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Horava und Abstreiter hängen ein weiteres Jahr dran

Mittwoch, 6. Mai 2020
Die Erfahrung in der Offensive dürfte weiter eine besonderen Stärke des EV Moosburg bleiben: Mit Miloslav Horava (37) und Peter Abstreiter (39) haben nun nämlich die beiden Topscorer der abgelaufenen Spielzeit für die neue Saison zugesagt – natürlich immer vorausgesetzt, dass trotz der Corona-Pandemie 2020/21 Eishockey gespielt werden kann.
Zusammen bringen sie es auf stolze 76 Jahre. Aber dass Alter, wie eine bekannte Sportweisheit besagt, nicht vor Toren schützt, bewiesen die stürmenden Oldies in der abgelaufenen Landesliga-Spielzeit ebenfalls. So kam Miloslav Horava auf insgesamt 37 Tore und 44 Vorlagen, während Peter Abstreiter 59 Punkte sammelte (27 Tore, 32 Assists). Damit war das Duo für insgesamt 140 Scorerpunkte verantwortlich – „und damit einer der Hauptgründe, dass wir nicht nur die Aufstiegsrunde erreicht, sondern auch lange Zeit gute Chancen auf die Playoffteilnahme hatten“, sagt Vorstandsmitglied Bernhard Loidl. Sein Kollege Ludwig Kieninger ergänzt: „Die beiden waren eine Schau und absolute Publikumslieblinge.“ Und auch der Dritte in der EVM-Führungsriege, Georg Asen, freut sich: „Das sind ganz wichtige Personalien für die neue Saison.“
Auch ansonsten ist das Trio bereits fleißig am Planen und führte bislang sowohl Gespräche mit Spielern des letztjährigen Kaders als auch mit potentiellen Neuzugängen. Loidl: „Trotz der aktuellen Ungewissheiten wollen wir wieder einen Kader zusammenstellen, der in der Landesliga oben mitspielen kann, genug Platz für den eigenen Nachwuchs bietet und unsere Fans begeistert.“ Kein Zweifel: Mit Horava und Abstreiter wurde schon mal ein vielversprechender Anfang gemacht. 

EVM beendet Saison mit 2:4-Niederlage in Ulm

Montag, 2. März 2020
Auch, wenn es für den EV Moosburg um nichts mehr ging, lieferten die Grün-Gelben beim letzten Aufstiegsrundenspiel in Neu-Ulm eine anständige Leistung ab. Hätten sie ihre Chancen besser genutzt, wäre wohl noch mehr drin gewesen als die knappe 2:4 (0:1, 0:2, 2:1)-Niederlage. Der EVM beendet die Runde damit auf Rang sechs.
Nach dem Ulmer 7:1-Sieg am Freitag über Dingolfing war klar: Jetzt haben die Dreirosenstädter auch theoretisch keine Chance mehr auf die Playoff-Teilnahme. Doch die Schützlinge von Bernie Englbrecht wollten sich vor den rund 650 Zuschauern in der Neu-Ulmer Eishalle noch einmal von ihrer Schokoladen-Seite zeigen und somit auch die 1:9-Hinspielklatsche vergessen machen.
Hauptproblem in den ersten beiden Dritteln: das Toreschießen. Obwohl sich die Moosburger einige gute Chancen erspielten, blieb das Jubeln den Hausherren vorbehalten. Nach ihrer frühen Führung (5.) erhöhten die Devils Mitte des zweiten Abschnitts auf 3:0 (31./36.). Doch zu Beginn der letzten 20 Minuten meldeten sich die Gäste zurück: Marek Indra verwertete ein Zuspiel seines tschechischen Landsmannes Miloslav Horava zum 1:3. Horava war es auch, der für den Schlusspunkt sorgte. Nach dem vierten Tor der Schwaben (44.) traf er zum 2:4, das 70 Sekunden vor der Schlusssirene allerdings etwas zu spät kam.
Ulm trifft nun in den Playoffs auf Kempten, während es im anderen Halbfinale Buchloe mit Amberg zu tun bekommt. Beide Finalisten steigen in die Bayernliga auf.

Tore: 1:0 (4:15) Brückner (Schirrmacher, Simon), 2:0 (30:03) Michalek (Ceslik, Dschida), 3:0 (35:40) Ceslik, 3:1 (42:38) Indra (Horava), 4:1 (43:41) Eckmann (Jainz, Tenschert), 4:2 (58:50) Horava (Killermann, Steiger). Strafminuten: 10/8. Zuschauer: 650.
Aufstellung: Messerer, Probst; Krämmer, Maier, Steiger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Retzer, Indra, Groß, Asen, Killermann, Horava, Möhle. 

Teuflisches Saisonfinale für den EVM

Freitag, 28. Februar 2020
Mit einem Gastspiel an der bayerisch-württembergischen Grenze beschließt der EVM am Sonntag die Landesliga-Saison 2019/20. Um 18 Uhr treten die Englbrecht-Schützlinge beim VfE Ulm/Neu-Ulm an. Fans können ab 14.30 Uhr im Bus mitfahren.
Für Moosburgs Eishackler geht damit eine Spielzeit zuende, die durchaus als erfolgreich bezeichnet werden kann. Während die Grün-Gelben zwar schon im Vorjahr an der Qualifikation zur Bayernliga teilnahmen, damals in der Runde aber keine Rolle spielten, konnten sie sich heuer bis zum vorletzten Spieltag berechtigte Hoffnungen auf die Playoff-Teilnahme machen. Da kann das Motto für 2020/21 nur lauten: Aller guten Dinge bzw. Versuche sind drei.
Bei den Devils wird es für den EVM in erster Linie darum gehen, sich für die unnötige und viel zu hohe 1:9-Hinspielniederlage zu revanchieren. Theoretisch liegen zwischen beiden Teams zwar nur drei Punkte Unterschied, aber realistische Chancen, den VfE im Playoff-Rennen noch abzufangen, haben die Dreirosenstädter nicht zuletzt aufgrund des Torverhältnisses - Ulm +18, Moosburg -11 - nicht mehr. Außerdem müssten die Schwaben das Nachholspiel gegen Dingolfing verlieren und Mitkonkurrent Haßfurt am Sonntag zeitgleich in Bad Aibling patzen. Eindeutig zu viel "hätte", "wenn" und "aber".
Trotzdem wollen die Grün-Gelben zum Saisonfinale noch einmal beweisen, dass sie zurecht in der Spitzengrippe der Landesliga stehen. Und dass ihnen das Eisstadion an der Donau behagt, zeigten die Moosburger bereits im Vorjahr. Da ließen sie einer ebenfalls klaren Heimniederlage gegen die Ulmer einen starken Auswärts-Auftritt folgen, der letztlich (3:4) aber nicht belohnt wurde. 

3:5 in Dingolfing: EVM raus aus dem Playoff-Rennen

Montag, 24. Februar 2020
Das war’s dann für 2019/20: Durch die vermeidbare 3:5 (2:2, 1:1, 0:2)-Schlappe am Sonntag im Dingolfing hat sich der EV Moosburg noch vor dem letzten Aufstiegsrunden-Spieltag aus dem Rennen um die Playoff-Plätze verabschiedet. „Schade, da wäre heute durchaus etwas zu holen gewesen“, bilanzierte Coach Bernie Englbrecht nach dem Isar-Derby.
Gut, theoretisch ist der EVM noch nicht ganz raus aus dem Kampf um die ersten vier Plätze. Aber neben dem Drei-Punkte-Rückstand auf den Vierten VfE Ulm/Neu-Ulm sprechen eben auch ein Nachholspiel (zuhause gegen Dingolfing) und deren deutlich besseres Torverhältnis (Ulm +18, Moosburg -11) für die Schwaben. „Das ist wirklich nur noch in der Theorie ein Thema. In der Praxis ist die Entscheidung schon gefallen“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Und nicht zu vergessen: Die (punktgleichen) Hassfurter stehen in der Tabelle ebenfalls noch vor Grün-Gelb.
Die mitgereisten Moosburger Fans erlebten zusammen mit rund 500 Dingolfinger Zuschauern einen Blitzstart ihres Teams: Bereits nach 21 Sekunden schoss Stefan Groß nach einem Maier-Pass die Gäste in Führung. Die Isarrats glichen in der 6. Minute zwar auch, der aktuelle Torjäger vom Dienst beim EVM, Max Retzer (drei Treffer an diesem Wochenende), sorgte in der 10. Minute aber für das 2:1. Einer kollektiven Tiefschlafphase der Moosburger Defensive hatte der EVD kurz vor der ersten Pause den erneuten Ausgleich zu verdanken.
Das ohnehin von beiden Seiten nicht mit 100prozentigem Einsatz geführte Lokalduell verflachte im zweiten Durchgang weiter und bot kaum noch Höhepunkte. Einzig erwähnenswert: Der Ex-Dreirosenstädter Daniel Schander markierte nach 18 Minuten mit seinem zweiten Tor die abermalige Führung für Dingolfing, gut zwei Minuten später staubte EVM-Verteidiger Vincenz Maier zum 3:3 ab.
Trotz des Spielstands rissen auch die letzten 20 Minuten niemanden in der Marco-Sturm-Eishalle vom Hocker. Beide Seiten verzichteten auf harte Checks und nahmen wirklich nur die Zweikämpfe an, die sich nicht vermeiden ließen. Amann: „Ein Derby stellt man sich ein bissl anders vor.“ Der EVM kassierte insgesamt vier Strafzeiten, während die Kühlbox der Niederbayern 60 Minuten lang gar nicht erst aufgesperrt werden musste. Die gingen zwölf Minuten vor der finalen Sirene abermals in Führung – woran sich in der Schlussphase nichts mehr änderte. Die Gäste warfen da zwar noch mal alles nach vorn, als Bernie Englbrecht für Schlussmann Linus Messerer aber einen sechsten Feldspieler gebracht hatte, sorgte Dingolfing mit einem Empty-Net-Treffer für die endgültige Entscheidung. 

EVM muss sich im Verfolgerduell mit einem Punkt zufriedengeben

Sonntag, 23. Februar 2020
Beruhigungsmittel statt Steaksemmeln – das wäre am Freitagabend am Imbissstand in der Moosburger Clariant-Arena wohl das passendere Angebot gewesen. Denn was der EVM und der ESC Hassfurt den knapp 200 Zuschauern zumuteten, ist mit „Spannung“ noch harmlos beschrieben. Als 75 Sekunden nach Beginn der Verlängerung die Scheibe zum elften Mal im Netz zappelte, hatten sich die Hawks in diesem Verfolgerduell mit 5:6 (2:2, 1:1, 2:2, 0:1) n. V. durchgesetzt. Sie zogen damit in der Tabelle mit den Moosburgern gleich. Beide Teams trennten nach der Partie drei Zähler von der Playoff-Region.
Zwei sichtlich geschaffte Trainer standen da in der Pressekonferenz und genehmigten sich erst mal ein Beruhigungsbier. „Natürlich freue ich mich über den Sieg. Aber wir waren heute einfach nicht so überzeugend wie bei unseren fünf Erfolgen davor“, sagte ESC-Coach Volker Hartmann. „Wer weiß, ob uns dieser Punkt am Ende noch fehlen wird.“ Mit besagtem Zähler ganz zufrieden war EVM-Trainer Bernie Englbrecht, der sich insbesondere über die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft (vier Rückstände aufgeholt) freute – und die Leistung der zweiten Sturmreihe hervorhob: „Die haben heute vier Tore geschossen, das hat gepasst.“
Der Ausfall von Peter Abstreiter hatte Englbrecht gezwungen, Änderungen vorzunehmen. Und die Idee, Max Retzer anstatt Stefan Groß (rückte in die erste Reihe auf) an die Seite von Tobias Hanöffner und Daniel Möhle zu stellen, zahlte sich voll aus. Retzer war es auch, der die frühe Gäste-Führung (4.) eine halbe Minute später egalisierte. Das war der Weckruf für die Hausherren, die jetzt richtig aufdrehten, durch Miloslav Horava auf 2:1 (8.) erhöhten und in der Folge beste Gelegenheiten hatten, sich einen komfortablen Vorsprung herauszuspielen. Haßfurts Coach musste bereits nach elf Minuten eine Auszeit nehmen und verhinderte damit Schlimmeres. Der Ausgleich der Unterfranken kurz vor dem ersten Pausentee war entsprechend schmeichelhaft.
Das zweite Drittel gehörte dann allerdings den Gästen, die jetzt den stark haltenden EVM-Goalie Linus Messerer unter Beschuss nahmen. Mehr als das zwischenzeitliche 2:3 (30.) sprang dabei aber nicht heraus. Messerer hatte seine Kollegen auch bei einer 3:5-Unterzahl im Spiel gehalten. Wie schon im ersten Abschnitt fiel der folgende Ausgleich – diesmal durch die Moosburger in Person von Retzer – mehr oder weniger aus dem Nichts (37.).
Dramatik pur war dann im Schlussdrittel angesagt, das die Hausherren zwar etwas ausgeglichener gestalten konnten, aber immer wieder einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Haßfurts Treffer zum 3:4 (46.) und 4:5 (55.) konnten Daniel Möhle (48.) und der an allen fünf Moosburger Toren beteiligte Kapitän Tobias Hanöffner (56.) allerdings jeweils postwendend egalisieren. Nachdem die finale Sturm-und-Drang-Phase der Gäste nichts einbrachte, ging’s in die Overtime. Weil die Hawks sofort weiterdrückten, dauerte es keine eineinhalb Minuten, bis ihr dreifacher Torschütze Michal Babkovic mit dem 5:6 den alles in allem verdienten Zusatzpunkt eintütete.

Tore: 0:1 (3:42) Babkovic (Hora), 1:1 (4:13) Retzer (Hanöffner, Möhle), 2:1 (7:07) Horava (Möhle, Hanöffner), 2:2 (18:56) Zürcher (Trübenekr, Hora), 2:3 (29:25) Babkovic, 3:3 (36:47) Retzer (Eigner, Hanöffner), 3:4 (45:48) Trübenekr (Dietrich, Köder), 4:4 (47:45) Möhle (Retzer, Hanöffner), 4:5 (54:21) Masel (Babkovic, Hornak), 5:5 (55:45) Hanöffner (Retzer, Möhle), 5:6 (61:15) Babkovic (Hora, Domantas). Strafminuten: 18/8. Zuschauer: 185.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Seidlmayer, Maier, Triebswetter, Eigner, Krämmer, Steiger; Groß, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Hanöffner, Retzer. 

Das Heimspiel gegen Haßfurt soll noch nicht das letzte sein

Donnerstag, 20. Februar 2020
Nein, für den Abschied ist es noch zu früh. „Natürlich hoffe ich, dass unsere Mannschaft heuer noch mal zuhause antreten kann“, sagt EVM-Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger vor dem letzten Heimspiel der Aufstiegsrunde am Freitag gegen den ESC Haßfurt (19.30 Uhr). Damit die Grün-Gelben ihre Chancen wahren, in die Playoffs einzuziehen, zählt gegen den unmittelbaren Verfolger aus Unterfranken nur ein Sieg.
Die Moosburger haben einen Lauf. Drei Siege in den letzten vier Spielen, unter anderem beim Spitzenreiter Buchloe. „Ganz ehrlich: Damit habe ich nach der Niederlagenserie vor ein paar Wochen nicht mehr gerechnet“, zeigt sich Kieninger positiv überrascht. Comeback-Qualitäten hat aber nicht nur der EVM, sondern auch Freitags-Gegner Haßfurt, der nur noch einen Zähler hinter den Moosburgern liegt und eigentlich schon komplett raus war aus dem Playoff-Rennen. Doch seit der Rückrunde sind die Hawks, die sich personell auch noch mal verstärkt haben, wieder voll da, gewannen die letzten fünf Partien allesamt. „Ich habe immer gesagt, dass erst zum Schluss abgerechnet wird“, freut sich ESC-Trainer Volker Hartmann. „Mal schaun, wohin die Reise noch geht.“
Für den EVM geht die Reise am Sonntag zum EV Dingolfing (18 Uhr), der als Vorletzter mit neun Punkten auf dem Konto definitiv keine Chancen mehr auf einen Top-vier-Platz hat. Und trotzdem erwartet die Dreirosenstädter nicht zuletzt aufgrund des Derby-Charakters dieses Aufeinandertreffens eine ziemlich knifflige Aufgabe. Kieninger: „Wir müssen dort auf alle Fälle auch etwas mitnehmen – und das wird nicht leicht.“ Überhaupt erst in der Aufstiegsrunde haben die Grün-Gelben die Dingolfinger einmal schlagen können, in der Vorrunde setzte es gegen die Isarrats zwei Pleiten.
Noch einmal zurück zur Tabelle: In Moosburg wie in Haßfurt hofft man natürlich, dass sich die Teams auf den ersten vier Plätzen an den letzten drei Spieltagen in möglichst passender Art und Weise gegenseitig die Punkte wegnehmen. Aus EVM-Sicht sind sowohl die auf Platz vier rangierenden Kemptener (Abstand: zwei Zähler) als auch die Ränge drei (Amberg, drei Punkte) und zwei (Ulm, vier Punkte) in Reichweite. Mit den Ulmern bekommen es die Englbrecht-Schützlinge übrigens zum Abschluss der Runde am Sonntag in einer Woche noch einmal zu tun.
Aber Ludwig Kieninger will den Rechenschieber am liebsten zu Hause lassen: „Es reicht, wenn wir auf uns schauen und Spiele gewinnen – dann kommt der Rest von ganz alleine.“
Coach Bernie Englbrecht wird an diesem Wochenende sein Team möglicherweise etwas umbauen müssen: Verteidiger Markus Gröger muss mit Viruserkrankung daheim bleiben – und ob Sturm-Routinier Peter Abstreiter, der in Bad Aibling unglücklich von einem Schuss getroffen worden ist, dabei sein kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden. 

Sechs-Punkte-Wochenende: EVM siegt 5:1 in Bad Aibling

Montag, 17. Februar 2020
Mit Blick auf die Tabelle war das Moosburger Gastspiel am Sonntag in Bad Aibling klar in der Kategorie „Pflichtaufgabe“ einzuordnen. Aber auch eine solche muss erst einmal erledigt werden – was die Dreirosenstädter mit dem nötigen Ernst taten und so beim Aufstiegsrunden-Schlusslicht einen ungefährdeten 5:1 (0:0, 3:1, 2:0)-Erfolg feierten. Das Sechs-Punkte-Wochenende war komplett.
Die Anfangsphase lief allerdings recht zäh: Nach dem torlosen ersten Drittel standen Coach Bernie Englbrecht und sein Assistent Hans Eder zusammen und waren sich einig: „Das ist das Spiel, das wir befürchtet haben.“ Der EVM hatte zwar ein optisches Übergewicht, die Aibdogs allerdings verteidigten klug uns setzten ganz auf ihre Konterstärke. In der neunten Minute bekamen sie sogar einen Penalty zugesprochen, den Moosburgs Goalie Linus Messerer aber entschärfte. Chancen gab es ansonsten auf beiden Seiten.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts schalteten die Gäste ein paar Gänge nach oben. Und nach 46 Sekunden durfte erstmals gejubelt werden, als Marek Indra eine Erste-Reihe-Produktion mit dem Führungstreffer beendete. Während die Aiblinger noch überlegten, wie sie auf diesen Rückstand reagieren sollten, klingelte es keine drei Minuten danach ein zweites Mal: Wieder war es die Paradereihe, diesmal mit Miloslav Horava als Vollstrecker.
Aber bei den Moosburgern mehrten sich in der Folge die Strafzeiten, was der gastgebende EHC in Minute 30 erstmals mit einem Powerplay-Treffer bestrafte. Doch nur eine Minute später sorgte dann der dritte EVM-Reihe-eins-Stürmer dafür, dass der alte Abstand erst mal blieb: Peter Abstreiter netzte per Einzelaktion zum 3:1 ein.
Auch wenn die Moosburger Scheibe und Gegner nun gut im Griff hatten, war der Vorsprung, mit dem man in den Schlussabschnitt ging, doch ein bisschen dünn, um sich zurückzulehnen. Vincenz Maiers Überzahltor nach 43 Minuten kam da gerade Recht, zumal es die Gäste auch in der Folge nicht schafften, von der Strafbank wegzubleiben. Aber selbst bei 5:3 waren die Aibdogs nun bei weitem nicht mehr so gefährlich wie in den ersten 20 Minuten. „Mir ist es in dieser Phase so vorgekommen, als hätten meine Spieler die Saison schon beendet“, kritisierte Bad Aiblings Coach Manfred Sasjadvolk. EVM-Angreifer Max Retzer hingegen hatte schon noch Lust auf ein bisschen Eishockey: Er markierte dreieinhalb Minuten vor Schluss den 5:1-Endstand.
Drei Spieltage vor Aufstiegsrundenende liegt der EV Moosburg mit zwei bzw. drei Punkten Rückstand auf die Playoff-Ränge drei und vier immer noch gut im Rennen. Einem höchst spannenden Saisonfinale, das am Freitag mit dem Heimspiel gegen Verfolger Haßfurt eingeläutet wird, steht also nichts im Weg.

Tore: 0:1 (20:46) Indra (Horava, Abstreiter), 0:2 (23:37) Horava (Abstreiter, Maier), 1:2 (29:57) Meyer M. (Glaß, Neumaier), 1:3 (30:48) Abstreiter, 1:4 (42:15) Maier (Möhle, Gröger), 1:5 (56:33) Retzer (Stuckenberger). Strafminuten: 16/16. Zuschauer: 173.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Krämmer, Maier, Eigner, Seidlmayer, Killermann; Möhle, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter, Groß, Steiger, Hanöffner. 

"Wundertüte" EVM mit einer erfreulichen Überraschung

Sonntag, 16. Februar 2020
Der EVM lässt nicht locker: Durch den überraschend souveränen 5:1 (2:1, 3:0, 0:0)-Heimsieg über Aufstiegskandidat ERSC Amberg kämpften sich die Grün-Gelben am Freitag bis auf zwei Punkte an die Playoff-Zone heran.
Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage – Stadionsprecher Günter Krenauer sprach zuletzt angesichts der Resultate von der „Wundertüte“ EVM. Im Heimspiel gegen Amberg lohnte sich ein Griff in selbige, denn die in kompletter Kaderstärke angetretenen Hausherren zeigten sich so abgeklärt und kompakt wie selten zuvor. „Das hat heute alles sehr gut funktioniert“, freute sich Coach Bernie Englbrecht, während Amberg-Trainer Dan Heilman speziell die Aussetzer in seiner Defensivabteilung kritisierte. Und: „Moosburg wollte den Sieg einfach mehr. Das hat bei uns gefehlt.“
Die Partie begann mit einer undurchsichtigen Szene: Ein Schuss von Moosburgs Verteidiger Vincenz Maier prallte nach dreieinhalb Minuten irgendwie aus dem Tor nach außen in Richtung Bande. Dass der Schiri den Treffer gab, sorgte für Proteste bei den Ambergern, „war aber sicher nicht spielentscheidend“, so Heilman. Zumal auch die Oberpfälzer ihre Chancen hatten, aber immer wieder am starken EVM-Goalie Linus Messerer scheiterten. Nach einer knappen Viertelstunde war es ein mustergültig vorgetragener Spielzug von Moosburgs dritter Angriffsreihe, den Alex Asen zum 2:0 vollendete. Amberg kam aber noch vor der Pause zum Anschlusstreffer (16.).
Im zweiten Abschnitt sahen die gut 200 Zuschauer ein Match, in dem es einfach lief für die Gastgeber. Die wütenden Angriffe des ERSC wehrten die Moosburger kühl ab, nutzten in der 30. Minute einen Scheibenverlust und gingen durch Peter Abstreiter mit 3:1 in Führung. Keine drei Minuten später scheiterten die Wild Lions an der Latte – und Stefan Groß münzte den direkten Gegenzug in EVM-Tor Nummer vier um. Was Miloslav Horava dann nach einem langen Steiger-Pass mit Ambergs Schlussmann Oliver Engmann machte, sieht man normalerweise nur in NHL-Videos auf Youtube: Er „bremste“ den Keeper nach seinem Solo aus und schob den Puck zum 5:1 ins Tor (37.).
Der Schlussabschnitt war noch einmal eine echte Demonstration der Moosburger Coolness. In aller Ruhe spielte man die Zeit herunter und ließ kaum noch gefährliche Offensivaktionen der Gäste zu: Ein 0:0 der durchaus beeindruckenden Art und gar nicht so typisch für den EVM. Aber so ist das halt mit Wundertüten – oft steckt was Überraschendes drin.

Tore: 1:0 (3:25) Maier (Indra), 2:0 (14:40) Asen (Stuckenberger, Retzer), 2:1 (15:57) Krieger (Brabec), 3:1 (29:18) Abstreiter (Horava), 4:1 (32:40) Groß (Horava, Indra), 5:1 (36:35) Horava (Steiger). Strafminuten: EVM 16 plus 10 (Killermann), ERSC 10 plus 10. Zuschauer: 205.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Krämmer, Maier, Eigner, Seidlmayer, Killermann; Möhle, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter, Groß, Steiger, Hanöffner. 

Moosburger schielen weiterhin auf den vierten Platz

Mittwoch, 12. Februar 2020
Nachdem das vergangene Hopp-oder-Top-Wochenende weder so richtig hopp (eine Niederlage) noch top (ein Sieg) war, geht der EVM mit nahezu unveränderter Ausgangsposition in die letzten fünf Spieltage der Aufstiegsrunde zur Bayernliga. Platz vier ist weiterhin im Bereich des Möglichen, dafür muss nun aber regelmäßig gepunktet werden - am besten gleich mal am Freitagabend im Heimspiel gegen den ERSC Amberg (19.30 Uhr).
Nach dem Überraschungssieg in Buchloe war der Optimismus bei den Grün-Gelben groß, auch den Kemptenern die Punkte abnehmen zu können. Doch das 3:8 auf heimischem Eis brachte die Moosburger wieder zurück auf den Boden der Realität. "Aber es geht weiter. Am Freitag gegen Amberg haben wir eine neue Chance", sagte Moosburgs Coach Bernie Englbrecht nach der Partie. Zumal nach den drei knappen, teils unglücklichen Niederlagen gegen den ERSC in der laufenden Spielzeit jetzt endlich mal ein Sieg fällig wäre. Der hätte nicht nur positive Folgen für die Dreirosenstädter, "damit würde auch der Druck auf die Amberger zunehmen", schätzt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Für die Oberpfälzer lief das vergangene Wochenende wahrlich nicht wie geplant: Beim Letzten Bad Aibling kamen die Wild Lions erst im Penaltyschießen zum Sieg und zwei Tage danach unterlag man zuhause Haßfurt mit 2:4.
Kurzer Blick auf die Tabelle: Mit zwölf Punkten belegt Moosburg weiterhin den fünften Platz. Auf Kempten (4.) sind es aktuell fünf, auf Amberg (3.) sechs Zähler Rückstand. Dass da auf die Grün-Gelben noch eine Menge (Aufhol-)Arbeit zukommt, ist klar. Aber das Restprogramm beinhaltet auch so manche machbare Aufgabe. So trifft der EVM unter anderem noch auf die drei Teams (Haßfurt, Dingolfing, Bad Aibling), die das untere Tabellendrittel bilden - und die man zum Auftakt der Runde allesamt geschlagen hat.
Beim immer noch sieglosen Schlusslicht Bad Aibling müssen die Moosburger bereits diesen Sonntag ran (18.45 Uhr; Busabfahrt: 15.45 Uhr). Die Aibdogs überraschten am vergangenen Freitag mit besagter Overtime-Niederlage gegen Amberg, die ihnen den ersten Punkt bescherte. Am Sonntag in Dingolfing dagegen war von diesem Hoch nicht mehr viel zu spüren: Man ging mit 0:9 unter. Die Englbrecht-Truppe hatte das Hinspiel mit 8:1 gewonnen. Da allerdings waren die Bad Aiblinger nicht komplett. 

3:8 gegen Kempten: EVM verpasst erneut großen Schritt

Montag, 10. Februar 2020
Der Griff nach Platz vier ging erneut ins Leere. Wie schon in der Vorwoche gegen Ulm kassierte der EVM beim Versuch, zurück in die Playoff-Region zu kommen, eine klare Niederlage: 3:8 (2:1, 0:4, 1:3) unterlag man am Sonntag dem ESC Kempten. Jetzt muss an den letzten fünf Spieltagen schon eine kleine Serie her, um sich noch in den Kampf um den Bayernliga-Aufstieg einzumischen.
Dabei waren die Grün-Gelben im Vergleich zum Sensationssieg in Buchloe personell sogar besser aufgestellt, weil Coach Bernie Englbrecht wieder auf Daniel Möhle und Lars Eigner zurückgreifen konnte. Doch den Ton gaben in den ersten Minuten die Gäste an - was bald mit dem 0:1 (4.) belohnt wurde. Aber je länger der erste Abschnitt dauerte, um so öfter nahmen nun die Moosburger den gegnerischen Kasten ins Visier. Und wieder mal war es die Paradereihe, die für Jubel in der Clariant-Arena sorgte - und das gleich zweimal: Dem Ausgleich durch Miloslav Horava (12.) ließ Marek Indra fünf Minuten später das 2:1 folgen. Es sah ganz danach aus, dass sich der EVM für die 3:13-Hinspielklatsche würde revanchieren können.
"Aber ein Eishockeyspiel dauert halt länger als ein Drittel", kommentierte Englbrecht das, was sich in den zweiten 20 Minuten ereignete. Die mit Altstars geradezu gespickten Sharks aus dem Allgäu spielten jetzt ihre ganze Routine aus und bestraften die Aussetzer in der Moosburger Defensive, ohne mit der Wimper zu zucken. Acht Minuten brauchten die Gäste, um das Match mit vier Toren komplett an sich zu reißen. "Wir haben unser System umgestellt - und das hat Früchte getragen", freute sich ESC-Trainer Carsten Gosdeck.
Und die EVM-Fans, die im Schlussdrittel noch hofften, dass Grün-Gelb den 2:5-Rückstand würde aufholen können, wurden schnell aus ihren Träumen gerissen: Mit einem Doppelschlag (43./45.) bissen die Sharks gleich nach dem Wechsel so zu, dass die Begegnung endgültig entschieden war. Der Powerplay-Treffer durch Horava zum 3:7 (47.) war zwar schön herausgespielt, hatte aber ebenso wenig Bedeutung wie das achte und letzte Tor der Gäste (55.). Die haben sich durch diesen Sieg wieder das alte Fünf-Punkte-Polster auf die Nicht-Playoff-Plätze zurückgeholt - die weiterhin der EV Moosburg als Fünftplazierter anführt.

Tore: 0:1 (3:49) Oppenberger, 1:1 (11:19) Horava (Indra), 2:1 (16:40) Indra (Horava, Abstreiter), 2:2 (24:03) Spylo (Vaitl), 2:3 (26:14) Ziegler (Newhook, Vaitl), 2:4 (30:45) Maaßen (Jun), 2:5 (31:53) Maaßen (Kapitza, Vaitl), 2:6 (42:57) Maaßen (Millers, Jun), 2:7 (44:52) Oppenberger (Spylo), 3:7 (46:29) Horava (Gröger, Indra), 3:8 (54:36) Spylo (Millers, Maaßen). Strafminuten: 6/8. Zuschauer: 274.
Aufstellung: Messerer, Probst; Gröger, Krämmer, Maier, Eigner, Seidlmayer, Killermann; Hanöffner, Möhle, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Loidl, Abstreiter, Groß. 

EVM entzaubert den Spitzenreiter

Sonntag, 9. Februar 2020
Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet: Als erstes Team der Aufstiegsrunde ist es am Freitag dem EV Moosburg gelungen, Tabellenführer Buchloe Punkte abzunehmen. Bei den Pirates feierten die Grün-Gelben einen knappen, aber verdienten 6:5 (2:1, 2:2, 2:2)-Erfolg - und meldeten sich damit zurück im Kampf um Platz vier.
"Wir standen heute hinten einfach kompakter als in den letzten Wochen und haben vorne zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht", bilanzierte EVM-Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz. Und nicht zu vergessen: "Jeder hat gefightet bis zum Schluss." Kein Wunder, schließlich mussten die Gäste einige Ausfälle kompensieren. In der Verteidigung fehlten mit den erkrankten Kevin Steiger und Lars Eigner zwei wichtige Stützen, vorne fiel kurzfristig noch Daniel Möhle aus. Also berief Englbrecht die beiden U20-Spieler Benedikt Triebswetter und Daniel Loidl in den Kader, die nicht nur die drei Blöcke komplettierten, sondern auf dem Eis auch einen guten Job machten.
Die Moosburger starteten gut ins Spiel und ließen sich auch vom sicherlich vermeidbaren Unterzahl-Führungstreffer des ESV (5.) nicht beirren. Der wieder mal bestens aufgelegte Miloslav Horava brachte sein Team noch vor dem ersten Wechsel mit einem Doppelschlag (12./14.) in Führung.
Wenn die Englbrecht-Schützlinge überhaupt eine längere Schwächephase hatten, dann waren das die ersten Minuten des zweiten Abschnitts. Die Gastgeber bestimmten da das Geschehen und drehten, nachdem sie bereits mehrfach an EVM-Goalie Linus Messerer gescheitert waren, die Partie innerhalb von 37 Sekunden - 3:2! Englbrecht nahm daraufhin eine Auszeit und erinnerte sein Team an die Defensivtaktik, die noch in den ersten 20 Minuten das Erfolgsrezept war. Die Gäste rissen sich zusammen und kamen wiederum nur eineinhalb Minuten später durch einen Gewaltschuss von Vincenz Maier zum 3:3. Dass Tobias Hanöffner kurz darauf das Match "zurückbog" (32.), war möglicherweise der Knackpunkt. Das Spiel nach dem vierten Moosburger Tor nochmal zu drehen, sei schon eine sehr große Herausforderung gewesen, sagte Buchloe-Coach Christopher Lerchner nach der Partie.
Und die meisterten die Pirates nicht. Zumal Stefan Groß in der 47. Minute erstmals für einen Zwei-Tore-Vorsprung der Dreirosenstädter sorgte. Der Anschluss der Hausherren acht Minuten vor dem Ende weckte zwar nochmal leise Hoffnungen, Routinier Hanöffner machte in der drittletzten Minute jedoch den Deckel drauf. Das letzte Tor dieses flotten Aufstiegsrundenspiels blieb zwar Buchloe vorbehalten - kam zwei Sekunden vor der Sirene aber eindeutig zu spät.

Tore: 1:0 (4:55) Krafczyk (Boger), 1:1 (11:08) Horava (Abstreiter), 1:2 (14:06) Horava (Abstreiter, Indra), 2:2 (26:31) Petrak (Krafczyk, Boger), 3:2 (27:08) Petrak (Krafczyk), 3:3 (28:39) Maier (Horava), 3:4 (31:16) Hanöffner (Horava, Indra), 3:5 (46:13) Groß (Indra), 4:5 (52:14) Rauskolb (Ruf), 4:6 (57:27) Hanöffner (Asen), 5:6 (59:58) Krafczyk (Petrak). Strafminuten: 10/14. Zuschauer: 403
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Krämmer, Maier, Seidlmayer, Triebswetter, Killermann; Hanöffner, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Loidl, Abstreiter, Groß. 

Hopp- oder Top-Wochenende gegen West-Teams

Donnerstag, 6. Februar 2020
Der Rückrunden-Auftakt in der Aufstiegsgruppe wird für den EVM gleich zum Hopp- oder Top-Wochenende. So zumindest sieht es Bernie Englbrecht: „Wenn wir beide Spiele verlieren, ist das Thema Playoffs durch“, befürchtet der Coach. Also müssen Punkte her, wenn die Dreirosenstädter am Freitag beim immer noch ungeschlagenen Spitzenreiter ESV Buchloe (20 Uhr; Busabfahrt 16.30 Uhr) antreten und am Sonntag in der Clariant-Arena auf die Kemptener Sharks (17.15 Uhr) treffen.
Auch wenn es die Moosburger mit zwei Teams zu tun bekommen, die Teil der jüngsten Niederlagen-Serie (vier Pleiten in Folge) sind, geht es für Grün-Gelb sicherlich auch darum, hinter gewissen Dingen, die sich zuletzt auf dem Eis ereignet haben, einen Haken zu setzen. „Wir haben jetzt gegen die West-Vereine in drei Spielen 27 Gegentore kassiert“, sagt Englbrecht. Das habe mit Aufstiegskampf in Richtung Bayernliga nichts zu tun, das sei „Hobbyliga hoch drei“. Unter der Woche hat er im Training versucht, das Team wieder da hin zu bringen, wo es in der Vorrunde bzw. zum Start der Aufstiegsrunde (drei Siege) war. Englbrecht: „Wir müssen akzeptieren, dass wir den teils qualitativ besser besetzten Gegnern nur mit unserer ersten Reihe weh tun können.“ Um so mehr müssten sich die Blöcke zwei und drei auf ihre Defensivaufgaben besinnen. „Sonst werden wir nicht mehr viele Punkte holen.“
Die besten Erinnerungen haben die Moosburger noch an das 2:5 gegen Tabellenführer Buchloe, „als wir“, so der Coach, „trotz einiger Ausfälle nicht so schlecht ausgeschaut haben“. Daran, dass man in Bayernliga-Zeiten in der Halle der Pirates schon des öfteren deutliche Abfuhren kassiert hat, denkt Englbrecht nicht: „Dann wird’s halt Zeit, dass wir das ändern.“
Eine deutliche Änderung im Vergleich zum Hinspiel muss am Sonntag her, wenn der Tabellenvierte Kempten – fünf Zähler Vorsprung auf den EVM (5.) – in Moosburg zu Gast ist. Auch wenn Bernie Englbrecht überzeugt ist, dass die 13:3-Klatsche „in der Form ein einmaliger Ausrutscher“ war, müssen sich seine Schützlinge schon massiv steigern, wenn gegen den Tabellennachbarn gepunktet werden soll. Zumal sich die Allgäuer noch mal prominente Verstärkung geholt haben: den inzwischen 36-jährigen Kanadier Ahren Spylo, der vor einigen Jahren, als er noch für die Nürnberg Ice Tigers auflief, zweitbester Torschütze in der DEL war. Seine Profi-Karriere beendete er bereits 2016. Da hat man dann auch mal Zeit, bei einem ambitionierten Landesligisten auszuhelfen. 

Eiskalt ausgekontert: Ulm watscht EVM mit 1:9 ab

Samstag, 1. Februar 2020
Das hat richtig weh getan: Im direkten Duell um Rang vier mit den Ulmer Devils kassierte der EVM am Freitag auf heimischem Eis eine 1:9 (0:2, 0:4, 1:3)-Watschn. Dass die Niederlage am Ende so hoch ausfiel, lag jedoch weniger an der Stärke der Gäste als am Unvermögen der Gastgeber.
Die Pressekonferenz hätte man dieses Mal auf einen Satz beschränken können, der von Ulm-Trainer Robert Linke kam: "Ja, und dann haben wir Mitte des Spiels 5:0 geführt - und keiner wusste so richtig warum." So war es nicht nur ihm, sondern auch dem Heimteam und den über 300 Zuschauern - der EVM hatte zum Sponsorenspiel eingeladen - in der Clariant-Arena ergangen. Denn Moosburg war hoch motiviert und entschlossen in das Match gegangen und legte die vielleicht stärkste Anfangsphase der ganzen Saison hin. In den ersten 10, 15 Minuten spielte sich das Geschehen ausschließlich im Drittel der Devils ab. Linke sagte danach zwar, dass man schon vorgehabt habe, die Moosburger das Spiel machen zu lassen, um dann über Konter zum Erfolg zu kommen. Dass es dabei so oft vor dem Kasten seines Keepers Maximilian Güßbacher brannte, war aber sicher nicht Teil des Plans. Doch weil die Offensive der Grün-Gelben krasse Abschlussschwächen zeigte, blieb der Gäste-Kasten sauber. "Dabei hätten wir in den ersten Minuten auf jeden Fall zwei, drei Tore machen müssen", kommentierte EVM-Coach Bernie Englbrecht die vielen vergebenen Großchancen von Horava, Indra und Co.
Und so kam es, wie es kommen musste: Ein Entlastungsanbgriff Ulms, gleichzeitig ihr erster Torschuss, bescherte dem VfE in der 7. Minute das 0:1. Moosburg drückte danach weiter, aber nach elf Minuten konnten sich die Gäste erneut befreien: Die bis dato kaum geforderte EVM-Defensive patzte - 0:2.
Auch wenn dieser Spielstand den Hausherren noch alle Möglichkeiten ließ, wirkten sie im zweiten Durchgang doch stark verunsichert. Was man von den Schwaben nicht behaupten konnte: Einem frühen Überzahl-Treffer (21.) ließen sie bis zur 30. Minute die Tore vier, fünf und sechs folgen - wobei sie dabei von den nun völlig neben sich stehenden Dreirosenstädtern kaum gestört wurden. Keeper Carlo Schwarz konnte Englbrecht auch nicht erlösen, weil der an der Bande lehnende Linus Messerer - der eigentlich von Beginn an hätte spielen sollen - aus (kurzfristigen) Krankeitsgründen zum Zuschauen verdammt war.
So war von der prognostizierten Spannung in den zweiten 30 Minuten nicht mehr viel übrig. Die Hausherren hatten sich zwar noch nicht so richtig aufgegeben, an eine Wende glaubte bei diesem Rückstand aber niemand mehr: Wenigstens konnten die Englbrecht-Schützlinge Güßbacher zwölf Minuten vor dem Ende doch noch überwinden. Fast schon bezeichnend, dass der Treffer in Unterzahl und durch einen Verteidiger (Markus Gröger) erzielt wurde. Aber auch die Gäste gaben in der Schlussphase noch einmal Gas, hätten die Partie fast noch zweistellig gewonnen. Nur gut, dass vorher die Schlusssirene durch die Clariant-Arena dröhnte.

Tore: 0:1 (6:06) Synek, 0:2 (10:51) Michalek (Schwarzfischer, Dörner), 0:3 (20:57) Synek (Schirrmacher, Dörner), 0:4 (22:33) Brückner (Synek, Schirrmacher), 0:5 (27:06) Synek (Brückner), 0:6 (30:59) Brückner (Koberger, Schirrmacher), 0:7 (44:23) Koberger (Ceslik, Eckmann), 1:7 (48:52) Gröger (Abstreiter), 1:8 (52:25) Schwarzfischer (Meißner, Michalek), 1:9 (57:49) Ceslik (Tenschert, Döring). Strafminuten: 8/4. Zuschauer: 315.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Seidlmayer, Maier, Gröger, Eigner, Krämmer; Groß, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Hanöffner. 

"Spiel um den vierten Platz" gegen Ulm

Donnerstag, 30. Januar 2020
Big Points, Sechs-Punkte-Spiel, wegweisend – wenn der EV Moosburg am Freitag den VfE Ulm/Neu-Ulm empfängt (19.30 Uhr), trifft all das auf die 60 Spielminuten in der Clariant-Arena zu. Als Tabellenfünfter mit drei Zählern Rückstand auf die „Devils“ zählt für die Englbrecht-Truppe zur Halbzeit der Aufstiegsrunde nur ein Sieg, wenn sie den Anschluss an die Top Vier nicht verlieren will.
„Nach dem vergangenen Wochenende stehen wir unter Zugzwang“, weiß Trainer Bernie Englbrecht. Während er über den desolaten Auftritt in Kempten (3:13) am liebsten den Mantel des Schweigens legen möchte, hat er beim 2:5 gegen Spitzenreiter Buchloe schon wieder positive Seiten seines Teams gesehen. „Wir müssen jetzt dranbleiben“, fordert der Coach, der unbedingt „Auflösungserscheinungen“ wie in der letztjährigen Verzahnungsrunde vermeiden will.
Am Freitagabend kann Englbrecht womöglich aus dem Vollen schöpfen. Nachdem Verteidiger Markus Gröger (verließ nach einem Stockschlag gegen Buchloe vorzeitig das Eis) unter der Woche Grünes Licht gegeben hat und auch die Offensiv-Routiniers Tobias Hanöffner und Peter Abstreiter wieder einsatzbereit sind, steht lediglich noch hinter dem zuletzt an einem grippalen Infekt laborierenden Verteidiger Kevin Steiger ein kleines Fragezeichen. Sollte auch er spielen können, stünden Bernie Englbrecht tatsächlich zum ersten Mal in dieser Saison alle Akteure des Erste-Mannschaft-Kaders zur Verfügung. Was – ohne U 20-Spieler – bedeutet: zehn Stürmer und sechs Verteidiger.
Aber auch bei den Ulmern, die zuletzt ein souveränes 4:0 über Haßfurt feiern konnten, halten sich die personellen Sorgen in Grenzen. Bis auf ihren beruflich verhinderten Stürmer Niklas Dschida werden die Devils wohl mit voller Kapelle anreisen. „Das ist für uns ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir könnten uns dann einen Vorsprung erarbeiten und etwas den Druck vom Kessel nehmen“, sagt VfE-Geschäftsführer Patrick Meißner. Da auch den Devils-Anhängern die Wichtigkeit dieser Begegnung bewusst ist, werden sie wohl recht zahlreich – unter anderem mit einem Fanbus – in die Dreirosenstadt kommen. 

Trotz 2:5 - akzeptabler Auftritt gegen Spitzenreiter Buchloe

Montag, 27. Januar 2020
Auch wenn sich Moosburgs Eishackler nach der Kempten-Klatsche wieder gefangen haben – für Punkte reichte es gegen Spitzenreiter Buchloe nicht: Am Sonntag unterlagen die Dreirosenstädter den Pirates mit 2:5 (1:3, 0:2, 1:0). Den drei Auftaktsiegen in der Aufstiegsrunde steht nun eine ebenfalls dreiteilige Niederlagen-Serie gegenüber.
Personell begann das Aufeinandertreffen mit dem noch verlustpunktfreien Tabellenführer alles andere als ideal: Verteidiger Kevin Steiger hatte sich krankgemeldet, Goalgetter Peter Abstreiter wärmte sich zwar mit auf, musste wegen einer familiären Angelegenheit jedoch nach Hause und sein Sturmkollege Tobias Hanöffner befand sich zum Anpfiff noch auf der Anreise (kam im zweiten Drittel).
Trotz dieser Hiobsbotschaften waren die Hausherren in der ersten Viertelstunde die Ton angebende Mannschaft und gingen in der vierten Minute durch ein Tor von Marek Indra verdient in Führung. Indra stand dann auch nach elf Minuten im Blickpunkt, als er durch einen unglücklichen, aber nicht unbedingt unfairen Check an der Bande Buchloes Kapitän David Strodel so schwer verletzte, dass dieser ins Krankenhaus musste. „Aber wir haben zusammengehalten, sind noch enger zusammengerückt“, kommentierte ESV-Coach Christopher Lerchner die Phase zwischen der 16. und 18. Minute, als die Gäste die Partie kippten und plötzlich mit 3:1 in Führung lagen. „Individuelle, dumme Sachen“, die man sich gegen den Spitzenreiter halt nicht erlauben dürfe, waren laut EVM-Trainer Bernie Englbrecht dafür verantwortlich.
Aber aufgeben kam für Grün-Gelb nicht in Frage. Im zweiten Abschnitt erarbeitete Moosburg sich weiter gute Gelegenheiten, ließ diese aber allesamt aus. Die Buchloer, ungefähr mit der gleichen Anzahl an Chancen ausgestattet, zeigten, wie’s geht: In Überzahl (31.) und nach einem Konter (39.) erhöhten sie auf 1:5 – das roch dann schon nach Vorentscheidung.
Und trotzdem ließen die Hausherren auch im Schlussdrittel nichts unversucht, übten immer wieder Druck auf das Buchloer Gehäuse aus. Das 2:5 durch den starken Indra in Minute 51 machte zwar noch mal Hoffnung, kam letztlich aber zu spät. Im Stile einer Spitzenmannschaft verteidigten die Gäste den Vorsprung bis zur Schlusssirene.

Tore: 1:0 (3:47) Indra (Groß, Horava), 1:1 (15:31) Bauer (Petrak), 1:2 (16:28) Barchmann (Wittmann C., Telesz), 1:3 (17:26) Beslic (Petrak, Krafczyk), 1:4 (30:40) Petrak (Krafczyk), 1:5 (38:51) Krafczyk (Petrak), 2:5 (50:48) Indra (Seidlmayer, Horava). Strafminuten: 12/10. Zuschauer: 198.
Aufstellung: Messerer, Probst; Seidlmayer, Maier, Gröger, Eigner, Krämmer; Hanöffner, Groß, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer. 

3:13 - EVM geht bei den Sharks unter

Sonntag, 26. Januar 2020
Eine echte Lehrstunde musste der EVM am Freitagabend in Kempten über sich ergehen lassen. Bei der 3:13 (1:4, 1:5, 1:4)-Klatsche kamen zwei Dinge zusammen: Hoch motivierte, extrem spielstarke Gastgeber und eine Moosburger Mannschaft, die 60 Minuten lang nie ins Spiel fand.
Die Spannung hielt keine sieben Minuten: Auf die frühe Führung der Hausherren nach 64 Sekunden konnte Miloslav Horava keine Minute später zwar noch antworten, eine folgende 5:3-Überzahl nutzten die Kemptener allerdings ebenso wie einen Stellungsfehler in der EVM-Abwehr (4./7.). Damit war nicht nur der Arbeitstag von Moosburgs Keeper Carlo Schwarz beendet (für ihn kam Hannes Probst), sondern auch irgendwie schon die Luft raus. "Wir haben uns die ganze Woche auf die Moosburger vorbereitet und dann genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", zeigte sich Sharks-Coach Carsten Gosdeck bei der Pressekonferenz zufrieden. EVM-Trainer Bernie Englbrecht erkannte den Sieg "auch in dieser Höhe" an und war speziell über die vielen "Giveaways", die man der ESC-Offensive angeboten hatte, alles andere als erfreut.
Obwohl sich die Gäste, bei denen neben dem werdenden Vater Tobias Hanöffner (der wiedergenesene Max Retzer rückte für ihn nach) auch Stammgoalie Linus Messerer fehlte, für das zweite Drittel noch einiges vorgenommen hatten, brachten sie auch da schon frühzeitig ihre Abwehr-Patzer in die Bredouille. Die routinierten Angreifer der Allgäuer ließen sich nicht lange bitten - und nach 14 Minuten war Probsts gegentorlose Phase beendet. Schlimmer noch: Kempten erhöhte das Resultat in schöner Regelmäßigkeit bis zur 34. Minute auf 9:1. Für die Dreirosenstädter ging es längst nur noch um Schadensbegrenzung.
Ende des zweiten und anfangs des letzten Durchgangs hatten die Englbrecht-Schützlinge dann ihre stärkste Phase. Zumindest ansatzweise war erkennbar, dass die Gastgeber in der Defensive durchaus verwundbar sind. Vincenz Maier (37.) und nach dem Wechsel Peter Abstreiter (44.) sorgten für Entlastung und Ergebniskosmetik. Doch mehr war nicht drin. Kurz darauf zeichnete Kemptens bester Mann, Markus Vaitl (vier Tore, vier Vorlagen) für die Zweistelligkeit verantwortlich. Aber auch in den Schlussminuten ließen die Sharks nicht locker, wollten die beiden jüngsten knappen Niederlagen vergessen machen, und schenkten Probst noch drei weitere Tore ein. Um 21.43 Uhr war die Lehrstunde dann beendet.

Tore: 1:0 (1:04) Vaitl (Newhook, Meier), 1:1 (1:58) Horava (Abstreiter, Krämmer), 2:1 (2:42) Newhook (Meier, Vaitl), 3:1 (4:30) Rukajärvi (Vaitl, Oppenberger), 4:1 (7:19) Jun (Maaßen, Ziegler), 5:1 (21:21) Vaitl (Newhook, Millers), 6:1 (24:55) Stalla (Millers, Oppenberger), 7:1 (27:04) Maaßen (Jun, Ziegler), 8:1 (31:31) Scheffer (Vaitl, Newhook), 9:1 (33:50) Jun, 9:2 (36:33) Maier (Indra, Abstreiter), 9:3 (43:53) Abstreiter (Indra, Horava), 10:3 (44:35) Vaitl (Newhook, Scheffer), 11:3 (56:15) Maaßen (Vaitl, Newhook), 12:3 (56:24) Millers, 13:3 (58:43) Vaitl (Maaßen, Jun). Strafminuten: 6/8. Zuschauer: 643.
Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 7:19); Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Seidlmayer; Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter, Groß. 

EVM trifft auf Spitzenteams aus dem Westen

Donnerstag, 23. Januar 2020
Um den vierten Platz und damit die Playoff-Teilnahme mitspielen – so lautete die (inoffizielle) Zielsetzung in der sportlichen Leitung des EV Moosburg zu Beginn der Aufstiegsrunde. Nachdem inzwischen vier Spieltage absolviert sind und die Grün-Gelben mit drei Siegen auf Platz zwei rangieren, stellt sich vor den kommenden Aufgaben schon die Frage: Geht da vielleicht noch mehr? Die unmittelbar bevorstehenden Aufeinandertreffen mit den drei Spitzenteams der Gruppe 2 dürften eine Antwort darauf geben.
„Spätestens am nächsten Freitag, nach dem Heimspiel gegen Ulm, sollten wir wissen, wo wir wirklich stehen“, schätzt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Dann ist „Halbzeit“ in der Runde und man kennt jeden der sieben Widersacher. Das kommende Wochenende ist allerdings noch mit einigen Fragezeichen verbunden: Am Freitag reist der EVM ins Allgäu zu den Kemptener Sharks (19.30 Uhr; Busabfahrt 15.30 Uhr) und am Sonntag gibt dann der ESV Buchloe in der Clariant-Arena (17.15 Uhr) seine Visitenkarte ab.
Der aufgrund seines prominent besetzten Kaders mit viel Vorschusslorbeeren bedachte ESC Kempten ist dank zweier Siege mit bester Laune in die Aufstiegsrunde gestartet. Von der blieb nach dem zweiten Wochenende allerdings nicht mehr viel übrig. Was einerseits daran lag, dass die Sharks bei den Derbys in Ulm (5:6) und auf heimischem Eis gegen Buchloe (3:4) zwei knappe Niederlagen einstecken mussten. Andererseits machte der Verein mit der Verpflichtung des Letten Kristaps Millers ein Fass auf, das wohl besser zugeblieben wäre. Da mit dem finnischen Verteidiger Roni Rukajärvi und den schwedischen Goalgetter Adrian Kastel-Dahl bereits zwei Kontingentspieler im Kader standen, trat der ESC in den beiden jüngsten Spielen mit drei Ausländern an und schloss sich damit Landesligisten wie Haßfurt oder Waldkirchen an, die sich der ursprünglich vom BEV vorgeschlagenen und den meisten Clubs unterstützten Beschränkung auf zwei Kontingentspieler widersetzen. Das brachte nicht nur keine Punkte, sondern sorgte auch für Proteste bei den eigenen Fans. Da sich Kastel-Dahl inzwischen verabschiedet hat, ist aber davon auszugehen, dass die Truppe der Allgäuer, in der sich auch Namen von Ex-Profis wie Daniel Jun, Michel Maaßen, Ron Newhook oder Markus Vaitl finden, gegen den EVM maximal zwei Ausländer umfasst.
Die Buchloer, ein alter Bekannter aus Bayernliga-Zeiten, halten sich von Beginn an an die Spielregeln – und fahren damit auch ganz gut. Als einzige Mannschaft der Aufstiegsrunde konnten sie alle vier Spiele gewinnen und stehen so völlig zurecht an der Tabellenspitze. In ihrem Kader finden sich einige Bayernliga-erfahrene Akteure – das Ziel sollte also klar sein. Zuletzt holten die Pirates noch den Tschechen Michal Petrak, der in der vergangenen Oberliga-Saison auf stolze 53 Punkte für Höchstadt kam. Wie stark Buchloe derzeit einzuschätzen ist, zeigt nicht nur der deutliche 6:2-Auftaktsieg in Amberg, sondern auch das jüngste 10:3-Schützenfest über Gruppe-1-Spitzenreiter ESC Haßfurt.
„Da kommt was auf uns zu“, weiß Amann. „Aber den Aufstiegsdruck haben die anderen.“ Trotzdem wolle man natürlich weiter den einen oder anderen Favoriten ärgern – um so auf einem der ersten vier Plätze zu bleiben. 

Erste Aufstiegsrunden-Pleite: EVM verzweifelt am Amberger Keeper

Montag, 20. Januar 2020
Die Amberger Eishalle bleibt für den EVM eine uneinnehmbare Festung: Beim 1:3 (0:3, 0:0, 1:0) mussten die Moosburger dort am Sonntag die ersten Aufstiegsrunden-Punkte abgeben. ERSC-Keeper Oliver Engmann war der beste Mann auf dem Eis.
„Beim nächsten Mal spiel’ ma gleich ein ganzes Drittel ohne Torwart“, flüchtete sich Moosburgs Trainer Bernie Englbrecht nach der Partie in Galgenhumor. Bereits in der 55. Minute hatte er Schlussmann Carlo Schwarz durch einen sechsten Feldspieler ersetzt, um das Unmögliche vielleicht doch noch möglich zu machen. 0:3 lagen die Dreirosenstädter da in dieser hochklassigen, ausgeglichenen und fairen Begegnung zurück. 64 Sekunden vor der Sirene schaffte es der EVM dann tatsächlich noch, Ambergs „Hexer“ Engmann zu überwinden. Stefan Groß’ 1:3 kam jedoch zu spät. Da war es für Englbrecht nur ein schwacher Trost, dass seine Mannen ihren Kasten fünf Minuten lang ohne Keeper sauber gehalten hatten.
Das Problem der Gäste war aber nicht das letzte, sondern das erste Drittel. Obwohl die Grün-Gelben gut aus den Startlöchern gekommen waren und sich in der Anfangsphase tolle Chancen erspielten, waren es die Hausherren, die nach drei Minuten erstmals jubeln durften. Als Jakob Killermann wiederum drei Minuten später unglücklich von einem Schuss getroffen worden war und der EVM kurzzeitig in Unterzahl agieren musste, schlug es erneut hinter Linus Messerer ein. Die Moosburger gaben danach zwar weiter Gas, für den in dieser Phase sicherlich nicht ganz unwichtigen Anschlusstreffer reichte es allerdings nicht. Schlimmer noch: Trotz überstandenem Powerplay konnte man sich in der 19. Minute mal wieder nicht befreien und kassierte zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt das 0:3. Englbrecht brachte noch vor der Pause Carlo Schwarz für Messerer.
In der Folge wogte die Partie hin und her. Torszenen gab es auf beiden Seiten reichlich. Kein Zweifel: Was die mehr als 500 Zuschauer da geboten bekamen, lag deutlich über dem üblichen Landesliga-Niveau. Im Schlussdrittel nahm die Dominanz der Gäste immer mehr zu – aber parallel packte auch Ambergs Keeper immer stärkere Paraden aus. „Oli war überragend“, sagte ERSC-Coach Dan Heilman bei der Pressekonferenz. Dass er in der vorletzten Minute dann doch ein Tor kassierte, war nur noch Ergebniskosmetik – und der EVM muss weiter auf Auswärtspunkte in Amberg warten.

Tore: 1:0 (3:01) Köbele (Vlach), 2:0 (5:58) Vlach (Köbele, Schmitt), 3:0 (18:41) Brabec (Keil), 3:1 (58:56) Groß (Krämmer, Steiger). Strafminuten: 6/6. Zuschauer: 519.
Aufstellung: Messerer, Schwarz (ab 18:41); Seidlmayer, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner; Stuckenberger, Indra, Hanöffner, Groß, Asen, Killermann, Abstreiter, Horava, Möhle. 

8:1 gegen Bad Aibling - dieses war der dritte Streich

Samstag, 18. Januar 2020
Auch das Überraschungsteam aus Bad Aibling konnte den EVM nicht aufhalten. Der deutliche 8:1 (2:0, 3:1, 3:0)-Heimerfolg war der dritte grün-gelbe Dreier im dritten Aufstiegsrundenspiel. Damit kletterten die Dreirosenstädter auf den zweiten Tabellenplatz.
Angesichts der beiden knappen Aufeinandertreffen in der Vorsaison hatte der eine oder andere Moosburger Eishockey-Fan einen ziemlichen zähen Abend befürchtet. Doch die Gäste, die auf einige Leistungsträger in der Offensive verzichten mussten, gaben lediglich bis zur Anfangsphase des zweiten Abschnitts, als sie 13 Sekunden nach Wiederbeginn und im direkten Anschluss an ein verpasstes Powerplay auf 1:2 verkürzten, einen ebenbürtigen Gegner ab. "Um hier etwas holen zu können, hätten wir mehr laufen und kämpfen müssen. Aber wir waren viel zu weit vom Gegner weg", bemängelte EHC-Coach Manfred Sasjadvolk nach der Partie, während sein Gegenüber Bernie Englbrecht sichtlich zufrieden mit dem "souveränen Sieg" war.
Bereits im ersten Drittel verfügten die Hausherren zwar über eine optische Überlegenheit, die Aibdogs waren mit ihren schnellen Kontern aber mindestens genau so torgefährlich. Englbrecht: "Das hätte auch anders laufen können, wenn Bad Aibling seine guten Chancen genutzt hätte." Doch beide Keeper konnten ihre Kästen sauberhalten - bis in der 13. Minute ein Distanzschuss von EVM-Verteidiger Markus Gröger zum 1:0 im Netz zappelte. Vier Minuten später schlug dann erstmals Topscorer Miloslav Horava zu. Für die Gastgeber lief zumindest vom Ergebnis her alles nach Plan.
Nach besagtem Anschluss der Aiblinger schaltete der EVM einen Gang nach oben und dominierte das Geschehen auf dem Eis nun fast nach Belieben: Peter Abstreiter (27.), Kevin Steiger in Überzahl (29.) und Stefan Groß (35.) schraubten die Führung auf 5:1. Von den Gästen kam derweil immer weniger Gegenwehr.
So ging es auch im Schlussabschnitt weiter. Nach dreieinhalb Minuten düpierte die aktuelle Moosburger Paradereihe Indra-Horava-Abstreiter die EHC-Defensive und machte das halbe Dutzend voll. Nachdem sich Stefan Groß als "Doppelpacker" bezeichnen durfte (45.), kam der große Auftritt von EVM-Eigengewächs Alex Asen: Von Daniel Loidl und Basti Krämmer bedient, stürmte er fast über die gesamte Eisfläche und krönte sein Solo mit dem Treffer zum 8:1 (54.).

Tore: 1:0 (12:31) Gröger (Möhle), 2:0 (16:35) Horava (Abstreiter), 2:1 (20:13) Schulz (Lukats), 3:1 (26:24) Abstreiter (Indra, Horava), 4:1 (28:37) Steiger (Horava, Indra), 5:1 (34:30) Groß (Möhle, Loidl), 6:1 (43:23) Indra (Horava, Abstreiter), 7:1 (44:52) Groß (Maier), 8:1 (53:42) Asen (Krämmer, Loidl). Strafminuten: 6/4. Zuschauer: 128.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Maier, Eigner, Seidlmayer, Krämmer, Steiger; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Loidl, Abstreiter, Groß. 

Kann der EVM gegen Bad Aibling und Amberg seinen Lauf fortsetzen?

Donnerstag, 16. Januar 2020
Mit der maximalen Ausbeute von sechs Punkten aus den beiden Auftaktspielen der Aufstiegsrunde geht der EV Moosburg ins zweite Wochenende. Im Freitags-Heimspiel gegen Bad Aibling (19.30 Uhr, Clariant-Arena) und am Sonntag beim ERSC Amberg (18.30 Uhr; Busabfahrt 14.30 Uhr) wollen die Englbrecht-Schützlinge ihren Lauf fortsetzen.
Doch es ist Vorsicht geboten, besonders im Aufeinandertreffen mit den „Aibdogs“. Der Überraschungsqualifikant gilt als der große Außenseiter in dieser Gruppe. „Aber Underdogs existieren für mich sowieso nicht“, entgegnet Moosburgs Trainer Bernie Englbrecht. „In dieser Runde gibt es keinen Grund, jemanden zu unterschätzen.“ Zumal er sich noch gut an die beiden Aufeinandertreffen mit dem EHC im Vorjahr erinnert. Reichte es da in Bad Aibling noch für einen mühsamen 4:2-Sieg, setzte es zuhause eine 3:4-Pleite. Bis dato hat der Vorrunden-Vierte zwar noch keinen Zähler auf dem Konto, war beim 1:3 in Buchloe aber nicht weit davon entfernt.
Schon ganz heiß ist Englbrecht auf das Gastspiel in Amberg. Nachdem seine Mannschaft für den Auftritt dort in der Vorrunde zwar Lob von allen Seiten erhalten hatte, nach dem 4:6 aber erneut ohne Zählbares nach Hause fuhr, fordert der EVM-Trainer, „jetzt endlich mal dort zu punkten“. Schließlich war die Amberger Eishalle auch in den Spielzeiten davor nie ein gutes Pflaster für die Grün-Gelben.
Die „Wild Lions“ haben zum Auftakt der Aufstiegsrunde gleich für zwei Überraschungen gesorgt: Nach dem unerwartet deutlichen 2:6 zuhause gegen Buchloe fügten sie Gruppe-2-Primus Ulm beim 5:2 die erste Heimniederlage der Saison zu. Klar, dass sie jetzt auch vor heimischer Kulisse die ersten Zähler einfahren wollen.
Abzuwarten bleibt, mit welcher Aufstellung Bernie Englbrecht diese beiden Herausforderungen in Angriff nehmen kann. Insbesondere in der Offensive gibt es noch Fragezeichen: Jakob Killermann – nach einer Spieldauer-Disziplinarstrafe im Isar-Derby gegen Dingolfing gesperrt – steht definitiv wieder im Kader. Der Einsatz von Angreifer Daniel Möhle ist dagegen noch fraglich. Immerhin haben sich Befürchtungen aber nicht bestätigt, dass der Schuss auf den Schlittschuh, den er am Freitag in Haßfurt hatte hinnehmen müssen, eine schwerere Verletzung zur Folge hat. Schon wieder locker mittrainieren konnte in dieser Woche Stürmerkollege Max Retzer, dessen lädierte Schulter bereits gute Fortschritte macht. 

Miloslav Horava EVM-Topscorer der Vorrunde

Dienstag, 14. Januar 2020
Mit 26 Toren und 28 Vorlagen hat sich der Tscheche Miloslav Horava Rang eins in der EVM-internen Scorerliste nach der Vorrunde gesichert. Hinter ihm folgen zwei weitere Stürmer: Peter Abstreiter (40 Punkte) und Daniel Möhle (27). Hier alle Moosburger Eishackler auf einen Blick:

1. Miloslav Horava 54 Punkte (26 Tore, 28 Assists)
2. Peter Abstreiter 40 (19, 21)
3. Daniel Möhle 27 (13, 14)
4. Nolan Regan 23 (10, 13)
5. Tobias Hanöffner 22 (4, 18)
6. Bastian Krämmer 13 (2, 11)
7. Kevin Steiger 11 (3, 8)
8. Stefan Groß 10 (6, 4)
9. Vincenz Maier 10 (4, 6)
10. Alexander Asen 9 (6, 3)
11. Jakob Killermann 9 (3, 6)
12. Lars Eigner 8 (2, 6)
13. Max Retzer 6 (2, 4)
13. Christian Seidlmayer 6 (2, 4)
15. Markus Gröger 4 (1, 3)
16. Tobias Stuckenberger 3 (2, 1)
17. Armin Rotzinger 2 (0, 2) 

5:3 gegen Dingolfing - zweiter Sieg im zweiten Aufstiegsrundenspiel

Montag, 13. Januar 2020
Der Angstgegner ist keiner mehr: Nach den beiden Vorrundenpleiten gelang dem EV Moosburg im ersten Aufstiegsrunden-Heimspiel gegen die Dingolfinger Isar-Rats mit 5:3 (3:1, 2:1, 0:1) endlich der erste Sieg. Damit holten die Dreirosenstädter am Auftaktwochenende das Maximum von sechs Punkten.
Diejenigen der rund 320 Zuschauer in der Clariant-Arena, die erst nach der 25. Minute gekommen waren, hatten die Offensiv-Highlights der Gastgeber allesamt schon verpasst. Denn der EVM legte eine bärenstarke Anfangsphase hin, überrumpelte die Niederbayern regelrecht. Nur eine Minute nach der frühen Führung durch Vincenz Maier (5.) schnappte sich Miloslav Horava in Unterzahl die Scheibe und bediente Neuzugang Marek Indra, der auf 2:0 erhöhte. Und auch das dritte Moosburger Tor fiel mit einem Mann weniger auf dem Eis: Erneut durchkreuzte Horava die Offensiv-Pläne der Ratten, passte zu Peter Abstreiter – 3:0.
Doch jetzt häuften sich die Undiszipliniertheiten bei den Grün-Gelben, die diesmal neben dem gesperrten Jakob Killermann auch den angeschlagenen Daniel Möhle ersetzen mussten (Daniel Loidl und Pascal Eder von der U 20 halfen aus). Das folgende 5:3-Powerplay ließen sich die BMW-Städter nicht entgehen und kamen zu ihrem ersten Treffer (17.).
Aber auch im zweiten Abschnitt erwies sich die Englbrecht-Truppe als Schnell-starter. Besonders ein Mann stand nun im Mittelpunkt: Peter Abstreiter. In der 22. und 26. Minute komplettierte der Goalgetter seinen Hattrick. 5:1 – die Vorentscheidung? Noch lange nicht. Denn auch die Gäste hatten einen „Abstreiter“ im Kader: den Tschechen David Bilek. Während von den äußerst kleinlich pfeifenden Referees in einer eigentlich ziemlich fairen Partie nun in schöner Regelmäßigkeit Spieler in die Kühlbox geschickt wurden – am Ende kamen so 44 Moosburger (inklusive zwei „Zehner“) und 12 Dingolfinger Strafminuten zusammen –, nutzte Bilek eine sich ergebende Überzahl für die Isar-Rats zum 2:5 – sein zweiter Treffer.
Mit Tor Nummer drei eröffnete der EVD-Angreifer den Schlussabschnitt. Jetzt wurde es noch mal richtig spannend. Den Moosburgern ging nicht zuletzt aufgrund der vielen Unterzahl-Situationen langsam die Kraft aus, aber auch die Gäste-Spieler wirkten nicht mehr allzu frisch. In den letzten fünf Minuten konnten sie sich zwar richtig im EVM-Drittel einnisten, die wacker dagegenhaltenden Hausherren und ihr nun über sich hinauswachsende Schlussmann Linus Messerer verhinderten jedoch einen weiteren Dingolfinger Treffer. Der Angstgegner war endlich besiegt.

Tore: 1:0 (4:30) Maier (Abstreiter, Indra), 2:0 (5:38) Indra (Horava), 3:0 (14:46) Abstreiter (Horava), 3:1 (16:27) Bilek (Michel, Kößl), 4:1 (21:16) Abstreiter (Krämmer, Hanöffner), 5:1 (25:11) Abstreiter (Indra, Horava), 5:2 (31:35) Bilek (Kößl, Ferstl), 5:3 (40:43) Bilek (Michel). Strafminuten: EVM 24 + 10 (Steiger) + 10 (Indra); EVD 12. Zuschauer: 321.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger; Groß, Asen, Seidlmayer, Indra, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Loidl, Hanöffner, Eder. 

EVM sorgt mit Auftaktsieg in Haßfurt für Paukenschlag

Sonntag, 12. Januar 2020
Mindestens zehn Tore, irrwitzige Spielverläufe und Fans am Rande des Nervenzusammenbruchs. Wenn der EVM in Haßfurt gastiert, war das in den vergangenen Jahren selten was für schwache Nerven. Genau so sollte auch der Aufstiegsrunden-Auftakt am Freitag verlaufen, den die Moosburger nach einer dramatischen Schlussphase mit 7:5 (1:1, 3:3, 3:1) gewannen. Für die Hausherren war es die erste Heimniederlage der Saison.
"Ein wildes Spiel" hatte EVM-Coach Bernie Englbrecht gesehen, "ein vogelwildes" sogar sein Hassfurter Pendant Volker Hartmann. Beide bezogen sich damit in erster Linie auf die letzten vier Minuten, in denen die Gastgeber kurzzeitig alle Trümpfe in der Hand hatten - aber nichts draus machten. Moosburg führte bis dahin mit 5:4 und sah fast wie der sichere Sieger aus, weil die Unterfranken viereinhalb Minuten vor der Schlusssirene eine Zwei-Minuten-Strafe kassierten. Doch in Unterzahl kam Hassfurt per Konter zum vielumjubelten Ausgleich. Und nicht nur das: Kurz darauf musste ein Gäste-Spieler in die Kühlbox - die Chance, für den ESC, das Match zu seinen Gunsten zu entscheiden.
Aber die nutzten die Hawks nicht, packten in der Folge die Brechstange aus, um ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht zu werden. Hartmann: "Da wollten wir dann vielleicht zu viel und hätten lieber die Overtime und den sicheren Punkt nehmen sollen". Mitten in die Offensivbemühungen des ESC platzten 30 Sekunden vor Schluss die Gäste mit einem Konter - und Daniel Möhle vollendete zum 6:5. Nachdem die Hausherren auch noch das vorletzte Bully im Moosburger Drittel verloren und ihren Goalie aus dem Tor genommen hatten, gab ihnen EVM-Neuzugang Marek Indra mit einem Schuss ins leere Tor den Rest.
Überhaupt hatte Indra ein mehr als ordentliches Debüt hingelegt, den EVM Anfang des zweiten Drittels mit 3:2 in Führung geschossen. Eine Phase, in der Moosburg einige gute Chancen hatte, in der Folge außer Miloslav Horavas Tor zum 4:2 (35.) aber nicht mehr heraussprang. "Da hätten wir für eine Vorentscheidung sorgen können, vielleicht sogar müssen", resümierte Co-Trainer Hans Eder. So allerdings konnten die Hawks noch einmal ausgleichen. Die Grundlage für besagte dramatische Schlussminuten - mit dem Happy-End für Grün-Gelb.

Tore: 1:0 (1:33) Babkovic (Franek), 1:1 (7:19) Abstreiter (Horava), 1:2 (20:43) Horava (Eigner, Indra), 2:2 (22:18) Breyer (Babkovic, Masel), 2:3 (24:28) Indra (Hanöffner, Eigner), 2:4 (34:31) Horava (Abstreiter, Maier), 3:4 (34:45) Babkovic (Franek), 4:4 (38:15) Hornak (Trübenekr, Breyer), 4:5 (45:00) Groß (Hanöffner), 5:5 (55:59) Trübenekr (Babkovic, Hora), 5:6 (59:34) Möhle (Hanöffner, Groß), 5:7 (59:56) Indra (Horava). Strafminuten: ESC 6+10; EVM 10+5+Spieldauer Killermann. Zuschauer: 488.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Seidlmayer; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Horava, Abstreiter, Indra, Stuckenberger, Groß. 

EVM startet mit Marek Indra in die Aufstiegsrunde

Donnerstag, 9. Januar 2020
Auch wenn vier Teams aus der Landesliga-Gruppe 2 dazugekommen sind, eröffnet der EVM die Aufstiegsrunde zur Bayernliga mit Partien gegen zwei alte Bekannte: Am Freitag sind die Grün-Gelben beim ESC Haßfurt zu Gast (19.30 Uhr; Busabfahrt 15 Uhr), am Sonntag empfängt man die Dingolfinger Isar-Rats in der Clariant-Arena (17.15 Uhr).
Um für die neuen Aufgaben gewappnet zu sein, hat die sportliche Leitung der Moosburger gehandelt - und zwar auf der Ausländerposition: Der Kanadier Nolan Regan wird den EVM verlassen, dafür wechselt der Tscheche Marek Indra (30) an die Isar. "Man hat schon im Training gesehen, dass er was drauf hat. Jetzt hoffen wir natürlich, dass er auch in den Spielen eine Verstärkung ist", sagt Coach Bernie Englbrecht über den Außenstürmer, der zuletzt für den Liga-Konkurrenten TSV Trostberg auflief. Dort bedauert man den Abgang, weil Indra "ein begnadeter Eishockeyspieler" (Chiefs-Abteilungsleiter Johannes Käsmaier) sei. Allerdings habe ihm etwas die Effektivität gefehlt. Der Tscheche hat bereits viel von Europa gesehen, war nach seiner Ausbildung bei Slavia Prag und in diversen Jugend-Nationalmannschaften unter anderem in der zweiten und dritten Liga Tschechiens, der Schweizer Nationalliga B, der ersten polnische Liga und der zweiten britischen Division aktiv.
Nachdem Nolan Regan in der Vorsaison noch Topscorer der Moosburger war, ist er heuer noch nicht so richtig in Fahrt gekommen. Wie zu hören war, ist er allerdings bereits bei einem anderen Landesligisten im Gespräch. Zurück zu Indra: Wurden seitens des Vereins alle Hausaufgaben in Sachen Verbandsunterlagen gemacht, wird er an diesem Wochenende erstmals für die Moosburger auflaufen.
Während der EVM am Sonntag im dritten Isar-Derby der laufenden Saison gegen Dingolfing bis auf den immer noch verletzten Max Retzer komplett sein dürfte, wird sich für das Gastspiel in Haßfurt beim einen oder anderen Spieler (aus beruflichen Gründen) erst kurzfristig entscheiden, ob er den Bus in Richtung Unterfranken schafft. Englbrecht erinnert jedoch daran, dass seine Jungs beim "Meister" der Gruppe 1 auch mit lediglich elf Feldspielern Mitte Dezember (4:7) ihre Chancen hatten. Das Heimspiel hatte der EVM mit 8:3 gewonnen. Gegen Dingolfing gingen die Moosburger in beiden Vorrundenpartien (5:6, 5:9) leer aus, weshalb sich der Coach in dem Prestigeduell eine entsprechende Antwort erhofft. "Wenn wir um den vierten Platz mitspielen wollen, sollten wir da schon punkten", weiß Englbrecht. 

Generalprobe für Aufstiegsrunde in Trostberg geglückt

Montag, 6. Januar 2020
Bei nahezu idealen Open-Air-Bedingungen und vor einer prächtigen Kulisse hat der EVM am Sonntag wenige Tage vor Beginn der Aufstiegsrunde auf die Erfolgsspur zurückgefunden: 9:3 (2:1, 2:0, 5:2) gewannen die Grün-Gelben nach einem überzeugenden Auftritt beim Schlusslicht TSV Trostberg.
Tabellarisch hat dieser Sieg allerdings keine Auswirkungen. Weil der EV Dingolfing parallel Waldkirchen knapp mit 5:4 geschlagen hat, bleiben die Englbrecht-Schützlinge auf Rang vier. Was bedeutet: Der EVM muss zum Auftakt der am kommenden Freitag startenden Aufstiegsrunde zum Gruppe-1-Primus ESC Haßfurt. Zwei Tage später besteht dann auf eigenem Eis die Chance, sich gegen den EV Dingolfing für die beiden Vorrunden-Pleiten zu revanchieren.
Beim Blick auf die Zuschauerränge konnte man kaum glauben, dass hier der abgeschlagene Tabellenletzte spielt. Rund 300 gut gelaunte Zuschauer unterstützten ihr Team auch dann noch, als die Moosburger im Schlussabschnitt längst davongezogen waren. Davor hielten die Chiefs gut mit, beantworteten die frühe Gäste-Führung durch Stefan Groß (3.) mit dem viel umjubelten 1:1 (8.). Doch Peter Abstreiter schoss sein Team noch im ersten Abschnitt wieder in Front (13.), und nach dem Seitenwechsel konnte sich der konzentriert agierende EVM sogar ein kleines Polster herausspielen: Dank eines Doppelschlags von Nolan Regan (22./24.) stand es bald 4:1.
Zum Auftakt der letzten 20 Minuten schöpften die Hausherren noch einmal Hoffnung: Doch der 2:4-Anschluss (42.) war nicht mehr als ein kurzes Aufbäumen. Die Dreirosenstädter hatten das Geschehen auf dem Eis voll und ganz unter Kontrolle – was sich auch bald in weiteren Moosburger Toren niederschlug: Kevin Steiger (48.), Jakob Killermann (54.), Groß und Tobias Hanöffner (beide 55.) sorgten mit den Treffern zum 8:2 für die Entscheidung. Nach einer kleinen Ergebniskorrektur der Trostberger Chiefs setzte Abstreiter in der Schlussminute mit Gäste-Tor Nummer neun auch den Schlusspunkt hinter dem letzten Vorrundenmatch.

Tore: 0:1 (2:48) Groß (Horava, Regan), 1:1 (8:24) Weberstetter, 1:2 (12:02) Abstreiter (Möhle), 1:3 (21:06) Regan (Groß, Horava), 1:4 (24:42) Regan (Horava), 2:4 (41:26) Schmidt (Jelinek), 2:5 (47:28) Steiger (Eigner, Abstreiter), 2:6 (53:08) Killermann (Eigner), 2:7 (54:01) Groß (Regan), 2:8 (54:30) Hanöffner, 3:8 (57:24) Schmidt (Kruck, Feldner), 3:9 (59:10) Abstreiter (Möhle). Strafminuten: 10/8. Zuschauer: 298.
Aufstellung: Probst, Messerer; Seidlmayer, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner; Stuckenberger, Regan, Hanöffner, Groß, Asen, Killermann, Abstreiter, Horava, Möhle. 

Der Aufstiegsrunden-Spielplan ist da!

Montag, 6. Januar 2020
Die Termine für die Aufstiegsrunde zur Bayernliga sind da. Und bereits das erste Wochenende (auswärts in Haßfurt und daheim gegen Dingolfing) hat es in sich:
Freitag, 10. Januar, 19.30 Uhr: ESC Haßfurt vs. EVM
Sonntag, 12. Januar, 17.15 Uhr: EVM vs. EV Dingolfing
Freitag, 17. Januar, 19.30 Uhr: EVM vs. EHC Bad Aibling
Sonntag, 19. Januar, 18.30 Uhr: ERSC Amberg vs. EVM
Freitag, 24. Januar, 19.30 Uhr: ESC Kempten vs. EVM
Sonntag, 26. Januar, 17.15 Uhr: EVM vs. ESV Buchloe
Freitag, 31. Januar, 19.30 Uhr: EVM vs. VfE Ulm/Neu-Ulm
Sonntag, 2. Februar: spielfrei
Freitag, 7. Februar, 20 Uhr: ESV Buchloe vs. EVM
Sonntag, 9. Februar, 17.15 Uhr: EVM vs. ESC Kempten
Freitag, 14. Februar, 19.30 Uhr: EVM vs. ERSC Amberg
Sonntag, 16. Februar, 18.45 Uhr: EHC Bad Aibling vs. EVM
Freitag, 21. Februar, 19.30 Uhr: EVM vs. ESC Haßfurt
Sonntag, 23. Februar, 18 Uhr: EV Dingolfing vs. EVM
Freitag, 28. Februar: spielfrei
Sonntag, 1. März, 18 Uhr: VfE Ulm/Neu-Ulm vs. EVM

Modus: Die Teams, die nach dieser Runde auf den Plätzen eins bis vier liegen, sind für die Playoffs qualifiziert. Im Modus Best-of-three trifft der Erste auf den Vierten und der Zweite auf den Dritten. Die jeweiligen Sieger dieser Runden haben den Aufstieg in die Bayernliga geschafft. 

Letztes Vorrundenspiel beim TSV Trostberg

Freitag, 3. Januar 2020
Noch in der Vorsaison lautete die Frage, als der EVM am letzten Spieltag der Hauptrunde nach Trostberg reiste: Klappt es mit der Aufstiegs- oder ruft die Abstiegsrunde? Diese stellt sich heuer nicht mehr, weil die Moosburger bereits fix für die Top vier qualifiziert sind. Entscheiden wird sich am Sonntag ab 17.30 Uhr (Busabfahrt 14.15 Uhr an der Clariant-Arena) im Freiluftstadion der Chiefs allerdings, ob die Grün-Gelben – ein Punkt Rückstand auf Dingolfing (zuhause gegen Waldkirchen) – noch den Sprung auf Platz drei schaffen.
Personell sind die Voraussetzungen nicht allzu rosig: Angreifer Max Retzer wird nach seiner Schulterverletzung, die er sich im Heimspiel gegen Selb zugezogen hat, noch bis Mitte Januar ausfallen und Verteidiger Armin Rotzinger gehört inzwischen nicht mehr zum Kader. Durch die Rückkehr von Stefan Groß stehen Englbrecht im Idealfall aber immerhin drei komplette Blöcke zur Verfügung – etwaige U 20-Spieler noch nicht eingerechnet.
Das Hinspiel gegen den TSV Trostberg war eine zähe Angelegenheit. Auch wenn sich das Ergebnis (6:2) klar anhört, haben die Moosburger bis ins Schlussdrittel gebraucht, um gegen den kämpferisch starken Tabellenletzten den Sack zuzumachen. Mit derartiger Gegenwehr darf auch diesmal gerechnet werden. 

5:9 - EVM geht bei den Isar-Rats baden

Montag, 30. Dezember 2019
Fünf ganz schwache Minuten zu Beginn des zweiten Drittels haben den EVM am Sonntag in Dingolfing auf die Verliererstraße gebracht: Vor der rekordverdächtigen Kulisse von 850 Zuschauern siegten die gastgebenden Isar-Rats am Ende klar mit 9:5 (1:1, 6:2, 2:2) – und verdrängten Moosburg vom dritten Platz.
Während die ersten (1:1) und die letzten 20 Minuten (2:2) des Isar-Derbys ziemlich ausgeglichen und unaufgeregt verliefen, verpatzten die Gäste, bei denen Kevin Steiger und Max Retzer verletzungsbedingt fehlten, die Anfangsphase des zweiten Drittels komplett: Ausgerechnet der Ex-Moosburger David Michel war es, der mit einem Doppelschlag in der 22. (per gehobenem Bauerntrick) und 23. Minute die Schlafmützigkeit der EVM-Defensive bestrafte. Doch die Grün-Gelben brachten weiterhin keinen Schlittschuh aufs Eis, kassierten noch in derselben Minute ihre erste Strafzeit – und das 1:4 (25.). Über ihr zweites Tor (ebenfalls 25.) durch Miloslav Horava konnten die Dreirosenstädter nur kurz jubeln, weil das tschechische EVD-Duo Michel/Bilek 60 Sekunden später den alten Abstand wieder herstellte.
Und es sollte noch dicker kommen: Da Moosburgs Goalie Linus Messerer in dieser Szene der Schläger kaputtgegangen war und er, um sich einen neuen zu holen, ohne die Schiris zu informieren, die Mittellinie überquert hatte, gab es für EVM-Coach Bernie Englbrecht nur eine Option, um eine Strafe zu verhindern: kurzzeitig den Keeper wechseln. Carlo Schwarz betrat unaufgewärmt das Eis – und kassierte wenige Sekunden später das 2:6 (27.).
Der EVM gab sich zwar in der Folge nicht auf, erspielte sich einige gute Chancen und kam durch Horava (30.), Nolan Regan (46.) und Christian Seidlmayer (59.) auch noch zu weiteren Treffern, auf weniger als drei Tore konnte man den Abstand zu den ebenso treffsicheren Isar-Rats aber nicht mehr verkürzen.
Dingolfing schob sich mit diesem Sieg an den Moosburgern vorbei wieder auf den dritten Rang. Da sie allerdings nur einen Punkt Vorsprung haben, wird sich erst am letzten Spieltag (Heiligdreikönig) entscheiden, wer als Tabellendritter und wer als Vierter in die Aufstiegsrunde einzieht.

Tore: 1:0 (8:22) Bilek (Michel), 1:1 (14:40) Möhle (Abstreiter, Seidlmayer), 2:1 (21:32) Michel (Bilek), 3:1 (22:38) Michel (Kößl, Bilek), 4:1 (24:06) Trew (Kößl), 4:2 (24:54) Horava (Groß), 5:2 (25:46) Bilek (Michel), 6:2 (26:19) Kößl (Simbeck), 6:3 (29:22) Horava (Krämmer), 7:3 (37:51) Michel (Bilek), 7:4 (45:34) Regan (Krämmer, Hanöffner), 8:4 (54:17) Michel (Bilek), 8:5 (58:06) Seidlmayer (Möhle, Horava), 9:5 (59:49) Bilek (Michel, Schneider). Strafminuten: 4/8. Zuschauer: 848.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Krämmer, Maier, Eigner, Seidlmayer; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Eder, Loidl, Abstreiter, Groß. 

4:3-Overtime-Sieg in Selb - Aufstiegsrunde komplett

Sonntag, 29. Dezember 2019
Zum Ende der Vorrunde legt der EVM noch einmal eine Siegesserie hin: Nach den drei erfolgreichen Heimspielen gewannen die Dreirosenstädter am Freitag auch bei der Selber 1b mit 4:3 (0:1, 1:1, 2:1, 1:0) – mussten dafür allerdings in die Verlängerung.
Für die Englbrecht-Truppe war das Gastspiel in der Porzellanstadt der erwartet harte Brocken. Von Beginn an – die im Vergleich zum Hinspiel in der Vorwoche deutlich besser aufgestellten Wölfe gingen in der 8. Minute in Führung – mussten die Moosburger einem Rückstand hinterherlaufen. Nachdem Miloslav Horava (33.) und Tobias Hanöffner (45.) jeweils ausgeglichen hatten, legten die Gastgeber wieder ein Tor drauf (36./51.). Auf Vincenz Maiers Treffer zum 3:3 (56.) fiel den Oberfranken allerdings nichts mehr ein – obwohl sie in der dramatischen Schlussphase eigentlich die besseren Karten hatten. Die mussten die Grün-Gelben nämlich ab zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit einem Mann weniger bestreiten: Als Kevin Steiger gerade seine Strafe abgesessen hatte, wurde Verteidigerkollege Bastian Krämmer in den Schlusssekunden in die Kühlbox geschickt. Was bedeutete: Auch die folgende Overtime bot der VER ein Powerplay.
Aber zum Glück hat der EV Moosburg da ja einen Spezialisten: Topscorer Miloslav Horava. Der klaute den Gastgebern bei ihren Überzahl-Bemühungen die Scheibe und verwertete den folgenden Alleingang nach 59 Sekunden Verlängerung eiskalt zum 4:3-Siegtreffer – sein 24. Saisontor.
Seit vergangenem Wochenende ist übrigens auch die am 10. Januar beginnende Aufstiegsrunde komplett. Als letztes Team hat sich dafür der EHC Bad Aibling qualifiziert. Die weiteren Gegner: VfE Ulm/Neu-Ulm, ESV Buchloe, ESC Kempten (alle Gruppe 2), ESC Haßfurt, ERSC Amberg und EV Dingolfing (alle Gruppe 1). Nach einer Einfach-Runde folgt der Playoff-Modus: Der Erste spielt gegen den Vierten und der Zweite gegen den Dritten. Die beiden Sieger sind für die Bayernliga qualifiziert und ermitteln auch noch den Landesliga-Meister.

Tore: 1:0 (7:45) Gimmel (Warkus, Bauer), 1:1 (32:08) Horava (Hanöffner, Abstreiter), 2:1 (35:51) Heinritz (Silbermann, Lück), 2:2 (45:14) Hanöffner (Groß, Maier), 3:2 (50:41) Klughardt (Warkus, Bauer), 3:3 (55:02) Maier (Regan, Groß), 3:4 (60:59) Horava (3-4). Strafminuten: 6/6. Zuschauer: 46.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Seidlmayer, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner; Stuckenberger, Regan, Loidl, Hanöffner, Groß, Asen, Abstreiter, Horava, Möhle, Eder. 

Noch drei Auswärtsspiele bis zur Aufstiegsrunde

Mittwoch, 25. Dezember 2019
Die Vorbereitung auf die Mitte Januar startende Aufstiegsrunde zur Bayernliga kann beginnen. Drei Vorrunden-Partien muss der EVM bis dahin noch absolvieren - allesamt auswärts. Da die Punkte nicht mitgenommen werden, spielt es zwar letztlich keine Rolle, wie viele Zähler das Abschlussprogramm noch einbringt, doch ein kleines Ziel könnten sich die Grün-Gelben doch setzen: Rang drei gegen den ebenfalls schon fix für die Playoffs qualifizierten EV Dingolfing verteidigen. Bei besagten Isar-Rats, die punktgleich mit Moosburg den vierten Platz einnehmen (aber das schlechtere Torverhältnis haben), treten die Englbrecht-Schützlinge am kommenden Sonntag an (18 Uhr). Eigentlich sollte schon die unglückliche 5:6-Heimpleite vom dritten Spieltag Motivation genug sein, die BMW-Städter in eigener Halle zu schlagen.
Bereits am Freitag kommt es zum Rückspiel bei den Selber Wölfen (20 Uhr), die man am vergangenen Sonntag dank eines starken Endspurts noch klar mit 8:2 besiegt hat. Deren Coach Stefan Wegmann kündigte jedoch bei der Pressekonferenz an: "Nächste Woche sollten wir wieder besser besetzt sein. Deshalb hoffe ich, dass es eine deutlich knappere Angelegenheit wird." Fans, die den EVM nach Oberfranken begleiten wollen, sind wie immer im Mannschaftsbus willkommen, der um 15.45 Uhr vor der Clariant-Arena abfährt. 

Nach 8:2-Sieg über Selb für die Aufstiegsrunde qualifiziert

Montag, 23. Dezember 2019
Viel besser hätte das Timing kaum sein können: Am letzten Spieltag vor Heiligabend und am Tag der Mannschafts-internen Weihnachtsfeier hat sich der EVM mit einem 8:2 (2:1, 1:1, 5:0)-Erfolg über die 1b der Selber Wölfe – und, weil die Konkurrenten Bayreuth und Pegnitz parallel verloren haben – vorzeitig für die Mitte Januar beginnende Aufstiegsrunde zur Bayernliga qualifiziert.
Dass es zur Zeit ohne Zittern nicht geht, haben ja schon die beiden vorangegangenen Heimspiele gegen Freising und Trostberg gezeigt. Diesmal ließen es die Gastgeber im zweiten Drittel ein wenig zu lässig angehen: Als Miloslav Horava einen Penalty zum 3:1 verwandelt hatte (30.), taten die Hausherren nur noch das Nötigste – wohl in der Absicht, Energie für die folgenden Feierlichkeiten zu sparen. Als man hinter dem eigenen Tor die Scheibe herschenkte und so den ziemlich überflüssigen 3:2-Anschlusstreffer ermöglichte, machte sich unter den zuletzt leidgeprüften Fans wieder Unbehagen breit. „Müssen wir gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller wirklich immer bis ins letzte Drittel zittern?“, fragte einer.
Wenigstens erlöste ihn und die anderen Zuschauer das Team bereits in den ersten Minuten dieses Abschnitts: Vierfach-Torschütze Horava (44./45./48.) und Doppelpacker Stefan Groß (45.) machten mit den verdutzten Selbern kurzen Prozess und sorgten für einen dann doch beruhigenden 7:2-Vorsprung. Tobias Hanöffner setzte fünf Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt.
Die Gäste, die diesmal einige Stammakteure an ihre erste Mannschaft hatten abgeben müssen, standen bereits ab der 12. Minute mit nur noch drei Verteidigern da, weil Johannes Schmid nach einem unglücklichen Check gegen Moosburgs Max Retzer (musste ebenfalls vom Eis) von den Schiris mit „Spieldauer“ zum Duschen geschickt worden war. So hielt auch ihre frühe 0:1-Führung (43. Sekunde) nicht allzu lang: Abstreiter (7.) und Groß bei 5:3-Überzahl (15.) besorgten die ersten zwei EVM-Tore. Es sollten bekanntlich noch ein paar folgen.
Für Moosburgs Kufenflitzer, die dank des Sechs-Punkte-Wochenendes Dingolfing überholt haben und jetzt Rang drei belegen, folgen zum Jahreswechsel noch drei weniger bedeutsame Auswärtsspiele, bevor dann in der Woche nach Heiligdreikönig die Termintagung für die Aufstiegsrunde über die Bühne geht. Bereits qualifiziert sind neben dem EVM aus der Gruppe 1 Haßfurt, Amberg und Dingolfing sowie aus Gruppe 2 Ulm, Buchloe und Kempten.

Tore: 0:1 (0:41) Wich (Tausend), 1:1 (6:52) Abstreiter (Möhle, Hanöffner), 2:1 (14:06) Groß (Gröger), 3:1 (29:14) Horava (Penalty), 3:2 (34:15) Wich (Pfänder), 4:2 (43:34) Horava (Abstreiter, Steiger), 5:2 (44:30) Groß (Möhle), 6:2 (44:59) Horava (Hanöffner, Abstreiter), 7:2 (47:19) Horava (Möhle, Abstreiter), 8:2 (54:25) Hanöffner (Krämmer). Strafminuten: EVM 8/VER 8+5+Spieldauer Schmid. Zuschauer: 116.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Seidlmayer, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger; Groß, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Hanöffner. 

6:2 gegen Trostberg - EVM sorgt erst im Schlussdrittel für Klarheit

Sonntag, 22. Dezember 2019
Am Ende war die Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten souverän erledigt und die Moosburger Kufencracks konnten sich entspannt der Christbaumversteigerung widmen. Der Weg zum 6:2 (1:0, 3:2, 2:0) über die Trostberg Chiefs war allerdings phasenweise hart und steinig. Erst im Schlussabschnitt konnte durchgeatmet werden.
Dabei gelang den Hausherren abermals ein guter Start: Der Kasten von TSV-Goalie Maximilian Kruck stand von Beginn an unter Beschuss, und nach zehn Minuten feierte Rückkehrer Stefan Groß, den Coach Bernie Englbrecht in die erste Sturmreihe zu Miloslav Horava und Peter Abstreiter gesteckt hatte, mit dem 1:0 einen Einstand nach Maß. Doch die robusten Gäste, ständig körperlich und kämpferisch präsent, ließen sich davon nicht beeindrucken. Sie erspielten sich in der Folge ebenfalls ein paar gute Möglichkeiten.
Als die Grün-Gelben kurz nach dem Pausentee ihre erste Strafe hinnehmen mussten, glich der TSV aus (22.). Doch dabei blieb es nicht: Die Chiefs, die in den vorangegangenen 16 Spielen erst drei Punkte geholt hatten, schalteten einen Gang nach oben. Ein abgefälschter Schuss von der blauen Linie schlug hinter EVM-Goalie Carlo Schwarz zum 1:2 ein.
Es dauerte, bis sich die Englbrecht-Truppe von dem unerwarteten Rückstand erholt hatte. Doch zur Mitte des Matches übernahmen die Gastgeber wieder die Regie: Zunächst besorgte Nolan Regan zum Ende einer 5:4-Überzahl den Ausgleich (32.), Basti Krämmer schoss seine Farben keine zwei Minuten später wieder in Führung, und als Regan beim Torabschluss regelwidrig gestört wurde, verwandelte er den folgenden Penalty zur 4:2-Führung (38.).
Auch wenn Trostberg weiterhin keinen Meter Eis herschenkte, hatten die Moosburger das Geschehen auf selbigem im Schlussdrittel weitestgehend im Griff: Bereits 35 Sekunden nach Wiederbeginn sorgte Daniel Möhle mit dem fünften EVM-Tor für eine kleine Vorentscheidung, der bestens aufgelegte Groß machte in Minute 50 den Deckel drauf: 6:2.
Einziger Aufreger in der Schlussphase war eine 2+2+10-Minuten-Strafe gegen Moosburgs Verteidiger Christian Seidlmayer, der mit dem Ex-Dorfener Stefan Weberstetter aneinandergeraten war. Ansonsten verliefen die letzten Minuten in der Clariant-Arena vorweihnachtlich-harmonisch.

Tore: 1:0 (9:51) Groß (Horava, Abstreiter), 1:1 (21:01) Grapentine (Weberstetter, Tobola), 1:2 (22:35) Tobola (Feldner, Roßmanith), 2:2 (31:28) Regan (Möhle, Horava), 3:2 (33:09) Krämmer (Horava), 4:2 (37:15) Regan (Penalty), 5:2 (40:35) Möhle (Abstreiter, Krämmer), 6:2 (49:52) Groß (Abstreiter, Gröger). Strafminuten: EVM 6 plus 10 Seidlmayer, TSV 10. Zuschauer: 129.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Seidlmayer, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger; Groß, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Hanöffner. 

EVM hat alle sechs Punkte im Visier - Rückkehrer Stefan Groß

Donnerstag, 19. Dezember 2019
Die große Möglichkeit, sich zu Weihnachten selbst zu beschenken, bietet sich dem EVM an diesem Wochenende: Mit zwei Heimsiegen gegen Schlusslicht Trostberg (Freitag, 19.30 Uhr) und den Tabellensiebten Selb 1b (Sonntag, 17.15 Uhr) könnten die Grün-Gelben den möglicherweise entscheidenden Schritt in Richtung Aufstiegsrunde zur Bayernliga machen. Dabei soll auch ein Rückkehrer helfen.
„Kein Zweifel: Für uns zählen an diesem Wochenende nur die sechs Punkte“, gibt Coach Bernie Englbrecht unmissverständlich die Marschrichtung vor. Angst davor, dass es Zitterpartien wie am vergangenen Sonntag gegen den Vorletzten Freising werden könnten, habe er nicht, „aber natürlich Respekt vor den Gegnern“. Trotzdem: „Wenn wir unser Spiel einigermaßen über einen längeren Zeitraum durchziehen, dann sollten wir unsere Ziele auch erreichen.“
Unterstützung erhält die Moosburger Offensive dabei von einem Rückkehrer: Angreifer Stefan Groß, nach Saisonende 2018/19 zum Bayernligisten Erding Gladiators gewechselt, stürmt ab sofort wieder im Trikot der Dreirosenstädter. Als „Kandidat für die zweite Reihe“ bezeichnet Englbrecht den 22-jährigen Straubinger. „In Erding hat er ja nicht so die Eiszeiten bekommen, wie er sich das vorgestellt hat. Deshalb muss ich jetzt mal schauen, wie er drauf ist.“ Er gehe aber davon aus, dass Groß frischen Wind in den Angriff bringt.
Ein frischer Wind scheint in dieser Saison auch beim einstigen Kellerkind Selb 1 b zu wehen. Die Oberfranken haben sich mit 20 Punkten aus 15 Spielen im Mittelfeld der Liga etabliert und sogar noch theoretische Chancen auf Platz vier. Zuletzt allerdings zeigte die Formkurve etwas nach unten: Gegen Amberg kassierte die Reserve der Oberliga-Wölfe zwei zweistellige Klatschen.
Erst drei Zähler auf dem Konto hat Freitagsgegner Trostberg. Die „Chiefs“ sind auch heuer nicht vom Glück verfolgt. Nachdem die Chiemgauer in Selb (3:4) und daheim gegen Dingolfing (5:6) knapp an Zählbarem dran waren, kamen sie sie zuletzt gegen Bayreuth (3:10) unter die Räder.
Zuschauer, die nach dem Heimspiel gegen Trostberg noch nichts vorhaben, sind ab 22 Uhr übrigens wieder zur traditionellen Christbaumversteigerung des EV Moosburg im Eisstüberl eingeladen. 

3:1-Arbeitssieg im Landkreis-Derby

Montag, 16. Dezember 2019

Ein großes Eishockey-Fest war das Landkreis-Derby am Sonntag in der Moosburger Clariant-Arena nicht gerade. Letztlich setzte sich der favorisierte Gastgeber mit einem 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)-Arbeitssieg gegen wacker kämpfende Freising Black Bears durch – und holte damit drei wichtige Zähler im Kampf um einen Platz in der Aufstiegsrunde.
Während Moosburgs Coach Bernie Englbrecht nach den freitäglichen Personalproblemen in Haßfurt wieder mit voller Kapelle antreten konnte, brauchte SEF-Trainer Markus Knallinger nach den jüngsten Abgängen und Ausfällen die Nachwuchsspieler Sami Hamza und Severin Stippl, um zumindest knapp drei Blöcke zusammenzubringen. „Personell ist das gerade wirklich nicht leicht“, sagte er bei der Pressekonferenz. „Deshalb haben die Jungs ihren Job heute wirklich gut gemacht.“
Bis zwei Minuten vor der Schlusssirene waren die Gäste einer Overtime schließlich ziemlich nahe – so nahe, dass die EVM-Fans erst durchatmen konnten, als dem zweifachen Torschützen Daniel Möhle bei doppelter Überzahl das 3:1 (59.) gelang. „Wenn man vorher mit seinen Chancen so fahrlässig umgeht, muss man sich nicht wundern, wenn es dann am Ende noch eng wird“, bilanzierte Englbrecht.
Dabei war den Dreirosenstädtern ein echter Traumstart gelungen: Lars Eigner hatte Daniel Möhle nach eineinhalb Minuten auf die Reise geschickt, und der ließ Black-Bears-Goalie Manuel Hanisch im Eins-gegen-eins keine Chance. Aber das schien den Hausherren erst einmal zu genügen: Nach fünf schwungvollen Minuten ließ man auch die Freisinger am Spiel teilhaben. Die freuten sich besonders über die diversen Strafzeiten, die die Moosburger in der Folge kassierten – wieder mal bevorzugt nach Fouls im gegnerischen Drittel. Den dritten Powerplay-Versuch in der letzten der ersten 20 Minuten verwertete dann Manuel Kühnl zum gar nicht mal so unverdienten Ausgleich.
Viel Kampf (Freising) und Krampf (Moosburg) dominierte den zweiten Abschnitt, in den die Gastgeber abermals gut starteten. Miloslav Horava, nach seinen Magenprobleme wieder halbwegs fit, verlud erfolgreich den SEF-Keeper – 2:1 (24.). Doch erneut gelang es dem EVM nicht, mehr aus der Führung zu machen. Dreimal in Folge parierte Hanisch kurz darauf gegen Moosburgs Offensive, dann waren wieder die Black Bears am Drücker.
In der Folge verflachte die Partie – harte Kost für die gut 200 Besucher. Stellungs- wechselten sich mit Abspielfehlern ab, von Spielfluss konnte kaum noch die Rede sein. Während der EVM immer wieder vergeblich versuchte, gewisse Situationen spielerisch zu lösen, beließen es die Gäste bei Kampf, Einsatz und einfachem Hockey. Ihre Hoffnung auf einen Lucky Punch in der Schlussphase sollte sich aber nicht erfüllen – zumal sie zwei ihrer drei Strafzeiten ausgerechnet in der 56. und 57. Minute hinnehmen mussten. Der Rest ist bekannt: Möhle und der EVM sagten Danke, das Derby war entschieden.

Tore: 1:0 (1:29) Möhle (Eigner), 1:1 (19:01) Kühnl (Mitternacht), 2:1 (24:00) Horava (Maier, Hanöffner), 3:1 (58:13) Möhle (Abstreiter, Krämmer). Strafminuten: 10/6. Zuschauer: 212.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger; Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Hanöffner, Loidl. 

4:7 - Elf Moosburgern geht in Haßfurt die Kraft aus

Sonntag, 15. Dezember 2019
Obwohl personell stark gehandicapt, lieferte der EV Moosburg am Freitagabend Spitzenreiter Haßfurt einen heißen Fight. Im zweiten Drittel lagen die Gäste sogar 4:2 vorn, mussten sich letztlich – auch, weil die Kraft ausging – den Hawks jedoch mit 7:4 (1:2, 3:2, 3:0) geschlagen geben.
Miloslav Horava, Markus Gröger, Armin Rotzinger, Jakob Killermann, Max Retzer und Tobias Stuckenberger – das waren nicht etwa die erfolgreichsten Moosburger Punktesammler der Partie, sondern die Spieler, auf die Coach Bernie Englbrecht mehr oder weniger kurzfristig (meist aus beruflichen Gründen) verzichten musste. Um zumindest elf Feldspieler zusammenzubringen, nahm er U 20-Stürmer Daniel Loidl mit nach Unterfranken.
Aber die Grün-Gelben schienen sich über diese personellen Schwierigkeiten auf dem Eis keine Gedanken zu machen: Bereits nach 38 Sekunden netzte Alexander Asen, der Topscorer Miloslav Horava in Reihe eins vertrat, zum 0:1 ein. Haßfurt tat sich schwer, ins Spiel zu kommen, konnte nach 17 Minuten aber ausgleichen – was wiederum Nolan Regan wenig interessierte: 1:2 (20.).
Wer nach dem abermaligen Ausgleichstreffer des Tabellenführers in der 27. Minute dachte, nun würden die tapferen elf Moosburg überrannt, war völlig auf dem falschen Dampfer: Peter Abstreiter lenkte zunächst einen Schuss von Vincenz Maier in die Maschen (35.) und Christian Seidlmayer erhöhte nach einem erfolgreichen Gegenstoß sogar auf 2:4 (37.). Dass Abstreiter dazwischen mit einem Penalty gescheitert war (36.), fiel somit kaum ins Gewicht. Doch noch im zweiten Abschnitt bäumten sich die Hausherren auf, kamen mit einem Doppelschlag in den letzten beiden Minuten zum 4:4. „Schade, das waren zwei Stellungsfehler, die wir uns wirklich hätten sparen können“, sagte EVM-Coach Bernie Englbrecht.
Seinen Mannen fehlte in den letzten 20 Minuten dann doch die Kraft, um das Remis zu verteidigen. Die Hawks zogen in der 48. und 53. Minute auf 6:4 davon, der siebte Treffer fiel, als Englbrecht alles riskiert und Goalie Linus Messerer durch eine sechsten Feldspieler ersetzt hatte.
Ein Lob gab’s von Haßfurts Trainer Volker Hartmann: „Respekt vor Moosburg. Die kommen da mit elf Feldspielern und haben es uns das ganze Spiel über wirklich sehr schwer gemacht.“

Tore: 0:1 (0:38) Asen (Abstreiter, Hanöffner), 1:1 (17:32) Kratschmer (Stach, Dietrich), 1:2 (19:04) Regan, 2:2 (27:02) Hora, 2:3 (34:13) Abstreiter (Maier), 2:4 (36:19) Seidlmayer (Regan, Möhle), 3:4 (38:11) Babkovic (Franek), 4:4 (39:21) Breyer (Franek, Hora), 5:4 (47:57) Franek (Hora, Babkovic), 6:4 (52:20) Zürcher (5-4; Franek, Babkovic), 7:4 (58:18) Kohl (EN; Masel, Hornak). Strafminuten: ESC 0, EVM 4. Zuschauer: 410.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Krämmer, Maier, Steiger, Eigner; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Regan, Loidl, Abstreiter. 

Erst zum Spitzenreiter, dann das Landkreis-Derby

Donnerstag, 12. Dezember 2019
Von wegen „staade Zeit“! Der EVM hat ein pickepackevolles Weihnachtsprogramm vor sich: Sechs Spiele müssen die Grün-Gelben noch bis Jahresende absolvieren, zwei davon an diesem Wochenende: Am Freitag werden die Moosburger von Spitzenreiter Haßfurt erwartet (19.30 Uhr; Busabfahrt 15 Uhr), am Sonntag ist dann ab 17.15 Uhr Derby-Time in der Clariant-Arena gegen die Freisinger Black Bears angesagt.
Coach Bernie Englbrecht erwartet zwei schwere Spiele: „Wenn Du am Freitag beim Tabellenführer bist und Dich verausgabst, kann zwei Tage später auch der Neunte gefährlich werden.“ Besonders bei einem Lokalduell. Drei Punkte hat Englbrecht als Minimalziel für dieses Wochenende ausgegeben.
Torreich, dramatisch – und mit dem glücklicheren Ende für den EVM. So verliefen zumindest die beiden letzten Gastspiele am Großen Anger in Haßfurt. Noch bessere Erinnerungen haben die Moosburger an die Hinrunden-Partie, als man den ESC daheim mit 8:3 abwatschte. Doch die Hawks brennen auf Revanche – und könnten außerdem mit einem Sieg die Teilnahme an der Aufstiegsrunde vorzeitig fix machen.
Davon sind die Moosburger als Tabellenvierter noch ein Stückchen entfernt. Auch wenn der ärgste Verfolger Pegnitz zuletzt daheim gegen Waldkirchen patzte, haben die Englbrecht-Schützlinge neben einem Spiel weniger nur drei Punkte Vorsprung auf die IceDogs. „Und Selb ist ja auch noch da“, warnt Englbrecht vor dem Sechstplatzierten (sechs Punkte Rückstand). In den beiden noch zu absolvierenden Spielen gegen die Oberfranken könne man zwar alles klar machen – sich andererseits aber auch in Schwierigkeiten bringen.
Vielleicht fragt man ja mal bei Sonntagsgegner SE Freising nach, der es gegen die Selber immerhin zweimal in die Overtime geschafft hat. Davon waren die Black Bears auch im Heimderby Anfang November nicht weit weg: Erst ein Moosburger Doppelschlag in den letzten Minuten zerstörte damals die Hoffnungen der Domstädter auf ein Erfolgserlebnis im Landkreisduell. „Aber die werden auch dieses Mal wieder um jede Scheibe kämpfen und es uns schwer machen“, befürchtet der EVM-Trainer.
Personell werden ihm am Sonntag voraussichtlich alle Mann zur Verfügung stehen. Beim Auftritt in Haßfurt allerdings muss Bernie Englbrecht auf Verteidiger Markus Gröger und Angreifer Jakob Killermann verzichten, die beruflich verhindert sind. 

Mit 7:3-Erfolg in Vilshofen zurückgemeldet

Samstag, 7. Dezember 2019
Souverän hat der EVM die alles andere als bequeme Auswärtsaufgabe in der Freiluftarena an der Vils gelöst: Beim ESC Vilshofen gewannen die Moosburger am Samstagabend deutlich mit 7:3 (2:0, 4:2, 1:1) und setzten damit ein Ausrufezeichen im Kampf um die Aufstiegsrundenplätze.
Nach dem vorangegangenen Null-Punkte-Wochenende führte Coach Bernie Englbrecht unter der Woche Gespräche. "Gesprächspartner" waren dabei auch die Herren der zweiten Sturmreihe, die bislang noch nicht so funktioniert, wie sich der Trainer das vorstellt. "Und heute haben sie geliefert", kommentierte Englbrecht zufrieden die vier Tore, die sie in Vilshofen zum Sieg beisteuerten. Bereits nach acht Minuten schlug besagte Reihe zu: Jakob Killermann auf Daniel Möhle, der zu Nolan Regan - 1:0. Der EVM hatte das Spiel bei den heimstarken Wölfen frühzeitig unter Kontrolle. 26 Sekunden vor dem ersten Wechsel erhöhte Alex Asen auf 2:0.
Doch kurz nach Wiederbeginn jubelte erstmals der ESC - sollte es nun doch richtig spannend werden? Im Gegenteil: Gut vier Minuten brauchten die Gäste, um zur Vorentscheidung zu kommen: Peter Abstreiter (29./35.) und Daniel Möhle (31./33.) trafen jeweils doppelt und schraubten die Führung zur Hälfte der Partie auf 6:1, Tor Nummer fünf fiel sogar in Moosburger Unterzahl. So war der zweite Wölfe-Treffer in der Schlussphase des mittleren Durchgangs durchaus zu verkraften.
Die Hausherren wollten allerdings auch in den letzten 20 Minuten - inzwischen hatte es leicht zu regnen begonnen - nicht aufgeben und erzielten in der 45. Minute das 3:6. "Aber wir haben in der Folge kaum noch was zugelassen und das Ganze clever runtergespielt", lobte Co-Trainer Hans Eder das Team. Das Spiel endete, wie es begonnen hatte - mit einem Tor der zweiten Reihe: Killermann und Regan legten vor, Möhle machte seinen Hattrick komplett (59.).

Tore: 0:1 (8:18) Regan (Möhle, Killermann), 0:2 (19:34) Asen (Horava, Killermann), 1:2 (23:08) Toth (Gomow, Doubrawa), 1:3 (28:50) Abstreiter (Maier, Horava), 1:4 (30:40) Möhle (Regan, Seidlmayer), 1:5 (33:02) Möhle (Regan, Gröger), 1:6 (34:13) Abstreiter (Horava, Steiger), 2:6 (36:55) Nemecek (Gomow, Doubrawa), 3:6 (44:04) Neupert (Hackl, Seidl), 3:7 (58:25) Möhle (Killermann, Regan). Strafminuten: 2/6. Zuschauer: 70.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Seidlmayer; Stuckenberger, Retzer, Regan, Hanöffner, Asen, Killermann, Abstreiter, Horava, Möhle. 

EVM will in Vilshofen Mini-Negativ-Serie beenden

Freitag, 6. Dezember 2019
Zurück in die Erfolgsspur will der EVM nach den beiden Nullnummern in Amberg und daheim gegen Bayreuth. Gelegenheit dazu haben die Dreirosenstädter an diesem Wochenende allerdings nur einmal: Am Samstag geht’s in der Vilshofener Freiluft-Arena bei den Wölfen um wichtige Punkte (17.15 Uhr; Abfahrt 14 Uhr).
So schnell kann eine Euphoriewelle abebben: Nach den sieben Siegen in Folge kehrte am vergangenen Wochenende wieder Ernüchterung im Lager der Grün-Gelben ein. Musste man die Niederlage in Amberg mehr oder weniger einkalkulieren, kam das 1:3 zuhause gegen den EHC Bayreuth doch etwas überraschend. Weil Konkurrent Pegnitz derweil seine Hausaufgaben erledigte, trennen die Franken (5.; erster Abstiegsrundenplatz) und den EVM (4.; letzter Aufstiegsrundenplatz) nur noch drei Zähler. Es waren mal neun.
„So oder so sind das alles nur Momentaufnahmen“, sagt Coach Bernie Englbrecht, der nun bei den heimstarken Vilshofenern einen Dreier fordert. „Im Hinspiel haben wir uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert“, das müsse Ansporn genug sein. Auch wenn der EVM die Saisoneröffnung gegen den damals arg dezimierten ESC im Oktober mit 4:3 gewonnen hatte, mussten die Englbrecht-Schützlinge dafür in die Verlängerung – nach 3:1-Führung fünf Minuten vor Schluss. Durch Nolan Regans Treffer 23 Sekunden nach Wiederbeginn kamen die Moosburger zwar noch mal mit einem blauen Auge davon, einen Punkt ließ man so allerdings liegen.
Für die auf Platz sieben rangierenden Wölfe, die weiterhin mit personellen Problemen kämpfen, dürfte das samstägliche Aufeinandertreffen die allerletzte Chance sein, noch einmal an den Top-4-Plätzen zu schnuppern. Und zuhause sind die Niederbayern eine Macht: Vor dem 2:4 am vergangenen Sonntag gegen Pegnitz hatte der ESC daheim noch keinen Zähler abgegeben, unter anderem auch Spitzenreiter Haßfurt geschlagen. Englbrecht: „Wir sind gewarnt.“
Bis auf den immer noch angeschlagenen Lars Eigner kann der Moosburger Coach wohl auf den kompletten Kader zurückgreifen. Auch Schlussmann Linus Messerer hat seine Schulung beendet und gehört wieder dem Kader an. Vielleicht ein gutes Omen, stand Messerer doch bei sechs der sieben In-Folge-Siegen im Kasten. 

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