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1:4 in Königsbrunn: Zwei Aussetzer kosten EVM mögliche Punkte

Samstag, 17. Februar 2018
Zwei Moosburger Aussetzer zu Beginn des letzten Drittels reichten dem EHC Königsbrunn, auch das Rückspiel für sich zu entscheiden. 4:1 (1:0, 0:1, 3:0) hieß es am Ende von 60 engen Minuten, in denen eine über weite Strecken gute Vorstellung der Gäste nicht belohnt wurde.
Der Geschenkkorb, der ihm zu seinem 60. Geburtstag vom Vorstand überreicht wurde, kam bei EVM-Trainer Bernie Englbrecht zwar gut an, noch mehr hätte er sich aber wohl über gewisse Geschenke seiner Mannschaft gefreut. Die Probleme begannen bereits Donnerstagabend: "Comebacker" Lukas Varecha meldete sich ebenso mit Grippe ab wie Verteidiger Florian Müller. Und da auch hinter den Einsätzen der kränkelnden Thomas Hingel, Kevin Steiger und Max Retzer große Fragezeichen standen, musste man schmerzhafte personelle Engpässe befürchten. Immerhin fuhren die drei Letztgenannten mit.
Auf dem Eis gaben die Moosburger trotz der alles andere als idealen Voraussetzungen einen gleichwertigen Gegner ab, der sich auch vom ersten (Konter-)Tor der Hausherren nicht verunsichern ließ. Diszipliniert in der Defensive (nur eine Strafzeit), engagiert in der Offensive (mehr Torschüsse als die Gastgeber) - so präsentierten sich die Grün-Gelben den rund 500 Zuschauern. Im zweiten Abschnitt waren sie sogar die dominierende Mannschaft mit klarem Chancenplus. Die Königsbrunner Star-Truppe, die durch ihre überfallartigen Angriffe immer gefährlich blieb, konnte sich diesmal aber auf einen gut aufgelegten Keeper verlassen, der seinen Kasten bis zur 34. Minute sauber hielt. Dann markierte Tobias Hanöffner per Nachschuss den überfälligen Treffer zum 1:1. Und auch in der Folge boten sich den Englbrecht-Schützlingen gute Chancen, noch das eine oder andere Tor draufzusetzen - die wurden aber allesamt vergeben. "Schade", sagte der Coach nach der Partie. "Nach dem zweiten Drittel hätten wir eigentlich in Führung liegen müssen."
Zu Beginn der letzten 20 Minuten schienen die Gäste mit dem Kopf noch in der Kabine zu sein: Zweimal ließ man die starken Stürmer der Pinguine ohne großen Widerstand gewähren - und die bedankten sich mit dem 2:1 (41.) und dem 3:1 (43.). Ein Schock, von dem sich der EVM nicht mehr erholte. Zwar wirkten die Dreirosenstädter bis zur Schlusssirene bemüht, noch einmal heranzukommen, große Gefahr strahlten sie jedoch nicht mehr aus. Als Englbrecht in der Schlussminute den trotz seiner Erkrankung stark haltenden Goalie Hingel auf die Bank geholt hatte, beendeten die Königsbrunner die Partie - wie auch im Hinspiel - mit einem Schuss ins leere Tor.

Tore: 1:0 (8:20) Trupp H. (Lieb, Trupp C.), 1:1 (33:17) Hanöffner (Svec), 2:1 (40:47) Zimmermann P. (Fettinger, Trupp H.), 3:1 (42:28) Carciola (Fischer), 4:1 (59:00) Szwez (EN). Strafminuten: 8/2. Zuschauer: 525.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Fink, Krämmer, Ohr, Steiger, Lenczyk, Loidl; Schander, Svec, Dlugos, Hermann M., Hanöffner, Asen, Killermann, Retzer, Michel, Möhle. 

Jetzt müssen Punkte her: EVM in Königsbrunn und daheim gegen Buchloe

Donnerstag, 15. Februar 2018
Verlieren verboten! Acht Spieltage vor Ende der Saison steht der EV Moosburg vor einem richtungsweisenden Wochenende: Zum Rückrunden-Start der Verzahnungsrunde geht’s zunächst am Freitag nach Königbrunn (20 Uhr), am Sonntag empfangen die Grün-Gelben dann um 17.15 Uhr den ESV Buchloe. Beim Blick auf die Tabelle wird klar: Beide Partien gehören zur Kategorie Sechs-Punkte-Spiel.
Hätte Bernie Englbrecht vor einigen Wochen nicht die Trainerstelle beim EVM übernommen, könnte er am Freitag groß feiern: Der frühere Nationalmannschafts-Goalie wird nämlich 60 Jahre alt. Doch die Festivitäten werden wohl etwas kleiner ausfallen – um 16.30 Uhr ist Busabfahrt zum wichtigen Playdown-Spiel beim EHC Königsbrunn. „Das wird ein ganz entscheidendes Wochenende“, sagt der Coach. „Wenn wir nicht ausreichend punkten, sieht’s zappenduster aus. So ist die Lage.“
Mit sieben Zählern aus den bisherigen sechs Spielen belegen die Moosburg Platz sechs. Der rettende dritte Platz ist derzeit fünf Punkte entfernt, allerdings haben die Dreirosenstädter auch noch das Nachholspiel gegen Bad Kissingen zu absolvieren. Aber auf dieses hätte man in Moosburg gerne verzichtet. Die kurzfristige Absage und einige Fragezeichen hinter fehlenden Spielern der Unterfranken weckten doch die Hoffnung, dass der Verband das Match für den EVM werten könnte. Am Dienstag dann jedoch die Nachricht: Es muss am 9. März nachgeholt werden.
Doch vor dem finalen Doppelpack gegen den Tabellenführer – das sind die Kissinger Wölfe momentan – bekommt es die Englbrecht-Truppe jetzt erst mal mit dem Zweiten zu tun. Zuhause gegen die Königsbrunner Pinguine schrammte man beim 6:8 denkbar knapp an Zählbarem vorbei. Der Trainer weiß auch warum: „Die vielen Strafen haben uns aus der Bahn gebracht.“ Beim EHC fordert er deshalb mehr Disziplin von seinen Jungs, wenn es darum geht, die stürmenden Ex-Profis wie Fabio Carciola, Jeffrey Szwez oder Matthias Forster in den Griff zu kriegen.
Von Rückkehrer Lukas Varecha erwartet sich Bernie Englbrecht derweil in der eigenen Offensive wichtige Impulse. „Das, was ich bisher vom ihm gesehen habe, stimmt mich schon optimistisch, dass er uns weiterhelfen kann.“ Er laborierte unter der Woche allerdings ebenso wie einige andere Moosburger an einem grippalen Infekt. Am Mittwoch waren nur 14 Spieler im Training, der Coach hofft allerdings, dass der eine oder andere bis zum Wochenende wieder fit ist.
Besser präsentieren als in den vergangenen beiden Aufeinandertreffen mit dem ESV Buchloe will sich der EVM am Sonntag, wenn die Pirates in die Sparkassen-Arena kommen. 2:11 und 4:9 – mit diesen ziemlich deutlichen Resultaten musste man sich zuletzt bei den auf Platz fünf rangierenden Freibeutern geschlagen geben. Der Grund waren für Englbrecht in beiden Spielen „jeweils zehn Minuten, in denen nichts funktioniert hat“. Durchhänger, die man sich im Kampf um den Klassenerhalt einfach nicht erlauben könne. Doch so mager die Bilanz auswärts gegen den ESV aussieht – auf heimischem Eis tun sich die Moosburger gegen Buchloe meistens leichter. So auch heuer in der Hauptrunde, als man – noch unter Dimitri Startschew – Mitte November mit 4:3 nach Penaltyschießen den ersten Heimsieg der Saison gefeiert hat. 

Bad-Kissingen-Spiel wird am 9. März nachgeholt

Mittwoch, 14. Februar 2018
Das am vergangenen Freitag von den Gästen abgesagte Verzahnungsrunden-Spiel zwischen dem EVM und dem EC Bad Kissingen wird am Freitag, 9. März, um 19.30 Uhr in der Sparkassen-Arena nachgeholt. Zu dieser Entscheidung kam am Dienstag der BEV. Damit bekommen es die Moosburger am letzten Punktspielwochenende dieser Saison gleich zweimal mit dem aktuellen Spitzenreiter zu tun. Denn am Sonntag, 11. März, müssen die Englbrecht-Schützlinge um 18 Uhr in Unterfranken antreten. Im Raum stand in den vergangenen Tagen auch eine Wertung der Partie zugunsten der Moosburger. Doch seitens des EC Bad Kissingen wurden wohl alle für die (sehr kurzfristige) Absage nötigen Atteste der verletzten bzw. erkrankten Spieler vorgelegt. "Wir akzeptieren die Verbandsentscheidung natürlich", sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Sonderlich glücklich sei man mit der aus der Absage resultierenden Situation allerdings nicht. 

Heimspiel gegen Bad Kissingen abgesagt

Freitag, 9. Februar 2018
Achtung: Das heutige Heimspiel des EV Moosburg gegen den EC Bad Kissingen wurde von den Gästen abgesagt. Als Grund wurden zu viele verletzte, kranke bzw. beruflich verhinderte Spieler angegeben. Die Absage hat inzwischen auch die Spielgruppenleitung des BEV bestätigt. Ein Nachholtermin ist noch nicht bekannt. 

EVM hofft gegen Bad Kissingen auf den Varecha-Effekt

Donnerstag, 8. Februar 2018
Der knallharte Kampf um den Klassenerhalt in der Bayernliga macht’s nötig: Im letzten Hinrunden-Spiel der Verzahnungsrunde am Freitag zuhause gegen Tabellenführer EC Bad Kissingen (19.30 Uhr) wird der EV Moosburg mit drei Kontingentspielern auflaufen – wobei der Gegner aus Unterfranken sogar noch deutlich mehr internationale Erfahrung aufs Eis bringt.
Die Freude in der Mannschaft und in den sozialen Netzwerken war groß, als Anfang der Woche durchsickerte, dass mit Lukas Varecha der Moosburger Topscorer der BEL-Saison 2015/16 (31 Tore, 30 Assists) sein Comeback in der Dreirosenstadt gibt. „Obwohl Lukas nach dem Oberliga-Aufstieg mit Memmingen heuer eigentlich gar nicht Eishockey spielen wollte, hat es uns umso mehr gefreut, dass er sich bei unserem Vorstand gemeldet und seine Hilfe für den Abstiegskampf angeboten hat“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. „Er kennt das Umfeld und bringt viel Qualität in unsere Offensive.“ Neben David Michel und Emil Svec ist Varecha nun der dritte Tscheche im EVM-Kader.
Im Team der Kissinger Wölfe, die aufgrund ihrer Transferpolitik im bayerischen Eishockey einen Beliebtheitsgrad erreicht haben, der mit dem von RB Leipzig im Fußball vergleichbar ist, finden sich gleich mehr als zehn Spieler, die ihre Eishockey-Ausbildung außerhalb Deutschlands genossen haben – von Schweden über Kanada und Litauen bis Russland. „Ich bin dem Verband ein Dorn im Auge, das weiß ich“, sagt der Vereinschef und Co-Trainer der Bad Kissinger, Michael Rosin. Aber ihm gehe es nun mal darum, „in der Region hochwertiges Eishockey zu zeigen“.
In der Verzahnungsrunde gelingt das den Wölfen bislang ganz gut: Mit 15 Punkten führen sie die Tabelle souverän an. Lediglich in Pfaffenhofen haben sie sich einen Ausrutscher (1:2) geleistet. „Wir müssen von Beginn an hellwach sein“, weiß Amann. „Es gilt zu verhindern, dass die Kissinger ihr Spiel aufziehen“. Auch wenn die jüngst dreimal in Folge sieglosen Grün-Gelben gegen die Unterfranken nur Außenseiter sind, hofft der EVM-Sprecher, dass nicht zuletzt durch die Verpflichtung von Lukas Varecha ein Ruck durch die Mannschaft geht: „Mit drei Punkten wären wir wieder im Geschäft. Noch können wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen.“ 

Bittere 6:8-Pleite gegen Königsbrunn - Varecha kehrt zurück

Montag, 5. Februar 2018
Nächster Rückschlag für den EVM im Kampf um den Klassenerhalt: Trotz eines engagierten Auftritts und einer starken Aufholjagd im letzten Drittel mussten sich die Grün-Gelben am Sonntag auf heimischem Eis den Königsbrunner Pinguinen mit 6:8 (2:1, 1:5, 3:2) geschlagen geben. Nach der dritten Niederlage in Folge rutschten die Moosburg auf Rang sechs ab.
Deutlich stärker als bei der Klatsche in Buchloe präsentierten sich die Hausherren im ersten Drittel. Coach Bernie Englbrecht konnte deshalb anschließend auch nur die Chancenverwertung in dieser Phase kritisieren. 20 Minuten lang spielte eigentlich nur der EVM, ließ lediglich Entlastungsangriffe der Königsbrunner zu. Dass ein solcher nach neun Minuten die Gäste-Führung brachte, kümmerte die Moosburger wenig. Sie hielten weiter an ihrem Offensiv-Konzept fest und kamen kurz darauf durch Daniel Möhle zum überfälligen Ausgleich. Sieben Minuten später schlug abermals die zweite Reihe um Neuzugang Emil Svec zu: Nach einem Pass von Tobias Hanöffner auf Svec bediente dieser erneut Möhle – 2:1. Alles lief soweit nach Plan, allerdings war der Vorsprung ein bisschen dünn.
Nach dem Seitenwechsel meldeten sich die Gastgeber gleich mit einem Pfostenschuss zurück. Doch als Ex-DEL-Profi Fabio Carciola nicht ausreichend attackiert wurde, glich er nach 25 Minuten auf 2:2 aus. Aber der EVM ließ nicht locker: Nur 30 Sekunden später traf die bereits in Buchloe gut aufgelegte dritte Reihe in Person von Jakob Killermann zur erneuten Führung. Die Gäste allerdings wurden minütlich stärker und drehten die Partie: Nach zwei Aussetzern in der Moosburger Defensive stand es in Minute 34 plötzlich 3:4. Hinzu kamen nun auch noch zwei äußerst umstrittene Strafzeiten, durch die die Englbrecht-Schützlinge nun eine 3:5-Unterzahl überstehen mussten – aber das schafften sie nicht: Der über ausreichend DEL2-Erfahrung verfügende Matthias Forster komplettierte mit zwei Powerplay-Toren seinen Hattrick und sorgte somit für die vermeintliche Vorentscheidung.
Doch moralisch ist die Moosburger Mannschaft voll intakt. Das bewiesen die letzten 20 Minuten: Mit viel Wut kamen die Hausherren aus der Kabine und sorgten nun für ähnliche Belagerungszustände wie im ersten Abschnitt. Die Belohnung: Alexander Asen (45.), Daniel Schander (46.) und schließlich Emil Svec mit einem feinen Schlenzer (52.) schafften den nur noch von einigen Optimisten für möglich gehaltenen Ausgleich. Umso bitterer, dass nur eine Minute später in der Defensive wieder gepennt wurde – was die Pinguine mit dem 6:7 bestraften. Das letzte Moosburger Aufbäumen blieb bis zur Schlusssirene wirkungslos. Als Keeper Thomas Hingel seinen Kasten für einen sechsten Spieler verlassen hatte, gelang dem EHC mit einem Empty-Net-Goal eine Sekunde vor Schluss sogar noch ein achtes Tor.
Eine gute Nachricht gaben die Moosburger Verantwortlichen bei der Pressekonferenz bekannt: Goalgetter Lukas Varecha, der bereits 2015/16 für den EVM gespielt und dabei 61 Punkte erzielt hat, wird das Team in den verbleibenden acht Playdown-Spielen verstärken. Bereits am kommenden Freitag im Heimspiel gegen Tabellenführer Bad Kissingen ist sein Debüt geplant.

Tore: 0:1 (8:25) Carciola (Hruzik, Szwez), 1:1 (10:08) Möhle (Svec, Hanöffner), 2:1 (17:07) Möhle (Svec, Hanöffner), 2:2 (25:32) Carciola (Fischer, Szwez), 3:2 (26:02) Killermann (Retzer, Asen), 3:3 (29:53) Zimmermann D. (Zimmermann P., Streicher), 3:4 (33:52) Forster, 3:5 (36:17) Forster (5-3; Fischer, Carciola), 3:6 (37:21) Forster (5-4; Hruzik, Szwez), 4:6 (44:27) Asen (Killermann), 5:6 (45:18) Schander (Michel, Dlugos), 6:6 (51:21) Svec (5-4; Krämmer, Schander), 6:7 (52:33) Fettinger (Zimmermann P., Streicher), 6:8 (59:59) Fischer (ENG). Strafminuten: 8/8. Zuschauer: 172.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Krämmer, Müller, Steiger, Lenczyk, Ohr; Killermann, Dlugos, Hanöffner, Schander, Michel, Svec, Möhle, Asen, Retzer, Azimov, Herrmann M. 

Fünf Gegentore in fünf rabenschwarzen Minuten

Samstag, 3. Februar 2018
Durch einen fünfminütigen Blackout im ersten Drittel brachte sich der EV Moosburg am Freitag frühzeitig um die Chance, beim ESV Buchloe zu punkten. Die Pirates gewannen die Partie verdientermaßen mit 9:4 (5:0, 1:3, 3:1) und zogen damit in der Tabelle an den Dreirosenstädtern vorbei.
„Nach zehn Minuten war das Spiel eigentlich entschieden“, bilanzierte Moosburgs Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz. „Wir waren viel zu offen und haben viele leichte Tore kassiert.“ Damit knüpften die Moosburger leider an das desaströse letzte Drittel (0:7) des finalen Vorrundenmatches bei den Buchloern vor drei Wochen an - und das, obwohl die ersten fünf Minuten gar nicht so schlecht aussahen. Doch dann fabrizierten die Hausherren mehr oder weniger aus dem Nichts einen Doppelschlag, von denen sich die Grün-Gelben nicht mehr erholten. Es folgte – wie schon gegen Schweinfurt – eine äußerst ärgerliche Bankstrafe wegen sechs Mann auf dem Eis; und kurz darauf musste Patrice Dlugos wegen eines Fouls in die Kühlbox. Buchloe sagte Danke, erhöhte zunächst bei 5:3 auf 3:0 und keine Minute später (5:4) auf 4:0. Thomas Hingel, der die vielen Tore auch nicht verhindern konnte, machte Platz für seinen Backup Johannes Probst, der sogleich eiskalt durch einen Gegenangriff erwischt wurde (11.). Ein Debakel bahnte sich an.
Immerhin konnten die Gäste in der Folge die Begegnung etwas beruhigen. Nach dem ersten Seitenwechsel kam nun auch der EVM zu Chancen: Neuzugang Emil Svec bediente Abwehrmann Florian Müller mustergültig – 1:5. Doch die Gastgeber stellten nur wenige Sekunden später den alten Abstand wieder her. Ende des zweiten Abschnitts mehrten sich dann die Undiszipliniertheiten bei den Pirates. Und zumindest das Moosburger Powerplay funktionierte: David Michel (38.) und Daniel Schander (40.) brachten die Gäste jeweils in Überzahl auf 3:6 heran.
Doch Spannung wollte in den letzten 20 Minuten nicht mehr aufkommen. Obwohl sich die Englbrecht-Truppe durchaus noch etwas vorgenommen hatte, kamen die Pirates nur 42 Sekunden nach Wiederbeginn mit ihrem siebten Treffer zur Vorentscheidung. Um zwei weitere Tore konnten sie den Vorsprung in der Schlussphase sogar noch ausbauen. Der Schlusspunkt immerhin war den Dreirosenstädtern vorbehalten: Kevin Steiger sorgte bei 4:3-Überzahl fünf Minuten vor dem Ende mit dem 4:9 für Ergebniskosmetik.

Tore: 1:0 (5:34) Vaitl (Raß, Krafczyk), 2:0 (6:15) Zahora (Marek), 3:0 (7:46) Krafczyk (5-3; Dropmann, Vaitl), 4:0 (8:42) Marek (5-4; Zahora, Beslic), 5:0 (10:26) Hermann (Krafczyk, Vaitl), 5:1 (24:25) Müller (4-4; Svec), 6:1 (24:59) Zahora (4-4), 6:2 (37:06) Michel (5-4; Dlugos), 6:3 (39:46) Schander (5-4; Möhle, Hanöffner), 7:3 (40:42) Marek (Zahora, Seifert), 8:3 (44:30) Weigant (Beslic), 9:3 (52:50) Krafczyk (Vaitl), 9:4 (55:19) Steiger (4-3; Michel, Ujcik). Strafminuten: 14/12. Zuschauer: 224.
Aufstellung: Hingel, Probst (ab 8:42); Ujcik, Krämmer, Müller, Steiger, Lenczyk, Ohr; Killermann, Dlugos, Hanöffner, Schander, Michel, Svec, Möhle, Asen, Retzer, Azimov, Herrmann M. 

EVM geht mit neuem Kontingentspieler ins dritte Wochenende

Donnerstag, 1. Februar 2018
Kurz bevor am 31. Januar das Transferfenster geschlossen wurde, hat der EVM noch einmal Verstärkung für die Offensive geholt: Vom slowakischen Extraliga-Club MsHK Zilina wechselte der Tscheche Emil Svec (23) nach Moosburg. Er übernimmt die Kontingentstelle von Josef Kankovsky, der heuer nicht mehr für die Grün-Gelben auflaufen wird.
Damit kann der EV Moosburg in das dritte Verzahnungsrunden-Wochenende wieder mit zwei Ausländern gehen. „Emil ist ein Typ, wie wir ihn in der Offensive noch nicht haben“, sagt Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger über den 1,93 Meter großen und 92 Kilogramm schweren Angreifer, der das Eishockeyspielen in Budweis gelernt hat. Schon sein Vater Emil Svec sen. war in Moosburg: In den 90er Jahren stürmte er an der Seite von EVM-Vorstand Bernhard Loidl für den EV Aich. Über Unterstützer Johann Stäringer und Ex-Spieler Edi Buzek kamen dann die Verbindungen zu seinem Sohn zustande. Zuletzt war Svec jun. an den Zweitligisten HK Michalovce ausgeliehen.
Für Moosburgs Coach Bernie Englbrecht kommt diese Verstärkung wie gerufen. Auch wenn sich mit den zuletzt angeschlagenen Philipp Ujcik und Max Retzer zwei Akteure zurückgemeldet haben, mussten die Dreirosenstädter unter der Woche auch eine personelle Hiobsbotschaft verkraften: Stürmer Martin Dürr hat sich gegen Schweinfurt die Patellasehne angerissen und fällt somit vier bis sechs Wochen aus.
Und die Aufgaben haben es auch an diesem Wochenende in sich: Am Freitag ist der EVM bei einem Bayernligisten zu Gast – dem ESV Buchloe (20 Uhr; Busabfahrt 16.15 Uhr). Die Pirates haben Englbrecht zu dessen Einstand vor zwei Wochen bekanntlich eine ziemlich kalte Dusche verpasst: 11:2 hieß es am Ende für den ESV. Da es sich dabei lediglich um das letzte Vorrundenspiel gehandelt hat, ist davon auszugehen, dass die Moosburger diesmal schon anders auftreten werden.
Einige große Namen gibt es am Sonntag um 17.15 Uhr in der Sparkassen-Arena zu sehen, wenn der prominent besetzte EHC Königsbrunn zu Gast ist. Pinguine-Coach Fabio Carciola, der selber fast 400 DEL-Spiele bestritten hat und 2007 Deutscher Meister wurde, hat Spieler wie Matthias Forster (Deutscher Meister 2005), Jeffrey Szwez (125 DEL-Spiele) oder die amerikanischen Brüder Chad und Hayden Trupp im Kader. Dass aber auch die Königsbrunner nur mit Wasser kochen, lässt ihr mühsamer 7:5-Heimsieg über den EC Pfaffenhofen vermuten. Mit einem Zähler Rückstand belegen sie in der Tabelle hinter dem EVM Rang vier.
Für die Dreirosenstädter könnte dieses Wochenende schon von richtungsweisender Bedeutung sein. Wenn am nächsten Freitag das letzte Hinrundenspiel gegen Bad Kissingen auf dem Programm steht, will die Englbrecht-Truppe natürlich weiter auf einem Stockerl-Platz stehen. 

Stellungnahme des Eissportvereins Moosburg e.V.

Dienstag, 30. Januar 2018
Die seitens des ESC Haßfurt veröffentlichten, angeblichen Äußerungen von EVM-Trainer Bernie Englbrecht über den verletzten ESC-Spieler Petr Krepelka kann der EV Moosburg - auch aufgrund der Diskussionen in den sozialen Netzwerken - so nicht stehen lassen. In dem auf der Hawks-Homepage erschienenen Artikel heißt es unter anderem, Englbrecht hätte gesagt, es interessiere „niemand in der Welt“ ob die Haßfurter „einen Querschnittsgelähmten haben oder nicht“. Unsere Coach dazu: "So habe ich mich nicht geäußert und so würde ich mich auch nie über einen verletzten Eishockeyspieler äußern." Es sei ihm in dem Gespräch mit einem ihm namentlich nicht bekannten ESC-Verantwortlichen ausschließlich um die Aufwärmtrikots (die alle gleich aussehen und die Nummer 28 sowie den Namen "Krepelka" tragen) und nie um eine einzelne Person gegangen. Englbrecht hatte sich deshalb kritisch geäußert, weil die Trikots ein genaues Beobachten der Haßfurter Mannschaft in der Aufwärmphase unmöglich machen. Außerdem entsprechen sie nicht den Regeln des BEV. Deshalb hat der EV Moosburg auch eine Zusatzmeldung verfasst. "Wenn der Haßfurter Funktionär behauptet, ich hätte mich negativ über den Spieler Krepelka geäußert, dann macht er eine Falschaussage", so Bernie Englbrecht weiter. Er sei durchaus bereit, sich für einen Fehler, den er gemacht habe, zu entschuldigen. "Aber hier gibt es keine Aussage, für die ich mich entschuldigen müsste." Außerdem sei er erst seit zwei Wochen in Moosburg und habe vom Schicksal des Spielers Petr Krepelka nichts gewusst.
Unabhängig davon hat es laut Englbrecht überhaupt kein Gespräch mit einem ESC-Verantwortlichen nach Spielende gegeben. "Wir haben lediglich kurz nach dem Warmlaufen miteinander geredet", sagt der Coach. Sein abschließender Appell: "Eishockey ist nur ein Spiel. Freilich will man immer gewinnen. Aber man soll keine Falschmeldungen über andere Personen verbreiten - auch, wenn mal verloren wird."
Bastian Amann
Pressesprecher 

4:8 statt 4:2 - Moosburg gibt Führung in der Schlussphase noch aus der Hand

Montag, 29. Januar 2018
Bis zehn Minuten vor dem Ende sah es ganz danach, als könnte der EVM seine Erfolgsserie in der Verzahnungsrunde auch gegen den ERV Schweinfurt fortsetzen. Doch drei Strafzeiten brachen den Moosburgern in dieser Phase das Genick – und aus einer 4:2-Führung wurde in wenigen Minuten eine bittere 4:8 (0:0, 3:2, 1:6)-Heimpleite.
ERV-Spielertrainer Marc Zajic brauchte bei der Pressekonferenz ein paar Sekunden, um Worte für diese Schlussphase zu finden: „Ich muss sagen, dass ich so etwas in den letzten 20 Jahren nicht erlebt habe. Toll, wie wir zurückgekommen sind.“ Bernie Englbrecht war bedient: „Uns ist die Kraft ausgegangen. Und wenn man sich solche Strafen einfängt, verliert man so ein Spiel halt noch.“
Der „Genickbruch“ dürfte die Bankstrafe in der 51. Minute gewesen sein: Als die Moosburger bereits ein Mann weniger waren, standen sie nach einem Wechselfehler trotzdem mit fünf Spielern auf dem Eis. Schweinfurt verkürzte bei doppelter Überzahl auf 3:4 – und weil die Gastgeber unmittelbar darauf die nächste Strafzeit kassierten, durften es die Mighty Dogs erneut mit zwei Mann mehr probieren: 4:4 (52.). Die Grün-Gelben wirkten wie gelähmt. Auch wenn es in der Folge bei 4:4 weiterging, wollte den Englbrecht-Schützlingen nichts mehr gelingen. ERV-Kanadier Dion Campbell nutzte die Verunsicherung gnadenlos aus und drehte mit seinem Doppelpack (53.) die Partie endgültig. Der EVM-Coach probierte zwar noch einmal alles, nahm Goalie Thomas Hingel bereits drei Minuten vor Schluss vom Eis, doch Tore gelangen nur noch den Unterfranken: Zweimal versenkten sie die Scheibe im leeren Moosburger Gehäuse.
Damit brachten sich die Hausherren selbst um ihren Lohn: Zweieinhalb Drittel lang lieferten sie nämlich eine mehr als ordentliche Leistung gegen die Mighty Dogs ab. Nach einem torlosen ersten Abschnitt – einziger Aufreger: ein vergebener Penalty von Moosburgs Jakob Killermann – markierte Daniel Möhle gleich zu Beginn der zweiten 20 Minuten die verdiente 1:0-Führung. Vom Schweinfurter Ausgleich ließ man sich nicht groß beeindrucken, sondern erhöhte den Druck: Tobias Hanöffner (28.) und abermals Möhle per Powerplay (31.) bauten den Vorsprung auf 3:1 aus. Selbst der zweite ERV-Treffer durch den tschechischen Neuzugang Marek Proks kurz vorm zweiten Pausentee war zu verkraften – weil der EVM die Begegnung im Griff zu haben schien. Daniel Schanders 4:2 (47.) war allerdings der letzte Anlass für den Stadion-DJ, die Tormusik erklingen zu lassen. Die folgenden sechs Jubelgesänge kamen ausschließlich aus dem Gästeblock.
Tabellarisch sieht es für den EV Moosburg trotz der ersten Heimpleite weiterhin ganz gut aus: Mit sieben Zählern aus vier Spielen belegen die Dreirosenstädter Rang drei der Verzahnungs-Gruppe C. Dieser Platz würde für den Klassenerhalt reichen.

Tore: 1:0 (21:24) Möhle (Hanöffner, Dürr), 1:1 (24:40) Proks (Trolda), 2:1 (27:52) Hanöffner (Dürr, Möhle), 3:1 (30:51) Möhle (5-4; Hanöffner, Krämmer), 3:2 (35:51) Proks (Adam), 4:2 (46:13) Schander (5-4; Müller, Steiger), 4:3 (50:56) Proks (5-3; Trolda), 4:4 (51:23) Zajic (5-3; Campbell), 4:5 (52:16) Campbell (4-4; Kohl), 4:6 (52:58) Campbell (4-4; Proks, Kleider), 4:7 (57:36) Kohl (Campbell, Schäfer), 4:8 (59:01) Amrhein (4-5). Strafminuten: 14/20. Zuschauer: 258.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Steiger, Ohr, Müller; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Asen, Killermann, Dlugos, Herrmann M., Retzer, Dürr, Azimov. 

6:5 - EVM nimmt aus Hassfurt alle drei Punkte mit

Sonntag, 28. Januar 2018
Der EVM sorgt in der Verzahnungsrunde weiter für Furore: Am Freitag gewann die Englbrecht-Truppe nach einem „Krimi auf Kufen“ bei den Hassfurt Hawks mit 6:5 (2:1, 4:4, 0:0). Durch diesen nicht unbedingt eingeplanten Dreier übernahmen die Moosburger wieder die Tabellenführung.
Dabei waren die personellen Voraussetzungen wahrlich nicht die besten: Dass mit Hermann Azimov und Josef Kankovsky zwei Stürmer sowie mit Stefan Loidl und Philipp Ujcik zwei Verteidiger fehlen würden, war klar. Die kurzfristige berufliche Absage von Abwehrmann Florian Müller warf das Konzept des Coaches dann aber völlig über den Haufen. Doch Bernie Englbrecht nahm's gelassen: „Dann ändern wir halt noch was.“
Dass die Gäste so gut in die Partie kommen würden, lag nicht zuletzt auch am sichtlich nervösen und kurzfristig vom Nachbarn Schweinfurt verpflichteten Keeper der Hassfurter: Bei den Schüssen von Jakob Killermann (2.) und Daniel Schander (3.) machte Michael Tscherepanow keine gute Figur - und so lag der EVM plötzlich mit 0:2 vorne. Auch von den Feldspielern der Hawks war zunächst nicht viel zu sehen. Erst nach zehn Minuten zogen die vier Kontingentspieler erstmals ihre gefürchteten Offensivkombinationen auf. Der 1:2-Anschluss glückte den Hausherren allerdings erst via Powerplay in der Schlussphase des ersten Durchgangs.
Im zweiten Drittel waren die Rollen schnell verteilt: Die Hawks machten das Spiel, Moosburg lauerte auf Konter. Denn: So dominant die Gastgeber in der Offensive auftraten, leisteten sie sich doch häufig Puckverluste. So auch in einer Unterzahlsituation nach 23 Minuten: Martin Dürr eroberte die Scheibe und bediente David Michel, der schnörkellos vollendete. Nachdem Hassfurt auf 2:3 verkürzt hatte (27.), schlug nur eine Minute später erneut Schander zu. Und es ging weiter rund: Bei angezeigter Strafe gegen den EVM gelang den Hawks das 3:4 (32.). Als sich ihnen in einer weiteren numerischen Überlegenheit sogar die Chance zum Ausgleich bot, hatten sie die Rechnung ohne Michel gemacht: Moosburgs Torjäger stibitzte die Scheibe - 3:5 (37.). Und als ihm in der 40. Minute sogar der sechste Treffer gelang, schien in diesem kuriosen Mitteldrittel die Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch anstatt den Vorsprung noch 58 Sekunden lang ruhig zu verteidigen, ging bei den Gästen wieder jegliche Ordnung flöten. Innerhalb einer halben Minute kam der ESC per Doppelschlag wieder heran.
Entsprechend spannend verlief der Schlussabschnitt. Tore allerdings wollten auf beiden Seiten keine mehr fallen. Als sich bei 59:59 das Moosburger Gehäuse selbstständig gemacht hatte, spekulierten die knapp 400 Zuschauer auf einen möglichen Penalty. Doch das Unparteiischen-Gespann ließ sich von der Hexenkessel-Atmosphäre nicht anstecken. Kein technisches Tor und auch kein Penalty hieß es nach kurzer Beratung - nur Bully. Eine Sekunde später ertönte dann die von den Grün-Gelben so sehnlich erwartete Schlusssirene.

Tore: 0:1 (1:29) Killermann, 0:2 (2:29) Schander, 1:2 (18:06) Babkovic (Franek), 1:3 (22:51) Michel (Dürr), 2:3 (26:01) Breyer (Franek, Babkovic), 2:4 (27:46) Schander (Retzer, Hanöffner), 3:4 (31:16) Sramek (Trübenekr), 3:5 (36:53) Michel, 3:6 (39:02) Michel (Schander), 4:6 (39:26) Sramek (Hora), 5:6 (39:56) Franek (Hora). Strafminuten: 4+10/12; Zuschauer: 380.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Steiger, Ohr; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Asen, Killermann, Dlugos, Herrmann M., Retzer, Dürr. 

Nachlegen statt nachlassen: EVM will gegen Unterfranken Zählbares holen

Donnerstag, 25. Januar 2018
Zwei Spiele, vier Punkte – der Start in die Verzahnungsrunde mit der gefürchteten Landesliga-Gruppe 1 kann aus Moosburger Sicht durchaus als geglückt bezeichnet werden. Doch um weiter gute Karten im Kampf um die drei ersten Plätze zu haben, müssen die Dreirosenstädter schon an diesem Wochenende nachlegen. Zu tun bekommt man es mit zwei Teams aus Unterfranken: Am Freitag reist der EVM zu den Hassfurt Hawks (19.30 Uhr; Busabfahrt 14.30 Uhr), am Sonntag geben dann die Schweinfurt Mighty Dogs ihre Visitenkarte in der Sparkassen-Arena ab (17.15 Uhr).
Das verlorene Penaltyschießen am Sonntag in Pfaffenhofen war für Coach Bernie Englbrecht kein Beinbruch: „Auch diesen Zähler werte ich als Erfolg. Jeder Spieler hat aus diesem ersten Playdown-Wochenende viel Power und Euphorie mitgenommen.“ Ein guter Grund, die fünf abschließenden Niederlagen in der BEL-Hauptrunde endgültig abzuhaken. Nun allerdings trifft man auf zwei Mannschaften, die mehr als die in der Bayernliga üblichen zwei Kontingentspieler einsetzen: Schweinfurt spielt mit einem Kanadier und drei Tschechen, Hassfurt hat einen Slowaken und ebenfalls drei Tschechen im Kader. „Und trotzdem waren beide in der Liga hinter den Ambergern. Und gegen die haben wir am Freitag gewonnen. Für mich kann das nur bedeuten, dass auch solche Mannschaften schlagbar sind“, sagt Englbrecht.
Insbesondere die jeweiligen Paradereihen der Wochenend-Gegner sollten die Moosburger aber im Blick behalten. Bei den Schweinfurtern gehört dieser unter anderem ihr kanadischer Topscorer Dion Campbell an, dem erst vor wenigen Wochen in Vilshofen das Kunststück gelang, gleich fünfmal zu treffen. Die Hassfurter Kontingentstürmer Jakub Sramek und Michal Babkovic kamen in der Vorrunde auf durchaus vorzeigbare, gemeinsame 151 Scorerpunkte.
Beim EVM hat man derweil nicht vor, mehr als zwei Ausländer einzusetzen. Da Josef Kankovsky seit letzter Woche aus privaten Gründen in Tschechien weilt (und eine zeitnahe Rückkehr eher unwahrscheinlich ist), könnte die zweite Kontingentstelle noch bis 31. Januar neu besetzt werden. Englbrecht: „Man schaut sich um.“ Neben Kankovsky werden ihm an diesem Wochenende auch die beiden jungen Verteidiger Philipp Ujcik (hat sich einen Virus eingefangen) und Stefan Loidl (Schulterverletzung) fehlen. Sonst vertraut Englbrecht dem Kader der Vorwoche – und hofft auf weitere Erfolgserlebnisse. 

Die Grün-Gelben punkten auch in Pfaffenhofen

Montag, 22. Januar 2018
Auch in seinem zweiten Verzahnungsrunden-Auftritt konnte der EVM punkten: Im Derby bei den Pfaffenhofener IceHogs reichte es am Sonntag nach der 3:4 (0:0, 2:2, 1:1, 0:1)-Niederlage im Penaltyschießen allerdings nur zu einem Zähler. Coach Bernie Englbrecht war mit dem Auftaktwochenende trotzdem zufrieden.
„Ich bin jetzt erst seit einer Woche Trainer in Moosburg. Dafür, dass wir besonders im taktischen Bereich noch so gut wie gar nichts gemacht haben, sieht das gar nicht so schlecht aus“, sagte er bei der Pressekonferenz in der Pfaffenhofener Stadionwirtschaft. Auf das in den vergangenen Jahren oft übliche Spektakel in den Hallertau-Derbys mit vielen Toren und waghalsigen Aufholjagden musste das Publikum diesmal allerdings verzichten. Beiden Teams merkte man den sportlichen Druck an – besonders den Hausherren, die ihren Start zwei Tage vorher in Haßfurt (3:6) vergeigt hatten. So bestanden die ersten 20 Minuten aus langen Abtastphasen. Wie schon gegen Amberg agierte der EVM deutlich defensiver als in der Vorrunde – und hatte so die drei Pfaffenhofener Kanadier ganz gut im Griff.
Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte die Torlosigkeit dann allerdings ein Ende: Nachdem Max Ohr die Gäste mit einem Distanzschuss in Führung gebracht hatte (22.), gelang zwei Minuten später dem erst am Vorabend in München gelandeten Dillon Duprey per Powerplay der Ausgleich für den ECP. Wie wichtig Überzahlsituationen in dieser Partie sein würden, unterstrichen die 32. und 33. Minute: Abermals legte der EVM in Person von seinem einzigem Kontingentspieler David Michel (Josef Kankovsky fehlte) bei 5:4 vor, kurz darauf nutzt Pfaffenhofen jedoch seinerseits eine numerische Überlegenheit zum 2:2.
In den letzten 20 Minuten drehten die IceHogs dann den Spieß um: Gerade als die Grün-Gelben eine Unterzahl überstanden hatten, lag die Scheibe trotzdem im Netz. Doch auch die Gastgeber leisteten sich weiterhin Undiszipliniertheiten: Nach einem Foul an Moosburgs Martin Dürr - der daraufhin in die Kabine musste – glich Daniel Schander im Powerplay zum 3:3 (49.) aus. In der folgenden Verlängerung passierte nichts. Jetzt musste das Penaltyschießen entscheiden: Und nachdem beiden Mannschaften auch hier eine Bonusrunde dranghängten, dauerte es bis zum Alleingang von Pfaffenhofens Robert Neubauer, der den Hausherren den Zusatzpunkt bescherte.

Tore: 0:1 (21:11) Ohr (Hanöffner), 1:1 (24:32) Duprey (Huber), 1:2 (31:02) Michel (Dlugos, Steiger), 2:2 (32:43) Seibert (Bauer, Neubauer), 3:2 (41:02) Huber (Fardoe, Duprey), 3:3 (48:22) Schander (Michel, Dlugos), 4:3 Neubauer (P). Strafminuten: 10+10/10. Zuschauer: 132.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Krämmer, Müller, Steiger, Lenczyk, Ohr; Killermann, Dlugos, Hanöffner, Schander, Michel, Dürr, Möhle, Asen, Retzer, Azimov.
 

EVM meldet sich mit 5:1-Auftaktsieg gegen Amberg eindrucksvoll zurück

Samstag, 20. Januar 2018
Start nach Maß in die Verzahnungsrunde: Mit einem 5:1 (1:0, 1:1, 3:0) besiegte der EV Moosburg am Freitagabend den Landesligisten ERSC Amberg. Damit stürmten die Grün-Gelben gleich zum Auftakt an die Tabellenspitze.
Knapp 300 Zuschauer sahen in der Sparkassen-Arena zwei Mannschaften, die mit unterschiedlichsten psychologischen Voraussetzungen in das Match gegangen waren: Da der EVM, Schlusslicht der Bayernliga und zuletzt mit fünf Pleiten in Folge, auf der anderen Seite der ERSC, Erster der Landesliga-Gruppe 1, mit elf Siegen in Serie. Und so traten die Gäste im ersten Durchgang auch auf: Kontrolliert in der Offensive, kompakt in der Defensive, auf Fehler der Hausherren lauernd. Und der EVM hatte viel Mühe, kam kaum ins Amberger Drittel. Nur gut, dass Oldie Patrice Dlugos noch weiß, wie's geht: In der 19. Minute vollendete er eine Kombination der ersten Reihe mit dem 1:0.
Im zweiten Drittel kam Moosburg nun besser ins Spiel, musste sich von der 25. bis 30.Minute aber mit einigen Unterzahlsituationen herumschlagen. Kurz nachdem diese überstanden waren, nahm der bestens aufgelegte Kapitän Dlugos von halbrechts erneut Maß – 2:0. In der Folge boten sich den Gastgebern nun weitere gute Einschussmöglichkeiten. Doch gerade, als man im Powerplay den dritten Treffer anvisierte, wurde die Scheibe an der gegnerischen blauen Linie hergeschenkt. Den Konter verwertete Ambergs Thomas Schreier eiskalt (38.).
Aber: Je länger das Spiel dauerte, desto dominanter wurden die Dreirosenstädter. Im Schlussdrittel war von den Oberpfälzern kaum noch was zu sehen. Doch die Englbrecht-Schützlinge verpassten es – selbst bei doppelter Überzahl – für die Vorentscheidung zu sorgen. So dauerte es bis zu 56. Minute, als Daniel Schander endlich das 3:1 gelang. Danach musste kaum noch gezittert werden, zumal exakt eine Minute später erneut ein Stürmer der ersten Reihe erfolgreich war: Bei 4:5 klaute David Michel den Puck und beendete per Solo seine jüngste Torflaute. Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte – ebenfalls mit einer Einzelaktion – Neuzugang Martin Dürr.
Während ERSC-Trainer Dirk Salinger bis zum Schluss die Hoffnung auf eine Wende durch sein Team nicht aufgegeben hatte („Ein 1:2 nach dem zweiten Drittel in Moosburg hätte ich vor dem Spiel sofort unterschrieben“), hob der Coach der Hausherren, Bernie Englbrecht, speziell den Kampfgeist der Moosburger hervor: „Da hat heute wirklich jeder alles gegeben.“ Allerdings habe er auch „genug Dinge“ gesehen, die ihm überhaupt nicht gefallen hätten. Die werden dann spätestens in den nächsten Trainingseinheiten Thema sein.

Tore: 1:0 (18:50) Dlugos (Michel, Schander), 2:0 (30:38) Dlugos (Michel, Schander), 2:1 (37:55) Schreier, 3:1 (55:13) Schander (Michel, Dlugos), 4:1 (56:13) Michel, 5:1 (58:41) Dürr. Strafminuten: 18/12. Zuscher: 285.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Krämmer, Müller, Steiger. Lenczyk, Fink, Ohr; Killermann, Dlugos, Hanöffner, Schander, Michel, Dürr, Kankovsky, Möhle, Asen, Retzer, Azimov. 

Verzahnungsrunden-Auftakt daheim gegen Amberg

Mittwoch, 17. Januar 2018
Jetzt wird es ernst: Bis zum 11. März spielen in der Verzahnungsrunde Bayernliga/Landesliga Gruppe C acht Mannschaften um drei Plätze für die BEL 2018/19. Der EVM startet am Freitag um 19.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Meister der Landesliga-Gruppe 1, den ERSC Amberg, in diese Runde. Am Sonntag muss die Englbrecht-Truppe dann um 17.30 Uhr zum EC Pfaffenhofen. Und Verstärkung für die Defensive wurde auch noch geholt.
Trotz des 11:2-Erfolgs über den EVM war Buchloes Vorstandmitglied Florian Warkus am vergangenen Sonntag nicht zum Spaßen zumute. Bei der Pressekonferenz führte er den Besuchern vor Augen, wie schwierig die Verzahnungsrunde mit Landesligisten werde, die eben nicht die in der Bayernliga vereinbarten maximal zwei Ausländer, sondern teilweise deutlich mehr Kontingentspieler einsetzen. Die Amberger, auf die der EVM am Freitag trifft, zählen allerdings nicht zu diesem Kreis. Sie sicherten sich, ohne auch nur eine Kontingentstelle zu besetzen, mit einem 11:6-Erfolg über Burgau am letzten Spieltag Rang eins. „Da wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns“, ist EVM-Pressesprecher Bastian Amann überzeugt. Das deftige 23:0, mit dem die Moosburger in ihrer Aufstiegssaison 2011/12 die Amberger vom Eis der Sparkassen-Arena fegten, ist längst vergessen. Amann: „Das wird heute deutlich spannender.“ Zumal die Oberpfälzer inzwischen auch über einige höherklassig erfahrene Akteure in ihrem Kader verfügen. Am Sonntag gastieren die Grün-Gelben dann im Pfaffenhofener Hopfendome. Dort, wo man in jüngerer Vergangenheit meist als Sieger vom Eis gegangen ist. Nach der unglücklichen 1:2-Heimniederlage in der Hinrunde gewannen die Moosburger auch heuer bei den IceHogs – und zwar mit 6:4. „Die Derbys gegen Pfaffenhofen haben es immer in sich. Und jetzt, wo es um den Klassenerhalt geht, sind die Punkte natürlich noch viel mehr wert“, sagt Amann.
Für diese beiden schwierigen Auftaktaufgaben hat sich der EVM noch einmal in der Abwehr verstärkt: Vom Landesligisten EV Dingolfing ist Florian Müller (28) in die Dreirosenstadt gewechselt. Der Defensiv-Spezialist hat bereits DEL- und Zweitliga-Erfahrung in Straubing, Rosenheim, Riessersee und Landshut gesammelt. Im Vorjahr half er beim Liga-Konkurrenten Passau aus. Wie der aus Freising gekommene Angreifer Martin Dürr kennt auch Müller die Landesliga-Top-Teams von den Aufeinandertreffen der laufenden Saison. Amann: „Da hoffen wir natürlich auch auf den einen oder anderen Tipp, der uns in dieser entscheidenden Phase der Saison weiterbringt.“ 

Kein Vorrunden-Happy-End: EVM kassiert in Buchloe 2:11-Klatsche

Montag, 15. Januar 2018
Auf den neuen EVM-Coach Bernhard Englbrecht kommt noch eine Menge Arbeit zu: Im letzten Spiel der Vorrunde gingen die Grün-Gelben aufgrund eines katastrophalen letzten Drittels beim ESV Buchloe mit 2:11 (1:1, 1:3, 0:7) unter. Damit müssen die Moosburger ab dem kommenden Wochenende in die Verzahnungsrunde mit den Landesligisten aus dem Nord-Osten Bayerns.
Zwei Drittel lang waren die Gäste ein ebenbürtiger Gegner. Obwohl mit Patrice Dlugos und Max Retzer zwei offensive Leistungsträger verletzungsbedingt fehlten, konnte der EVM endlich wieder drei komplette Blöcke aufbieten, kam gut in die Partie und nutzte bereits sein erstes Powerplay nach eineinhalb Minuten zur Führung. Bei den folgenden Angriffskombinationen der Pirates standen die Dreirosenstädter gut, erst in einer 5:4-Überzahl gegen Ende des ersten Drittels gelang dem ESV der Ausgleich.
Im zweiten Durchgang brachten dann einige nicht ganz nachvollziehbare Zwei-Minuten-Strafen die Moosburger in Schwierigkeiten. Als den Hausherren nach 32 Minuten das 2:1 gelang, hatten die Gäste bereits vier Strafzeiten hinnehmen müssen. Doch Daniel Schander glückte 38 Sekunden danach der abermalige Ausgleich. Aber obwohl Tabellennachbar Germering zeitgleich ein Tor nach dem anderen in Füssen kassierte und Rang 13 in greifbare Nähe zu rücken schien, kam vom EVM in der Folge nicht mehr viel. Kurz vor dem zweiten Pausentee ging der ESV wieder in Führung. Nach einem weiteren Powerplay hieß es sogar 4:2 (39.).
Über das, was der EV Moosburg dann im Schlussabschnitt ablieferte, würde man am liebsten den Mantel des Schweigens legen. Englbrecht fand für den „totalen Einbruch“ bei der Pressekonferenz noch eine bayerische Formulierung: „Da fehlt's vom Boa weg.“ Seine Schützlinge leisteten sich einen dicken Patzer nach dem anderen – Buchloe wurde regelrecht zum Toreschießen eingeladen. Zwischen der 50. und 56. schlug es hinter Thomas Hingel gleich fünfmal ein. Am Ende schraubten die Gastgeber die Führung auf 11:2 nach oben. Ratlose Mienen bei den Spielern, als sie nach der Partie in den Mannschaftsbus einstiegen.
Nur gut, dass es am Freitag in der Verzahnungsrunde wieder bei Null losgeht. Der EVM trifft in seiner Achter-Gruppe auf die BEL-Teams EC Pfaffenhofen und ESV Buchloe sowie auf die Landesligisten aus Amberg, Hassfurt, Schweinfurt, Bad Kissingen und Königsbrunn. Nur die drei Erstplatzierten gehören 2018/19 der Bayernliga an. Auch wenn der Spielplan noch nicht offiziell ist, deutet alles darauf hin, dass die Dreirosenstädter am Freitag, 19. Januar, um 19.30 Uhr zum Auftakt den ERSC Amberg empfangen. Das erste Auswärtsspiel steht wohl am Sonntag, 21. Januar, um 17.30 Uhr beim EC Pfaffenhofen auf dem Programm.

Tore: 0:1 (1:26) Hanöffner (5:4; Steiger), 1:1 (17:20) Weigant (5:4; Krafczyk, Lerchner), 2:1 (31:58) Vaitl (5:4; Hofer), 2:2 (32:36) Schander (Krämmer, Möhle), 3:2 (37:08) Zahora (Krafczyk, Lerchner), 4:2 (38:56) Dropmann (5:4; Vaitl, Zahora), 5:2 (42:15) Weigant (Krafczyk), 6:2 (40:20) Zahora (Krafczyk, Hermann), 7:2 (50:14) Marek (Vaitl, Dropmann), 8:2 (51:12) Vaitl (5:4; Dropmann), 9:2 (52:27) Krafczyk, 10:2 (55:15) Vycichlo (Krafczyk), 11:2 (58:36) Rauskolb (Dropmann, Zahora). Strafminuten: 6/16. Zuschauer: 257.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Lenczyk, Krämmer, Loidl, Steiger, Ohr; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Asen, Killermann, Azimov, Kankovsky, Dürr. 

Verzahnungsrunde: Der Spielplan ist da!

Montag, 15. Januar 2018
Fr., 19.1., 19.30 Uhr: EVM vs. ERSC Amberg
So., 21.1., 17.30 Uhr: EC Pfaffenhofen vs. EVM
Fr., 26.1., 19.30 Uhr: ESC Hassfurt vs. EVM
So., 28.1., 17.15 Uhr: EVM vs. ERV Schweinfurt
Fr., 2.2., 20 Uhr: ESV Buchloe vs. EVM
So., 4.2., 17.15 Uhr: EVM vs. EHC Königsbrunn
Fr., 9.2., 19.30 Uhr: EVM vs. EC Bad Kissingen
Fr., 16.2., 20 Uhr: EHC Königsbrunn vs. EVM
So., 18.2., 17.15 Uhr: EVM vs. ESV Buchloe
Fr., 23.2., 20 Uhr: ERV Schweinfurt vs. EVM
So., 25.2., 17.15 Uhr: EVM vs. ESC Hassfurt
Fr., 2.3., 20 Uhr: ERSC Amberg vs. EVM
So., 4.3., 17.15 Uhr: EVM vs. EC Pfaffenhofen
So., 11.3., 18 Uhr: EC Bad Kissingen vs. EVM 

Der neue Trainer heißt Bernhard Englbrecht

Donnerstag, 11. Januar 2018
Der EV Moosburg ist auf der Suche nach einem neuen Coach fündig geworden: Der ehemalige Landshuter Nationaltorwart Bernhard Englbrecht (59), bis vor einem Jahr noch Cheftrainer bei seinem Heimatverein, soll mithelfen, dass die bevorstehende „Mission Klassenerhalt“ der Dreirosenstädter erfolgreich abgeschlossen wird.
„Englbrecht bringt sehr viel Erfahrung mit. Ich bin überzeugt, dass er der Richtige ist, um die Mannschaft zu motivieren und optimal auf die Playdowns einzustellen“, sagt Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger. Jetzt seien allerdings auch die Spieler gefragt: „Er wird harte Arbeit von ihnen verlangen.“
Bernhard Englbrecht hat nach Beendigung seiner Goalie-Karriere im Jahr 2000 viel Erfahrung an der Bande gesammelt: ob als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft und in Straubing, als Head-Coach der ehemaligen DEL-Teams Kassel und Hannover oder zuletzt beim Oberligisten EV Landshut, wo er von 2015 bis Januar 2017 unter Vertrag stand.
Und jetzt also Moosburg, das Schlusslicht der Bayernliga. „Ich habe ein Jahr lang nichts getan. Da sind dann auch unterklassige Angebote interessant. Ich merke außerdem, dass es wieder kribbelt“, sagt Englbrecht. Den Kontakt habe die Familie Dylla hergestellt, von der Vater und Sohn auch schon für den EVM aktiv waren. Am Mittwoch hat sich der 59-Jährige dann mit der Vereinsspitze getroffen: „Das waren vernünftige Gespräche.“ Parallel konnte er vom Eisstüberl aus auch das Training seiner künftigen Schützlinge beobachten. Und allzu groß, das hat Bernhard Englbrecht bereits festgestellt, seien die Unterschiede zum höherklassigen Eishockey nicht mehr. „Die Zeiten sind vorbei, dass sich in der Bayernliga Spieler tummeln, die nicht Schlittschuh laufen können.“ Den einen oder anderen im aktuellen EVM-Kader kennt Englbrecht auch noch aus seiner Landshuter Zeit: „Tobias Hanöffner zum Beispiel, den hatte ich als Zweitliga-Trainer beim EVL.“
Sein Moosburger Trainer-Debüt wird der ehemalige Nationalkeeper beim letzten Vorrunden-Spiel der Grün-Gelben am Sonntag in Buchloe (17.30 Uhr; Busabfahrt: 14 Uhr) geben. Rein theoretisch geht es für den EVM da sogar noch um was: Sollte der Vorletzte Germering parallel in Füssen verlieren, könnten die Dreirosenstädter mit einem Sieg auf den 13. Rang vorrücken, der einen Startplatz in der Südwest-Verzahnungsrunde zur Folge hätte. Allerdings müssten die Moosburger auch den tabellarischen Zehn-Tore-Rückstand auf die Wanderers noch aufholen. Ähnliches hat Buchloe vor. Hier sind es aber drei Punkte und 13 Treffer, die den ESV von Playoff-Platz acht trennen. Durchaus vorstellbar also, dass die Zuschauer dieser Partie einige Tore zu sehen bekommen. 

Einsatz der EVM-Rumpftruppe wird erst im Schlussdrittel belohnt

Montag, 8. Januar 2018
Die Unterschiede waren nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ deutlich erkennbar. Und trotzdem haben die tapferen 13 Moosburger Feldspieler den vier Blöcken des EV Füssen über weite Strecken der Partie Paroli geboten. Die 2:7 (0:3, 0:2, 2:2)-Niederlage gegen den Altmeister konnten die Grün-Gelben damit aber nicht verhindern.
Dass nach dem Trainerwechsel – Hans Eder und Patrice Dlugos sprangen für Dimitri Startschew interimsmäßig ein – plötzlich alles ganz anders und viel besser werden würde, war angesichts der Aufstellung eher nicht zu erwarten. Neben den bereits am Freitag in Erding fehlenden Max Ohr, Philipp Ujcik, Hermann Azimov und Marc Lenczyk musste, wie befürchtet, auch Max Retzer pausieren. Debütant Michael Herrmann rückte nach vorne, wodurch dem Trainerduo immerhin zwei Verteidigungs- und drei Sturmreihen zur Verfügung standen.
Als ob die personellen Probleme nicht schon groß genug gewesen wären, bereiteten im ersten Abschnitt auch die Schiedsrichter mit ihrer kleinlichen Regelauslegung den Hausherren Sorgen. Fast die Hälfte der 20 Minuten durften die Gäste mit einem Mann mehr spielen. So legte der EVF nach der frühen Führung auch noch zwei Powerplay-Tore drauf und konnte sich beruhigt in die erste Pause verabschieden.
Doch im zweiten Drittel kamen die Moosburger zurück. Sie erspielten sich nun einige gute Chancen. „Wir hatten doppelt so viele Torschüsse wie Füssen – das sagt eigentlich schon alles“, bilanzierte Hans Eder bei der Pressekonferenz. Gäste-Coach Thomas Zellhuber gab ihm Recht: „Wenn es da nur noch 5:2 oder 5:3 für uns steht, hätten wir uns nicht beschweren können.“ Aber die Scheibe wollte einfach nicht über die Füssener Torlinie. Auf der Gegenseite lief dafür alles weiter wie gehabt: Die Treffer in der 24. und 28. Minute überzeugten auch die letzten Optimisten, dass die Hausherren an der vierten Pleite in Folge nicht vorbeikommen würden.
Im Schlussabschnitt gelang den Dreirosenstädtern aber zumindest noch ein kleines Happy-End: Als es bereits 0:7 stand, brach Daniel Möhle den Bann und überwand EVF-Goalie Benedikt Hötzinger zum ersten Mal (51.). Dem nicht genug: Bei 5:3 glückte Jakob Killermann fünf Minuten vor Schluss sogar noch das 2:7. Ergebniskosmetik, die gut tat.

Tore: 0:1 (1:57) Besl (Nadeau, Seider), 0:2 (9:52) Kavanagh (Nadeau, Oppenberger), 0:3 (18:47) Oppenberger (Newhook, Nadeau), 0:4 (25:02) Nadeau (Newhook, Oppenberger), 0:5 (27:02) Newhook (Besl, Oppenberger), 0:6 (42:22) Simon (Böck, Seider), 0:7 (44:46) Kavanagh (Oppenberger, Besl), 1:7 (50:14) Möhle (Killermann, Hanöffner), 2:7 (54:54) Killermann (Hanöffner, Krämmer). Strafminuten: EVM 10, EVF 6. Zuschauer: 203.
Aufstellung: Hingel, Probst; Krämmer, Steiger, Hanöffner, Loidl; Herrmann, Dürr, Schander, Dlugos, Asen, Killermann, Michel, Möhle, Kankovsky. 

EVM trennt sich nach Niederlage in Erding von Coach Startschew

Samstag, 6. Januar 2018
Für die knapp 700 Zuschauer war es perfekte Freitagabend-Unterhaltung – und auch die gastgebenden Erdinger konnten am Ende jubeln. Der ersatzgeschwächte EVM hingegen stand trotz einiger starker Phasen nach der 5:11 (2:4, 2:4, 1:3)-Niederlage als der große Verlierer da. Was auch daran lag, dass zwei weitere Spieler vorzeitig verletzt vom Eis mussten – und Coach Dimitri Startschew einen Tag später seinen Job los war.
Dabei legten die Moosburger abermals eine richtig gute Anfangsphase hin: Die ersten fünf Minuten waren Einbahnstraßen-Eishockey auf das Gladiators-Gehäuse. Und es wäre deutlich mehr drin gewesen als Patrice Dlugos’ 0:1 (4.) direkt nach einem Bully. Doch kurz darauf bot sich den Hausherren in Überzahl die Gelegenheit auszugleichen – die auch prompt genutzt wurde. Keine zwei Minuten später gelang ihnen sogar die schmeichelhafte Führung, die Jakob Killermann aber kurz drauf wieder egalisierte. Der EVM war auch in der Folge mindestens ebenbürtig, leistete sich aber einen krassen Wechselfehler, den Erding ebenso bestrafte wie einen Stellungsfehler in der Defensive: So hieß es nach 20 Minuten 4:2.
Mit demselben Ergebnis endete der zweite Durchgang. Da allerdings gaben die Gastgeber ganz klar den Ton an. Trotzdem sorgte Moosburgs Neuzugang Martin Dürr mit einem feinen Solo für den schönsten Treffer des Abends (26.). Auch David Michel (30.) netzte für die Gäste ein – wodurch man zwischenzeitlich immerhin auf zwei Tore herankam. Nach einem Doppelschlag der Gladiators (33./34.) stand es jedoch 8:4 – die Vorentscheidung.
Trainer Dimitri Startschew hatte derweil an anderen Fronten zu kämpfen: Angreifer Max Retzer musste nach einem unglücklichen Check mit leichter Gehirnerschütterung und Prellungen ins Krankenhaus (ist inwischen aber schon wieder daheim) und auch Abwehrchef Kevin Steiger konnte wegen Leistenproblemen das letzte Drittel nicht mehr bestreiten. So musste Startschew umstellen und warf Youngster Michael Herrmann als vierten Verteidiger ins kalte BEL-Wasser. Der machte seinen Job sehr ordentlich.
Doch das Moosburger Notaufgebot (knapp zweieinhalb Blöcke) war in den letzten 20 Minuten auf verlorenem Posten und fing sich noch drei weitere Tore ein. David Michel gelang immerhin der fünfte Gäste-Treffer.
Am Samstag trennte sich der EVM dann nach einem langen Gespräch und in beiderseitigem Einvernehmen von Trainer Dimitri Startschew. Man müsse, wie es seitens des Vorstands hieß, den aktuellen Abwärtstrend bis zu den Playdowns stoppen und wolle auch ein Zeichen in Richtung Mannschaft setzen. Übergangsweise übernahmen Kapitän Patrice Dlugos (auf dem Eis) und Ex-Vorstand Hans Eder (an der Bande) die Verantwortung fürs Team.

Tore: 0:1 (3:11) Dlugos, 1:1 (5:18) Deubler (5-4; Poetzel, Mitternacht), 2:1 (6:56) Michl (Borrmann, Deubler), 2:2 (8:23) Killermann (Asen), 3:2 (10:55) Spindler (Zimmermann, Krzizok), 4:2 (17:52) Zimmermann (Poetzel, Bernhardt), 5:2 (22:44) Pfeiffer (Deubler, Mühlbauer), 5:3 (25:07) Dürr, 6:3 (27:35) Krämmer (Michl, Borrmann), 6:4 (29:15) Michel (Asen, Krämmer), 7:4 (33:47) Poetzel (Schwarz, Steinmann), 8:4 (34:35) Zimmermann (Krzizok, Spindler), 8:5 (49:03) Michel, 9:5 (50:16) Jeske (5-4; Schwarz, Borrmann), 10:5 (50:46) Krämmer (Michl, Schwarz), 11:5 (54:14) Mitternacht (Borrmann, Michl). Strafminuten: 8/10. Zuschauer: 694.
Aufstellung: Hingel, Probst (ab 47.); Krämmer, Steiger, Hanöffner, Loidl, Herrmann M.; Dürr, Schander, Dlugos, Asen, Killermann, Retzer, Michel, Möhle, Kankovsky. 

Freisinger Torjäger Martin Dürr wechselt zum EVM

Donnerstag, 4. Januar 2018
Neues Jahr, neuer Stürmer: Freisings Torjäger Martin Dürr wird ab sofort die EVM-Offensive verstärken. Der 30-Jährige, der für den SEF in der Landesliga-Vorrunde stolze 27 Tore erzielt hat, soll bereits am Freitagabend in Erding (20 Uhr) erstmals auflaufen. Am Sonntag empfangen die Moosburger dann zum letzten Heimspiel der Hauptrunde um 17.15 Uhr den EV Füssen.
Auch wenn die letzten drei Spiele dieser Runde – am 14. Januar gastieren die Grün-Gelben noch in Buchloe – eher sowas wie Vorbereitungscharakter für die am 19. Januar beginnende Verzahnungsrunde mit der Landesliga haben, geht’s im Training der Moosburger doch ganz schön zur Sache. Am Mittwoch bekam dies Coach Dimitri Startschew zu spüren, der nach einem Zusammenprall mit Angreifer Daniel Möhle auf dem Eis liegen blieb. „Aber mir ist nichts passiert. Ich habe keinen Rettungshubschrauber und auch keinen Krankenwagen gebraucht“, sagt der Coach lachend. „Außerdem war ich selber schuld, weil ich in Daniels Laufweg stand.“
Ein verletzter Trainer würde den Dreirosenstädtern gerade noch fehlen – tun sich dieser Tage doch schon im Kader wieder ein paar Lücken auf: So weilen Verteidiger Max Ohr und Stürmer Hermann Azimov im Ausland und sind an diesem Wochenende definitiv nicht dabei. Abwehrmann Marc Lenczyk fehlte die ganze Woche krankheitsbedingt im Training. Sein Einsatz ist zumindest fraglich. Dafür steht Philipp Ujcik, der zuletzt aufgrund einer Bänderverletzung pausieren musste, seit dieser Woche wieder auf dem Eis.
Und dann ist da ja noch Neuzugang Martin Dürr. „Er war bislang erst einmal im Training. Aber mit ihm bekommen wir einen schnellen, erfahrenen Spieler, der auch keine Angst vorm Gegner hat“, lobt Startschew den 30-Jährigen. „Und natürlich jemanden, der weiß, wo das Tor steht.“ Sollten die Moosburger in die Gruppe mit den nord-östlichen Landesligisten kommen – da würden sie momentan als 14. der Bayernliga landen – hätten sie mit Dürr außerdem einen Spieler, der diese Mannschaften von seinen Auftritten im Freisinger Trikot bestens kennt. Hinzu kommt, dass der Außenstürmer von 2010 bis 2013 selber für Schweinfurt und Haßfurt gespielt hat. „Ich freue mich jedenfalls auf die Herausforderung, mit Moosburg den Klassenerhalt zu schaffen“, sagt Martin Dürr.
Doch jetzt steht erst noch die Bayernliga-Hauptrunde auf der Tagesordnung. Und da trifft der EVM auf zwei Mannschaften, gegen die in den Hinspielen nichts zu holen war. Den Erdingern unterlagen die Startschew-Schützlinge in der Sparkassen-Arena zwar nur mit 1:2. Dass es damals so knapp geworden war, lag jedoch in erster Linie am Gala-Auftritt von Goalie-Thomas Hingel. Und auch bei Altmeister EV Füssen waren die Dreirosenstädter weit weg von einem Sieg. Beim 1:5 zeigte man die womöglich schwächste Leistung der gesamten Vorrunde. Dimitri Startschew: „Für uns geht es jetzt auch darum, vor den Playdowns noch einmal Selbstvertrauen zu tanken.“ Da würde etwas Zählbares sicher nicht schaden. 

4:7 gegen Pegnitz: EVM verpatzt Jahresausklang

Samstag, 30. Dezember 2017
Chancen, das Kellerduell zu gewinnen, waren aus Moosburger Sicht mehr als genug da. Doch der EV Pegnitz erwies sich am Freitag in der Sparkassen-Arena als das cleverere Team und entführte beim 4:7 (1:1, 2:3, 1:3) alle drei Zähler.
Die Grün-Gelben legten vor knapp 200 Zuschauern los wie zuletzt beim Erfolg gegen die EA Schongau. Bereits nach dreieinhalb Minuten vollendete Max Retzer eine Kombination seiner Sturm-Kollegen Daniel Möhle und Josef Kankovsky (er hatte die Reihen-Plätze mit Jakob Killermann getauscht) zum 1:0. In der Folge spielte eigentlich nur der EVM und kam weiter zu guten bis exzellenten Torchancen. Aber Pegnitz' Goalie Julian Bädermann deutete schon da seine Klasse an. Mehr oder weniger aus dem Nichts glich der Ex-Moosburger Sergej Hausauer nach einer Viertelstunde zum 1:1 aus. „Das war schon ein sehr glücklicher Zwischenstand“, fand auch EVP-Coach Josef Hefner.
Im zweiten Drittel ging es weiter wie zuvor: Moosburg agierte, Pegnitz reagierte. Bei einem 5:4-Powerplay war dann Abwehr-Routinier Marc Lenczyk zur Stelle – 2:1 (23.). Den Gästen fiel weiter wenig ein. Als sie erneut die Strafbank drückten, lag das dritte EVM-Tor regelrecht in der Luft. Doch nach einem Puckverlust ließ man Hausauer erneut gewähren. Der fackelte nicht lang und traf zum abermals schmeichelhaften Ausgleich. Doch von diesem Treffer sollten sich die Hausherren nicht mehr richtig erholen. Pegnitz wurde stärker, übernahm nun die Initiative – und nutzte seine Chancen: Nach einer Überzahl (29.) und einem Abwehr-Patzer (36.) stand es plötzlich 2:4. Nur gut, dass Patrice Dlugos bei 5:4-Überlegenheit kurz vor der zweiten Pause mit dem 3:4 den Anschluss wieder herstellte.
Und der EVM kam noch einmal zurück: Nach 47 Minuten besorgte Daniel Möhle den vielumjubelten Ausgleich. Doch zu mehr reichte es nicht mehr. Pegnitz war in der Schlussphase eindeutig cleverer, bestrafte die Moosburger Puckverluste knallhart und stellte bis zur 55. Minute die alte Zwei-Tore-Führung wieder her. Im Anschluss riskierte Coach Dimitri Startschew zwar alles, nahm Thomas Hingel bereits drei Minuten vor dem Ende vom Eis, aber es blieb beim Versuch. Die Gastgeber drückten und schossen, Bädermann war jedoch nicht mehr zu überwinden. Zweimal lag die Scheibe im Netz, aber beide Male erkannte der Referee die Treffer der Grün-Gelben nicht an. Für die endgültige Entscheidung sorgte ein Empty-Net-Goal der Gäste 40 Sekunden vor dem Ende.

Tore: 1:0 (3:31) Retzer (Möhle, Kankovsky), 1:1 (14:32) Hausauer (Adler, Zeilmann), 2:1 (22:39) Lenczyk (Dlugos, Michel), 2:2 (25:58) Hausauer, 2:3 (28:40) Zeilmann (Kracht, Hagen), 2:4 (35:59) Kuhn (Hörl, Seidinger), 3:4 (38:56) Dlugos, 4:4 (46:21) Möhle (Retzer), 4:5 (49:04) Zeilmann (Vlach, Kracht), 4:6 (54:56) Hörl (Seidinger), 4:7 (59:22) Hagen (EN). Strafminuten: 2/12. Zuschauer: 187.
Aufstellung: Hingel, Probst; Krämmer, Ohr, Steiger, Loidl, Lenczyk, Hanöffner; Herrmann M., Schander, Azimov, Kankovsky, Asen, Michel, Möhle, Killermann, Dlugos, Retzer. 

Letztes Spiel 2017: EVM empfängt Pegnitz zum Kellerduell

Donnerstag, 28. Dezember 2017
Mit einem Heimspiel gegen die Pegnitzer Ice-Dogs (19.30 Uhr) schließt der EVM am Freitag das Jahr 2017 ab. Platz acht ist kein Thema mehr, sehr wohl aber die Platzierung für die Mitte Januar startende Verzahnungsrunde mit den Top-Teams aus der Landesliga.
Es geht eng zu im Keller der BEL: Nach der wenig überraschenden Niederlage bei Tabellenführer Höchstadt sind die Moosburger wieder auf den letzten Platz gerutscht. Doch an den verbleibenden vier Spieltagen der Vorrunde ist noch einiges möglich, fehlen den Startschew-Schützlingen als 14. doch gerade mal vier Punkte auf den Neuntplatzierten ESV Buchloe.
Fraglich ist allerdings, ob die sechs Bayernligisten, die im neuen Jahr um den Klassenerhalt kämpfen müssen, an den kommenden Wochenenden tatsächlich immer auf Sieg spielen werden. So sinnvoll die Verzahnung mit der Landesliga prinzipiell ist, darf die vom BEV vorgenommene Einteilung der Gruppen doch durchaus hinterfragt werden: Denn während die BEL-Teams bunt gemischt auf die beiden Relegationsgruppen verteilt werden, bleiben die jeweiligen Top Fünf der zwei Landesligen zusammen. Was bedeutet: Die Bayernligisten auf den Rängen 9, 12 und 14 treffen auf die Teams aus der Landesliga-Gruppe 1 (Nord-Ost), der 10., 11. und 13. auf die Vertreter der Gruppe 2 (Süd-West).
Da die Nord-Ost-Gruppe mit hochkarätig besetzten Teams wie Schweinfurt, Bad Kissingen oder Königsbrunn deutlich stärker eingeschätzt wird als die Gruppe 2, wo Spitzenreiter Klostersee 15 Punkte Vorsprung hat, werden die meisten BEL-Kellerkinder alles daran setzten, 10., 11. oder 13. zu werden. Einzige Ausnahme dürfte aufgrund der Derbys gegen die fränkischen Nachbarn Pegnitz sein.
Der EVP hat erst am vergangenen Spieltag die rote Laterne an Moosburg weitergegeben und sich mit vier Zählern aus den beiden Weihnachts-Partien auf Platz 13 verbessert. Auch wenn einige Leistungsträger die Pegnitzer verlassen haben, läuft es unter dem neuen Coach Josef Hefner inzwischen ganz gut. Das Hinspiel gewann der EVM mit 5:2.
Übrigens: Zwischen dem ersten und zweiten Drittel wird sich am Freitag die U 8 des EV Moosburg mit einem „Pausengame“ bei den Zuschauern vorstellen. 

Mehr als Ergebniskosmetik war in Höchstadt nicht drin

Mittwoch, 27. Dezember 2017
Eine eher unerfreuliche Bescherung brachte der Zweite Weihnachtsfeiertag für den EVM in der Höchstädter Eishalle. Beim BEL-Spitzenreiter kassierte die Startschew-Truppe eine 10:2 (4:0, 3:2, 3:0)-Klatsche.
Es lief wie befürchtet: Nach den beiden jüngsten, nicht unbedingt erwarteten Niederlagen gegen Pfaffenhofen und Geretsried waren die gastgebenden Alligators vor ihren gut 800 Fans in der Bringschuld. „Und wir durften diese Fehltritte jetzt ausbaden“, sagte Moosburgs Pressesprecher Bastian Amann bei der Pressekonferenz. Dabei waren es die Dreirosenstädter, die den besseren Start erwischten: Patrice Dlugos und Daniel Schander vergaben in der Anfangsphase zwei absolute Hochkaräter. Doch ab der fünften Minute spielte nur noch der HEC – und wiederum zehn Minuten später hieß es 4:0. „Da war ich dann doch beruhigt“, gab Spielertrainer Daniel Jun zu.
Und diese Führung sollten die Höchstädter auch nicht mehr aus der Hand geben. Im zweiten Durchgang wurden zwar endlich auch einmal die Offensivbemühungen der Gäste belohnt, Daniel Schanders Tor zum 1:5 (24.) bzw. Josef Kankovskys 2:7 (35.) waren allerdings schon in dieser Phase nur noch Ergebniskosmetik. Die Alligators zeigten auch im Schlussabschnitt keine Gnade. Hätten sie vor ein paar Jahren so ein Ergebnis bis zur Schlusssirene lediglich verwaltet, drehten sie getreu dem Motto „O, du fröhliche…“ noch einmal richtig auf. EVM-Keeper Thomas Hingel war darüber weniger erfreut – schließlich musste er noch dreimal hinter sich greifen.

Tore: 1:0 (4:24) Seibel (Vojcak), 2:0 (10:12) Kreuzer (Wiedl, Seibel), 3:0 (12:45) Kreuzer (Lenk A.), 4:0 (14:18) Lenk L. (Aab, Petrak), 5:0 (22:29) Lenk L. (Aab), 5:1 (23:57) Schander (Michel, Dlugos), 6:1 (28:01) Cejka (Petrak), 7:1 (30:34) Petrak (Roth), 7:2 (34:36) Kankovsky (Michel, Schander), 8:2 (41:34) Kreuzer (Lenk A., Seibel), 9:2 (41:46) Mikesz (Babinsky), 10:2 (50:22) Kreuzer (Lenk A.). Strafminuten: 6/2. Zuschauer: 802.
Aufstellung: Hingel, Probst; Krämmer, Ohr, Steiger, Loidl, Lenczyk, Hanöffner; Schander, Azimov, Kankovsky, Asen, Michel, Möhle, Killermann, Dlugos, Retzer. 

Zwei Punkte unterm Christbaum

Sonntag, 24. Dezember 2017
Kurz vor Heiligabend noch einmal das volle Programm: Der EVM und die EA Schongau boten den Zuschauern am Freitag einen Eishockeyabend mit doppelter Zugabe. Am Ende setzten sich die Hausherren mit 5:4 (2:0, 1:2, 1:2, 1:0) nach Penaltyschießen durch.
Die Mannschafts-interne Weihnachtsfeier der Grün-Gelben war also gerettet – gerade noch. Dabei hätten sich die Gäste nicht beschweren dürfen, wenn alle drei Zähler in der Sparkassen-Arena geblieben wären. Denn die Moosburger legten eine Anfangsphase hin, die eigentlich alleine hätte reichen müssen, um die Partie zu entscheiden. „Das war sicherlich das beste erste Drittel der ganzen Saison“, meinte Goalie Thomas Hingel bei der Pressekonferenz. Einziges Problem: Nach selbigem stand es durch Treffer von Daniel Schander und David Michel „nur“ 2:0. Chancen gab es en masse, alleine zweimal rettete der Pfosten für die Mammuts. Ein 4:0 oder 5:0 wäre dem Spielverlauf durchaus angemessen gewesen. Die Dreirosenstädter präsentierten eine tolle Angriffskombination nach der anderen, die Gäste konnten nur staunen.
Doch ihr Coach Roman Mucha stellte im zweiten Abschnitt von vier auf drei Blöcke um, „um mehr Druck auszuüben“. Und die EAS kam jetzt tatsächlich ins Spiel und glich nach einer halben Stunde auf 2:2 aus. Moosburgs Trainer Dimitri Startschew hatte bereits zwischen den beiden Gäste-Toren reagiert - und setzte nun ausnahmslos auf die erste und zweite Reihe. Prompt ging der EVM wieder in Führung: Patrice Dlugos markierte in Überzahl das 3:2 (36.).
Als der bärenstarke David Michel mit seinem zweiten Treffer zu Beginn des Schlussabschnitts den alten Abstand wieder herstellte, schienen die Moosburger den Sieg im Sack zu haben. Doch in der Folge machten sich konditionelle Defizite bemerkbar – den zehn Mann ging langsam der Saft aus. Und dann schlug auch noch die Stunde von Schongaus Letten Vitalijs Hvorostinins, der per Doppelschlag seinen Farben die Overtime sicherte. Bei der 3:3-Verlängerung waren die Mammuts dem Zusatzpunkt deutlich näher als der EVM, aber Keeper Hingel hielt seinen Kasten sauber. Auch im Penaltyschießen drehten beide Teams nach den ersten sechs Schützen eine Extra-Runde. Das verwandelte Solo von Tobias Hanöffner brachte dann die Entscheidung.
Tore: 1:0 (6:51) Schander (Michel), 2:0 (9:52) Michel (Dlugos), 2:1 (26:32) Magg (Schweiger), 2:2 (32:37) Kopecky (Hvorostinins, Schuster), 3:2 (35:26) Dlugos (Schander), 4:2 (42:51) Michel (Schander, Steiger), 4:3 (46:20) Hvorostinins (Schuster), 4:4 (54:11) Hvorostinins (Zimmert), 5:4 (P) Hanöffner. Strafminuten: 10/10. Zuschauer: 103.
Aufstellung: Hingel, Probst; Krämmer, Ohr, Steiger, Loidl, Fink, Lenczyk, Hanöffner; Schander, Azimov, Kankovsky, Asen, Michel, Möhle, Killermann, Dlugos, Retzer. 

Weihnachts-Heimspiel gegen Schongau - und nach dem Fest in Höchstadt

Donnerstag, 21. Dezember 2017
Klappt's mit drei Zählern unterm Christbaum? Im Heimmatch am Freitag (19.30 Uhr) gegen die EA Schongau wird der EVM jedenfalls alles tun, um sich für die 3:4-Hinspielniederlage bei den Mammuts zu revanchieren. Am Zweiten Weihnachtsfeiertag steht dann die schwere Auswärtspartie bei Spitzenreiter Höchstadt (18 Uhr; Busabfahrt 14 Uhr) auf dem Programm.
Sechs Begegnungen müssen die Grün-Gelben in der BEL-Hauptrunde noch absolvieren. Danach geht’s – wenn kein mittelgroßes Wunder mehr passiert – in die mit den zehn besten Landesligisten verzahnte Abstiegsrunde. Diese beginnt am 19. Januar. Bis dahin will der EV Moosburg natürlich noch den einen oder anderen Punkt holen – alleine schon deshalb, um psychologisch für den Kampf um den Klassenerhalt gerüstet zu sein.
Ob es gelingen wird, die jüngst durch die Abgänge von Verteidiger Mathias Jeske und Angreifer Oliver Wawrotzki entstandenen Lücken zu füllen, steht allerdings noch in den Sternen. Immerhin werden mit den zuletzt verletzten Philipp Ujcik und Jan Herrmann demnächst ein Abwehrmann bzw. ein Stürmer im Kader zurückerwartet. „Und dann muss man die Möglichkeiten prüfen, die sich auf dem Transfermarkt ergeben“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. „Aber wir sind halt nicht der einzige Bayernligist, der sich gerade umschaut.“
Während die Chancen der Moosburger, als aktueller 13. vielleicht doch noch den rettenden achten Platz zu erreichen, nur noch theoretischer Natur sind, steckt der Freitags-Gegner, die EA Schongau, mittendrin im Kampf um die Playoff-Pätze. Durch das 6:1 über Geretsried und die gleichzeitigen Niederlagen der Konkurrenten konnten die auf Platz zehn rangierenden Mammuts den Abstand zum rettenden Ufer auf vier Zähler verkürzen.
Schon fix dabei in der Verzahnungsrunde mit der Oberliga ist Tabellenführer Höchstadter EC. Die Alligatoren haben bereits 50 Zähler auf dem Konto, schwächelten zuletzt allerdings etwas. Nachdem sich die Jun-Truppe von der Niederlage in Passau vor drei Wochen erholt zu haben schien, setzte es am vergangenen Sonntag die erste Heimpleite der Saison: mit 4:5 gegen EVM-Tabellennachbar EC Pfaffenhofen. 

EVM enttäuscht bei 2:5-Pleite in Germering

Montag, 18. Dezember 2017
Der EV Moosburg hat am Sonntag die große Chance verpasst, den Anschluss zu den Playoff-Rängen wieder herzustellen. Die Konkurrenz patzte zwar durch die Bank, aber auch der EVM verließ die Eisfläche im Germeringer Polariom ohne Punkte: 2:5 (0:1, 0:3, 2:1) hieß es nach einem schwachen Auftritt der Startschew-Truppe.
Bereits nach dem Aufwärmen beschlich den Beobachter das Gefühl, dass es für die Grün-Gelben nicht viel zu holen geben würde. Man schimpfte über das schlechte Eis, von der Power der vergangenen Wochen war nicht viel zu sehen. Geradezu lethargisch gingen die Moosburger dann auch in die Partie. Von zwei schwachen Teams waren sie das noch schwächere. Germering hatte mehr Spielanteile, wirkte bei den Torabschlüssen aber auch recht einfallslos. Die Konter der Gäste – falls mal ein Pass ankam – sorgten ebenfalls nicht gerade für Angst und Schrecken im gegnerischen Drittel. Fast schon bezeichnend, dass der einzige Treffer der ersten 20 Minuten einer Einzelaktion des EVG-Kontingentspielers Jaroslav Sarsok entsprang.
Ein dicker Defensiv-Patzer ermöglichte den Hausherren im zweiten Drittel das frühe 2:0. In der Folge jedoch rissen sich die Moosburger endlich zusammen und erspielten sich einige erstklassige Torchancen. Doch jubeln durften wieder nur die anderen: Zum Ende des Abschnitts sorgten die Germeringer mit den Toren drei und vier für die Vorentscheidung.
Immerhin gaben die Startschew-Schützlinge im Schlussdrittel nicht auf. Nachdem Daniel Schander der 1:4-Anschluss (45.) gelungen war, leisteten sich die Gastgeber einige Strafzeiten. Der EVM war wieder im Spiel – erst recht, als Patrice Dlugos bei 5:3-Überzahl das zweite Gäste-Tor markierte. Doch Germerings Kontingent-Goalie Martin Hauser wuchs nun über sich hinaus und verhinderte weitere Moosburger Tore. Ein Treffer des Ex-EVM-Stürmers Florian Fischer drei Minuten vor dem Ende sorgte für die endgültige Entscheidung.
Passau, Buchloe und Geretsried – sie alle gingen am Sonntag ebenfalls leer aus. Doch anstatt die Konkurrenz-Pleiten zu nutzen und den Abstand auf Rang acht auf sechs Zähler zu verkürzen, bleibt die Lücke aus Moosburger Sicht neun Punkte groß – bei nur noch sechs Spieltagen.

Tore: 1:0 (14:59) Sarsok, 2:0 (22:00) Pfeil, 3:0 (36:14) Czaika (Feilmeier, Sohr), 4:0 (39:14) Kreß (Feilmeier), 4:1 (45:12) Schander (Michel), 4:2 (51:55) Dlugos (5-3; Michel, Schander), 5:2 (57:50) Fischer (Feilmeier, Czaika). Strafminuten: 12/6+10 (Möhle). Zuschauer: 164.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Ohr, Steiger, Loidl, Hanöffner; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Kankovsky, Asen, Möhle, Retzer. 

Der Kapitän geht von Bord: EVM fährt ohne Jeske nach Germering

Freitag, 15. Dezember 2017
Obwohl für den EV Moosburg an diesem Wochenende mit dem Kellerduell bei den Wanderers Germering (Sonntag um 18 Uhr; Busabfahrt 15 Uhr) lediglich eine Partie ansteht, war die Woche alles andere als entspannend. Eine personelle Hiobsbotschaft sorgte für lange Gesichter.
Mehr oder weniger aus dem Nichts kam die Mitteilung von Verteidiger Mathias Jeske Anfang der Woche an den Vorstand, mit sofortiger Wirkung zum Liga-Konkurrenten Erding Gladiators wechseln zu wollen. „Normalerweise heißt es ja: Der Kapitän geht als Letzter von Bord“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. „Umso überraschender und enttäuschender ist für uns Matzes Entschluss.“ Gegenüber der Führungsriege gab Jeske an, schon seit einiger Zeit Probleme mit Coach Dimitri Startschew zu haben. Die Kritik des Trainers an Jeskes Abwehrverhalten im letzten Drittel des Sonntagsspiels in Dorfen, wo man bekanntlich den möglichen Sieg aus der Hand gegeben hat, schien beim Käptn das Fass zum Überlaufen gebracht zu haben. Amann: „Auch wenn wir der Meinung sind, dass man mit so einer Situation auch hätte anders umgehen können, akzeptieren wir seine Entscheidung und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“ Jeske soll die an einer Verletztenmisere leidenden Erdinger bereits am Sonntag im Heimspiel gegen Landsberg verstärken.
Ebenso den Verein verlassen haben zwei Stürmer, die heuer allerdings nicht mehr im Moosburger Kader standen: Lukas Krämmer, Bruder von EVM-Verteidiger Bastian Krämmer (ebenfalls nach Erding; letzter Einsatz 2014) sowie Patrik Samanski, der aus beruflichen Gründen nur noch Zeit für die Bezirksliga hat und sich dem ESV Gebensbach anschließen wird.
Apropos anschließen: Um den Anschluss an die einstelligen Tabellenplätze herzustellen, braucht der EV Moosburg auch in Germering alle drei Punkte. Dass man in den vergangenen drei Spielen immerhin sechs Zähler geholt hat, deutet doch auf einen leichten Aufwärtstrend hin, der bei den Wanderers fortgesetzt werden soll. Die stehen derzeit als Tabellenzwölfter und mit einem Punkt weniger auf dem Konto unmittelbar hinter den Grün-Gelben. Klar ist: Wer diese Partie verliert, kann sich bereits auf die Abstiegsrunde einstellen. Im Hinspiel erkämpften sich die Dreirosenstädter durch einen Treffer neun Sekunden vor der Schlusssirene immerhin einen Punkt. Der Torschütze hieß übrigens Mathias Jeske. 

Späte Miculka-Gala entscheidet das Derby

Montag, 11. Dezember 2017
Zwei Drittel lang sah es am Sonntag ganz danach aus, als könnte der EV Moosburg dem Tabellenzweiten ein Bein stellen. Im Schlussabschnitt wurden die Dorfener Eispiraten ihrer Favoritenrolle aber doch noch gerecht und gewannen nach vier Treffern ihres Torjägers Lukas Miculka das Derby mit 5:1 (0:0, 1:1, 4:0).
Die Schlüsselszene der Partie spielte sich in der 42. Minute ab: Beim Stande von 1:1 prallte ein Moosburger Schuss ans Torgestänge der Gastgeber (einige Fans wollten ihn sogar drin gesehen haben). Doch während die Grün-Gelben noch mit dem Schicksal haderten, schaltete der ESC blitzschnell um und erzielte per Konter einfach selber das 2:1. „Gute Frage, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn uns dieses Tor gelungen wäre“, rätselte EVM-Coach Dimitri Startschew. In den verbleibenden 18 Minuten ging bei seinen Schützlingen nämlich gar nichts mehr – und die Show des Dorfener Tschechen Lukas Miculka, der bereits für die beiden ersten Treffer verantwortlich war, wurde mit zwei weiteren Toren zu einer echten Gala.
Trotzdem war das 5:1 am Ende wohl den einen oder anderen Treffer zu hoch. Die Moosburger hatten – bis auf ein paar Anlaufschwierigkeiten in den ersten fünf Minuten – zwei Drittel lang einen ebenbürtigen Gegner abgegeben, der sich, wie die Hausherren, zahlreiche gute Chancen erarbeitete. Doch beide Torhüter – Thomas Hingel auf Moosburger und Kevin Yeingst auf Dorfener Seite – hatten einen absoluten Sahnetag erwischt.
Umso mehr freute sich EVM-Nachwuchsstürmer Hermann Azimov (18), dass es ausgerechnet ihm nach 22 Minuten mit seinem ersten Bayernliga-Treffer gelungen war, die Nullnummer zu beenden. Das sollte bis zum Schluss jedoch das einzige Gästetor bleiben.
Am Freitag hat Moosburg spielfrei. Um Punkte geht es erst wieder am Sonntag in Germering (18 Uhr).

Tore: 0:1 (22:18) Azimov (Jeske), 1:1 (27:50) Miculka (Sorsak, Waldhausen), 2:1 (41:26) Miculka (Seidlmayer, Sorsak), 3:1 (46:17) Miculka (Sorsak; 5-4), 4:1 (54:56) Sorsak (Miculka), 5:1 (56:31) Miculka (Sorsak, Hills). Strafminuten: 4/6. Zuschauer: 240.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Steiger, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Hanöffner, Kankovsky, Asen, Möhle, Retzer. 

5:3 gegen Geretsried: EVM dreht Spiel im zweiten Drittel

Sonntag, 10. Dezember 2017
Drei weitere wichtige Zähler für den EV Moosburg: Durch das freitägliche 5:3 (1:2, 3:0, 1:1) über den ESC Geretsried verbesserten sich die Dreirosenstädter auf Tabellenplatz elf. Und auch der Abstand zur Playoff-Zone der Bayernliga schrumpfte.
Es war Geduld gefragt – bei Zuschauern, den Moosburger Spielern und den Schiedsrichtern. Wegen den winterlichen Straßenverhältnisse steckte der Geretsrieder Mannschaftsbus nämlich in einem Stau auf der A 9 fest. So konnte die Begegnung erst mit dreiviertelstündiger Verspätung angepfiffen werden.
Waren EVM-Käptn Mathias Jeske und Co. schon wegen dieser Verzögerungen ziemlich genervt, gesellten sich im ersten Drittel einige fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen dazu. Los ging’s bereits nach eineinhalb Minuten mit einem umstrittenen Penalty, den die Gäste allerdings verschossen. Auch die drei folgenden Strafzeiten gegen Moosburg sorgten teils für Rätselraten. Die dritte Überzahl nutzt der ESC dann zum 0:1. Doch der EVM meldete sich nach einer Viertelstunde zurück: Mit seinem ersten Saisontor besorgte Max Retzer den verdienten Ausgleich. Pech dann in der 20. Minute: Jakob Killermann scheiterte am Pfosten – und im Gegenzug gelang den Riverrats ihr zweites Tor.
Aber die Hausherren wollten unbedingt den Sieg – das war ihnen speziell im zweiten Abschnitt anzumerken. Nach mehreren vergebenen Chancen kippte per Daniel-Doppelschlag das Match: Schander (im Powerplay) und Möhle schossen den EVM in der 30. Minute in Führung. Jetzt haderten die Geretsrieder mit den Schiri-Entscheidungen. Und so war es eine erneute 5:4-Situation, die die Grün-Gelben kurz vorm zweiten Pausentee zum 4:2 nutzten.
In den letzten 20 Minuten versuchten die vom Stau ausgebremsten Gäste all das nachzuholen, was sie vorher verpasst hatten: Doch mehr als das dritte Tor (47.) sollte dem ESC trotz verstärkter Offensivbemühungen nicht mehr gelingen. Ein Powerplay ab der 58. Minute sorgte zwar noch einmal für Spannung, die beendete, kurz nachdem das Überzahlspiel vorbei war, jedoch Moosburgs Verteidiger Kevin Steiger mit einem Empty-Net-Goal 22 Sekunden vor der finalen Sirene.
Der EVM hat nach diesem Spieltag das Saisonziel – Rang acht – immerhin wieder in Sichtweite. Es dürfte allerdings ein Kraftakt nötig sein, um den Sieben-Punkte-Rückstand noch aufzuholen.

Tore: 0:1 (12:19) Poch (Horvath, Fuchs), 1:1 (15:26) Retzer (Möhle, Steiger), 1:2 (19:36) Merl (Köhler), 2:2 (29:00) Schander (Michel, Dlugos), 3:2 (29:51) Möhle (Retzer, Steiger), 4:2 (38:01) Schander (Michel, Jeske), 4:3 (46:13) Berger (Horvath), 5:3 (59:36) Steiger (Hanöffner). Strafminuten: 14/12. Zuschauer: 145.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Steiger, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Hanöffner, Kankovsky, Asen, Möhle, Retzer. 

Gegen Geretsried soll ein Heimsieg her - Wawrotzki zurück nach Passau

Donnerstag, 7. Dezember 2017
Platz acht abhaken? Dazu ist es neun Spieltage vor Ende der BEL-Vorrunde wohl noch zu früh. „Solange es theoretisch möglich ist, geben wir nicht auf“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann vor dem letzten Doppelwochenende in diesem Jahr. Da passt es wohl ganz gut, dass, bevor die Grün-Gelben am Sonntag zum Derby bei den Dorfener Eispiraten (17 Uhr) antreten, am Freitag mit dem ESC Geretsried der Tabellenachte in der Sparkassen-Arena zu Gast ist (19.30 Uhr). Direkt nach der Partie steigt die Christbaumversteigerung im Eisstüberl, zu der auch alle Fans herzlich eingeladen sind.
Personell musste der EVM am Dienstag einen schmerzhaften Rückschlag einstecken: Angreifer Oliver Wawrotzki teilte dem Vorstand mit, dass er die Pendlerei – Wohnen in Dingolfing, studieren in Passau und Eishockeyspielen in Moosburg – zeitlich nicht mehr schaffe und er deshalb zu den Black Hawks Passau zurückkehren wolle. „Das ist natürlich schade. Aber wir haben Verständnis für Olis Situation und ihm deshalb auch keine Steine in den Weg gelegt“, so Amann. Man werde sich zwar nach einem Nachfolger auf dem (ziemlich leergefegten) Spielermarkt umsehen, jetzt aber erst mal denen vertrauen, die da sind. Da sowohl Verteidiger Kevin Steiger als auch Stürmer Alexander Asen am Wochenende wieder im Kader stehen werden, kann Trainer Dimitri Startschew ohne größere Probleme drei komplette Blöcke aufbieten.
Eine besondere Bedeutung kommt ohne Zweifel dem Heimspiel gegen den ESC Geretsried zu. Die River-Rats stehen momentan nämlich auf dem begehrten achten Tabellenplatz, von dem der EVM zehn Punkte entfernt ist. Drei Punkte für Moosburg sind also Pflicht, wenn die Play-off-Region zumindest theoretisch ein Thema bleiben soll. In Geretsried verloren die Startschew-Schützlinge das Hinspiel zwar mit 7:3, wie man den ESC schlagen kann, zeigte aber heuer bereits ein Vorbereitungsspiel, in dem der EVM zu einem überraschend deutlichen 10:2 gekommen ist.
Mit 3:7 ging das Hinspiel auch gegen Dorfens Eispiraten verloren, bei denen die Dreirosenstädter am Sonntag ran müssen. Nach kurzer Schwächephase mit vielen Gegentoren hat sich die Truppe um den Moosburger Christian Seidlmayer am vergangenen Wochenende wieder zurückgemeldet und nicht nur die Erdinger im Landkreisduell (4:3), sondern auch den heutigen EVM-Gegner Geretsried mit – genau – 7:3 geschlagen. Amann: „In Dorfen hängen die Trauben traditionell hoch. Aber wir hoffen auf die alten Derby-Gesetze.“ 

EVM im Derby-Modus: Verdienter 6:4-Sieg bei den IceHogs

Montag, 4. Dezember 2017
Nach zwei deftigen Niederlagen hat der EV Moosburg wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Beim Hallertau-Derby in Pfaffenhofen erkämpften sich die Dreirosenstädter am Sonntag einen 6:4 (2:1, 2:2, 2:1)-Sieg. Damit gelang auch die Revanche für die unglückliche 1:2-Hinspielpleite gegen die IceHogs.
Wirkten die Moosburger am Freitag gegen Peißenberg noch wie das Kaninchen vor der Schlange, war schon die Körpersprache im „Hopfendome“ eine ganz andere: Von Beginn an befanden sich die Grün-Gelben im Derby-Modus, gingen durch David Michel bereits nach drei Minuten in Führung. Die Hausherren, die in den jüngsten fünf Partien immerhin neun Zähler geholt hatten, konnten kaum Akzente setzen, verloren die Scheibe oft schon früh gegen den diesmal auch defensiv gut stehenden EVM. Als dem ECP nach einer Viertelstunde doch der Ausgleich gelang, antwortete Moosburgs Daniel Schander wenige Minuten später mit der abermaligen Gäste-Führung.
Im zweiten Durchgang wogte das Match hin und her: Daniel Möhle erhöhte zunächst auf 1:3 (26.), doch Pfaffenhofen meldete sich nach einer guten halben Stunde bei 5:3-Überzahl mit dem Anschlusstreffer zurück. Kurz darauf jubelten zwar erneut die mitgereisten EVM- Fans – Patrice Dlugos hatte einen Lenczyk-Pass verwertet –, doch als die Moosburger in Minute 38 unglücklich im gegnerischen Drittel die Scheibe herschenkten, konterten sich die IceHogs wieder auf 3:4 heran.
Der Schlussabschnitt war dann nicht mehr ganz so dramatisch: Nachdem Michel zum Doppeltorschützen aufgestiegen war (45.), gelang Jakob Killermann auf Zuspiel seines Ex-DNL-Kollegen aus Landshut, Max Retzer, der Treffer zum vorentscheidenden 3:6. Dass es in den letzten zehn Minuten doch noch einmal spannend wurde, hatten die Gastgeber dem Hauptschiedsrichter zu verdanken, der nach angezeigter Strafe und Puckkontrolle beider Mannschaften anscheinend „vergessen“ hatte, die Begegnung zu unterbrechen – und so dem EC Pfaffenhofen den vierten Treffer ermöglichte. Der war zum Schluss aber nur noch von statistischer Bedeutung.

Tore: 0:1 (2:17) Michel (Schander, Jeske), 1:1 (14:24) Kurnosow (Seibert, Oexler), 1:2 (18:34) Schander (Michel, Jeske), 1:3 (25:45) Möhle (Retzer, Krämmer), 2:3 (32:23) Fardoe (Chemello, Bauer), 2:4 (34:40) Dlugos (Lenczyk, Schander), 3:4 (37:44) Kurnosow (Birk), 3:5 (44:26) Michel (Schander), 3:6 (47:17) Killermann (Retzer, Krämmer), 4:6 (48:07) Huber. Strafminuten: 12/12. Zuschauer: 128.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Hanöffner, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Möhle, Retzer. 

EVM verschießt sein Pulver beim 1:6 gegen Peißenberg früh

Sonntag, 3. Dezember 2017
Der Wunsch von EVM-Coach Dimitri Startschew, das Wochenende mit sechs Punkten abzuschließen, hatte sich bereits am Freitagabend erledigt: Beim 1:6 (0:1, 1:3, 0:2) gegen den TSV Peißenberg konnten die Moosburger lediglich im ersten Drittel überzeugen.
Das erste Spiel von Neuzugang Max Retzer hätte mit einem Traumstart beginnen können: Nach nicht einmal 20 Sekunden düpierte der Landshuter die Hintermannschaft der Gäste und passte auf Jakob Killermann, der allerdings freistehend verzog. Doch Retzer brachte viel Schwung und Dynamik in das Moosburger Spiel, war die prägende Figur der ersten 20 Minuten. Davon ließen sich auch seine Mitspieler anstecken. Der EVM hatte deutlich sichtbare Vorteile und schien an die Leistung der beiden jüngsten Heimsiege anknüpfen zu können. Bei zwei, drei weiteren guten Möglichkeiten war jedoch TSV-Schlussmann Jakob Goll immer die Endstation. Schade, dass sich die Hausherren durch eine Unachtsamkeit in Unterzahl 25 Sekunden vor der ersten Pause das unnötige 0:1 einfingen.
Dieses Tor zeigte Wirkung. Peißenberg übernahm im zweiten Abschnitt die Initiative und zwang nun Thomas Hingel zu einigen Glanzparaden. Moosburg wackelte, kam dann bei einer 4:4-Situation zum in dieser Phase nicht unbedingt erwarteten Ausgleich (28.). Doch anstatt den Rückenwind zu nutzen, stimmte keine Minute später die Zuordnung nicht und man kassierte das 1:2. Nur gut, dass Gäste-Kontingentspieler Brandon Morley in der Folge einen Penalty versemmelte. Doch ins Spiel fanden die Dreirosenstädter nicht mehr zurück: Die Eishackler durften vor Hingels Gehäuse nach Belieben kombinieren und markierten gut eine Minute vor dem zweiten Pausentee Treffer Nummer drei. Aber das sollte es in diesem Durchgang noch nicht gewesen sein: Einen Puckverlust im gegnerischen Drittel bestraften die Gäste per Konter – 1:4 (39.).
Von diesem Schock erholten sich die Grün-Gelben nicht mehr. Im Schlussabschnitt spielte nur noch der TSV. Dass es die Peißenberger da bei zwei Treffern bewenden ließen, hatte der EVM nicht zuletzt seinem Keeper zu verdanken.

Tore: 0:1 (19:35) Ebentheuer (Lenz, Morley), 1:1 (28:02) Schander (Michel), 1:2 (29:00) Barth M. (Mooslechner, Andrä), 1:3 (38:49) Hörndl (Barth, Andrä), 1:4 (39:54) Eichberger (Barth M., Höfler), 1:5 (44:46) Estermaier (Eichberger, Höfler), 1:6 (52:28) Andrä (Müller, Mooslechner). Strafminuten: 14/6. Zuschauer: 131.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Hanöffner, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Möhle, Retzer. 

Der Coach will alle sechs Punkte

Donnerstag, 30. November 2017
Als Trainer des Tabellenvorletzten ein Sechs-Punkte-Wochenende zu fordern, klingt gewagt – aber genau das macht Moosburgs Dimitri Startschew vor dem Freitags-Heimspiel gegen den TSV Peißenberg (19.30 Uhr) und dem Derby-Auftritt am Sonntag beim EC Pfaffenhofen (17.30 Uhr).
„Davon waren wir schon in der Hinrunde nicht weit weg“, begründet Startschew seinen Vorstoß. In der Tat: In Peißenberg hat der EVM am dritten Spieltag mit 6:5 seinen ersten Saisonsieg gefeiert und die 1:2-Heimniederlage gegen den EC Pfaffenhofen zwei Tage später war angesichts der Dominanz der Dreirosenstädter mehr als ärgerlich.
Für die Grün-Gelben geht es auch darum, möglichst schnell den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Zumindest der Sprung von Platz 13 auf Rang 11 wäre an diesem Wochenende möglich. Den belegen gerade die Pfaffenhofener IceHogs – mit drei Zählern Vorsprung auf Moosburg. Doch einfach werden beide Aufgaben nicht. Peißenberg verlor zuletzt zwar daheim gegen Geretsried, hat aber auch mit einigen deutlichen Auswärtssiegen auf sich aufmerksam gemacht. Der ECP überraschte vergangenen Sonntag mit einem Overtime-Sieg beim Tabellenzweiten ESC Dorfen.
Was das zur Verfügung stehende Personal für dieses Wochenende betrifft, wechseln sich bei Startschew gerade Licht und Schatten ab. In der Offensive sieht es sehr gut aus: Mit Jan Herrmann und Jakob Killermann sind in dieser Woche zwei junge Angreifer in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt, während der Landshuter Neuzugang Max Retzer (20) – Transferfenster-Stichtag: 1. Dezember – endlich sein Debüt geben kann. „Geplant ist, dass Max in die Reihe zu Tobias Hanöffner und Daniel Möhle kommt“, kündigt Startschew an.
Defensiv plagen den Trainer jedoch Sorgen: Kevin Steiger (Auslandsaufenthalt) wird dem EVM erst in einer Woche wieder zur Verfügung stehen und Philipp Ujcik hat sich in Landsberg das Innenband angerissen. Drei bis vier Wochen fällt er damit wohl aus. Besser sieht es bei Bastian Krämmer aus, der gerade an einer Fingerverletzung laboriert. Startschew: „Ich denke aber, dass Basti am Wochenende spielen wird.“ 

EVM landet in Landsberg wieder auf dem Boden der Tatsachen

Montag, 27. November 2017
Nach zuletzt zwei Siegen in Serie ist der EVM am Sonntag in Landsberg wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Beim Tabellendritten der Bayernliga gab’s eine 9:2 (5:0, 1:2, 3:0)-Klatsche. Unschöne Begleiterscheinung: Die Verletzungssorgen sind wieder da.
Die Hoffnung von Moosburgs Coach Dimitri Startschew, die Euphorie aus den vergangenen beiden Heimspielen in die Landsberger Eishalle mitzunehmen, war schon bei der Abfahrt gedämpft. Neben den erkrankten Youngstern Jakob Killermann und Julian Fink hatten sich auch Abwehrspieler Kevin Steiger (weilt bis Ende dieser Woche im Ausland) und Angreifer Daniel Schander (bekam gegen Passau einen Schuss auf den Fuss) abgemeldet. Die Folge: Wieder keine drei Blöcke.
Dass auch die Riverkings nur 14 Feldspieler aufbieten konnten, half dem EVM wenig. Der Qualitätsunterschied war speziell in den ersten 20 Minuten zu massiv. Das flotte Angriffsspiel der Landsberger lief einige Stundenkilometer zu schnell für die Gäste, die nur sechs Minuten lang die Null auf der Anzeigetafel verteidigen konnten. Dann ging’s dahin: Bis zur 17. Minute zogen die Gastgeber auf 5:0 davon, nahezu jeder Defensivaussetzer wurde sofort bestraft. Und vorne dauerte es fast eine Viertelstunde, bis sich die Grün-Gelben ihre erste Chance erspielen konnten. Dass Verteidiger Philipp Ujcik zum Pausentee eher humpelte als lief – und deshalb auch gleich in der Kabine blieb – trübte die Laune von Startschew zusätzlich.
Im zweiten Abschnitt trat Moosburg immerhin kompakter und konzentrierter auf – wobei der HC Landsberg auch nicht mehr 100 Prozent gab. „Bei uns wollte in der Phase jeder selber glänzen und schießen. Aber das geht halt nicht“, lautete das Fazit von HCL-Trainer Randy Neal. Kurz nach dem sechsten Landsberger Treffer enteilte Daniel Möhle den Riverkings in Unterzahl und traf zum 1:6. Der EVM traute sich jetzt mehr zu, präsentierte ansehnliche Spielzüge. Einen solchen schloss Tobias Hanöffner in der 37. Minute mit dem zweiten Moosburger Tor ab.
Spannend wurde es aber nicht mehr. Den Gästen fehlten Ideen und Mittel, um den Abstand weiter zu verkürzen. Dafür gab Landsberg in dem zunächst vor sich hinplätschernden Schlussabschnitt noch einmal Gas: 7:2, 8:2, 9:2 – immerhin wurde die Niederlage nicht wieder zweistellig. Das Hinspiel in Moosburg hatte der HCL bekanntlich mit 10:3 gewonnen.

Tore: 1:0 (6:06) Slavicek (Menge, Maag), 2:0 (7:36) Neal (Wedl, Fischer), 3:0 (10:15) Wedl (Menge, Neal), 4:0 (14:58) Neal (5-4; Menge, Geisberger), 5:0 (16:31) Kerber M. (5-4; Fischer, Curmann), 6:0 (23:14) Menge (Wedl, Slavicek), 6:1 (25:40) Möhle (4-5; Lenczyk, Krämmer), 6:2 (37:04) Hanöffner (Wawrotzki, Möhle), 7:2 (45:56) Reuter (Curmann, Geisberger), 8:2 (53:20) Reuter (5-4; Hauck, Fischer), 9:2 (54:50) Neal (Slavicek, Menge). Strafminuten: 12/14. Zuschauer: 685.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Jeske, Lenczyk, Ohr, Krämmer, Loidl; Azimov, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Möhle, Hanöffner, Dlugos. 

6:5 gegen Passau: Nach dem Zweier jetzt auch der erste Heim-Dreier

Samstag, 25. November 2017
So hat man sich den Start in die Rückrunde vorgestellt: Nach einem dramatischen Schlussdrittel besiegte der EV Moosburg die Passau Black Hawks mit 6:5 (2:2, 2:0, 2:3) und holte damit seinen ersten Heim-Dreier der Saison. Insbesondere die letzten Sekunden waren nichts für schwache Nerven.
Die Sirene in der Sparkassen-Arena gehört seit Bestehen der Halle zu den dezenteren ihrer Zunft. Als die 60 Minuten am Freitagabend vorbei waren, konnten sie in dem Trubel wohl nur die allerwenigsten hören. Für die Passauer, die inzwischen beim Stand von 6:5 auch noch ihren Torwart vom Eis genommen hatten, eine gute Gelegenheit, den Kasten von Thomas Hingel noch einmal richtig unter Beschuss nehmen. Als die Scheibe im Netz zappelte, war die Spielzeit allerdings schon um einige Sekunden überschritten. Der Hauptschiedsrichter entschied zunächst aber trotzdem auf Tor. Nach Protesten der Moosburger Spieler und Rücksprache mit seinen beiden Assistenten nahm er die Entscheidung wieder zurück. Beiden Linienrichtern war - auch dank der zwei Anzeigetafeln - nicht entgangen, dass der abermalige Ausgleich deutlich zu spät gefallen war. Jubel auf der EVM-Bank, die ersten drei Punkte auf heimischem Eis waren unter Dach und Fach.
Dabei hätten es die Grün-Gelben, die stark in das Match gestartet waren, gar nicht so spannend machen müssen. Zu überlegen waren sie in den ersten beiden Durchgängen. Durch die Treffer von David Michel (10.) und Daniel Möhle lagen die Dreirosenstädter nach einer Viertelstunde mit 2:0 in Front. Doch die bis dato harmlosen Black Hawks wachten noch vor dem Pausentee auf und nutzten eine Schlafphase der Gastgeber per Doppelschlag zum Ausgleich in der 19. Minute: Lediglich 24 Sekunden lagen zwischen den beiden Toren. Im zweiten Abschnitt gab Moosburg weiterhin den Ton an, setzte die Niederbayern phasenweise massiv unter Druck. Die Treffer zum 3:2 und 4:2 durch Matze Jeske und Bastian Krämmer resultierten aus Schlagschüssen von der blauen Linie. Passau fehlten derweil die Ideen, um Goalie Hingel ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.
Der Schlussabschnitt gab schon in Minute drei einen Vorgeschmack auf die Dramatik, die noch folgen sollte: Die Gäste verkürzten zunächst auf 3:4, Daniel Schander stellte den alten Abstand wieder her - und nur 22 Sekunden später fiel das 4:5. Jetzt drehten die Black Hawks richtig auf, drängten auf das Remis. Doch Patrice Dlugos vollendete einen willkommenen Konter in der 53. Minute zum vermeintlich vorentscheidenden 6:4. Für die Niederbayern kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen: 80 Sekunden vor dem Ende ließ Moosburg im eigenen Drittel einen Gäste-Spieler ohne Gegenwehr durchlaufen, nur noch 6:5. In der verbleibenden Zeit durfte dementsprechend gezittert werden - aus Moosburger Sicht mit Erfolg!

Tore: 1:0 (9:19) Michel (Lenczyk), 2:0 (15:11) Möhle, 2:1 (18:19) Persch (Ferstl), 2:2 (18:43) Sulcik, 3:2 (21:42) Jeske (Michel, Lenczyk), 4:2 (31:20) Krämmer (Michel, Steiger), 4:3 (42:57) Sulcik (Schießl, Schindlbeck), 5:3 (44:26) Schander (Michel), 5:4 (44:48) Ferstl (König, Müller), 6:4 (52:34) Dlugos (Wawrotzki), 6:5 (58:40) Schießl. Strafminuten: 12/6. Zuschauer: 126.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Ohr, Krämmer, Loidl, Fink; Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Möhle, Hanöffner, Dlugos. 

EVM will in der Rückrunde einiges wiedergutmachen

Donnerstag, 23. November 2017
Die Hinrunde der BEL-Saison 2017/18 ist Geschichte. Am Wochenende beginnen für den EVM die Rückspiele der Hauptrunde: am Freitag auf heimischem Eis gegen die Passau Black Hawks (19.30 Uhr) und am Sonntag beim HC Landsberg (17 Uhr; Busabfahrt 13.30 Uhr). Anfang Oktober ist man gegen beide Teams leer ausgegangen.
Von Euphorie zu reden, wäre sicher übertrieben. Es war eher Erleichterung, die sich am Sonntag nach dem 4:3-Penaltysieg über Buchloe im Lager der Grün-Gelben breit machte. Zumal es Heimsiege bis dato nur in der Vorbereitung gab. „Das war auch für den Kopf ganz wichtig“, sagte Keeper Thomas Hingel nach der Partie. „Der Druck bei so einer Negativserie wird ja nicht kleiner.“ Und der schwache Auftritt in Füssen war auch erst zwei Tage her.
Deshalb konnte und wollte man in dieser Woche auch nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. Nach dem Training blieben die Spieler in der Kabine, es herrschte Gesprächsbedarf. Schließlich will man in der Rückrunde einiges wiedergutmachen. „Unsere Zuschauer sind heuer nicht gerade verwöhnt“, musste Coach Dimitri Startschew jüngst zugeben.
Vielleicht kann das Team die Fans bereits am Freitag wieder begeistern: Mit dem Tabellenneunten Passau ist eine Mannschaft zu Gast, die zuletzt zwei Pleiten in Folge kassierte. 3:6 hatte der EVM den Saisonauftakt bei den Habichten verloren. Chancenlos war man am zweiten Spieltag zuhause gegen Landsberg (3:10), wo Kapitän Mathias Jeske und Co. am Sonntag antreten müssen. Der vom Verletzungspech geplagte HCL ist zwar immer noch Dritter, holte aus den vergangenen drei Spielen aber nur zwei Zähler.
Vielleicht sollten die EVM-Verantwortlichen noch schnell bei (Tabellen-)Nachbar EC Pfaffenhofen anklopfen. Der hat am vergangenen Wochenende nämlich gezeigt, wie man Passau und Landsberg schlagen kann. 

Es ist geschafft: Der EVM feiert seinen ersten Heimsieg

Montag, 20. November 2017
Bis zum letzten Spieltag der Hinrunde hat es gedauert – jetzt durfte auch in der Sparkassen-Arena mal wieder gejubelt werden: Beim 4:3 (0:1, 1:1, 2:1, 1:0) nach Penaltyschießen über den ESV Buchloe fuhr der EVM den ersten Heimsieg der Saison ein und verabschiedete sich damit vom letzten Tabellenplatz.
Manche Besuche lohnen sich. Einen solchen stattete EVM-Vorstand Ludwig Kieninger am Sonntag vor Spielbeginn der Mannschaft in der Kabine ab. Nach dem über weite Strecken indiskutablen Auftritt am Freitag in Füssen appellierte Kieninger an die Ehre der Spieler – ein „Wake-up-Call“, wie es Goalie Thomas Hingel bei der Pressekonferenz bezeichnete.
Wach waren die Moosburger gegen den Tabellenachten von Beginn an. Auch die beiden Rückschläge in der Anfangsphase des ersten (0:1) und des zweiten Abschnitts (0:2) hinterlissen keine allzu tiefen Spuren. Der EVM war ein gleichwertiger Gegner für die Pirates. Doch das Toreschießen ist derzeit ein grün-gelbes Problem: nur ein Treffer gegen Erding, einer in Füssen – und auch diesmal scheiterten die Hausherren zunächst in aussichtsreichen Positionen am gegnerischen Schlussmann. Den Bann brach in der 24. Minute Daniel Möhle mit dem wichtigen 1:2-Anschluss. Doch der Ausgleich ließ auf sich warten. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf den Kasten der Pirates, die ihrerseits über schnelle Gegenstöße gefährlich blieben.
Fünf Minuten nach dem letzten Wechsel beendete Topscorer David Michel mit dem überfälligen Ausgleich seine jüngste Torflaute. Doch die erneute kalte Dusche kam prompt: Zwei mehr als überflüssige Fouls an der Mittellinie bescherten dem EVM eine länger Unterzahl, die die Gäste mit der abermaligen Führung bestraften. „Aber wir haben uns nicht aufgegeben und sind dran geblieben – das war heute unser großes Plus“, bilanzierte Hingel. Und so nutzten die Dreirosenstädter sieben Minuten vor Schluss in Person von Tobias Hanöffner ein Powerplay zum 3:3.
Klare Vorteile hatten die Moosburger dann auch dank einer erneuten numerischen Überlegenheit in der Overtime. Aber der ESV rettete sich ins Penaltyschießen. Dieses hätte man nach dem ersten Schützen – Moosburgs Kevin Steiger war erfolgreich – eigentlich beenden können. Die anderen Fünf brachten die Scheibe nämlich nicht im Tor unter.
Tore: 0:1 (3:44) Krafczyk (Vaitl, Hofer), 0:2 (21:29) Weigant (Vaitl, Seifert), 1:2 (23:59) Möhle (Dlugos, Ujcik), 2:2 (45:07) Michel (Jeske, Krämmer), 2:3 (51:10) Krafczyk (Vaitl, Raß), 3:3 (53:26) Hanöffner (Jeske, Schander), 4:3 Steiger (P). Strafminuten: EVM 8+10 (Steiger), ESV 6. Zuschauer: 96.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Jeske, Krämmer, Lenczyk, Ohr, Steiger, Loidl; Wawrotzki, Schander, Azimov, Kankovsky, Hanöffner, Dlugos, Asen, Michel, Möhle. 

1:5-Pleite in Füssen: EVM sieht beim Altmeister alt aus

Samstag, 18. November 2017
Nichts zu holen gab es für den EV Moosburg am Freitagabend beim EV Füssen: Lediglich im zweiten Drittel brachte man den mit vielen jungen Spielern bestückten Altmeister in Schwierigkeiten. Am Ende stand eine verdiente 1:5 (1:2, 0:0, 0:3)-Niederlage.
Die Euphorie, die bei den Füssenern nach dem Durchmarsch in die Bayernliga herrscht, war überall in der Halle zu spüren. Trotz der jüngsten Rückschläge waren über 700 Zuschauer gekommen. Und die sahen in den ersten zehn Minuten eine völlig überforderte Moosburger Mannschaft, die mit dem Tempo der Allgäuer überhaupt nicht zurecht kam. Schlussmann Thomas Hingel war von Beginn an gefordert, musste in der Anfangsphase gleich zweimal hinter sich greifen. Erst nach einer Viertelstunde gaben auch die Gäste ein Lebenszeichen von sich. Als sich infolge eines Abspielfehlers der Hausherren eine 3:1-Kontersituation ergab, vollendete Daniel Schander zum 1:2-Anschluss.
Der schmeckte dem EVF ganz und gar nicht. Im zweiten Abschnitt machte sich nun die Unerfahrenheit der jungen Truppe bemerkbar und der EVM kam immer besser in die Partie. „Ich bin froh, dass das Spiel in dieser Phase nicht gekippt ist, Moosburg hatte da klare Vorteile“, kommentierte Füssens Trainer Thomas Zellhuber das Mitteldrittel. Aber sowohl Daniel Möhle als auch zweimal David Michel konnten ihre Großchancen nicht verwerten, weshalb torlos zum zweiten Mal die Seiten gewechselt wurden.
Nun bekamen die Hausherren wieder Aufwind: Zwischen der 45. und 50. Minute entschieden sie mit den Toren drei und vier die Partie, der Treffer zum 5:1 fünf Minuten vor dem Ende war nur noch für Statistiker interessant. EVM-Trainer Dimitri Startschew zeigte sich nach dem Match mächtig angefressen: „Unsere Defensivleistung ist in dieser Form nicht akzeptabel. Der eine oder andere muss sich wirklich fragen, ob er den Ernst der Lage begriffen hat.“ Aufgrund der Ausfälle von Patrice Dlugos, Jakob Killermann und Marc Lenczyk hatte Startschew abermals keine drei kompletten Blöcke aufbieten können. „Aber das soll heute keine Ausrede sein“, sagte er.
Tore: 1:0 (6:52) Böck (Schorer, Wiedemann), 2:0 (10:15) Meier (Schmid), 2:1 (15:58) Schander (Wawrotzki), 3:1 (44:47) Nadeau (Krötz, Besl), 4:1 (49:30) Schmid (Holzmann, Simon), 5:1 (54:09) Oppenberger (Nadeau, Besl). Strafminuten: 2/8. Zuschauer: 718.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Jeske, Krämmer, Ohr, Steiger, Loidl; Wawrotzki, Schander, Azimov, Kankovsky, Hanöffner, Asen, Michel, Möhle. 

EVM muss zum Ende der Hinrunde gegen Füssen und Buchloe ran

Donnerstag, 16. November 2017
Mit einem großen Namen des deutschen Eishockeys bekommt es der EVM am Freitag zu tun: Um 19.30 Uhr (Abfahrt: 15.15 Uhr) gastieren die Dreirosenstädter beim 16-fachen deutschen Meister EV Füssen. Zum Ende der Hinrunde ist am Sonntag dann der ESV Buchloe in der Sparkassen-Arena zu Gast (17.15 Uhr).
Mit sieben Zählern aus den bisherigen elf Spielen rangiert der EV Moosburg inzwischen wieder auf dem 14. und letzten Platz der Bayernliga. Zehn Punkte fehlen zum rettenden Ufer, dem achten Rang, der bekanntlich nicht nur die Teilnahme an der Verzahnungsrunde mit der Oberliga, sondern auch den Klassenerhalt bedeuten würde. „Aber um den zu sehen, brauchen wir momentan zumindest ein kleines Fernrohr“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. Deshalb könne die Devise nur lauten, von Spiel zu Spiel zu denken, zu punkten – und auf eine Serie zu hoffen. Amann: „Drei, vier Siege in Folge und wir wären dank der Drei-Punkte-Regel wieder mit dabei. Wichtiger ist jetzt aber erst einmal, dass sich die Mannschaft nach den vielen Ausfällen der letzten Wochen wieder findet und weiter an die Chance glaubt.“
Das beste Beispiel, wie schnell es rauf und runter gehen kann, lieferte zuletzt – in negativer Hinsicht – der EV Füssen. Nachdem man sich anfangs im oberen Tabellendrittel aufhielt, holte der Altmeister, der nach seiner Insolvenz von der Bezirksliga bis in die BEL durchmarschiert ist, in den jüngsten sechs Partien nur noch fünf Punkte und rutschte so auf Rang neun ab. Den EVM erwartet jedenfalls ein laufstarkes Team mit vielen Eigengewächsen, dessen Coach Thomas Zellhuber meist mit vier Blöcken spielen lässt.
Laufstark unterwegs ist heuer auch wieder der ESV Buchloe, der derzeit auf dem begehrten achten Tabellenplatz steht. Wie gut die Pirates drauf sind, bewiesen sie in den vergangenen drei Begegnungen, die sie allesamt – mit jeweils einem Tor Vorsprung – gewannen. „Dieses Spiel wird uns zeigen, wie weit wir derzeit tatsächlich von den Top acht der Liga weg sind“, so der EVM-Sprecher.
Noch rund zwei Wochen entfernt von seinem ersten Auftritt im Trikot des EV Moosburg ist Max Retzer (20). Der Stürmer hat vor einigen Tagen seinen Vertrag beim Oberligisten EV Landshut aufgelöst und trainiert seitdem bei den Grün-Gelben mit. Wechseln kann er allerdings erst ab dem 1. Dezember. Retzer stand rund 50 Mal im Kader des EVL, hat den Sprung in die Oberliga aber nicht geschafft. Mit seinem Wechsel nach Moosburg setzt der Landshuter eine Familientradition fort: Sein Vater Benno Retzer hat in den 90er Jahren für den EVM gespielt, seine beiden Onkel Gerd und Rudi bereits in den 70er Jahren. 

Hingel hält den EVM im Spiel, für Punkte reicht's aber nicht

Samstag, 11. November 2017
Spannend war's bis zum Schluss. Zum erhofften ersten Heimsieg hat es für den EV Moosburg allerdings auch gegen Erding nicht gereicht. Dass es am Ende nur 1:2 (1:1, 0:0, 0:1) aus Sicht der Hausherren hieß, hatten diese der bis dato besten Saisonleistung von ihrem Keeper Thomas Hingel zu verdanken.
EVM-Coach Dimitri Startschew wusste bei der Pressekonferenz: "Thomas hat uns bis zum Schluss im Spiel gehalten. Es kann eigentlich nicht sein, dass wir zum Beispiel im zweiten Drittel 27 Torschüsse zulassen." Aber Hingel war da. Deshalb liest sich das 0:0 auf dem Spielberichtsbogen für diese Phase zu Unrecht unspektakulär.
Über mangelnde Unterhaltung konnten sich die mehr als 300 Zuschauer in der Sparkassen-Arena wahrlich nicht beschweren. Die Grün-Gelben, mit 17 Feldspielern so gut besetzt wie seit Wochen nicht mehr, taten sich allerdings schwer, ins Spiel zu kommen. Viel zu oft wurde der Puck ohne Not hergeschenkt. In den ersten zehn Minuten diktierte Erding das Tempo und nistete sich zeitweise im Moosburger Drittel ein. Der EVM dagegen wartete lieber ab, um dann durch schnelle Konter den Gladiators-Kasten ins Visier zu nehmen. Torgefährlich war man dabei ebenso, zum Beispiel, als ein Jeske-Geschoß den Außenpfosten streifte. Auch nach der Erdinger Führung (12.) blieben die Gastgeber passiv, nutzten dann allerdings ihr zweites Powerplay durch einen verdeckten Weitschuss des Ex-Erdingers Kevin Steiger zum 1:1 (18.).
Im mittleren Abschnitt durfte EVM-Goalie Hingel fast im Minutentakt Feuerwehrmann spielen, Erding brannte regelrecht auf die erneute Führung. Doch das Chancen-Festival, das weiterhin auch den einen oder anderen Gegenstoß der Dreirosenstädter beinhaltete, schlug sich nicht auf der Anzeigetafel nieder. "Deshalb habe ich mir im Schlussdrittel schon meine Gedanken gemacht", sagte TSV-Coach Thomas Vogl nach der Partie. "Eishockey ist nicht immer gerecht. Und wenn Moosburg das zweite Tor macht, kann man auf einmal mit leeren Händen dastehen." Dieses erzielten aber seine Schützlinge - kurz nachdem der EVM eine Unterzahlsituation überstanden hatte (52.). In der Endphase warfen Kapitän Mathias Jeske und seine Kollegen zwar nochmal alles nach vorne - Hingel ging für einen sechsten Feldspieler vom Eis -, die Gladiators schaukelten den knappen Erfolg aber souverän über die Zeit.
Tore: 0:1 (11:56) Zimmermann (Spindler, Krzizok), 1:1 (17:57) Steiger (Möhle, Wawrotzki; 5-4), 1:2 (51:09) Zimmermann (Krzizok, Deubler). Strafminuten: 6/6 + 10. Zuschauer: 322.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Ohr, Krämmer, Loidl; Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann, Hanöffner, Möhle. 

Derby gegen Erding: EVM will Boden gutmachen

Donnerstag, 9. November 2017
Bereits zum dritten Mal heißt es in dieser Saison: Derby-Time in der Sparkassen-Arena! Mit dem TSV Erding ist dabei am Freitag um 19.30 Uhr der von der Entfernung nächste Nachbar zu Gast. Auch tabellarisch will der EVM den Abstand zu den Gladiators unbedingt verkürzen. Übrigens: Am Sonntag ist Deutschland-Cup-Pause.
So schnell kann sich das Blatt wenden: Noch am Freitag standen die Moosburger Eishockeyspieler gegen Spitzenreiter Höchstadt auf verlorenem Posten, am Sonntag sah die Welt nach dem verdienten Auswärtserfolg in Pegnitz schon wieder ganz anders aus. „Dieser Sieg kam genau zum richtigen Zeitpunkt“, ist Pressesprecher Bastian Amann überzeugt. „Es war ja auch nicht alles schlecht, was in den Spielen davor passiert ist. Aber die Punkte haben halt gefehlt.“ Und die Spieler. Aber jetzt scheint man die Verletzungsmisere tatsächlich überstanden zu haben.
Fast vier Blöcke waren am Dienstag im Training (darunter auch wieder die Stamm-Stürmer Daniel Möhle und Tobias Hanöffner). Coach Dimitri Startschew dürfte damit vor dem Lokalduell erstmals seit langer Zeit wieder die Qual der Wahl haben. Amann: „Es ist noch nichts verloren. Uns erwarten noch drei Spiele in der Vorrunde – gute Gelegenheiten, den Abstand aufs Mittelfeld zu verkürzen.“
Genau da, nämlich auf Rang neun, stehen mit 13 Zählern auf dem Konto die Erding Gladiators – sechs Punkte vor dem EVM. Während sich bei den Grün-Gelben die personelle Lage zuletzt stark verbessert hat, müssen die Herzogstädter weiter auf wichtige Leistungsträger verzichten. Timo Borrmann und Christian Poetzel werden frühestens im Dezember zurückerwartet, der Moosburger Sebastian Lachner fällt mit einer schweren Knieverletzung sogar bis Saisonende aus. Da kann es derzeit schon mal vorkommen, dass Trainer Thomas Vogl – wie zuletzt in Landsberg – drei Jugendspieler in den Kader miteinbaut.
Der EVM will jedenfalls an die Auftritte gegen Erding anknüpfen, die man heuer in der Saisonvorbereitung absolviert hat: Da gingen nämlich zweimal – mit 7:6 n.P. zuhause und 4:1 auswärts – die Dreirosenstädter als Sieger vom Eis. 

EVM holt im Pegnitzer Regen den zweiten Auswärts-Dreier

Montag, 6. November 2017
Clever, diszipliniert – und vor allem: wasserdicht. Mit einer starken Vorstellung und einem 5:2 (0:0, 2:0, 3:2)-Sieg trotzte der EV Moosburg am Sonntag dem Dauerregen in der Pegnitzer Freiluft-Arena. Durch den zweiten Auswärts-Dreier der Saison reichten die Grün-Gelben die rote Laterne nach Germering weiter.
Sieben Minuten hatten Moosburgs Keeper Thomas Hingel zum Shutout gefehlt. Doch am Ende konnte er es verschmerzen, noch zwei Tore kassiert zu haben. Zufrieden marschierte er mit seinem Mini-Bierfass unter dem Arm (Wahl zum besten Spieler) in die Kabine. Die drei Zähler waren dann doch wichtiger.
Und die hatten sich die Gäste mit einer über 60 Minuten konstanten Leistung verdient. Die Pegnitzer, die am Freitag noch mit einem Sieg in Geretsried überrascht hatten, bissen sich am Moosburger Kollektiv die Zähne aus. Der EVM hatte mehr vom Spiel, die besseren Chancen – und fand im Schlussabschnitt, als sich die IceDogs dank einiger Powerplay-Situationen noch mal aufbäumten, die richtigen Antworten.
Geduld mussten nach dem torlosen ersten Abschnitt aber auch die Grün-Gelben haben: Erst in der 27. Minute gelang Daniel Schander, dem Torschützen vom Dienst (sechs Treffer in den letzten drei Spielen) das 0:1. Alleine er hatte in der Folge noch zwei, drei exzellente Einschussmöglichkeiten, geriet bei einem Solo auf dem holprigen Eis ins Straucheln. Gerade als der EVP den Druck auf das EVM-Gehäuse verstärkte (ein Schuss knallte ans Gestänge), nutzte Oliver Wawrotzki in der Schlussminute Zuordnungsprobleme in der Pegnitzer Defensive: 0:2.
Die Gäste schienen nach dem zweiten Pausentee alles im Griff zu haben, brachten sich durch einen Scheibenverlust in Überzahl, den die Gastgeber mit dem 1:2 bestraften, aber selbst in die Bredouille (54.). Gut, dass nur neun Sekunden später David Michel den alten Abstand wieder herstellte. Doch die IceDogs warfen nun alles nach vorne, schöpften drei Minuten vor Schluss mit ihrem zweiten Treffer (bei 5:4) noch einmal Hoffnung. Diesmal vergingen zwar 40 Sekunden, aber dann fiel Daniel Schander mit dem 2:4 die passende Antwort ein. Endgültig in trockenen Tüchern war der zweite Moosburger Auswärtssieg der Saison, als Mathias Jeske zum fünften Mal für den EVM einnetzte.
Tabellarisch verbesserte sich Moosburg mit diesem Dreier auf Rang 13. Und das Argument eines Fans – wenn man den EVM heuer siegen sehen will, muss man zu einem Auswärtsspiel fahren – will die Mannschaft bereits am Freitag widerlegen: Da kommen die Erding Gladiators zum Derby in die Sparkassen-Arena (19.30 Uhr).

Tore: 0:1 (26:34) Schander (Michel, Jeske), 0:2 (39:07) Wawrotzki (Jeske, Ohr), 1:2 (53:15) Kracht (4-5; Mendel), 1:3 (53:24) Michel (5-4), 2:3 (56:58) Hausauer (5-4), 2:4 (57:38) Schander (Dlugos, Wawrotzki), 2:5 (58:30) Jeske (Killermann, Michel). Strafminuten: 4/8. Zuschauer: 232.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Ohr, Krämmer, Loidl; Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Asen, Kankovsky, Killermann. 

Spitzenreiter sorgt in fulminanter Anfangsphase für klare Verhältnisse

Samstag, 4. November 2017
Wären die ersten zwölf Minuten nicht gewesen, hätte der EVM den souveränen Bayernliga-Spitzenreiter aus Höchstadt vielleicht sogar in Verlegenheit bringen können. Doch gerade da fielen sieben der insgesamt acht Treffer der Partie - und die Alligatoren konnten so den Grundstock für den am Ende ungefährdeten 2:6 (2:5, 0:0, 0:1)-Erfolg in der Sparkassen-Arena legen.
Regelrecht überrollt wurden die Moosburger in der Anfangsphase von den stark aufspielenden Gästen: Bereits nach viereinhalb Minuten lag der HEC mit 0:3 in Führung. Technische Klasse kennt man von den Franken. Aber das hohe Tempo, mit dem sie die heimische Defensive unter Druck setzten, war neu. Die zuletzt ohnehin leidgeprüften Anhänger des EVM mussten Schlimmes befürchten. Doch die Grün-Gelben wehrten sich, kamen im Powerplay durch eine schöne Kombination der neu zusammengestellten ersten Sturmreihe (Patrice Dlugos und Daniel Schander rückten für die verletzten Tobias Hanöffner und Daniel Möhle nach), die Schander vollendete, zum ersten Treffer. Keine zwei Minuten später - es war eine Strafe gegen Höchstadt angezeigt - gelang Dlugos gar der 2:3-Anschluss. Aber die Gäste antworteten prompt. Ein Doppelschlag bescherte dem Oberliga-Absteiger, der sich vor der Saison unter anderem mit dem 584-fachen DEL-Spieler Vitalij Aab verstärkt hatte (er blieb gegen Moosburg aber ohne Punkte), erneut einen Drei-Tore-Vorspung, mit dem man auch in die erste Pause ging.
Wie verwandelt kam der EVM danach aus der Kabine und bot dem HEC richtig Paroli. Der Weg zum Tor war für die Alligators nun deutlich länger, bereits früh wurden sie im Angriffsaufbau gestört. Und wenn doch einmal ein Schuss durchging, war Thomas Hingel da, der wie seine Vorderleute nun deutlich sicherer wirkte. Keine Tore auf beiden Seiten - aus Moosburger Sicht schon ein Achtungserfolg. In den letzten 20 Minuten wollten die Hausherren dann noch mehr und verstärkten ihre Offensivbemühungen. "Da hatte der EVM einige richtig gute Chancen", gab auch HEC-Spielertrainer Daniel Jun bei der Pressekonferenz zu. Rein ging zwar nichts, "aber in unserer aktuellen Situation als Schlusslicht müssen wir auch kleine Erfolgserlebnisse wie diese Phasen mitnehmen", sagte Moosburgs Kapitän Mathias Jeske, der Trainer Dimitri Startschew im Eisstüberl vertrat. Wie auch immer: Jubeln durften im finalen Durchgang nur die Gastgeber. Mitten in einer Sturm- und Drangphase der Dreirosenstädter setzten sie den Schlusspunkt zum 2:6.
Tore: 0:1 (1:13) Petrak (Lenk L., Vojcak), 0:2 (4:08) Babinsky (Lenk L., Petrak), 0:3 (4:30) Roth (Lenk L., Petrak), 1:3 (8:00) Schander (Dlugos, Michel), 2:3 (9:39) Dlugos, 2:4 (10:59) Tratz (Babinsky, Vojcak), 2:5 (12:12) Lenk A. (Kreuzer, Urban), 2:6 (44:37) Lenk A. (Vojcak). Strafminuten: 6/10. Zuschauer: 198.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Ohr, Krämmer, Loidl; Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann. 

Auch vor dem Franken-Wochenende personelle Fragezeichen

Donnerstag, 2. November 2017
Gutes Bier, deftige Mahlzeiten – mit den kulinarischen Spezialitäten Frankens werden Moosburgs Eishackler an diesem Wochenende weniger in Berührung kommen. Wohl aber mit dessen beiden Bayernligisten: Spitzenreiter Höchstadt kreuzt am Freitag in der Sparkassen-Arena auf (19.30 Uhr), am Sonntag muss der EVM zu einem weiteren Kellerduell nach Pegnitz (17.30 Uhr; Busabfahrt 13.30 Uhr).
Der Letzte gegen den Ersten – viel eindeutiger könnten die Rollen vor dem Freitags-Heimspiel gegen den bislang noch ungeschlagenen Oberliga-Absteiger (einziger Punktverlust: in Landsberg) kaum verteilt sein. „Andererseits hat Höchstadt am Sonntag in Pfaffenhofen auch nur mit 4:2 gewonnen. Abhaken müssen wir das also noch nicht“, sagt Moosburgs Trainer Dimitri Startschew.
Viel, das weiß auch er, wird abermals von der Mannschaftsaufstellung der Dreirosenstädter abhängen. Die gab Mitte der Woche noch Anlass zu Spekulationen. Fix zurück von der Krankenstation sind bis dato eigentlich nur die beiden Jungspunde Stefan Loidl und Hermann Azimov. Fragezeichen stehen hinter Verteidiger Kevin Steiger (lädierter Zeh) und Stürmer Daniel Möhle (leichte Gehirnerschütterung), deren Einsatz wohl auch vom Verlauf des Abschlusstrainings abhängt. Mit den beiden Angreifern Jan Herrmann (Rücken) und Tobias Hanöffner (Ellbogen) rechnet der Coach an diesem Wochenende noch nicht. Dimitri Startschew: „Von Entwarnung sind wir noch ein Stück entfernt. Aber ich sehe jetzt doch Licht am Ende des Tunnels.“
So oder so werden im Open-Air-Stadion des EV Pegnitz am Sonntag wieder Kampf und Einsatz gefragt sein, wenn der Letzte beim Vorletzten gastiert. Dabei wird es für Käptn Mathias Jeske und seine Kollegen auch darum gehen, den Aufwärtstrend der IceDogs zu stoppen, die ihre fünf Zähler allesamt in jüngerer Vergangenheit geholt haben. Und auch zuletzt bei der knappen 5:4-Niederlage in Peißenberg sahen die Franken nicht schlecht aus.
Mit einem eher guten Gefühl haben trotz des verlorenen Penalty-Schießens gegen Germering auch die Moosburger ihren Sonntags-Auftritt abgehakt. „Dass wir im letzten Drittel noch einmal so zurückgekommen sind, ist nicht selbstverständlich“, sagt Startschew. Deshalb könne man dem einen Zähler schon etwas Positives abgewinnen. Über den berühmten achten Platz will der Deutsch-Kasache derzeit lieber nicht reden. Weiter hart arbeiten, regelmäßig punkten – „dann hoffe ich, dass sich dieses Thema automatisch wieder aufdrängt“. 

In dramatischem Kellerduell den ersten Heimpunkt geholt

Sonntag, 29. Oktober 2017
Auch wenn es am Ende nur ein Punkt war, weil sich die Wanderers Germering mit 4:5 (0:1, 0:1, 4:2, 0:1) nach Penaltyschießen durchgesetzt hatten – moralisch durfte sich der EV Moosburg nach dieser Aufholjagd im letzten Drittel fast ein bisschen wie der Sieger dieses Kellerduells fühlen. Mathias Jeske war erst neun Sekunden vor der Schlusssirene der Ausgleich gelungen.
Viele hatten nicht mehr dran geglaubt: Doch dann unternahm der Kapitän und aktuelle Aushilfs-Mittelstürmer einen letzten Versuch – und der saß. 59:51 zeigte die Stadionuhr an, als der Schuss von Mathias Jeske einschlug. Entsprechend groß war die Freude bei ihm, seinen Teamkollegen und den Fans. Das Zuspiel hatte er von einem dreifachen Torschützen bekommen: Daniel Schander. Doch der Reihe nach.
Wie erwartet musste Dimitri Startschew auch auf den in Schongau vorzeitig vom Eis gegangenen Verteidiger Kevin Steiger (Fußverletzung) verzichten, als die Partie begann. Das Spiel wogte hin und her. Der EVM gab den Ton an, Germering verließ sich auf seine Konter. Und einen solchen verwertete Tobias Feilmeier nach 16 Minuten zum 0:1. So ging’s auch im zweiten Durchgang weiter: Die Wanderers überließen Moosburg die Scheibe und lauerten auf Fehler. Dabei waren sie bei ihren Gegenstößen oft torgefährlicher als der EVM, dem heute das Zielwasser ausgegangen zu sein schien. Hinzu kam der vorzeitige Abgang von Angreifer Daniel Möhle (Verdacht auf Gehirnerschütterung) – damit standen nur noch zwei der fünf etatmäßigen Mitglieder des ersten Blocks auf dem Eis. Das 0:2 fiel kurz vor der zweiten Pause durch einen Distanzschuss des Ex-DEL-Profis Rainer Suchan – die Vorentscheidung?
Nein, denn im Schlussabschnitt zeigte sich die dezimierte grün-gelbe Truppe zumindest kämpferisch und moralisch von ihrer besten Seite. Allen voran: Daniel Schander. Hinter seinem 1:2-Anschlusstreffer (47.) – er stocherte die Scheibe im gefühlten siebten Versuch über die Linie – stand der unbedingte Wille, Germerings Schlussmann doch noch zu überwinden. Und jetzt begannen die verrückten letzten zehn Minuten. Die hatten noch einen weiteren Hauptdarsteller: den Ex-Moosburger Florian Fischer. Der stellte zweimal (51. und 53.) den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her – doch Schander antwortete jeweils (52. und 56.). So führten die Wanderers kurz vor Schluss knapp mit 4:3 – bis dann bekanntlich Mathias Jeske traf.
Die Verlängerung endete torlos, das Penaltyschießen ging in den Tie-Break. Und den konnte Germerings Daniel Rossi gegen den im ersten Versuch noch erfolgreichen EVM-Stürmer Oliver Wawrotzki für sich entscheiden.
So wichtig der erste Heim-Punkt für die Moral war, statistisch war er zu wenig, um den Fall auf den letzten Tabellenplatz zu verhindern. Doch im Keller der Bayernliga geht es eng zu – und die Moosburger wollen bereits am kommenden „Franken-Wochenende“ gegen Höchstadt und Pegnitz wieder was fürs Punktekonto tun.

Tore: 0:1 (16:33) Feilmeier (Fischer, Czaika), 0:2 (36:32) Suchan (Sarsok), 1:2 (46:20) Schander (Michel), 1:3 (50:55) Fischer (Feilmeier), 2:3 (51:16) Schander (Dlugos, Michel), 2:4 (52:48) Fischer (Feilmeier, Czaika), 3:4 (55:27) Schander (Ohr, Dlugos), 4:4 (59:51) Jeske (Schander, Michel), 4:5 Rossi D. (P). Strafminuten: 12/10. Zuschauer: 161.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Ohr, Jeske, Lenczyk, Fink, Krämmer; Dlugos, Killermann, Möhle, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen. 

EVM bleibt nach 3:4-Niederlage im Tabellenkeller

Samstag, 28. Oktober 2017
Kampf, Einsatz und Moral haben definitiv gestimmt, gegen die derzeit bestens aufgelegten Mammuts war das allerdings zu wenig. Knapp, aber verdient ließ der EV Moosburg am Freitag bei der EA Schongau mit 3:4 (1:3, 1:0, 1:1) drei weitere Zähler liegen und bleibt somit im Tabellenkeller der Bayernliga.
Begibt man sich auf die Suche nach dem berühmten Knackpunkt der Partie, hatte man diesmal die Auswahl: Sowohl das zweite (grenzwertig hoher Stock) als auch das dritte Tor der Hausherren (Scheibe fiel vom oberen Netz zurück aufs Eis, abgepfiffen wurde nicht) war zumindest umstritten. Hinzu kam die nächste personelle Hiobsbotschaft: Noch vor dem Ablauf der ersten 20 Minuten musste Erste-Reihe-Abwehrmann Kevin Steiger mit einer Fußverletzung vom Eis – nachdem er einen Schuss auf den Schlittschuh bekommen hatte. „Es ist nicht zu fassen, wo wir heuer überall von Pucks getroffen werden“, erinnerte EVM-Trainer Dimitri Startschew an vergleichbare Fälle auf der Verletztenliste. Moosburg jedenfalls lag zur ersten Pause 1:3 – David Michel hatte die frühe Führung der Hausherren egalisiert (7.) – zurück; die erwähnten Negativerlebnisse inklusive.
Obwohl Schongau auch in der Folge den Ton angab, das Zwei-Tore-Polster im Rücken hatte und sich mehr Chancen erspielte, ließen die Moosburger nicht nach: Der wegen des Ausfalls von Tobias Hanöffner vom Verteidiger zum Mittelstürmer umfunktionierte Mathias Jeske besorgte nach 28 Minuten den wichtigen 2:3-Anschluss.
Und die Startschew-Schützlinge ließen auch im letzten Durchgang nichts unversucht, zumindest einen Zähler mitzunehmen. Doch Schongaus überragender Lette und dreifacher Torschütze Vitalijs Hvorostinins machte dreieinhalb Minuten vor Schluss im Powerplay den Deckel drauf. Daniel Schanders 3:4 (59.) kam zu spät.

Tore: 1:0 (1:09) Hvorostinins (Maucher), 1:1 (6:32) Michel (Möhle), 2:1 (6:59) Mewes, 3:1 (18:49) Hvorostinins, 3:2 (28:09) Jeske (Michel), 4:2 (56:38) Hvorostinins (5-4; Sabautzki, Holzmann), 4:3 (58:06) Schander (Lenczyk). Strafminuten: 6/8+10 Dlugos. Zuschauer: 123.
Aufstellung: Hingel, Probst; Steiger, Ujcik, Lenczyk, Fink, Krämmer, Jeske, Ohr; Möhle, Dlugos, Michel, Schander, Killermann, Wawrotzki, Asen, Kankovsky. 

EVM gegen Schongau und Germering unter Zugzwang

Donnerstag, 26. Oktober 2017
Sechs Spiele, drei Punkte – diese Bilanz ist selbst für eine Mannschaft, die „nur“ um Platz acht in der Bayernliga mitspielen will, zu wenig. Entsprechend steigt nun der Druck auf die Eishockeyspieler des EV Moosburg. Zumal es am Wochenende gegen zwei Teams geht, die dasselbe Saisonziel ausgegeben haben. Personell sieht es bei den Grün-Gelben schon wieder etwas besser aus.
„Wir müssen in den nächsten Spielen punkten, egal wie“, forderte Coach Dimitri Startschew bereits nach der 3:7-Niederlage gegen Dorfen vor einer Woche. Da wusste er noch nicht, dass die Verletzenliste zwei Tage später noch länger werden würde. In Geretsried trat man somit nur mit einer besseren Notbesetzung an – und ging am Ende mit demselben Resultat vom Eis.
Kein Zweifel: Durch die vielen Ausfälle ist dem EVM auch die Leichtigkeit abhanden gekommen, mit der man in den Vorbereitungsspielen seinen Anhang so begeistert hatte. Im Laufe dieser Woche gab es allerdings auch endlich mal wieder positive Nachrichten aus der Krankenabteilung: Verteidiger Maximilian Ohr konnte erstmals in dieser Saison regelmäßig mittrainieren, und Patrice Dlugos stand nach seinem „Ausrutscher“ (gegen Dorfen) ebenfalls wieder auf dem Eis. Da Stürmer Daniel Schander seine Spieldauer-Disziplinarstrafe abgesessen hat, stehen Startschew im Vergleich zu vergangenem Sonntag drei Leistungsträger wieder zur Verfügung.
Auf die noch angeschlagenen Jan Herrmann, Stefan Loidl und Hermann Azimov kann der Coach allerdings noch nicht zurückgreifen. Selbiges gilt für Tobias Hanöffner, dem eine Ellbogen-Entzündung zu schaffen macht. Da Startschew die zweite und dritte Sturmreihe nicht verändern will, könnte Hanöffners Platz im ersten Block Kapitän Mathias Jeske – eigentlich Verteidiger – übernehmen. „Matze hat das angeboten, keine schlechte Idee“, sagt Startschew. Zumal Jeske vor zwei Jahren schon mal für seinen Ex-Club Pfaffenhofen stürmte – und in der Abstiegsrunde immerhin auf sechs Tore und sechs Vorlagen kam.
Sechs Punkte an diesem Wochenende würden die Ausgangsposition des EV Moosburg deutlich verbessern. Am Freitag geht es zur EA Schongau (20 Uhr, Busabfahrt 16.15 Uhr), die sich mit einem solchen Befreiungsschlag an den vergangenen beiden Spieltagen auf Rang acht katapultiert hat. Die Wanderers Germering, die am Sonntag um 17.15 Uhr in der Sparkassen-Arena zu Gast sind, rangieren wie der EVM auf den Playdown-Plätzen der Liga. Mit erst drei Zählern blieben die Münchner Vorstädter, die vor der Saison ordentlich aufgerüstet hatten, bislang weit hinter den Erwartungen zurück. 

Moosburger Rumpftruppe geht auch in Geretsried leer aus

Montag, 23. Oktober 2017
Moosburgs Coach Dimitri Startschew ist dieser Tage nicht zu beneiden. Auch am Sonntag in Geretsried musste er aufgrund der immer länger werdenden Ausfallliste improvisieren, konnte die zweite 3:7 (1:1, 2:3, 0:3)-Pleite innerhalb von 48 Stunden aber nicht verhindern. Mit drei Punkten aus sechs Spielen bleibt der EVM damit im Tabellenkeller der Bayernliga.
Während die Geretsrieder den Spielberichtsbogen mit 22 Akteuren voll ausnutzten, klaffte auf Moosburger Seite ein Loch: Nur 16 Namen waren da zu lesen. Das Hauptproblem lag im Angriff: Nach der Sperre von Daniel Schander und der Nacken-Verletzung von Patrice Dlugos konnten die Grün-Gelben nur noch sieben Stürmer aufbieten. Da blieb Startschew nichts anderes übrig, als auf die Offensivqualitäten der jungen Verteidiger Philipp Ujcik, Julian Fink und Artur Schwarz zu hoffen.
Zwei Drittel lang hielt die Moosburger Rumpftruppe mit den laufstarken vier Blöcken der Gastgeber ganz gut mit. Auch wenn die Riverrats mehr Spielanteile hatten, brachte Tobias Hanöffner den EVM nach sieben Minuten bei 5:4 in Führung. Doch noch vor dem ersten Wechsel gelang den Gastgebern der Ausgleich. Gleich nach Wiederanpfiff nahm der Geretsrieder Druck weiter zu – und als Thomas Hingel erneut hinter sich greifen musste (23.), war die Dominanz des ESC erstmals auch auf der Anzeigetafel abzulesen.
Doch die Moosburger gaben sich nicht so leicht geschlagen: So setzte der unermüdlich rackernde Josef Kankovsky zunächst Oliver Wawrotzki in Szene, der zum 2:2 ausglich (32.) – und keine zwei Minuten später bediente er Jakob Killermann, der die Scheibe nur noch über die Linie drücken musste. Aber die Freude über die erneute Führung hielt nur 90 Sekunden: Der abermalige Ausgleich war allerdings höchst umstritten. Neben Keeper Hingel hatten auch zahlreiche Zuschauer die Scheibe nicht im Kasten gesehen. Und während sich die Moosburger Spieler noch echauffierten, nutzte Geretsried die Unordnung und markierte unmittelbar nach dem Wiederanpfiff das 4:3.
Von diesem Schock erholte sich der EVM bis zum Schluss nicht mehr. Im letzten Drittel nutzten die Hausherren das erste sich bietende Powerplay und erhöhten auf auf 5:3. Wie wenig danach noch vom Gast kam, zeigen die Riverrats-Treffer sechs und sieben. Beide fielen, als Moosburg einen Mann mehr auf dem Eis hatte.
Als negatives I-Tüpfelchen musste Trainer Startschew in der Schlussphase einen weiteren personellen Rückschlag hinnehmen: Routinier Tobias Hanöffner verließ mit einer Ellbogenverletzung vorzeitig das Eis.

0:1 (6:53) Hanöffner (5-4; Michel), 1:1 (13:58) Jorde (Rizzo Lauer), 2:1 (22:21) Köhler (Hüsken), 2:2 (31:57) Wawrotzki (Kankovsky), 2:3 (33:27) Killermann (Kankovsky, Wawrotzki), 3:3 (35:02) Rizzo (Morczinietz, Fuchs), 4:3 (35:09) Horváth (Merl), 5:3 (46:50) Meierl (5-4; Jorde, May), 6:3 (51:46) Merl (4-5; Horváth), 7:3 (56:41) Tauber (4-5; Horváth, Zvonik). Strafminuten: 16/10+10 (Lenczyk). Zuschauer: 314.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Jeske, Fink, Krämmer, Steiger, Lenczyk, Schwarz; Wawrotzki, Kankovsky, Hanöffner, Asen, Killermann, Michel, Möhle. 

3:7 gegen Dorfen - stark angefangen, aber noch stärker nachgelassen

Samstag, 21. Oktober 2017
Der EVM wartet weiter auf den ersten Heimsieg der Saison: Mit dem ESC Dorfen konnten die Dreirosenstädter am Freitagabend nur ein Drittel lang mithalten. Am Ende hieß es 3:7 (1:1, 0:4, 2:2). Eine frühe Spieldauer-Disziplinarstrafe hatte die Startschew-Schützlinge anscheinend komplett aus dem Konzept gebracht.
Torreich, unberechenbar, unterhaltsam - und vor allem: meist auf Augenhöhe. Wenn sich Moosburg und Dorfen in den vergangenen Jahren gegenüberstanden, war für die Zuschauer eigentlich immer was geboten. In dieser Tradition verlief auch der erste Abschnitt: Die Partie wogte hin und her, Torszenen auf beiden Seiten gab es en masse. Die favorisierten Gäste brauchten jedenfalls ein Powerplay, um nach knapp einer Viertelstunde in Führung zu gehen. Doch der EVM blieb dran, fightete und kam in Person von Patrice Dlugos kurze vor der Pausensirene zum mehr als verdienten Ausgleich. Nur 13 Sekunden danach leistete sich EVM-Stürmer Daniel Schander allerdings einen Bandencheck gegen den Ex-Moosburger Christian Göttlicher, den der Referee mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe ahndete. Diese Aktion war so etwas wie der Partybreak aus grün-gelber Sicht.
Auch wenn man zu Beginn des zweiten Abschnitts tapfer verteidigte und in der fünfminütigen Unterzahl nur einen Treffer hinnehmen musste, fanden die Gastgeber nicht mehr zurück ins Spiel. Dorfen nutzte in der Folge jeden einzelnen Fehler der Moosburger gnadenlos aus und zog auf 5:1 davon.
Daran änderte sich auch im Schlussdrittel nichts. Obwohl die Unparteiischen nun erst gemerkt zu haben schienen, dass auch für ESC-Spieler eine Strafbank bereit steht, konnte der EVM aus den sich nun immer öfter ergebenden numerischen Überlegenheiten kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Bei eigener 5:3-Überzahl enteilte ihnen gar Doppeltorschütze Trevor Hills - Penalty. Den allerdings konnte Thomas Hingel entschärfen. Doch mit zwei weiteren Toren sorgten die Eispiraten in aller Ruhe für die endgültige Entscheidung. Moosburg hingegen wirkte bei seinen Offensivbemühungen viel zu überhastet, verlor immer wieder die Scheibe und offenbarte in der Abwehr bedenkliche Lücken. Immerhin das Ergebnis noch freundlicher gestalten konnten in den beiden Schlussminuten David Michel und Daniel Möhle. Am ungefährdeten Sieg der Gäste änderte dieser Doppelpack freilich nichts mehr.
 
Tore: 0:1 (13:54) Mayer (Fengler), 1:1 (19:25) Dlugos (Schander, Lenczyk), 1:2 (20:57) Hills (Miculka, Fengler), 1:3 (29:32) Hills (Sorsak), 1:4 (36:11) Miculka (Mayer, Fengler), 1:5 (36:46) Seidlmayer (Brenninger T.), 1:6 (43:04) Miculka, 1:7 (53:14) Brenninger T. (Sorsak), 2:7 (58:27) Michel, 3:7 (59:05) Möhle (Michel, Hanöffner). Strafminuten: EVM 8+5+Spieldauer Schander (Bandencheck), ESC 12. Zuschauer: 240.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Fink, Krämmer; Dlugos, Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann. 

Richtungsweisende Wochenenden

Donnerstag, 19. Oktober 2017
Auf Moosburgs Eishackler kommen richtungsweisende Wochenenden zu. In drei der vier bevorstehenden Partien treffen die Grün-Gelben auf mögliche Konkurrenten im Kampf um Platz acht. Um den müssen sich die stark in die Saison gestarteten Dorfener Eispiraten, die am Freitag um 19.30 Uhr in der Sparkassen-Arena zu Gast sind, wohl weniger kümmern.
Nach dem Derby ist vor dem Derby – so lässt sich diese Trainingswoche des EVM am besten betiteln. Doch gegen den ESC Dorfen wollen es die Dreirosenstädter besser machen als am vergangenen Sonntag, wo man relativ unnötig Pfaffenhofen mit 1:2 unterlag. Da zieht Dimitri Startschew lieber den Vergleich mit dem ersten Erfolgserlebnis zwei Tage vorher: „Peißenberg war gegen uns Favorit, Dorfen ist es auch – vielleicht ein gutes Omen“, hofft der Trainer. Außer dem Dreier, den man überraschend aus dem Pfaffenwinkel entführte, ist bislang noch nichts auf Moosburgs Punktekonto angekommen. „Und das wollen wir an diesem Wochenende ändern“, so Startschew.
Leichte Entwarnung gab es zuletzt aus dem EVM-Lazarett: Mit Angreifer Jakob Killermann und Verteidiger Julian Fink haben sich zwei der „jungen Wilden“ zurückgemeldet. Auf die angeschlagenen Stürmer Hermann Azimov und Jan Herrmann, wird Startschew aber ebenso noch verzichten müssen wie auf Abwehrspieler Max Ohr, der sein Comeback erneut verschoben hat. Immerhin: Für drei komplette Blöcke sollte es wieder reichen.
Die Dorfener Eispiraten, denen sich heuer der Moosburger Christian Seidlmayer angeschlossen hat, konnten sich mit zehn Zählern aus den ersten vier Spielen auf Rang drei der Tabelle einnisten – direkt hinter dem Favoritenduo Höchstadt/Landsberg. Zuletzt siegten sie ohne Probleme 7:3 in Geretsried.
Bei den punktgleichen River-Rats muss Moosburg am Sonntag antreten (18 Uhr, Busabfahrt 14.45 Uhr). Nicht das erste Aufeinandertreffen heuer – in der Vorbereitung gewann der EVM klar mit 10:2. Ein Resultat, von dem sich die Grün-Gelben jedoch nicht blenden lassen sollten, da der ESC erst seit Kurzem regelmäßig in seinem Eisstadion trainieren kann. Startschew: „Ich zähle Geretsried zu den Konkurrenten um die Playoff-Plätze.“ Mit Gegnern dieser Kategorie geht’s auch an den folgenden Spieltagen weiter, wenn der EVM in Schongau gastiert und Germering empfängt. Lauter Big Points also, die es an diesen richtungsweisenden Wochenenden zu holen gilt. 

1:2-Derbypleite: EVM verzweifelt an Pfaffenhofens Keeper

Montag, 16. Oktober 2017
Das Anrennen wurde nicht belohnt: Der EVM biss sich am Sonntag an Pfaffenhofens Goalie Philipp Hähl die Zähne aus und kassierte so eine vermeidbare 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)-Heimniederlage im Hallertau-Derby.
Doppelt hält besser. Beim EC Pfaffenhofen gilt dieses Motto zumindest auf der Trainerposition. Mit Gregor Tomasik und Dimitri Kurnosow haben bei den IceHogs nämlich zwei gleichberechtigte Übungsleiter das Sagen. Und so hörte man bei der Pressekonferenz nach dem Sonntagsspiel im Eisstüberl auch so manches doppelt. Der Name des Keepers fiel gleich fünf- oder sechsmal: Philipp Hähl war schließlich der Garant für die ersten drei ECP-Punkte der Saison.
„Wir brauchen nicht reden: Es war Wahnsinn, was Pippo heute gehalten hat“, lobte Tomasik. „Besonders im letzten Drittel, als die Moosburger nochmal richtig Dampf gemacht haben.“ Was die rund 200 Zuschauer da geboten bekamen, erinnerte eher an Handball als an Eishockey: Der EVM schnürte die Gäste im eigenen Drittel ein und ließ die Scheibe teilweise im Halbkreis vor dem gegnerischen Gehäuse laufen. Doch entweder die Schüsse knallten an die Bande – oder „Pippo“ war da.
Da es in dieser Phase noch 1:1 stand, wäre es für die Hausherren auch nicht so dramatisch gewesen, wenn dieses Spielchen noch bis zum Ende so weitergegangen wäre. Den geplanten Dreier fürs Wochenende hatte man überraschenderweise am Freitag in Peißenberg geholt. Und ein vierter Zähler wäre bei einem Remis nach 60 Minuten so auch noch dazugekommen. Aber einer der wenigen Befreiungsangriffe der Gäste sollte nach 54 Minuten die Endphase auf den Kopf stellen: Thomas Bauer traf aus dem Gewühl vor EVM-Keeper Thomas Hingel zum 1:2. Da sich die Moosburger noch zwei Strafzeiten einfingen, musste die Schlussoffensive ausfallen.
In den vorangegangenen beiden Dritteln hatten die Zuschauer ein über weite Strecken mäßiges Bayernliga-Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten gesehen. Während der EVM im ersten Abschnitt den Ton angab und neben der 1:0-Führung durch Daniel Möhle noch zwei, drei Großchancen vergab, gehörte der Großteil des zweiten Durchgangs den Gästen. Hier fiel auch der zwischenzeitliche Ausgleich.
Moosburgs Coach Dimitri Startschew trug die Pleite mit Fassung: „Mit Blick auf den Kampf um die Playoff-Plätze wären die drei Punkte gegen Pfaffenhofen vielleicht wertvoller gewesen. Aber sowas kann man sich nicht aussuchen.“ Oder der EVM gewinnt beim nächsten Mal einfach beide Spiele. Doppelt hält bekanntlich besser.

Tore: 1:0 (14:59) Möhle (Michel, Jeske), 1:1 (27:33) Landstorfer (Huber, Hähl), 1:2 (54:31) Bauer. Strafminuten: 8/4. Zuschauer: 180.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Lenczyk, Krämmer, Loidl, Steiger, Jeske; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Asen, Wawrotzki, Dlugos, Kankovsky. 

6:5 - EVM holt ausgerechnet in Peißenberg den ersten Dreier

Samstag, 14. Oktober 2017
Freude und Erleichterung bei Moosburgs Kufencracks: Am dritten Spieltag gab es endlich die ersten Punkte. Ausgerechnet beim TSV Peißenberg, wo man seit der Bayernliga-Rückkehr vor sechs Jahren noch nie etwas geholt hatte, siegte der EVM am Freitag in einer dramatischen Begegnung mit 6:5 (3:3, 1:1, 2:1).
Dabei verlief der Start alles andere als vielversprechend. Die Gastgeber ließen den Grün-Gelben in den ersten zehn Minuten kaum Luft zum Atmen. Sechsmal scheiterte der TSV in aussichtsreicher Position an Keeper Thomas Hingel, bis dann in der 6. Minute das überfällige 1:0 fiel. Warum die Peißenberger im Anschluss daran mehr als nur einen Gang zurückschalteten, war auch „Eishackler“-Coach Sepp Staltmayr ein Rätsel: „Vielleicht haben einige nach der Führung gedacht, das geht so einfach. Aber man darf nicht so nachlässig sein.“ Nur 13 Sekunden nach dem eher zufällig zustande gekommen zweiten TSV-Tor verkürzte Geburtstagskind Daniel Schander auf 1:2 (12.). Ein wichtiges Lebenszeichen! In Überzahl gelang dem fleißigen David Michel der 2:2-Ausgleich (19.). Und jetzt wackelten die Hausherren gewaltig: Marc Lenczyk nutzte die Unsicherheit mit einem Gewaltschuss von der blauen Linie zur mehr als überraschenden Gäste-Führung, die Peißenberg nach einer Moosburger Unkonzentriertheit aber noch vor der ersten Pause wieder egalisieren konnte.
Im Mitteldrittel standen die Startschew-Schützlinge kurz davor, das Match endgültig zu kippen: Nach Mathias Jeskes Tor zum 3:4 (26.) hatten die Moosburger in einem 5:3-Powerplay beste Chancen, die Führung auszubauen. Nachdem die Hausherren per Abpraller zum abermaligen Ausgleich gekommen waren, bot sich auch ihnen die Möglichkeit, mit zwei Mann mehr auf dem Eis zum Erfolg zu kommen. Aber auch hier blieb es beim Versuch.
Bereits vor dem letzten Drittel hatte EVM-Trainer Dimitri Startschew, der aufgrund des kurzfristigen Ausfalls von Stürmer Jakob Killermann Philipp Ujcik zum neunten Angreifer gemacht hatte, reagieren müssen: Nachdem Daniel Möhle drei (!) Schüsse abgekriegt hatte und vorzeitig in die Kabine musste, stellte er auf zwei Blöcke um: „Wir brauchen jetzt die Stabilität bis zum Schluss. Auch wenn das Kraft kosten wird.“
Aber der Plan ging auf: Trotz der erneuten Peißenberger Führung nach 43 Minuten blieb der EVM vor den rund 500 Zuschauern cool. In Überzahl gelang Routinier Patrice Dlugos das 5:5, sechs Minuten vor der Schlusssirene wurde David Michel zum Moosburger Matchwinner. Mit viel Kampf, Einsatz und Leidenschaft retteten die Dreirosenstädter den knappen Vorsprung ins Ziel.

Tore: 1:0 (5:13) Brauer (Höfler, Eichberger), 2:0 (11:08) Barth F. (Morley, Müller), 2:1 (11:21) Schander (Dlugos), 2:2 (18:00) Michel (Krämmer, Wawrotzki; 5-4), 2:3 (18:50) Lenczyk (Wawrotzki, Schander), 3:3 (19:28) Vogl (Stögbauer, Birkner). 3:4 (25:15) Jeske (Möhle), 4:4 (32:43) Höfler (Hörndl, Eichberger), 5:4 (42:08) Stögbauer (Vogl, Höfler), 5:5 (49:33) Dlugos (Schander), 5:6 (53:40) Michel (Dlugos). Strafminuten: 12/8. Zuschauer: 497.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Lenczyk, Krämmer, Loidl, Steiger, Jeske; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Asen, Wawrotzki, Dlugos, Kankovsky. 

Ob in Peißenberg oder gegen Pfaffenhofen - der EVM will punkten

Freitag, 13. Oktober 2017
Klappt's an diesem Wochenende mit den ersten Punkten? Wohl nur eine Außenseiterchance hat der EVM am heutigen Freitag beim TSV Peißenberg (19.30 Uhr, Busabfahrt 15.45 Uhr). Am Sonntag allerdings kommt es um 17.15 Uhr in der Sparkassen-Arena zu einem echten Keller-Derby gegen den EC Pfaffenhofen, der ebenfalls noch ohne Zähler dasteht.
In jüngerer Vergangenheit waren die Moosburger zu Saisonbeginn meist hellwach. Vor zwei Jahren stürmte man sogar an die Tabellenspitze, führte mit dem ESC Dorfen über Wochen die Liga an. Heuer müssen die Grün-Gelben den Kampf um Platz acht von der anderen Seite des Klassements annehmen. "Wir sollten allerdings nicht vergessen, dass wir ein schweres Auftaktprogramm hatten und erst zwei von 26 Partien in der Vorrunde gespielt sind", wirft Pressesprecher Bastian Amann ein. "Trotzdem war natürlich nicht geplant, gegen Landsberg zweistellig zu verlieren." Zumal die Erwartungshaltung nach der überzeugenden Vorbereitungsphase im Umfeld recht hoch war. "Aber das zeigt wieder nur mal: Testspiele sind Testspiele", so Amann.
Aber wo heuer einiges anders ist, würde es sich ja auch anbieten, dass man die schwarze Serie in Peißenberg beendet. Seit der Rückkehr in die Bayernliga haben die Moosburger dort noch nie etwas geholt. Der TSV war zwar am Sonntag spielfrei, hat am vergangenen Freitag aber mit dem 4:2-Heimerfolg über Pfaffenhofen bereits den ersten Dreier eingefahren. Der Sieg kam allerdings erst in der Schlussphase zustande und sollte Warnung genug vor dem ECP sein, mit dem es die Moosburger am Sonntag zuhause zu tun bekommen. Die Hallertauer haben sich mit den beiden Kanadiern Jake Fardoe und Michael Chemello verstärkt und wollen sich im Gegensatz zur Vorsaison aus dem Abstiegskampf raushalten. Bastian Amann erwartet schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison ein Sechs-Punkte-Spiel - "auch Pfaffenhofen will im Kampf um Platz acht mitmischen".
Nicht nur, was die Punkte betrifft, sondern auch personell muss der EVM gerade eine kleine Durststrecke überwinden. Die jungen Angreifer Jan Herrmann und Hermann Azimov fallen an diesem Wochenende ebenso verletzungsbedingt aus wie Verteidiger Julian Fink. Stürmer Andrej Bartz hat aus beruflichen Gründen das Thema Bayernliga abgehakt und wird nach Dingolfing in die Landesliga zurückkehren. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Abwehrspieler Max Ohr, der heuer aufgrund einer OP noch gar nicht auf dem Eis stand, kann nächste Woche endlich ins Training einsteigen. 

3:10 - Landsberg für den EVM eine Nummer zu groß

Sonntag, 8. Oktober 2017
Das befürchtete Null-Punkte-Wochenende zum Saisonstart ist Realität: Nachdem der EVM in Passau zumindest phasenweise am ersten Zähler schnuppern durfte, waren die Dreirosenstädter am Sonntag in der Sparkassen-Arena gegen den Titelkandidaten HC Landsberg chancenlos. Am Ende heiß es 3:10 (0:4, 2:2, 1:4).
„Wir müssen weiterarbeiten und aus unseren Fehlern lernen. Landsberg war einfach eine Klasse besser“, analysierte EVM-Coach Dimitri Startschew bei der Pressekonferenz. Was die Gäste außerdem waren: eiskalt. Aufs gegnerische Tor schossen die Hausherren im ersten Abschnitt zwar mindestens genau so oft wie die Riverkings, die brachten die Scheibe aber gleich viermal im Kasten von Thomas Hingel unter. Die Moosburger blieben im Abschluss oft zu harmlos.
Dass die Begegnung im zweiten Abschnitt fast gekippt wäre, spricht immerhin für die Moral der Startschew-Schützlinge. Die spielten nun 15 Minuten lang so, wie man es heuer aus der Vorbereitung kannte: Schnell, lauffreudig, zielstrebig – und endlich auch erfolgreich: Daniel Möhle und der in die zweite Sturmreihe aufgerückte Patrice Dlugos verkürzten bis zur 25. Minuten auf 2:4. „Da hatten wir einen richtigen Bruch drin“, kommentierte Landsberg-Coach Randy Neal diese Phase, die bis zur 36. Minute ging. Ein dritter oder sogar vierter Treffer lag in der Luft, die Chancen blieben aber allesamt ungenutzt. Die Folge: Ein Konter aus dem Nichts bescherte den Gästen das 2:5, die in Überzahl kurz vor der zweiten Pause auch noch den sechsten Treffer drauflegten. Apropos Überzahl: Fünf der zehn Riverkings-Tore fielen mit einem Mann mehr auf dem Eis. Eine anständige Quote – schließlich hatte der HCL dazu nur sechsmal die Gelegenheit. Startschew: „Das Powerplay von Landsberg war wirklich stark.“
Der Schlussabschnitt lief dann eher unter der Rubrik „Schaulaufen“. Wobei sich die gut 200 Zuschauer schon gewünscht hätten, dass die Niederlage am Ende nicht so klar ausfällt. Aber die Landsberger spielten ihre Überlegenheit nun gnadenlos aus und zogen auf 3:10 davon. David Michel war es mit einem schönen Solo vorbehalten, noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben (55.).

Tore: 0:1 (1:02) Kerber M. (Slavicek), 0:2 (2:59) Neal (Reicheneder), 0:3 (12:35) Fischer (Sturm, Curmann), 0:4 (16:12) Reuter, 1:4 (21:05) Möhle (Steiger, Jeske), 2:4 (24:34) Dlugos (Wawrotzki, Schander), 2:5 (35:59) Kerber M. (Maier, Maag), 2:6 (39:30) Kerber M. (Sturm, Kerber S.), 2:7 (41:15) Sturm (Curmann, Kerber M.), 2:8 (45:12) Reuter (Maier, Fischer), 2:9 (50:02) Slavicek (Menge), 3:9 (54:40) Michel, 3:10 (59:42) Neal (Juhasz, Geißberger). Strafminuten: 14/16. Zuschauer: 205.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Loidl, Krämmer; Dlugos Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann. 

EVM kehrt mit leeren Händen aus Passau heim

Samstag, 7. Oktober 2017
Bis zum Schluss wurde um Zählbares gekämpft – aber vergeblich. Ein Empty-Net-Goal der Gastgeber besiegelte am Freitag die 3:6 (0:1, 2:1, 1:4)-Auftaktniederlage der Moosburger in Passau.
Hätte eine Jury den Sieger dieser fairen Partie – insgesamt nur zehn Strafminuten – bestimmen müssen, sie hätte sich mit ziemlicher Sicherheit für die Passau Black Hawks entschieden. Die Niederbayern waren über weite Strecken das spielbestimmende Team mit den besseren Chancen. „Und trotzdem war da heute was drin. Wir haben in der entscheidenden Phase aber nicht zugeschlagen“, sagte EVM-Trainer Dimitri Startschew nach der Schlusssirene.
Damit meinte er weniger die ausgeglichenen Anfangsminuten, in denen ein Schuss von Josef Kankovsky an den Pfosten knallte (4.), sondern vielmehr die zweite Hälfte des Mitteldrittels: Trotz komfortabler 2:0-Führung verloren die Hausherren nach ihrer ersten Strafzeit plötzlich völlig den Faden. „Dabei haben wir in den zwei Minuten nicht mal ein Gegentor kassiert“, rätselte EHF-Coach Ivan Horak. Das fiel erst kurz danach, als die erste Moosburger Sturmreihe nach Belieben kombinieren durfte und Daniel Möhle vollendete. Doch nun dominierte der EVM – und die über 700 Zuschauer in der Eisarena mussten mitansehen, wie Tobias Hanöffner beim nächsten Powerplay auf 2:2 ausglich. Horak: „Zum Glück hat Moosburg es da verpasst, noch das eine oder andere Tor draufzulegen.“ So retteten sich die Black Hawks mit dem Remis in die zweite Pause.
Doch die sollte ihnen reichen, um sich wieder zu ordnen: Nur 45 Sekunden nach Wiederbeginn mussten die Grün-Gelben den wohl entscheidenden Rückschlag in Form des 2:3 einstecken. Passau bekam das Spiel nun wieder in den Griff, scheiterte zunächst aber am gut aufgelegten Thomas Hingel. Mit dem Doppelschlag in der 54. Minute schien den Hausherren dann die Entscheidung gelungen zu sein. Aber die Gäste gaben trotzdem nicht auf, schmissen noch einmal alles nach vorne und kamen durch Doppeltorschütze Hanöffner auf 3:5 heran. Als dann Hingel zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis gegangen war, setzte Passau mit einem Weitschuss ins leere Tor den Schlusspunkt.
Für Moosburgs Trainer Startschew, der in diesem Auftaktmatch neben dem gesperrten Abwehrmann Marc Lenczyk (für ihn verteidigte Patrice Dlugos) auch auf Jan Herrmann, Max Ohr, Andrej Bartz und Julian Fink verzichten musste, gab es in der Schlussminute noch eine weitere personelle Hiobsbotschaft: Youngster Hermann Azimov ging wegen einer Bänderverletzung vorzeitig vom Eis.

Tore: 1:0 (18:07) Pertl (Huber, Geiger), 2:0 (21:43) Schindlbeck (Ferstl, Detterer), 2:1 (33:20) Möhle (Michel, Hanöffner), 2:2 (37:26) Hanöffner (Steiger, 5-4), 3:2 (40:45) Sulcik (Merka, Nemecek), 4:2 (53:37) Nemecek (Detterer, 5-4), 5:2 (53:52) Sulcik (Nemecek, Merka), 5:3 (55:14) Hanöffner (Ujcik, Michel), 6:3 (59:11) Merka (Nemecek, Pertl, EN). Strafminuten: 8/2. Zuschauer: 718. Aufstellung: Hingel, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Krämmer, Loidl, Steiger, Jeske, Dlugos; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel,, Asen, Killermann, Wawrotzki, Azimov, Kankovsky. 

Das Warten hat ein Ende: EVM startet in neue BEL-Saison

Donnerstag, 5. Oktober 2017
Startschuss für die Bayernliga-Saison 2017/18: Bevor der EV Moosburg am Sonntag um 17.15 Uhr mit dem HC Landsberg gleich einen Mitfavoriten in der Sparkassen-Arena begrüßt, gastiert die Startschew-Truppe am Freitag um 20 Uhr bei den Passau Black Hawks (Busabfahrt 16 Uhr).
Diese Vorbereitungsphase verlief fast schon zu glatt. Fünf Spiele, keine Niederlage, darunter zwei Siege (7:6 n.P. und 4:1) gegen den favorisierten Nachbarn Erding Gladiators. Doch wenige Tage vor dem Saisonstart kam der vielleicht gar nicht so unwillkommene Dämpfer: Gegen den Landesligisten TSV Trostberg setzte es auf heimischem Eis eine verdiente 3:7-Pleite. „Wir sind wieder geerdet“, kommentierte Kapitän Mathias Jeske die verpatzte Generalprobe.
Der EVM geht also auf dem Boden der Tatsachen in das erste Punktspielwochenende – das es durchaus in sich hat. „Ich hoffe einfach, dass wir zum Auftakt gleich was mitnehmen können“, sagt Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger. „Gegen Mitfavorit Landsberg sind wir sicher nur Außenseiter. Deshalb wäre es gut, nicht mit leeren Händen aus Passau heimzukommen.“ Zumal die Black Hawks, die in der Vorsaison erst in letzter Sekunde den Klassenerhalt schafften, ihren Kader qualitativ verstärkt haben (u. a. mit Moosburgs Stürmer Dominik Schindlbeck) und als einer der Hauptkonkurrenten der Moosburger im Kampf um die Playoff-Plätze gelten.
Womit wir beim Thema „Saisonziel“ wären. Und da holt Kieninger etwas aus: „Diese Liga ist heuer schwer einzuordnen. Die meisten Mannschaften haben sich auf jeden Fall eher verstärkt. Deshalb erwartet ich einen harten Kampf um Platz acht – mit einigen Konkurrenten.“ Wie hoch er die Chancen des EVM einschätzt? „Wir werden schon an unser Limit gehen müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Aber ich traue es der Mannschaft zu.“
Diese wurde heuer rundum erneuert: Acht Zugängen stehen sechs Abgänge gegenüber. Das Motto „Frischer Wind“ hat in der Kaderplanung eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Blickt man auf den einen oder anderen neuen Namen im Kader, so wird auch die Handschrift von Trainer Dimitri Startschew, der das Team während der vergangenen Spielzeit übernommen hat, erkennbar.
So sind nicht nur die beiden U23-Spieler Andrej Bartz und Hermann Azimov, die wie Startschew aus Dingolfing stammen, erklärte Wunschspieler gewesen, auch für die Offensiv-Verpflichtung von Jan Hermann (EHC Straubing 1b) oder Oliver Wawrotzki (Passau Black Hawks) machte sich der Trainer stark. Sie haben das Eishockeyspielen ebenfalls in der BMW-Stadt gelernt. Auf der Ausländerposition ist dem EVM mit dem Tschechen David Michel ein echter Coup gelungen. Der 22-Jährige Angreifer stand in der Vorsaison in Erding unter Vertrag und kam dort in 35 Spielen auf 56 Punkte. In der Vorbereitung hat er seine Treffsicherheit ebenfalls schon unter Beweis gestellt. Die neu eingeführte zweite Ausländerposition besetzt weiterhin Josef Kankovsky (TCH).
Was die Abwehr betrifft, halten sich die Neuerungen in Grenzen: Eigengewächs Julian Fink kehrte von seinem einjährigen Kanada-Gastspiel zurück, während Routinier Marc Lenczyk (ESC Dorfen) den Platz von Rudi Lorenz (zurück nach Erding) einnimmt. „Fakt ist, dass die gesamte Mannschaft heuer defensiv anders agieren muss“, weiß Kieningers Vorstandskollege Bernhard Loidl. Kein Wunder: Kein Bayernligist kassierte in der abgelaufenen Spielzeit so viele Tore wie die Grün-Gelben. Damit sich daran etwas ändert, haben die Moosburger auch auf der Position des letzten Mannes reagiert – und holten Thomas Hingel aus der Oberliga (Waldkraiburg) zurück. Seine Backups sind Johannes Probst (U23 EV Aich) und Adrian Kant (U23 EVM). Und für den Fall der Fälle steht Oldie Bernhard Eggerdinger-Hölzl bereit.
Loidl blickt optimistisch auf die bevorstehende Saison: „Ich denke, dass uns dieser Umbruch ganz gut tut.“ Auch wenn sich weiterhin Urgesteine wie Patrice Dlugos (38) und Tobias Hanöffner (34) im Kader tummeln, wurde der Altersdurchschnitt auf 24,3 Jahre gesenkt. 

Hingel sichert 4:1-Erfolg in Erding - Am Dienstag Generalprobe

Sonntag, 1. Oktober 2017
Trotz einiger Ausfälle konnte der EVM auch das Rückspiel bei BEL-Konkurrent Erding Gladiators für sich entscheiden. Das 4:1 (1:0, 3:0, 0:1) am Freitagabend war in der laufenden Vorbereitungsphase der vierte Sieg in Folge.
Zweieinhalb Minuten vor dem Ende ist es dann doch noch passiert – und der bärenstarke Thomas Hingel im EVM-Gehäuse musste hinter sich greifen. Für die gastgebenden Erdinger kam der Treffer zum 1:4 jedoch zu spät, um die Pleite noch zu verhindern. Hingel stand den Offensivbemühungen der Gladiators zuvor immer wieder im Weg. Seine Vorderleute erwiesen sich derweil als ziemlich clever beim Torabschluss. Allen voran der gegen seine ehemaligen Teamkollegen top motivierte David Michel, der für den ersten und vierten Treffer der Moosburger verantwortlich zeichnete.
Zwischen der 25. und 30.Minute hatten die Gäste ihre stärkste Phase. Bevor Michel da für die Vorentscheidung sorgte, durften sich bereits die Abwehrkollegen Marc Lenczyk und Mathias Jeske (in Überzahl) in die Torschützenliste eintragen. Kein Wunder, dass diesmal auch die Verteidiger vor dem gegnerischen Gehäuse gefragt waren: Mit Oliver Wawrotzki, Daniel Schander, Andrej Bartz und Hermann Azimov fehlte ein ganzes Stürmer-Quartett.
Seine Generalprobe für den Bayernliga-Auftakt am kommenden Freitag bestreitet der EV Moosburg am Tag der Deutschen Einheit (Dienstag, 3. Oktober) gegen den Landesligisten und alten Bekannten TSV Trostberg. Los geht’s bereits um 17.15 Uhr in der Sparkassen-Arena.

Tore: 0:1 (13:08) Michel (Möhle), 0:2 (24:56) Lenczyk (Kankovsky), 0:3 (28:29) Jeske (Lenczyk), 0:4 (29:30) Michel (Krämmer), 1:4 (57:32) Borrmann (Spindler). Strafminuten: 8/10. Zuschauer: 258. Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Jeske, Krämmer, Steiger, Lenczyk, Schwarz, Loidl; Herrmann, Dlugos, Kankovsky, Hanöffner, Asen, Killermann, Michel, Möhle. 

6:2-Derbysieg gegen Freising - Am Freitag Test in Erding

Donnerstag, 28. September 2017
Trotz des Ligenunterschieds begegneten sich am Mittwoch der EV Moosburg (Bayernliga) und die Black Bears Freising (Landesliga) in ihrem Vorbereitungsderby auf Augenhöhe. Dass die Moosburger am Ende relativ deutlich mit 6:2 (2:0, 1:0, 3:2) die Oberhand behielten, hatten sie nicht zuletzt Keeper Thomas Hingel zu verdanken.
Der aus Waldkraiburg zurückgekehrte Schlussmann trieb speziell im ersten Drittel die Gäste aus der Domstadt mit seinen Paraden zur Verzweiflung. Nach ihrer frühen Führung durch David Michel agierten Moosburgs Eishackler oft zu sorglos gegen die gut organisierten Freisinger. Doch die konnten ihre Chancen nicht nutzen und kassierten vor dem ersten Wechsel per Konter sogar noch das 2:0 (Tobias Hanöffner).
Ausgeschlafener und abgeklärter wirkte der EVM dann im zweiten Abschnitt. Ein abgefälschter Steiger-Schuss in Überzahl war allerdings das einzig zählbare Ergebnis der nun verstärkten Offensivbemühungen. Im Schlussdrittel machten die Hausherren mit zwei frühen Treffern dann alles klar. Doch die Black Bears gaben auch in der Folge nicht auf. Nachdem Jakob Killermann mit seinem ersten Tor im EVM-Trikot das halbe Dutzend vollgemacht hatte, gelang Martin Dürr und Martin Oertl immerhin noch die verdiente Ergebniskosmetik.
Bevor die Grün-Gelben ein paar Tage pausieren dürfen, steht erst noch das Testrückspiel bei den Erding Gladiators auf dem Programm. Anpfiff ist am Freitag um 20 Uhr.
Tore: 1:0 (3:32) Michel (Lenczyk), 2:0 (16:24) Hanöffner (Michel, Möhle), 3:0 (33:06) Steiger (Hanöffner, Möhle), 4:0 (41:13) Wawrotzki (Lenczyk), 5:0 (46:47) Hanöffner (Ujcik, Möhle), 6:0 (55:23) Killermann (Asen, Herrmann), 6:1 (55:30) Dürr (Holler, Hanke), 6:2 (57:25) Oertl (Holler, Dürr). Strafminuten: 8/12. Zuschauer: 75. Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Loidl, Krämmer, Schwarz; Dlugos, Hanöffner, Herrmann, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann, Azimov, Möhle. 

Zwei Heimspiele, zwei Siege: Startschew-Schützlinge stark in der Testphase

Montag, 25. September 2017
Auch wenn es sich natürlich nur um Vorbereitungsspiele handelte, hat die runderneuerte und verjüngte Mannschaft des EV Moosburg doch einen sehr ansehnlichen Start in die Sparkassen-Arena-Eiszeit 17/18 hingelegt: Nachdem die Startschew-Truppe am Freitag die Erding Gladiators nach Penaltyschießen mit 7:6 bezwang, feierte man am Sonntag einen überraschend deutlichen 10:2-Sieg über die Geretsrieder River-Rats.
Der frische Wind, den sich die Vorstandschaft durch die eine oder andere personelle Änderung erhofft hatte, er weht bereits über das Moosburger Eis. Schon die Erdinger hatten trotz leichter optischer Überlegenheit ihre Mühe mit den laufstarken und sehr engagierten Hausherren. In einer über 60 Minuten sehr abwechslungsreichen Begegnung ließen sich die Dreirosenstädter trotz einiger Rückstände nie richtig abschütteln. Durch einen Doppelpack in der 59. Minute schaffte man den 6:6-Ausgleich und konnte sich dann im sofortigen Penaltyschießen durchsetzen. Als würdiger Stellvertreter von Goalie Thomas Hingel erwies sich in dieser Partie Neuzugang Johannes Probst, der nach 30 Minuten eingewechselt wurde und nur einmal hinter sich greifen musste.
Davon konnte der Ex-Profi-Torwart Martin Morczinietz, der am Sonntag das Gehäuse des ESC Geretsried hütete, nur träumen. Bis zur 20. Minute hatten die erneut stark aufspielenden Moosburger bereits einen 4:0-Vorsprung herausgeschossen – und dabei sogar noch Chancen liegen gelassen. Erst im Mitteldrittel konnten die River-Rats die Begegnung etwas ausgeglichener gestalten. Der Schlussabschnitt gehörte dann aber wieder dem EVM. Einziger Wermutstropfen im Freudenbecher: die Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Verteidiger Marc Lenczyk (Bandencheck).
Damit hat der EV Moosburg drei seiner insgesamt sechs Vorbereitungsspiele absolviert. Weiter geht’s am kommenden Mittwoch zuhause gegen Nachbar SE Freising (19.30 Uhr). Am Freitag, 29. September, um 20 Uhr steht dann das Rückspiel bei den Erding Gladiators auf dem Programm; und die Generalprobe für die am 6. Oktober beginnende BEL-Saison bestreitet der EVM am Tag der Deutschen Einheit, Dienstag, 3. Oktober (17.15 Uhr), gegen Landesligist TSV Trostberg.
EV Moosburg – Erding Gladiators 7:6 (2:3, 2:2, 2:1, 1:0). Tore: 1:0 (0:58) Kankovsky (Schander, Wawrotzki), 1:1 (3:59) Spindler (Retzer), 2:1 (5:12) Schander (Lenczyk, Jeske), 2:2 (8:17) Zimmermann (Mitternacht), 2:3 (12:31) Poetzel, 3:3 (20:38) Dlugos (Michel), 3:4 (22:49) Mitternacht (Zimmermann, Krzizok), 3:5 (26:58) Schwarz (Borrmann), 4:5 (32:46) Wawrotzki (Schander), 4:6 (57:27) Lorenz, 5:6 (58:02) Jeske (Wawrotzki), 6:6 (58:19) Ujcik (Michel, Hanöffner), 7:6 (P) Wawrotzki. Strafminuten: 12/18. Zuschauer: 150. Aufstellung: Hingel, Probst (ab 30.); Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Loidl, Schwarz; Hanöffner, Herrmann, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Dlugos, Azimov, Bartz.
EV Moosburg - ESC Geretsried 10:2 (4:0, 2:2, 4:0). Tore: 1:0 (10:23) Michel, 2:0 (14:31) Jeske (Lenczyk, Schander), 3:0 (18:29) Hanöffner (Michel, Ujcik), 4:0 (19:42) Herrmann (Wawrotzki, Jeske), 5:0 (23:35) Michel (Steiger, Ujcik), 5:1 (31:53) Zvonik (Köhler), 6:1 (35:38) Wawrotzki (Lenczyk, Schander), 6:2 (38:53) Merl (Fuchs), 7:2 (43:54) Bartz (Schander), 8:2 (49:55) Wawrotzki (Ujcik), 9:2 (51:40) Asen (Azimov, Herrmann), 10:2 (58:09) Hanöffner (Michel, Killermann). Strafminuten: EVM 12+5+Spieldauer Lenczyk (Bandencheck), ESC 12. Zuschauer: 85. Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Loidl, Krämmer; Hanöffner, Herrmann, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann, Azimov, Bartz. 

Heimischer Testspiel-Doppelpack gegen Erding und Geretsried

Donnerstag, 21. September 2017
Das Eis ist gemacht, die Linien sind gezogen und auch die ersten Trainingseinheiten sind bereits absolviert: Seit Anfang dieser Woche kann der EV Moosburg sich endlich auch in der heimischen Sparkassen-Arena auf die neue Bayernliga-Saison vorbereiten. Am Wochenende kommt es im Rahmen der Testphase bereits zu einem Heimspiel-Doppelpack.
"Wir stehen noch ganz am Anfang", kommentiert EVM-Trainer Dimitri Startschew die Vorbereitung. Nach drei externen Trainingseinheiten in Dingolfing und Landshut zogen die grün-gelben Eishackler Anfang dieser Woche mit ihrer Ausrüstung in die eigene Kabine ein. Dazwischen absolvierten die Moosburger ihr erstes Testspiel: 4:4 (1:1, 1:1, 2:2) trennte man sich in einem unterhaltsamen Isar-Derby vom Landesligisten EV Dingolfing.
An diesem Wochenende kommen auf den EVM zwei echte Gradmesser zu: Am Freitag um 19.30 Uhr empfängt man den Nachbarn Erding Gladiators, am Sonntag um 17.15 Uhr ist mit dem ESC Geretsried ein weiterer Liga-Konkurrent in der Dreirosenstadt zu Gast. Für Startschew stehen derzeit noch "mannschaftliche Experimente" im Vordergrund. Acht Neuzugänge muss er in die Truppe intergrieren. "Da geht's natürlich auch um die Frage: Wer passt zu wem?", so der Coach. Für ihn spielen die Ergebnisse in den verbleibenden fünf Vorbereitungsspielen deshalb keine große Rolle - "wichtig ist, dass zum Saisonstart im Oktober alles passt". Mit Maximilian Ohr und Bastian Krämmer fehlen derzeit noch zwei Stammspieler in der Abwehr. Der Einsatz der angeschlagenen Stürmer Daniel Schander und David Michel ist an diesem Wochenende ebenso fraglich. Der Rest ist soweit fit. Startschew: "Insbesondere die Jungen haben jetzt die Möglichkeit, sich für einen Stammplatz zu empfehlen."
Statistik zum Dingolfing-Test:
Tore: 0:1 (4:41) Wawrotzki, 1:1 (6:26) Franz (Schickaneder), 2:1 (24:12) Tahedl (Karmainski, Koß), 2:2 (36:54) Michel, 3:2 (43:02) Koma (Erl, Tahedl), 3:3 (43:51) Steiger (Michel), 3:4 (48:18) Jeske, 4:4 (56:33) Schickaneder (Franz). Strafminuten: EVD 10+10/EVM 8. Zuschauer: 150.
Aufstellung: Hingel (bis 31.), Probst (ab 31.); Ujcik, Lenczyk, Fink, Loidl, Steiger, Jeske, Schwarz; Hanöffner, Hermann, Möhle, Schander, Michel, Asen, Killermann, Wawrotzki, Azimov, Dlugos, Bartz, Kankovsky. 

Kontakt:


  • Telefon: 08761 / 330 94 34
  • Fax: 08761 / 330 94 34
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