifen. Und die Gastgeber machten von Beginn an klar: Heute sollte der nächste Dreier her! Das erste Drittel gehörte dem EVM, der den ESC sofort in die eigene Zone zurückdrängte. Doch so schön die Angriffe teils vorgetragen wurden - im Abschluss fehlte die Genauigkeit, weshalb Haßfurts Schlussmann Martin Hildenbrand auch selten über sich hinauswachsen musste, um den Rückstand zu verhindern. Und seine Vorderleute bestachen durch gnadenlose Effizienz: Nach zehn Minuten konterten sie die Hausherren zum 0:1 aus. Eine sauber zuende gespielte Überzahl-Situation brachte kurz vor dem Pausentee den zweiten Gäste-Treffer.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts merkten die Zuschauer: Der EVM wollte die Fehler der ersten 20 Minuten korrigieren - und lief den Haßfurtern dabei gleich zu Beginn ins offene Messer: Ein Doppelschlag in der 21. Minute zum 0:4 sorgte für starke Ernüchterung bei den Grün-Gelben. In der Folge wollte auch nicht mehr allzu viel klappen - während der ESC weitermachte wie bisher und die Führung in der 29. Minute auf 0:5 nach oben schraubte. Jetzt bahnte sich ein Desaster an - zumal Verteidiger Kevin Steiger nach einem Bandencheck (35.) mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vom Eis geschickt wurde.
Doch die Moosburger wehrten sich gegen die drohende Klatsche, überstanden die fünfminütige Unterzahl schadlos und meldeten sich im Schlussdrittel zurück. Nachdem es Patrick Holler als erstem EVM-Spieler gelungen war, den Haßfurter Goalie zu überwinden (43.), legte Nolan Regan keine drei Minuten später das 2:5 drauf. Ging da etwa noch was? Nicht wirklich. Via Powerplay glückte den Hawks Tor Nummer sechs (52.) und nach Regans zweitem Treffer gaben die Franken in der Schlussphase noch mal richtig Gas. In der 59. und 60. Minute stellten sie den alten Fünf-Tore-Abstand wieder her.

Tore: 0:1 (10:24) Sramek (Trübenekr, Stahl), 0:2 (19:26) Trübenekr (Sramek, Stahl), 0:3 (21:17) Babkovic (Sramek, Stahl), 0:4 (21:43) Trübenekr (Hora, Vollert), 0:5 (28:28) Lang (Hora, Bates), 1:5 (42:05) Holler (Gröger, Maier), 2:5 (44:54) Regan (Möhle, Gröger), 2:6 (51:12) Trübenekr (Hora, Sramek), 3:6 (54:46) Regan (Möhle), 3:7 (58:01) Sramek (Hora, Breyer), 3:8 (59:21) Babkovic (Sramek, Bates). Strafminuten: EVM 14 + 10 Seidlmayer plus 5 + Spieldauer Steiger (Bandencheck), ESC 12 plus 10. Zuschauer: 123.
Aufstellung: Schwarz, Messerer (ab 21:43); Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Stuckenberger, Regan, Gilg, Hanöffner, Holler, Asen, Killermann, Möhle, Seidlmayer. 

Drei Heimspiele in fünf Tagen

Donnerstag, 13. Dezember 2018
Fünf Tage, drei Heimspiele – dieses verlängerte Wochenende, das dem EVM bevorsteht, hat es wirklich in sich: Zunächst treffen die Dreirosenstädter am Freitag auf Spitzenreiter ESC Haßfurt (19.30 Uhr), am Sonntag geht’s um 17.15 Uhr gegen den Tabellenzweiten ERSC Amberg und schließlich empfängt man am Dienstag zu einem freundschaftlichen Vergleich den großen Nachbarn EV Landshut (20 Uhr).
Sieben Spiele müssen Moosburgs Eishackler in der Landesliga-Vorrunde noch absolvieren. Im Vergleich zur direkten Konkurrenz im Kampf um die ersten fünf Plätze haben sie zwar mit das schwerste Schlussprogramm, als aktueller Fünfter aber auch eine gute tabellarische Ausgangsposition: Drei bzw. fünf Zähler beträgt der Vorsprung auf die Verfolger Vilshofen und Waldkirchen, während man nur einen Punkt hinter den viertplatzierten Freisingern liegt – die allerdings schon vier Partien mehr auf dem Konto haben.
Dass man es an diesem Wochenende ausgerechnet mit dem Spitzenduo zu tun bekommt, das dem Rest der Liga längst enteilt ist – Abstand zu Platz drei: acht Punkte – ist für Coach Bernie Englbrecht kein Problem: „Die Plätze der anderen Mannschaften interessieren mich nicht, wir brauchen weiterhin Punkte.“
Die Haßfurter, die in erster Linie von ihren vier Kontingentspielern leben, haben zuletzt Mitte November ein Match verloren – 4:5 beim Tabellennachbarn Amberg. Jüngst taten sie sich jedoch nicht immer leicht bei ihren Erfolgserlebnissen: Gegen Dingolfing (8:7 und 7:6) hatten sie das Glück ebenso auf ihrer Seite wie in der Schlussphase am Sonntag beim SE Freising, in der der 4:1-Erfolg fix gemacht wurde. ESC-Trainer Martin Reichert rechnet in Moosburg, wie er auf der Vereins-Homepage kundtat, „mit einer ganz engen Kiste“.
Eine solche gab es auch beim EVM-Hinspiel in Amberg, das die Wild Lions im Oktober mit 5:4 gewannen (danach wurde die Partie bekanntlich mit 5:0 für den ERSC gewertet). So richtig gut drauf scheinen die Oberpfälzer derzeit nicht zu sein. Etwas überraschend verloren sie ihr jüngstes Heimspiel gegen Vilshofen mit 4:6 – was deren Coach Dirk Salinger mit den zahlreichen Unterzahlsituationen begründete: „Auf der Strafbank gewinnst du halt kein Spiel.“
Das Thema „zweite Ausländerposition“ ist weiterhin ein Dauerbrenner in der sportlichen Leitung des EVM. Auch in dieser Woche führte man mit einem Kandidaten vielversprechende Gespräche, wurde sich am Ende dann aber doch nicht einig. Weil die Bänderverletzung, die er sich in Pfaffenhofen zugezogen hat, Patrice Dlugos zu einer erneuten längeren Pause zwingt, steigt der Handlungsbedarf in der Offensive. Deshalb hält man derzeit auch nach Nicht-Kontingentspielern Ausschau.
Für den EVM bieten die kommenden Tage neben dem Liga-Alltag auch noch ein interessantes Rahmenprogramm: Einmal ist da die traditionelle Christbaumversteigerung im Eisstüberl unmittelbar nach dem Auftritt gegen Hassfurt und natürlich das Freundschaftsspiel-Highlight am kommenden Dienstag um 20 Uhr gegen den Oberligisten EV Landshut. „Wir freuen uns riesig, dass es jetzt endlich mal geklappt hat, den EVL nach Moosburg zu holen“, sagt Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger, der natürlich auch auf „eine würdige Kulisse“ hofft. Karten gibt es noch bei Loidl-Markisen in Degernpoint, im Eisstüberl und an der Abendkasse. 

EVM hält Verfolger Waldkirchen mit 4:3-Sieg auf Distanz

Montag, 10. Dezember 2018
Drei immens wichtige Punkte konnte der EV Moosburg am Sonntag in der heimischen Sparkassen-Arena gegen den ESV Waldkirchen verbuchen. Mit dem 4:3 (1:1, 2:1, 1:1)-Zittersieg über den unmittelbaren Verfolger behaupteten die Dreirosenstädter Tabellenplatz fünf und gehen nun mit einer guten Ausgangsposition ins letzte Drittel der Landesliga-Vorrunde.
„Ich bin schon ein bissl nervös“, gab EVM-Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger vor dieser Sechs-Punkte-Begegnung zu. Denn auch er wusste: Durch eine Niederlage würde sein Team erst mal aus den Verzahnungsrunden-Plätzen fallen. ESV-Coach Thomas Kremhelmer trauerte deshalb nach der Partie den vergebenen Chancen in den Schlussminuten hinterher: „Hätten wir heute gewonnen, wären wir an Vilshofen und Moosburg vorbeigezogen. Aber es hat halt nicht sollen sein.“
Hatten die Dreirosenstädter den Start am Freitag in Pfaffenhofen noch völlig verschlafen, drückten sie diesmal von Beginn an ordentlich aufs Tempo. Doch auch wenn man die Abwehrreihen der niederbayerischen Krokodile teils schwindlig spielte, wollte die Scheibe nicht ins Tor. Dem ESV dagegen genügte nach acht Minuten der erste vernünftige Konter zur 0:1-Führung. Aber Moosburg blieb konzentriert und hielt an der offensiven Marschroute von Trainer Bernie Englbrecht fest. Elfeinhalb Minuten waren absolviert, als Patrick Holler zum überfälligen Ausgleich einnetzte.
Auch im zweiten Abschnitt gaben die Hausherren den Ton an, zwangen ESV-Keeper Tobias Lienig zu einigen Paraden. Chancenlos war er allerdings, als Nolan Regan 174 Sekunden nach Wiederbeginn das 2:1 markierte. In der Folge war der EVM bemüht, die Führung auszubauen. Und das hätte vielleicht auch geklappt, wenn sich nicht in der 31. Minute das bis dahin recht unauffällig pfeifende Schiri-Duo mit einer ganzen Reihe nicht nachvollziehbarer Entscheidungen „eingemischt“ hätte. So musste der EVM in dieser Minute sage und schreibe vier (!) Zwei-Minuten-Strafen hinnehmen – darunter Vergehen wegen angeblicher Spielverzögerung oder unkorrektem Wechsel. „Schieber“-Rufe hallten durch die Sparkassen-Arena. Die Waldkirchener, sichtlich überrascht von solchen „Geschenken“, kamen in der längeren 5:3-Überzahl allerdings „nur“ zum 2:2-Ausgleich. Und der EVM schlug kurz darauf zurück: Regan traf zum 3:2 (34.) – somit war fast wieder alles im Lot.
Im Schlussabschnitt durfte aber noch ausgiebig gezittert werden. Trotz des vierten EVM-Tores – Daniel Möhle hielt nach toller Kombination über Tobias Hanöffner und Regan nur noch den Schläger hin – gaben sich die tschechischen Ex-Profis im ESV-Dress noch lange nicht mit der Nullnummer ab, verstärkten ihre Offensivbemühungen noch mal. Doch der Anschlusstreffer zum 3:4 siebeneinhalb Minuten vor dem Ende sollte ihr letztes Erfolgserlebnis gewesen sein. Auch eine 4:5-Unterzahl überstanden die Gastgeber in der Schlussphase schadlos – bis die erlösende Sirene ertönte.

Tore: 0:1 (7:50) Kotaska (Vavroch, Skoda) 1:1 (11:30) Holler (Steiger), 2:1 (22:54) Regan (Hanöffner, Möhle), 2:2 (30:17) Marek (Vavroch, Skoda), 3:2 (33:13) Regan (Möhle, Hanöffner), 4:2 (44:55) Möhle (Hanöffner, Regan), 4:3 (52:39) Marek (Vavroch, Skoda).
Strafminuten: EVM 14 plus 10 (Krämmer), ESV 10.
Zuschauer: 168.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Ujcik, Krämmer, Maier, Steiger, Rotzinger, Eigner, Gröger; Gilg, Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Hanöffner, Holler, Asen, Killermann, Möhle. 

1:5 - Aufbäumen im Hallertau-Derby kam zu spät

Sonntag, 9. Dezember 2018
Jede Siegesserie geht einmal zuende – auch die des EV Moosburg. Nach zuletzt sieben Erfolgen hintereinander setzte es am Freitagabend beim EC Pfaffenhofen eine verdiente 5:1 (2:0, 1:0, 2:1)-Niederlage. Das Aufbäumen in der Schlussphase kam zu spät.
Die Mannschaft, die den Sieg mehr wollte, war eindeutig die der Gastgeber. Das zeigte schon das Eröffnungsbully, als sich der Kanadier Dillon Duprey sofort die Scheibe schnappte, ziemlich unbedrängt auf das Moosburger Gehäuse zulaufen konnte und nach sieben Sekunden an EVM-Schlussmann Linus Messerer scheiterte.
Es spielten nur die IceHogs, die Gäste übten sich in vornehmer Zurückhaltung. Sechs Minuten später machte es Duprey dann besser – 1:0. Aber auch dieser Weckruf verhallte ungehört, die Dreirosenstädter kamen kaum aus dem eigenen Drittel und mussten in Minute elf das zweite Gegentor hinnehmen. „Wir haben vom ersten Bully weg geschlafen, unser Rhythmus der letzten Wochen war weg“, bilanzierte Moosburgs Coach Bernie Englbrecht, der allerdings auch das Fehlen von Angreifer Tobias Gilg und nicht zuletzt von Verteidiger Markus Gröger – in den Vorwochen solidester Defensivmann der Grün-Gelben – anmerkte: „Wir haben uns heute schwer getan, diese Leute zu ersetzen.“
Nach den beiden frühen ECP-Treffern kamen zwar auch die Moosburger langsam besser ins Spiel, zu einem Anschlusstreffer reichten die Offensivbemühungen allerdings nicht. So ging es auch im zweiten Abschnitt weiter: Die Gäste übernahmen die Initiative, konnten Pfaffenhoffens Defensive aber nur selten in Verlegenheit bringen. So erging es dafür der EVM-Hintermannschaft in der 35. Minute, als man mit Mann und Maus aufgerückt war und nach einem Puckverlust an der gegnerischen blauen Linie klassisch ausgekontert wurde – 3:0.
Immerhin bemühten sich die Englbrecht-Schützlinge in den letzten 20 Minuten noch mal, ließen auf das vierte Tor der Hausherren (48.) schnell das 1:4 (51.) durch Daniel Möhle folgen. Und als in der Schlussphase Pfaffenhofens David Felsoci nach einem Kniecheck gegen Patrice Dlugos mit Spieldauer (57.) vom Eis musste (für Dlugos war das Match ebenso vorzeitig beendet) bot sich sogar noch einmal die Mini-Chance, in Dauer-Überzahl vielleicht die Overtime zu erreichen. Doch gerade als Möhle zum zweiten Mal jubelte (58.), hatten die Unparteiischen fast zeitgleich ein Foul seines Sturmpartners Tobias Hanöffner gesehen. Der Treffer zählte nicht, die Überzahl war dahin – und das Hallertau-Derby endgültig entschieden.

Tore: 1:0 (6:22) Duprey (Endress), 2:0 (10:50) Felsoci J. (Felsoci D., Oexler), 3:0 (34:55) Duprey (Endress, Lohrer), 4:0 (47:23) Oexler (Gebhardt), 4:1 (50:05) Möhle (Regan), 5:1 (57:56) Fardoe (Bauer, Endress). Strafminuten: ECP 6+5+Spieldauer-Disziplinarstrafe Felsoci D. (Kniecheck), EVM 8. Zuschauer: 135.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Ujcik, Krämmer, Maier, Steiger, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Dlugos, Hanöffner, Holler, Asen, Killermann, Möhle. 

Gegen Pfaffenhofen und Waldkirchen geht's um die nächsten Big Points

Donnerstag, 6. Dezember 2018
Es bleibt spannend. Denn: Ein weiteres wegweisendes Wochenende im Kampf um die Top-5-Plätze kommt auf den EV Moosburg zu. Als Tabellenvierter treten die Grün-Gelben zunächst am Freitag beim Fünften EC Pfaffenhofen an (20 Uhr). Am Sonntag gastiert mit dem ESV Waldkirchen (6.) der nächste unmittelbare Verfolger in der Sparkassen-Arena (17.15 Uhr).
Nach sieben Siegen in Folge kam das vergangene, komplett spielfreie Wochenende den Schützlingen von Coach Bernie Englbrecht vielleicht gar nicht so gelegen. Denn wenn’s mal läuft, lässt man sich bekanntlich ungern aufhalten. Andererseits wurde die fast zweiwöchige Pause auch zum Krafttanken genutzt. So hat Kapitän Patrice Dlugos, der im November kein einziges Spiel absolvieren konnte, nach seinen Knie-Problemen wieder mit dem Training begonnen und wird dieses Wochenende sein Comeback feiern. Da in Pfaffenhofen Verteidiger Markus Gröger und Stürmer Tobias Gilg aus beruflichen Gründen passen müssen, eine durchaus willkommene personelle Alternative.
Zumal die zweite Ausländerposition der Moosburger weiterhin nicht besetzt ist. Wie zu hören war, stand die sportliche Leitung im Laufe der Woche kurz vor der Verpflichtung eines zusätzlichen Kontingentspielers – der sagte dann aber ab. Doch Coach Bernie Englbrecht und Co. sind weiter auf der Suche. „Wir brauchen einen Stürmer, der finanzierbar ist – und uns auch wirklich verstärkt“, sagt Vorstandsmitglied Bernhard Loidl.
Nach den jüngsten Lokalduellen mit Freising und Dingolfing kommt auf den EVM am Freitag in Pfaffenhofen das dritte Derby in Folge zu. Auch wenn es in dieser Saison erstmals um Punkte gegen die IceHogs geht, kennt man sich nach zwei Vorbereitungsspielen schon ganz gut. Das erste hatte der EVM auf heimischem Eis mit 3:2 nach Penaltyschießen gewonnen, während es in Pfaffenhofen eine 3:5-Pleite setzte.
Nur gute Erinnerungen haben die Moosburger an das Hinspiel gegen Sonntagsgegner ESV Waldkirchen. Bei den favorisierten Bayerwäldlern lagen die Dreirosenstädter schon 1:4 zurück, ehe sie im Schlussabschnitt die Partie drehten und in der Overtime noch mit 5:4 gewannen. Die Crocodiles haben fünf Kontingentspieler im Kader – und gehören damit zu den Landesligisten, die die vom Verband vorgeschlagene „freiwillige Selbstbeschränkung“ auf zwei Ausländer nicht unterschrieben haben. Derzeit gehen sie gemeinsam mit anderen Vereinen sogar gerichtlich gegen diese Beschränkung vor, die der BEV für die Verzahnungsrunde mit der Bayernliga (ab Januar) in den Durchführungsbestimmungen verankert hat.
Coach Englbrecht interessiert das alles nur am Rande. Er wünscht sich, dass seine Jungs an diesem Wochenende die Siegesserie fortsetzen und in beiden Spielen punkten: „Wir wollen so früh wie möglich die Verzahnungsrunde fix machen – und nicht bis zum Schluss zittern.“ Zwischen Weihnachten und Heiligdreikönig absolviert der EVM seine letzten drei Vorrundenspiele. Sollte man sich bis dahin für die Top 5 qualifiziert haben, könnte der Jahreswechsel tatsächlich eine „staade Zeit“ werden. 

EVM festigt mit 7:2-Sieg in Dingolfing den dritten Tabellenplatz

Montag, 26. November 2018
Auch der EV Dingolfing konnte die Moosburger Serie nicht stoppen: Mit dem 7:2 (2:0, 1:0, 4:2)-Auswärtserfolg am Sonntag, dem siebten Sieg in Folge, festigten die Grün-Gelben den dritten Tabellenplatz in der Landesliga-Gruppe 1. Am kommenden Wochenende hat der EVM spielfrei.
Was das Ergebnis nicht verrät: Die Dreirosenstädter, bei denen neben Käptn Patrice Dlugos auch Verteidiger Kevin Steiger ausfiel, bekamen im letzten Drittel mit den kampfstarken Isar-Rats richtige Probleme. „Selber schuld, wenn man die Dingolfinger noch mal so ins Spiel kommen lässt“, stellte EVM-Coach Bernie Englbrecht danach fest.
Davor war eigentlich alles nach Plan gelaufen – die fünf Moosburger Strafzeiten zwischen der 14. und 27. Minute mal ausgeklammert. Die Gäste traten als die spielbestimmende Mannschaft auf und zeigten den teils übermotiviert wirkenden Hausherren schnell ihre Grenzen auf. Wie schon zwei Tage vorher in Freising brachte ein früher Doppelschlag – diesmal durch Nolan Regans Abstauber (6.) und einen Fernschuss von Lars Eigner (7.) – die Englbrecht-Schützlinge auf die Siegerstraße. Die Niederbayern bemühten sich zwar weiterhin redlich, aber selbst in der folgenden, mehrminütigen Überzahlphase wurde EVM-Keeper Carlo Schwarz kaum zu Höchstleistungen gezwungen. Tobias Gilgs verwandelter Penalty nach einer halben Stunde zum 3:0 fühlte sich deshalb schon wie die Vorentscheidung an.
Doch der Schlussabschnitt hatte es in sich: Schien das 1:3 der Isar-Rats in Minute 45 nur ein Schönheitsfehler zu sein, weckte das zweite Gastgeber-Tor (49.) in Überzahl die rund 300 Zuschauer in der Marco-Sturm-Eishalle noch einmal richtig auf. Aber der EV Moosburg schlug umgehend zurück: Tobias Hanöffner markierte keine drei Minuten später das 4:2 für die Gäste – und damit war der Widerstand der BMW-Städter endgültig gebrochen. Jetzt durfte jeder noch mal: Tobias Gilg in der 55., Tobias Stuckenberger in der 56. und Alexander Asen in der 59. Minute sorgten für den deutlichen 7:2-Endstand.
Mit dieser Siegesserie gehen die Dreirosenstädter nun in einen Spielplan bedingten „Kurzurlaub“. Trainiert wird aber weiterhin trotzdem fleißig, um für das Derby in Pfaffenhofen am Freitag, 7. Dezember, gewappnet zu sein. Und auch das Thema „zweite Ausländerposition“ rückt wieder in den Fokus der sportlichen Leitung. Denn am 1. Dezember öffnet das Transferfenster. Angesichts des doch recht knackigen Advents-Programms – darunter die Spiele gegen Spitzenreiter Haßfurt –, würde Verstärkung, speziell in der Offensive, sicher nicht schaden.

Tore: 0:1 (5:49) Regan (Hanöffner, Möhle), 0:2 (6:06) Eigner (Holler), 0:3 (31:43) Gilg (P), 1:3 (44:19) Sebesta (Ohr), 2:3 (48:32) Meichel (Simbeck, Haschberger), 2:4 (51:14) Hanöffner (Eigner, Möhle), 2:5 (54:59) Gilg (Killermann), 2:6 (55:56) Stuckenberger (Asen), 2:7 (58:13) Asen (Ujcik). Strafminuten: 8/16. Zuschauer: 270.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Ujcik, Gröger, Maier, Krämmer, Eigner; Möhle, Rotzinger, Seidlmayer, Holler, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Hanöffner. 

5:1 - EVM gelingt in Freising die Derby-Revanche

Sonntag, 25. November 2018
Eine überraschend klare Angelegenheit war das Rück-Derby am Freitag in der Freisinger Weihenstephan-Arena. Nachdem die Domstädter das Hinspiel in Moosburg noch knapp mit 2:1 gewonnen hatten, fuhr der EVM einen ungefährdeten 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)-Auswärtssieg ein.
Die Zeit der Schützenfeste (mit Ergebnissen wie 8:5 oder 6:9), wie man sie von den Moosburger Eishacklern in der Bayernliga gewohnt war, scheint vorbei zu sein. Die Defensive entwickelt sich immer mehr zum Aushängeschild: Gerade mal 1,7 Gegentore musste der EVM durchschnittlich in den vergangenen drei Partien hinnehmen.
Den Black Bears fiel am Freitag außer dem 1:3-Anschlusstreffer zu Beginn des zweiten Drittels so gut wie gar nichts ein, um die Hintermannschaft der Dreirosenstädter in Bedrängnis zu bringen. Der EVM hatte 60 Minuten lang das Geschehen im Griff. Und weil Nolan Regan – bereits nach 62 Sekunden – und Jakob Killermann (5.) mit ihren Treffern frühzeitig für klare Verhältnisse gesorgt hatten, wollte auch keine richtige Spannung aufkommen. „Man hatte die ganze Zeit den Eindruck, die Moosburger spielen mit einem Mann mehr“, stellte ein Freisinger Funktionär fest.
Besagtes 1:3 – eine gute Minute zuvor hatte Tobias Gilg für das dritte Gäste-Tor gesorgt – war vielleicht schon die letzte Chance für die Hausherren, sich noch einmal ins Derby zurückzukämpfen. Doch dafür taten sie offensiv zu wenig. Die Ex-Moosburger Angreifer Christian Birk und Martin Dürr lagen zwar immer wieder auf der Lauer, die Abwehr um den weitgehend beschäftigungslosen Goalie Carlo Schwarz leistete sich aber keine größeren Aussetzer. Als Kevin Steiger in der 33. Minute auf 4:1 erhöhte, war das schon so etwas wie die Vorentscheidung.
Im Schlussdrittel plätscherte das äußerst faire Lokalduell – auf beiden Seiten nur sechs Strafminuten – vor den 266 Zuschauern ohne die großen Highlights dahin. Moosburg tat nur noch das, was nötig war, Freising wirkte weiterhin rat- und planlos. Für den Schlusspunkt sorgte in Minute 49 der abermals stark aufspielende Nolan Regan. Für den jungen Kanadier war das Tor zum 5:1 der 13. Punkt in den vergangenen sechs Spielen.

Tore: 0:1 (1:02) Regan (Möhle, Hanöffner), 0:2 (4:57) Killermann (Gilg, Holler), 0:3 (20:25) Gilg (Rotzinger), 1:3 (21:37) Mooseder (Münzhuber, Berndt), 1:4 (32:58) Steiger (Maier, Gröger), 1:5 (48:44) Regan (Möhle). Strafminuten: 6/6. Zuschauer: 266.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Ujcik, Gröger, Maier, Krämmer, Eigner, Steiger; Möhle, Rotzinger, Seidlmayer, Holler, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Hanöffner. 

Derby-Wochenende in Freising und Dingolfing

Donnerstag, 22. November 2018
Aus Sicht von EVM-Coach Bernie Englbrecht steht seiner Truppe „ein ganz wichtiges Wochenende“ bevor. Am Freitag in Freising (20.15 Uhr) und am Sonntag beim EV Dingolfing (18 Uhr) haben die Grün-Gelben die Chance, sich mit der entsprechenden Punkteausbeute in der Landesliga-Spitzengruppe festzusetzen – was zur Halbzeit der Vorrunde sicherlich kein schlechtes Signal wäre.
Dass es diese beiden Derbys in sich haben, zeigt nicht zuletzt ein Blick zurück auf die knappen Hinspiele: Den Black Bears aus Freising musste sich der EVM da in eigener Halle unglücklich mit 1:2 geschlagen geben, das 4:3 über die Dingolfinger Isar-Rats war ebenso eine Zitterpartie – allerdings mit Happy-End für Grün-Gelb.
In der Tabelle sind die beide Lokalkonkurrenten nur je zwei Ränge von Moosburg (5.) entfernt: Während der SEF überraschenderweise Platz drei einnimmt (drei Punkte, aber auch drei Spiele mehr), haben die Dreirosenstädter dasselbe Polster (bei gleicher Anzahl der Spiele) auf die BMW-Städter (7.). Es geht also tatsächlich um etwas mehr als nur sechs Punkte.
Mit fünf Siegen in Serie haben die Grün-Gelben an den vergangenen Wochenenden einiges fürs Selbstbewusstsein getan. Was Englbrecht besonders gefallen haben dürfte: In knappen Spielen schaffen es seine Schützlinge inzwischen, Führungen über die Zeit zu bringen (wie beim 4:2 in Bad Aibling) oder die Geduld nicht zu verlieren (späte Tore beim 5:2-Sieg über Trostberg).
Nahezu unverändert sind die personellen Vorzeichen: Oldie Patrice Dlugos wird an diesem Wochenende mit ziemlicher Sicherheit noch nicht spielen können, hinter Angreifer Tobias Hanöffner steht abermals ein Fragezeichen. Englbrecht: „Diesmal sieht es aber eher so aus, dass er wieder dabei sein kann.“ Ansonsten vertraut er dem Team, das zuletzt so erfolgreich war – und seine Siegesserie gerne fortsetzen würde. 

Moosburgs 5:2-Sieg über Trostberg ein hartes Stück Arbeit

Sonntag, 18. November 2018
Es war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende zählen bekanntlich nur die drei Punkte: Der 5:2 (1:0, 0:1, 4:1)-Heimerfolg über Schlusslicht Trostberg war der fünfte Moosburger Sieg in Serie. Damit konnte sich der EVM zumindest fürs Wochenende einen Platz unter den Top Fünf sichern.
Mit Patrice Dlugos und Tobias Hanöffner fehlten den Dreirosenstädtern am Freitag nicht nur zwei ihrer Topscorer, sondern auch einiges an Routine. Doch Coach Bernie Englbrecht hatte seine drei Blöcke dermaßen heiß gemacht, dass man den Ausfall kaum bemerkte. „Normalerweise muss es nach zwei Minuten 3:0 für uns stehen“, fasste der Coach die Anfangsphase zusammen, in der die Hausherren den „Chiefs“ kaum Zeit zum Atmen ließen. Überfallartig stürmte man immer wieder ins Gäste-Drittel, erspielte sich Großchancen am Fließband – aber bei Trostbergs US-Goalie Dax Deadrick war meistens Endstation. So ging es bis zur ersten Pause weiter: Einbahnstraßen-Eishockey auf den TSV-Kasten, die Entlastungsangriffe der Chiemgauer konnte man an einer Hand abzählen. In der elften Minute durfte dann endlich gejubelt werden: Nolan Regan bediente mustergültig Christian Seidlmayer, der zum 1:0 einnetzte. Das war’s dann jedoch auch mit der Ausbeute.
Nach dem Seitenwechsel dominierten die Gastgeber weiterhin das Geschehen, Trostberg beendete allerdings den Belagerungszustand und tat nun nun deutlich mehr fürs Spiel. Die besseren Chancen hatten zwar weiterhin die Grün-Gelben, erfolgreich waren in diesem Abschnitt aber nur die Gäste – und zwar 49 Sekunden vor der zweiten Pausensirene im Powerplay.
Da der EVM mit der Hypothek einer weiteren Zwei-Minuten-Strafe ins Schlussdrittel ging, mussten die mehr als 250 Zuschauer sogar befürchten, dass die Partie nun kippt. Die Unterzahl wurde allerdings überstanden. Nur wenige Sekunden danach brachte Armin Rotzinger (43.) seine Farben wieder in Führung. Aber die Gäste blieben ebenfalls dran, nutzten in der 47. Minute eine weitere 5:4-Situation zum 2:2-Ausgleich. In der Folge ging es hin und her, beide Teams begegneten sich jetzt auf Augenhöhe. Umso wichtiger, dass sich Jakob Killermann sieben Minuten vor Schluss entscheidend durchsetzte und den EVM wieder in Führung brachte. Davon erholte sich Trostberg nicht mehr. 65 Sekunden vor dem Ende machte Daniel Möhle mit dem 4:2 den Sack zu, sein zweiter Treffer kurz darauf hatte keine größere Bedeutung mehr.

Tore: 1:0 (10:44) Seidlmayer (Regan, Steiger), 1:1 (39:11) Jelinek, 2:1 (42:19) Rotzinger (Holler, Gilg), 2:2 (46:32) Jelinek (Feldner S.), 3:2 (53:00) Killermann (Gilg), 4:2 (58:55) Möhle (Gröger), 5:2 (59:53) Möhle (Seidlmayer, Holler). Strafminuten: 10/12. Zuschauer: 270.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Ujcik, Gröger, Maier, Krämmer, Eigner, Steiger; Möhle, Rotzinger, Seidlmayer, Holler, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger. 

Drei Punkte gegen Schlusslicht Trostberg sind für Englbrecht "Pflicht"

Donnerstag, 15. November 2018
Fünf Spiele bestreitet der EVM im November, vier davon auswärts. Damit ist das freitägliche Aufeinandertreffen mit den TSV Trostberg „Chiefs“ (19.30 Uhr) die einzige Gelegenheit für die Fans, die Grün-Gelben im laufenden Monat in der Sparkassen-Arena zu erleben.
Wirft man einen Blick auf die Tabelle, scheint das Kräftemessen mit den Trostbergern eine klare Angelegenheit zu werden: Auf der einen Seite ein zuletzt mit vier Siegen in Folge bestens aufgelegter EVM, der als Sechstplatzierter drauf und dran ist, sich unter die Top fünf der Landesliga-Gruppe 1 zu schieben. Auf der anderen Seite das Tabellenschlusslicht aus Trostberg, das in sechs Partien noch keinen einzigen Zähler einsammeln konnte.
Aber der Schein trügt: Denn die „Chiefs“ scheinen in dieser Saison regelrecht vom Pech verfolgt zu sein. So war die 3:6-Niederlage in Amberg die bis dato höchste Saisonpleite. Ansonsten haben die TSVler ihre Matches nur mit entweder einem oder zwei Toren Unterschied verloren – selbst bei Spitzenreiter Haßfurt (5:7) war Zählbares drin. Trotzdem hat das Trainerduo, die ehemaligen Gendorfer Alex und Sergej Piskunov, kürzlich hingeschmissen. Daraufhin erklärte sich Stefan Feldner bereit, als Interims-Spielertrainer auszuhelfen.
EVM-Coach Bernie Englbrecht warnt deshalb zwar davor, die „Chiefs“ zu unterschätzen, ordnet die drei Punkte angesichts der Tabellensituation („Da ist alles so eng beieinander“) aber klar unter der Kategorie „Pflicht“ ein. Drei Punkte trennen die Dreirosenstädter derzeit von Platz drei (Pfaffenhofen), aber in die andere Richtung zum Neunten Bad Aibling sind es auch nur vier Zähler. Englbrecht: „Wir können es uns momentan nicht erlauben, etwas herzuschenken.“
Die zuletzt standardmäßigen drei Blöcke wird er wohl auch am Freitag aufbieten können. Wobei Kapitän Patrice Dlugos garantiert noch fehlen wird und der Einsatz von seinem Stellverteter Tobias Hanöffner (Muskelverletzung) zumindest fraglich ist. Dafür hat sich Armin Rotzinger, der noch vor einer Woche in Bad Aibling gefehlt hat, wieder zurückgemeldet.
Auch wenn das letzte Punktspiel gegen den TSV Trostberg schon einige Zeit zurückliegt, waren die „Chiefs“ in jüngerer Vergangenheit doch immer ein beliebter Gegner in Testspielen. Das letzte Aufeinandertreffen 2017 sollte Warnung genug sein: Da verlor der EVM auf eigenem Eis mit 3:7. 

EVM holt beim 4:2 in Bad Aibling den nächsten Auswärts-Dreier

Samstag, 10. November 2018
Drei Punkte hat EVM-Coach Bernie Englbrecht gefordert, drei Punkte haben seine Schützlinge geholt: Mit dem 4:2 (2:2, 1:0, 1:0)-Erfolg beim EHC Bad Aibling gelang den Dreirosenstädtern auch die Revanche für die 3:4-Hinspielpleite.
Dabei begann das Match vor gut 200 Zuschauern alles andere als ideal für die Gäste. Die Aibdogs brachten die Moosburger mit ihrem geradlinigen und schnörkellosen Stil - wie schon vor wenigen Wochen in der Sparkassen-Arena - in arge Schwierigkeiten. Nach sechs Minuten schlug es erstmals hinter EVM-Goalie Carlo Schwarz ein. Und als die Hausherren vier Minuten später ein Mann mehr waren, hieß es gar 2:0. Allerdings: Zwei-Tore-Rückstände scheinen neuerdings ja eine “Spezialität” der Grün-Gelben zu sein. Und so startete Ersatz-Käptn Tobias Hanöffner (Patrice Dlugos fehlte verletzt) in Minute 14 die Aufholjagd. Der EVM kam jetzt immer besser ins Spiel - und drei Sekunden vor der Pausensirene durch Nolan Regan zum 2:2-Ausgleich. “Ein ganz wichtiger Treffer, besonders zu diesem Zeitpunkt”, sagte Englbrecht nach der Partie.
Die Begegnung verlief auch nach dem Seitenwechsel recht ausgeglichen, Moosburg konnte sich jedoch immer mehr Vorteile erarbeiten. Aus einem solchen machte Chris Seidlmayer nach 35 Minuten die erstmalige Gäste-Führung. Den Aibdogs wollte dazu nicht mehr allzu viel einfallen.
So ging es auch im Schlussabschnitt weiter. Von den Hausherren ging kaum noch Torgefahr aus, der EVM konnte sich zeitweise aufs Verwalten der Führung beschränken. Englbrecht: “Wir haben das dann ganz gut runtergespielt.” Was umso leichter fiel, nachdem Patrick Holler mit dem 4:2 (43.) für zumindest einigermaßen klare Verhältnisse gesorgt hatte.
Mit dem vierten Sieg in Folge konnten die Moosburger auf die Spitzenteams weiter Boden gut machen. Fortsetzung folgt hoffentlich am kommenden Freitag, wenn die Englbrecht-Truppe den TSV Trostberg in der Sparkassen-Arena empfängt (19.30 Uhr).

Tore: 1:0 (6:12) Seidl (Eickmann), 2:0 (10:02) Eickmann (Hadersbeck), 2:1 (13:41) Hanöffner (Regan, Steiger), 2:2 (19:57) Regan (Möhle), 2:3 (34:41) Seidlmayer (Killermann, Regan), 2:4 (42:54) Holler (Seidlmayer, Killermann). Strafminuten: 4/10. Zuschauer: 208.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Seidlmayer, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner; Ujcik, Stuckenberger, Regan, Gilg, Hanöffner, Holler, Asen, Killermann, Möhle. 

EVM peilt in Bad Aibling vierten Sieg in Serie an

Donnerstag, 8. November 2018
Die Aufholjagd geht weiter: Nach zuletzt drei Siegen in Folge will der EVM den Abstand auf die Spitzenteams der Liga weiter verkürzen. An diesem Wochenende besteht dazu jedoch nur einmal die Gelegenheit – und zwar am Freitag beim EHC Bad Aibling (19.30 Uhr; Busabfahrt 16 Uhr).
Bad Aibling? Da war doch was. Genau, höchstwahrscheinlich das schlechteste Spiel dieser Saison aus Moosburger Sicht. Mit 3:4 unterlagen die Dreirosenstädter vor drei Wochen elf wackeren „Aibdogs“ – und das völlig verdient. „Auch deshalb müssen wir in Bad Aibling punkten“, fordert Coach Bernie Englbrecht. „Nicht einfach oder zweifach, sondern dreifach.“ Und der Trainer ist sich sicher: „Wenn wir an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen, wird uns das auch gelingen.“
Nichts dagegen hätte er sicherlich, wenn sich seine Schützlinge auch mal einen Vorsprung erarbeiten und diesen ohne großes Gezittere über die Runden bringen. Gelungen ist dies in den bisherigen sieben Punktspielen genau einmal: beim 11:3-Kantersieg in Selb. Ansonsten kamen die Moosburger meistens erst in der Schlussphase ins Rollen. Beste Beispiele waren die beiden jüngsten Overtime-Erfolge in Waldkirchen (5:4) und daheim gegen Vilshofen (4:3), als man vor den finalen 20 Minuten noch mit jeweils zwei Toren zurücklag.
Aber der Trend ist aktuell der Friend der Moosburger Eishackler. Die Formkurve zeigt nach oben, schön langsam scheint man zu begreifen, worauf es in der Landesliga ankommt. Mit zehn Punkten aus sieben Spielen steht man momentan allerdings (noch) nicht auf einem Verzahnungsrundenplatz und muss aufpassen, dass die vor den Grün-Gelben rangierenden Waldkirchener und Pfaffenhofener in Reichweite bleiben. Von hinten drängt der ESC Vilshofen – zwar mit drei Zählern, aber auch drei Spielen weniger. „Momentan sieht es so aus, dass sieben Teams um die ersten fünf Plätze kämpfen“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. Eine allzu besinnliche Weihnachtszeit könne man da – aus sportlicher Sicht – wohl jetzt schon ausschließen.
Ab Dezember öffnet sich wieder das Transferfenster. Und laut Amann wird dann nicht nur die immer noch vakante zweite Ausländerposition, sondern auch die Offensive ein Thema sein. „Die sportliche Leitung stellt sich schon die Frage, wo wir personell was verbessern können“, so der Pressesprecher.
Was kurzfristig – also das Spiel in Bad Aibling – die personelle Lage betrifft, hofft Coach Englbrecht, mit dem erfolgreichen Kader vom Waldkirchen-Gastspiel antreten zu können. Auch wenn sich Stürmer Patrick Holler mit Knie-Problemen herumplagt, rechnet Englbrecht mit ihm. Abzuwarten bleibt hingegen, ob Patrice Dlugos (Rücken) nach einwöchiger Pause rechtzeitig fit wird. 

Die nächste erfolgreiche Aufholjagd: EVM nimmt aus Waldkirchen zwei Zähler mit

Sonntag, 4. November 2018
Mit einer unglaublichen Willensleistung hat der EVM abermals ein schon verloren geglaubtes Spiel gedreht: Kämpfte man sich daheim gegen Vilshofen nach einem 1:3-Rückstand noch in die Overtime, lagen die Grün-Gelben am Freitag beim favorisierten ESV Waldkirchen bereits mit 1:4 zurück und gewannen die Partie letztlich noch 5:4 (0:1, 2:3, 2:0, 1:0) im Penaltyschießen.
Vor rund einer Woche war Youngster Alexander Asen der Matchwinner – diesmal gab es allerdings mindestens drei „Helden“. Einer von ihnen war der immer besser in Tritt kommende Nolan Regan. Nachdem Tobias Hanöffner (32.) und Patrick Holler (39.) mit ihren Anschlusstreffern zum 1:3 bzw. 2:4 die Moosburger Punktechancen immerhin am Leben hielten, war es der junge Kanadier, der im Schlussdrittel der Partie die Wende gab. Kurz nach der Pause markierte er auf Möhle-Pass das 3:4 – und in der Schlussminute sorgte er gar für die Pointe des Spiels: Ausgerechnet als die mit tschechischen Ex-Profis gespickten Hausherren eine mehr als fragliche Überzahlsituation zugesprochen bekommen hatten (der „gefoulte“ Spieler fuhr hämisch gestikulierend an der Moosburger Bank vorbei) und sie die verbleibenden 60 Sekunden eigentlich nur noch zuende hätten spielen müssen, verloren die „Crocodiles“ im EVM-Drittel die Scheibe, Regan wurde von Lars Eigner auf die Reise geschickt und glich zum 4:4 aus. In der Verlängerung hätte er fast noch sein drittes Tor erzielt, scheiterte jedoch am Pfosten.
Aber zum Glück war da ja noch ein weiterer Held des Abends: Kevin Steiger. Als einziger der sechs Schützen traf er im folgenden Penaltyschießen und bescherte den Dreirosenstädtern damit den Zusatzpunkt.
Gestürzt haben sich die Moosburger Spieler nach Abpfiff allerdings auf Held Nummer drei: Goalie Carlo Schwarz. Er war, je länger das Match gedauert hatte, immer weiter über sich hinausgewachsen. Im Schlussdrittel, als Waldkirchen ohne Treffer blieb, zeigte er ebenso eine Glanzparade nach der anderen wie in der Overtime. Und was er gegen die tschechischen Routiniers im Penaltyschießen bot, lässt sich wohl nur noch mit dem Wort „Wand“ beschreiben. Auch EVM-Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger war begeistert vom Auftritt der etatmäßigen Nummer drei – und musste zugeben: „Den hatten wir vor der Saison überhaupt nicht auf dem Zettel.“

Tore: 1:0 (12:29) Vavroch (Skoda), 2:0 (22:15) Vavroch (Skoda, Vokaty), 3:0 (24:13) Barz B. (Marek), 3:1 (31:26) Hanöffner (Regan, Möhle), 4:1 (37:46) Barz B. (Marek), 4:2 (38:26) Holler (Gröger), 4:3 (41:34) Regan (Möhle), 4:4 (59:30) Regan (Eigner), 4:5 (P) Steiger. Strafminuten: 4/10. Zuschauer: 186.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Ujcik, Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Holler. 

Trotz Außenseiterrolle soll auch in Waldkirchen gepunktet werden

Donnerstag, 1. November 2018
Der große Druck ist erst mal weg: Mit fünf Punkten aus dem vergangenen zwei Spielen konnte sich der EV Moosburg nach seinem schwachen Start etwas Luft verschaffen und einen Mittelfeldplatz in der Landesliga-Tabelle erarbeiten. Als Sechster reisen die Dreirosenstädter am Freitag zu einem der Topfavoriten: dem ESV Waldkirchen (Busabfahrt 15.45 Uhr, Beginn 19.30 Uhr).
Wie die Karoli Crocodiles das als Aufsteiger aus der Bezirksliga in so kurzer Zeit schaffen konnten, erklärt ein Blick auf den Mannschaftskader: Die Niederbayern gelten als einer der „Spielverderber“ bei den gescheiterten Verhandlungen hinsichtlich der Kontingentspieler-Regelung für die Landesliga. Sie haben fünf Ausländer im Kader – größtenteils höherklassig erfahrene Tschechen. Seitens des Vereins wird diese Personalpolitik damit begründet, dass man sich im östlichen Zipfel des Bayerischen Waldes nun mal sehr schwer mit der Verpflichtung von deutschen Spielern tue.
Wie auch immer: Von den bisherigen fünf Spielen gewann der ESV vier und rangiert somit hinter den Haßfurt Hawks auf dem zweiten Platz der Liga. Dass die Waldkirchener aber auch nur mit Wasser kochen, bewiesen ihre beiden jüngsten Erfolge: Sowohl beim 5:3 in Freising als auch beim 6:4-Zittersieg daheim gegen Tabellenschlusslicht Selb 1b taten sie sich überraschend schwer.
Der EVM wird am Freitag zwar nur als Außenseiter in den Bayerischen Wald reisen, Coach Bernie Englbrecht hat allerdings angekündigt, „dass wir da natürlich punkten wollen“. Dafür steht ihm wieder Allrounder Armin Rotzinger zur Verfügung, der vergangene Woche wegen eines grippalen Infekts pausieren musste. Auf die Dienste von Kapitän Patrice Dlugos wird der Moosburger Trainer diesmal allerdings verzichten müssen: Dlugos hat sich bei einem Check gegen Vilshofen am Rücken verletzt und wird für rund eine Woche ausfallen.
Nachdem die Moosburger seit dem Saisonstart am 12. Oktober bereits sechs Partien absolviert haben, ist der Spielplan im November nicht mehr ganz so dicht: An den kommenden drei Wochenenden spielen die Grün-Gelben lediglich freitags, erst am Wochenende 23./25. November müssen sie wieder doppelt ran. Das einzige Heimspiel in diesem Monat findet am 16. November gegen den TSV Trostberg statt. 

Nach 1:3-Rückstand: Eigengewächs Asen wird gegen Vilshofen zum Matchwinner

Montag, 29. Oktober 2018
Zwei Drittel lang biss sich der EVM am Sonntag an den Vilshofener Wölfen die Zähne aus – und kam dann um so stärker im letzten Abschnitt zurück. Mit einer tollen Aufholjagd landeten die Grün-Gelben noch einen 4:3 (1:1, 0:2, 2:0, 1:0)-Erfolg nach Verlängerung. Der Matchwinner kommt aus dem eigenen Nachwuchs.
Erst blickte er ungläubig, dann machte er die Becker-Faust und verschwand kurz darauf in der Jubeltraube seiner Mitspieler. EVM-Eigengewächs Alexander Asen war mit drei Toren der Matchwinner beim Moosburger Verlängerungsdrama gegen den ESC Vilshofen. Schlusspunkt seines Hattricks war der Treffer zum 4:3, als der 21-Jährige in der dritten Minute der Verlängerung die Scheibe über die Linie stocherte.
„Die dritte Sturmeihe mit Alex, Tobias Stuckenberger, Philipp Ujcik und abwechselnd Jakob Killermann ist heute da hingegangen, wo’s weh tut“, lobte Coach Bernie Englbrecht in der Pressekonferenz den Auftritt seiner jungen Wilden. „Da können sich einige unserer erfahrenen Spieler eine Scheibe abschneiden.“
Ein Routinier war es allerdings auch, der die Hausherren bereits nach 69 Sekunden in Führung geschossen hatte: Tobias Hanöffner. Die Moosburger waren äußerst forsch und frech in die Partie gegangen, brachten die älteren Herrschaften in den Reihen des ESC in arge Nöte. Doch mit dem Ausgleich der Gäste (6.) war auch der Schwung bei den Englbrecht-Schützlingen dahin. Wölfe-Spielertrainer Vladimir Gomow brachte es auf den Punkt: „Wir sind dann immer besser reingekommen. Und das zweite Drittel gehörte uns.“
Definitiv. Die Hausherren mühten sich zwar weiter, fanden aber keine Mittel mehr, um die abgezockten Vilshofener ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Und deren Überlegenheit drückte sich bald auch in Toren aus. Zwischen dem 1:2 (22.) und dem 1:3 (28.) verschoss Daniel Möhle einen Penalty – es sollte einfach nicht sein.
Dass das Spiel im letzten Drittel doch noch zugunsten der Moosburger kippte, lag möglicherweise auch an dem Aussetzer von Milan Blaha senior. Der ESC-Oldie (45) echauffierte sich nach einem nicht gegebenen, vermeintlichen Foul gegen seinen Sohn Milan Blaha jun. in der zweiten Drittelpause dermaßen, dass er mit Spieldauer vom Eis musste. Der EVM jedenfalls meldete sich zurück, warf in den letzten 20 Minuten noch einmal alles nach vorne und wurde für seinen Kampfgeist belohnt: Asen verkürzte zunächst auf 2:3 (44.) und glich sechs Minuten später aus – bevor er in der Overtime seinen starken Auftritt mit dem Siegtor krönte.

Tore: 1:0 (1:09) Hanöffner (Regan, Seidlmayer), 1:1 (5:52) Koma (Schwarz, Neupert), 1:2 (21:37) Blaha jun. (Blaha sen., Artmann), 1:3 (27:34) Blaha sen. (Suchomski, Zillinger), 2:3 (43:16) Asen (Ujcik, Krämmer), 3:3 (49:42) Asen (Stuckenberger, Steiger), 4:3 (62:23) Asen (Killermann). Strafminuten: EVM 8/ ESC 10 plus Spieldauer (Blaha sen.). Zuschauer: 140.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Ujcik, Gröger, Maier, Eigner, Steiger, Krämmer; Hanöffner, Möhle, Seidlmayer, Holler, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Dlugos, Stuckenberger. 

EVM feiert beim 11:3 in Selb den ersten Auswärtssieg

Samstag, 27. Oktober 2018
War das der erhoffte Befreiungsschlag? Beim freitäglichen 11:3 (2:0, 5:2, 4:1)-Auswärtssieg des EV Moosburg beim VER Selb 1b klappte vieles, was bislang in dieser Saison noch nicht so richtig funktioniert hat. Trotz aller Freude sollte aber nicht vergessen werden, dass die Oberfranken wohl zu den Kellerkindern der Liga gehören.
Wenn diese einseitige Begegnung in der fast leeren Selber Eishalle – die „Erste“ absolvierte parallel ihr Derby in Weiden – überhaupt spannende Momente hatte, dann waren diese sicherlich im ersten Drittel zu finden. Der EVM war zwar von Beginn an die Ton angebende Mannschaft, der Eröffnungstreffer von Nolan Regan nach vier Minuten brachte allerdings noch nicht die ganz große Sicherheit. Immer wieder durchkreuzten die Gastgeber die Angriffspläne der Moosburger und suchten ihr Heil in Kontern. Carlo Schwarz, der diesmal den Vorzug vor Hannes Probst bekommen hatte, tat sich mit den teils stümperhaften Abschlüssen des VER jedoch nicht wirklich schwer. Als Comebacker Daniel Möhle kurz vor Drittelende auf 2:0 erhöht hatte, konnten die mitgereisten EVM-Anhänger schon ein bisschen entspannter sein.
Abschnitt zwei begann allerdings noch recht zäh. Die „Wölfe“ konnten kurzzeitig sogar auf 1:2 verkürzen – aber ab der 27. Minute ging’s dann ganz schnell: Nolan Regan komplettierte seinen Hattrick mit einem Doppelschlag, Möhle (35.), Alexander Asen (36.) und Christian Seidlmayer (38.) sorgten für die Vorentscheidung. Dass den sieben Treffern der Grün-Gelben inzwischen ein zweites Tor des VER (37.) gegenüberstand, spielte keine wirkliche Rolle mehr. Die Dominanz der Englbrecht-Schützlinge war längst erdrückend.
Im letzten Abschnitt bekam dann auch noch Goalie Probst Eiszeit. Er konnte in aller Ruhe verfolgen, wie seine Vorderleute weitermachten und in den Schlussminuten durch Möhle (drei Tore bei der Rückkehr) und Philipp Ujcik für zweistellige Verhältnisse sorgten. Das dritte Selber Tor in Minute 50 war nur noch für Statistikfreunde interessant.
Erleichterung bei Mannschaft und Fans, aber auch Coach Bernie Englbrecht blickte nach den jüngsten Negativ-Erlebnissen wieder optimistischer drein: „Das war heute besonders für die Psyche ein wichtiges Spiel. Endlich treffen wir wieder.“ Elf Tore in 60 Minuten – in den vier vorangegangenen Spielen zusammengerechnet (und die 0:5-Wertungen nicht berücksichtigt) war es gerade mal ein Treffer mehr.

Tore: 0:1 (4:11) Regan (Asen), 0:2 (17:03) Möhle (Dlugos, Gröger), 1:2 (24:03) Worotnikow (Warkus), 1:3 (27:00) Regan (Hanöffner, Steiger), 1:4 (28:48) Regan (Hanöffner), 1:5 (34:07) Möhle (Dlugos), 1:6 (35:37) Asen (Ujcik, Stuckenberger), 2:6 (36:34) Lippert (Schmid, Hechtfischer), 2:7 (37:54) Seidlmayer (Möhle), 2:8 (46:25) Gröger (Killermann), 2:9 (47:39) Dlugos (Möhle), 3:9 (49:34) Tausend (Hechtfischer), 3:10 (55:42) Möhle (Killermann), 3:11 (56:31) Ujcik (Dlugos). Strafminuten: 8/4. Zuschauer: 20.
Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 40:00); Ujcik, Gröger, Maier, Eigner, Steiger, Krämmer; Hanöffner, Möhle, Seidlmayer, Holler, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Dlugos, Stuckenberger. 

Jetzt müssen Punkte her

Donnerstag, 25. Oktober 2018
Das vorerst letzte Doppelwochenende will der EV Moosburg nutzen, um verlorenen Boden im Kampf um die Top-Fünf-Plätze der Landesliga-Gruppe 1 gutzumachen. Am Freitag steht die Auswärtsfahrt zu Tabellenschlusslicht Selb 1b (20 Uhr; Busabfahrt 15.30 Uhr) auf dem Programm, am Sonntag empfangen die Dreirosenstädter um 17.15 Uhr mit dem ESC Vilshofen einen alten Bekannten.
Wenn man die beiden Wertungen außer Acht lässt und rein das Sportliche betrachtet, endeten alle bisherigen vier Punktspiele der Moosburger mit gerade mal einem Tor Unterschied. Das Problem: Dabei sprang nur ein Sieg heraus, weshalb der EVM mit drei Zählern auf dem Konto derzeit lediglich Platz acht belegt. „Da gibt es nichts schönzureden“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. „Wir hatten in den drei Heimspielen drei machbare Aufgaben. Da sind drei Punkte einfach zu wenig.“
Um nicht frühzeitig den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren, stehen die Grün-Gelben an diesem Wochenende unter Zugzwang. Bei der bislang noch punktlosen Oberliga-Reserve der Selber Wölfe sollte deshalb ebenso gepunktet werden wie gegen Tabellennachbar Vilshofen. Dieser hat wie die Englbrecht-Truppe bislang erst einen Sieg eingefahren, ist allerdings zwei Spiele im Rückstand. Amann: „Der ESC hat heuer ähnliche Ziele wie wir, weshalb die drei Punkte in diesem Match sicher etwas mehr wert sind.“
Während die Selber auf eine Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs setzen, haben die niederbayerischen Wölfe eine hochkarätig besetzte Truppe zusammen: Neben einigen Ex-Passauern sind da besonders Milan Blaha senior und junior zu nennen – oder das starke Dingolfinger Defensiv-Duo Philipp Weinzierl und Jaroslav Koma.
Gut sind die Aussichten, dass beim EVM nach seiner Knieverletzung Stürmer Daniel Möhle sein Comeback feiert. Ob Armin Rotzinger (grippaler Infekt) auflaufen kann, steht noch nicht fest. Und die Torwart-Frage – welche beiden der drei Keeper werden nominiert? – ist angesichts der bisher gezeigten Leistungen des Trios ohnehin eher ein „Luxusproblem“. 

Bad Aiblinger Rumpftruppe nimmt alle drei Punkte mit

Montag, 22. Oktober 2018
Der EV Moosburg hinkt den eigenen Erwartungen in der Landesliga weiter hinterher. Zwei Tage nach dem mühsamen Heimsieg über Dingolfing setzte es eine überraschende, aber nicht unverdiente 3:4 (1:0, 1:2, 1:2)-Pleite gegen den EHC Bad Aibling.
Mit gerade mal elf Feldspielern waren die „Aibdogs“ an die Isar gereist, weshalb deren Coach Heinz Zerres „mit allem gerechnet“ hatte, „aber nicht mit drei Punkten“. Doch die EHC-„Elf“ lieferte eine starke Vorstellung ab. EVM-Coach Bernie Englbrecht sagte bei der Pressekonferenz: „Wenn unser Goalie Linus Messerer nicht so gehalten hätte, hätte Bad Aibling schon in den ersten zwei Dritteln vier Tore schießen können“. Zu viele seiner Spieler seien wohl der Meinung gewesen, gegen so eine dezimierte Mannschaft geht’s von allein.
Dabei wirkten die Moosburg in der Anfangsphase durchaus konzentriert, ließen die Scheibe schön laufen und kamen nach zehn Minuten durch Alexander Asen zum 1:0. Doch die gefährlichen Konter der „Aibdogs“ häuften sich – und so lag kurz nach dem ersten Pausentee die Scheibe via „Bauerntrick“ erstmals hinter der Torlinie des EVM-Gehäuses (22.). Aber weil sich die Gäste nun des öfteren auf der Strafbank aufhielten, konnten die Grün-Gelben den Druck wieder erhöhen. In Minute 31 traf Jakob Killermann im 5:3-Powerplay zur erneuten Führung. „Und dann muss ich in solchen Phasen halt auch mal eins nachlegen“, bemängelte Englbrecht.
Aber das Gegenteil war der Fall: Die Gäste tauchten nun wieder gefährlich vor dem Moosburger Tor auf – und bekamen einen Penalty zugesprochen (38.). Den konnte der starke Messerer zwar noch entschärfen, weil seine Vorderleute es aber nicht schafften, die folgende Schlussphase des Mitteldrittels vernünftig zuende zu spielen, fiel – nachdem man acht Sekunden davor noch ein Bully im gegnerischen Drittel hatte – mit der Pausensirene das 2:2.
Für den Schlussabschnitt stellte der EVM-Coach die Angriffsreihen zwar nochmal um, das nun folgende Anrennen war aber nicht von Erfolg gekrönt. Wie schon in den vergangenen Spielen waren die Dreirosenstädter im Abschluss meistens zu harmlos. Die größeren Chancen spielten sich durch ihre schnell und direkt vorgetragenen Gegenstöße weiterhin die Aiblinger heraus. Sie wussten in der 53. und 58. Minute auch, wie man die Scheibe im gegnerischen Tor unterbringt – und so die Partie endgültig dreht. Patrice Dlugos’ 3:4-Anschlusstreffer 62 Sekunden vor dem Ende kam zu spät.

Tore: 1:0 Asen (Seidlmayer, Stuckenberger), 1:1 (21:50) Seidl, 2:1 (30:13) Killermann (Hanöffner), 2:2 (40:00) Seidl (Meyer M.), 2:3 (52:16) Neumaier (Glaß), 2:4 (57:43) Seidl (Meyer M.), 3:4 (57:58) Dlugos (Ujcik, Hanöffner). Strafminuten: 10/12. Zuschauer: 132.
Aufstellung: Messerer, Probst; Ujcik, Gröger, Maier, Rotzinger, Eigner, Steiger, Krämmer; Hanöffner, Seidlmayer, Holler, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Dlugos, Stuckenberger. 

Zweimal 0:5: Spiele gegen Freising und Amberg gewertet

Samstag, 20. Oktober 2018
Ende der Woche ereilte den EV Moosburg eine Nachricht, die bei erfolgreicherem Ausgang der ersten beiden Punktspiele für jede Menge schlechte Stimmung im Verein gesorgt hätte. Weil der - prinzipiell gültige - Spielerpass von Stürmer Jakob Killermann aufgrund der Änderungen in der Altersstruktur des Verbands nicht rechtzeitig umgeschrieben worden war, wurden die Spiele gegen Freising und in Amberg mit jeweils null Punkten und 0:5 Toren gegen den EV Moosburg gewertet. Da die Grün-Gelben zu dem Zeitpunkt allerdings noch keine Zähler auf dem Konto hatten, hielt sich der Schmerz - bis auf die zu erwartende Geldstrafe - in Grenzen. Lediglich das Torverhältnis verschlechterte sich: aus 5:7 wurde 0:10. 

4:3 gegen Dingolfing - der erste Dreier ist unter Dach und Fach

Samstag, 20. Oktober 2018
An Spieltag drei hat es also endlich geklappt: Mit einem 4:3 (1:1, 1:1, 2:1)-Heimerfolg über den EV Dingolfing fuhr der EVM den ersten Dreier der Saison ein. Gezittert werden musste allerdings bis zum Schluss.
Man kennt und schätzt sich. Als Moosburgs Coach Bernie Englbrecht Co-Trainer beim DEL-Club Straubing Tigers war, stürmte Dingolfings Trainer Dustin Whitecotton für die Niederbayern. Zuletzt lief man sich auch in der Oberliga über den Weg. Entsprechend harmonisch verlief die Pressekonferenz: Whitecotton bezeichnete den Moosburger Sieg als "am Ende sicher verdient", während Englbrecht Kampf und Einsatz der Isar Rats lobte. Was die eigene Truppe betrifft, hatte Letztgenannter zwar auch positive Worte übrig ("Man kann niemandem etwas vorwerfen - jeder hat bis zum Schluss alles gegeben"), Bernie Englbrecht war allerdings trotzdem gezeichnet von der wieder mal krimireifen Schlussphase: "Wir hätten den Sack schon früher zumachen müssen."
Zwar dauerte es jeweils ein paar Minuten, aber die Gäste hatten an diesem Abend immer eine passende Antwort parat. Ob Philipp Ujciks 1:0 (11.), Tobias Hanöffners Unterzahl-Konter (33.) oder der schöne Schlenzer von Markus Gröger (43.) - in der 20., 38. und 45. Minute glich der EVD zum 1:1, 2:2 bzw. 3:3 aus. So musste in der Schlussviertelstunde die Entscheidung fallen - oder eben in der Overtime. Doch gegen letzte Variante hatte Goalgetter Patrice Dlugos was: Eine Kombination über Hanöffner und Nolan Regan verwertete der Routinier vier Minuten vor der finalen Sirene zum 4:3. Dass die Gäste daraufhin alles nach vorn warfen, war klar. Aber der in der 45. Minute für Johannes Probst gekommene Linus Messerer im Moosburger Gehäuse und seine Vorderleute verteidigten den knappen Vorsprung.
Dass es in diesem Isar-Derby ordentlich zur Sache ging, belegt übrigens auch die Raufeinlage von Jakob Killermann (EVM) und Markus Simbeck (EVD) nach 30 Minuten. Lautstark beklatscht vom Publikum mussten beide Akteure mit 2+2-Strafminuten in die Kühlbox. Zumindest hier erreichten die Isar-Rats ein Unentschieden.

Tore: 1:0 (10:06) Ujcik (Asen), 1:1 (19:42) Detterer (Ohr, Simbeck), 2:1 (32:17) Hanöffner, 2:2 (37:42) Braun (Detterer), 3:2 (42:42) Gröger (Regan, Hanöffner), 3:3 (44:37) Haschberger (Azimov H., Meichel), 4:3 (54:05) Dlugos (Hanöffner, Regan). Strafminuten: 16/18. Zuschauer: 135.
Aufstellung: Probst, Messerer (ab 44:37); Ujcik, Gröger, Maier, Rotzinger, Eigner, Steiger, Krämmer; Hanöffner, Seidlmayer, Holler, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Dlugos, Stuckenberger 

EVM will gegen Dingolfing und Bad Aibling zurück in die Erfolgsspur finden

Donnerstag, 18. Oktober 2018
Zwei Spiele, null Punkte. Auch wenn jeder, der die Aufeinandertreffen mit Freising und Amberg gesehen hat, weiß, dass da deutlich mehr drin war, sorgt das leere Punktekonto doch für leichte Sorgenfalten bei Moosburgs Kufenflitzern. Um die wieder wegzubügeln, empfehlen sich am besten zwei Heimsiege – am Freitag gegen den EV Dingolfing (19.30 Uhr) und am Sonntag gegen den EHC Bad Aibling (17.15 Uhr).
Eishockey-Spiele mit nur einem Tor Unterschied zu verlieren, ist zwar nicht schön, deutet allerdings meistens darauf hin, dass man nicht ganz chancenlos war. EVM-Coach Bernie Englbrecht hat seiner Truppe nach dem 1:2 gegen Freising und dem 4:5 in Amberg „nur zwei Sachen“ klarzumachen versucht: „Die vielen Strafzeiten brechen uns das Gnack“ und „Wir müssen unsere Torchancen nutzen“.
Besonders die Unterzahlsituationen haben den Trainer verärgert: „Wenn wir die vier, fünf Powerplaytore nicht kassieren, gewinnen wir beide Spiele.“ Dabei waren Strafzeiten zuletzt nie ein Problem der Grün-Gelben: In der Bayernliga-Saison 17/18 landeten die Moosburger in der Fairplay-Wertung sogar auf dem ersten Platz.
Was das Personal betrifft, brachte diese Woche einige Neuigkeiten: So hat der Verein die Verpflichtung eines zweiten Ausländers erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Verletzung des dafür eingeplanten Kanadiers Matt Andreacchi würde wohl auch im November keinen Einsatz zulassen. Und die Bemühungen, einen jungen slowakischen Stürmer zu verpflichten, waren ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt.
Dafür gibt es gute Nachrichten von Daniel Möhles Knie: Die Bänder blieben bei seinem Trainingsunfall ganz, ein minimaler Haarriss ist das einzige Überbleibsel. Auch wenn der Einsatz des erfahrenen Stürmers an diesem Wochenende noch kein Thema ist, will er nächste Woche wieder ins Training einsteigen. In selbiges hat sich Goalie Linus Messerer bereits zurückgemeldet. Er und Hannes Probst werden sich am Wochenende wohl den Platz im Kasten teilen. Der zuletzt starke Youngster Carlo Schwarz konnte in dieser Woche aus beruflichen Gründen kaum trainieren.
Mit Dingolfing und Bad Aibling trifft der EVM auf Teams, die ebenfalls noch auf den ersten Zähler warten. Und es werden einige alte Bekannte in die Sparkassen-Arena kommen: So zum Beispiel die letztjährigen Moosburger Max Ohr, Andrej Barz und Hermann Azimov (alle Dingolfing) sowie Aibdogs-Trainerfuchs Heinz Zerres. 

EVM geht nach irrem letzten Drittel auch in Amberg leer aus

Montag, 15. Oktober 2018
Viel hatte nicht gefehlt. Als die Schlusssirene ertönte, standen Moosburgs Eishackler aber auch nach Spiel zwei der noch jungen Landesliga-Saison mit leeren Händen da: Beim Aufstiegskandidaten ERSC Amberg verlor der EVM am Sonntag knapp mit 5:4 (1:0, 0:1, 4:3).
Bis auf Verteidiger Julian Fink konnte Trainer Bernie Englbrecht auf den selben Kader wie im Derby gegen Freising zurückgreifen. Eines sollte diesmal aber anders werden: die Sache mit dem Toreschießen. Als „grausam“ hatte Englbrecht die Chancenverwertung noch am Freitag bezeichnet – diesmal agierten seine Schützlinge allerdings deutlich effektiver.
Die Partie begann ziemlich ausgeglichen. Der befürchtete Sturmlauf der Wild Lions, die ihr Auftaktmatch in Pfaffenhofen mit 3:2 gewonnen hatten, blieb aus, beide Teams kamen in der Anfangsphase zu halbwegs guten Chancen. Gerade in einer Phase, als die Gäste mehr am Drücker waren, gingen die Hausherren in Führung (9.).
Nach dem ersten Seitenwechsel wurde die Gangart von beiden Seiten etwas härter, auf den Strafbänken herrschte Betrieb. Amberg erhöhte nun den Druck, scheiterte aber immer wieder am bestens aufgelegten Carlo Schwarz im Moosburger Kasten. Als sich für die Grün-Gelben eine 5:3-Überzahl ergab, ließ sich Neuzugang Vincenz Maier nicht lange bitten und glich nach 28 Minuten aus. Der ERSC reagierte mit wütenden Gegenangriffen, aber auch im mittleren Durchgang blieb es bei lediglich einem Treffer.
Im Schlussabschnitt schepperte es dafür um so öfter: Den Auftakt machte Tobias Hanöffner, der 46 Sekunden nach Wiederbeginn einen Unterzahl-Konter mit der 2:1-Führung für den EVM abschloss. Doch die Wild Lions blieben dran: Noch im selben Powerplay glichen die Hausherren wieder aus. Und als sie kurz darauf erneut ein Mann mehr waren, hieß es sogar 3:2 (44.). Doch die irre Anfangsphase der letzten 20 Minuten war noch lange nicht vorbei: Patrice Dlugos traf auf Zuspiel von Nolan Regan für die Dreirosenstädter (46.), Amberg antwortete 45 Sekunden später mit dem 4:3. Mir doch egal, schien sich, als wiederum nur 45 Sekunden vergangen waren, Christian Seidlmayer zu denken, der – von Dlugos in Szene gesetzt – abermals für den Gleichstand sorgte. Doch die Hoffnung der mitgereisten Moosburger Fans, das 4:4 jetzt mal über einen längeren Zeitraum zu halten, wurde exakt 29 Sekunden darauf zu nichte gemacht, als Amberg die erneute Führung gelang (48.).
Am 5:4 sollte sich trotz der Angriffsbemühungen der Englbrecht-Schützlinge in den verbleibenden zwölf Minuten nichts mehr ändern. Der Wille war da, die Kraft jedoch fehlte, um die zahlreichen routinierten Ex-Profis der Oberpfälzer noch mal ins Wanken zu bringen.

Tore: 1:0 (8:35) Vlach (Hampl), 1:1 (27:46) Maier (Dlugos, Regan; 5-3), 1:2 (40:46) Hanöffner (4-5), 2:2 (41:16) Heilmann (Keil; 5-4), 3:2 (43:33) Hendrikson (Köbele, Heilmann; 5-4), 3:3 (45:11) Dlugos (Regan), 4:3 (45:56) Keil (Heilmann), 4:4 (46:46) Seidlmayer (Dlugos, Regan), 5:4 (47:15) Heilmann (Hendrikson, Keil). Strafminuten: 4/12. Zuschauer: 280.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Ujcik, Gröger, Maier, Eigner, Rotzinger, Krämmer, Steiger; Hanöffner, Seidlmayer, Holler, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Dlugos, Stuckenberger. 

Bittere 1:2-Derbypleite gegen Freising

Sonntag, 14. Oktober 2018
Eine harte Landung musste der EV Moosburg bei seiner Rückkehr in die Landesliga hinnehmen: Die Dreirosenstädter verloren das Auftakt-Derby gegen die Black Bears Freising überraschend mit 1:2 (0:0, 1:2, 0:0). Während die Domstädter mit ihren Fans in der Sparkassen-Arena feierten, betrieben die Moosburger schon Ursachenforschung.
EVM-Coach Bernie Englbrecht stand die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben: „Das müssen wir jetzt akzeptieren, dass man auch so ein Spiel verlieren kann. Aber wenn wir halt so fahrlässig mit unseren Chancen umgehen, brauchen wir uns nicht wundern.“ Schon ein bisschen verwundert guckte bei der Pressekonferenz Freisings Coach Markus Knallinger drein. Er sei zwar unheimlich stolz auf den Kampf und den Einsatz seiner Mannschaft, fühle sich angesichts der Chancen, die die Hausherren liegengelassen hätten, „aber schon eher als glücklicher Sieger“.
Die knapp 250 Zuschauer, die zum ersten Landkreisderby im Landesliga-Punktspielbetrieb seit sieben Jahren gekommen waren, sahen eine äußerst flotte Anfangsphase. Der EVM drückte von Beginn an aufs Gas und schnürte die Gäste im eigenen Drittel ein. SEF-Schlussmann Johannes Sedlmeier war sofort gefordert, „Da haben einige meiner Spieler nach unseren vier nicht allzu schweren Testspielen schnell gemerkt, was für ein Tempo uns heuer in der Landesliga erwartet“, sagte Knallinger. Doch nach sieben, acht Minuten befreiten sich die Black Bears aus der grün-gelben Umklammerung und begannen nun ihrerseits das Moosburger Gehäuse unter Beschuss zu nehmen. In dem verrichtete Nachwuchsgoalie Carlo Schwarz, der den Vorzug vor dem unter der Woche beruflich verhinderten Johannes Probst bekam (Linus Messerer fehlte aus Krankheitsgründen), allerdings einen tadellosen Job.
Tore fielen im ersten Drittel zwar keine, der Druck auf Schwarz nahm jedoch weiter zu, weil sich die Moosburger zahlreiche Strafzeiten einfingen. Nachdem EVM-Stürmer Alexander Asen wegen hohen Stocks für 2+2 Minuten in die Kühlbox musste, packten die Gäste zu: Zunächst vollendete Martin Dürr eine schön herausgespielte Powerplay-Kombination (23.), nur eine halbe Minute später – Moosburg war noch immer ein Mann weniger – schlug ein abgefälschter Distanzschuss von Pavel Hanke unhaltbar hinter Schwarz ein.
Kurz wirkten die Gastgeber, bei denen sich Daniel Möhle wegen eine Knieverletzung im Abschlusstraining hatte abmelden müssen, geschockt, gaben jedoch schon in der 28. Minute eine passsende Antwort: Nach einer unübersichtlichen Situation vorm Black-Bears-Kasten lag die Scheibe plötzlich hinter der Linie. Patrice Dlugos durfte sich als Torschütze feiern lassen.
Für den Schlussabschnitt hätte man das Eis im Moosburger Drittel eigentlich gar nicht mehr aufbereiten müssen – das Spiel fand ausschließlich rund ums Tor von Johannes Sedlmeier statt. Doch dafür, dass der EVM Scheibe und Gegner gut im Griff hatte, kamen zu wenig zwingende Situationen zustande. Sedlmeier hielt zwar stark, wurde oft aber auch nur angeschossen. Selbst als Dürr wegen einer „Schwalbe“ in der Schlussminute auf die Strafbank musste, schafften es die Moosburger nicht, sich zumindest in die Overtime zu retten.
Als die Schlusssirene ertönte, war der Jubel im Freisinger Lager groß. Und Moosburgs Spielern war anzusehen, dass sie sich die Rückkehr in die Landesliga ganz anders vorgestellt hatten.

Tore: 0:1 (22:57) Dürr (Kühnl, Birk), 0:2 (23:29) Hanke (Birk, Dürr), 1:2 (27:02) Dlugos. Strafminuten: 20/8. Zuschauer: 242.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Ujcik, Gröger, Maier, Fink, Eigner, Rotzinger, Krämmer, Steiger; Hanöffner, Seidlmayer, Holler, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Dlugos, Stuckenberger. 

EVM vor Landesliga-Start: Top-5-Platz im Visier

Donnerstag, 11. Oktober 2018
Es war eine verhältnismäßig weiche Landung. Während anderswo so ein Bayernliga-Abstieg für Schock und Entsetzen sorgt, hat man beim EV Moosburg das Ende der sechsjährigen BEL-Ära nüchtern und mit Fassung getragen. „In der Verzahnungsrunde haben wir zu spüren bekommen, dass zwischen den beiden Ligen keine großen Unterschiede mehr bestehen“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Deshalb fühlen sich die Grün-Gelben auch in der Landesliga gut aufgehoben. Der bevorstehende Saisonstart hat es gleich in sich: Am Freitag empfängt Moosburg den SE Freising zum Landkreisderby (19.30 Uhr), am Sonntag gastieren die Dreirosenstädter beim Titelkandidaten ERSC Amberg (18.30 Uhr; Busabfahrt: 14.45 Uhr).
Eine neue Liga ist auch immer ein guter Anlass für einen Neuanfang. Und dafür nutzten die EVM-Verantwortlichen die Connections von Coach Bernie Englbrecht, der – vor den Playdowns als „Feuerwehrmann“ geholt“ – den Weg in die Fünftklassigkeit mitgegangen ist. So wurden alleine in der Defensive mit den Landshutern Lars Eigner, Markus Gröger, Vincenz Maier und Armin Rotzinger sowie Linus Messerer und Carlo Schwarz (beide Goalies) sechs Spieler verpflichtet, für die die Personalie Englbrecht ausschlaggebend gewesen sein dürfte. Und während mit Patrice Dlugos, Tobias Hanöffner oder Daniel Möhle vorne routinierte Kräfte verlängert haben, dürfen sich die Moosburger Fans auch auf drei stürmende Rückkehrer freuen: Tobias Gilg (EV Dingolfing), Christian Seidlmayer (ESC Dorfen) und Patrick Holler (SE Freising).
Nachdem man zuletzt auf der Kontingentstelle unter den Trainern Petr Kankovsky und Dimitri Startschew die „tschechische Linie“ fuhr, spielt unter Englbrecht das Ahornblatt auf der Ausländerposition wieder die Hauptrolle: Mit Nolan Regan (21), der zuletzt in der Ontario Junior Hockey League (OJHL) für die Toronto Jr. Canadiens aktiv war, ist die erste Position schon besetzt. Matt Andreacchi wurde als sein kanadischer Sturmpartner ebenfalls Mitte September in der Dreirosenstadt erwartet. Doch der Mann von den Ryerson Rams (Universitätsliga) brach sich einen Tag vor seinem Abflug die Hand – weshalb hinter der zweiten Kontingentstelle noch immer ein Fragezeichen steht. Gut möglich, dass Andreacchi diese trotzdem besetzen wird. Mit einem Einsatz des 26-Jährigen vor November ist allerdings nicht zu rechnen.
Nachdem die Grün-Gelben bereits im August erste Eiszeiten in Landshut hinter sich gebracht hatten, wurde Mitte September die Saisonvorbereitung in der Sparkassen-Arena begonnen. Fünf Testspiele absolvierten die Englbrecht-Schützlinge: Zwei Heimsiegen gegen Schliersee/Miesbach und Pfaffenhofen standen zwei Niederlagen gegen Bayernligist Erding sowie am vergangenen Sonntag die 3:5-Pleite in Pfaffenhofen gegenüber. „Einige unserer jungen Spieler werden sich noch etwas an die Gangart in der Landesliga gewöhnen müssen“, schätzt Pressesprecher Amann. „Aber prinzipiell ist unser Coach mit der Mannschaft auf einem guten Weg.“ Auch in Pfaffenhofen hätte man nicht unbedingt als Verlierer vom Eis gehen müssen, wenn man das Powerplay konsequenter genutzt hätte.
Aber es reicht ja, wenn die Moosburger das ab Freitag tun – wenn es ernst wird. Amann erwartet gegen Freising zwar „ein packendes Lokalduell“, für den EVM gäbe es da jedoch nur ein Ziel: die drei Punkte. Und auch am Sonntag bei den Ambergern, die durchaus Aufstiegsambitionen hegen, würden die Dreirosenstädter gerne Zählbares mitnehmen.
Am Ende der Vorrunde soll es nach Vorstellung der Führungsriege in der elf Teams umfassenden Landesliga-Gruppe 1 für einen Platz unter den ersten Fünf reichen. Damit würde man sich für die Verzahnungsrunde mit der Bayernliga qualifizieren und hätte somit die Chance, in die BEL zurückzukehren. „Aber das ist noch Zukunftsmusik“, sagt der Pressesprecher, der einen „harten Kampf“ um die Top-Fünf-Plätze erwartet. Neben Amberg und Mitabsteiger EC Pfaffenhofen seien besonders der ESC Haßfurt und Aufsteiger Waldkirchen zu beachten. Beide Vereine haben sich gegen die vom Verband vorgeschlagene und dem Großteil der Landesligisten akzeptierte freiwillige Selbstbeschränkung auf zwei Kontingentspieler gestellt und spielen nun mit vier (Haßfurt) beziehungsweise fünf (Waldkirchen) größtenteils höherklassig erfahrenen Ausländern. 

Letzter Test: 3:5-Niederlage bei den IceHogs

Montag, 8. Oktober 2018
Es war erneut eine knappe Angelegenheit, diesmal hatten allerdings die IceHogs das bessere Ende für sich: Am Sonntag verlor der EVM sein letztes Vorbereitungsspiel beim EC Pfaffenhofen mit 3:5 (1:1, 1:2, 1:2).
Im Vergleich zum Hinspiel in der Sparkassen-Arena ging es auf dem Eis diesmal ein bisschen lockerer zu. Kein Wunder: Auf Verletzungen und Sperren war knapp eine Woche vor dem Start der Punktspiele niemand scharf. Die insgesamt 36 Strafminuten resultierten eher aus kleineren Nickligkeiten.
Das Powerplay allerdings war bei den Grün-Gelben diesmal die große Baustelle. Viel zu kompliziert agierte man dabei vor dem gegnerischen Gehäuse. Dabei hätte man insbesondere im Mitteldrittel ausreichend Gelegenheiten gehabt, selber mal in Führung zu gehen. Aber so lief der EVM den Großteil des Spiels immer einem knappen Rückstand hinterher. Dieser wuchs in den letzten 20 Minuten sogar noch auf drei Tore an. Doch Daniel Möhle setzte mit seinem zweiten Treffer in der 59. Minute den Schlusspunkt zum 3:5.
Seine Premiere im Moosburger Kasten feierte die etatmäßige Nummer drei, Carlo Schwarz. Der junge Landshuter Goalie stand bis zur 40. Minute im Tor und lieferte eine überzeugende Leistung ab. Im letzten Drittel wurde Schwarz dann noch durch Hannes Probst ersetzt. Linus Messerer war wegen eines grippalen Infekts gleich daheim geblieben.

Tore: 1:0 (4:33) Endress (Huber), 1:1 (18:17) Steiger (Eigner, Krämmer), 2:1 (21:52) Neubauer (Huber), 2:2 (25:30) Möhle (Dlugos), 3:2 (36:48) Endress (Lohrer), 4:2 (45:58) Oexler (Huber), 5:2 (56:33) Gebhardt (Pielmeier, Thebing), 5:3 (58:46) Möhle (Seidlmayer, Holler). Strafminuten: 20/16. Zuschauer: 150. Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 40:00); Ujcik, Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Fink, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Dlugos, Stuckenberger, Holler. 

EVM-Generalprobe in Pfaffenhofen

Freitag, 5. Oktober 2018
Der Countdown für die Landesliga-Saison 2018/19 läuft: Nur noch eine Woche, dann eröffnet der EVM am Freitag, 12. Oktober (19.30 Uhr), mit dem Derby-Knaller gegen die Black Bears Freising die Punktspiel-Runde. Am kommenden Sonntag ist erst mal die Generalprobe angesagt.
Vier Testspiele haben die Grün-Gelben bislang hinter sich gebracht: Zwei Siegen gegen Schliersee/Miesbach und Pfaffenhofen stehen zwei Niederlagen gegen die Erding Gladiators gegenüber. Spiel fünf am Sonntag um 17.30 Uhr beim EC Pfaffenhofen gibt also gewissermaßen den Ausschlag, ob die Gesamtbilanz der Vorbereitung mit einem kleinen Plus oder einem kleinen Minus versehen wird. Coach Bernie Englbrecht wird das relativ egal sein, wenn die Leistung beim finalen Test stimmt und er ohne Verletzte bzw. Gesperrte in die neue Spielzeit gehen kann. Außerdem beschäftigt ihn und die sportliche Leitung immer noch die zweite Ausländerposition. Während sich Nolan Regan von Woche zu Woche steigert - in Erding klappte es auch mit dem ersten Tor - steht hinter der zweiten Kontingentstelle, die ursprünglich der Kanadier Matt Andreacchi besetzen sollte, noch immer ein Fragezeichen. Andreacchi weilt mit gebrochener Hand noch in Kanada, weshalb die Dreirosenstädter zuletzt bekanntlich den Tschechen Tomas Libovicky testeten. Der hinterließ bei seinen beiden Auftritten gegen Erding zwar einen guten Eindruck, der Coach allerdings hätte doch lieber einen (Mittel-)Stürmer für diese Position. Das wäre Andreacchi - allerdings ist mit einem Einsatz vor November wohl eher nicht zu rechnen.
Eine zusätzliche Alternative bietet sich Englbrecht auf der Torhüter-Position: Mit Carlo Schwarz (20) kommt ein weiterer Schlussmann aus dem Landshuter Nachwuchs. Schwarz war ursprünglich für die EVM-Junioren vorgesehen, ist aufgrund einer recht komplizierten Transferregelung für diese nun aber doch nicht spielberechtigt. 

Ähnliches Ergebnis, aber deutliche Leistungssteigerung

Montag, 1. Oktober 2018
Das Ergebnis klingt ähnlich wie das 2:7 auf heimischem Eis, die Leistung war aber eine deutlich bessere: Bei der 1:5 (1:1, 0:1, 0:3)-Niederlage im Testrückspiel am Sonntag in Erding präsentierte sich der EV Moosburg bis auf eine Schwächephase im Schlussdrittel als fast gleichwertiger Gegner.
Bis auf die erkrankten Julian Fink und Patrice Dlugos waren die Dreirosenstädter komplett. Einmal mehr überzeugen konnte Gastspieler Tomas Libovicky, über dessen Zukunft in dieser Woche eine Entscheidung fallen soll. Und auch der andere Kontingentspieler machte auf sich aufmerksam: Nach einer schönen Kombination markierte Nolan Regan in der 20. Spielminute sein erstes Tor im grün-gelben Trikot - das zwischenzeitliche 1:1.
Dieses war, nachdem sich die Gäste von der anfänglichen Umklammerung der gastgebenden Gladiators befreit hatten, nicht ganz unverdient. Noch besser ins Spiel kamen die Englbrecht-Schützlinge im zweiten Abschnitt - doch die zahlreichen Torchancen blieben allesamt ungenutzt. Bezeichnenderweise war es ein Konter, der dem TSV Erding nach einer halben Stunde die erneute Führung ermöglichte. Im Schlussabschnitt gingen den EVM dann etwas die Kräfte aus - und die Fehler, speziell in der Defensive, häuften sich. Ein gefundenes Fressen für den Bayernligisten, der nach einem Doppelschlag (47./49.) auch noch ein fünftes Tor drauflegen konnte.
Bevor die Moosburger am Freitag, 12. Oktober, mit dem Landkreis-Derby gegen Freising in die Punkterunde starten, steht am kommenden Sonntag noch die "Generalprobe" beim EC Pfaffenhofen auf dem Programm. Los geht's um 17.30 Uhr.
Tore: 1:0 (8:04) Krzizok (Wagner, Zimmermann), 1:1 (19:15) Regan (Seidlmayer, Killermann), 2:1 (30:20) Krzizok (Wagner), 3:1 (46:44) Krzizok (Zimmermann), 4:1 (48:11) Zimmermann (Krzizok, Wagner), 5:1 (56:20) Mitternacht (Bernhardt). Strafminuten: 6/10. Zuschauer: 288
Aufstellung: Messerer, Probst (ab 30:20); Ujcik, Krämmer, Rotzinger, Maier, Steiger, Gröger, Libovicky, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Gilg, Holler, Hanöffner, Asen, Killermann, Möhle. 

Erste Testspielpleite: 2:7 gegen Erding - Holler feiert Comeback

Montag, 24. September 2018
Der Bayernligist war eine Nummer zu groß: Im dritten Test setzte es am Freitag für den EV Moosburg beim 2:7 (0:4, 1:1, 1:2) gegen Erding die erste Niederlage. Dabei feierte Patrick Holler nach vierjähriger Abstinenz sein Comeback im EVM-Trikot.
Erst wenige Tage zuvor waren die Passangelegenheiten mit dem 29-jährigen Stürmer erledigt worden. „Ich bin überzeugt, dass mit Patrick noch mal ordentlich Qualität in unsere Offensive kommt“, sagt Vorstandsmitglied Bernhard Loidl über den Landshuter, der zuletzt beim Landkreis-Konkurrenten Black Bears Freising gespielt – und dort sehr solide gepunktet hat. So kam er für den SEF 2016/17 auf 86 Zähler (30 Tore, 56 Assists) und in der Vorsaison auf 84 Punkte (24 Tore, 60 Vorlagen). Bereits von 2010 bis 2014 trug Holler das Moosburger Trikot.
Die deutliche Niederlage gegen die Erding Gladiators konnte aber auch er nicht verhindern – zumal mit Bastian Krämmer, Kevin Steiger, Markus Gröger und Daniel Möhle vier Leistungsträger fehlten. Dass drei davon Verteidiger sind, merkte man speziell in den ersten sechs Minuten, in denen die Gäste die Moosburger Abwehrfehler eiskalt ausnutzten und schnell auf 0:3 davonzogen. Dabei ging fast unter, dass der EVM in dieser Phase ebenso viele Torchancen hatte, diese aber nicht nutzen konnte.
In der Folge dominierten die Gladiators das Geschehen, ohne über sich hinauswachsen zu müssen. Nachdem sie die Führung auf 0:5 ausgebaut hatten, gab jedoch auch noch mal der EVM Gas: Patrice Dlugos (36.) und Philipp Ujcik (44.) verkürzten kurzzeitig auf 2:5. In den letzten 20 Minuten konnten die Erdinger den alten Abstand jedoch wieder herstellen.
Als Gastspieler und möglich Alternative für den an der Hand verletzten Matt Andreacchi testeten die Dreirosenstädter den erst 19-jährigen tschechischen Verteidiger Tomas Libovicky. Er hat in den vergangenen drei Jahren in der amerikanischen Nachwuchsliga USPHL gespielt und hinterließ einen guten Eindruck. Libovicky soll auch am kommenden Sonntag beim Rückspiel in Erding (18 Uhr) eingesetzt werden.

Tore: 0:1 (0:43) Fischer, 0:2 (6:03) Krämmer (Deubler, Michl), 0:3 (6:28) Deubler (Schwarz), 0:4 (18:25) Michl (Deubler, Krämmer), 0:5 (27:39) Deubler (Michl, Jeske), 1:5 (35:22) Dlugos (Libovicky), 2:5 (43:22) Ujcik (Gilg, Killermann), 2:6 (49:35) Fischer (Spindler, Feilmeier), 2:7 (50:12) Krzizok (Zimmermann, Magg). Strafminuten: 14/12. Zuschauer: 120.
Aufstellung: Probst, Messerer (ab 29:46); Ujcik, Libovicky, Maier, Fink, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Holler, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Dlugos, Stuckenberger. 

Zwei Siege in den ersten beiden Testspielen

Montag, 17. September 2018
Siegreich konnte der EV Moosburg die ersten beiden Testspiele in der heimischen Sparkassen-Arena gestalten. Dem 6:0 über Schliersee/Miesbach folgte ein 3:2-Penaltysieg gegen Pfaffenhofen. Teil drei dieser Serie gibt es bereits am kommenden Freitag - dann ist Bayernligist Erding um 19.30 Uhr in der Dreirosenstadt zu Gast.
16 Feldspieler und zwei Torhüter hatte Coach Bernie Englbrecht in den ersten beiden Vorbereitungspartien zur Verfügung. Neben dem noch in Kanada weilenden Matt Andreacchi fehlte auch Abwehrmann und Festwirt Bastian Krämmer. Gegen die aus der Landesliga abgemeldete SG Schliersee/Miesbach taten sich die Grün-Gelben anfangs schwer. Der Gegner stand defensiv kompakt, störte früh und kam so immer wieder zu guten Konterchancen. Der EVM hatte zwar bereits im ersten Abschnitt die besseren Möglichkeiten, klappen wollte es mit dem Toreschießen aber erst im zweiten Durchgang: Nachdem Tobias Hanöffner den Bann gebrochen hatte, zogen die Hausherren in gut zehn Minuten auf 4:0 davon. Rückkehrer Tobias Gilg und Neuzugang Armin Rotzinger machten im Schlussabschnitt das halbe Dutzend voll.
Schon etwas mehr gefordert waren die Grün-Gelben zwei Tage später im Derby gegen Pfaffenhofen. Die Gäste gaben in den ersten 20 Minuten ein ordentliches Tempo vor, das Käptn Patrice Dlugos und Co. aber mit viel Kampfkraft und Einsatz mitgehen konnten. Wieder dauerte es bis zum Mitteldrittel bis abermals Hanöffner den EVM in Führung schoß. Den IceHogs gelang allerdings postwendend der Ausgleich. Im Schlussabschnitt bewies dann Verteidiger Rotzinger erneut Torjägerqualitäten (47.), seine Kollegen konnten den Vorsprung allerdings nur bis 23 Sekunden vor Schluss verteidigen. Nach dem 2:2 ging's ins Penaltyschießen. Von den sieben Schützen traf Dlugos als einziger - der zweite Sieg im zweiten Spiel war unter Dach und Fach.
Auch wenn spielerisch sicherlich noch das eine oder andere verbessert werden kann, begeisterten die Moosburger ihre Fans doch durch zwei couragierte Auftritte zum Eiszeit-Start. Überzeugende Leistungen lieferten nicht zuletzt die zwei EVM-Goalies Linus Messerer und Johannes Probst ab, die sich beide Spiele teilten. Coach Englbrecht hätte sicherlich nichts dagegen, wenn das Duo auf diesem Niveau weiterhält und ihn dann vor dem ersten Punktspiel Mitte Oktober vor die berühmte Qual der Wahl stellt.
EV Moosburg - SG Schliersee/Miesbach 6:0 (0:0, 4:0, 2:0)
Tore: 1:0 (20:11) Hanöffner (Steiger), 2:0 (20:43) Möhle, 3:0 (29:27) Dlugos (Möhle, Regan), 4:0 (30:58) Stuckenberger (Seidlmayer, Asen), 5:0 (46:03) Gilg (Hanöffner, Messerer), 6:0 (49:55) Rotzinger (Stuckenberger, Messerer). Strafminuten: 14/4+10. Zuschauer: 60.
Aufstellung: Probst, Messerer (ab 29:27); Ujcik, Gröger, Maier, Fink, Steiger, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Dlugos, Stuckenberger.
EV Moosburg - EC Pfaffenhofen 3:2 n.P. (0:0, 1:1, 1:1, 1:0)
Tore: 1:0 (25:24) Hanöffner (Gilg, Killermann), 1:1 (27:40) Duprey (Huber, Fardoe), 2:1 (46:20) Rotzinger (Dlugos, Regan), 2:2 (59:37) Neubauer (Bogner, Fardoe). Strafminuten: 20/14. Zuschauer: 128.
Aufstellung: Messerer, Probst (ab 30:15); Ujcik, Gröger, Maier, Fink, Steiger, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Dlugos, Stuckenberger. 

Regan und Andreacchi besetzen die Kontingentstellen

Donnerstag, 13. September 2018
Ahornblatt trifft gelbes M: Mit den kanadischen Stürmern Nolan Regan (21) und Matt Andreacchi (26) wird der EV Moosburg seine beiden Kontingentstellen in der bevorstehenden Landesliga-Saison besetzen. An diesem Wochenende finden in der Sparkassen-Arena bereits zwei Testspiele statt.
Während Nolan Regan, Sohn des Ende der 80er Jahre für den EVM spielenden Mike Regan, seit Mittwoch in der Dreirosenstadt weilt, wird sich die Ankunft von Andreacchi noch etwas verzögern. Er sollte eigentlich am Donnerstagvormittag im Erdinger Moos landen, verletzte sich dann aber unmittelbar vor dem Abflug in einer Trainingseinheit an der Hand. "Matt wird sich das von einem Spezialisten anschauen lassen. Dann wissen wir mehr", berichtet Coach Bernie Englbrecht. Noch habe man vier Wochen Zeit, bis die Punktspiele beginnen, und müsse deshalb nichts überstürzen. Die Grün-Gelben haben ihre ersten Eis-Einheiten im August in Landshut absolviert, seit dieser Woche kann auch in der heimischen Halle trainiert werden. "Wir stehen noch am Anfang", sagt der Coach, "aber bis jetzt ziehen alle gut mit."
Regan war zuletzt in der Ontario Junior Hockey League (OJHL) für die Toronto Jr. Canadiens aktiv, Andreacchi stürmte parallel zu seinem Studium in der Universitätsliga von Ontario für die Ryerson Rams. "Beide wissen, was wir von ihnen erwarten: Punkte", redet Englbrecht erst gar nicht um den heißen Brei herum. Dass die Zwei auf Vermittlung von Mike Regan kommen, kann durchaus als gutes Omen bezeichnet werden, hat er den Moosburger Eishacklern doch schon so manches "Juwel" über den großen Teich geschickt - unter anderem zur Jahrtausendwende den unvergessenen Torjäger Mike Wiseman.
Zumindest Nolan Regan soll in den ersten Tests an diesem Wochenende schon mal eingesetzt werden. Am heutigen Freitag geht's gegen die Spielgemeinschaft Miesbach /Schliersee (19.30 Uhr), am Sonntag um 17.15 Uhr dann gegen den Nachbarn und Liga-Konkurrenten EC Pfaffenhofen. Dass das Spiel gegen die SG überhaupt stattfindet, ist übrigens nicht selbstverständlich. Schließlich haben die Miesbacher ihre "Zweite" erst vor wenigen Wochen wegen Spielermangel aus der Landesliga Südwest abgemeldet. Dank der Kooperation mit Schliersee haben die verbleibenden sieben Spieler nun allerdings doch eine Zukunft beim TEV. 

Vorverkauf der Dauerkarten gestartet!

Donnerstag, 6. September 2018

Ab sofort können die Dauerkarten für die Saison 2018/19 erworben werden! Verkaufsstelle ist "Loidl Markisen", Degernpoint E5, 85368 Moosburg. Der Verkauf findet zu den normalen Öffnungszeiten statt:

Montag - Freitag: 8:30 - 13:15 Uhr 
Mittwoch: 8:30 - 18:30 Uhr 

Die Dauerkarten sind auch bei den Vorbereitungsspielen an der Stadionkasse erhältlich!

 

Kontakt:


  • Telefon: 08761 / 330 94 34
  • Fax: 08761 / 330 94 34
  • Email: kontakt@ev-moosburg.de

Anschrift:


  • Eissportverein Moosburg e.V.

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  • Postfach 1129       Am Stadion 9
  • 85368 Moosburg   85368 Moosburg


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