en-USde-DE
  News > Erste
  |  Login

Erste

Nachwuchs-Quintett und zwei Goalies

Monday, August 10, 2020
Alle Fünf haben bereits in der Vorsaison Erfahrung in der „Ersten“ gesammelt, und Coach Bernie Englbrecht wird sie auch heuer dabei unterstützen, den nächsten Schritt in Richtung Landesliga zu machen. Die Rede ist von den vier Angreifern Pascal Eder (20), Daniel Loidl (19), Maxi Böck (18), Giuseppe Parlato (18) sowie Verteidiger Benedikt Triebswetter (19), die alle aus dem EVM-Nachwuchs kommen.
„Jeder kriegt seine Chancen. Es liegt also auch an den Jungs selbst, ob sie den Sprung in die erste Mannschaft schaffen“, sagt Englbrecht über das Quintett, zu dem sich möglicherweise noch manch anderer Akteur aus der U20 gesellt. Für Vorstandsmitglied Bernhard Loidl ist ohnehin klar: „Wir sind der EV Moosburg. Und da wollen wir in den kommenden Jahren natürlich auch wieder mehr Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in der ersten Mannschaft sehen."
Je nach Bedarf und Leistung werden die Youngster zweigleisig eingesetzt. Englbrecht: „Wer sich im Training reinhängt und auch bei den Spielen entsprechend auftritt, wird berücksichtigt.“
Gute Nachrichten gibt's auch von der Position des letzten Mannes: Nachdem der EVM ja bereits Trainer-Sohn Max Englbrecht verpflichtet hat, komplettieren die letztjährigen Keeper Linus Messerer (22) und Johannes Probst (27) das Trio. Goalie Carlo Schwarz (22) hingegen wird in der kommenden Saison nicht mehr für die Grün-Gelben auflaufen. 

Erst der Vater, dann der Sohn: Max Englbrecht erster Neuzugang

Thursday, July 9, 2020
Nach den Kankovskys wird es in der kommenden Spielzeit beim EVM wieder ein Vater-Sohn-Gespann geben: Goalie Max Englbrecht, der in der Vorsaison pausiert hat, leistet seinem Vater, Trainer Bernie Englbrecht, bei den Grün-Gelben Gesellschaft. "Aber", kündigt der 29-jährige, höherklassig erfahrene Landshuter an, "ich komme nicht zur Gaudi. Ich habe auch in der Landesliga einiges vor."
Dass Max Englbrecht im besten Eishockey-Torwart-Alter nur noch fünftklassig spielt, war sicherlich nicht der Plan. Nachdem er 2007/08 den Durchbruch in der damaligen Landshuter Zweitliga-Mannschaft nicht geschafft hatte, versuchte der ehemalige Nachwuchs-Nationalkeeper sein Glück bei den Oberligisten Deggendorf, Passau und Regensburg und erhielt DEL-Förderlizenzen für Ingolstadt, Köln und Straubing. Bei den letztgenannten Tigers bestritt Englbrecht auch sein erstes DEL-Spiel. Nach zwei Jahren bei den Hannover Scorpions kehrte er 2014 nach Landshut zurück, wo der 1,88 Meter große und 87 Kilo schwere Schlussmann mit dem EVL 2018/19 die Oberliga-Meisterschaft feiern durfte.
"Danach habe ich mich erst mal auf meine berufliche Laufbahn konzentriert", sagt Max Englbrecht, der sich allerdings in Trainingseinheiten seines Vaters in Moosburg fit gehalten hat. "Und jetzt juckt es mich wieder." Wobei er sich über ein mögliches Karriereende trotz der einjährigen Pause keine Gedanken gemacht habe: "Da war ich noch zu sehr dabei." Auch beim EVM kenne er zahlreiche Spieler, weshalb er nach Gesprächen mit der sportlichen Leitung nicht lange habe überlegen müssen: "Hier passt das Gesamtkonzept - nicht zuletzt aufgrund der Nähe zu Landshut."
Ach ja: Sieht Max Englbrecht es eher als Vor- oder Nachteil, dass sein Vater in Moosburg an der Bande steht? "Die Vater-Sohn-Konstellation gab es für mich schon in Straubing und Landshut. Wir verstehen uns super, deshalb ist das überhaupt kein Problem." 

Englbrecht bleibt EVM-Coach

Tuesday, June 9, 2020
Auch der Coach bleibt an Bord: Wie die EVM-Vorstandschaft jetzt bekanntgab, hat man sich auf eine Forsetzung der Zusammenarbeit mit Bernie Englbrecht (62) geeinigt. Der ehemalige Landshuter Nationaltorwart geht damit in seine vierte Spielzeit bei den Grün-Gelben.
"Auch, wenn es mit der Rückkehr bislang noch nicht geklappt hat - der Aufwärtstrend nach unserem Abstieg aus der Bayernliga ist deutlich erkennbar", sagt Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger. "Und von der Erfahrung, die er den Spielern vermittelt, kann so manch anderer Landesligist nur träumen", fügt Vorstandskollege Bernhard Loidl hinzu. "Deshalb", so Georg Asen (drittes Mitglied der Führungsriege), "war für uns eigentlich klar: Wenn Bernie bleiben will, werden wir verlängern."
Und auch Englbrecht freut sich auf die neue Saison - trotz der vielen Corona-bedingten Fragezeichen: "Ich bin eigentlich ganz optimistisch und sehe das Drumherum nicht so dramatisch wie andere." Klar, Fragen wie "Wann und wie fangen wir an?" könne momentan noch keiner beantworten. Aber er hoffe, dass bis zum Herbst einigermaßen Klarheit herrsche und dann auch Eishockey gespielt werden könne. Die sportlichen Ziele hat Englbrecht nur grob im Kopf: "Nachdem wir heuer knapp an den Playoffs gescheitert sind, wollen wir es 2020/21 besser machen - und von Beginn an wieder oben mitspielen." Da sei es aus seiner Sicht schon wichtig, dass der EVM bereits mit den Topscorern Miloslav Horava und Peter Abstreiter verlängert hat: "Man hat in vielen Spielen und bei vielen Siegen gesehen, wie wichtig die beiden Routiniers für die Mannschaft sind." Jetzt gelte es, den Kader um das Top-Duo so zu gestalten, dass die Moosburger Eishackler wieder ein Wörtchen im oberen Drittel der Landesliga mitreden können. 

Horava und Abstreiter hängen ein weiteres Jahr dran

Wednesday, May 6, 2020
Die Erfahrung in der Offensive dürfte weiter eine besonderen Stärke des EV Moosburg bleiben: Mit Miloslav Horava (37) und Peter Abstreiter (39) haben nun nämlich die beiden Topscorer der abgelaufenen Spielzeit für die neue Saison zugesagt – natürlich immer vorausgesetzt, dass trotz der Corona-Pandemie 2020/21 Eishockey gespielt werden kann.
Zusammen bringen sie es auf stolze 76 Jahre. Aber dass Alter, wie eine bekannte Sportweisheit besagt, nicht vor Toren schützt, bewiesen die stürmenden Oldies in der abgelaufenen Landesliga-Spielzeit ebenfalls. So kam Miloslav Horava auf insgesamt 37 Tore und 44 Vorlagen, während Peter Abstreiter 59 Punkte sammelte (27 Tore, 32 Assists). Damit war das Duo für insgesamt 140 Scorerpunkte verantwortlich – „und damit einer der Hauptgründe, dass wir nicht nur die Aufstiegsrunde erreicht, sondern auch lange Zeit gute Chancen auf die Playoffteilnahme hatten“, sagt Vorstandsmitglied Bernhard Loidl. Sein Kollege Ludwig Kieninger ergänzt: „Die beiden waren eine Schau und absolute Publikumslieblinge.“ Und auch der Dritte in der EVM-Führungsriege, Georg Asen, freut sich: „Das sind ganz wichtige Personalien für die neue Saison.“
Auch ansonsten ist das Trio bereits fleißig am Planen und führte bislang sowohl Gespräche mit Spielern des letztjährigen Kaders als auch mit potentiellen Neuzugängen. Loidl: „Trotz der aktuellen Ungewissheiten wollen wir wieder einen Kader zusammenstellen, der in der Landesliga oben mitspielen kann, genug Platz für den eigenen Nachwuchs bietet und unsere Fans begeistert.“ Kein Zweifel: Mit Horava und Abstreiter wurde schon mal ein vielversprechender Anfang gemacht. 

EVM beendet Saison mit 2:4-Niederlage in Ulm

Monday, March 2, 2020
Auch, wenn es für den EV Moosburg um nichts mehr ging, lieferten die Grün-Gelben beim letzten Aufstiegsrundenspiel in Neu-Ulm eine anständige Leistung ab. Hätten sie ihre Chancen besser genutzt, wäre wohl noch mehr drin gewesen als die knappe 2:4 (0:1, 0:2, 2:1)-Niederlage. Der EVM beendet die Runde damit auf Rang sechs.
Nach dem Ulmer 7:1-Sieg am Freitag über Dingolfing war klar: Jetzt haben die Dreirosenstädter auch theoretisch keine Chance mehr auf die Playoff-Teilnahme. Doch die Schützlinge von Bernie Englbrecht wollten sich vor den rund 650 Zuschauern in der Neu-Ulmer Eishalle noch einmal von ihrer Schokoladen-Seite zeigen und somit auch die 1:9-Hinspielklatsche vergessen machen.
Hauptproblem in den ersten beiden Dritteln: das Toreschießen. Obwohl sich die Moosburger einige gute Chancen erspielten, blieb das Jubeln den Hausherren vorbehalten. Nach ihrer frühen Führung (5.) erhöhten die Devils Mitte des zweiten Abschnitts auf 3:0 (31./36.). Doch zu Beginn der letzten 20 Minuten meldeten sich die Gäste zurück: Marek Indra verwertete ein Zuspiel seines tschechischen Landsmannes Miloslav Horava zum 1:3. Horava war es auch, der für den Schlusspunkt sorgte. Nach dem vierten Tor der Schwaben (44.) traf er zum 2:4, das 70 Sekunden vor der Schlusssirene allerdings etwas zu spät kam.
Ulm trifft nun in den Playoffs auf Kempten, während es im anderen Halbfinale Buchloe mit Amberg zu tun bekommt. Beide Finalisten steigen in die Bayernliga auf.

Tore: 1:0 (4:15) Brückner (Schirrmacher, Simon), 2:0 (30:03) Michalek (Ceslik, Dschida), 3:0 (35:40) Ceslik, 3:1 (42:38) Indra (Horava), 4:1 (43:41) Eckmann (Jainz, Tenschert), 4:2 (58:50) Horava (Killermann, Steiger). Strafminuten: 10/8. Zuschauer: 650.
Aufstellung: Messerer, Probst; Krämmer, Maier, Steiger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Retzer, Indra, Groß, Asen, Killermann, Horava, Möhle. 

Teuflisches Saisonfinale für den EVM

Friday, February 28, 2020
Mit einem Gastspiel an der bayerisch-württembergischen Grenze beschließt der EVM am Sonntag die Landesliga-Saison 2019/20. Um 18 Uhr treten die Englbrecht-Schützlinge beim VfE Ulm/Neu-Ulm an. Fans können ab 14.30 Uhr im Bus mitfahren.
Für Moosburgs Eishackler geht damit eine Spielzeit zuende, die durchaus als erfolgreich bezeichnet werden kann. Während die Grün-Gelben zwar schon im Vorjahr an der Qualifikation zur Bayernliga teilnahmen, damals in der Runde aber keine Rolle spielten, konnten sie sich heuer bis zum vorletzten Spieltag berechtigte Hoffnungen auf die Playoff-Teilnahme machen. Da kann das Motto für 2020/21 nur lauten: Aller guten Dinge bzw. Versuche sind drei.
Bei den Devils wird es für den EVM in erster Linie darum gehen, sich für die unnötige und viel zu hohe 1:9-Hinspielniederlage zu revanchieren. Theoretisch liegen zwischen beiden Teams zwar nur drei Punkte Unterschied, aber realistische Chancen, den VfE im Playoff-Rennen noch abzufangen, haben die Dreirosenstädter nicht zuletzt aufgrund des Torverhältnisses - Ulm +18, Moosburg -11 - nicht mehr. Außerdem müssten die Schwaben das Nachholspiel gegen Dingolfing verlieren und Mitkonkurrent Haßfurt am Sonntag zeitgleich in Bad Aibling patzen. Eindeutig zu viel "hätte", "wenn" und "aber".
Trotzdem wollen die Grün-Gelben zum Saisonfinale noch einmal beweisen, dass sie zurecht in der Spitzengrippe der Landesliga stehen. Und dass ihnen das Eisstadion an der Donau behagt, zeigten die Moosburger bereits im Vorjahr. Da ließen sie einer ebenfalls klaren Heimniederlage gegen die Ulmer einen starken Auswärts-Auftritt folgen, der letztlich (3:4) aber nicht belohnt wurde. 

3:5 in Dingolfing: EVM raus aus dem Playoff-Rennen

Monday, February 24, 2020
Das war’s dann für 2019/20: Durch die vermeidbare 3:5 (2:2, 1:1, 0:2)-Schlappe am Sonntag im Dingolfing hat sich der EV Moosburg noch vor dem letzten Aufstiegsrunden-Spieltag aus dem Rennen um die Playoff-Plätze verabschiedet. „Schade, da wäre heute durchaus etwas zu holen gewesen“, bilanzierte Coach Bernie Englbrecht nach dem Isar-Derby.
Gut, theoretisch ist der EVM noch nicht ganz raus aus dem Kampf um die ersten vier Plätze. Aber neben dem Drei-Punkte-Rückstand auf den Vierten VfE Ulm/Neu-Ulm sprechen eben auch ein Nachholspiel (zuhause gegen Dingolfing) und deren deutlich besseres Torverhältnis (Ulm +18, Moosburg -11) für die Schwaben. „Das ist wirklich nur noch in der Theorie ein Thema. In der Praxis ist die Entscheidung schon gefallen“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Und nicht zu vergessen: Die (punktgleichen) Hassfurter stehen in der Tabelle ebenfalls noch vor Grün-Gelb.
Die mitgereisten Moosburger Fans erlebten zusammen mit rund 500 Dingolfinger Zuschauern einen Blitzstart ihres Teams: Bereits nach 21 Sekunden schoss Stefan Groß nach einem Maier-Pass die Gäste in Führung. Die Isarrats glichen in der 6. Minute zwar auch, der aktuelle Torjäger vom Dienst beim EVM, Max Retzer (drei Treffer an diesem Wochenende), sorgte in der 10. Minute aber für das 2:1. Einer kollektiven Tiefschlafphase der Moosburger Defensive hatte der EVD kurz vor der ersten Pause den erneuten Ausgleich zu verdanken.
Das ohnehin von beiden Seiten nicht mit 100prozentigem Einsatz geführte Lokalduell verflachte im zweiten Durchgang weiter und bot kaum noch Höhepunkte. Einzig erwähnenswert: Der Ex-Dreirosenstädter Daniel Schander markierte nach 18 Minuten mit seinem zweiten Tor die abermalige Führung für Dingolfing, gut zwei Minuten später staubte EVM-Verteidiger Vincenz Maier zum 3:3 ab.
Trotz des Spielstands rissen auch die letzten 20 Minuten niemanden in der Marco-Sturm-Eishalle vom Hocker. Beide Seiten verzichteten auf harte Checks und nahmen wirklich nur die Zweikämpfe an, die sich nicht vermeiden ließen. Amann: „Ein Derby stellt man sich ein bissl anders vor.“ Der EVM kassierte insgesamt vier Strafzeiten, während die Kühlbox der Niederbayern 60 Minuten lang gar nicht erst aufgesperrt werden musste. Die gingen zwölf Minuten vor der finalen Sirene abermals in Führung – woran sich in der Schlussphase nichts mehr änderte. Die Gäste warfen da zwar noch mal alles nach vorn, als Bernie Englbrecht für Schlussmann Linus Messerer aber einen sechsten Feldspieler gebracht hatte, sorgte Dingolfing mit einem Empty-Net-Treffer für die endgültige Entscheidung. 

EVM muss sich im Verfolgerduell mit einem Punkt zufriedengeben

Sunday, February 23, 2020
Beruhigungsmittel statt Steaksemmeln – das wäre am Freitagabend am Imbissstand in der Moosburger Clariant-Arena wohl das passendere Angebot gewesen. Denn was der EVM und der ESC Hassfurt den knapp 200 Zuschauern zumuteten, ist mit „Spannung“ noch harmlos beschrieben. Als 75 Sekunden nach Beginn der Verlängerung die Scheibe zum elften Mal im Netz zappelte, hatten sich die Hawks in diesem Verfolgerduell mit 5:6 (2:2, 1:1, 2:2, 0:1) n. V. durchgesetzt. Sie zogen damit in der Tabelle mit den Moosburgern gleich. Beide Teams trennten nach der Partie drei Zähler von der Playoff-Region.
Zwei sichtlich geschaffte Trainer standen da in der Pressekonferenz und genehmigten sich erst mal ein Beruhigungsbier. „Natürlich freue ich mich über den Sieg. Aber wir waren heute einfach nicht so überzeugend wie bei unseren fünf Erfolgen davor“, sagte ESC-Coach Volker Hartmann. „Wer weiß, ob uns dieser Punkt am Ende noch fehlen wird.“ Mit besagtem Zähler ganz zufrieden war EVM-Trainer Bernie Englbrecht, der sich insbesondere über die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft (vier Rückstände aufgeholt) freute – und die Leistung der zweiten Sturmreihe hervorhob: „Die haben heute vier Tore geschossen, das hat gepasst.“
Der Ausfall von Peter Abstreiter hatte Englbrecht gezwungen, Änderungen vorzunehmen. Und die Idee, Max Retzer anstatt Stefan Groß (rückte in die erste Reihe auf) an die Seite von Tobias Hanöffner und Daniel Möhle zu stellen, zahlte sich voll aus. Retzer war es auch, der die frühe Gäste-Führung (4.) eine halbe Minute später egalisierte. Das war der Weckruf für die Hausherren, die jetzt richtig aufdrehten, durch Miloslav Horava auf 2:1 (8.) erhöhten und in der Folge beste Gelegenheiten hatten, sich einen komfortablen Vorsprung herauszuspielen. Haßfurts Coach musste bereits nach elf Minuten eine Auszeit nehmen und verhinderte damit Schlimmeres. Der Ausgleich der Unterfranken kurz vor dem ersten Pausentee war entsprechend schmeichelhaft.
Das zweite Drittel gehörte dann allerdings den Gästen, die jetzt den stark haltenden EVM-Goalie Linus Messerer unter Beschuss nahmen. Mehr als das zwischenzeitliche 2:3 (30.) sprang dabei aber nicht heraus. Messerer hatte seine Kollegen auch bei einer 3:5-Unterzahl im Spiel gehalten. Wie schon im ersten Abschnitt fiel der folgende Ausgleich – diesmal durch die Moosburger in Person von Retzer – mehr oder weniger aus dem Nichts (37.).
Dramatik pur war dann im Schlussdrittel angesagt, das die Hausherren zwar etwas ausgeglichener gestalten konnten, aber immer wieder einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Haßfurts Treffer zum 3:4 (46.) und 4:5 (55.) konnten Daniel Möhle (48.) und der an allen fünf Moosburger Toren beteiligte Kapitän Tobias Hanöffner (56.) allerdings jeweils postwendend egalisieren. Nachdem die finale Sturm-und-Drang-Phase der Gäste nichts einbrachte, ging’s in die Overtime. Weil die Hawks sofort weiterdrückten, dauerte es keine eineinhalb Minuten, bis ihr dreifacher Torschütze Michal Babkovic mit dem 5:6 den alles in allem verdienten Zusatzpunkt eintütete.

Tore: 0:1 (3:42) Babkovic (Hora), 1:1 (4:13) Retzer (Hanöffner, Möhle), 2:1 (7:07) Horava (Möhle, Hanöffner), 2:2 (18:56) Zürcher (Trübenekr, Hora), 2:3 (29:25) Babkovic, 3:3 (36:47) Retzer (Eigner, Hanöffner), 3:4 (45:48) Trübenekr (Dietrich, Köder), 4:4 (47:45) Möhle (Retzer, Hanöffner), 4:5 (54:21) Masel (Babkovic, Hornak), 5:5 (55:45) Hanöffner (Retzer, Möhle), 5:6 (61:15) Babkovic (Hora, Domantas). Strafminuten: 18/8. Zuschauer: 185.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Seidlmayer, Maier, Triebswetter, Eigner, Krämmer, Steiger; Groß, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Hanöffner, Retzer. 

Das Heimspiel gegen Haßfurt soll noch nicht das letzte sein

Thursday, February 20, 2020
Nein, für den Abschied ist es noch zu früh. „Natürlich hoffe ich, dass unsere Mannschaft heuer noch mal zuhause antreten kann“, sagt EVM-Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger vor dem letzten Heimspiel der Aufstiegsrunde am Freitag gegen den ESC Haßfurt (19.30 Uhr). Damit die Grün-Gelben ihre Chancen wahren, in die Playoffs einzuziehen, zählt gegen den unmittelbaren Verfolger aus Unterfranken nur ein Sieg.
Die Moosburger haben einen Lauf. Drei Siege in den letzten vier Spielen, unter anderem beim Spitzenreiter Buchloe. „Ganz ehrlich: Damit habe ich nach der Niederlagenserie vor ein paar Wochen nicht mehr gerechnet“, zeigt sich Kieninger positiv überrascht. Comeback-Qualitäten hat aber nicht nur der EVM, sondern auch Freitags-Gegner Haßfurt, der nur noch einen Zähler hinter den Moosburgern liegt und eigentlich schon komplett raus war aus dem Playoff-Rennen. Doch seit der Rückrunde sind die Hawks, die sich personell auch noch mal verstärkt haben, wieder voll da, gewannen die letzten fünf Partien allesamt. „Ich habe immer gesagt, dass erst zum Schluss abgerechnet wird“, freut sich ESC-Trainer Volker Hartmann. „Mal schaun, wohin die Reise noch geht.“
Für den EVM geht die Reise am Sonntag zum EV Dingolfing (18 Uhr), der als Vorletzter mit neun Punkten auf dem Konto definitiv keine Chancen mehr auf einen Top-vier-Platz hat. Und trotzdem erwartet die Dreirosenstädter nicht zuletzt aufgrund des Derby-Charakters dieses Aufeinandertreffens eine ziemlich knifflige Aufgabe. Kieninger: „Wir müssen dort auf alle Fälle auch etwas mitnehmen – und das wird nicht leicht.“ Überhaupt erst in der Aufstiegsrunde haben die Grün-Gelben die Dingolfinger einmal schlagen können, in der Vorrunde setzte es gegen die Isarrats zwei Pleiten.
Noch einmal zurück zur Tabelle: In Moosburg wie in Haßfurt hofft man natürlich, dass sich die Teams auf den ersten vier Plätzen an den letzten drei Spieltagen in möglichst passender Art und Weise gegenseitig die Punkte wegnehmen. Aus EVM-Sicht sind sowohl die auf Platz vier rangierenden Kemptener (Abstand: zwei Zähler) als auch die Ränge drei (Amberg, drei Punkte) und zwei (Ulm, vier Punkte) in Reichweite. Mit den Ulmern bekommen es die Englbrecht-Schützlinge übrigens zum Abschluss der Runde am Sonntag in einer Woche noch einmal zu tun.
Aber Ludwig Kieninger will den Rechenschieber am liebsten zu Hause lassen: „Es reicht, wenn wir auf uns schauen und Spiele gewinnen – dann kommt der Rest von ganz alleine.“
Coach Bernie Englbrecht wird an diesem Wochenende sein Team möglicherweise etwas umbauen müssen: Verteidiger Markus Gröger muss mit Viruserkrankung daheim bleiben – und ob Sturm-Routinier Peter Abstreiter, der in Bad Aibling unglücklich von einem Schuss getroffen worden ist, dabei sein kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden.