Erste

Zwei weitere Zusagen für die Offensive

Mittwoch, 21. Juni 2017
Nun sind auch die Stürmer Nummer acht und neun fix: Mit Daniel Schander und Patrice Dlugos haben zwei zuverlässige Punktesammler dem EVM ihre Zusage für die nächste Saison gegeben.
Als absoluter Nobody ist Schander vor zwei Jahren zum EVM gestoßen. Doch im Laufe der beiden Spielzeiten hat sich der 21-Jährige nicht nur einen Stammplatz im Kader erkämpft, sondern ist auch zu einem echten Leistungsträger in der Offensive gereift. Mit 13 Toren und 19 Vorlagen war er 2016/17 viertbester Scorer der Grün-Gelben. „Dass Daniel da auch für andere Vereine interessant wurde, ist keine Überraschung“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. „Aber wir konnten ihn überreden, auch sein drittes Bayernliga-Jahr in Moosburg zu absolvieren.“
Seine Karriere eigentlich schon beendet hatte Patrice Dlugos 2013. Doch zwei Jahre später „juckte“ es den inzwischen 37-jährigen Angreifer wieder – worüber man sich beim EVM sehr freute. Amann: „Patrice ist auch dank seiner ruhigen, souveränen Art ein ganz wichtiger Teil unserer Mannschaft.“ Und in den gegnerischen Abwehrreihen sorgt er weiterhin für Verunsicherung. Elf Tore und 14 Assists gelangen ihm in der abgelaufenen Spielzeit – wobei sicher noch der eine oder andere Zähler hinzugekommen wäre, wenn er sich zu Beginn der Abstiegsrunde nicht verletzt hätte.
Mit bis dato 20 Spielern im Kader (inkl. Torhüter) biegt der EV Moosburg damit in Sachen Personalplanung auf die Zielgerade ein. Zwar sei, so Amann, noch die eine oder andere Lücke zu schließen, „ich bin aber optimistisch, dass uns das in naher Zukunft gelingen wird“.

Der aktuelle Kader für 2017/18 auf einen Blick:
TOR: Thomas Hingel, Johannes Probst, Adrian Kant, Bernhard Eggerdinger-Hölzl.
VERTEIDIGUNG: Kevin Steiger, Mathias Jeske, Bastian Krämmer, Maximilian Ohr, Stefan Loidl, Julian Fink, Marc Lenczyk
ANGRIFF: David Michel (TCH), Tobias Hanöffner, Jakob Killermann, Andrej Bartz, Hermann Azimov, Daniel Möhle, Jan Hermann, Daniel Schander, Patrice Dlugos.
TRAINER: Dimitri Startschew. 

Kaderplanungen für 2017/18 laufen auf Hochtouren

Sonntag, 11. Juni 2017
Die Personalplanungen für die neue Bayernliga-Saison sind beim EVM bereits in vollem Gange. Ob Neuzugänge, Rückkehrer oder Verlängerungen - die Grün-Gelben konnten zuletzt schon einiges zur Kaderzusammenstellung 2017/18 verraten. Hier noch einmal die bisherigen Pressemitteilungen zusammengefasst:

(17. Mai 2017) Auch wenn die personellen Planungen beim EV Moosburg für die neue Bayernliga-Saison noch nicht allzu lange laufen, kann auf der Torwartposition bereits vermeldet werden: Nichts gehts mehr. Vier Keeper werden dem Kader 2017/18 angehören. Und die neue Nummer eins ist ein alter Bekannter.
Nach eineinhalb Jahren beim Oberligisten EHC Waldkraiburg kehrt Thomas Hingel zu den Grün-Gelben zurück. „Wir freuen uns sehr, dass Thomas sich wieder für den Verein entschieden hat, wo er mit dem Eishockeyspielen begonnen hat“, kommentiert Pressesprecher Bastian Amann die Rückkehr des 24-Jährigen. Hingel selber sagt: „Ich hatte eine schöne Zeit in Waldkraiburg, konnte zwei bayerische Meisterschaften feiern, aber habe aus diversen Gründen dort nicht die Rolle gespielt, die ich mir erhofft hatte. Für mich war klar, dass ich aufgrund meines Masterstudiums in Landshut hier in der Region bleiben möchte. Beim EVM habe ich eine tragende Rolle inne. Außerdem lassen sich Studium und Eishockey hier für mich optimal verbinden.“ Hinzu komme, dass er in Moosburg von 2013 bis 2016 „bereits hervorragende Erfahrungen“ gesammelt habe und der Kontakt zu Spielern und Verantwortlichen nie abgerissen sei. „Gut zu wissen, dass wir ihm nicht viel erklären müssen“, sagt Amann. „In Moosburg kennt sich Thomas bestens aus.“
Was auch für Johannes Probst gilt: Der Goalie kommt vom Nachbarn EV Aich und meldet ebenso Ambitionen auf die Backup-Position an wie EVM-Eigengewächs Adrian Kant. Komplettiert wird das Quartett durch Routinier Bernhard Eggerdinger-Hölzl, der heuer allerdings etwas kürzer treten und in erster Linie als Torwarttrainer für den Moosburger Eishockey-Nachwuchs aktiv sein wird.
Verlassen wird die Dreirosenstädter Keeper Dominik Gräubig, der erst zur zweiten Hälfte der abgelaufenen Spielzeit verpflichtet worden war. „Wir bedanken uns bei Dominik, dass er uns in dieser schwierigen Phase geholfen hat. Mit seinen Paraden war er maßgeblich daran beteiligt, dass wir in der Abstiegsrunde nie wirklich Angst um den Klassenerhalt haben mussten“, so der Pressesprecher.

(23. Mai 2017) Nachdem zum Auftakt der Personalplanungen schnell alle Torhüter bekanntgegeben werden konnten, stehen inzwischen auch die ersten Vorderleute für Thomas Hingel und Co. fest. Darunter befinden sich zwei Neuzugänge.
Kevin Steiger, Mathias Jeske, Bastian Krämmer und Max Ohr – vier zuverlässige Abwehrmänner des Vorjahreskaders haben den EVM-Verantwortlichen auch für die Spielzeit 2017/18 wieder das Ja-Wort gegeben. „Eine sehr gute Basis für die weiteren Planungen“, zeigt sich Pressesprecher Bastian Amann zufrieden mit den bisherigen Zusagen. Zumal die Moosburger (Abwehr-)Spieler heuer recht zahlreich auch von anderen Vereinen umworben worden seien.
Auf einen echten Goalgetter dürfen sich die Fans auf der Ausländerposition freuen: Der 22-jährige tschechische Außenstürmer David Michel wechselt von den Erding Gladiators zum EVM. Der Extraliga-erfahrene Michel kam beim TSV im Vorjahr in 35 Spielen auf 56 Punkte (30 Tore, 26 Assists). In Moosburg soll er sich auch in der Nachwuchsarbeit einbringen. Jung und hungrig - diese Attribute treffen auch auf den zweiten Neuen im Kader zu: Jakob Killermann. Der 18-Jährige Stürmer kommt aus der Landshuter DNL-Schmiede. Sein Ziel: den Sprung in die Bayernliga zu schaffen. Das haben auch Hermann Azimov (17) und Andrej Bartz (22) vor. Die beiden Leistungsträger der EVM-U23-Mannschaft werden ab dieser Saison der „Ersten“ angehören. Und auch ein Routinier hängt eine weitere Saison in der Dreirosenstadt dran: Tobias Hanöffner (34). 34 Punkte waren in 33 Partien 2016/17 die Ausbeute des Allrounders (siehe Foto). „Ein ganz wichtiger Spieler in unserer Mannschaft“, sagt Coach Dimitri Startschew über ihn.
Letztgenannter hat im Übrigen dem Vorstand ebenfalls seine Zusage für eine weitere Saison gegeben. „Im Endeffekt war der Verbleib von Dimitri ja nur Formsache. Aber auch solche Dinge müssen erst erledigt werden“, sagt Bastian Amann.
Allerdings gibt es auch weniger gute Nachrichten: So haben sich Christian Seidlmayer (ESC Dorfen) und Dominik Schindlbeck entschieden, den EVM zu verlassen. „Beide gehörten in den vergangenen Jahren zu unseren Stützen“, so Amann. „Wir wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute.“

(6. Juni 2017) Der Bayernliga-Kader der Moosburger Eishackler wächst weiter: Zwei Verlängerungen, ein Rückkehrer und zwei Neuzugänge sind die Ausbeute der jüngsten Verhandlungen.
20 Tore und 19 Vorlagen – macht zusammen 39 Punkte. Damit war Daniel Möhle in der abgelaufenen Saison hinter Alex Feistl zweitbester Scorer der Grün-Gelben. Entsprechend groß ist die Freude im Vorstand, dass der 27-jährige Linksaußen trotz zahlreicher Angebote anderer Vereine in sein drittes Jahr beim EVM geht. „Neben seiner Treffsicherheit und Schnelligkeit ist auch Daniels höherklassige Erfahrung wichtig für die Mannschaft“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. Zumal dieser heuer auch wieder einige Youngster aus dem eigenen Nachwuchs angehören werden: Zum Beispiel Verteidiger Stefan Loidl (19), der sich immer besser in der BEL zurechtfindet und in dieser Saison die nächsten Schritte machen will. Selbiges gilt für Julian Fink – den oben erwähnten Rückkehrer. Der 20-jährige Abwehrspieler nutzte die Eiszeit 16/17 für einen Kanada-Aufenthalt: Bei den Komoka Dragons und Tottenham Steam in der Greater Metro Junior Hockey League kam er auf insgesamt sieben Scorerpunkte.
Nachdem er bislang in verschiedenen Trikots anderer Vereine immer gegen den EV Moosburg spielte, schlüpft er im Alter von 30 Jahren erstmals in das Trikot der Dreirosenstädter: Die Rede ist von Abwehrmann Marc Lenczyk. Der Burgkirchener kommt von Liga-Konkurrent ESC Dorfen, wo er in der abgelaufenen Spielzeit vier Tore selber schoss und fünf vorbereitete. Ein erklärter Wunschspieler von Coach Dimitri Startschew („Er hat enormes Potential“) ist Jan Hermann (20), der bereits im Alter von 16 Jahren für den EV Dingolfing in der Landesliga debütiert hat. Zuletzt lief Hermann für den Landesligisten EHC Straubing auf. Weil er aus beruflichen Gründen nun umzieht, hat der Mittelstürmer die Chance, sich in Moosburg in der Bayernliga zu beweisen. 

EVM verabschiedet sich mit 1:4-Auswärtsniederlage von der Eiszeit 2016/17

Samstag, 4. März 2017
Als Tabellenzweiter beendet der EV Moosburg die BEL-Playdownrunde 2016/17. Aufgrund der 1:4 (0:1, 1:2, 0:1)-Niederlage am Freitag in Germering und dem zeitgleichen 7:3-Heimsieg der Geretsrieder zogen die Riverrats am letzten Spieltag wieder am EVM vorbei. Die Grün-Gelben konnten es verschmerzen.
Mit fast vier Blöcken gingen die Dreirosenstädter in das finale Aufeinandertreffen mit den Germeringern. Doch die Qualität blieb diesmal hinter der Quantität zurück. Die Hausherren waren von Beginn an das dominierende Team, Moosburg wirkte in vielen Szenen zu zaghaft. „Wenn man, wie wir, mir dem Rücken zur Wand steht, muss man da sein – und das waren wir“, zeigte sich Wanderers-Coach Florian Winhart mit der Einstellung seiner Jungs zufrieden, die bereits nach zweieinhalb Minuten in Führung gingen. In der Folge waren die Rollen klar verteilt: Die Gastgeber agierten, die Gäste reagierten. Bernhard Eggerdinger-Hölzl, dem EVM-Trainer Dimitri Startschew den Vorzug vor Dominik Gräubig gab, war deshalb schnell warmgeschossen und hielt sein Team im Spiel. Die Grün-Gelben tauchten erst in den Schlussminuten des ersten Abschnitts gefährlich vor dem gegnerischen Kasten auf, konnten die Chancen aber nicht nutzen.
Patrice Dlugos, der nach mehrwöchiger Verletzungspause ein starkes Comeback feierte, machte es in der 28. Minute besser: 1:1. Doch die Verunsicherung bei den Wanderers hielt nur ein paar Minuten – dann markierten sie in Überzahl den zweiten Treffer. 13 Sekunden vor dem letzten Wechsel ertönte vor fast 600 Besuchern im Polariom erneut die Tormusik. Das 3:1 war zumindest eine kleine Vorentscheidung. Auch wenn die Moosburger in den letzten 20 Minuten nun die eine oder andere Powerplay-Situation hatten, fehlte doch den unbedingte Wille, dieses Match noch zu drehen. Den Schlusspunkt setzte somit erneut Germerings US-Import J.C. Cangelosi. Das 4:1 (42.) war sein zweiter Treffer.
Er und seine Kollegen haben mit diesem Sieg den Relegationsplatz erreicht. Sie treffen in einer Woche auf den Verlierer des Landesliga-Finales. Schongau ist nach der 3:6-Heimpleite gegen Passau bereits fix in die Landesliga abgestiegen, während sich die Black Hawks in letzter Minute noch Rang vier krallten.
 
Tore: 1:0 (2:28) Götze (Retzer, Rossi), 1:1 (27:22) Dlugos (Steiger, Lorenz), 2:1 (30:37) Pfohmann (5-4; Koch), 3:1 (39:47) Cangelosi (Rossi, Retzer), 4:1 (41:45) Cangelosi (5-4; Retzer). Strafminuten: 6/8. Zuschauer: 578.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Gräubig; Jeske, Seidlmayer, Krämmer, Ohr, Steiger, Lorenz, Loidl; Samanski, Schander, Simm, Barz, Birk, Schindlbeck, Dlugos, Hanöffner, Asen, Feistl, Möhle, Kankovsky. 

EVM will Platz eins verteidigen, Germering den Klassenerhalt schaffen

Donnerstag, 2. März 2017
Nur dabei statt mittendrin – so könnte das Motto für das letzte Saisonspiel des EV Moosburg am Freitag bei den Wanderers Germering (20 Uhr; Busabfahrt 17 Uhr) lauten. Denn während es zum Finale der Bayernliga-Abstiegsrunde im Tabellenkeller vor Spannung regelrecht knistert, geht es für die Dreirosenstädter „nur“ noch darum, den ersten Tabellenplatz zu verteidigen. Das selbst gesteckte Minimalziel dieser Runde, Rang zwei, haben die Startschew-Schützlinge bereits erreicht.
„Erster bleiben, Erster werden – das muss unser Ziel für das letzte Spiel sein. Schließlich haben wir’s selber in der Hand“, sagt Dimitri Startschew. Durch den 9:5-Heimsieg über Geretsried kletterten die Grün-Gelben vor knapp zwei Wochen an den Riverrats vorbei ganz nach oben. Der – wenn auch nicht wirklich wertvolle und ziemlich inoffizielle – Titel des BEL-Abstiegsrundenmeisters ist also zum Greifen nahe.
Der Coach kann auf fast den kompletten Kader zurückgreifen. Auch wenn damit wahrlich keine Personalnot herrscht, wird’s an diesem letzten Spieltag noch eine Premiere geben: U-23-Stürmer Andrej Barz darf mit in die Münchner Vorstadt reisen und erstmals für die erste Mannschaft auflaufen. „Ein junger Spieler mit Zukunft, der sich seine Chance jetzt verdient hat“, sagt Startschew über den 22-Jährigen. Zuletzt hatte mit Hermann Azimov (in Schongau) ein anderer Nachwuchsspieler debütiert. Sieht ganz so aus, als ob sich der Trainer da schon recht intensiv Gedanken über den Kader der nächsten Saison macht.
Solche Gedankenspiele kommen für die Wanderers Germering wohl noch etwas zu früh – zumal noch nicht mal klar ist, in welcher Liga sie in der Spielzeit 2017/18 an den Start gehen. Dass die Schwarz-Gelben überhaupt noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt haben, ist ihrer starken Schlussphase beim jüngsten Auftritt in Passau zu verdanken: Trotz 1:3-Rückstand drei Minuten vor Schluss retteten sie sich mit zwei späten Toren noch in die Verlängerung und gewannen selbige. Damit sind sie wieder voll im Rennen. Als Schlusslicht haben die Wanderers neun Zähler auf dem Konto, während die auf dem Relegationsplatz stehenden Passauer und die EA Schongau (4.) jeweils zehn Punkte vorweisen können.
Da beide letztgenannten Teams zum Finale der Playdowns direkt aufeinandertreffen, sind einige interessante Konstellationen denkbar. Sicher ist: Germering würde ein Sieg über den EVM für das Erreichen des Relegationsplatzes genügen. Gewinnt Passau gleichzeitig nach Verlängerung oder Penaltyschießen in Schongau, hätten die Wanderers mit Platz vier sogar den direkten Klassenerhalt geschafft.
Wie auch immer: Die Moosburger erwartet am Freitag ein bis in die berühmten Haarspitzen motivierter Gegner, für den’s um alles oder nichts geht. Damit das Germeringer Polariom gut gefüllt ist, hat sich der Verein auch eine besondere Aktion überlegt: Gemäß dem Motto „Schultag“ erhalten alle Schüler an diesem Abend bei Vorlage eines gültigen Schülerausweises freien Eintritt. 

"Tag des offenen Tores": EVM übernimmt die Tabellenführung

Montag, 20. Februar 2017
14 Treffer bekamen die rund 200 Zuschauer beim „Tag des offenen Tores“ in der Sparkassen-Arena serviert. Dass es sich hierbei um das Gipfeltreffen der BEL-Abstiegsrunde handelte, war nicht sofort ersichtlich. Nach dem 9:5 (4:0, 1:2, 4:3)-Sieg über den bisherigen Spitzenreiter ESC Geretsried übernahm der EV Moosburg die Tabellenführung.
Der Druck ist weg, das Saison-Minimalziel „Klassenerhalt“ erreicht. Entsprechend unbeschwert gingen die Moosburger in dieses Spitzenspiel. Das Fehlen von Dominik Schindlbeck (gesperrt) und Kevin Steiger (verletzt) fiel zunächst nicht weiter auf. Was möglicherweise auch daran lag, dass die Riverrats ebenfalls auf einige Leistungsträger verzichten mussten – darunter ihr Topscorer Ondrej Horvath.
Nach anfänglichem Warmschießen machten die Hausherren ab der 12. Minute Ernst: Josef Kankovsky und Patrik Samanski (13.) eröffneten den Torreigen, Alex Feistl sorgte wiederum nur 60 Sekunden später mit dem 3:0 für einen beruhigenden Vorsprung. Vom ESC war in dieser Phase wenig bis gar nichts zu sehen – vom EVM dafür um so mehr: In Minute 17 erhöhte Christian Birk auf 4:0, nach dem Wechsel markierte Feistl Tor Nummer fünf.
In der Folge ließen es die Grün-Gelben ein bissl zu lässig angehen – das nahmen auch die Gäste wahr: Schien das 1:5 nach einer halben Stunde nur ein kleinerer Betriebsunfall zu sein, war das zweite Geretsrieder Tor (34.) schon mit einem Ausrufezeichen versehen. Im Schlussdrittel ging es dann ganz schnell: Drei Minuten brauchten die Riverrats, um eine Viertelstunde vor dem Ende auf 5:5 auszugleichen. So mancher Zuschauer rieb sich verwundert die Augen: Was war denn hier los?
Aber nun, wo das Spiel praktisch erneut bei Null begann, zogen sich die Geretsrieder wieder zurück – und überließen dem EVM das Eis. „Mei, erst hat Moosburg fünf Tore geschossen, dann wir – und dann war halt wieder Moosburg dran“, fasste ESC-Coach Florian Funk die 60 Minuten süffisant zusammen. Und so stellten Daniel Möhle, Matze Jeske, Daniel Schander und Tobias Hanöffner zwischen der 52. und 58. Minute fast den alten Abstand wieder her.
Denkwürdig war diese Partie aber nicht nur wegen der Torfolge, sondern auch wegen einer Bekanntgabe von Alexander Feistl in der Pressekonferenz: „Das war heute das letzte Heimspiel meiner Karriere“, sagte der 31-jährige Stürmer. Vier „ganz tolle Jahre“ habe er in Moosburg gehabt, jetzt sei es aber an der Zeit, die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen – „auch wenn es mir nicht leichtfällt“. Dann deutete er in Richtung seiner Familie: „Es gibt noch andere Dinge im Leben.“

Tore: 1:0 (11:04) Kankovsky (Ujcik), 2:0 (12:45) Samanski (Krämmer, Asen), 3:0 (13:43) Feistl (Jeske), 4:0 (16:38) Birk (Möhle, Hanöffner), 5:0 (25:30) Feistl (Schander, Birk), 5:1 (32:12) Ott (Poch), 5:2 (34:31) Fuchs (May), 5:3 (43:06) Köhler (May, Berger), 5:4 (44:34) May (Berger), 5:5 (45:58) May (Köhler), 6:5 (51:20) Möhle (Birk), 7:5 (54:27) Jeske (Samanski), 8:5 (56:07) Schander (Feistl, Krämmer), 9:5 (57:57) Hanöffner (Möhle, Birk). Strafminuten: EVM 4, ESC 6+10. Zuschauer: 180.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Jeske, Lorenz, Krämmer, Seidlmayer, Ohr, Loidl; Hanöffner, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Asen, Feistl, Birk, Möhle. 

Freude trotz Overtime-Pleite: EVM holt den noch fehlenden Punkt zum Klassenerhalt

Sonntag, 19. Februar 2017
Manchmal reicht auch ein Punkt: Durch die 4:5 (1:2, 1:1, 2:1, 0:1)-Overtime-Niederlage gegen Passau holte der EVM am Freitagabend genau den Zähler, der noch gefehlt hatte, um den Klassenerhalt auch theoretisch zu sichern. Die Grün-Gelben können sich damit nun voll und ganz auf den Kampf um Platz eins konzentrieren.
Am Ende hatten beide Mannschaften Grund zum Jubeln: die Gäste, weil sie zwei wichtige Zähler gegen den drohenden Abstieg geholt hatten, und die Hausherren, weil das Erreichen der Verlängerung gleichzeitig den Klassenerhalt bedeutete. „Es ist schön, dass diese Rechnerei endlich ein Ende hat“, freute sich auch EVM-Coach Dimitri Startschew.
Die Moosburger hatten nach einer kurzen Abtastphase den besseren Start erwischt. Doch die Freude über Daniel Möhles 1:0 (9.) währte nicht lange. Vier Minuten später hatte der EVM-Toptorschütze der vergangenen Partien, Dominik Schindlbeck, seinen Stock zu weit oben, verletzte damit einen Gegenspieler und musste mit Spieldauer-Disziplinarstrafe zum Duschen. In der folgenden fünfminütigen Unterzahl glichen die Gäste aus, kurz vor Ende des ersten Abschnitts konnten sie noch einen zweiten Treffer drauflegen.
Moosburg wirkte auch im zweiten Durchgang ohne Schindlbeck (und inzwischen auch ohne den immer noch nicht ganz fitten Verteidiger Kevin Steiger) offensiv ziemlich zahnlos und wurde von den Black Hawks phasenweise massiv ins eigene Drittel zurückgedrängt. Da wirke Passaus Treffer zum 1:3 fast wie eine kleine Vorentscheidung. Doch Daniel Schander konnte noch vor dem zweiten Pausentee auf 2:3 verkürzen – was den Gastgebern wieder Mut machte.
Die kamen wie verwandelt aus der Kabine und setzten nun die zuvor so dominanten Niederbayern unter Druck. In Überzahl gelang dem wiedergenesenen Alex Feistl nach 43 Minuten der Ausgleich und nur 51 Sekunden später war dann erneut Daniel Möhle zur Stelle – ein Doppelschlag zur rechten Zeit. Moosburg schien Puck und Gegner nun im Griff zu haben, von Passau kam nicht mehr allzu viel. Sechs Minuten vor der Schlusssirene bot sich den EHF allerdings noch einmal ein Powerplay, was sie eiskalt zum abermaligen Ausgleich nutzten. Damit ging man in die Verlängerung – die allerdings nicht lange dauerte. Dass den Grün-Gelben diese Drei-gegen-drei-Konstellation nicht wirklich liegt, hatten sie schon fünf Tage zuvor in Schongau gezeigt, als den Hausherren bereits nach 28 Sekunden der entscheidende Treffer gelang. Passau brauchte deren 76 – und holte sich so den Zusatzpunkt.

Tore: 1:0 (8:48) Möhle (4-5), 1:1 (16:16) Pertl (Mrazek, Popp), 1:2 (19:15) Mrazek (Schießl, Pekarek), 1:3 (36:40) Daschinger (Detterer, Gomow), 2:3 (37:43) Schander (Feistl, Kankovsky), 3:3 (43:05) Feistl (5-4; Birk, Samanski), 4:3 (43:56) Möhle (Hanöffner), 4:4 (54:15) Daschinger (5-4; Pekarek, Mrazek), 4:5 (61:16) Mrazek (Pertl). Strafminuten: EVM 10 + 10 (Kankovsky) + 5 + Spieldauer Schindlbeck (Hoher Stock), EHF 10. Zuschauer: 238.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Steiger, Jeske, Lorenz, Krämmer, Seidlmayer, Ohr, Loidl; Hanöffner, Schindlbeck, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Asen, Feistl, Birk, Möhle. 

EVM peilt gegen Passau und Geretsried die Tabellenspitze an

Donnerstag, 16. Februar 2017
Heimspiele im Doppelpack bietet der EV Moosburg seinen Fans auf der Zielgeraden der Bayernliga-Spielzeit 2016/17: Zum „Tag der Sponsoren“ empfangen die Dreirosenstädter zunächst am heutigen Freitag die Passau Black Hawks (19.30 Uhr), am Sonntag kreuzt dann Abstiegsrunden-Spitzenreiter ESC Geretsried in der Sparkassen-Arena auf (17.15 Uhr).
Auch wenn die Grün-Gelben theoretisch noch auf den Relegationsplatz abrutschen könnten, ist der Klassenerhalt – bei acht Punkten Vorsprung drei Spieltage vor Schluss – „im Endeffekt zu 98 Prozent fix“, formuliert es Pressesprecher Bastian Amann. Ein großes Ziel haben Trainer Dimitri Startschew und seine Jungs aber dennoch: „Mit Rang eins in den Playdowns können wir die Saison schön abrunden“, sagt der Coach.
So hat das Gipfeltreffen am Sonntag mit den Geretsrieder River-Rats also durchaus eine besondere Bedeutung. Der ESC hat zwei Zähler mehr auf dem Konto als Verfolger EVM und ist auch theoretisch schon durch, was den BEL-Verbleib betrifft. Doch auch die Funk-Truppe will nach den zehn Play-Down-Partien auf dem „Platz an der Sonne“ stehen. Startschew: „Ein kleines Spitzenspiel sozusagen.“
Aussichten, die Freitags-Gegner Passau gerne hätte. Die Black Hawks hängen derzeit, punktgleich mit Germering und Schongau, auf dem letzten Platz fest. Eine negative Überraschung – scheiterten die Niederbayern doch wie die Moosburger erst am letzten Vorrunden-Spieltag an der Verzahnungsrunde. Inzwischen hat man sogar einen Mentaltrainer engagiert, um die Kurve im Abstiegskampf noch zu kriegen.
Dimitri Startschew kann für das Heim-Wochenende personell fast aus dem Vollen schöpfen. Mit „Co-Trainer“ Patrice Dlugos ist in dieser Saison zwar nicht mehr (auf dem Eis) zu rechnen, dafür sind Alexander Feistl, Kevin Steiger, Philipp Ujcik und Daniel Möhle wieder in den Kader zurückgekehrt. 

"EV Gräubig" erkämpft sich einen Punkt in Schongau

Montag, 13. Februar 2017
Wenn schon defensiv, dann richtig: Nach einer echten Abwehrschlacht bei der EA Schongau konnte der EVM am Sonntag immerhin mit einem Zähler im Gepäck die Heimreise antreten. Der Ex-Moosburger Milan Kopecky hatte in der Verlängerung den 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0)-Siegtreffer erzielt. Stärkster Mann der Grün-Gelben war Keeper Dominik Gräubig, dem nicht viel zu seinem ersten Bayernliga-Shutout fehlte.
Dass die Dreirosenstädter ab dem zweiten Drittel im Schongauer Eisstadion dermaßen unter Druck gerieten, lag einerseits am „Siegzwang“ der abstiegsbedrohten Hausherren, andererseits aber auch an personellen Hiobsbotschaften, mit denen EVM-Trainer Dimitri Startschew kurzfristig konfrontiert worden war: So blieben mit Verteidiger Kevin Steiger (Folgen des Checks vom Pfaffenhofen-Spiel) und Stürmer Daniel Möhle (Grippe) zwei zusätzliche Leistungsträger daheim. Da Philipp Ujcik, Patrice Dlugos und Alex Feistl weiterhin nicht einsatzfähig sind, fehlte Startschew damit ein kompletter Block.
Davon war in den ersten 20 Minuten noch nicht viel zu merken. Zwar taten sich die Moosburger schwer beim Kreieren von Torchancen, hinten stand man dafür aber bombensicher, überstand unter anderem drei Unterzahlsituationen schadlos. Ein starkes Debüt feierte Jugend-Spieler Hermann Azimov (17), der in der ersten Reihe anstelle von Möhle stürmte und einige gute Szenen hatte.
Mit Beginn des zweiten Abschnitts spielten dann allerdings nur noch die Mammuts. Gräubig im Moosburger Kasten bekam von Minute zu Minute mehr zu tun, konnte mit Hilfe seiner Vordermänner die Null aber auch in die zweite Pause retten.
Im Schlussabschnitt tauchten die Schongauer dann noch öfter vor seinem Tor auf. Aber der 21-Jährige stand wie eine Wand. „Unsere Chancenauswertung war katastrophal“, sagte EAS-Teammanager Martin Resch. In der 48. Minute war das Chaos im Moosburger Drittel aber einfach zu groß – und die Scheibe lag erstmals hinter der Linie. Die Mammuts drängten nun auf die Vorentscheidung, blieben in ihren Abschlüssen aber weiterhin glücklos. Anders Dominik Schindlbeck: Moosburgs aktueller Torschütze vom Dienst nutzte – nachdem Gräubig das Gehäuse für einen sechsten Feldspieler geräumt hatte – eine der wenigen Offensivaktionen knapp eineinhalb Minuten vor dem Ende zum schmeichelhaften Ausgleich.
Trostpflaster für die Gastgeber: Sie brauchten in der Verlängerung nur 28 Sekunden, um wenigstens noch den Zusatzpunkt zu holen.

Tore: 1:0 (47:14) Klein (Zimmert, Holzmann), 1:1 (58:42) Schindlbeck (6-5), 2:1 (60:28) Kopecky (Raß, Saal). Strafminuten: EAS 8+10, EVM 10. Zuschauer: 120.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Seidlmayer, Loidl, Lorenz, Krämmer, Jeske, Ohr; Azimov, Birk, Schander, Hanöffner, Asen, Samanski, Kankovsky, Simm, Schindlbeck. 

EVM zeigt sich von seiner defensiven Seite: 3:2-Derbysieg über Pfaffenhofen

Samstag, 11. Februar 2017
Jetzt ist der Bayernliga-Klassenerhalt dem EV Moosburg praktisch nicht mehr zu nehmen: In einem engen, abwechslungsreichen Derby schlugen die Grün-Gelben am Freitagabend Nachbar EC Pfaffenhofen mit 3:2 (2:1, 1:1, 0:0).
Die Defensive war in der laufenden Spielzeit oft die Achillesferse der Moosburger Eishackler. Entsprechend zufrieden zeigte sich Coach Dimitri Startchew nach den überstandenen 60 Minuten."Ist doch schön, wenn mal weniger Tore fallen. So ein 0:0 wie im letzten Drittel hat bei uns Seltenheitswert." Sein Gegenüber Michael Dippold trauerte derweil den vergebenen Chancen seiner Pfaffenhofener nach: "Das soll nicht respektlos klingen. Aber heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen."
Von Beginn an begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Man belauerte sich zunächst nur, große Torchancen waren Mangelware. Dann schlug plötzlich die Stunde von Daniel Simm: Der EVM-Stürmer tankte sich nach elfeinhalb Minuten über halblinks durch und netzte dann elegant mit der Rückhand zum 1:0 ein. Der Ausgleich der Gäste ließ jedoch keine zwei Minuten auf sich warten und war ebenfalls eine Einzelaktion - durch David Felsoci.
Weniger schön anzusehen war diese Szene in der 18. Minute: Moosburgs Verteidiger Kevin Steiger musste nach einem übertriebenen Check von ECP-Stürmer Fabian Eder mit Platzwunde am Kopf und Schwindelgefühlen in die Kabine. Für ihn war die Partie ebenso beendet wie für Eder - Letztgenannter kassierte eine Matchstrafe. Als die Gäste mit den Gedanken schon beim Pausentee waren, kostete Moosburgs aktueller Scorerkönig Dominik Schindlbeck die letzten Sekunden des Abschnitts vorbildlich aus und traf exakt bei 20:00 zur abermaligen Führung.
Munter hin und her ging es im zweiten Abschnitt. Auf dem Eis wurde um jeden Meter gekämpft, die Zuschauer sahen ein leidenschaftliches Lokalduell. Tore wollten allerdings keine mehr fallen. Bis dreieinhalb Minuten vor der letzten Pause wieder Schindlbeck zur Stelle war: Mustergültig verwertete er einen Samanski-Pass zum 3:1. Für den Dingolfinger war es der dritte Doppelpack in den vergangenen vier Spielen. Doch der ECP blieb dran und verkürzte postwendend durch Robert Neubauer. Damit war Hochspannung auch für die letzten 20 Minuten garantiert. Doch so sehr sich die IceHogs da noch bemühten - die Gastgeber standen diszipliniert und ließen nur wenig vielversprechende Offensivaktionen Pfaffenhofens zu. Und kamen die Gäste doch einmal durch, war Keeper Dominik Gräubig Endstation. Daran änderte sich bis zur finalen Sirene nichts mehr. Mit der durchaus vorzeigbaren Ausbeute von 14 Zählern aus sechs Spielen rangierte der EVM damit weiterhin auf dem zweiten Abstiegsrundenplatz. Weil Geretsried in Passau in der Overtime verloren hat, trennen die Dreirosenstädter jetzt nur noch zwei Punkte von der Spitze.
 
Tore: 1:0 (11:28) Simm, 1:1 (12:49) Felsoci, 2:1 (20:00) Schindlbeck (Samanski, Kankovsky), 3:1 (36:40) Schindlbeck (Simm, Schander), 3:2 (37:56) Neubauer (Pfab). Strafminuten: EVM 6/ ECP 6 plus 5 plus Matchstrafe Eder. Zuschauer: 179.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Steiger, Seidlmayer, Loidl, Lorenz, Krämmer, Jeske, Ohr; Möhle, Birk, Schander, Hanöffner, Asen, Samanski, Kankovsky, Simm, Schindlbeck. 

EVM bittet den EC Pfaffenhofen zum Derby - Am Sonntag in Schongau

Donnerstag, 9. Februar 2017
Dieses Derby hat es in sich: Wenn der EVM am heutigen Freitag den EC Pfaffenhofen empfängt (19.30 Uhr), könnten sich die Startschew-Schützlinge mit einem weiteren Heimsieg nahezu aller Abstiegssorgen entledigen. Doch die Gäste stehen ebenso wie Moosburgs Sonntagsgegner EA Schongau (18 Uhr, Busabfahrt 14.30 Uhr) mächtig unter Druck.
In der Vorsaison musste alle vier beteiligten Mannschaften der BEL-Abstiegsrunde bis zum letzten Spieltag zittern. Am Ende trennten den Ersten Pfaffenhofen und den Letzten Pegnitz lächerliche zwei Punkte. Von so einem Showdown sind die Playdowns 2016/17 weit entfernt. Spitzenreiter Geretsried kann sich nach fünf Siegen in fünf Spielen bereits zurücklehnen, und auch den EVM – vier Punkte dahinter – trennen nur noch ein paar Zähler vom rettenden Ufer. „Holen müssen wir sie aber trotzdem erst mal“, sagt Coach Dimitri Startschew. Er gibt für das kommende Wochenende deshalb ganz klar die Devise „sechs Punkte“ aus und lockt seine Spieler bereits mit der Ankündigung eines freien Dienstags.
Doch der Weg dahin könnte steinig werden. Pfaffenhofen und Schongau rangieren tabellarisch zwar unmittelbar hinter dem EVM, sind aber nur einen Hauch vom Relegationsplatz entfernt, den die strauchelnden Passauer belegen. Hinzu kommen die alles andere als gewöhnlichen Hinspiele, in denen die Moosburger Fans durch ein Wechselbad der Gefühle mussten: So führten die Dreirosenstädter beim ECP nach einer halben Stunde bereits mit 5:1, konnten sich ihren Sieg aber trotzdem erst im Penaltyschießen sichern. Das Aufeinandertreffen mit den Schongauern war mindestens genau so dramatisch – aber eben andersrum: Hier waren es die Mammuts, die bis zur 35. Minute einen komfortablen 4:1-Vorsprung vorweisen konnten, selbigen jedoch im Schlussdrittel noch komplett aus der Hand gaben. Fünf Zähler holte der EVM aus den beiden Krimis – mit etwas Pech hätten’s auch deutlich weniger sein können.
In Acht nehmen müssen sich die Moosburger insbesondere vor der verstärkten Offensivabteilung des EC Pfaffenhofen um den Kanadier Matt Spafford sowie den vom (Noch-)Oberligisten Schönheide verpflichteten Routinier Stephan Trolda, die inzwischen gut eingespielt ist. Das zeigt nicht zuletzt der 4:3-Erfolg der IceHogs vor einer Woche in Schongau. Gegen die EAS wird es wieder darum gehen, Geduld zu bewahren. Trainer Startschew: „Eine sehr disziplinierte Mannschaft, in der jeder weiß, was er machen muss.“ Deshalb gehe es auch im Rückspiel darum, die Lücken im System der Mammuts zu finden.
Personelle Lücken so gut wie möglich schließen müssen die Moosburger auch an diesem Wochenende. Topscorer Alexander Feistl wird wegen seiner Leistenprobleme ebenso noch pausieren wie Patrice Dlugos (Bandscheibe). Und auch Verteidiger Phillip Ujcik, der sich beim Spiel in Geretsried eine Kapselverletzung im Finger zugezogen hat, fällt aus. Dafür hat sich mit dem zuletzt Grippe-kranken Maximilian Ohr ein anderer Abwehrspieler zurückgemeldet.
Im Endeffekt kann Dimitri Startschew auf die Truppe vom vergangenen Sonntag setzen, die Germering souverän mit 6:3 besiegt hat. „Die Jungs sind also eingespielt“, sagt der Trainer. 

Mit 6:3-Heimsieg über Germering Rang zwei gefestigt

Montag, 6. Februar 2017
Zum Ende der Playdown-Hinrunde hat der EVM seine Ausgangsposition im Kampf um den Bayernliga-Klassenerhalt noch einmal stark verbessert. Durch den 6:3 (4:1, 1:1, 1:1)-Heimerfolg über die Wanderers Germering verteidigten die Moosburger Rang zwei und haben nun sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Nach der Nullrunde in Geretsried war klar: Gegen Germering muss der EV Moosburg gewinnen, wenn das Abstiegsgespenst nicht zum Gast in der Sparkassen-Arena werden soll. Dessen schienen sich die Grün-Gelben am Sonntag von Beginn an bewusst zu sein – und legten entsprechend los. Bereits nach dreieinhalb Minuten sorgte Daniel Möhle für das 1:0, Josef Kankovsky markierte nur zwei Minuten später Tor Nummer zwei. Die Gäste hatten sich zwar auch einiges vorgenommen, taten sich aber schwer mit dem Tempo, das die Dreirosenstäder vorgaben. Und als die Wanderers in Überzahl die Gelegenheit bekamen, zu verkürzen, entwischte ihnen der heute wieder unermüdlich rackernde Dominik Schindlbeck und traf zum 3:0. Den Gästen gelang nach einer Viertelstunde dann zwar doch ihr erstes Tor, Kevin Steiger ließ selbigem in der Schlussphase des Anfangsdrittels aber umgehend das 4:1 folgen.
Dass deutliche Führungen nicht immer Sieggarantien sind, haben die Startschew-Schützlinge zum Leidwesen ihrer Fans heuer schon öfter unterstrichen. Doch der EVM blieb diesmal auch im zweiten Durchgang konzentriert. Als Christian Seidlmayer das fünfte Heim-Tor bejubeln durfte, roch es nach knapp einer halben Stunde schon nach einer Vorentscheidung. „Aber dann gab’s leider wieder fünf Minuten, in denen wir ziemlich geschwommen sind“, sagte er bei der anschließenden Pressekonferenz. Symbolisch für diese Phase war das Solo von Germerings US-Kontingentspieler J.C. Cangelosi, der dabei nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Penalty verwandelte er souverän (34.).
Doch viel mehr kam von den Gästen, die mit zwei Zählern am Tabellenende der Abstiegsrunde stehen, nicht mehr. Auch im Schlussabschnitt blieb es beim Bemühen. Und ehe es vielleicht doch noch mal spannend werden konnte, machte Schindlbeck einen Viertelstunde vor dem Ende seinen Doppelpack komplett und den Sack zu. Das dritte Wanderers-Tor im Powerplay war nur noch von statistischer Bedeutung.
Eine große Bedeutung hat für den EVM das nächste Playdown-Match am kommenden Freitag zuhause gegen Nachbar Pfaffenhofen (19.30 Uhr). Hier könnten die Moosburger mit einem Sieg den wohl schon entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen.

Tore: 1:0 (3:29) Möhle (Hanöffner, Lorenz), 2:0 (5:31) Kankovsky (Samanski), 3:0 (11:28) Schindlbeck (4-5; Schander), 3:1 (14:44) Dosch, 4:1 (18:43) Steiger (5-4; Möhle, Hanöffner), 5:1 (24:15) Seidlmayer (Simm, Jeske), 5:2 (33:43) Cangelosi (P), 6:2 (46:04) Schindlbeck (Schander, Simm), 6:3 (54:58) Rossi (5-4; Cangelosi, Czaika). Strafminuten: 8/8. Zuschauer: 143.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Steiger, Seidlmayer, Loidl, Lorenz, Krämmer, Jeske, Ohr; Möhle, Birk, Schander, Samanski, Asen, Kankovsky, Simm, Schindlbeck, Hanöffner. 

EVM beim Abstiegsrunden-Gipfel in Geretsried zu harmlos

Sonntag, 5. Februar 2017
Nichts zu holen gab es für den EV Moosburg am Freitag beim Abstiegsrunden-Gipfel in Geretsried. Ersatzgeschwächt konnten die Dreirosenstädter nur im ersten Drittel mit den Hausherren mithalten. Danach zeigten die Riverrats besonders in den Überzahlsituationen, warum sie bislang in den Playdowns noch keinen Zähler abgegeben haben – und siegten verdient mit 4:0 (0:0, 3:0, 1:0).
Ohne Patrice Dlugos, Alex Feistl, Maximilian Ohr, Dominik Schindlbeck und zunächst auch Keeper Dominik Gräubig waren die Grün-Gelben in die Geretsrieder Freiluft-Arena angereist. Dass Letztgenannter – er hatte eine Prüfung an der Uni – Mitte des zweiten Drittels nachkam, war bitter nötig. Denn Bernhard Eggerdinger-Hölzl hatte gleich in der Anfangsphase des Spiels einen schmerzhaften Zusammenprall mit einem ESC-Stürmer und hätte da eigentlich schon ausgewechselt werden müssen. So musste er bis zur 34. Minute durchhalten, eher er von Gräubig erlöst wurde.
Ein „Torhüterproblem“ hatte der EVM, was das Spiel an sich betrifft, aber wahrlich nicht. Eggerdinger-Hölzl war trotz seiner Knieschmerzen bis zur Auswechslung ein sicherer Rückhalt und Gräubig knüpfte in der Folge an diese Leistung nahtlos an. Wie das Ergebnis schon zeigt, taten sich die sonst so treffsicheren Gäste (26 Tore in den vorangegangenen vier Spielen) diesmal in erster Linie mit dem Toreschießen schwer. Geretsried stand in der Defensive sicher und ließ kaum EVM-Chancen zu. Die meiste Torgefahr der Grün-Gelben ging noch von der dritten Reihe um Josef Kankovsky aus, der zweimal an der Torstange scheiterte.
Zu ihren Gunsten entschieden die Riverrats die Partie zu Beginn des zweiten Abschnitts in einer 5:3-Überzahl, die ihnen die 2:0-Führung bescherte. Ein Mann mehr waren die Gastgeber auch beim dritten Tor. Die Moosburger dagegen wirkten in ihrem Powerplay – speziell im Schlussdrittel – einfach zu harmlos. EVM-Trainer Dimitri Startschew: „So kann man in Geretsried keine Punkte mitnehmen.“

Tore: 1:0 (20:18) Horvath (5-3; Dornbach, Köhler), 2:0 (21:49) Tauber (Horvath), 3:0 (31:25) Hüsken (5-4; Berger, Albanese), 4:0 (44:20) Bursch (Lechner). Strafminuten: 8/14. Zuschauer: 398.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Gräubig (ab 34.); Ujcik, Jeske, Seidlmayer, Krämmer, Steiger, Lorenz, Loidl; Samanski, Schander, Simm, Birk, Hanöffner, Asen, Möhle, Kankovsky. 

Erst beim Spitzenreiter und dann gegen das Schlusslicht

Freitag, 3. Februar 2017
Der Auftakt war vielversprechend, jetzt muss der EV Moosburg nachlegen, um das Thema Klassenerhalt so bald wie möglich abhaken zu können. Einen wichtigen Schritt könnte man dabei am Sonntag im Heimspiel gegen Playdown-Schlusslicht Wanderers Germering (17.15 Uhr) machen. Aber auch heute beim Spitzenreiter ESC Geretsried  (19 Uhr, Busabfahrt 15.30 Uhr) will die Startschew-Truppe punkten.
In Landesliga-Zeiten sammelten die Grün-Gelben diesen Titel in Serie: Abstiegsrundenmeister. Diesbezüglich könnte das freitägliche Aufeinandertreffen mit dem ESC Geretsried schon richtungsweisend sein. Schließlich empfängt der Tabellenerste den Zweiten – und beide noch ungeschlagenen Teams trennt nur ein Zähler. „Auch wenn es in dieser Gruppe in erster Linie um den Klassenherhalt geht, muss unser Ziel einer der vorderen Plätze sein“, forderte Coach Dimitri Startschew schon vor Beginn der Runde. Mit den Riverrats lieferte sich der EVM in der laufenden Spielzeit bereits zwei enge Duelle: Während man in Geretsried mit 4:5 unterlag, kam man in eigener Halle zu einem 6:4-Erfolg. Hochspannung in der Freiluft-Arena des ESC, die 2018 überdacht werden soll, scheint also garantiert.
Leicht tat man sich auch in den bisherigen beiden Aufeinandertreffen mit Germering nicht: Der 6:4- und der 3:1-Sieg in der Vorrunde waren echte Kraftakte. Startschew: „Die Wanderers stehen mit dem Rücken zur Wand und werden uns sicher alles abverlangen.“ Könne man jedoch an die Leistung beim jüngsten Sieg in Passau anknüpfen, mache er sich keine großen Sorgen.
Eine weniger schöne Parallele zum Passau-Match ist der Ausfall von Topscorer Alexander Feistl. Ihm machen weiter Leistenbeschwerden zu schaffen. Große Fragezeichen stehen außerdem am Freitag hinter den Einsätzen von Stürmer Dominik Schindlbeck und Keeper Dominik Gräubig. Beide Studenten haben da Prüfungen.
Definitiv nicht mehr im Kader steht Torwart Severin Cesak. Er schloss sich kurz vor Ende der Wechselfrist dem ESC Dorfen an, bei dem sich zuletzt alle drei Torhüter verletzt haben. Damit werden Gräubig und Bernhard Eggerdinger-Hölzl beim EVM das Gespann bis Saisonende bilden. Auf den Status der Nummer drei rückt U 23-Schlussmann Adrian Kant nach. 

Diesmal hält die Führung: EVM punktet in Passau dreifach

Montag, 30. Januar 2017
Der EV Moosburg bejubelt sein erstes Sechs-Punkte-Wochenende in der BEL-Abstiegsrunde: Dem Heimsieg über Schongau ließen die Grün-Gelben am Sonntag einen souveränen Auftritt in Passau folgen. Auch wenn es nach der deutlichen 6:1-Führung noch einmal eng wurde, stand am Ende ein verdientes 6:4 (4:1, 2:2, 0:1) zu Buche. Moosburg belegt damit nach drei Spieltagen den zweiten Tabellenplatz.
Auch ohne Topscorer Alexander Feistl (Leistenprobleme) zeigten die Gäste von Beginn an keinen Respekt im „Hexenkessel Eis-Arena“. Bereits nach zweieinhalb Minuten klingelte es im EHF-Gehäuse: Und erneut hieß der Torschütze Alexander Asen. Das Eigengewächs, das zwei Tage vorher seinen ersten Pflichtspieltreffer erzielt hatte, scheint langsam Gefallen zu finden am Toreschießen.
Damit hatte der EVM die Hausherren eiskalt erwischt – und legte keine Minute später in Person von Christian Birk nach. Als die angeknockten Black Hawks in der 8. Minute ihre erste Strafzeit kassierten, zog Verteidiger Kevin Steiger ab – 0:3. Ein richtiger Weckruf war der Passauer Anschlusstreffer – bezeichnenderweise durch einen Alleingang – nach einer Viertelstunde auch nicht. Denn nur 18 Sekunden danach stellte Dominik Schindlbeck den alten Abstand wieder her.
Im zweiten Abschnitt ließen es die Dreirosenstädter zwar etwas ruhiger angehen, zu ihren Chancen kamen sie aber trotzdem: Und so erhöhten Daniel Möhle und Dominik Schindlbeck jeweils ziemlich freistehend auf 6:1. Dass man sich aber auch auf solchen Polstern nicht ausruhen kann, zeigte nicht nur die jüngst verspielte 5:1-Führung in Pfaffenhofen, sondern auch die 32./33. Minute in Passau: Per Doppelschlag verkürzten die EHF auf 3:6.
Zu Beginn des letzten Drittel wurde es noch mal richtig eng: Die Referees schickten innerhalb weniger Minuten gleich vier Moosburger in die Kühlbox, wodurch Passau zweimal bei 5:3 die Gelegenheit zu weiteren Treffern bekam. Doch Schlussmann Dominik Gräubig und seine Vorderleute machten dicht. Und so war das vierte EHF-Tor (43.) das einzige Erfolgserlebnis in dieser Phase für die Hausherren – und gleichzeitig das letzte der Partie.

Tore: 0:1 (2:19) Asen (Samanski, Simm), 0:2 (3:29) Birk, 0:3 (7:32) Steiger (5-4; Möhle), 1:3 (15:10) König, 1:4 (15:28) Schindlbeck (Schander), 1:5 (25:27) Möhle (Birk), 1:6 (29:48) Schindlbeck, 2:6 (31:02) Ferstl (Gomow, Detterer), 3:6 (32:16) Ferstl (5-4; Mrazek, Huber), 4:6 (42:11) Detterer (5-3; Wawrotzki, Daschinger). Strafminuten: 4/14. Zuschauer: 509.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Seidlmayer, Steiger, Ohr, Lorenz, Ujcik, Jeske, Krämmer; Möhle, Birk, Schander, Samanski, Asen, Kankovsky, Schindlbeck, Hanöffner, Simm. 

5:4 nach 1:4 - EVM holt ersten Abstiegsrunden-Dreier

Sonntag, 29. Januar 2017
Mit einer grandiosen Aufholjagd hat der EV Moosburg am Freitag eine weitere Heimpleite gegen die EA Schongau verhindert. Aus einem 1:4-Rückstand machten die Startschew-Schützlinge im Schlussabschnitt noch einen 5:4 (1:1, 1:3, 3:0)-Erfolg. Doch das war nicht die einzige Besonderheit an diesem unterhaltsamen Eishockeyabend.
„Wir hatten den Moosburgern im letzten Drittel einfach nichts mehr entgegenzusetzen“, kommentierte Schongaus Coach Reiner Lohr die Ereignisse zum Schluss. Und sein Gegenüber Dimitri Startschew war „einfach nur stolz, dass wir nie aufgegeben haben“. Dabei sah es für die Gastgeber in diesem zweiten Abstiegsrunden-Match bis zur 36. Minute alles andere als gut aus. Auch wenn die Moosburger mehr vom Spiel und auch mehr Torchancen hatten, erwies sich der disziplinierte Auftritt der „Mammuts“ lange Zeit als deutlich wirkungsvoller. Die Gäste wussten, wo sie den Dreirosenstädtern weh tun konnten. Letztgenannte waren durch das schön herausgespielte 1:0 von Daniel Schander (12.) zwar zunächst in Führung gegangen, wirkten in der Folge vor dem EAS-Gehäuse aber oft einfallslos und agierten zu kompliziert. Schongau dagegen trug seine Gegenstöße geradliniger und schnörkelloser vor – was umgehend mit dem Ausgleich belohnt wurde.
Im zweiten Abschnitt gelang dem Aufsteiger sogar ein Doppelschlag: Zunächst brachte der Ex-Moosburger Milan Kopecky die EAS erstmals in Führung (26.), ein sicher verwandelter Penalty bedeutete gut eine Minute später sogar das 1:3. Der EVM drängte wütend auf das zweite Tor, aber Schongau blieb in der Defensive cool und leistete sich kaum Aussetzer. Als die Gäste dann einen Mann mehr auf dem Eis hatten, gelang ihnen Tor Nummer vier. Die Vorentscheidung? Noch nicht! Bevor letztmals die Seiten gewechselt wurden, brachte Tobias Hanöffner die Hausherren im Powerplay wieder auf 2:4 heran.
Im Schlussabschnitt ging es dann richtig rund: Die Zuschauer sahen nun Einbahnstraßen-Eishockey der Grün-Gelben. Zunächst setzte sich Matze Jeske durch (43.) und dann schlug die große Stunde von EVM-Nachwuchsspieler Alexander Asen. Startschew hatte ihn als Joker gebracht – und das sollte sich lohnen: Achteinhalb Minuten vor der Schlusssirene markierte der 19-Jährige seinen ersten Pflichtspieltreffer für die erste Mannschaft, der 4:4-Ausgleich! Die „Mammuts“ wirkten nun wie ausgestorben, konnten nur noch auf die Verlängerung setzen. Doch Moosburgs Kapitän Rudi Lorenz zerstörte in Minute 55 mit einem Schuss von der blauen Linie auch diese Hoffnungen.
Nur wenige Sekunden vorher hatte ein weiterer Youngster der Gastgeber für Aufsehen gesorgt: Josef Kankovsky war hinter dem Kasten der Gäste gestürzt, woraufhin der Referee den in der Szene involvierten Schongauer Verteidiger auf die Strafbank schicken wollte. Doch Kankovsky kam dem zuvor, indem er dem Schiedsrichter mitteilte, dass er nicht gefoult worden war – eine beispiellose Fairplay-Aktion, und das beim Spielstand von 4:4. Da war auch EAS-Trainer Lohr baff: „Sowas erlebt man im Eishockey nur ganz selten.“
 
Tore: 1:0 (11:50) Schander (Feistl, Seidlmayer), 1:1 (13:02) Höfler (5-4; Saal, Kopecky), 1:2 (25:18) Kopecky (Höfler, Saal), 1:3 (26:45) Weinfurtner (P), 1:4 (31:45) Weinfurtner (5-4; Schuster, Kopecky), 2:4 (35:49) Hanöffner (5-4; Seidlmayer, Lorenz), 3:4 (43:48) Jeske (Feistl, Schander), 4:4 (51:24) Asen (Samanski, Feistl), 5:4 (54:26) Lorenz (Möhle, Hanöffner). Strafminuten: 10/16+10. Zuschauer: 103.
Aufstellung: Gräubig, Cesak; Steiger, Seidlmayer, Ohr, Lorenz, Ujcik, Jeske, Krämmer; Möhle, Birk, Schander, Samanski, Asen, Kankovsky, Feistl, Schindlbeck, Hanöffner, Simm. 

Zeit für Revanche: Heute kommt Schongau, am Sonntag muss der EVM nach Passau

Donnerstag, 26. Januar 2017
Punkte sammeln für den Klassenerhalt – unter diesem Motto steht das zweite Abstiegsrunden-Wochenende für den EVM. Heute empfangen die Grün-Gelben die EA Schongau (19.30 Uhr), am Sonntag geht’s nach Passau (18.30 Uhr; Busabfahrt 15 Uhr). Mit beiden Gegnern hat man noch eine Rechnung offen.
Noch keine vier Wochen ist es her, dass der EV Moosburg eine der größten Enttäuschungen der Vorrunde erlebte: Bei der überflüssigen 3:4-Heimpleite gegen Schongau vergab man einen der zahlreichen Matchballe für die Teilnahme an der Verzahnungsrunde. „Im Nachhinein wissen wir, dass uns da schon ein Punkt gereicht hätte. Aber das ist Schnee von gestern“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. „Denn dieses Heimspiel gegen Schongau ist mindestens genau so wichtig.“ Schließlich gehe es darum, so schnell wie möglich die nötigen Zähler für den Klassenerhalt zusammenzuhaben.
Gepunktet haben beide Mannschaften bereits am ersten Spieltag: Während der EVM beim EC Pfaffenhofen erst im Penaltyschießen zum Sieg kam, holten die Mammuts in ihrem Playdown-Duell mit Germering die Zähler in regulärer Spielzeit (6:3). Allerdings tat sich die EAS bis in die Schlussphase äußerst schwer gegen das Schlusslicht der Vorrunde. Das Fazit auf der Vereinshomepage klingt dementsprechend: „In der Abstiegsrunde gibt es keine leichten Gegner für die Mammuts.“
Zu dieser Erkenntnis kamen die Passau Black Hawks am vergangenen Sonntag ebenso – allerdings auf überraschend heftige Art und Weise: In Geretsried gingen die Niederbayern, die bis zum letzten Vorrundenspieltag noch gute Chancen auf einen Top-acht-Platz hatten, sang- und klanglos mit 1:7 unter. Die zahlreich mitgereisten Fans waren stocksauer. Auf der EHF-Internetseite ist sogar von „Arbeitsverweigerung“ die Rede. Und die sportliche Leitung gab schon mal die Marschrichtung für dieses Wochenende vor: „Jeder Spieler ist jetzt voll gefordert! Es gibt keine Ausflüchte mehr.“ Damit dürfte klar sein, was den EVM am Sonntag erwartet. Doch Amann ist gar nicht so pessimistisch: „Wir haben in Passau zwar noch nie was geholt, aber irgendwann geht jede Serie zuende.“ Außerdem laste der Druck auf den Hausherren – „mal sehen, wie die damit umgehen“. Die Ausgangsposition sei jedenfalls eine andere als bei der 2:5-Niederlage, die man im November in der Dreiflüssestadt kassiert hat.
Für den EVM geht’s an diesem Wochenende abermals darum, die Defensivschwächen in den Griff zu bekommen. In Pfaffenhofen (sechs Gegentore) machte man da weiter, wo man in der Vorrunde gegen Miesbach (fünf) aufgehört hatte. Amann: „Solange wir aber auch in solchen Spielen punkten, gibt’s Schlimmeres.“ Auf positivere Gegentor-Statistiken kann man sich dann ja in der BEL-Saison 17/18 konzentrieren. 

EVM muss trotz 5:1-Führung in Pfaffenhofen nachsitzen

Montag, 23. Januar 2017
Mit einem blauen Auge davongekommen ist der EV Moosburg zum Start der Abstiegsrunde beim EC Pfaffenhofen. Obwohl die Dreirosenstädter nach einer halben Stunde bereits mit 5:1 in Führung gelegen waren, mussten sie noch in die Overtime. Der dreifache Torschütze Alex Feistl versenkte den entscheidenden Penalty zum 7:6 (3:1, 2:2, 1:3,1:0)-Endstand und sicherte dem EVM damit die ersten beiden Playdown-Zähler.
Pfaffenhofens Vorsitzender Karl Oexler war ehrlich: „Keinen Pfifferling“ hätte er Mitte des zweiten Drittels mehr auf seine IceHogs gesetzt. Von der Aufbruchstimmung, die insbesondere wegen der Verpflichtung des Kanadiers Matt Spafford vor der Partie beim ECP herrschte, war bald nichts mehr übrig. Zwei Gewaltschüsse von Moosburgs Verteidiger Kevin Steiger bescherten den Grün-Gelben bereits nach acht Minuten eine 2:0-Führung. Und auch wenn die Hausherren früh den Torwart wechselten, gelang Dominik Schindlbeck in Überzahl das dritte Gäste-Tor. Moosburg war cleverer, abgezockter, Pfaffenhofen fand nicht richtig ins Spiel. Der 1:3-Anschluss kam mehr oder weniger aus dem Nichts.
Auch im zweiten Drittel gab der EVM den Ton an und konnte sich auf die Undiszipliniertheiten der Gastgeber verlassen. Und so sorgten Mathias Jeske und Feistl abermals im Powerplay mit den Treffern vier und fünf für die vermeintliche Vorentscheidung. Jetzt machte sich allerdings der Schlendrian im Moosburger Spiel breit. Man war sich seiner Sache zu sicher. Schien das zweite ECP-Tor nur Ergebniskosmetik zu sein, ließ das 3:5 bei 5:4-Überzahl – vier Sekunden vor Ende des zweiten Drittels - den Vorrunden-Vorletzten wieder hoffen.
Im Schlussabschnitt setzte sich diese Tendenz fort. Pfaffenhofen ließ einfach nicht nach und die Dreirosenstädter leisteten sich defensiv zu viele Aussetzer. „Wir waren uns in der Kabine einig, dieses Spiel unbedingt noch umbiegen zu wollen“, sagte ECP-Coach Michael Dippold nach der Partie. Dimitri Startschew auf Moosburger Seite suchte vergeblich nach einer Erklärung: „Es lief einfach nicht mehr. Da ist man auch als Trainer machtlos.“ Das zwischenzeitliche 6:4 durch Feistl war der einzige EVM-Lichtblick in der Schlussphase – half aber auch nicht. Acht Minuten vor dem Ende gelang den Hausherren der Ausgleich. Dabei blieb es bis zum Ende.
In der Verlängerung hätten sich beide Teams vorzeitig den Zusatzpunkt sichern können. Die Grün-Gelben ließen allerdings ein Powerplay verstreichen, während Pfaffenhofen per Penalty am coolen Moosburger Keeper Dominik Gräubig scheiterte. Als dann alle Akteure zum fröhlichen Eins-gegen-eins eingeladen waren, zeigte sich Alex Feistl als der treffsicherste Schütze. Seine beiden Penaltys saßen – und bescherten dem EV Moosburg doch noch einen Auswärtssieg.

Tore: 0:1 (3:10) Steiger (Birk, Hanöffner), 0:2 (7:37) Steiger (5-4; Birk, Hanöffner), 0:3 (16:01) Schindlbeck (5-4; Feistl), 1:3 (17:19) Eder, 1:4 (26:03) Jeske (5-4; Birk), 1:5 (28:52) Feistl (5-4; Birk, Jeske), 2:5 (35:20) Trolda (Pielmeier), 3:5 (39:56) Spafford (5-4; Trolda), 4:5 (43:13) Bauer (4-3; Hofbauer), 4:6 (45:23) Feistl (Ujcik), 5:6 (48:22) Trolda (Spafford, Pielmeier), 6:6 (51:52) Oexler (Trolda, Felsoci), 6:7 (65:00) Feistl. Strafminuten 22/14. Zuschauer: 191.
Aufstellung: Gräubig, Cesak; Ujcik, Ohr, Steiger, Lorenz, Jeske, Seidlmayer; Birk, Hanöffner, Möhle, Feistl, Schander, Schindlbeck, Kankovsky, Asen, Simm. 

Startschew fordert Trotzreaktion seiner Mannschaft

Freitag, 20. Januar 2017
Eine Strecke von 303 Kilometern, mindestens dreieinhalb Stunden auf der Autobahn – das alles hätte sich der EV Moosburg heute antun dürfen, wenn am Sonntag nicht der EV Pegnitz, sondern der ESC Dorfen das entscheidende Tor in der Verlängerung erzielt hätte. So aber sieht die Realität keinen Verzahnungsrunden-Auftakt beim im Vogtland beheimateten Oberligisten EHV Schönheide, sondern einen freien Freitag vor. Die Abstiegsrunde beginnt erst am Sonntag um 17.30 Uhr beim Nachbarn EC Pfaffenhofen – 39 Kilometer entfernt und ausschließlich über die Landstraße zu erreichen.
„Wir haben Pech gehabt – sind im Endeffekt aber selber schuld“, fasst EVM-Trainer Dimitri Startschew die Ereignisse des vergangenen Wochenendes zusammen. Wobei sich das „selber schuld“ wohl eher auf die vorangegangenen Wochen bzw. Partien bezieht. Ob die knappen Heimpleiten gegen Pegnitz und Schongau oder die ebenso unglückliche Auswärtsschlappe in Geretsried – Chancen, den einen Zähler, der am Ende gefehlt hat, zu holen, hatten die Grün-Gelben genug. Nach einer starken Vorrunde (22 Punkte) ging die Rückrunde mit lediglich vier Siegen in 13 Spielen völlig in die Hose.
Startschew hofft jetzt auf den Trotzeffekt – zumal man in den Playdowns ja auch auf die Teams trifft, gegen die man die entscheidenden Vorrundenzähler liegenließ. „Jetzt können die Spieler zeigen, dass sie mehr draufhaben“, fordert Startschew. „Wir dürfen mit den letzten beiden Plätzen nichts zu tun haben. Unser Ziel in der Abstiegsrunde kann nur Rang eins oder zwei sein.“
Beim Auftaktgegner Pfaffenhofen, den die Dreirosenstädter in der Hauptrunde zweimal knapp, aber verdient (5:3, 6:4) geschlagen haben, wäre Coach Michael Dippold schon mit dem direkten Klassenerhalt (ab Rang vier) zufrieden. Die IceHogs beendeten Teil eins der Saison als 13. (Vorletzter) und kassierten zum Abschluss noch eine schmerzhafte 4:0-Klatsche beim Schlusslicht Germering. Dippold: „Ich hoffe nun, dass zum richtigen Zeitpunkt der Knoten bei uns platzt.“
Nachdem Startschew beim Heimsieg über Miesbach aus dem Vollen schöpfen konnte, drohen zum Playdown-Auftakt wieder personelle Engpässe. Die Erkältungswelle ist im EVM-Kader angekommen, weshalb der eine oder andere Spieler in den jüngsten Übungseinheiten pausieren musste. Dafür hat Stürmer Daniel Simm nach seiner Schulterverletzung erstmals wieder mittrainiert und könnte beim Ex-Club sein Comeback feiern. 

EVM muss trotz 8:5-Sieg in die Playdowns

Montag, 16. Januar 2017
Es hat nicht sollen sein: Trotz eines starken, spektakulären Auftritts beim 8:5 (2:1, 4:2, 2:2)-Heimsieg gegen den TEV Miesbach muss der EV Moosburg in die Abstiegsrunde. Alle Konkurrenten hatten „mitgespielt“ – bis auf den EV Pegnitz, der sich gegen Dorfen in der Overtime den Zusatzpunkt holte. Damit gab das bessere Torverhältnis den Ausschlag für die Franken.
Auch wenn alle Partien zeitgleich begonnen hatten, wurde noch weit über eine Stunde nach Spielende im Moosburger Eisstüberl gezittert. Vorstandschaft und Fans verfolgten gemeinsam den Liveticker aus Pegnitz, wo der Schneefall immer wieder für Unterbrechungen sorgte. Passau und Geretsried hatten – wie auf EVM-Seite erhofft – auswärts in Landsberg bzw. Memmingen alle Punkte abgegeben. Jetzt blieb als einziger Konkurrent nur noch der EVP übrig. Um kurz vor 22 Uhr dann die Hiobsbotschaft: Wenige Sekunden vor Ende der Verlängerung war den IceDogs der 6:5-Siegtreffer gelungen. Moosburg und Pegnitz hatten damit beide 34 Zähler – für die Franken sprach aber das bessere Torverhältnis. Sie dürfen damit in die Verzahnungs-, Moosburg muss in die Abstiegsrunde.
Die Fans konnten angesichts der eher dürftigen Leistungen in den Vorwochen trotzdem wieder mal richtig zufrieden sein mit ihrem EVM. Von Beginn an lieferten sich die Startschew-Schützlinge mit dem Tabellendritten Miesbach einen offenen Schlagabtausch. Torszenen gab es auf beiden Seiten genug. Da konnte sich dann auch Moosburgs neuer Goalie Dominik Gräubig mit einigen Paraden auszeichnen.
Lagen die Grün-Gelben nach dem ersten Abschnitt nur hauchdünn vorne (2:1), konnten sie den Vorsprung im Laufe des zweiten Drittels – auch dank 5:3-Überzahl – sogar auf 6:2 ausbauen. Besonders sehenswert: die beiden Rückhand-Tore von Allrounder Tobias Hanöffner.
Doch die Gäste kamen wieder heran, so dass es zwölf Minuten vor dem Ende plötzlich nur noch 6:5 hieß. Aber die Moosburger wollten den Dreier unbedingt: Dominik Schindlbeck sorgte in Minute 51 für das wichtige siebte Tor, und als der TEV in der Schlussphase seine Torfrau Franziska Albl vom Eis genommen hatte, machte Doppel-Torschütze Alex Feistl per Empty-Net-Goal alles klar.

Tore: 1:0 (2:34) Lorenz, 1:1 (9:38) Fissekis (Kimmel), 2:1 (12:01) Hanöffner, 3:1 (20:48) Hanöffner (Möhle), 3:2 (20:58) Deml (Baumer), 4:2 (28:25) Schindlbeck (Feistl), 5:2 (32:21) Jeske (5-3; Feistl, Schander), 6:2 (33:10) Feistl (5-4; Schander), 6:3 (33:38) Fissekis (Müller), 6:4 (46:55) Amann (Gaschke, Lidl), 6:5 (47:54) Baumer (Kimmel, Trojan), 7:5 (50:58) Schindlbeck (Feistl, Jeske), 8:5 (59:26) Feistl (4-5; Schander). Strafminuten: 10+10 (Ohr)/16. Zuschauer: 135.
Aufstellung: Gräubig, Cesak; Ujcik, Seidlmayer, Lorenz, Steiger, Jeske, Ohr; Hanöffner, Möhle, Schander, Schindlbeck, Asen, Kankovsky, Feistl, Birk, Samanski. 

Ein Derby zum Auftakt der Abstiegsrunde

Montag, 16. Januar 2017
Mit dem Hallertau-Derby beim EC Pfaffenhofen startet der EV Moosburg am kommenden Sonntag in die Bayernliga-Abstiegsrunde. Das erste Heimspiel bestreiten die Grün-Gelben am Freitag, 27. Januar, gegen die EA Schongau. Hier nun alle Termine auf einen Blick:
Sonntag, 22. Januar, 17.30 Uhr: EC Pfaffenhofen – EVM
Freitag, 27. Januar, 19.30 Uhr: EVM – EA Schongau
Sonntag, 29. Januar, 18.30 Uhr: EHF Passau – EVM
Freitag, 3. Februar, 19 Uhr: ESC Geretsried – EVM
Sonntag, 5. Februar, 17.15 Uhr: EVM – Wanderers Germering
Freitag, 10. Februar, 19.30 Uhr: EVM – EC Pfaffenhofen
Sonntag, 12. Februar, 18 Uhr: EA Schongau – EVM
Freitag, 17. Februar, 19.30 Uhr: EVM – EHF Passau
Sonntag, 19. Februar, 17.15 Uhr: EVM – ESC Geretsried
Freitag, 3. März, 20 Uhr: Wanderers Germering – EVM
Noch ein paar Worte zum Modus: Der Abstieg aus der Bayernliga wird heuer in einer Sechser-Gruppe ausgespielt. In einer Einfachrunde treffen die Teams von den Rängen neun bis 14 aufeinander. Der Gruppenletzte steigt direkt in die Landesliga ab, während der Vorletzte in der Relegation auf den Landesliga-Vizemeister trifft. Der Sieger des im Modus best of three ausgetragenen Duells ist für die BEL-Saison 2017/18 qualifiziert. 

EVM will seine letzte Chance nutzen - Gräubig kommt aus Germering

Freitag, 13. Januar 2017
Letzter Spieltag, letzte Chance für den EVM, die Bayernliga-Vorrunde doch noch als Achter zu beenden. Dafür brauchen die Dreirosenstädter am Sonntag um 18 Uhr in heimischer Halle gegen den TEV Miesbach aber unbedingt einen Sieg. Und auf dem Transfermarkt sind die Moosburger auch noch mal tätig geworden.
Seit dieser Woche steht Coach Dimitri Startschew wieder ein Torwart-Trio zur Verfügung: Der 20-jährige, Oberliga-erfahrene Dominik Gräubig ist von Liga-Konkurrent Wanderers Germering zum EVM gewechselt. Im Autohaus Braun, einem Premiumsponsor der Grün-Gelben, wurde er jetzt vorgestellt. „Die sportlich besserer Perspektive“ hat laut Gräubig den Ausschlag für seine Entscheidung gegeben. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, es macht bereits jetzt großen Spaß“, schildert er seine ersten Eindrücke. Der Geretsrieder stand noch in der Vorsaison im Kasten des damaligen Oberligisten EHC Klostersee. Den Großteil seiner bisherigen Karriere verbrachte er aber in Berlin, wo er als Mitglied der DNL-Truppe der Eisbären, als Nummer drei des DEL-Teams und als Stammkeeper des Oberligisten FASS Berlin (mit 17 Jahren!) auf sich aufmerksam machte.
Eher negativ auf sich aufmerksam gemacht haben die Moosburger Eishackler an ihrem vergangenen Allgäu-Wochenende, wo es in Memmingen und Buchloe zwei deutliche Niederlagen setzte. „Aber dank den Ergebnissen der Konkurrenz sind wir immer noch im Rennen um Platz acht“, fasst Pressesprecher Bastian Amann die akuelle Lage zusammen. „Allerdings sind wir auf Schützenhilfe angewiesen.“ Da die Black Hawks Passau (8., 32 Punkte) und der EV Pegnitz (9., 32) jeweils einen Zähler mehr auf dem Konto haben als der EVM (10., 31 Punkte), müssen beide Widersacher am Sonntag Punkte abgeben, wenn sie noch überholt werden sollen. Und das scheint gar nicht so unmöglich zu sein: Passau muss zu den heimstarken Landsbergern (6.), während Pegnitz den Tabellenvierten Dorfen empfängt. Theoretische Chancen auf Rang acht haben übrigens auch noch der ESC Geretsried (11., 30 Punkte und ein Nachholspiel) sowie die EA Schongau (12., 29 Zähler). Bei ihren Auswärtsauftritten in Memmingen bzw. Erding sind sie aber krasse Außenseiter.
Als Favorit geht der EVM zwar auch nicht in das Aufeinandertreffen mit dem TEV Miesbach. Doch nach ihrer 2:7-Heimniederlage gegen Memmingen haben die Rot-Weißen, die heuer auch schon einige Wochen an der BEL-Spitze standen, keine realistische Chance mehr auf die Vorrundenmeisterschaft. Das Hinspiel hatte der TEV mit 6:3 gewonnen – allerdings waren die Moosburger bis in die Schlussphase nicht weit von Zählbarem entfernt. EVM-Coach Startschew kann aller Vorraussicht nach wieder mit drei kompletten Blöcken agieren: Neben Stürmer Patrik Samanski hat sich auch der zuletzt Grippe-kranke Abwehrmann Kevin Steiger zurückgemeldet. Hinter dem Comeback von Routinier Patrice Dlugos (Bandscheibenprobleme) stehen hingegen noch große Fragezeichen. 

Zweites Allgäu-Gastspiel, zweite zweistellige Niederlage

Montag, 9. Januar 2017
Das Allgäu wird in den unmittelbaren Urlaubsplanungen der Moosburger Eishockeyspieler wohl nicht als Wunschziel vorkommen. Nach der 13:5-Pleite in Memmingen ging zwei Tage später auch das Gastspiel beim ESV Buchloe mit 2:11 (1:4, 1:3, 0:4) völlig daneben. Chancen auf Platz acht haben die Grün-Gelben dennoch weiterhin.
Nachdem auch noch Patrik Samanski aus beruflichen Gründen absagte, standen Trainer Dimitri Startschew nur noch 14 Feldspieler zur Verfügung. „Es ist nicht gerade ideal, unter der Woche mit Reihen zu trainieren, die ich am Wochenende gar nicht zur Verfügung habe“, sagte Startschew. Der leichte Optimismus vor der Partie – Buchloe war bereits fix für die Verzahnungsrunde qualifiziert und hatte am Freitag überraschend gegen Schongau verloren – war dann auch schnell verflogen: Bereits nach zehn Minuten führten die Hausherren mit 4:0. Wieder mal verteilten die Moosburger in der Defensive haarsträubende Geschenke. Hinzu kamen einige merkwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen. Der Anschlusstreffer durch Christian Seidlmayer (16.) war einer der wenigen Lichtblicke in den ersten 20 Minuten.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts präsentierte sich Moosburg aktiver, engagierter und konnte den frühen fünften Treffer des ESV schnell mit dem 2:5 beantworten. „Da waren die Gäste gut im Spiel – aber wir haben diese Phase überstanden“, resümierte Pirates-Trainer Topias Dollhofer. Und das so gut, dass sich die Hausherren noch im Mitteldrittel auf 7:2 absetzen konnten. Beim EVM machte sich neben der 10-Minuten-Strafe gegen Alex Feistl auch das Fehlen von Josef Kankovsky bemerkbar, der nach einem Zusammenprall mit Kopfschmerzen in die Kabine ging.
Die Buchloer Dominanz setzte sich im letzten Drittel fort: In fast allen Situationen war man den Startschew-Schützlingen den entscheidenden Schritt voraus. Bei der EVM-Rumpftruppe ließen jetzt auch die Kräfte nach. Viermal musste Moosburgs bemitleidenswerter Goalie Bernhard Eggerdinger-Hölzl noch hinter sich greifen. Von den erhofften Zählern sprach beim mitgereisten Anhang niemand mehr.
Sehr wohl war nach dem Match aber die immer noch existierende Chance, im letzten Vorrundenspiel am Sonntag daheim gegen Miesbach, Achter zu werden, ein Thema. Passau hatte nämlich Pegnitz geschlagen, wodurch die beiden genannten Teams mit nur einem Zähler vor dem EV Moosburg (10.) auf den Plätzen acht und neun stehen. Der letzte Spieltag könnte also noch einmal richtig spannend werden. Zumal seitens der EVM-Vorstandschaft eine personelle Verstärkung angekündigt wurde. Weitere Infos sollen bis Ende der Woche folgen.

Tore: 1:0 (1:16) Weigant, 2:0 (5:53) Krafczyk, 3:0 (8:44) Heckelsmüller (Vycichlo), 4:0 (9:28) Krafczyk (Vaitl), 4:1 (15:35) Seidlmayer (Möhle), 5:1 (21:20) Weigant (Ruf, Lerchner), 5:2 (26:53) Feistl (Jeske), 6:2 (27:55) Rauskolb (Weigant), 7:2 (32:53) Krafczyk (Weigant), 8:2 (45:29) Heckelsmüller (Krafczyk), 9:2 (51:28) Heckelsmüller (Braun, Weigant), 10:2 (53:31) Krafczyk (Seifert), 11:2 (59:19) Strodel M. (Schönberger). Strafminuten: 20/16. Zuschauer: 206.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Ujcik, Seidlmayer, Lorenz, Loidl, Jeske, Ohr; Hanöffner, Möhle, Schander, Schindlbeck, Asen, Kankovsky, Feistl, Birk. 

Klatsche beim Spitzenreiter: EVM gibt Platz acht ab

Sonntag, 8. Januar 2017
Ohne Chance war der EV Moosburg am drittletzten Vorrunden-Spieltag beim aktuellen Bayernliga-Tabellenführer ECDC Memmingen: An Heiligdreikönig setzte es für die Startschew-Schützlinge vor knapp 1400 Zuschauern eine 13:5 (3:1, 7:2, 3:2)-Klatsche. Weil Pegnitz parallel Geretsried geschlagen hat (2:1), musste der EVM Rang acht an die IceDogs abgeben.
Mit einer Niederlage am Hühnerberg musste man rechnen, mit dieser Deutlichkeit aber nicht. Verwundert waren auch einige Memminger Fans – aber eher hinsichtlich des Hinspiel-Ergebnisses. Da hatten die Moosburger noch einen (verdienten) 6:4-Sieg eingefahren. Davon war man am Freitag von Beginn an weit entfernt. Obwohl die Hausherren aus Krankheitsgründen auf ihre beiden etatmäßigen Goalies verzichten mussten und so mit Gregor Schapke ein Nachwuchs-Keeper zu seinem Bayernliga-Debüt kam, taten sich die Dreirosenstädter zunächst schwer mit dem Toreschießen. Ganz anders die Indians: Nachdem bereits in der 5. Minute das erste Powerplay erfolgreich abgeschlossen war, zogen sie bis zur 16. Minute auf 3:0 davon. Der EVM benötigte eine 5:3-Überzahl, um in der Schlussphase des ersten Abschnitts durch Alex Feistl den ersten Treffer zu markieren. Christian Birk war zuvor zweimal am Pfosten gescheitert.
Die Phase zwischen der 21. und 31. Minute sollte für die Gäste mit die schlimmste der laufenden Saison werden. Memmingen durfte nach Lust und Laune kombinieren, schießen und treffen. Schlussmann Bernhard Eggerdinger-Hölzl hatte beim Stande von 6:1 (25.) genug, seinem Nachfolger Severin Cesak erging es in der Folgezeit aber nicht besser. So stand nach 31 Minuten ein 9:1 auf der Anzeigetafel. Nachdem Tobias Hanöffner und Dominik Schindlbeck Ergebniskosmetik betrieben hatten, wurde es trotzdem noch vor dem letzten Wechsel zweistellig. „Hoch gwimma heut nimma“, frotzelte ein frustrierter EVM-Fan.
Der letzte Abschnitt lief dann eher unter der Rubrik „Schaulaufen“. Memmingen verlangsamte das Tempo und bot nun auch den Grün-Gelben Räume in der Offensive an. Der vom Pech verfolgte Birk (dreimal Pfosten, einmal Latte) und Feistl nutzten selbige in der Folge. Da aber auch die Gastgeber noch dreimal trafen, hieß es am Ende 13:5 – und die höchste Moosburger Saison-Niederlage war perfekt.
Tore: 1:0 (5.) Jainz (Miettinen; 5-4), 2:0 (16.) Schirrmacher T. (Benda, Kouba), 3:0 (16.) Varecha (Miettinen, Rott), 3:1 (17.) Feistl (Jeske, Birk; 5-3), 4:1 (21.) Miettinen (Benda, Tenschert; 5-4), 5:1 (21.) Huhn (Stotz), 6:1 (25.) Jainz, 7:1 (26.) Kouba (Folk), 8:1 (28.) Varecha (Huhn), 9:1 (32.) Schirrmacher T. (Varecha), 9:2 (36.) Hanöffner (Birk, Lorenz; 5-4), 9:3 (38.) Schindlbeck (Feistl), 10:3 (39.) Kirsch (Kouba), 11:3 (41.) Benda (Varecha, Miettinen), 12:3 (52.) Huhn (Weigant, Pfalzer), 12:4 (52.) Birk (Lorenz), 12:5 (55.) Feistl (Birk), 13:5 (57.) Jainz (Weigant/Huhn). Strafminuten:10/10. Zuschauer: 1372
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Ujcik, Jeske, Seidlmayer, Lorenz, Loidl, Ohr; Samanski, Schander, Birk, Schindlbeck, Hanöffner, Feistl, Möhle, Kankovsky, Asen. 

Entscheidendes Wochenende: EVM muss zweimal ins Allgäu

Donnerstag, 5. Januar 2017
Drei Spieltage vor Ende der BEL-Vorrunde scheint der Kampf um den verbleibenden freien Verzahnungsrunden-Platz (Rang acht) seinen Höhepunkt zu erreichen. Am letzten Doppelwochenende könnte bereits eine Vorentscheidung fallen. Dieses hat es für den EV Moosburg in sich: An Heiligdreikönig müssen die Grün-Gelben nach Memmingen (20 Uhr, Busabfahrt 16 Uhr) und am Sonntag steht beim ESV Buchloe (17 Uhr, Busabfahrt 13.30 Uhr) ein weiteres schweres Allgäu-Gastspiel auf dem Programm.
Lagen die Moosburger nach der Hinrunde mit 22 Punkten voll im Soll, will es in der Rückrunde einfach nicht laufen: Erst neun Zähler wurden bis dato geholt, womit man in der Rückrundentabelle auf dem drittletzten Platz liegt. „Wenn wir wüssten, woran es liegt, würden wir es sofort abstellen“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. Auch der Trainerwechsel – Dimitri Startschew für Petr Kankovsky – hat sich bislang nicht wirklich auf dem Eis bemerkbar gemacht.
Dass der EVM trotz magerer drei Punkten in den vergangenen vier Spielen immer noch den begehrten achten Platz belegt, liegt auch an den wenig überzeugenden Leistungen der Konkurrenten. Während Schongau (12., 25 Punkte) und Passau (11., 26 Punkte) die Teilnahme an der Abstiegsrunde nur noch theoretisch vermeiden können, spüren die Moosburger den Atem von Pegnitz (10., 29 Punkte) und Geretsried (9., 30 Punkte) schon seit Wochen. Letztgenannte treffen am Freitag direkt aufeinander. Was für den EVM bedeutet: Geht man beim Tabellenzweiten Memmingen leer aus, würde man erstmals in die Playdown-Zone rutschen.
Amann: „Man muss realistisch sein: Drei Zähler an diesem Wochenende wären in unserer jetzigen Situation schon ein großer Erfolg.“ Während die Memminger noch immer um Platz eins mitspielen und somit alle Punkte brauchen, ist tabellarisch lediglich bei den einen Platz vor Moosburg rangierenden Buchloern die Luft etwas raus. Die „Pirates“ sicherten sich letzte Woche das vorletzte Ticket für die Aufstiegsrunde. „Ob das ein Vorteil für uns ist, wird sich zeigen“, so der Pressesprecher.
Kein Vorteil ist definitiv der Ausfall von Stürmer Patrice Dlugos, der wegen Bandscheibenproblemen an diesem Wochenende noch fehlen wird. Hiobsbotschaften verbreitete jüngst auch Abwehrmann Bastian Krämmer. Seine Fingerverletzung zieht sich – vor Ende Januar kann Coach Startschew mit ihm nicht rechnen. 

3:4 gegen Schongau - EVM vergibt den nächsten Matchball

Sonntag, 1. Januar 2017
Mit einem ernüchternden Auftritt hat sich der EVM am Freitag vom Jahr 2016 verabschiedet: Bei der 3:4 (2:2, 1:1, 0:1)-Pleite gegen Schongau merkte man den Dreirosenstädtern kaum die Bedeutung dieser Begegnung an. Weil die Konkurrenz wieder mal kollektiv patzte, wurde ein weiterer Matchball im Kampf um Platz acht vergeben.
„Es hilft alles nichts: Das Leben geht weiter, die Liga geht weiter und wir müssen weiter hart arbeiten“, versuchte sich Moosburgs Coach Dimitri Startschew in Durchhalteparolen. Auch er war alles andere erfreut nach teils frustrierenden 60 Minuten, in denen der EVM viel zu selten Mittel fand, die Defensive der EA Schongau ins Wanken zu bringen. Mammuts-Coach Reiner Lohr war entsprechend zufrieden: „Wir haben heute das gespielt, was wir können.“
Wie schon am Zweiten Weihnachtsfeiertag beim ersten vergebenen Matchball in Geretsried mussten die Moosburger zunächst Rückständen hinterherlaufen: Per Powerplay gingen die Gäste nach siebeneinhalb Minuten in Führung. Doch als sich dem EVM kurz darauf selber eine Überzahlchance bot, fackelte Kevin Steiger nicht lange: 1:1 (10.). Noch prompter fiel die Antwort nach Schongaus 1:2, abermals bei einem Mann mehr auf dem Eis, aus: Quasi im sofortigen Gegenzug besorgte Daniel Möhle den erneuten Ausgleich.
Im zweiten Abschnitt kamen die Gastgeber langsam besser ins Spiel – und jetzt klappte es sogar mal mit einer eigenen Führung: Mathias Jeske, aktuell nach Scorerpunkten zweitbester Verteidiger der Liga, markierte nach gut einer halben Stunde das 3:2. Kurz darauf hatte Moosburg wieder eine Powerplay-Chance – die Vorentscheidung? Im Gegenteil: Der Puck wurde hergeschenkt, Schongau konterte, und der Tscheche Milan Kopecky konnte nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Beim folgenden Penalty ließ er Keeper Bernhard Eggerdinger-Hölzl keine Chance.
Als zehn der letzten 20 Minuten absolviert waren, roch es schon nach Verlängerung. Große Chancen gab es auf beiden Seiten kaum, um so mehr ging es körperlich zur Sache. Doch dann konnten die Gäste zum Entsetzen der heimischen Fans die Moosburger Abwehr noch einmal überrumpeln (51.). Und Trainer Lohr („Ich hab’s in der letzten Pause gesagt: Wer das nächste Tor schießt, wird gewinnen“) sollte Recht behalten. Die Brechstange, die der EVM in der Endphase der Partie herausholte – Eggerdinger-Hölzl wurde bereits zweieinhalb Minuten vor Schluss durch einen sechsten Feldspieler ersetzt – brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg.

Tore: 0:1 (7:34) Klein (Schuster, Imminger), 1:1 (9:31) Steiger (Schander, Möhle), 1:2 (17:04) Schierghofer (Fend, Magg), 2:2 (17:25) Möhle (Hanöffner, Birk), 3:2 (32:08) Jeske (Schander, Feistl), 3:3 (34:33) Kopecky (P), 3:4 (50:07) Weinfurtner (Klein, Imminger). Strafminuten: 18/24. Zuschauer: 123.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Ujcik, Jeske, Seidlmayer, Lorenz, Steiger, Ohr; Samanski, Schander, Birk, Schindlbeck, Hanöffner, Feistl, Möhle, Kankovsky, Asen. 

EVM gegen Schongau unter Zugzwang

Freitag, 30. Dezember 2016
„Egal wie – wir brauchen die drei Punkte!“ Mit diesen Worten gibt EVM-Coach Dimitri Startschew die Marschrichtung für das wichtige letzte Heimspiel 2016 am heutigen Freitag (19.30 Uhr) gegen die EA Schongau vor. An Neujahr haben die Grün-Gelben frei.
Was wäre das für ein Befreiungsschlag gewesen: Hätten die Dreirosenstädter das direkte Duell bei den Geretsrieder Riverrats am Zweiten Weihnachtsfeiertag nicht 4:5 verloren, sondern gewonnen, würde der Abstand auf den ersten Verfolger inzwischen fünf Punkte betragen. Wäre, würde, hätte... Realität ist ein Pölsterchen von nur noch einem Zähler, weshalb der Kampf um Platz acht, auf dem immer noch der EV Moosburg steht, an den verbleibenden vier Spieltagen der Bayernliga-Vorrunde zu einem echte Krimi ausarten könnte. „Es wird eng, aber ich bin optimistisch, dass wir das packen“, sagt Startschew.
Da es das Schlussprogramm mit den beiden Auswärtsspielen in Buchloe und Memmingen sowie dem finalen Heimmatch gegen den TEV Miesbach durchaus in sich hat, dürfen sich die Moosburger heute gegen die „Mammuts“ keinen Ausrutscher erlauben. In Schongau landete man Mitte November einen mühsamen 4:2-Erfolg. Kampf, Einsatz, Leidenschaft – mit diesen Eigenschaften hat der Aufsteiger, der derzeit auf Platz zwölf rangiert, heuer schon 22 Punkte geholt. Die Chancen auf die Verzahnungsrunde sind mit neun Zählern Rückstand auf den EVM allerdings nur noch theoretischer Natur. Schongaus Kontingentspieler ist der Tscheche Milan Kopecky, der 2011 schon mal eine halbe Saison – damals noch in der Landesliga – für den EV Moosburg aufgelaufen ist.
Bei der Startschew-Truppe sind bis auf den immer noch an einer Schulterverletzung laborierenden Daniel Simm und den üblichen Langzeitverletzten alle Mann an Bord. „Jeder weiß, um was es geht. Ich werde da keine große Ansprache halten müssen“, ist der Trainer überzeugt. Egal wie, der EV Moosburg braucht die drei Punkte. 

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