Erste

Planungen für die Landesliga laufen - Maier und Eigner kommen

Mittwoch, 16. Mai 2018
Nach sechs Jahren BEL haben beim EV Moosburg die Planungen für die Rückkehr in die Landesliga begonnen. "In der Verzahnungsrunde haben wir zu spüren bekommen, dass zwischen den beiden Ligen keine großen Unterschiede mehr bestehen", sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Entsprechend gelte es jetzt, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, die das Vorrundenziel - ein Platz unter den ersten Fünf in der Landesliga-Gruppe 1, der zur Teilnahme an der Verzahnungsrunde berechtigt - erreichen kann. Erste Neuzugänge stehen bereits fest.
Mit den beiden Landshuter DNL-Spielern Vincenz Maier (19) und Lars Eigner (20) wollen die Dreirosenstädter frischen Wind in die Defensive bringen. Sie gehörten beim EVL-Nachwuchs zu den Leistungsträgern und folgten dem Ruf von Coach Bernie Englbrecht, der sie aus seiner Landshuter Zeit kennt. "Ich bin überzeugt, dass Vincenz und Lars die nötigen Voraussetzungen mitbringen, um uns in der Landesliga weiterzuhelfen", so Englbrecht. Derweil ist die sportliche Leitung der Grün-Gelben auch mit den meisten Spielern aus dem Vorjahreskader in guten Gesprächen. Amann: "In den nächsten Wochen werden wir sicher die eine oder andere Verlängerung bekanntgeben können." Goalie Thomas Hingel (nach Dorfen) und Stürmer Daniel Schander (Passau) werden allerdings nicht dazuzählen. Sie haben sich entschieden, ihre Karriere in der Bayernliga fortzusetzen. "Wir wünschen beiden für ihre Zukunft alles Gute", so der Pressesprecher. Dafür hat ein Rückkehrer bereits grünes Licht gegeben. Sein Name wird demnächst verraten.
Auch wenn die Zusammensetzung der Gruppe 1 noch nicht offiziell vom Verband bestätigt ist, stimmt die Moosburger Verantwortlichen die vorläufige Einteilung ganz positiv: wenige "Weltreisen", dafür einige Derbys - so die Aussichten. Nach dem jetzigen Stand geht es 2018/19 gegen den ERSC Amberg, den EV Dingolfing, den SE Freising, den ESC Hassfurt, den VER Selb 1b, den ESC Vilshofen, den EHC Bad Aibling, den TSV Trostberg, den EV Aich, den ESV Waldkirchen und den EC Pfaffenhofen. Das erste Punktspiel findet voraussichtlich am 12. Oktober statt. 

Trotz Abstieg: Bernie Englbrecht bleibt Trainer in Moosburg

Donnerstag, 29. März 2018
Mit einer Mischung aus Freude und Erleichterung hat der EVM-Vorstand auf die Entscheidung von Bernie Englbrecht reagiert, den Grün-Gelben auch in der Landesliga als Trainer zur Verfügung zu stehen. Außerdem wird der 60-jährige Landshuter 2018/19 die U20-Mannschaft coachen.
„Es ist das erste Mal in meinem Eishockey-Leben, dass ich abgestiegen bin. Da ist wohl klar, dass ich das wiedergutmachen möchte“, sagt der ehemalige Nationaltorwart, der Anfang Januar Dimitri Startschew an der Bande abgelöst hat. Lange überlegen habe er ohnehin nicht müssen, ob er sich die fünfthöchste Spielklasse „antun“ werde: „In der Verzahnungsrunde haben wir ja gesehen, dass in der Landesliga ebenfalls gutes Eishockey gespielt wird.“ Auch deshalb sei er bereit gewesen, den Schritt nach unten mitzugehen.
Englbrecht wird ab der neuen Spielzeit sein Wissen, das er nach seiner aktiven Karriere unter anderem als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft oder als Head-Coach der ehemaligen DEL-Teams Kassel und Hannover gesammelt hat, auch an den ältesten Moosburger Nachwuchs weitergeben: die U20-Mannschaft. „So kann ich talentierte Spieler am besten beobachten und fördern. Wer da seine Leistung bringt, hat auch gute Chancen, den Sprung in die ,Erste' zu schaffen“, kündigt er an.
Ein wunder Punkt der abgelaufenen Saison war zweifelsohne der Fitnesszustand, in dem sich der eine oder andere Akteur der Moosburger Bayernliga-Eishackler befunden hat. Bernie Englbrecht unterstreicht zwar, „dass wir hier nicht bei den Profis“ sind, wer im gehobenen Amateurbereich spielen wolle, „muss für diese sechs Monate aber trotzdem entsprechend leben und trainieren“. Auf das bevorstehende Sommertraining lege er deshalb großen Wert.
Sollte der BEV den bisherigen Modus beibehalten, steht das Saisonziel nach Worten des alten und neuen EVM-Trainers schon fest: in der Landesliga-Vorrunde unter die ersten Fünf kommen und dann in der Verzahnung um die Rückkehr in die BEL mitspielen. Derzeit führt Englbrecht Gespräche mit den Spielern aus dem bisherigen Kader, auch nach möglichen Neuzugängen hat er seine Fühler bereits ausgestreckt. Und was passiert mit der bzw. den Kontingentstellen? „Warten wir erst mal ab, ob, und wenn ja, wie sich Vereine und Verband da einig werden“, so Englbrecht. Es ist allerdings kein Geheimnis, dass er auf der Ausländerposition die nordamerikanische Variante bevorzugt. Was die Personalplanungen betrifft, dürften auf den EV Moosburg also spannende Frühlings- und Sommermonate zukommen. 

3:8 bei Kissinger Wölfen - EVM beendet Runde als Achter

Montag, 12. März 2018
Stets bemüht - viel mehr war seitens des EV Moosburg beim letzten Punktspiel der Saison in Bad Kissingen allerdings nicht geboten. Nach der 3:8 (1:3, 1:3, 1:2)-Pleite beendeten die Grün-Gelben die Verzahnungsrunde als Achter und Letzter. Die Hausherren dagegen stiegen dank dieses Erfolges in die Bayernliga auf.
Wenn man in dieser Partie Spannung finden wollte, musste man schon etwas suchen - wurde aber beispielsweise in der 33. Minute fündig, als Daniel Möhle den EVM auf 2:3 heranbrachte. "Aber da hat uns in der Folge einfach die Geduld gefehlt", kritisierte Trainer Bernie Englbrecht seine Truppe. "Wir waren viel zu offen, weil jeder den Ausgleich erzielen wollte." Die erfahrenen Wölfe, die im ersten und dritten Abschnitt das Geschehen unter Kontrolle hatten, trafen jedoch auch in der stärksten Phase der Gäste: per Doppelschlag (35.). Als ihnen kurz vor der zweiten Sirene gar noch das 6:2 gelang, waren auch die kühnsten Optimisten unter den mitgereisten Moosburger Anhängern ernüchtert.
Die positiven Momente bei den Gästen waren rar gesät: Neben dem Doppelpack von Antreiber Daniel Schander (3./51.) waren dies der erneut nicht nur kämpferisch überzeugende Auftritt von Youngster Tobias Stuckenberger und die Leistungssteigerung des Backup-Goalies Hannes Probst. Nachdem er gleich in der Anfangsphase zweimal hinter sich hatte greifen müssen, fing sich der Vertreter von Thomas Hingel und wurde am Ende sogar zum besten EVM-Akteur gewählt. Das Pech dagegen regelrecht am Schläger zu kleben schien Emil Svec: Drei- bis vier Mal tauchte er völlig alleine vor dem Wölfe-Gehäuse auf, brachte die Scheibe aber nicht im Kasten unter.
Während den Moosburgern der Gang in die Landesliga schon seit Wochen klar ist, gesellten sich an diesem Abend noch zwei weitere Bayernligisten zum Kreis der Absteiger: Pfaffenhofen, das sein "Endspiel" daheim gegen Schweinfurt mit 2:3 verlor, und die Wanderers Germering (nur 4. in der anderen Gruppe). Aus der Moosburger Verzahnungsrunde schafften somit drei Landesligisten den Sprung in die BEL: Bad Kissingen, Schweinfurt und Königsbrunn.

Tore: 1:0 (1:01) Seewald (Nold, Nikitin), 1:1 (2:29) Schander (Möhle), 2:1 (4:25) Kiselev (Zaitsev, Nemirovsky), 3:1 (12:22) Nold (Seewald, Larsson), 3:2 (32:56) Möhle (Schander), 4:2 (34:01) Nold (Seewald, Grönstrand), 5:2 (34:58) Kiselev (Zaitsev), 6:2 (39:44) Seewald (Grönstrand), 7:2 (47:25) Cypas (Nold, Seewald), 7:3 (50:17) Schander (Krämmer), 8:3 (51:01) Zaitsev (Kiselev). Strafminuten: 10/10. Zuschauer: 442.
Aufstellung: Probst, Hingel; Ujcik, Lenczyk, Krämmer, Steiger, Ohr; Möhle, Schander, Michel, Asen, Killermann, Dlugos, Dürr, Svec, Stuckenberger. 

Stark angefangen, dann aber nachgelassen: 2:6-Niederlage gegen Bad Kissingen

Samstag, 10. März 2018
Ein starkes erstes, ein vernünftiges zweites und ein schwaches letztes Drittel – gegen den EC Bad Kissingen schaffte es der EV Moosburg am Freitag abermals nicht, über 60 Minuten eine konstante Leistung abzurufen. So unterlag man am Ende einem wahrlich nicht übermächtigen Gegner mit 2:6 (2:2, 0:2, 0:2).
Nach dem Grippe-bedingten Ausfall von Verteidiger Kevin Steiger war Coach Bernie Englbrecht zu Umstellungen gezwungen. Auf jeden Fall gelohnt hatte sich die Hereinnahme von Jugend-Stürmer Tobias Stuckenberger, der in der dritten Reihe ein gelungenes Erste-Mannschaft-Debüt hinlegte. Moosburg kam gut ins Match und ging bereits nach sechs Minuten durch ein unhaltbares Geschoss von Patrice Dlugos in Führung. Der EVM hatte mehr vom Spiel, die Gäste agierten zunächst vorsichtig. In Überzahl gelang den Wölfen dann aber der Ausgleich (10.). Doch die Hausherren blieben das dominierende Team. Nach einer Viertelstunde „tunnelte“ Daniel Schander den Gäste-Goalie – 2:1. Allerdings nutzten die Unterfranken nur 25 Sekunden später den wohl etwas zu ausgiebigen Jubel der Grün-Gelben – verbunden mit einem Abwehrfehler – und glichen erneut aus.
Im zweiten Abschnitt änderte sich zunächst nicht viel. Doch nach und nach wurden die Lücken in der EVM-Defensive größer – und die Kissinger spielten jetzt ihre ganze internationale Erfahrung aus: In der 29. und 32. Minute zogen die cleveren Gäste auf 2:4 davon. Noch ein paar Mal tauchten die Englbrecht-Schützlinge vor dem Wölfe-Kasten auf, die Scheibe wollte aber nicht mehr über die Linie. Endgültig im Griff hatten die Kissinger die faire Begegnung (jeweils nur drei Strafzeiten) dann in den letzten 20 Minuten. Ein Doppelschlag in Minute 47 reichte ihnen für die Entscheidung. „Und uns hat dann auch die Kraft gefehlt, um noch einmal zurückzukommen“, sagte Moosburgs Coach nach dem Match – dem letzten in der Sparkassen-Arena 2017/18.
Tore: 1:0 (6:06) Dlugos (Michel), 1:1 (9:31) Seewald (Nold), 2:1 (15:51) Schander (Krämmer), 2:2 (16:16) Nemirovsky (Hemmerich), 2:3 (28:40) Hemmerich (Larsson), 2:4 (31:44) Cypas (Hemmerich), 2:5 (46:04) Zaitsev (Seewald, Hemmerich), 2:6 (46:35) Seewald. Strafminuten: 6/6. Zuschauer: 210.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Lenczyk, Ohr, Müller, Krämmer; Stuckenberger, Michel, Möhle, Svec, Schander, Killermann, Asen, Dlugos, Dürr, Herrmann. 

EVM trifft zum Saisonfinale zweimal auf Bad Kissingen

Donnerstag, 8. März 2018
Ein Hauch von Playoff-Atmosphäre kommt zum Finale der Saison 17/18 noch einmal bei Moosburgs Kufenflitzern auf. Denn sowohl am Freitag (19.30 Uhr, Sparkassen-Arena) als auch am Sonntag (18 Uhr; Busabfahrt 12.30 Uhr) heißt der Gegner EC Bad Kissingen. Und dem kann der EVM noch seine Aufstiegsträume vermiesen.
Moosburgs Coach Bernie Engelbrecht ist guter Dinge, dass die Mannschaft an ihre zuletzt guten, aber leider unbelohnten Auftritte anknüpfen und vielleicht doch noch was fürs Punktekonto tun kann. „Wir wollen uns anständig und ehrenvoll aus dieser Saison verabschieden“, fordert er von seinem Team. Die beiden Goalies werden sich zum Finale abwechseln: Thomas Hingel steht am Freitag, Johannes Probst am Sonntag im Kasten.
Dass der EVM nach sechs Jahren BEL in der kommenden Spielzeit wieder der Landesliga angehört, ist für Englbrecht in Bezug auf seine Zukunft beim Verein kein Hindernis: „Ich habe alle Ligen durch, da gibt’s keine Berührungsängste.“ Derzeit führe er entsprechende Gespräche mit dem Vorstand. „Wenn die Richtung stimmt, denke ich schon, dass wir hier trotz des Abstiegs eine gute Zukunft haben können“, so der Trainer. Jetzt müsse jedenfalls ein Neuanfang gemacht werden, „um in ein, zwei Jahren wieder aufzusteigen“. Um auch die eigene Jugend nach oben zu bringen, hat Bernie Englbrecht außerdem angeboten, in der nächsten Saison zusätzlich eine Nachwuchsmannschaft zu trainieren.
Zurück zur Gegenwart: Die internationale Auswahl der Kissinger Wölfe, die über mehr als zehn Spieler verfügt, die ihre Eishockey-Ausbildung außerhalb Deutschlands absolviert haben, geht mit großem Optimismus ins finale Wochenende: „Nach dem Erfolg in Buchloe ist den Saalestädtern der Aufstieg nicht mehr zu nehmen“, teilen sie auf ihrer Homepage mit. Erst nach einem Gedankenstrich kommt der Zusatz: „Zwei Siege gegen Moosburg vorausgesetzt“.
Dass es überhaupt zu einer solchen Doppel-Konstellation kam, lag an der Absage der Kissinger am 9. Februar. An diesem Tag war das Moosburger Heimspiel eigentlich angesetzt gewesen. 

Aufholjagd für die Katz: EVM lässt in Amberg alle drei Punkte liegen

Sonntag, 4. März 2018
Es waren wieder mal die Kleinigkeiten, die den EVM am Freitag in Amberg Punkte gekostet haben. Über weite Strecken der Partie gaben die Gäste den Ton an, torgefährlicher waren allerdings die Hausherren, die sich deshalb am Ende verdient mit 8:5 (3:2, 2:2, 3:1) durchsetzten.
Fünf Auswärts-Tore klingen erst einmal gut, blickt man allerdings auf die Torwartsituation der Amberger, hätten die Moosburger wohl schon noch den einen oder anderen Treffer drauflegen müssen. Weil die beiden Stamm-Goalies ausfielen, stand ERSC-Keeper Nummer drei im Tor – und auch der war nach einer halben Stunde nicht mehr einsetzbar (Schlüsselbeinbruch). Jetzt musste der 17-jährige Jugend-Torwart in den Kasten. Doch diesen Vorteil nutzten die Grün-Gelben nur kurzzeitig aus: Zwar machten die nie aufgebenden Englbrecht-Schützlinge bis zu 45. Minute aus dem 2:5-Rückstand ein respektables 5:5, anschließend wurde das Toreschießen jedoch wieder eingestellt. Mit ein Grund dürfte die Schulterverletzung des bis dato zweifachen Torschützen und Antreibers Tobias Hanöffner gewesen sein, der für den Rest des Spiels ausfiel.
Die letzten zehn Minuten gehörten dann wieder den besonders im Powerplay (dreimal 5:4, drei Tore) starken Oberpfälzern: Obwohl sowohl der sechste als auch der siebte Treffer sehr umstritten waren und zu Protesten bei den Gästen führten, gab der Unparteiische beide Tore – die Vorentscheidung. Da half es auch nichts, dass EVM-Schlussmann Thomas Hingel in den letzten Minuten für einen sechsten Feldspieler vom Eis ging. Die Wild Lions verteidigten die Führung und kamen 71 Sekunden vor der finalen Sirene per Empty-Net-Goal sogar noch zum 8:5.

Tore: 1:0 (5:27) Hampl (Köbele, Bartels), 1:1 (8:43) Hanöffner (Svec, Müller), 2:1 (10:34) Schönberger (Schreier, Bartels), 3:1 (12:48) Köbele (Hampl, Bartels), 3:2 (18:14) Krämmer (Svec), 4:2 (22:57) Aukofer (Schopper), 5:2 (24:55) Schönberger (Köbele, Schreier), 5:3 (25:28) Möhle (Steiger, Svec), 5:4 (33:13) Hanöffner (Krämmer, Svec), 5:5 (44:02) Möhle, 6:5 (49:28) Köbele, 7:5 (53:15) Swadzba (Troglauer, Heilman), 8:5 (58:49) Schönberger (Schreier, Hüttner; ENG). Strafminuten: 6/6+10 Hingel. Zuschauer: 320.
Aufstellung: Hingel, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Krämmer, Ohr, Steiger, Müller, Loidl, Lenczyk; Schander, Svec, Dlugos, Hanöffner, Asen, Killermann, Michel, Möhle. 

Kein Glück im Derby: Knappe 1:2-Niederlage gegen Pfaffenhofen

Sonntag, 4. März 2018
Schön langsam, da ist man sich beim EVM inzwischen einig, wird es Zeit, dass diese Saison zuende geht: Auch im sonntäglichen Heimderby gegen Verzahnungsrunden-Tabellenführer EC Pfaffenhofen gingen die Grün-Gelben leer aus. Dabei waren sie den IceHogs beim 1:2 (1:0, 0:2, 0:0) mindestens ebenbürtig.
"Es war das erwartet schwere Derby", fasste Pfaffenhofens Abteilungsleiter Alexander Dost die zähen 60 Minuten zusammen. Und Moosburgs Coach Bernie Englbrecht wollte seinen Jungs "keine Vorwürfe machen". Einsatz und Willen hätten gestimmt, nur das Ergebnis eben nicht - und die Sache mit dem Toreschießen: Nachdem der EVM zuletzt in zwei Spielen elfmal getroffen hatte, sollte die frühe 1:0-Führung in der 4. Minute, als Emil Svec Daniel Schander mit einem Zuckerpass in Szene gesetzt hatte, der einzige Torjubler des Abends bleiben. Und das, obwohl die Hausherren danach genug Möglichkeiten hatten, sich einen passablen Vorsprung zu erarbeiten.
Von den zuletzt auf einer Erfolgswelle reitenden Gästen war in den ersten 20 Minuten wenig zu sehen. Die machten erst nach dem Pausentee auf sich aufmerksam: Bei einer Powerplay-Situation in Minute 29 "habe ich dann mal Team Kanada aufs Eis geschickt", formulierte es Dost. Was bedeutete: Dillon Duprey und Jake Fardoe lotsten die Scheibe an ihren Landsmann Michael Chemello weiter - und der traf zum Ausgleich.
Sieben Minuten später war es dann abermals die ECP-Kontingentspieler-Fraktion - in leicht anderer Besetzung -, die den Unterschied machte: Diesmal handelte es sich um Duprey und Kenneth Matheson, die Chemello suchten und fanden: 1:2.
Das reichte, um die ersatzgeschwächten Moosburger, bei denen heute zusätzlich noch Tobias Hanöffner, Stefan Loidl und Marc Lenczyk fehlten, auf die Verliererstraße zu schicken. Im letzten Durchgang bemühten sich die Dreirosenstädter zwar nach Kräften, zumindest die Overtime zu erreichen, aber das Defensivkonzept der früh forecheckenden Gäste ging auf. Und weil in der Schlussphase der Akku bei den Gastgebern immer leerer wurde, gab es auch nicht mehr die ganz großen Torgelegenheiten.
Moosburgs Eishackler bleiben in der Verzahnungsrunde C somit weiterhin auf Rang acht. Die Saison beenden wird man am kommenden Freitag (zuhause) und Sonntag (auswärts) mit einem Doppelwochenende gegen Bad Kissingen. Danach kann der Vorstand mit den Planungen für die Landesliga beginnen.

Tore: 1:0 (3:28) Schander (Svec, Möhle), 1:1 (28:07) Chemello (Duprey, Fardoe), 1:2 (34:59) Chemello (Duprey, Matheson). Strafminuten: 10/4+10. Zuschauer: 165.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Ohr, Müller, Krämmer, Hermann; Michel, Möhle, Svec, Schander, Killermann, Asen, Dlugos, Dürr. 

Varecha-Comeback endgültig abgesagt

Donnerstag, 1. März 2018
Der EVM biegt auf die Zielgerade der Eiszeit 2017/18 ein. Vier Spiele an zwei Wochenenden stehen den Grün-Gelben noch bevor, die unbedingt den Keller der Verzahnungsrunde verlassen wollen. Den Auftakt des Schlussprogramms macht am Freitag das Gastspiel beim ERSC Amberg (20 Uhr; Busabfahrt 16 Uhr), am Sonntag um 17.15 Uhr in der Moosburger Sparkassen-Arena ist dann noch mal Derby-Time angesagt – gegen den EC Pfaffenhofen.
Hätte man zuletzt die meistgestellte Frage unter EVM-Fans gekürt, sie hätte zweifelsohne „Spielt Lukas Varecha heute?“ gelautet. Inzwischen kann man diese auch für die noch verbleibenden Partien mit einem klaren „Nein“ beantworten. „Sein Vater hat uns vor ein paar Tagen informiert, dass es Lukas gesundheitlich nicht gut geht und er noch für ein paar Wochen in einem Prager Krankenhaus bleiben muss“, berichtet Pressesprecher Bastian Amann. „Das ist natürlich sehr schade. Wir hätten seinen Torinstinkt wirklich gut gebrauchen können. Aber Priorität hat jetzt natürlich, dass Lukas so schnell wie möglich wieder gesund wird.“
Am Wochenende geht es gegen zwei Teams, denen der EVM in der Hinrunde Punkte abknüpfen konnte: Die Amberger schlug man zuhause mit 5:1, in Pfaffenhofen ergatterten die Englbrecht-Schützlinge bei der 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen immerhin einen Zähler. „Unser Ziel heißt jetzt Platz fünf“, sagt Amann. Dieser könnte noch so etwas wie einen Mini-Strohhalm darstellen, wenn im Sommer Plätze in der Bayernliga frei bzw. zusätzlich geschaffen würden. „Aber prinzipiell“, so der Sprecher, „planen wir natürlich für die Landesliga.“ 

Platz drei trotz 6:5-Penaltysieg über Haßfurt kein Thema mehr

Montag, 26. Februar 2018
Der EVM kann doch noch gewinnen: Nach der jüngsten Negativserie lieferten sich die Grün-Gelben am Sonntag mit den Haßfurt Hawks einen torreichen Schlagabtausch, den das Heimteam im Penaltyschießen mit 6:5 (3:3, 2:0, 0:2, 1:0) für sich entschied. Der sportliche Abstieg in die Landesliga ist inzwischen trotzdem besiegelt.
Dieses Erfolgserlebnis hatten sich die Moosburger Kufencracks nach den zuletzt oft nicht mal schlechten, aber eben immer punktlosen Auftritten verdient: Als David Michel den entscheidenden Penalty verwandelte, wurde endlich mal wieder richtig gejubelt in der Sparkassen-Arena – kleine After-Game-Party vor dem Fanblock inklusive.
Da war der Ärger darüber, dass man überhaupt noch in die Overtime musste, schon wieder verflogen. Denn alleine im zweiten Drittel hatten die Hausherren Torchancen für mehrere Spiele. In fast schon slapstickhafter Manier wurden die Hundert- bis Tausendprozentigen im Minutentakt vergeben. Mittendrin kam zwar auch immer wieder ein Entlastungsangriff der Haßfurter zustande, die stellten sich vor EVM-Goalie Thomas Hingel aber auch nicht besser an. Nachdem beide Teams im ersten Drittel noch eiskalt bei der Chancenauswertung gewesen waren und je dreimal getroffen hatten (Asen, Dlugos und Michel für Moosburg), endete dieser Abschnitt „nur“ mit einem 2:0 für den EVM. Beide Tore besorgte Emil Svec (24./26.), den der Besuch seines Vaters aus Tschechien zusätzlich motiviert zu haben schien.
Im letzten Drittel dominierte zwar weiterhin die Englbrecht-Truppe, aber die Hassfurter meldeten sich durch ihr immer brandgefährliches tschechoslowakisches Duo Sramek/Babkovic mit einem Doppelschlag in der 46. und 48. Minute zurück. Dabei blieb es bis zur Verlängerung – und dem Penaltyschießen.
Da der EV Moosburg nach diesem Spieltag auch rechnerisch nicht mehr Dritter werden kann und Rang vier ebenfalls schon elf Punkte entfernt ist, liegt der Fokus in den verbleibenden vier Partien auf dem fünften Platz. Ob der noch irgendeine Bedeutung in Bezug auf einen Bayernliga-Startplatz haben könnte, wird sich wohl erst im Sommer entscheiden. Derzeit belegt diesen der ERSC Amberg, fünf Punkte vor dem EVM. Das kann sich allerdings schon am kommenden Freitag ändern, wenn die Moosburger bei den Wild Lions in der Oberpfalz zu Gast sind.

Tore: 0:1 (4:40) Franek (Hora, Babkovic), 0:2 (5:45) Sramek (Hora), 1:2 (11:26) Asen (Schander, Killermann), 2:2 (12:01) Dlugos (Ohr, Möhle), 3:2 (16:13) Michel (Möhle, Ohr), 3:3 (16:27) Babkovic (Stach, Hora), 4:3 (23:45) Svec (Möhle, Hanöffner), 5:3 (26:00) Svec (Hanöffner, Möhle), 5:4 (45:54) Sramek (Franek, Hora), 5:5 (47:06) Babkovic (Breyer, Hora), 6:5 (65:00) Michel (P). Strafminuten: 12/6. Zuschauer: 143.
Aufstellung: Hingel, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Krämmer, Ohr, Steiger, Müller; Dürr, Schander, Svec, Dlugos, Herrmann, Hanöffner, Asen, Killermann, Michel, Möhle. 

EVM kassiert in Schweinfurt sechste Pleite in Folge

Sonntag, 25. Februar 2018
Die Moosburger Negativ-Serie nimmt einfach kein Ende: Auch in Schweinfurt waren die Grün-Gelben nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft. Weil vor dem Tor momentan allerdings die Durchschlagskraft fehlt, setzte es dort mit 1:5 (1:2, 0:1, 0:2) die nächste Niederlage. Der EVM ist damit auf den letzten Platz der Verzahnungsrunde abgerutscht.
Die jüngsten Statistiken sind ernüchternd: sechs Pleiten in Folge und in den vergangenen drei Spielen gerade mal vier Törchen. So haben Moosburgs Eishackler in der Bayernliga definitiv nichts verloren. Am Freitag bei den Schweinfurt Mighty Dogs war das Toreschießen wieder mal das Hauptproblem: „Im zweiten Drittel müssen wir normalerweise das Spiel drehen, so überlegen wie wir da waren“, sagte Coach Bernie Englbrecht. „Aber momentan klappt einfach nix.“
Selbst in den letzten 20 Minuten, als die Gastgeber bereits mit 4:1 in Front lagen, hätte der EVM zehn Minuten vor Schluss nach einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen den Schweinfurter Marc Zajic (wegen Bandenchecks) noch einmal zurückkommen können. Doch das fünfminütige Powerplay war zu brav, als dass man den starken ERV-Goalie ernsthaft hätte in Verlegenheit bringen können.
Das einzige Tor der Dreirosenstädter markierte Mitte des ersten Drittels Emil Svec. Nach einem Müller-Zuspiel netzte der Tscheche per Handgelenksschuss zum zwischenzeitlichen 1:2 ein. Einer der wenigen Lichtblick an einem ansonsten betrüblichen Freitagabend. Denn auch personell gab es bis auf die vorzeitige Rückkehr von Martin Dürr kaum Positives zu berichten: Das Comeback von Lukas Varecha musste aus Krankheitsgründen erneut verschoben werden und die Verteidiger Stefan Loidl und Marc Lenczyk fehlten ebenso wie Angreifer Max Retzer. Letztgenannter hatte sich, wie sich im Laufe der Woche herausstellte, in Königsbrunn eine Schultereckgelenkssprengung zugezogen. Die Saison ist damit für ihn beendet.

Tore: 1:0 (6:26) Trolda, 2:0 (9:55) Proks (Kleider, Schäfer), 2:1 (11:02) Svec (Müller), 3:1 (26:18) Trolda, 4:1 (40:37) Campbell (Marquardt), 5:1 (58:49) Campbell (Empy-Net-Goal; Schäfer). Strafminuten: ERV 8 plus 5 plus Spieldauer Zajic (Bandencheck), EVM 8. Zuschauer: 608.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Krämmer, Ohr, Steiger, Müller; Dürr, Schander, Svec, Dlugos, Herrmann, Hanöffner, Asen, Killermann, Michel, Möhle. 

EVM hofft gegen Unterfranken auf Erfolgserlebnisse

Donnerstag, 22. Februar 2018
Da war die Welt noch in Ordnung: Als der EV Moosburg Ende Januar sein „Unterfranken-Wochenende“ bestritt, mischten die Dreirosenstädter an der Tabellenspitze der Verzahnungsrunde mit und hatten besten Chancen, die Klasse zu halten. Jetzt, wenn man am Freitag um 20 Uhr beim ERV Schweinfurt zu Gast ist (Busabfahrt: 15 Uhr) und am Sonntag um 17.15 Uhr den ESC Hassfurt empfängt, sehen die Ziele aus Sicht des Tabellensiebten schon anders aus: nicht aufgeben und an den Rängen vier und fünf dranbleiben. Schließlich könnte sich dadurch im Sommer vielleicht noch ein Hintertürchen in die Bayernliga öffnen.
„Wir brauchen uns nichts vormachen: Auch wenn wir noch ein Spiel mehr zu absolvieren haben als die meisten Konkurrenten, ist der dritte Platz derzeit zu weit weg“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. In Zahlen ausgedrückt: Zehn Punkte fehlen dem EVM sechs Spieltage vor Saisonende auf die Pfaffenhofener IceHogs, die derzeit den Bronze-Rang der Verzahnungsrunde belegen und damit den Klassenerhalt in der Tasche hätten.
Ob die beiden Partien gegen die unterfränkischen Nachbarstädte ähnlich dramatisch werden wie in der Vorrunde, steht noch in den Sternen: Gegen die Schweinfurt Mighty Dogs hatten die Moosburger bis zehn Minuten vor Schluss auf heimischem Eis mit 4:2 geführt, brachen dann jedoch total ein und gingen noch mit 4:8 unter. Ein „Genickbruch“, der es in sich hatte. Seitdem haben die Grün-Gelben keinen einzigen Punkt mehr geholt. Zwei Tage vorher war das Glück noch auf der Seite der Englbrecht-Truppe gewesen: Per defensivem Kraftakt schaukelte man die hauchdünne 6:5-Führung in Hassfurt auch durch das letzte Drittel – der erste Auswärtssieg der Runde war unter Dach und Fach.
„Momentan macht es jedenfalls wenig Sinn, auf die Tabelle zu schauen“, findet Amann. „Das ist eher frustrierend.“ Das Team brauche an diesem Wochenende einfach wieder Erfolgserlebnisse, die man bei den unglücklichen Niederlagen zuletzt in Königsbrunn und daheim gegen Buchloe knapp verpasst hatte. „Es bleibt uns derzeit nichts anderes übrig, als selber Punkte zu holen und auf passende Ergebnisse der Konkurrenz zu hoffen“, so der Sprecher. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. 

Platz drei rückt für EVM nach erneuter Heimpleite in weite Ferne

Montag, 19. Februar 2018
Nach dem zweiten Null-Punkte-Wochenende in Folge ist der Klassenerhalt für den EV Moosburg in weite Ferne gerückt. Auch bei der 2:3 (0:3, 2:0, 0:0)-Heimniederlage gegen die Buchloe Pirates fehlte den Grün-Gelben das nötige Quäntchen Glück. Aufgeben kommt für Coach Englbrecht allerdings nicht in Frage.
Aufgrund des Verlaufs der letzten Spiele ist es Goalie Thomas Hingel inzwischen fast schon gewohnt, in den Schlussminuten vom Eis geholt zu werden. Gegen Buchloe klappte dieses Manöver allerdings nicht. Trotz laufender Strafzeit gegen die Gäste wirkten die Moosburger zu kraftlos und wackelig – „da hätte es sofort gescheppert. Das Risiko war zu groß“, sagte Bernie Englbrecht.
So blieb es beim 2:3. Die zweite Niederlage eines Wochenendes, das eigentlich unter dem Motto „Verlieren verboten“ stand, war besiegelt. Das Glück schien die Moosburger dabei sowohl auf dem Eis als auch außerhalb verlassen zu haben. Die Grippe- und Erkältungswelle sorgte nicht nur für einige angeschlagene Spieler, sondern auch für den Ausfall von Verteidiger Florian Müller, Angreifer Max Retzer und Torjäger Lukas Varecha – der, seit er Ende Januar die Passunterlagen ausgefüllt hat, immer noch nicht zum Einsatz gekommen ist.
Seinen Torinstinkt hätte der EVM diesmal speziell im ersten Drittel brauchen können, als die Gastgeber erschreckend harmlos agierten. Die bittere Niederlage von Königsbrunn schien ihnen noch in den Knochen zu stecken. Die zuletzt auch nicht gerade auf Wolke sieben schwebenden Buchloer hatten jedenfalls wenig Mühe, durch zwei Powerplay-Tore (7./19.) sowie eine schöne Kombination (10.) auf 0:3 davonzuziehen.
Im zweiten Durchgang war von den Dreirosenstädtern wieder mehr zu sehen. Per feiner Einzelleistung inklusive Körpertäuschung verkürzte Emil Svec nach 25 Minuten auf 1:3, und als Daniel Möhle in einer 5:4-Situation zum zweiten Mal für die Hausherren traf, war die Begegnung wieder offen. Gut, dass Thomas Hingel in der Phase auch einen Penalty der Freibeuter entschärfen konnte (35.).
Von Krampf und Kampf um die überlebensnotwendigen Zähler waren dann die letzten 20 Minuten geprägt. Doch so sehr sich die Moosburger auch bemühten – die Tankanzeige schien bereits zehn Minuten vor Schluss auf Reserve zu blinken. Da half dann auch die berühmte Brechstange nichts mehr.
Auch wenn der EVM noch ein Nachholspiel zu absolvieren hat, trennen ihn vom dritten Platz inzwischen zehn Punkte. Der scheint also kein realistisches Ziel mehr zu sein. Da sich aber die Gerüchte bezüglich einer möglichen Aufstockung der Bayernliga bzw. eines erneuten Nichtaufstiegs des Tabellenzweiten Bad Kissingen (zu wenig Nachwuchsmannschaften) mehren, sollte man auch die Plätze vier und fünf nicht aus den Augen verlieren. Trainer Bernie Englbrecht: „Wir machen weiter bis zum letzten Spieltag. Aufgeben ist keine Option.“ Schließlich können die Moosburger theoretisch noch 18 Punkte holen.

Tore: 0:1 (6:08) Dropmann (Zahora, Marek), 0:2 (10:14) Kastenmeier (Krafczyk), 0:3 (18:26) Kastenmeier (Lerchner, Seifert), 1:3 (25:21) Svec, 2:3 (31:54) Möhle (Krämmer, Svec). Strafminuten: 8/12. Zuschauer: 185.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Krämmer, Ohr, Steiger, Lenczyk, Loidl; Schander, Svec, Dlugos, Hermann M., Hanöffner, Asen, Killermann, Michel, Möhle. 

1:4 in Königsbrunn: Zwei Aussetzer kosten EVM mögliche Punkte

Samstag, 17. Februar 2018
Zwei Moosburger Aussetzer zu Beginn des letzten Drittels reichten dem EHC Königsbrunn, auch das Rückspiel für sich zu entscheiden. 4:1 (1:0, 0:1, 3:0) hieß es am Ende von 60 engen Minuten, in denen eine über weite Strecken gute Vorstellung der Gäste nicht belohnt wurde.
Der Geschenkkorb, der ihm zu seinem 60. Geburtstag vom Vorstand überreicht wurde, kam bei EVM-Trainer Bernie Englbrecht zwar gut an, noch mehr hätte er sich aber wohl über gewisse Geschenke seiner Mannschaft gefreut. Die Probleme begannen bereits Donnerstagabend: "Comebacker" Lukas Varecha meldete sich ebenso mit Grippe ab wie Verteidiger Florian Müller. Und da auch hinter den Einsätzen der kränkelnden Thomas Hingel, Kevin Steiger und Max Retzer große Fragezeichen standen, musste man schmerzhafte personelle Engpässe befürchten. Immerhin fuhren die drei Letztgenannten mit.
Auf dem Eis gaben die Moosburger trotz der alles andere als idealen Voraussetzungen einen gleichwertigen Gegner ab, der sich auch vom ersten (Konter-)Tor der Hausherren nicht verunsichern ließ. Diszipliniert in der Defensive (nur eine Strafzeit), engagiert in der Offensive (mehr Torschüsse als die Gastgeber) - so präsentierten sich die Grün-Gelben den rund 500 Zuschauern. Im zweiten Abschnitt waren sie sogar die dominierende Mannschaft mit klarem Chancenplus. Die Königsbrunner Star-Truppe, die durch ihre überfallartigen Angriffe immer gefährlich blieb, konnte sich diesmal aber auf einen gut aufgelegten Keeper verlassen, der seinen Kasten bis zur 34. Minute sauber hielt. Dann markierte Tobias Hanöffner per Nachschuss den überfälligen Treffer zum 1:1. Und auch in der Folge boten sich den Englbrecht-Schützlingen gute Chancen, noch das eine oder andere Tor draufzusetzen - die wurden aber allesamt vergeben. "Schade", sagte der Coach nach der Partie. "Nach dem zweiten Drittel hätten wir eigentlich in Führung liegen müssen."
Zu Beginn der letzten 20 Minuten schienen die Gäste mit dem Kopf noch in der Kabine zu sein: Zweimal ließ man die starken Stürmer der Pinguine ohne großen Widerstand gewähren - und die bedankten sich mit dem 2:1 (41.) und dem 3:1 (43.). Ein Schock, von dem sich der EVM nicht mehr erholte. Zwar wirkten die Dreirosenstädter bis zur Schlusssirene bemüht, noch einmal heranzukommen, große Gefahr strahlten sie jedoch nicht mehr aus. Als Englbrecht in der Schlussminute den trotz seiner Erkrankung stark haltenden Goalie Hingel auf die Bank geholt hatte, beendeten die Königsbrunner die Partie - wie auch im Hinspiel - mit einem Schuss ins leere Tor.

Tore: 1:0 (8:20) Trupp H. (Lieb, Trupp C.), 1:1 (33:17) Hanöffner (Svec), 2:1 (40:47) Zimmermann P. (Fettinger, Trupp H.), 3:1 (42:28) Carciola (Fischer), 4:1 (59:00) Szwez (EN). Strafminuten: 8/2. Zuschauer: 525.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Fink, Krämmer, Ohr, Steiger, Lenczyk, Loidl; Schander, Svec, Dlugos, Hermann M., Hanöffner, Asen, Killermann, Retzer, Michel, Möhle. 

Jetzt müssen Punkte her: EVM in Königsbrunn und daheim gegen Buchloe

Donnerstag, 15. Februar 2018
Verlieren verboten! Acht Spieltage vor Ende der Saison steht der EV Moosburg vor einem richtungsweisenden Wochenende: Zum Rückrunden-Start der Verzahnungsrunde geht’s zunächst am Freitag nach Königbrunn (20 Uhr), am Sonntag empfangen die Grün-Gelben dann um 17.15 Uhr den ESV Buchloe. Beim Blick auf die Tabelle wird klar: Beide Partien gehören zur Kategorie Sechs-Punkte-Spiel.
Hätte Bernie Englbrecht vor einigen Wochen nicht die Trainerstelle beim EVM übernommen, könnte er am Freitag groß feiern: Der frühere Nationalmannschafts-Goalie wird nämlich 60 Jahre alt. Doch die Festivitäten werden wohl etwas kleiner ausfallen – um 16.30 Uhr ist Busabfahrt zum wichtigen Playdown-Spiel beim EHC Königsbrunn. „Das wird ein ganz entscheidendes Wochenende“, sagt der Coach. „Wenn wir nicht ausreichend punkten, sieht’s zappenduster aus. So ist die Lage.“
Mit sieben Zählern aus den bisherigen sechs Spielen belegen die Moosburg Platz sechs. Der rettende dritte Platz ist derzeit fünf Punkte entfernt, allerdings haben die Dreirosenstädter auch noch das Nachholspiel gegen Bad Kissingen zu absolvieren. Aber auf dieses hätte man in Moosburg gerne verzichtet. Die kurzfristige Absage und einige Fragezeichen hinter fehlenden Spielern der Unterfranken weckten doch die Hoffnung, dass der Verband das Match für den EVM werten könnte. Am Dienstag dann jedoch die Nachricht: Es muss am 9. März nachgeholt werden.
Doch vor dem finalen Doppelpack gegen den Tabellenführer – das sind die Kissinger Wölfe momentan – bekommt es die Englbrecht-Truppe jetzt erst mal mit dem Zweiten zu tun. Zuhause gegen die Königsbrunner Pinguine schrammte man beim 6:8 denkbar knapp an Zählbarem vorbei. Der Trainer weiß auch warum: „Die vielen Strafen haben uns aus der Bahn gebracht.“ Beim EHC fordert er deshalb mehr Disziplin von seinen Jungs, wenn es darum geht, die stürmenden Ex-Profis wie Fabio Carciola, Jeffrey Szwez oder Matthias Forster in den Griff zu kriegen.
Von Rückkehrer Lukas Varecha erwartet sich Bernie Englbrecht derweil in der eigenen Offensive wichtige Impulse. „Das, was ich bisher vom ihm gesehen habe, stimmt mich schon optimistisch, dass er uns weiterhelfen kann.“ Er laborierte unter der Woche allerdings ebenso wie einige andere Moosburger an einem grippalen Infekt. Am Mittwoch waren nur 14 Spieler im Training, der Coach hofft allerdings, dass der eine oder andere bis zum Wochenende wieder fit ist.
Besser präsentieren als in den vergangenen beiden Aufeinandertreffen mit dem ESV Buchloe will sich der EVM am Sonntag, wenn die Pirates in die Sparkassen-Arena kommen. 2:11 und 4:9 – mit diesen ziemlich deutlichen Resultaten musste man sich zuletzt bei den auf Platz fünf rangierenden Freibeutern geschlagen geben. Der Grund waren für Englbrecht in beiden Spielen „jeweils zehn Minuten, in denen nichts funktioniert hat“. Durchhänger, die man sich im Kampf um den Klassenerhalt einfach nicht erlauben könne. Doch so mager die Bilanz auswärts gegen den ESV aussieht – auf heimischem Eis tun sich die Moosburger gegen Buchloe meistens leichter. So auch heuer in der Hauptrunde, als man – noch unter Dimitri Startschew – Mitte November mit 4:3 nach Penaltyschießen den ersten Heimsieg der Saison gefeiert hat. 

Bad-Kissingen-Spiel wird am 9. März nachgeholt

Mittwoch, 14. Februar 2018
Das am vergangenen Freitag von den Gästen abgesagte Verzahnungsrunden-Spiel zwischen dem EVM und dem EC Bad Kissingen wird am Freitag, 9. März, um 19.30 Uhr in der Sparkassen-Arena nachgeholt. Zu dieser Entscheidung kam am Dienstag der BEV. Damit bekommen es die Moosburger am letzten Punktspielwochenende dieser Saison gleich zweimal mit dem aktuellen Spitzenreiter zu tun. Denn am Sonntag, 11. März, müssen die Englbrecht-Schützlinge um 18 Uhr in Unterfranken antreten. Im Raum stand in den vergangenen Tagen auch eine Wertung der Partie zugunsten der Moosburger. Doch seitens des EC Bad Kissingen wurden wohl alle für die (sehr kurzfristige) Absage nötigen Atteste der verletzten bzw. erkrankten Spieler vorgelegt. "Wir akzeptieren die Verbandsentscheidung natürlich", sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Sonderlich glücklich sei man mit der aus der Absage resultierenden Situation allerdings nicht. 

Heimspiel gegen Bad Kissingen abgesagt

Freitag, 9. Februar 2018
Achtung: Das heutige Heimspiel des EV Moosburg gegen den EC Bad Kissingen wurde von den Gästen abgesagt. Als Grund wurden zu viele verletzte, kranke bzw. beruflich verhinderte Spieler angegeben. Die Absage hat inzwischen auch die Spielgruppenleitung des BEV bestätigt. Ein Nachholtermin ist noch nicht bekannt. 

EVM hofft gegen Bad Kissingen auf den Varecha-Effekt

Donnerstag, 8. Februar 2018
Der knallharte Kampf um den Klassenerhalt in der Bayernliga macht’s nötig: Im letzten Hinrunden-Spiel der Verzahnungsrunde am Freitag zuhause gegen Tabellenführer EC Bad Kissingen (19.30 Uhr) wird der EV Moosburg mit drei Kontingentspielern auflaufen – wobei der Gegner aus Unterfranken sogar noch deutlich mehr internationale Erfahrung aufs Eis bringt.
Die Freude in der Mannschaft und in den sozialen Netzwerken war groß, als Anfang der Woche durchsickerte, dass mit Lukas Varecha der Moosburger Topscorer der BEL-Saison 2015/16 (31 Tore, 30 Assists) sein Comeback in der Dreirosenstadt gibt. „Obwohl Lukas nach dem Oberliga-Aufstieg mit Memmingen heuer eigentlich gar nicht Eishockey spielen wollte, hat es uns umso mehr gefreut, dass er sich bei unserem Vorstand gemeldet und seine Hilfe für den Abstiegskampf angeboten hat“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. „Er kennt das Umfeld und bringt viel Qualität in unsere Offensive.“ Neben David Michel und Emil Svec ist Varecha nun der dritte Tscheche im EVM-Kader.
Im Team der Kissinger Wölfe, die aufgrund ihrer Transferpolitik im bayerischen Eishockey einen Beliebtheitsgrad erreicht haben, der mit dem von RB Leipzig im Fußball vergleichbar ist, finden sich gleich mehr als zehn Spieler, die ihre Eishockey-Ausbildung außerhalb Deutschlands genossen haben – von Schweden über Kanada und Litauen bis Russland. „Ich bin dem Verband ein Dorn im Auge, das weiß ich“, sagt der Vereinschef und Co-Trainer der Bad Kissinger, Michael Rosin. Aber ihm gehe es nun mal darum, „in der Region hochwertiges Eishockey zu zeigen“.
In der Verzahnungsrunde gelingt das den Wölfen bislang ganz gut: Mit 15 Punkten führen sie die Tabelle souverän an. Lediglich in Pfaffenhofen haben sie sich einen Ausrutscher (1:2) geleistet. „Wir müssen von Beginn an hellwach sein“, weiß Amann. „Es gilt zu verhindern, dass die Kissinger ihr Spiel aufziehen“. Auch wenn die jüngst dreimal in Folge sieglosen Grün-Gelben gegen die Unterfranken nur Außenseiter sind, hofft der EVM-Sprecher, dass nicht zuletzt durch die Verpflichtung von Lukas Varecha ein Ruck durch die Mannschaft geht: „Mit drei Punkten wären wir wieder im Geschäft. Noch können wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen.“ 

Bittere 6:8-Pleite gegen Königsbrunn - Varecha kehrt zurück

Montag, 5. Februar 2018
Nächster Rückschlag für den EVM im Kampf um den Klassenerhalt: Trotz eines engagierten Auftritts und einer starken Aufholjagd im letzten Drittel mussten sich die Grün-Gelben am Sonntag auf heimischem Eis den Königsbrunner Pinguinen mit 6:8 (2:1, 1:5, 3:2) geschlagen geben. Nach der dritten Niederlage in Folge rutschten die Moosburg auf Rang sechs ab.
Deutlich stärker als bei der Klatsche in Buchloe präsentierten sich die Hausherren im ersten Drittel. Coach Bernie Englbrecht konnte deshalb anschließend auch nur die Chancenverwertung in dieser Phase kritisieren. 20 Minuten lang spielte eigentlich nur der EVM, ließ lediglich Entlastungsangriffe der Königsbrunner zu. Dass ein solcher nach neun Minuten die Gäste-Führung brachte, kümmerte die Moosburger wenig. Sie hielten weiter an ihrem Offensiv-Konzept fest und kamen kurz darauf durch Daniel Möhle zum überfälligen Ausgleich. Sieben Minuten später schlug abermals die zweite Reihe um Neuzugang Emil Svec zu: Nach einem Pass von Tobias Hanöffner auf Svec bediente dieser erneut Möhle – 2:1. Alles lief soweit nach Plan, allerdings war der Vorsprung ein bisschen dünn.
Nach dem Seitenwechsel meldeten sich die Gastgeber gleich mit einem Pfostenschuss zurück. Doch als Ex-DEL-Profi Fabio Carciola nicht ausreichend attackiert wurde, glich er nach 25 Minuten auf 2:2 aus. Aber der EVM ließ nicht locker: Nur 30 Sekunden später traf die bereits in Buchloe gut aufgelegte dritte Reihe in Person von Jakob Killermann zur erneuten Führung. Die Gäste allerdings wurden minütlich stärker und drehten die Partie: Nach zwei Aussetzern in der Moosburger Defensive stand es in Minute 34 plötzlich 3:4. Hinzu kamen nun auch noch zwei äußerst umstrittene Strafzeiten, durch die die Englbrecht-Schützlinge nun eine 3:5-Unterzahl überstehen mussten – aber das schafften sie nicht: Der über ausreichend DEL2-Erfahrung verfügende Matthias Forster komplettierte mit zwei Powerplay-Toren seinen Hattrick und sorgte somit für die vermeintliche Vorentscheidung.
Doch moralisch ist die Moosburger Mannschaft voll intakt. Das bewiesen die letzten 20 Minuten: Mit viel Wut kamen die Hausherren aus der Kabine und sorgten nun für ähnliche Belagerungszustände wie im ersten Abschnitt. Die Belohnung: Alexander Asen (45.), Daniel Schander (46.) und schließlich Emil Svec mit einem feinen Schlenzer (52.) schafften den nur noch von einigen Optimisten für möglich gehaltenen Ausgleich. Umso bitterer, dass nur eine Minute später in der Defensive wieder gepennt wurde – was die Pinguine mit dem 6:7 bestraften. Das letzte Moosburger Aufbäumen blieb bis zur Schlusssirene wirkungslos. Als Keeper Thomas Hingel seinen Kasten für einen sechsten Spieler verlassen hatte, gelang dem EHC mit einem Empty-Net-Goal eine Sekunde vor Schluss sogar noch ein achtes Tor.
Eine gute Nachricht gaben die Moosburger Verantwortlichen bei der Pressekonferenz bekannt: Goalgetter Lukas Varecha, der bereits 2015/16 für den EVM gespielt und dabei 61 Punkte erzielt hat, wird das Team in den verbleibenden acht Playdown-Spielen verstärken. Bereits am kommenden Freitag im Heimspiel gegen Tabellenführer Bad Kissingen ist sein Debüt geplant.

Tore: 0:1 (8:25) Carciola (Hruzik, Szwez), 1:1 (10:08) Möhle (Svec, Hanöffner), 2:1 (17:07) Möhle (Svec, Hanöffner), 2:2 (25:32) Carciola (Fischer, Szwez), 3:2 (26:02) Killermann (Retzer, Asen), 3:3 (29:53) Zimmermann D. (Zimmermann P., Streicher), 3:4 (33:52) Forster, 3:5 (36:17) Forster (5-3; Fischer, Carciola), 3:6 (37:21) Forster (5-4; Hruzik, Szwez), 4:6 (44:27) Asen (Killermann), 5:6 (45:18) Schander (Michel, Dlugos), 6:6 (51:21) Svec (5-4; Krämmer, Schander), 6:7 (52:33) Fettinger (Zimmermann P., Streicher), 6:8 (59:59) Fischer (ENG). Strafminuten: 8/8. Zuschauer: 172.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Krämmer, Müller, Steiger, Lenczyk, Ohr; Killermann, Dlugos, Hanöffner, Schander, Michel, Svec, Möhle, Asen, Retzer, Azimov, Herrmann M. 

Fünf Gegentore in fünf rabenschwarzen Minuten

Samstag, 3. Februar 2018
Durch einen fünfminütigen Blackout im ersten Drittel brachte sich der EV Moosburg am Freitag frühzeitig um die Chance, beim ESV Buchloe zu punkten. Die Pirates gewannen die Partie verdientermaßen mit 9:4 (5:0, 1:3, 3:1) und zogen damit in der Tabelle an den Dreirosenstädtern vorbei.
„Nach zehn Minuten war das Spiel eigentlich entschieden“, bilanzierte Moosburgs Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz. „Wir waren viel zu offen und haben viele leichte Tore kassiert.“ Damit knüpften die Moosburger leider an das desaströse letzte Drittel (0:7) des finalen Vorrundenmatches bei den Buchloern vor drei Wochen an - und das, obwohl die ersten fünf Minuten gar nicht so schlecht aussahen. Doch dann fabrizierten die Hausherren mehr oder weniger aus dem Nichts einen Doppelschlag, von denen sich die Grün-Gelben nicht mehr erholten. Es folgte – wie schon gegen Schweinfurt – eine äußerst ärgerliche Bankstrafe wegen sechs Mann auf dem Eis; und kurz darauf musste Patrice Dlugos wegen eines Fouls in die Kühlbox. Buchloe sagte Danke, erhöhte zunächst bei 5:3 auf 3:0 und keine Minute später (5:4) auf 4:0. Thomas Hingel, der die vielen Tore auch nicht verhindern konnte, machte Platz für seinen Backup Johannes Probst, der sogleich eiskalt durch einen Gegenangriff erwischt wurde (11.). Ein Debakel bahnte sich an.
Immerhin konnten die Gäste in der Folge die Begegnung etwas beruhigen. Nach dem ersten Seitenwechsel kam nun auch der EVM zu Chancen: Neuzugang Emil Svec bediente Abwehrmann Florian Müller mustergültig – 1:5. Doch die Gastgeber stellten nur wenige Sekunden später den alten Abstand wieder her. Ende des zweiten Abschnitts mehrten sich dann die Undiszipliniertheiten bei den Pirates. Und zumindest das Moosburger Powerplay funktionierte: David Michel (38.) und Daniel Schander (40.) brachten die Gäste jeweils in Überzahl auf 3:6 heran.
Doch Spannung wollte in den letzten 20 Minuten nicht mehr aufkommen. Obwohl sich die Englbrecht-Truppe durchaus noch etwas vorgenommen hatte, kamen die Pirates nur 42 Sekunden nach Wiederbeginn mit ihrem siebten Treffer zur Vorentscheidung. Um zwei weitere Tore konnten sie den Vorsprung in der Schlussphase sogar noch ausbauen. Der Schlusspunkt immerhin war den Dreirosenstädtern vorbehalten: Kevin Steiger sorgte bei 4:3-Überzahl fünf Minuten vor dem Ende mit dem 4:9 für Ergebniskosmetik.

Tore: 1:0 (5:34) Vaitl (Raß, Krafczyk), 2:0 (6:15) Zahora (Marek), 3:0 (7:46) Krafczyk (5-3; Dropmann, Vaitl), 4:0 (8:42) Marek (5-4; Zahora, Beslic), 5:0 (10:26) Hermann (Krafczyk, Vaitl), 5:1 (24:25) Müller (4-4; Svec), 6:1 (24:59) Zahora (4-4), 6:2 (37:06) Michel (5-4; Dlugos), 6:3 (39:46) Schander (5-4; Möhle, Hanöffner), 7:3 (40:42) Marek (Zahora, Seifert), 8:3 (44:30) Weigant (Beslic), 9:3 (52:50) Krafczyk (Vaitl), 9:4 (55:19) Steiger (4-3; Michel, Ujcik). Strafminuten: 14/12. Zuschauer: 224.
Aufstellung: Hingel, Probst (ab 8:42); Ujcik, Krämmer, Müller, Steiger, Lenczyk, Ohr; Killermann, Dlugos, Hanöffner, Schander, Michel, Svec, Möhle, Asen, Retzer, Azimov, Herrmann M. 

EVM geht mit neuem Kontingentspieler ins dritte Wochenende

Donnerstag, 1. Februar 2018
Kurz bevor am 31. Januar das Transferfenster geschlossen wurde, hat der EVM noch einmal Verstärkung für die Offensive geholt: Vom slowakischen Extraliga-Club MsHK Zilina wechselte der Tscheche Emil Svec (23) nach Moosburg. Er übernimmt die Kontingentstelle von Josef Kankovsky, der heuer nicht mehr für die Grün-Gelben auflaufen wird.
Damit kann der EV Moosburg in das dritte Verzahnungsrunden-Wochenende wieder mit zwei Ausländern gehen. „Emil ist ein Typ, wie wir ihn in der Offensive noch nicht haben“, sagt Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger über den 1,93 Meter großen und 92 Kilogramm schweren Angreifer, der das Eishockeyspielen in Budweis gelernt hat. Schon sein Vater Emil Svec sen. war in Moosburg: In den 90er Jahren stürmte er an der Seite von EVM-Vorstand Bernhard Loidl für den EV Aich. Über Unterstützer Johann Stäringer und Ex-Spieler Edi Buzek kamen dann die Verbindungen zu seinem Sohn zustande. Zuletzt war Svec jun. an den Zweitligisten HK Michalovce ausgeliehen.
Für Moosburgs Coach Bernie Englbrecht kommt diese Verstärkung wie gerufen. Auch wenn sich mit den zuletzt angeschlagenen Philipp Ujcik und Max Retzer zwei Akteure zurückgemeldet haben, mussten die Dreirosenstädter unter der Woche auch eine personelle Hiobsbotschaft verkraften: Stürmer Martin Dürr hat sich gegen Schweinfurt die Patellasehne angerissen und fällt somit vier bis sechs Wochen aus.
Und die Aufgaben haben es auch an diesem Wochenende in sich: Am Freitag ist der EVM bei einem Bayernligisten zu Gast – dem ESV Buchloe (20 Uhr; Busabfahrt 16.15 Uhr). Die Pirates haben Englbrecht zu dessen Einstand vor zwei Wochen bekanntlich eine ziemlich kalte Dusche verpasst: 11:2 hieß es am Ende für den ESV. Da es sich dabei lediglich um das letzte Vorrundenspiel gehandelt hat, ist davon auszugehen, dass die Moosburger diesmal schon anders auftreten werden.
Einige große Namen gibt es am Sonntag um 17.15 Uhr in der Sparkassen-Arena zu sehen, wenn der prominent besetzte EHC Königsbrunn zu Gast ist. Pinguine-Coach Fabio Carciola, der selber fast 400 DEL-Spiele bestritten hat und 2007 Deutscher Meister wurde, hat Spieler wie Matthias Forster (Deutscher Meister 2005), Jeffrey Szwez (125 DEL-Spiele) oder die amerikanischen Brüder Chad und Hayden Trupp im Kader. Dass aber auch die Königsbrunner nur mit Wasser kochen, lässt ihr mühsamer 7:5-Heimsieg über den EC Pfaffenhofen vermuten. Mit einem Zähler Rückstand belegen sie in der Tabelle hinter dem EVM Rang vier.
Für die Dreirosenstädter könnte dieses Wochenende schon von richtungsweisender Bedeutung sein. Wenn am nächsten Freitag das letzte Hinrundenspiel gegen Bad Kissingen auf dem Programm steht, will die Englbrecht-Truppe natürlich weiter auf einem Stockerl-Platz stehen. 

Stellungnahme des Eissportvereins Moosburg e.V.

Dienstag, 30. Januar 2018
Die seitens des ESC Haßfurt veröffentlichten, angeblichen Äußerungen von EVM-Trainer Bernie Englbrecht über den verletzten ESC-Spieler Petr Krepelka kann der EV Moosburg - auch aufgrund der Diskussionen in den sozialen Netzwerken - so nicht stehen lassen. In dem auf der Hawks-Homepage erschienenen Artikel heißt es unter anderem, Englbrecht hätte gesagt, es interessiere „niemand in der Welt“ ob die Haßfurter „einen Querschnittsgelähmten haben oder nicht“. Unsere Coach dazu: "So habe ich mich nicht geäußert und so würde ich mich auch nie über einen verletzten Eishockeyspieler äußern." Es sei ihm in dem Gespräch mit einem ihm namentlich nicht bekannten ESC-Verantwortlichen ausschließlich um die Aufwärmtrikots (die alle gleich aussehen und die Nummer 28 sowie den Namen "Krepelka" tragen) und nie um eine einzelne Person gegangen. Englbrecht hatte sich deshalb kritisch geäußert, weil die Trikots ein genaues Beobachten der Haßfurter Mannschaft in der Aufwärmphase unmöglich machen. Außerdem entsprechen sie nicht den Regeln des BEV. Deshalb hat der EV Moosburg auch eine Zusatzmeldung verfasst. "Wenn der Haßfurter Funktionär behauptet, ich hätte mich negativ über den Spieler Krepelka geäußert, dann macht er eine Falschaussage", so Bernie Englbrecht weiter. Er sei durchaus bereit, sich für einen Fehler, den er gemacht habe, zu entschuldigen. "Aber hier gibt es keine Aussage, für die ich mich entschuldigen müsste." Außerdem sei er erst seit zwei Wochen in Moosburg und habe vom Schicksal des Spielers Petr Krepelka nichts gewusst.
Unabhängig davon hat es laut Englbrecht überhaupt kein Gespräch mit einem ESC-Verantwortlichen nach Spielende gegeben. "Wir haben lediglich kurz nach dem Warmlaufen miteinander geredet", sagt der Coach. Sein abschließender Appell: "Eishockey ist nur ein Spiel. Freilich will man immer gewinnen. Aber man soll keine Falschmeldungen über andere Personen verbreiten - auch, wenn mal verloren wird."
Bastian Amann
Pressesprecher 

4:8 statt 4:2 - Moosburg gibt Führung in der Schlussphase noch aus der Hand

Montag, 29. Januar 2018
Bis zehn Minuten vor dem Ende sah es ganz danach, als könnte der EVM seine Erfolgsserie in der Verzahnungsrunde auch gegen den ERV Schweinfurt fortsetzen. Doch drei Strafzeiten brachen den Moosburgern in dieser Phase das Genick – und aus einer 4:2-Führung wurde in wenigen Minuten eine bittere 4:8 (0:0, 3:2, 1:6)-Heimpleite.
ERV-Spielertrainer Marc Zajic brauchte bei der Pressekonferenz ein paar Sekunden, um Worte für diese Schlussphase zu finden: „Ich muss sagen, dass ich so etwas in den letzten 20 Jahren nicht erlebt habe. Toll, wie wir zurückgekommen sind.“ Bernie Englbrecht war bedient: „Uns ist die Kraft ausgegangen. Und wenn man sich solche Strafen einfängt, verliert man so ein Spiel halt noch.“
Der „Genickbruch“ dürfte die Bankstrafe in der 51. Minute gewesen sein: Als die Moosburger bereits ein Mann weniger waren, standen sie nach einem Wechselfehler trotzdem mit fünf Spielern auf dem Eis. Schweinfurt verkürzte bei doppelter Überzahl auf 3:4 – und weil die Gastgeber unmittelbar darauf die nächste Strafzeit kassierten, durften es die Mighty Dogs erneut mit zwei Mann mehr probieren: 4:4 (52.). Die Grün-Gelben wirkten wie gelähmt. Auch wenn es in der Folge bei 4:4 weiterging, wollte den Englbrecht-Schützlingen nichts mehr gelingen. ERV-Kanadier Dion Campbell nutzte die Verunsicherung gnadenlos aus und drehte mit seinem Doppelpack (53.) die Partie endgültig. Der EVM-Coach probierte zwar noch einmal alles, nahm Goalie Thomas Hingel bereits drei Minuten vor Schluss vom Eis, doch Tore gelangen nur noch den Unterfranken: Zweimal versenkten sie die Scheibe im leeren Moosburger Gehäuse.
Damit brachten sich die Hausherren selbst um ihren Lohn: Zweieinhalb Drittel lang lieferten sie nämlich eine mehr als ordentliche Leistung gegen die Mighty Dogs ab. Nach einem torlosen ersten Abschnitt – einziger Aufreger: ein vergebener Penalty von Moosburgs Jakob Killermann – markierte Daniel Möhle gleich zu Beginn der zweiten 20 Minuten die verdiente 1:0-Führung. Vom Schweinfurter Ausgleich ließ man sich nicht groß beeindrucken, sondern erhöhte den Druck: Tobias Hanöffner (28.) und abermals Möhle per Powerplay (31.) bauten den Vorsprung auf 3:1 aus. Selbst der zweite ERV-Treffer durch den tschechischen Neuzugang Marek Proks kurz vorm zweiten Pausentee war zu verkraften – weil der EVM die Begegnung im Griff zu haben schien. Daniel Schanders 4:2 (47.) war allerdings der letzte Anlass für den Stadion-DJ, die Tormusik erklingen zu lassen. Die folgenden sechs Jubelgesänge kamen ausschließlich aus dem Gästeblock.
Tabellarisch sieht es für den EV Moosburg trotz der ersten Heimpleite weiterhin ganz gut aus: Mit sieben Zählern aus vier Spielen belegen die Dreirosenstädter Rang drei der Verzahnungs-Gruppe C. Dieser Platz würde für den Klassenerhalt reichen.

Tore: 1:0 (21:24) Möhle (Hanöffner, Dürr), 1:1 (24:40) Proks (Trolda), 2:1 (27:52) Hanöffner (Dürr, Möhle), 3:1 (30:51) Möhle (5-4; Hanöffner, Krämmer), 3:2 (35:51) Proks (Adam), 4:2 (46:13) Schander (5-4; Müller, Steiger), 4:3 (50:56) Proks (5-3; Trolda), 4:4 (51:23) Zajic (5-3; Campbell), 4:5 (52:16) Campbell (4-4; Kohl), 4:6 (52:58) Campbell (4-4; Proks, Kleider), 4:7 (57:36) Kohl (Campbell, Schäfer), 4:8 (59:01) Amrhein (4-5). Strafminuten: 14/20. Zuschauer: 258.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Steiger, Ohr, Müller; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Asen, Killermann, Dlugos, Herrmann M., Retzer, Dürr, Azimov. 

6:5 - EVM nimmt aus Hassfurt alle drei Punkte mit

Sonntag, 28. Januar 2018
Der EVM sorgt in der Verzahnungsrunde weiter für Furore: Am Freitag gewann die Englbrecht-Truppe nach einem „Krimi auf Kufen“ bei den Hassfurt Hawks mit 6:5 (2:1, 4:4, 0:0). Durch diesen nicht unbedingt eingeplanten Dreier übernahmen die Moosburger wieder die Tabellenführung.
Dabei waren die personellen Voraussetzungen wahrlich nicht die besten: Dass mit Hermann Azimov und Josef Kankovsky zwei Stürmer sowie mit Stefan Loidl und Philipp Ujcik zwei Verteidiger fehlen würden, war klar. Die kurzfristige berufliche Absage von Abwehrmann Florian Müller warf das Konzept des Coaches dann aber völlig über den Haufen. Doch Bernie Englbrecht nahm's gelassen: „Dann ändern wir halt noch was.“
Dass die Gäste so gut in die Partie kommen würden, lag nicht zuletzt auch am sichtlich nervösen und kurzfristig vom Nachbarn Schweinfurt verpflichteten Keeper der Hassfurter: Bei den Schüssen von Jakob Killermann (2.) und Daniel Schander (3.) machte Michael Tscherepanow keine gute Figur - und so lag der EVM plötzlich mit 0:2 vorne. Auch von den Feldspielern der Hawks war zunächst nicht viel zu sehen. Erst nach zehn Minuten zogen die vier Kontingentspieler erstmals ihre gefürchteten Offensivkombinationen auf. Der 1:2-Anschluss glückte den Hausherren allerdings erst via Powerplay in der Schlussphase des ersten Durchgangs.
Im zweiten Drittel waren die Rollen schnell verteilt: Die Hawks machten das Spiel, Moosburg lauerte auf Konter. Denn: So dominant die Gastgeber in der Offensive auftraten, leisteten sie sich doch häufig Puckverluste. So auch in einer Unterzahlsituation nach 23 Minuten: Martin Dürr eroberte die Scheibe und bediente David Michel, der schnörkellos vollendete. Nachdem Hassfurt auf 2:3 verkürzt hatte (27.), schlug nur eine Minute später erneut Schander zu. Und es ging weiter rund: Bei angezeigter Strafe gegen den EVM gelang den Hawks das 3:4 (32.). Als sich ihnen in einer weiteren numerischen Überlegenheit sogar die Chance zum Ausgleich bot, hatten sie die Rechnung ohne Michel gemacht: Moosburgs Torjäger stibitzte die Scheibe - 3:5 (37.). Und als ihm in der 40. Minute sogar der sechste Treffer gelang, schien in diesem kuriosen Mitteldrittel die Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch anstatt den Vorsprung noch 58 Sekunden lang ruhig zu verteidigen, ging bei den Gästen wieder jegliche Ordnung flöten. Innerhalb einer halben Minute kam der ESC per Doppelschlag wieder heran.
Entsprechend spannend verlief der Schlussabschnitt. Tore allerdings wollten auf beiden Seiten keine mehr fallen. Als sich bei 59:59 das Moosburger Gehäuse selbstständig gemacht hatte, spekulierten die knapp 400 Zuschauer auf einen möglichen Penalty. Doch das Unparteiischen-Gespann ließ sich von der Hexenkessel-Atmosphäre nicht anstecken. Kein technisches Tor und auch kein Penalty hieß es nach kurzer Beratung - nur Bully. Eine Sekunde später ertönte dann die von den Grün-Gelben so sehnlich erwartete Schlusssirene.

Tore: 0:1 (1:29) Killermann, 0:2 (2:29) Schander, 1:2 (18:06) Babkovic (Franek), 1:3 (22:51) Michel (Dürr), 2:3 (26:01) Breyer (Franek, Babkovic), 2:4 (27:46) Schander (Retzer, Hanöffner), 3:4 (31:16) Sramek (Trübenekr), 3:5 (36:53) Michel, 3:6 (39:02) Michel (Schander), 4:6 (39:26) Sramek (Hora), 5:6 (39:56) Franek (Hora). Strafminuten: 4+10/12; Zuschauer: 380.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Steiger, Ohr; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Asen, Killermann, Dlugos, Herrmann M., Retzer, Dürr. 

Nachlegen statt nachlassen: EVM will gegen Unterfranken Zählbares holen

Donnerstag, 25. Januar 2018
Zwei Spiele, vier Punkte – der Start in die Verzahnungsrunde mit der gefürchteten Landesliga-Gruppe 1 kann aus Moosburger Sicht durchaus als geglückt bezeichnet werden. Doch um weiter gute Karten im Kampf um die drei ersten Plätze zu haben, müssen die Dreirosenstädter schon an diesem Wochenende nachlegen. Zu tun bekommt man es mit zwei Teams aus Unterfranken: Am Freitag reist der EVM zu den Hassfurt Hawks (19.30 Uhr; Busabfahrt 14.30 Uhr), am Sonntag geben dann die Schweinfurt Mighty Dogs ihre Visitenkarte in der Sparkassen-Arena ab (17.15 Uhr).
Das verlorene Penaltyschießen am Sonntag in Pfaffenhofen war für Coach Bernie Englbrecht kein Beinbruch: „Auch diesen Zähler werte ich als Erfolg. Jeder Spieler hat aus diesem ersten Playdown-Wochenende viel Power und Euphorie mitgenommen.“ Ein guter Grund, die fünf abschließenden Niederlagen in der BEL-Hauptrunde endgültig abzuhaken. Nun allerdings trifft man auf zwei Mannschaften, die mehr als die in der Bayernliga üblichen zwei Kontingentspieler einsetzen: Schweinfurt spielt mit einem Kanadier und drei Tschechen, Hassfurt hat einen Slowaken und ebenfalls drei Tschechen im Kader. „Und trotzdem waren beide in der Liga hinter den Ambergern. Und gegen die haben wir am Freitag gewonnen. Für mich kann das nur bedeuten, dass auch solche Mannschaften schlagbar sind“, sagt Englbrecht.
Insbesondere die jeweiligen Paradereihen der Wochenend-Gegner sollten die Moosburger aber im Blick behalten. Bei den Schweinfurtern gehört dieser unter anderem ihr kanadischer Topscorer Dion Campbell an, dem erst vor wenigen Wochen in Vilshofen das Kunststück gelang, gleich fünfmal zu treffen. Die Hassfurter Kontingentstürmer Jakub Sramek und Michal Babkovic kamen in der Vorrunde auf durchaus vorzeigbare, gemeinsame 151 Scorerpunkte.
Beim EVM hat man derweil nicht vor, mehr als zwei Ausländer einzusetzen. Da Josef Kankovsky seit letzter Woche aus privaten Gründen in Tschechien weilt (und eine zeitnahe Rückkehr eher unwahrscheinlich ist), könnte die zweite Kontingentstelle noch bis 31. Januar neu besetzt werden. Englbrecht: „Man schaut sich um.“ Neben Kankovsky werden ihm an diesem Wochenende auch die beiden jungen Verteidiger Philipp Ujcik (hat sich einen Virus eingefangen) und Stefan Loidl (Schulterverletzung) fehlen. Sonst vertraut Englbrecht dem Kader der Vorwoche – und hofft auf weitere Erfolgserlebnisse. 

Die Grün-Gelben punkten auch in Pfaffenhofen

Montag, 22. Januar 2018
Auch in seinem zweiten Verzahnungsrunden-Auftritt konnte der EVM punkten: Im Derby bei den Pfaffenhofener IceHogs reichte es am Sonntag nach der 3:4 (0:0, 2:2, 1:1, 0:1)-Niederlage im Penaltyschießen allerdings nur zu einem Zähler. Coach Bernie Englbrecht war mit dem Auftaktwochenende trotzdem zufrieden.
„Ich bin jetzt erst seit einer Woche Trainer in Moosburg. Dafür, dass wir besonders im taktischen Bereich noch so gut wie gar nichts gemacht haben, sieht das gar nicht so schlecht aus“, sagte er bei der Pressekonferenz in der Pfaffenhofener Stadionwirtschaft. Auf das in den vergangenen Jahren oft übliche Spektakel in den Hallertau-Derbys mit vielen Toren und waghalsigen Aufholjagden musste das Publikum diesmal allerdings verzichten. Beiden Teams merkte man den sportlichen Druck an – besonders den Hausherren, die ihren Start zwei Tage vorher in Haßfurt (3:6) vergeigt hatten. So bestanden die ersten 20 Minuten aus langen Abtastphasen. Wie schon gegen Amberg agierte der EVM deutlich defensiver als in der Vorrunde – und hatte so die drei Pfaffenhofener Kanadier ganz gut im Griff.
Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte die Torlosigkeit dann allerdings ein Ende: Nachdem Max Ohr die Gäste mit einem Distanzschuss in Führung gebracht hatte (22.), gelang zwei Minuten später dem erst am Vorabend in München gelandeten Dillon Duprey per Powerplay der Ausgleich für den ECP. Wie wichtig Überzahlsituationen in dieser Partie sein würden, unterstrichen die 32. und 33. Minute: Abermals legte der EVM in Person von seinem einzigem Kontingentspieler David Michel (Josef Kankovsky fehlte) bei 5:4 vor, kurz darauf nutzt Pfaffenhofen jedoch seinerseits eine numerische Überlegenheit zum 2:2.
In den letzten 20 Minuten drehten die IceHogs dann den Spieß um: Gerade als die Grün-Gelben eine Unterzahl überstanden hatten, lag die Scheibe trotzdem im Netz. Doch auch die Gastgeber leisteten sich weiterhin Undiszipliniertheiten: Nach einem Foul an Moosburgs Martin Dürr - der daraufhin in die Kabine musste – glich Daniel Schander im Powerplay zum 3:3 (49.) aus. In der folgenden Verlängerung passierte nichts. Jetzt musste das Penaltyschießen entscheiden: Und nachdem beiden Mannschaften auch hier eine Bonusrunde dranghängten, dauerte es bis zum Alleingang von Pfaffenhofens Robert Neubauer, der den Hausherren den Zusatzpunkt bescherte.

Tore: 0:1 (21:11) Ohr (Hanöffner), 1:1 (24:32) Duprey (Huber), 1:2 (31:02) Michel (Dlugos, Steiger), 2:2 (32:43) Seibert (Bauer, Neubauer), 3:2 (41:02) Huber (Fardoe, Duprey), 3:3 (48:22) Schander (Michel, Dlugos), 4:3 Neubauer (P). Strafminuten: 10+10/10. Zuschauer: 132.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Krämmer, Müller, Steiger, Lenczyk, Ohr; Killermann, Dlugos, Hanöffner, Schander, Michel, Dürr, Möhle, Asen, Retzer, Azimov.
 

EVM meldet sich mit 5:1-Auftaktsieg gegen Amberg eindrucksvoll zurück

Samstag, 20. Januar 2018
Start nach Maß in die Verzahnungsrunde: Mit einem 5:1 (1:0, 1:1, 3:0) besiegte der EV Moosburg am Freitagabend den Landesligisten ERSC Amberg. Damit stürmten die Grün-Gelben gleich zum Auftakt an die Tabellenspitze.
Knapp 300 Zuschauer sahen in der Sparkassen-Arena zwei Mannschaften, die mit unterschiedlichsten psychologischen Voraussetzungen in das Match gegangen waren: Da der EVM, Schlusslicht der Bayernliga und zuletzt mit fünf Pleiten in Folge, auf der anderen Seite der ERSC, Erster der Landesliga-Gruppe 1, mit elf Siegen in Serie. Und so traten die Gäste im ersten Durchgang auch auf: Kontrolliert in der Offensive, kompakt in der Defensive, auf Fehler der Hausherren lauernd. Und der EVM hatte viel Mühe, kam kaum ins Amberger Drittel. Nur gut, dass Oldie Patrice Dlugos noch weiß, wie's geht: In der 19. Minute vollendete er eine Kombination der ersten Reihe mit dem 1:0.
Im zweiten Drittel kam Moosburg nun besser ins Spiel, musste sich von der 25. bis 30.Minute aber mit einigen Unterzahlsituationen herumschlagen. Kurz nachdem diese überstanden waren, nahm der bestens aufgelegte Kapitän Dlugos von halbrechts erneut Maß – 2:0. In der Folge boten sich den Gastgebern nun weitere gute Einschussmöglichkeiten. Doch gerade, als man im Powerplay den dritten Treffer anvisierte, wurde die Scheibe an der gegnerischen blauen Linie hergeschenkt. Den Konter verwertete Ambergs Thomas Schreier eiskalt (38.).
Aber: Je länger das Spiel dauerte, desto dominanter wurden die Dreirosenstädter. Im Schlussdrittel war von den Oberpfälzern kaum noch was zu sehen. Doch die Englbrecht-Schützlinge verpassten es – selbst bei doppelter Überzahl – für die Vorentscheidung zu sorgen. So dauerte es bis zu 56. Minute, als Daniel Schander endlich das 3:1 gelang. Danach musste kaum noch gezittert werden, zumal exakt eine Minute später erneut ein Stürmer der ersten Reihe erfolgreich war: Bei 4:5 klaute David Michel den Puck und beendete per Solo seine jüngste Torflaute. Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte – ebenfalls mit einer Einzelaktion – Neuzugang Martin Dürr.
Während ERSC-Trainer Dirk Salinger bis zum Schluss die Hoffnung auf eine Wende durch sein Team nicht aufgegeben hatte („Ein 1:2 nach dem zweiten Drittel in Moosburg hätte ich vor dem Spiel sofort unterschrieben“), hob der Coach der Hausherren, Bernie Englbrecht, speziell den Kampfgeist der Moosburger hervor: „Da hat heute wirklich jeder alles gegeben.“ Allerdings habe er auch „genug Dinge“ gesehen, die ihm überhaupt nicht gefallen hätten. Die werden dann spätestens in den nächsten Trainingseinheiten Thema sein.

Tore: 1:0 (18:50) Dlugos (Michel, Schander), 2:0 (30:38) Dlugos (Michel, Schander), 2:1 (37:55) Schreier, 3:1 (55:13) Schander (Michel, Dlugos), 4:1 (56:13) Michel, 5:1 (58:41) Dürr. Strafminuten: 18/12. Zuscher: 285.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Krämmer, Müller, Steiger. Lenczyk, Fink, Ohr; Killermann, Dlugos, Hanöffner, Schander, Michel, Dürr, Kankovsky, Möhle, Asen, Retzer, Azimov. 

Verzahnungsrunden-Auftakt daheim gegen Amberg

Mittwoch, 17. Januar 2018
Jetzt wird es ernst: Bis zum 11. März spielen in der Verzahnungsrunde Bayernliga/Landesliga Gruppe C acht Mannschaften um drei Plätze für die BEL 2018/19. Der EVM startet am Freitag um 19.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Meister der Landesliga-Gruppe 1, den ERSC Amberg, in diese Runde. Am Sonntag muss die Englbrecht-Truppe dann um 17.30 Uhr zum EC Pfaffenhofen. Und Verstärkung für die Defensive wurde auch noch geholt.
Trotz des 11:2-Erfolgs über den EVM war Buchloes Vorstandmitglied Florian Warkus am vergangenen Sonntag nicht zum Spaßen zumute. Bei der Pressekonferenz führte er den Besuchern vor Augen, wie schwierig die Verzahnungsrunde mit Landesligisten werde, die eben nicht die in der Bayernliga vereinbarten maximal zwei Ausländer, sondern teilweise deutlich mehr Kontingentspieler einsetzen. Die Amberger, auf die der EVM am Freitag trifft, zählen allerdings nicht zu diesem Kreis. Sie sicherten sich, ohne auch nur eine Kontingentstelle zu besetzen, mit einem 11:6-Erfolg über Burgau am letzten Spieltag Rang eins. „Da wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns“, ist EVM-Pressesprecher Bastian Amann überzeugt. Das deftige 23:0, mit dem die Moosburger in ihrer Aufstiegssaison 2011/12 die Amberger vom Eis der Sparkassen-Arena fegten, ist längst vergessen. Amann: „Das wird heute deutlich spannender.“ Zumal die Oberpfälzer inzwischen auch über einige höherklassig erfahrene Akteure in ihrem Kader verfügen. Am Sonntag gastieren die Grün-Gelben dann im Pfaffenhofener Hopfendome. Dort, wo man in jüngerer Vergangenheit meist als Sieger vom Eis gegangen ist. Nach der unglücklichen 1:2-Heimniederlage in der Hinrunde gewannen die Moosburger auch heuer bei den IceHogs – und zwar mit 6:4. „Die Derbys gegen Pfaffenhofen haben es immer in sich. Und jetzt, wo es um den Klassenerhalt geht, sind die Punkte natürlich noch viel mehr wert“, sagt Amann.
Für diese beiden schwierigen Auftaktaufgaben hat sich der EVM noch einmal in der Abwehr verstärkt: Vom Landesligisten EV Dingolfing ist Florian Müller (28) in die Dreirosenstadt gewechselt. Der Defensiv-Spezialist hat bereits DEL- und Zweitliga-Erfahrung in Straubing, Rosenheim, Riessersee und Landshut gesammelt. Im Vorjahr half er beim Liga-Konkurrenten Passau aus. Wie der aus Freising gekommene Angreifer Martin Dürr kennt auch Müller die Landesliga-Top-Teams von den Aufeinandertreffen der laufenden Saison. Amann: „Da hoffen wir natürlich auch auf den einen oder anderen Tipp, der uns in dieser entscheidenden Phase der Saison weiterbringt.“ 

Kein Vorrunden-Happy-End: EVM kassiert in Buchloe 2:11-Klatsche

Montag, 15. Januar 2018
Auf den neuen EVM-Coach Bernhard Englbrecht kommt noch eine Menge Arbeit zu: Im letzten Spiel der Vorrunde gingen die Grün-Gelben aufgrund eines katastrophalen letzten Drittels beim ESV Buchloe mit 2:11 (1:1, 1:3, 0:7) unter. Damit müssen die Moosburger ab dem kommenden Wochenende in die Verzahnungsrunde mit den Landesligisten aus dem Nord-Osten Bayerns.
Zwei Drittel lang waren die Gäste ein ebenbürtiger Gegner. Obwohl mit Patrice Dlugos und Max Retzer zwei offensive Leistungsträger verletzungsbedingt fehlten, konnte der EVM endlich wieder drei komplette Blöcke aufbieten, kam gut in die Partie und nutzte bereits sein erstes Powerplay nach eineinhalb Minuten zur Führung. Bei den folgenden Angriffskombinationen der Pirates standen die Dreirosenstädter gut, erst in einer 5:4-Überzahl gegen Ende des ersten Drittels gelang dem ESV der Ausgleich.
Im zweiten Durchgang brachten dann einige nicht ganz nachvollziehbare Zwei-Minuten-Strafen die Moosburger in Schwierigkeiten. Als den Hausherren nach 32 Minuten das 2:1 gelang, hatten die Gäste bereits vier Strafzeiten hinnehmen müssen. Doch Daniel Schander glückte 38 Sekunden danach der abermalige Ausgleich. Aber obwohl Tabellennachbar Germering zeitgleich ein Tor nach dem anderen in Füssen kassierte und Rang 13 in greifbare Nähe zu rücken schien, kam vom EVM in der Folge nicht mehr viel. Kurz vor dem zweiten Pausentee ging der ESV wieder in Führung. Nach einem weiteren Powerplay hieß es sogar 4:2 (39.).
Über das, was der EV Moosburg dann im Schlussabschnitt ablieferte, würde man am liebsten den Mantel des Schweigens legen. Englbrecht fand für den „totalen Einbruch“ bei der Pressekonferenz noch eine bayerische Formulierung: „Da fehlt's vom Boa weg.“ Seine Schützlinge leisteten sich einen dicken Patzer nach dem anderen – Buchloe wurde regelrecht zum Toreschießen eingeladen. Zwischen der 50. und 56. schlug es hinter Thomas Hingel gleich fünfmal ein. Am Ende schraubten die Gastgeber die Führung auf 11:2 nach oben. Ratlose Mienen bei den Spielern, als sie nach der Partie in den Mannschaftsbus einstiegen.
Nur gut, dass es am Freitag in der Verzahnungsrunde wieder bei Null losgeht. Der EVM trifft in seiner Achter-Gruppe auf die BEL-Teams EC Pfaffenhofen und ESV Buchloe sowie auf die Landesligisten aus Amberg, Hassfurt, Schweinfurt, Bad Kissingen und Königsbrunn. Nur die drei Erstplatzierten gehören 2018/19 der Bayernliga an. Auch wenn der Spielplan noch nicht offiziell ist, deutet alles darauf hin, dass die Dreirosenstädter am Freitag, 19. Januar, um 19.30 Uhr zum Auftakt den ERSC Amberg empfangen. Das erste Auswärtsspiel steht wohl am Sonntag, 21. Januar, um 17.30 Uhr beim EC Pfaffenhofen auf dem Programm.

Tore: 0:1 (1:26) Hanöffner (5:4; Steiger), 1:1 (17:20) Weigant (5:4; Krafczyk, Lerchner), 2:1 (31:58) Vaitl (5:4; Hofer), 2:2 (32:36) Schander (Krämmer, Möhle), 3:2 (37:08) Zahora (Krafczyk, Lerchner), 4:2 (38:56) Dropmann (5:4; Vaitl, Zahora), 5:2 (42:15) Weigant (Krafczyk), 6:2 (40:20) Zahora (Krafczyk, Hermann), 7:2 (50:14) Marek (Vaitl, Dropmann), 8:2 (51:12) Vaitl (5:4; Dropmann), 9:2 (52:27) Krafczyk, 10:2 (55:15) Vycichlo (Krafczyk), 11:2 (58:36) Rauskolb (Dropmann, Zahora). Strafminuten: 6/16. Zuschauer: 257.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Lenczyk, Krämmer, Loidl, Steiger, Ohr; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Asen, Killermann, Azimov, Kankovsky, Dürr. 

Verzahnungsrunde: Der Spielplan ist da!

Montag, 15. Januar 2018
Fr., 19.1., 19.30 Uhr: EVM vs. ERSC Amberg
So., 21.1., 17.30 Uhr: EC Pfaffenhofen vs. EVM
Fr., 26.1., 19.30 Uhr: ESC Hassfurt vs. EVM
So., 28.1., 17.15 Uhr: EVM vs. ERV Schweinfurt
Fr., 2.2., 20 Uhr: ESV Buchloe vs. EVM
So., 4.2., 17.15 Uhr: EVM vs. EHC Königsbrunn
Fr., 9.2., 19.30 Uhr: EVM vs. EC Bad Kissingen
Fr., 16.2., 20 Uhr: EHC Königsbrunn vs. EVM
So., 18.2., 17.15 Uhr: EVM vs. ESV Buchloe
Fr., 23.2., 20 Uhr: ERV Schweinfurt vs. EVM
So., 25.2., 17.15 Uhr: EVM vs. ESC Hassfurt
Fr., 2.3., 20 Uhr: ERSC Amberg vs. EVM
So., 4.3., 17.15 Uhr: EVM vs. EC Pfaffenhofen
So., 11.3., 18 Uhr: EC Bad Kissingen vs. EVM 

Der neue Trainer heißt Bernhard Englbrecht

Donnerstag, 11. Januar 2018
Der EV Moosburg ist auf der Suche nach einem neuen Coach fündig geworden: Der ehemalige Landshuter Nationaltorwart Bernhard Englbrecht (59), bis vor einem Jahr noch Cheftrainer bei seinem Heimatverein, soll mithelfen, dass die bevorstehende „Mission Klassenerhalt“ der Dreirosenstädter erfolgreich abgeschlossen wird.
„Englbrecht bringt sehr viel Erfahrung mit. Ich bin überzeugt, dass er der Richtige ist, um die Mannschaft zu motivieren und optimal auf die Playdowns einzustellen“, sagt Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger. Jetzt seien allerdings auch die Spieler gefragt: „Er wird harte Arbeit von ihnen verlangen.“
Bernhard Englbrecht hat nach Beendigung seiner Goalie-Karriere im Jahr 2000 viel Erfahrung an der Bande gesammelt: ob als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft und in Straubing, als Head-Coach der ehemaligen DEL-Teams Kassel und Hannover oder zuletzt beim Oberligisten EV Landshut, wo er von 2015 bis Januar 2017 unter Vertrag stand.
Und jetzt also Moosburg, das Schlusslicht der Bayernliga. „Ich habe ein Jahr lang nichts getan. Da sind dann auch unterklassige Angebote interessant. Ich merke außerdem, dass es wieder kribbelt“, sagt Englbrecht. Den Kontakt habe die Familie Dylla hergestellt, von der Vater und Sohn auch schon für den EVM aktiv waren. Am Mittwoch hat sich der 59-Jährige dann mit der Vereinsspitze getroffen: „Das waren vernünftige Gespräche.“ Parallel konnte er vom Eisstüberl aus auch das Training seiner künftigen Schützlinge beobachten. Und allzu groß, das hat Bernhard Englbrecht bereits festgestellt, seien die Unterschiede zum höherklassigen Eishockey nicht mehr. „Die Zeiten sind vorbei, dass sich in der Bayernliga Spieler tummeln, die nicht Schlittschuh laufen können.“ Den einen oder anderen im aktuellen EVM-Kader kennt Englbrecht auch noch aus seiner Landshuter Zeit: „Tobias Hanöffner zum Beispiel, den hatte ich als Zweitliga-Trainer beim EVL.“
Sein Moosburger Trainer-Debüt wird der ehemalige Nationalkeeper beim letzten Vorrunden-Spiel der Grün-Gelben am Sonntag in Buchloe (17.30 Uhr; Busabfahrt: 14 Uhr) geben. Rein theoretisch geht es für den EVM da sogar noch um was: Sollte der Vorletzte Germering parallel in Füssen verlieren, könnten die Dreirosenstädter mit einem Sieg auf den 13. Rang vorrücken, der einen Startplatz in der Südwest-Verzahnungsrunde zur Folge hätte. Allerdings müssten die Moosburger auch den tabellarischen Zehn-Tore-Rückstand auf die Wanderers noch aufholen. Ähnliches hat Buchloe vor. Hier sind es aber drei Punkte und 13 Treffer, die den ESV von Playoff-Platz acht trennen. Durchaus vorstellbar also, dass die Zuschauer dieser Partie einige Tore zu sehen bekommen. 

Einsatz der EVM-Rumpftruppe wird erst im Schlussdrittel belohnt

Montag, 8. Januar 2018
Die Unterschiede waren nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ deutlich erkennbar. Und trotzdem haben die tapferen 13 Moosburger Feldspieler den vier Blöcken des EV Füssen über weite Strecken der Partie Paroli geboten. Die 2:7 (0:3, 0:2, 2:2)-Niederlage gegen den Altmeister konnten die Grün-Gelben damit aber nicht verhindern.
Dass nach dem Trainerwechsel – Hans Eder und Patrice Dlugos sprangen für Dimitri Startschew interimsmäßig ein – plötzlich alles ganz anders und viel besser werden würde, war angesichts der Aufstellung eher nicht zu erwarten. Neben den bereits am Freitag in Erding fehlenden Max Ohr, Philipp Ujcik, Hermann Azimov und Marc Lenczyk musste, wie befürchtet, auch Max Retzer pausieren. Debütant Michael Herrmann rückte nach vorne, wodurch dem Trainerduo immerhin zwei Verteidigungs- und drei Sturmreihen zur Verfügung standen.
Als ob die personellen Probleme nicht schon groß genug gewesen wären, bereiteten im ersten Abschnitt auch die Schiedsrichter mit ihrer kleinlichen Regelauslegung den Hausherren Sorgen. Fast die Hälfte der 20 Minuten durften die Gäste mit einem Mann mehr spielen. So legte der EVF nach der frühen Führung auch noch zwei Powerplay-Tore drauf und konnte sich beruhigt in die erste Pause verabschieden.
Doch im zweiten Drittel kamen die Moosburger zurück. Sie erspielten sich nun einige gute Chancen. „Wir hatten doppelt so viele Torschüsse wie Füssen – das sagt eigentlich schon alles“, bilanzierte Hans Eder bei der Pressekonferenz. Gäste-Coach Thomas Zellhuber gab ihm Recht: „Wenn es da nur noch 5:2 oder 5:3 für uns steht, hätten wir uns nicht beschweren können.“ Aber die Scheibe wollte einfach nicht über die Füssener Torlinie. Auf der Gegenseite lief dafür alles weiter wie gehabt: Die Treffer in der 24. und 28. Minute überzeugten auch die letzten Optimisten, dass die Hausherren an der vierten Pleite in Folge nicht vorbeikommen würden.
Im Schlussabschnitt gelang den Dreirosenstädtern aber zumindest noch ein kleines Happy-End: Als es bereits 0:7 stand, brach Daniel Möhle den Bann und überwand EVF-Goalie Benedikt Hötzinger zum ersten Mal (51.). Dem nicht genug: Bei 5:3 glückte Jakob Killermann fünf Minuten vor Schluss sogar noch das 2:7. Ergebniskosmetik, die gut tat.

Tore: 0:1 (1:57) Besl (Nadeau, Seider), 0:2 (9:52) Kavanagh (Nadeau, Oppenberger), 0:3 (18:47) Oppenberger (Newhook, Nadeau), 0:4 (25:02) Nadeau (Newhook, Oppenberger), 0:5 (27:02) Newhook (Besl, Oppenberger), 0:6 (42:22) Simon (Böck, Seider), 0:7 (44:46) Kavanagh (Oppenberger, Besl), 1:7 (50:14) Möhle (Killermann, Hanöffner), 2:7 (54:54) Killermann (Hanöffner, Krämmer). Strafminuten: EVM 10, EVF 6. Zuschauer: 203.
Aufstellung: Hingel, Probst; Krämmer, Steiger, Hanöffner, Loidl; Herrmann, Dürr, Schander, Dlugos, Asen, Killermann, Michel, Möhle, Kankovsky. 

EVM trennt sich nach Niederlage in Erding von Coach Startschew

Samstag, 6. Januar 2018
Für die knapp 700 Zuschauer war es perfekte Freitagabend-Unterhaltung – und auch die gastgebenden Erdinger konnten am Ende jubeln. Der ersatzgeschwächte EVM hingegen stand trotz einiger starker Phasen nach der 5:11 (2:4, 2:4, 1:3)-Niederlage als der große Verlierer da. Was auch daran lag, dass zwei weitere Spieler vorzeitig verletzt vom Eis mussten – und Coach Dimitri Startschew einen Tag später seinen Job los war.
Dabei legten die Moosburger abermals eine richtig gute Anfangsphase hin: Die ersten fünf Minuten waren Einbahnstraßen-Eishockey auf das Gladiators-Gehäuse. Und es wäre deutlich mehr drin gewesen als Patrice Dlugos’ 0:1 (4.) direkt nach einem Bully. Doch kurz darauf bot sich den Hausherren in Überzahl die Gelegenheit auszugleichen – die auch prompt genutzt wurde. Keine zwei Minuten später gelang ihnen sogar die schmeichelhafte Führung, die Jakob Killermann aber kurz drauf wieder egalisierte. Der EVM war auch in der Folge mindestens ebenbürtig, leistete sich aber einen krassen Wechselfehler, den Erding ebenso bestrafte wie einen Stellungsfehler in der Defensive: So hieß es nach 20 Minuten 4:2.
Mit demselben Ergebnis endete der zweite Durchgang. Da allerdings gaben die Gastgeber ganz klar den Ton an. Trotzdem sorgte Moosburgs Neuzugang Martin Dürr mit einem feinen Solo für den schönsten Treffer des Abends (26.). Auch David Michel (30.) netzte für die Gäste ein – wodurch man zwischenzeitlich immerhin auf zwei Tore herankam. Nach einem Doppelschlag der Gladiators (33./34.) stand es jedoch 8:4 – die Vorentscheidung.
Trainer Dimitri Startschew hatte derweil an anderen Fronten zu kämpfen: Angreifer Max Retzer musste nach einem unglücklichen Check mit leichter Gehirnerschütterung und Prellungen ins Krankenhaus (ist inwischen aber schon wieder daheim) und auch Abwehrchef Kevin Steiger konnte wegen Leistenproblemen das letzte Drittel nicht mehr bestreiten. So musste Startschew umstellen und warf Youngster Michael Herrmann als vierten Verteidiger ins kalte BEL-Wasser. Der machte seinen Job sehr ordentlich.
Doch das Moosburger Notaufgebot (knapp zweieinhalb Blöcke) war in den letzten 20 Minuten auf verlorenem Posten und fing sich noch drei weitere Tore ein. David Michel gelang immerhin der fünfte Gäste-Treffer.
Am Samstag trennte sich der EVM dann nach einem langen Gespräch und in beiderseitigem Einvernehmen von Trainer Dimitri Startschew. Man müsse, wie es seitens des Vorstands hieß, den aktuellen Abwärtstrend bis zu den Playdowns stoppen und wolle auch ein Zeichen in Richtung Mannschaft setzen. Übergangsweise übernahmen Kapitän Patrice Dlugos (auf dem Eis) und Ex-Vorstand Hans Eder (an der Bande) die Verantwortung fürs Team.

Tore: 0:1 (3:11) Dlugos, 1:1 (5:18) Deubler (5-4; Poetzel, Mitternacht), 2:1 (6:56) Michl (Borrmann, Deubler), 2:2 (8:23) Killermann (Asen), 3:2 (10:55) Spindler (Zimmermann, Krzizok), 4:2 (17:52) Zimmermann (Poetzel, Bernhardt), 5:2 (22:44) Pfeiffer (Deubler, Mühlbauer), 5:3 (25:07) Dürr, 6:3 (27:35) Krämmer (Michl, Borrmann), 6:4 (29:15) Michel (Asen, Krämmer), 7:4 (33:47) Poetzel (Schwarz, Steinmann), 8:4 (34:35) Zimmermann (Krzizok, Spindler), 8:5 (49:03) Michel, 9:5 (50:16) Jeske (5-4; Schwarz, Borrmann), 10:5 (50:46) Krämmer (Michl, Schwarz), 11:5 (54:14) Mitternacht (Borrmann, Michl). Strafminuten: 8/10. Zuschauer: 694.
Aufstellung: Hingel, Probst (ab 47.); Krämmer, Steiger, Hanöffner, Loidl, Herrmann M.; Dürr, Schander, Dlugos, Asen, Killermann, Retzer, Michel, Möhle, Kankovsky. 

Freisinger Torjäger Martin Dürr wechselt zum EVM

Donnerstag, 4. Januar 2018
Neues Jahr, neuer Stürmer: Freisings Torjäger Martin Dürr wird ab sofort die EVM-Offensive verstärken. Der 30-Jährige, der für den SEF in der Landesliga-Vorrunde stolze 27 Tore erzielt hat, soll bereits am Freitagabend in Erding (20 Uhr) erstmals auflaufen. Am Sonntag empfangen die Moosburger dann zum letzten Heimspiel der Hauptrunde um 17.15 Uhr den EV Füssen.
Auch wenn die letzten drei Spiele dieser Runde – am 14. Januar gastieren die Grün-Gelben noch in Buchloe – eher sowas wie Vorbereitungscharakter für die am 19. Januar beginnende Verzahnungsrunde mit der Landesliga haben, geht’s im Training der Moosburger doch ganz schön zur Sache. Am Mittwoch bekam dies Coach Dimitri Startschew zu spüren, der nach einem Zusammenprall mit Angreifer Daniel Möhle auf dem Eis liegen blieb. „Aber mir ist nichts passiert. Ich habe keinen Rettungshubschrauber und auch keinen Krankenwagen gebraucht“, sagt der Coach lachend. „Außerdem war ich selber schuld, weil ich in Daniels Laufweg stand.“
Ein verletzter Trainer würde den Dreirosenstädtern gerade noch fehlen – tun sich dieser Tage doch schon im Kader wieder ein paar Lücken auf: So weilen Verteidiger Max Ohr und Stürmer Hermann Azimov im Ausland und sind an diesem Wochenende definitiv nicht dabei. Abwehrmann Marc Lenczyk fehlte die ganze Woche krankheitsbedingt im Training. Sein Einsatz ist zumindest fraglich. Dafür steht Philipp Ujcik, der zuletzt aufgrund einer Bänderverletzung pausieren musste, seit dieser Woche wieder auf dem Eis.
Und dann ist da ja noch Neuzugang Martin Dürr. „Er war bislang erst einmal im Training. Aber mit ihm bekommen wir einen schnellen, erfahrenen Spieler, der auch keine Angst vorm Gegner hat“, lobt Startschew den 30-Jährigen. „Und natürlich jemanden, der weiß, wo das Tor steht.“ Sollten die Moosburger in die Gruppe mit den nord-östlichen Landesligisten kommen – da würden sie momentan als 14. der Bayernliga landen – hätten sie mit Dürr außerdem einen Spieler, der diese Mannschaften von seinen Auftritten im Freisinger Trikot bestens kennt. Hinzu kommt, dass der Außenstürmer von 2010 bis 2013 selber für Schweinfurt und Haßfurt gespielt hat. „Ich freue mich jedenfalls auf die Herausforderung, mit Moosburg den Klassenerhalt zu schaffen“, sagt Martin Dürr.
Doch jetzt steht erst noch die Bayernliga-Hauptrunde auf der Tagesordnung. Und da trifft der EVM auf zwei Mannschaften, gegen die in den Hinspielen nichts zu holen war. Den Erdingern unterlagen die Startschew-Schützlinge in der Sparkassen-Arena zwar nur mit 1:2. Dass es damals so knapp geworden war, lag jedoch in erster Linie am Gala-Auftritt von Goalie-Thomas Hingel. Und auch bei Altmeister EV Füssen waren die Dreirosenstädter weit weg von einem Sieg. Beim 1:5 zeigte man die womöglich schwächste Leistung der gesamten Vorrunde. Dimitri Startschew: „Für uns geht es jetzt auch darum, vor den Playdowns noch einmal Selbstvertrauen zu tanken.“ Da würde etwas Zählbares sicher nicht schaden. 

4:7 gegen Pegnitz: EVM verpatzt Jahresausklang

Samstag, 30. Dezember 2017
Chancen, das Kellerduell zu gewinnen, waren aus Moosburger Sicht mehr als genug da. Doch der EV Pegnitz erwies sich am Freitag in der Sparkassen-Arena als das cleverere Team und entführte beim 4:7 (1:1, 2:3, 1:3) alle drei Zähler.
Die Grün-Gelben legten vor knapp 200 Zuschauern los wie zuletzt beim Erfolg gegen die EA Schongau. Bereits nach dreieinhalb Minuten vollendete Max Retzer eine Kombination seiner Sturm-Kollegen Daniel Möhle und Josef Kankovsky (er hatte die Reihen-Plätze mit Jakob Killermann getauscht) zum 1:0. In der Folge spielte eigentlich nur der EVM und kam weiter zu guten bis exzellenten Torchancen. Aber Pegnitz' Goalie Julian Bädermann deutete schon da seine Klasse an. Mehr oder weniger aus dem Nichts glich der Ex-Moosburger Sergej Hausauer nach einer Viertelstunde zum 1:1 aus. „Das war schon ein sehr glücklicher Zwischenstand“, fand auch EVP-Coach Josef Hefner.
Im zweiten Drittel ging es weiter wie zuvor: Moosburg agierte, Pegnitz reagierte. Bei einem 5:4-Powerplay war dann Abwehr-Routinier Marc Lenczyk zur Stelle – 2:1 (23.). Den Gästen fiel weiter wenig ein. Als sie erneut die Strafbank drückten, lag das dritte EVM-Tor regelrecht in der Luft. Doch nach einem Puckverlust ließ man Hausauer erneut gewähren. Der fackelte nicht lang und traf zum abermals schmeichelhaften Ausgleich. Doch von diesem Treffer sollten sich die Hausherren nicht mehr richtig erholen. Pegnitz wurde stärker, übernahm nun die Initiative – und nutzte seine Chancen: Nach einer Überzahl (29.) und einem Abwehr-Patzer (36.) stand es plötzlich 2:4. Nur gut, dass Patrice Dlugos bei 5:4-Überlegenheit kurz vor der zweiten Pause mit dem 3:4 den Anschluss wieder herstellte.
Und der EVM kam noch einmal zurück: Nach 47 Minuten besorgte Daniel Möhle den vielumjubelten Ausgleich. Doch zu mehr reichte es nicht mehr. Pegnitz war in der Schlussphase eindeutig cleverer, bestrafte die Moosburger Puckverluste knallhart und stellte bis zur 55. Minute die alte Zwei-Tore-Führung wieder her. Im Anschluss riskierte Coach Dimitri Startschew zwar alles, nahm Thomas Hingel bereits drei Minuten vor dem Ende vom Eis, aber es blieb beim Versuch. Die Gastgeber drückten und schossen, Bädermann war jedoch nicht mehr zu überwinden. Zweimal lag die Scheibe im Netz, aber beide Male erkannte der Referee die Treffer der Grün-Gelben nicht an. Für die endgültige Entscheidung sorgte ein Empty-Net-Goal der Gäste 40 Sekunden vor dem Ende.

Tore: 1:0 (3:31) Retzer (Möhle, Kankovsky), 1:1 (14:32) Hausauer (Adler, Zeilmann), 2:1 (22:39) Lenczyk (Dlugos, Michel), 2:2 (25:58) Hausauer, 2:3 (28:40) Zeilmann (Kracht, Hagen), 2:4 (35:59) Kuhn (Hörl, Seidinger), 3:4 (38:56) Dlugos, 4:4 (46:21) Möhle (Retzer), 4:5 (49:04) Zeilmann (Vlach, Kracht), 4:6 (54:56) Hörl (Seidinger), 4:7 (59:22) Hagen (EN). Strafminuten: 2/12. Zuschauer: 187.
Aufstellung: Hingel, Probst; Krämmer, Ohr, Steiger, Loidl, Lenczyk, Hanöffner; Herrmann M., Schander, Azimov, Kankovsky, Asen, Michel, Möhle, Killermann, Dlugos, Retzer. 

Letztes Spiel 2017: EVM empfängt Pegnitz zum Kellerduell

Donnerstag, 28. Dezember 2017
Mit einem Heimspiel gegen die Pegnitzer Ice-Dogs (19.30 Uhr) schließt der EVM am Freitag das Jahr 2017 ab. Platz acht ist kein Thema mehr, sehr wohl aber die Platzierung für die Mitte Januar startende Verzahnungsrunde mit den Top-Teams aus der Landesliga.
Es geht eng zu im Keller der BEL: Nach der wenig überraschenden Niederlage bei Tabellenführer Höchstadt sind die Moosburger wieder auf den letzten Platz gerutscht. Doch an den verbleibenden vier Spieltagen der Vorrunde ist noch einiges möglich, fehlen den Startschew-Schützlingen als 14. doch gerade mal vier Punkte auf den Neuntplatzierten ESV Buchloe.
Fraglich ist allerdings, ob die sechs Bayernligisten, die im neuen Jahr um den Klassenerhalt kämpfen müssen, an den kommenden Wochenenden tatsächlich immer auf Sieg spielen werden. So sinnvoll die Verzahnung mit der Landesliga prinzipiell ist, darf die vom BEV vorgenommene Einteilung der Gruppen doch durchaus hinterfragt werden: Denn während die BEL-Teams bunt gemischt auf die beiden Relegationsgruppen verteilt werden, bleiben die jeweiligen Top Fünf der zwei Landesligen zusammen. Was bedeutet: Die Bayernligisten auf den Rängen 9, 12 und 14 treffen auf die Teams aus der Landesliga-Gruppe 1 (Nord-Ost), der 10., 11. und 13. auf die Vertreter der Gruppe 2 (Süd-West).
Da die Nord-Ost-Gruppe mit hochkarätig besetzten Teams wie Schweinfurt, Bad Kissingen oder Königsbrunn deutlich stärker eingeschätzt wird als die Gruppe 2, wo Spitzenreiter Klostersee 15 Punkte Vorsprung hat, werden die meisten BEL-Kellerkinder alles daran setzten, 10., 11. oder 13. zu werden. Einzige Ausnahme dürfte aufgrund der Derbys gegen die fränkischen Nachbarn Pegnitz sein.
Der EVP hat erst am vergangenen Spieltag die rote Laterne an Moosburg weitergegeben und sich mit vier Zählern aus den beiden Weihnachts-Partien auf Platz 13 verbessert. Auch wenn einige Leistungsträger die Pegnitzer verlassen haben, läuft es unter dem neuen Coach Josef Hefner inzwischen ganz gut. Das Hinspiel gewann der EVM mit 5:2.
Übrigens: Zwischen dem ersten und zweiten Drittel wird sich am Freitag die U 8 des EV Moosburg mit einem „Pausengame“ bei den Zuschauern vorstellen. 

Mehr als Ergebniskosmetik war in Höchstadt nicht drin

Mittwoch, 27. Dezember 2017
Eine eher unerfreuliche Bescherung brachte der Zweite Weihnachtsfeiertag für den EVM in der Höchstädter Eishalle. Beim BEL-Spitzenreiter kassierte die Startschew-Truppe eine 10:2 (4:0, 3:2, 3:0)-Klatsche.
Es lief wie befürchtet: Nach den beiden jüngsten, nicht unbedingt erwarteten Niederlagen gegen Pfaffenhofen und Geretsried waren die gastgebenden Alligators vor ihren gut 800 Fans in der Bringschuld. „Und wir durften diese Fehltritte jetzt ausbaden“, sagte Moosburgs Pressesprecher Bastian Amann bei der Pressekonferenz. Dabei waren es die Dreirosenstädter, die den besseren Start erwischten: Patrice Dlugos und Daniel Schander vergaben in der Anfangsphase zwei absolute Hochkaräter. Doch ab der fünften Minute spielte nur noch der HEC – und wiederum zehn Minuten später hieß es 4:0. „Da war ich dann doch beruhigt“, gab Spielertrainer Daniel Jun zu.
Und diese Führung sollten die Höchstädter auch nicht mehr aus der Hand geben. Im zweiten Durchgang wurden zwar endlich auch einmal die Offensivbemühungen der Gäste belohnt, Daniel Schanders Tor zum 1:5 (24.) bzw. Josef Kankovskys 2:7 (35.) waren allerdings schon in dieser Phase nur noch Ergebniskosmetik. Die Alligators zeigten auch im Schlussabschnitt keine Gnade. Hätten sie vor ein paar Jahren so ein Ergebnis bis zur Schlusssirene lediglich verwaltet, drehten sie getreu dem Motto „O, du fröhliche…“ noch einmal richtig auf. EVM-Keeper Thomas Hingel war darüber weniger erfreut – schließlich musste er noch dreimal hinter sich greifen.

Tore: 1:0 (4:24) Seibel (Vojcak), 2:0 (10:12) Kreuzer (Wiedl, Seibel), 3:0 (12:45) Kreuzer (Lenk A.), 4:0 (14:18) Lenk L. (Aab, Petrak), 5:0 (22:29) Lenk L. (Aab), 5:1 (23:57) Schander (Michel, Dlugos), 6:1 (28:01) Cejka (Petrak), 7:1 (30:34) Petrak (Roth), 7:2 (34:36) Kankovsky (Michel, Schander), 8:2 (41:34) Kreuzer (Lenk A., Seibel), 9:2 (41:46) Mikesz (Babinsky), 10:2 (50:22) Kreuzer (Lenk A.). Strafminuten: 6/2. Zuschauer: 802.
Aufstellung: Hingel, Probst; Krämmer, Ohr, Steiger, Loidl, Lenczyk, Hanöffner; Schander, Azimov, Kankovsky, Asen, Michel, Möhle, Killermann, Dlugos, Retzer. 

Zwei Punkte unterm Christbaum

Sonntag, 24. Dezember 2017
Kurz vor Heiligabend noch einmal das volle Programm: Der EVM und die EA Schongau boten den Zuschauern am Freitag einen Eishockeyabend mit doppelter Zugabe. Am Ende setzten sich die Hausherren mit 5:4 (2:0, 1:2, 1:2, 1:0) nach Penaltyschießen durch.
Die Mannschafts-interne Weihnachtsfeier der Grün-Gelben war also gerettet – gerade noch. Dabei hätten sich die Gäste nicht beschweren dürfen, wenn alle drei Zähler in der Sparkassen-Arena geblieben wären. Denn die Moosburger legten eine Anfangsphase hin, die eigentlich alleine hätte reichen müssen, um die Partie zu entscheiden. „Das war sicherlich das beste erste Drittel der ganzen Saison“, meinte Goalie Thomas Hingel bei der Pressekonferenz. Einziges Problem: Nach selbigem stand es durch Treffer von Daniel Schander und David Michel „nur“ 2:0. Chancen gab es en masse, alleine zweimal rettete der Pfosten für die Mammuts. Ein 4:0 oder 5:0 wäre dem Spielverlauf durchaus angemessen gewesen. Die Dreirosenstädter präsentierten eine tolle Angriffskombination nach der anderen, die Gäste konnten nur staunen.
Doch ihr Coach Roman Mucha stellte im zweiten Abschnitt von vier auf drei Blöcke um, „um mehr Druck auszuüben“. Und die EAS kam jetzt tatsächlich ins Spiel und glich nach einer halben Stunde auf 2:2 aus. Moosburgs Trainer Dimitri Startschew hatte bereits zwischen den beiden Gäste-Toren reagiert - und setzte nun ausnahmslos auf die erste und zweite Reihe. Prompt ging der EVM wieder in Führung: Patrice Dlugos markierte in Überzahl das 3:2 (36.).
Als der bärenstarke David Michel mit seinem zweiten Treffer zu Beginn des Schlussabschnitts den alten Abstand wieder herstellte, schienen die Moosburger den Sieg im Sack zu haben. Doch in der Folge machten sich konditionelle Defizite bemerkbar – den zehn Mann ging langsam der Saft aus. Und dann schlug auch noch die Stunde von Schongaus Letten Vitalijs Hvorostinins, der per Doppelschlag seinen Farben die Overtime sicherte. Bei der 3:3-Verlängerung waren die Mammuts dem Zusatzpunkt deutlich näher als der EVM, aber Keeper Hingel hielt seinen Kasten sauber. Auch im Penaltyschießen drehten beide Teams nach den ersten sechs Schützen eine Extra-Runde. Das verwandelte Solo von Tobias Hanöffner brachte dann die Entscheidung.
Tore: 1:0 (6:51) Schander (Michel), 2:0 (9:52) Michel (Dlugos), 2:1 (26:32) Magg (Schweiger), 2:2 (32:37) Kopecky (Hvorostinins, Schuster), 3:2 (35:26) Dlugos (Schander), 4:2 (42:51) Michel (Schander, Steiger), 4:3 (46:20) Hvorostinins (Schuster), 4:4 (54:11) Hvorostinins (Zimmert), 5:4 (P) Hanöffner. Strafminuten: 10/10. Zuschauer: 103.
Aufstellung: Hingel, Probst; Krämmer, Ohr, Steiger, Loidl, Fink, Lenczyk, Hanöffner; Schander, Azimov, Kankovsky, Asen, Michel, Möhle, Killermann, Dlugos, Retzer. 

Weihnachts-Heimspiel gegen Schongau - und nach dem Fest in Höchstadt

Donnerstag, 21. Dezember 2017
Klappt's mit drei Zählern unterm Christbaum? Im Heimmatch am Freitag (19.30 Uhr) gegen die EA Schongau wird der EVM jedenfalls alles tun, um sich für die 3:4-Hinspielniederlage bei den Mammuts zu revanchieren. Am Zweiten Weihnachtsfeiertag steht dann die schwere Auswärtspartie bei Spitzenreiter Höchstadt (18 Uhr; Busabfahrt 14 Uhr) auf dem Programm.
Sechs Begegnungen müssen die Grün-Gelben in der BEL-Hauptrunde noch absolvieren. Danach geht’s – wenn kein mittelgroßes Wunder mehr passiert – in die mit den zehn besten Landesligisten verzahnte Abstiegsrunde. Diese beginnt am 19. Januar. Bis dahin will der EV Moosburg natürlich noch den einen oder anderen Punkt holen – alleine schon deshalb, um psychologisch für den Kampf um den Klassenerhalt gerüstet zu sein.
Ob es gelingen wird, die jüngst durch die Abgänge von Verteidiger Mathias Jeske und Angreifer Oliver Wawrotzki entstandenen Lücken zu füllen, steht allerdings noch in den Sternen. Immerhin werden mit den zuletzt verletzten Philipp Ujcik und Jan Herrmann demnächst ein Abwehrmann bzw. ein Stürmer im Kader zurückerwartet. „Und dann muss man die Möglichkeiten prüfen, die sich auf dem Transfermarkt ergeben“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. „Aber wir sind halt nicht der einzige Bayernligist, der sich gerade umschaut.“
Während die Chancen der Moosburger, als aktueller 13. vielleicht doch noch den rettenden achten Platz zu erreichen, nur noch theoretischer Natur sind, steckt der Freitags-Gegner, die EA Schongau, mittendrin im Kampf um die Playoff-Pätze. Durch das 6:1 über Geretsried und die gleichzeitigen Niederlagen der Konkurrenten konnten die auf Platz zehn rangierenden Mammuts den Abstand zum rettenden Ufer auf vier Zähler verkürzen.
Schon fix dabei in der Verzahnungsrunde mit der Oberliga ist Tabellenführer Höchstadter EC. Die Alligatoren haben bereits 50 Zähler auf dem Konto, schwächelten zuletzt allerdings etwas. Nachdem sich die Jun-Truppe von der Niederlage in Passau vor drei Wochen erholt zu haben schien, setzte es am vergangenen Sonntag die erste Heimpleite der Saison: mit 4:5 gegen EVM-Tabellennachbar EC Pfaffenhofen. 

EVM enttäuscht bei 2:5-Pleite in Germering

Montag, 18. Dezember 2017
Der EV Moosburg hat am Sonntag die große Chance verpasst, den Anschluss zu den Playoff-Rängen wieder herzustellen. Die Konkurrenz patzte zwar durch die Bank, aber auch der EVM verließ die Eisfläche im Germeringer Polariom ohne Punkte: 2:5 (0:1, 0:3, 2:1) hieß es nach einem schwachen Auftritt der Startschew-Truppe.
Bereits nach dem Aufwärmen beschlich den Beobachter das Gefühl, dass es für die Grün-Gelben nicht viel zu holen geben würde. Man schimpfte über das schlechte Eis, von der Power der vergangenen Wochen war nicht viel zu sehen. Geradezu lethargisch gingen die Moosburger dann auch in die Partie. Von zwei schwachen Teams waren sie das noch schwächere. Germering hatte mehr Spielanteile, wirkte bei den Torabschlüssen aber auch recht einfallslos. Die Konter der Gäste – falls mal ein Pass ankam – sorgten ebenfalls nicht gerade für Angst und Schrecken im gegnerischen Drittel. Fast schon bezeichnend, dass der einzige Treffer der ersten 20 Minuten einer Einzelaktion des EVG-Kontingentspielers Jaroslav Sarsok entsprang.
Ein dicker Defensiv-Patzer ermöglichte den Hausherren im zweiten Drittel das frühe 2:0. In der Folge jedoch rissen sich die Moosburger endlich zusammen und erspielten sich einige erstklassige Torchancen. Doch jubeln durften wieder nur die anderen: Zum Ende des Abschnitts sorgten die Germeringer mit den Toren drei und vier für die Vorentscheidung.
Immerhin gaben die Startschew-Schützlinge im Schlussdrittel nicht auf. Nachdem Daniel Schander der 1:4-Anschluss (45.) gelungen war, leisteten sich die Gastgeber einige Strafzeiten. Der EVM war wieder im Spiel – erst recht, als Patrice Dlugos bei 5:3-Überzahl das zweite Gäste-Tor markierte. Doch Germerings Kontingent-Goalie Martin Hauser wuchs nun über sich hinaus und verhinderte weitere Moosburger Tore. Ein Treffer des Ex-EVM-Stürmers Florian Fischer drei Minuten vor dem Ende sorgte für die endgültige Entscheidung.
Passau, Buchloe und Geretsried – sie alle gingen am Sonntag ebenfalls leer aus. Doch anstatt die Konkurrenz-Pleiten zu nutzen und den Abstand auf Rang acht auf sechs Zähler zu verkürzen, bleibt die Lücke aus Moosburger Sicht neun Punkte groß – bei nur noch sechs Spieltagen.

Tore: 1:0 (14:59) Sarsok, 2:0 (22:00) Pfeil, 3:0 (36:14) Czaika (Feilmeier, Sohr), 4:0 (39:14) Kreß (Feilmeier), 4:1 (45:12) Schander (Michel), 4:2 (51:55) Dlugos (5-3; Michel, Schander), 5:2 (57:50) Fischer (Feilmeier, Czaika). Strafminuten: 12/6+10 (Möhle). Zuschauer: 164.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Ohr, Steiger, Loidl, Hanöffner; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Kankovsky, Asen, Möhle, Retzer. 

Der Kapitän geht von Bord: EVM fährt ohne Jeske nach Germering

Freitag, 15. Dezember 2017
Obwohl für den EV Moosburg an diesem Wochenende mit dem Kellerduell bei den Wanderers Germering (Sonntag um 18 Uhr; Busabfahrt 15 Uhr) lediglich eine Partie ansteht, war die Woche alles andere als entspannend. Eine personelle Hiobsbotschaft sorgte für lange Gesichter.
Mehr oder weniger aus dem Nichts kam die Mitteilung von Verteidiger Mathias Jeske Anfang der Woche an den Vorstand, mit sofortiger Wirkung zum Liga-Konkurrenten Erding Gladiators wechseln zu wollen. „Normalerweise heißt es ja: Der Kapitän geht als Letzter von Bord“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. „Umso überraschender und enttäuschender ist für uns Matzes Entschluss.“ Gegenüber der Führungsriege gab Jeske an, schon seit einiger Zeit Probleme mit Coach Dimitri Startschew zu haben. Die Kritik des Trainers an Jeskes Abwehrverhalten im letzten Drittel des Sonntagsspiels in Dorfen, wo man bekanntlich den möglichen Sieg aus der Hand gegeben hat, schien beim Käptn das Fass zum Überlaufen gebracht zu haben. Amann: „Auch wenn wir der Meinung sind, dass man mit so einer Situation auch hätte anders umgehen können, akzeptieren wir seine Entscheidung und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“ Jeske soll die an einer Verletztenmisere leidenden Erdinger bereits am Sonntag im Heimspiel gegen Landsberg verstärken.
Ebenso den Verein verlassen haben zwei Stürmer, die heuer allerdings nicht mehr im Moosburger Kader standen: Lukas Krämmer, Bruder von EVM-Verteidiger Bastian Krämmer (ebenfalls nach Erding; letzter Einsatz 2014) sowie Patrik Samanski, der aus beruflichen Gründen nur noch Zeit für die Bezirksliga hat und sich dem ESV Gebensbach anschließen wird.
Apropos anschließen: Um den Anschluss an die einstelligen Tabellenplätze herzustellen, braucht der EV Moosburg auch in Germering alle drei Punkte. Dass man in den vergangenen drei Spielen immerhin sechs Zähler geholt hat, deutet doch auf einen leichten Aufwärtstrend hin, der bei den Wanderers fortgesetzt werden soll. Die stehen derzeit als Tabellenzwölfter und mit einem Punkt weniger auf dem Konto unmittelbar hinter den Grün-Gelben. Klar ist: Wer diese Partie verliert, kann sich bereits auf die Abstiegsrunde einstellen. Im Hinspiel erkämpften sich die Dreirosenstädter durch einen Treffer neun Sekunden vor der Schlusssirene immerhin einen Punkt. Der Torschütze hieß übrigens Mathias Jeske. 

Späte Miculka-Gala entscheidet das Derby

Montag, 11. Dezember 2017
Zwei Drittel lang sah es am Sonntag ganz danach aus, als könnte der EV Moosburg dem Tabellenzweiten ein Bein stellen. Im Schlussabschnitt wurden die Dorfener Eispiraten ihrer Favoritenrolle aber doch noch gerecht und gewannen nach vier Treffern ihres Torjägers Lukas Miculka das Derby mit 5:1 (0:0, 1:1, 4:0).
Die Schlüsselszene der Partie spielte sich in der 42. Minute ab: Beim Stande von 1:1 prallte ein Moosburger Schuss ans Torgestänge der Gastgeber (einige Fans wollten ihn sogar drin gesehen haben). Doch während die Grün-Gelben noch mit dem Schicksal haderten, schaltete der ESC blitzschnell um und erzielte per Konter einfach selber das 2:1. „Gute Frage, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn uns dieses Tor gelungen wäre“, rätselte EVM-Coach Dimitri Startschew. In den verbleibenden 18 Minuten ging bei seinen Schützlingen nämlich gar nichts mehr – und die Show des Dorfener Tschechen Lukas Miculka, der bereits für die beiden ersten Treffer verantwortlich war, wurde mit zwei weiteren Toren zu einer echten Gala.
Trotzdem war das 5:1 am Ende wohl den einen oder anderen Treffer zu hoch. Die Moosburger hatten – bis auf ein paar Anlaufschwierigkeiten in den ersten fünf Minuten – zwei Drittel lang einen ebenbürtigen Gegner abgegeben, der sich, wie die Hausherren, zahlreiche gute Chancen erarbeitete. Doch beide Torhüter – Thomas Hingel auf Moosburger und Kevin Yeingst auf Dorfener Seite – hatten einen absoluten Sahnetag erwischt.
Umso mehr freute sich EVM-Nachwuchsstürmer Hermann Azimov (18), dass es ausgerechnet ihm nach 22 Minuten mit seinem ersten Bayernliga-Treffer gelungen war, die Nullnummer zu beenden. Das sollte bis zum Schluss jedoch das einzige Gästetor bleiben.
Am Freitag hat Moosburg spielfrei. Um Punkte geht es erst wieder am Sonntag in Germering (18 Uhr).

Tore: 0:1 (22:18) Azimov (Jeske), 1:1 (27:50) Miculka (Sorsak, Waldhausen), 2:1 (41:26) Miculka (Seidlmayer, Sorsak), 3:1 (46:17) Miculka (Sorsak; 5-4), 4:1 (54:56) Sorsak (Miculka), 5:1 (56:31) Miculka (Sorsak, Hills). Strafminuten: 4/6. Zuschauer: 240.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Steiger, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Hanöffner, Kankovsky, Asen, Möhle, Retzer. 

5:3 gegen Geretsried: EVM dreht Spiel im zweiten Drittel

Sonntag, 10. Dezember 2017
Drei weitere wichtige Zähler für den EV Moosburg: Durch das freitägliche 5:3 (1:2, 3:0, 1:1) über den ESC Geretsried verbesserten sich die Dreirosenstädter auf Tabellenplatz elf. Und auch der Abstand zur Playoff-Zone der Bayernliga schrumpfte.
Es war Geduld gefragt – bei Zuschauern, den Moosburger Spielern und den Schiedsrichtern. Wegen den winterlichen Straßenverhältnisse steckte der Geretsrieder Mannschaftsbus nämlich in einem Stau auf der A 9 fest. So konnte die Begegnung erst mit dreiviertelstündiger Verspätung angepfiffen werden.
Waren EVM-Käptn Mathias Jeske und Co. schon wegen dieser Verzögerungen ziemlich genervt, gesellten sich im ersten Drittel einige fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen dazu. Los ging’s bereits nach eineinhalb Minuten mit einem umstrittenen Penalty, den die Gäste allerdings verschossen. Auch die drei folgenden Strafzeiten gegen Moosburg sorgten teils für Rätselraten. Die dritte Überzahl nutzt der ESC dann zum 0:1. Doch der EVM meldete sich nach einer Viertelstunde zurück: Mit seinem ersten Saisontor besorgte Max Retzer den verdienten Ausgleich. Pech dann in der 20. Minute: Jakob Killermann scheiterte am Pfosten – und im Gegenzug gelang den Riverrats ihr zweites Tor.
Aber die Hausherren wollten unbedingt den Sieg – das war ihnen speziell im zweiten Abschnitt anzumerken. Nach mehreren vergebenen Chancen kippte per Daniel-Doppelschlag das Match: Schander (im Powerplay) und Möhle schossen den EVM in der 30. Minute in Führung. Jetzt haderten die Geretsrieder mit den Schiri-Entscheidungen. Und so war es eine erneute 5:4-Situation, die die Grün-Gelben kurz vorm zweiten Pausentee zum 4:2 nutzten.
In den letzten 20 Minuten versuchten die vom Stau ausgebremsten Gäste all das nachzuholen, was sie vorher verpasst hatten: Doch mehr als das dritte Tor (47.) sollte dem ESC trotz verstärkter Offensivbemühungen nicht mehr gelingen. Ein Powerplay ab der 58. Minute sorgte zwar noch einmal für Spannung, die beendete, kurz nachdem das Überzahlspiel vorbei war, jedoch Moosburgs Verteidiger Kevin Steiger mit einem Empty-Net-Goal 22 Sekunden vor der finalen Sirene.
Der EVM hat nach diesem Spieltag das Saisonziel – Rang acht – immerhin wieder in Sichtweite. Es dürfte allerdings ein Kraftakt nötig sein, um den Sieben-Punkte-Rückstand noch aufzuholen.

Tore: 0:1 (12:19) Poch (Horvath, Fuchs), 1:1 (15:26) Retzer (Möhle, Steiger), 1:2 (19:36) Merl (Köhler), 2:2 (29:00) Schander (Michel, Dlugos), 3:2 (29:51) Möhle (Retzer, Steiger), 4:2 (38:01) Schander (Michel, Jeske), 4:3 (46:13) Berger (Horvath), 5:3 (59:36) Steiger (Hanöffner). Strafminuten: 14/12. Zuschauer: 145.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Steiger, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Hanöffner, Kankovsky, Asen, Möhle, Retzer. 

Gegen Geretsried soll ein Heimsieg her - Wawrotzki zurück nach Passau

Donnerstag, 7. Dezember 2017
Platz acht abhaken? Dazu ist es neun Spieltage vor Ende der BEL-Vorrunde wohl noch zu früh. „Solange es theoretisch möglich ist, geben wir nicht auf“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann vor dem letzten Doppelwochenende in diesem Jahr. Da passt es wohl ganz gut, dass, bevor die Grün-Gelben am Sonntag zum Derby bei den Dorfener Eispiraten (17 Uhr) antreten, am Freitag mit dem ESC Geretsried der Tabellenachte in der Sparkassen-Arena zu Gast ist (19.30 Uhr). Direkt nach der Partie steigt die Christbaumversteigerung im Eisstüberl, zu der auch alle Fans herzlich eingeladen sind.
Personell musste der EVM am Dienstag einen schmerzhaften Rückschlag einstecken: Angreifer Oliver Wawrotzki teilte dem Vorstand mit, dass er die Pendlerei – Wohnen in Dingolfing, studieren in Passau und Eishockeyspielen in Moosburg – zeitlich nicht mehr schaffe und er deshalb zu den Black Hawks Passau zurückkehren wolle. „Das ist natürlich schade. Aber wir haben Verständnis für Olis Situation und ihm deshalb auch keine Steine in den Weg gelegt“, so Amann. Man werde sich zwar nach einem Nachfolger auf dem (ziemlich leergefegten) Spielermarkt umsehen, jetzt aber erst mal denen vertrauen, die da sind. Da sowohl Verteidiger Kevin Steiger als auch Stürmer Alexander Asen am Wochenende wieder im Kader stehen werden, kann Trainer Dimitri Startschew ohne größere Probleme drei komplette Blöcke aufbieten.
Eine besondere Bedeutung kommt ohne Zweifel dem Heimspiel gegen den ESC Geretsried zu. Die River-Rats stehen momentan nämlich auf dem begehrten achten Tabellenplatz, von dem der EVM zehn Punkte entfernt ist. Drei Punkte für Moosburg sind also Pflicht, wenn die Play-off-Region zumindest theoretisch ein Thema bleiben soll. In Geretsried verloren die Startschew-Schützlinge das Hinspiel zwar mit 7:3, wie man den ESC schlagen kann, zeigte aber heuer bereits ein Vorbereitungsspiel, in dem der EVM zu einem überraschend deutlichen 10:2 gekommen ist.
Mit 3:7 ging das Hinspiel auch gegen Dorfens Eispiraten verloren, bei denen die Dreirosenstädter am Sonntag ran müssen. Nach kurzer Schwächephase mit vielen Gegentoren hat sich die Truppe um den Moosburger Christian Seidlmayer am vergangenen Wochenende wieder zurückgemeldet und nicht nur die Erdinger im Landkreisduell (4:3), sondern auch den heutigen EVM-Gegner Geretsried mit – genau – 7:3 geschlagen. Amann: „In Dorfen hängen die Trauben traditionell hoch. Aber wir hoffen auf die alten Derby-Gesetze.“ 

EVM im Derby-Modus: Verdienter 6:4-Sieg bei den IceHogs

Montag, 4. Dezember 2017
Nach zwei deftigen Niederlagen hat der EV Moosburg wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Beim Hallertau-Derby in Pfaffenhofen erkämpften sich die Dreirosenstädter am Sonntag einen 6:4 (2:1, 2:2, 2:1)-Sieg. Damit gelang auch die Revanche für die unglückliche 1:2-Hinspielpleite gegen die IceHogs.
Wirkten die Moosburger am Freitag gegen Peißenberg noch wie das Kaninchen vor der Schlange, war schon die Körpersprache im „Hopfendome“ eine ganz andere: Von Beginn an befanden sich die Grün-Gelben im Derby-Modus, gingen durch David Michel bereits nach drei Minuten in Führung. Die Hausherren, die in den jüngsten fünf Partien immerhin neun Zähler geholt hatten, konnten kaum Akzente setzen, verloren die Scheibe oft schon früh gegen den diesmal auch defensiv gut stehenden EVM. Als dem ECP nach einer Viertelstunde doch der Ausgleich gelang, antwortete Moosburgs Daniel Schander wenige Minuten später mit der abermaligen Gäste-Führung.
Im zweiten Durchgang wogte das Match hin und her: Daniel Möhle erhöhte zunächst auf 1:3 (26.), doch Pfaffenhofen meldete sich nach einer guten halben Stunde bei 5:3-Überzahl mit dem Anschlusstreffer zurück. Kurz darauf jubelten zwar erneut die mitgereisten EVM- Fans – Patrice Dlugos hatte einen Lenczyk-Pass verwertet –, doch als die Moosburger in Minute 38 unglücklich im gegnerischen Drittel die Scheibe herschenkten, konterten sich die IceHogs wieder auf 3:4 heran.
Der Schlussabschnitt war dann nicht mehr ganz so dramatisch: Nachdem Michel zum Doppeltorschützen aufgestiegen war (45.), gelang Jakob Killermann auf Zuspiel seines Ex-DNL-Kollegen aus Landshut, Max Retzer, der Treffer zum vorentscheidenden 3:6. Dass es in den letzten zehn Minuten doch noch einmal spannend wurde, hatten die Gastgeber dem Hauptschiedsrichter zu verdanken, der nach angezeigter Strafe und Puckkontrolle beider Mannschaften anscheinend „vergessen“ hatte, die Begegnung zu unterbrechen – und so dem EC Pfaffenhofen den vierten Treffer ermöglichte. Der war zum Schluss aber nur noch von statistischer Bedeutung.

Tore: 0:1 (2:17) Michel (Schander, Jeske), 1:1 (14:24) Kurnosow (Seibert, Oexler), 1:2 (18:34) Schander (Michel, Jeske), 1:3 (25:45) Möhle (Retzer, Krämmer), 2:3 (32:23) Fardoe (Chemello, Bauer), 2:4 (34:40) Dlugos (Lenczyk, Schander), 3:4 (37:44) Kurnosow (Birk), 3:5 (44:26) Michel (Schander), 3:6 (47:17) Killermann (Retzer, Krämmer), 4:6 (48:07) Huber. Strafminuten: 12/12. Zuschauer: 128.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Hanöffner, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Möhle, Retzer. 

EVM verschießt sein Pulver beim 1:6 gegen Peißenberg früh

Sonntag, 3. Dezember 2017
Der Wunsch von EVM-Coach Dimitri Startschew, das Wochenende mit sechs Punkten abzuschließen, hatte sich bereits am Freitagabend erledigt: Beim 1:6 (0:1, 1:3, 0:2) gegen den TSV Peißenberg konnten die Moosburger lediglich im ersten Drittel überzeugen.
Das erste Spiel von Neuzugang Max Retzer hätte mit einem Traumstart beginnen können: Nach nicht einmal 20 Sekunden düpierte der Landshuter die Hintermannschaft der Gäste und passte auf Jakob Killermann, der allerdings freistehend verzog. Doch Retzer brachte viel Schwung und Dynamik in das Moosburger Spiel, war die prägende Figur der ersten 20 Minuten. Davon ließen sich auch seine Mitspieler anstecken. Der EVM hatte deutlich sichtbare Vorteile und schien an die Leistung der beiden jüngsten Heimsiege anknüpfen zu können. Bei zwei, drei weiteren guten Möglichkeiten war jedoch TSV-Schlussmann Jakob Goll immer die Endstation. Schade, dass sich die Hausherren durch eine Unachtsamkeit in Unterzahl 25 Sekunden vor der ersten Pause das unnötige 0:1 einfingen.
Dieses Tor zeigte Wirkung. Peißenberg übernahm im zweiten Abschnitt die Initiative und zwang nun Thomas Hingel zu einigen Glanzparaden. Moosburg wackelte, kam dann bei einer 4:4-Situation zum in dieser Phase nicht unbedingt erwarteten Ausgleich (28.). Doch anstatt den Rückenwind zu nutzen, stimmte keine Minute später die Zuordnung nicht und man kassierte das 1:2. Nur gut, dass Gäste-Kontingentspieler Brandon Morley in der Folge einen Penalty versemmelte. Doch ins Spiel fanden die Dreirosenstädter nicht mehr zurück: Die Eishackler durften vor Hingels Gehäuse nach Belieben kombinieren und markierten gut eine Minute vor dem zweiten Pausentee Treffer Nummer drei. Aber das sollte es in diesem Durchgang noch nicht gewesen sein: Einen Puckverlust im gegnerischen Drittel bestraften die Gäste per Konter – 1:4 (39.).
Von diesem Schock erholten sich die Grün-Gelben nicht mehr. Im Schlussabschnitt spielte nur noch der TSV. Dass es die Peißenberger da bei zwei Treffern bewenden ließen, hatte der EVM nicht zuletzt seinem Keeper zu verdanken.

Tore: 0:1 (19:35) Ebentheuer (Lenz, Morley), 1:1 (28:02) Schander (Michel), 1:2 (29:00) Barth M. (Mooslechner, Andrä), 1:3 (38:49) Hörndl (Barth, Andrä), 1:4 (39:54) Eichberger (Barth M., Höfler), 1:5 (44:46) Estermaier (Eichberger, Höfler), 1:6 (52:28) Andrä (Müller, Mooslechner). Strafminuten: 14/6. Zuschauer: 131.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Hanöffner, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Möhle, Retzer. 

Der Coach will alle sechs Punkte

Donnerstag, 30. November 2017
Als Trainer des Tabellenvorletzten ein Sechs-Punkte-Wochenende zu fordern, klingt gewagt – aber genau das macht Moosburgs Dimitri Startschew vor dem Freitags-Heimspiel gegen den TSV Peißenberg (19.30 Uhr) und dem Derby-Auftritt am Sonntag beim EC Pfaffenhofen (17.30 Uhr).
„Davon waren wir schon in der Hinrunde nicht weit weg“, begründet Startschew seinen Vorstoß. In der Tat: In Peißenberg hat der EVM am dritten Spieltag mit 6:5 seinen ersten Saisonsieg gefeiert und die 1:2-Heimniederlage gegen den EC Pfaffenhofen zwei Tage später war angesichts der Dominanz der Dreirosenstädter mehr als ärgerlich.
Für die Grün-Gelben geht es auch darum, möglichst schnell den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Zumindest der Sprung von Platz 13 auf Rang 11 wäre an diesem Wochenende möglich. Den belegen gerade die Pfaffenhofener IceHogs – mit drei Zählern Vorsprung auf Moosburg. Doch einfach werden beide Aufgaben nicht. Peißenberg verlor zuletzt zwar daheim gegen Geretsried, hat aber auch mit einigen deutlichen Auswärtssiegen auf sich aufmerksam gemacht. Der ECP überraschte vergangenen Sonntag mit einem Overtime-Sieg beim Tabellenzweiten ESC Dorfen.
Was das zur Verfügung stehende Personal für dieses Wochenende betrifft, wechseln sich bei Startschew gerade Licht und Schatten ab. In der Offensive sieht es sehr gut aus: Mit Jan Herrmann und Jakob Killermann sind in dieser Woche zwei junge Angreifer in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt, während der Landshuter Neuzugang Max Retzer (20) – Transferfenster-Stichtag: 1. Dezember – endlich sein Debüt geben kann. „Geplant ist, dass Max in die Reihe zu Tobias Hanöffner und Daniel Möhle kommt“, kündigt Startschew an.
Defensiv plagen den Trainer jedoch Sorgen: Kevin Steiger (Auslandsaufenthalt) wird dem EVM erst in einer Woche wieder zur Verfügung stehen und Philipp Ujcik hat sich in Landsberg das Innenband angerissen. Drei bis vier Wochen fällt er damit wohl aus. Besser sieht es bei Bastian Krämmer aus, der gerade an einer Fingerverletzung laboriert. Startschew: „Ich denke aber, dass Basti am Wochenende spielen wird.“ 

EVM landet in Landsberg wieder auf dem Boden der Tatsachen

Montag, 27. November 2017
Nach zuletzt zwei Siegen in Serie ist der EVM am Sonntag in Landsberg wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Beim Tabellendritten der Bayernliga gab’s eine 9:2 (5:0, 1:2, 3:0)-Klatsche. Unschöne Begleiterscheinung: Die Verletzungssorgen sind wieder da.
Die Hoffnung von Moosburgs Coach Dimitri Startschew, die Euphorie aus den vergangenen beiden Heimspielen in die Landsberger Eishalle mitzunehmen, war schon bei der Abfahrt gedämpft. Neben den erkrankten Youngstern Jakob Killermann und Julian Fink hatten sich auch Abwehrspieler Kevin Steiger (weilt bis Ende dieser Woche im Ausland) und Angreifer Daniel Schander (bekam gegen Passau einen Schuss auf den Fuss) abgemeldet. Die Folge: Wieder keine drei Blöcke.
Dass auch die Riverkings nur 14 Feldspieler aufbieten konnten, half dem EVM wenig. Der Qualitätsunterschied war speziell in den ersten 20 Minuten zu massiv. Das flotte Angriffsspiel der Landsberger lief einige Stundenkilometer zu schnell für die Gäste, die nur sechs Minuten lang die Null auf der Anzeigetafel verteidigen konnten. Dann ging’s dahin: Bis zur 17. Minute zogen die Gastgeber auf 5:0 davon, nahezu jeder Defensivaussetzer wurde sofort bestraft. Und vorne dauerte es fast eine Viertelstunde, bis sich die Grün-Gelben ihre erste Chance erspielen konnten. Dass Verteidiger Philipp Ujcik zum Pausentee eher humpelte als lief – und deshalb auch gleich in der Kabine blieb – trübte die Laune von Startschew zusätzlich.
Im zweiten Abschnitt trat Moosburg immerhin kompakter und konzentrierter auf – wobei der HC Landsberg auch nicht mehr 100 Prozent gab. „Bei uns wollte in der Phase jeder selber glänzen und schießen. Aber das geht halt nicht“, lautete das Fazit von HCL-Trainer Randy Neal. Kurz nach dem sechsten Landsberger Treffer enteilte Daniel Möhle den Riverkings in Unterzahl und traf zum 1:6. Der EVM traute sich jetzt mehr zu, präsentierte ansehnliche Spielzüge. Einen solchen schloss Tobias Hanöffner in der 37. Minute mit dem zweiten Moosburger Tor ab.
Spannend wurde es aber nicht mehr. Den Gästen fehlten Ideen und Mittel, um den Abstand weiter zu verkürzen. Dafür gab Landsberg in dem zunächst vor sich hinplätschernden Schlussabschnitt noch einmal Gas: 7:2, 8:2, 9:2 – immerhin wurde die Niederlage nicht wieder zweistellig. Das Hinspiel in Moosburg hatte der HCL bekanntlich mit 10:3 gewonnen.

Tore: 1:0 (6:06) Slavicek (Menge, Maag), 2:0 (7:36) Neal (Wedl, Fischer), 3:0 (10:15) Wedl (Menge, Neal), 4:0 (14:58) Neal (5-4; Menge, Geisberger), 5:0 (16:31) Kerber M. (5-4; Fischer, Curmann), 6:0 (23:14) Menge (Wedl, Slavicek), 6:1 (25:40) Möhle (4-5; Lenczyk, Krämmer), 6:2 (37:04) Hanöffner (Wawrotzki, Möhle), 7:2 (45:56) Reuter (Curmann, Geisberger), 8:2 (53:20) Reuter (5-4; Hauck, Fischer), 9:2 (54:50) Neal (Slavicek, Menge). Strafminuten: 12/14. Zuschauer: 685.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Jeske, Lenczyk, Ohr, Krämmer, Loidl; Azimov, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Möhle, Hanöffner, Dlugos. 

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