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Das Heimspiel gegen Haßfurt soll noch nicht das letzte sein

Donnerstag, 20. Februar 2020
Nein, für den Abschied ist es noch zu früh. „Natürlich hoffe ich, dass unsere Mannschaft heuer noch mal zuhause antreten kann“, sagt EVM-Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger vor dem letzten Heimspiel der Aufstiegsrunde am Freitag gegen den ESC Haßfurt (19.30 Uhr). Damit die Grün-Gelben ihre Chancen wahren, in die Playoffs einzuziehen, zählt gegen den unmittelbaren Verfolger aus Unterfranken nur ein Sieg.
Die Moosburger haben einen Lauf. Drei Siege in den letzten vier Spielen, unter anderem beim Spitzenreiter Buchloe. „Ganz ehrlich: Damit habe ich nach der Niederlagenserie vor ein paar Wochen nicht mehr gerechnet“, zeigt sich Kieninger positiv überrascht. Comeback-Qualitäten hat aber nicht nur der EVM, sondern auch Freitags-Gegner Haßfurt, der nur noch einen Zähler hinter den Moosburgern liegt und eigentlich schon komplett raus war aus dem Playoff-Rennen. Doch seit der Rückrunde sind die Hawks, die sich personell auch noch mal verstärkt haben, wieder voll da, gewannen die letzten fünf Partien allesamt. „Ich habe immer gesagt, dass erst zum Schluss abgerechnet wird“, freut sich ESC-Trainer Volker Hartmann. „Mal schaun, wohin die Reise noch geht.“
Für den EVM geht die Reise am Sonntag zum EV Dingolfing (18 Uhr), der als Vorletzter mit neun Punkten auf dem Konto definitiv keine Chancen mehr auf einen Top-vier-Platz hat. Und trotzdem erwartet die Dreirosenstädter nicht zuletzt aufgrund des Derby-Charakters dieses Aufeinandertreffens eine ziemlich knifflige Aufgabe. Kieninger: „Wir müssen dort auf alle Fälle auch etwas mitnehmen – und das wird nicht leicht.“ Überhaupt erst in der Aufstiegsrunde haben die Grün-Gelben die Dingolfinger einmal schlagen können, in der Vorrunde setzte es gegen die Isarrats zwei Pleiten.
Noch einmal zurück zur Tabelle: In Moosburg wie in Haßfurt hofft man natürlich, dass sich die Teams auf den ersten vier Plätzen an den letzten drei Spieltagen in möglichst passender Art und Weise gegenseitig die Punkte wegnehmen. Aus EVM-Sicht sind sowohl die auf Platz vier rangierenden Kemptener (Abstand: zwei Zähler) als auch die Ränge drei (Amberg, drei Punkte) und zwei (Ulm, vier Punkte) in Reichweite. Mit den Ulmern bekommen es die Englbrecht-Schützlinge übrigens zum Abschluss der Runde am Sonntag in einer Woche noch einmal zu tun.
Aber Ludwig Kieninger will den Rechenschieber am liebsten zu Hause lassen: „Es reicht, wenn wir auf uns schauen und Spiele gewinnen – dann kommt der Rest von ganz alleine.“
Coach Bernie Englbrecht wird an diesem Wochenende sein Team möglicherweise etwas umbauen müssen: Verteidiger Markus Gröger muss mit Viruserkrankung daheim bleiben – und ob Sturm-Routinier Peter Abstreiter, der in Bad Aibling unglücklich von einem Schuss getroffen worden ist, dabei sein kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden. 

Sechs-Punkte-Wochenende: EVM siegt 5:1 in Bad Aibling

Montag, 17. Februar 2020
Mit Blick auf die Tabelle war das Moosburger Gastspiel am Sonntag in Bad Aibling klar in der Kategorie „Pflichtaufgabe“ einzuordnen. Aber auch eine solche muss erst einmal erledigt werden – was die Dreirosenstädter mit dem nötigen Ernst taten und so beim Aufstiegsrunden-Schlusslicht einen ungefährdeten 5:1 (0:0, 3:1, 2:0)-Erfolg feierten. Das Sechs-Punkte-Wochenende war komplett.
Die Anfangsphase lief allerdings recht zäh: Nach dem torlosen ersten Drittel standen Coach Bernie Englbrecht und sein Assistent Hans Eder zusammen und waren sich einig: „Das ist das Spiel, das wir befürchtet haben.“ Der EVM hatte zwar ein optisches Übergewicht, die Aibdogs allerdings verteidigten klug uns setzten ganz auf ihre Konterstärke. In der neunten Minute bekamen sie sogar einen Penalty zugesprochen, den Moosburgs Goalie Linus Messerer aber entschärfte. Chancen gab es ansonsten auf beiden Seiten.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts schalteten die Gäste ein paar Gänge nach oben. Und nach 46 Sekunden durfte erstmals gejubelt werden, als Marek Indra eine Erste-Reihe-Produktion mit dem Führungstreffer beendete. Während die Aiblinger noch überlegten, wie sie auf diesen Rückstand reagieren sollten, klingelte es keine drei Minuten danach ein zweites Mal: Wieder war es die Paradereihe, diesmal mit Miloslav Horava als Vollstrecker.
Aber bei den Moosburgern mehrten sich in der Folge die Strafzeiten, was der gastgebende EHC in Minute 30 erstmals mit einem Powerplay-Treffer bestrafte. Doch nur eine Minute später sorgte dann der dritte EVM-Reihe-eins-Stürmer dafür, dass der alte Abstand erst mal blieb: Peter Abstreiter netzte per Einzelaktion zum 3:1 ein.
Auch wenn die Moosburger Scheibe und Gegner nun gut im Griff hatten, war der Vorsprung, mit dem man in den Schlussabschnitt ging, doch ein bisschen dünn, um sich zurückzulehnen. Vincenz Maiers Überzahltor nach 43 Minuten kam da gerade Recht, zumal es die Gäste auch in der Folge nicht schafften, von der Strafbank wegzubleiben. Aber selbst bei 5:3 waren die Aibdogs nun bei weitem nicht mehr so gefährlich wie in den ersten 20 Minuten. „Mir ist es in dieser Phase so vorgekommen, als hätten meine Spieler die Saison schon beendet“, kritisierte Bad Aiblings Coach Manfred Sasjadvolk. EVM-Angreifer Max Retzer hingegen hatte schon noch Lust auf ein bisschen Eishockey: Er markierte dreieinhalb Minuten vor Schluss den 5:1-Endstand.
Drei Spieltage vor Aufstiegsrundenende liegt der EV Moosburg mit zwei bzw. drei Punkten Rückstand auf die Playoff-Ränge drei und vier immer noch gut im Rennen. Einem höchst spannenden Saisonfinale, das am Freitag mit dem Heimspiel gegen Verfolger Haßfurt eingeläutet wird, steht also nichts im Weg.

Tore: 0:1 (20:46) Indra (Horava, Abstreiter), 0:2 (23:37) Horava (Abstreiter, Maier), 1:2 (29:57) Meyer M. (Glaß, Neumaier), 1:3 (30:48) Abstreiter, 1:4 (42:15) Maier (Möhle, Gröger), 1:5 (56:33) Retzer (Stuckenberger). Strafminuten: 16/16. Zuschauer: 173.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Krämmer, Maier, Eigner, Seidlmayer, Killermann; Möhle, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter, Groß, Steiger, Hanöffner. 

"Wundertüte" EVM mit einer erfreulichen Überraschung

Sonntag, 16. Februar 2020
Der EVM lässt nicht locker: Durch den überraschend souveränen 5:1 (2:1, 3:0, 0:0)-Heimsieg über Aufstiegskandidat ERSC Amberg kämpften sich die Grün-Gelben am Freitag bis auf zwei Punkte an die Playoff-Zone heran.
Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage – Stadionsprecher Günter Krenauer sprach zuletzt angesichts der Resultate von der „Wundertüte“ EVM. Im Heimspiel gegen Amberg lohnte sich ein Griff in selbige, denn die in kompletter Kaderstärke angetretenen Hausherren zeigten sich so abgeklärt und kompakt wie selten zuvor. „Das hat heute alles sehr gut funktioniert“, freute sich Coach Bernie Englbrecht, während Amberg-Trainer Dan Heilman speziell die Aussetzer in seiner Defensivabteilung kritisierte. Und: „Moosburg wollte den Sieg einfach mehr. Das hat bei uns gefehlt.“
Die Partie begann mit einer undurchsichtigen Szene: Ein Schuss von Moosburgs Verteidiger Vincenz Maier prallte nach dreieinhalb Minuten irgendwie aus dem Tor nach außen in Richtung Bande. Dass der Schiri den Treffer gab, sorgte für Proteste bei den Ambergern, „war aber sicher nicht spielentscheidend“, so Heilman. Zumal auch die Oberpfälzer ihre Chancen hatten, aber immer wieder am starken EVM-Goalie Linus Messerer scheiterten. Nach einer knappen Viertelstunde war es ein mustergültig vorgetragener Spielzug von Moosburgs dritter Angriffsreihe, den Alex Asen zum 2:0 vollendete. Amberg kam aber noch vor der Pause zum Anschlusstreffer (16.).
Im zweiten Abschnitt sahen die gut 200 Zuschauer ein Match, in dem es einfach lief für die Gastgeber. Die wütenden Angriffe des ERSC wehrten die Moosburger kühl ab, nutzten in der 30. Minute einen Scheibenverlust und gingen durch Peter Abstreiter mit 3:1 in Führung. Keine drei Minuten später scheiterten die Wild Lions an der Latte – und Stefan Groß münzte den direkten Gegenzug in EVM-Tor Nummer vier um. Was Miloslav Horava dann nach einem langen Steiger-Pass mit Ambergs Schlussmann Oliver Engmann machte, sieht man normalerweise nur in NHL-Videos auf Youtube: Er „bremste“ den Keeper nach seinem Solo aus und schob den Puck zum 5:1 ins Tor (37.).
Der Schlussabschnitt war noch einmal eine echte Demonstration der Moosburger Coolness. In aller Ruhe spielte man die Zeit herunter und ließ kaum noch gefährliche Offensivaktionen der Gäste zu: Ein 0:0 der durchaus beeindruckenden Art und gar nicht so typisch für den EVM. Aber so ist das halt mit Wundertüten – oft steckt was Überraschendes drin.

Tore: 1:0 (3:25) Maier (Indra), 2:0 (14:40) Asen (Stuckenberger, Retzer), 2:1 (15:57) Krieger (Brabec), 3:1 (29:18) Abstreiter (Horava), 4:1 (32:40) Groß (Horava, Indra), 5:1 (36:35) Horava (Steiger). Strafminuten: EVM 16 plus 10 (Killermann), ERSC 10 plus 10. Zuschauer: 205.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Krämmer, Maier, Eigner, Seidlmayer, Killermann; Möhle, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter, Groß, Steiger, Hanöffner. 

Moosburger schielen weiterhin auf den vierten Platz

Mittwoch, 12. Februar 2020
Nachdem das vergangene Hopp-oder-Top-Wochenende weder so richtig hopp (eine Niederlage) noch top (ein Sieg) war, geht der EVM mit nahezu unveränderter Ausgangsposition in die letzten fünf Spieltage der Aufstiegsrunde zur Bayernliga. Platz vier ist weiterhin im Bereich des Möglichen, dafür muss nun aber regelmäßig gepunktet werden - am besten gleich mal am Freitagabend im Heimspiel gegen den ERSC Amberg (19.30 Uhr).
Nach dem Überraschungssieg in Buchloe war der Optimismus bei den Grün-Gelben groß, auch den Kemptenern die Punkte abnehmen zu können. Doch das 3:8 auf heimischem Eis brachte die Moosburger wieder zurück auf den Boden der Realität. "Aber es geht weiter. Am Freitag gegen Amberg haben wir eine neue Chance", sagte Moosburgs Coach Bernie Englbrecht nach der Partie. Zumal nach den drei knappen, teils unglücklichen Niederlagen gegen den ERSC in der laufenden Spielzeit jetzt endlich mal ein Sieg fällig wäre. Der hätte nicht nur positive Folgen für die Dreirosenstädter, "damit würde auch der Druck auf die Amberger zunehmen", schätzt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Für die Oberpfälzer lief das vergangene Wochenende wahrlich nicht wie geplant: Beim Letzten Bad Aibling kamen die Wild Lions erst im Penaltyschießen zum Sieg und zwei Tage danach unterlag man zuhause Haßfurt mit 2:4.
Kurzer Blick auf die Tabelle: Mit zwölf Punkten belegt Moosburg weiterhin den fünften Platz. Auf Kempten (4.) sind es aktuell fünf, auf Amberg (3.) sechs Zähler Rückstand. Dass da auf die Grün-Gelben noch eine Menge (Aufhol-)Arbeit zukommt, ist klar. Aber das Restprogramm beinhaltet auch so manche machbare Aufgabe. So trifft der EVM unter anderem noch auf die drei Teams (Haßfurt, Dingolfing, Bad Aibling), die das untere Tabellendrittel bilden - und die man zum Auftakt der Runde allesamt geschlagen hat.
Beim immer noch sieglosen Schlusslicht Bad Aibling müssen die Moosburger bereits diesen Sonntag ran (18.45 Uhr; Busabfahrt: 15.45 Uhr). Die Aibdogs überraschten am vergangenen Freitag mit besagter Overtime-Niederlage gegen Amberg, die ihnen den ersten Punkt bescherte. Am Sonntag in Dingolfing dagegen war von diesem Hoch nicht mehr viel zu spüren: Man ging mit 0:9 unter. Die Englbrecht-Truppe hatte das Hinspiel mit 8:1 gewonnen. Da allerdings waren die Bad Aiblinger nicht komplett. 

3:8 gegen Kempten: EVM verpasst erneut großen Schritt

Montag, 10. Februar 2020
Der Griff nach Platz vier ging erneut ins Leere. Wie schon in der Vorwoche gegen Ulm kassierte der EVM beim Versuch, zurück in die Playoff-Region zu kommen, eine klare Niederlage: 3:8 (2:1, 0:4, 1:3) unterlag man am Sonntag dem ESC Kempten. Jetzt muss an den letzten fünf Spieltagen schon eine kleine Serie her, um sich noch in den Kampf um den Bayernliga-Aufstieg einzumischen.
Dabei waren die Grün-Gelben im Vergleich zum Sensationssieg in Buchloe personell sogar besser aufgestellt, weil Coach Bernie Englbrecht wieder auf Daniel Möhle und Lars Eigner zurückgreifen konnte. Doch den Ton gaben in den ersten Minuten die Gäste an - was bald mit dem 0:1 (4.) belohnt wurde. Aber je länger der erste Abschnitt dauerte, um so öfter nahmen nun die Moosburger den gegnerischen Kasten ins Visier. Und wieder mal war es die Paradereihe, die für Jubel in der Clariant-Arena sorgte - und das gleich zweimal: Dem Ausgleich durch Miloslav Horava (12.) ließ Marek Indra fünf Minuten später das 2:1 folgen. Es sah ganz danach aus, dass sich der EVM für die 3:13-Hinspielklatsche würde revanchieren können.
"Aber ein Eishockeyspiel dauert halt länger als ein Drittel", kommentierte Englbrecht das, was sich in den zweiten 20 Minuten ereignete. Die mit Altstars geradezu gespickten Sharks aus dem Allgäu spielten jetzt ihre ganze Routine aus und bestraften die Aussetzer in der Moosburger Defensive, ohne mit der Wimper zu zucken. Acht Minuten brauchten die Gäste, um das Match mit vier Toren komplett an sich zu reißen. "Wir haben unser System umgestellt - und das hat Früchte getragen", freute sich ESC-Trainer Carsten Gosdeck.
Und die EVM-Fans, die im Schlussdrittel noch hofften, dass Grün-Gelb den 2:5-Rückstand würde aufholen können, wurden schnell aus ihren Träumen gerissen: Mit einem Doppelschlag (43./45.) bissen die Sharks gleich nach dem Wechsel so zu, dass die Begegnung endgültig entschieden war. Der Powerplay-Treffer durch Horava zum 3:7 (47.) war zwar schön herausgespielt, hatte aber ebenso wenig Bedeutung wie das achte und letzte Tor der Gäste (55.). Die haben sich durch diesen Sieg wieder das alte Fünf-Punkte-Polster auf die Nicht-Playoff-Plätze zurückgeholt - die weiterhin der EV Moosburg als Fünftplazierter anführt.

Tore: 0:1 (3:49) Oppenberger, 1:1 (11:19) Horava (Indra), 2:1 (16:40) Indra (Horava, Abstreiter), 2:2 (24:03) Spylo (Vaitl), 2:3 (26:14) Ziegler (Newhook, Vaitl), 2:4 (30:45) Maaßen (Jun), 2:5 (31:53) Maaßen (Kapitza, Vaitl), 2:6 (42:57) Maaßen (Millers, Jun), 2:7 (44:52) Oppenberger (Spylo), 3:7 (46:29) Horava (Gröger, Indra), 3:8 (54:36) Spylo (Millers, Maaßen). Strafminuten: 6/8. Zuschauer: 274.
Aufstellung: Messerer, Probst; Gröger, Krämmer, Maier, Eigner, Seidlmayer, Killermann; Hanöffner, Möhle, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Loidl, Abstreiter, Groß. 

EVM entzaubert den Spitzenreiter

Sonntag, 9. Februar 2020
Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet: Als erstes Team der Aufstiegsrunde ist es am Freitag dem EV Moosburg gelungen, Tabellenführer Buchloe Punkte abzunehmen. Bei den Pirates feierten die Grün-Gelben einen knappen, aber verdienten 6:5 (2:1, 2:2, 2:2)-Erfolg - und meldeten sich damit zurück im Kampf um Platz vier.
"Wir standen heute hinten einfach kompakter als in den letzten Wochen und haben vorne zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht", bilanzierte EVM-Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz. Und nicht zu vergessen: "Jeder hat gefightet bis zum Schluss." Kein Wunder, schließlich mussten die Gäste einige Ausfälle kompensieren. In der Verteidigung fehlten mit den erkrankten Kevin Steiger und Lars Eigner zwei wichtige Stützen, vorne fiel kurzfristig noch Daniel Möhle aus. Also berief Englbrecht die beiden U20-Spieler Benedikt Triebswetter und Daniel Loidl in den Kader, die nicht nur die drei Blöcke komplettierten, sondern auf dem Eis auch einen guten Job machten.
Die Moosburger starteten gut ins Spiel und ließen sich auch vom sicherlich vermeidbaren Unterzahl-Führungstreffer des ESV (5.) nicht beirren. Der wieder mal bestens aufgelegte Miloslav Horava brachte sein Team noch vor dem ersten Wechsel mit einem Doppelschlag (12./14.) in Führung.
Wenn die Englbrecht-Schützlinge überhaupt eine längere Schwächephase hatten, dann waren das die ersten Minuten des zweiten Abschnitts. Die Gastgeber bestimmten da das Geschehen und drehten, nachdem sie bereits mehrfach an EVM-Goalie Linus Messerer gescheitert waren, die Partie innerhalb von 37 Sekunden - 3:2! Englbrecht nahm daraufhin eine Auszeit und erinnerte sein Team an die Defensivtaktik, die noch in den ersten 20 Minuten das Erfolgsrezept war. Die Gäste rissen sich zusammen und kamen wiederum nur eineinhalb Minuten später durch einen Gewaltschuss von Vincenz Maier zum 3:3. Dass Tobias Hanöffner kurz darauf das Match "zurückbog" (32.), war möglicherweise der Knackpunkt. Das Spiel nach dem vierten Moosburger Tor nochmal zu drehen, sei schon eine sehr große Herausforderung gewesen, sagte Buchloe-Coach Christopher Lerchner nach der Partie.
Und die meisterten die Pirates nicht. Zumal Stefan Groß in der 47. Minute erstmals für einen Zwei-Tore-Vorsprung der Dreirosenstädter sorgte. Der Anschluss der Hausherren acht Minuten vor dem Ende weckte zwar nochmal leise Hoffnungen, Routinier Hanöffner machte in der drittletzten Minute jedoch den Deckel drauf. Das letzte Tor dieses flotten Aufstiegsrundenspiels blieb zwar Buchloe vorbehalten - kam zwei Sekunden vor der Sirene aber eindeutig zu spät.

Tore: 1:0 (4:55) Krafczyk (Boger), 1:1 (11:08) Horava (Abstreiter), 1:2 (14:06) Horava (Abstreiter, Indra), 2:2 (26:31) Petrak (Krafczyk, Boger), 3:2 (27:08) Petrak (Krafczyk), 3:3 (28:39) Maier (Horava), 3:4 (31:16) Hanöffner (Horava, Indra), 3:5 (46:13) Groß (Indra), 4:5 (52:14) Rauskolb (Ruf), 4:6 (57:27) Hanöffner (Asen), 5:6 (59:58) Krafczyk (Petrak). Strafminuten: 10/14. Zuschauer: 403
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Krämmer, Maier, Seidlmayer, Triebswetter, Killermann; Hanöffner, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Loidl, Abstreiter, Groß. 

Hopp- oder Top-Wochenende gegen West-Teams

Donnerstag, 6. Februar 2020
Der Rückrunden-Auftakt in der Aufstiegsgruppe wird für den EVM gleich zum Hopp- oder Top-Wochenende. So zumindest sieht es Bernie Englbrecht: „Wenn wir beide Spiele verlieren, ist das Thema Playoffs durch“, befürchtet der Coach. Also müssen Punkte her, wenn die Dreirosenstädter am Freitag beim immer noch ungeschlagenen Spitzenreiter ESV Buchloe (20 Uhr; Busabfahrt 16.30 Uhr) antreten und am Sonntag in der Clariant-Arena auf die Kemptener Sharks (17.15 Uhr) treffen.
Auch wenn es die Moosburger mit zwei Teams zu tun bekommen, die Teil der jüngsten Niederlagen-Serie (vier Pleiten in Folge) sind, geht es für Grün-Gelb sicherlich auch darum, hinter gewissen Dingen, die sich zuletzt auf dem Eis ereignet haben, einen Haken zu setzen. „Wir haben jetzt gegen die West-Vereine in drei Spielen 27 Gegentore kassiert“, sagt Englbrecht. Das habe mit Aufstiegskampf in Richtung Bayernliga nichts zu tun, das sei „Hobbyliga hoch drei“. Unter der Woche hat er im Training versucht, das Team wieder da hin zu bringen, wo es in der Vorrunde bzw. zum Start der Aufstiegsrunde (drei Siege) war. Englbrecht: „Wir müssen akzeptieren, dass wir den teils qualitativ besser besetzten Gegnern nur mit unserer ersten Reihe weh tun können.“ Um so mehr müssten sich die Blöcke zwei und drei auf ihre Defensivaufgaben besinnen. „Sonst werden wir nicht mehr viele Punkte holen.“
Die besten Erinnerungen haben die Moosburger noch an das 2:5 gegen Tabellenführer Buchloe, „als wir“, so der Coach, „trotz einiger Ausfälle nicht so schlecht ausgeschaut haben“. Daran, dass man in Bayernliga-Zeiten in der Halle der Pirates schon des öfteren deutliche Abfuhren kassiert hat, denkt Englbrecht nicht: „Dann wird’s halt Zeit, dass wir das ändern.“
Eine deutliche Änderung im Vergleich zum Hinspiel muss am Sonntag her, wenn der Tabellenvierte Kempten – fünf Zähler Vorsprung auf den EVM (5.) – in Moosburg zu Gast ist. Auch wenn Bernie Englbrecht überzeugt ist, dass die 13:3-Klatsche „in der Form ein einmaliger Ausrutscher“ war, müssen sich seine Schützlinge schon massiv steigern, wenn gegen den Tabellennachbarn gepunktet werden soll. Zumal sich die Allgäuer noch mal prominente Verstärkung geholt haben: den inzwischen 36-jährigen Kanadier Ahren Spylo, der vor einigen Jahren, als er noch für die Nürnberg Ice Tigers auflief, zweitbester Torschütze in der DEL war. Seine Profi-Karriere beendete er bereits 2016. Da hat man dann auch mal Zeit, bei einem ambitionierten Landesligisten auszuhelfen. 

Eiskalt ausgekontert: Ulm watscht EVM mit 1:9 ab

Samstag, 1. Februar 2020
Das hat richtig weh getan: Im direkten Duell um Rang vier mit den Ulmer Devils kassierte der EVM am Freitag auf heimischem Eis eine 1:9 (0:2, 0:4, 1:3)-Watschn. Dass die Niederlage am Ende so hoch ausfiel, lag jedoch weniger an der Stärke der Gäste als am Unvermögen der Gastgeber.
Die Pressekonferenz hätte man dieses Mal auf einen Satz beschränken können, der von Ulm-Trainer Robert Linke kam: "Ja, und dann haben wir Mitte des Spiels 5:0 geführt - und keiner wusste so richtig warum." So war es nicht nur ihm, sondern auch dem Heimteam und den über 300 Zuschauern - der EVM hatte zum Sponsorenspiel eingeladen - in der Clariant-Arena ergangen. Denn Moosburg war hoch motiviert und entschlossen in das Match gegangen und legte die vielleicht stärkste Anfangsphase der ganzen Saison hin. In den ersten 10, 15 Minuten spielte sich das Geschehen ausschließlich im Drittel der Devils ab. Linke sagte danach zwar, dass man schon vorgehabt habe, die Moosburger das Spiel machen zu lassen, um dann über Konter zum Erfolg zu kommen. Dass es dabei so oft vor dem Kasten seines Keepers Maximilian Güßbacher brannte, war aber sicher nicht Teil des Plans. Doch weil die Offensive der Grün-Gelben krasse Abschlussschwächen zeigte, blieb der Gäste-Kasten sauber. "Dabei hätten wir in den ersten Minuten auf jeden Fall zwei, drei Tore machen müssen", kommentierte EVM-Coach Bernie Englbrecht die vielen vergebenen Großchancen von Horava, Indra und Co.
Und so kam es, wie es kommen musste: Ein Entlastungsanbgriff Ulms, gleichzeitig ihr erster Torschuss, bescherte dem VfE in der 7. Minute das 0:1. Moosburg drückte danach weiter, aber nach elf Minuten konnten sich die Gäste erneut befreien: Die bis dato kaum geforderte EVM-Defensive patzte - 0:2.
Auch wenn dieser Spielstand den Hausherren noch alle Möglichkeiten ließ, wirkten sie im zweiten Durchgang doch stark verunsichert. Was man von den Schwaben nicht behaupten konnte: Einem frühen Überzahl-Treffer (21.) ließen sie bis zur 30. Minute die Tore vier, fünf und sechs folgen - wobei sie dabei von den nun völlig neben sich stehenden Dreirosenstädtern kaum gestört wurden. Keeper Carlo Schwarz konnte Englbrecht auch nicht erlösen, weil der an der Bande lehnende Linus Messerer - der eigentlich von Beginn an hätte spielen sollen - aus (kurzfristigen) Krankeitsgründen zum Zuschauen verdammt war.
So war von der prognostizierten Spannung in den zweiten 30 Minuten nicht mehr viel übrig. Die Hausherren hatten sich zwar noch nicht so richtig aufgegeben, an eine Wende glaubte bei diesem Rückstand aber niemand mehr: Wenigstens konnten die Englbrecht-Schützlinge Güßbacher zwölf Minuten vor dem Ende doch noch überwinden. Fast schon bezeichnend, dass der Treffer in Unterzahl und durch einen Verteidiger (Markus Gröger) erzielt wurde. Aber auch die Gäste gaben in der Schlussphase noch einmal Gas, hätten die Partie fast noch zweistellig gewonnen. Nur gut, dass vorher die Schlusssirene durch die Clariant-Arena dröhnte.

Tore: 0:1 (6:06) Synek, 0:2 (10:51) Michalek (Schwarzfischer, Dörner), 0:3 (20:57) Synek (Schirrmacher, Dörner), 0:4 (22:33) Brückner (Synek, Schirrmacher), 0:5 (27:06) Synek (Brückner), 0:6 (30:59) Brückner (Koberger, Schirrmacher), 0:7 (44:23) Koberger (Ceslik, Eckmann), 1:7 (48:52) Gröger (Abstreiter), 1:8 (52:25) Schwarzfischer (Meißner, Michalek), 1:9 (57:49) Ceslik (Tenschert, Döring). Strafminuten: 8/4. Zuschauer: 315.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Seidlmayer, Maier, Gröger, Eigner, Krämmer; Groß, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Hanöffner. 

"Spiel um den vierten Platz" gegen Ulm

Donnerstag, 30. Januar 2020
Big Points, Sechs-Punkte-Spiel, wegweisend – wenn der EV Moosburg am Freitag den VfE Ulm/Neu-Ulm empfängt (19.30 Uhr), trifft all das auf die 60 Spielminuten in der Clariant-Arena zu. Als Tabellenfünfter mit drei Zählern Rückstand auf die „Devils“ zählt für die Englbrecht-Truppe zur Halbzeit der Aufstiegsrunde nur ein Sieg, wenn sie den Anschluss an die Top Vier nicht verlieren will.
„Nach dem vergangenen Wochenende stehen wir unter Zugzwang“, weiß Trainer Bernie Englbrecht. Während er über den desolaten Auftritt in Kempten (3:13) am liebsten den Mantel des Schweigens legen möchte, hat er beim 2:5 gegen Spitzenreiter Buchloe schon wieder positive Seiten seines Teams gesehen. „Wir müssen jetzt dranbleiben“, fordert der Coach, der unbedingt „Auflösungserscheinungen“ wie in der letztjährigen Verzahnungsrunde vermeiden will.
Am Freitagabend kann Englbrecht womöglich aus dem Vollen schöpfen. Nachdem Verteidiger Markus Gröger (verließ nach einem Stockschlag gegen Buchloe vorzeitig das Eis) unter der Woche Grünes Licht gegeben hat und auch die Offensiv-Routiniers Tobias Hanöffner und Peter Abstreiter wieder einsatzbereit sind, steht lediglich noch hinter dem zuletzt an einem grippalen Infekt laborierenden Verteidiger Kevin Steiger ein kleines Fragezeichen. Sollte auch er spielen können, stünden Bernie Englbrecht tatsächlich zum ersten Mal in dieser Saison alle Akteure des Erste-Mannschaft-Kaders zur Verfügung. Was – ohne U 20-Spieler – bedeutet: zehn Stürmer und sechs Verteidiger.
Aber auch bei den Ulmern, die zuletzt ein souveränes 4:0 über Haßfurt feiern konnten, halten sich die personellen Sorgen in Grenzen. Bis auf ihren beruflich verhinderten Stürmer Niklas Dschida werden die Devils wohl mit voller Kapelle anreisen. „Das ist für uns ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir könnten uns dann einen Vorsprung erarbeiten und etwas den Druck vom Kessel nehmen“, sagt VfE-Geschäftsführer Patrick Meißner. Da auch den Devils-Anhängern die Wichtigkeit dieser Begegnung bewusst ist, werden sie wohl recht zahlreich – unter anderem mit einem Fanbus – in die Dreirosenstadt kommen. 

Trotz 2:5 - akzeptabler Auftritt gegen Spitzenreiter Buchloe

Montag, 27. Januar 2020
Auch wenn sich Moosburgs Eishackler nach der Kempten-Klatsche wieder gefangen haben – für Punkte reichte es gegen Spitzenreiter Buchloe nicht: Am Sonntag unterlagen die Dreirosenstädter den Pirates mit 2:5 (1:3, 0:2, 1:0). Den drei Auftaktsiegen in der Aufstiegsrunde steht nun eine ebenfalls dreiteilige Niederlagen-Serie gegenüber.
Personell begann das Aufeinandertreffen mit dem noch verlustpunktfreien Tabellenführer alles andere als ideal: Verteidiger Kevin Steiger hatte sich krankgemeldet, Goalgetter Peter Abstreiter wärmte sich zwar mit auf, musste wegen einer familiären Angelegenheit jedoch nach Hause und sein Sturmkollege Tobias Hanöffner befand sich zum Anpfiff noch auf der Anreise (kam im zweiten Drittel).
Trotz dieser Hiobsbotschaften waren die Hausherren in der ersten Viertelstunde die Ton angebende Mannschaft und gingen in der vierten Minute durch ein Tor von Marek Indra verdient in Führung. Indra stand dann auch nach elf Minuten im Blickpunkt, als er durch einen unglücklichen, aber nicht unbedingt unfairen Check an der Bande Buchloes Kapitän David Strodel so schwer verletzte, dass dieser ins Krankenhaus musste. „Aber wir haben zusammengehalten, sind noch enger zusammengerückt“, kommentierte ESV-Coach Christopher Lerchner die Phase zwischen der 16. und 18. Minute, als die Gäste die Partie kippten und plötzlich mit 3:1 in Führung lagen. „Individuelle, dumme Sachen“, die man sich gegen den Spitzenreiter halt nicht erlauben dürfe, waren laut EVM-Trainer Bernie Englbrecht dafür verantwortlich.
Aber aufgeben kam für Grün-Gelb nicht in Frage. Im zweiten Abschnitt erarbeitete Moosburg sich weiter gute Gelegenheiten, ließ diese aber allesamt aus. Die Buchloer, ungefähr mit der gleichen Anzahl an Chancen ausgestattet, zeigten, wie’s geht: In Überzahl (31.) und nach einem Konter (39.) erhöhten sie auf 1:5 – das roch dann schon nach Vorentscheidung.
Und trotzdem ließen die Hausherren auch im Schlussdrittel nichts unversucht, übten immer wieder Druck auf das Buchloer Gehäuse aus. Das 2:5 durch den starken Indra in Minute 51 machte zwar noch mal Hoffnung, kam letztlich aber zu spät. Im Stile einer Spitzenmannschaft verteidigten die Gäste den Vorsprung bis zur Schlusssirene.

Tore: 1:0 (3:47) Indra (Groß, Horava), 1:1 (15:31) Bauer (Petrak), 1:2 (16:28) Barchmann (Wittmann C., Telesz), 1:3 (17:26) Beslic (Petrak, Krafczyk), 1:4 (30:40) Petrak (Krafczyk), 1:5 (38:51) Krafczyk (Petrak), 2:5 (50:48) Indra (Seidlmayer, Horava). Strafminuten: 12/10. Zuschauer: 198.
Aufstellung: Messerer, Probst; Seidlmayer, Maier, Gröger, Eigner, Krämmer; Hanöffner, Groß, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer. 

3:13 - EVM geht bei den Sharks unter

Sonntag, 26. Januar 2020
Eine echte Lehrstunde musste der EVM am Freitagabend in Kempten über sich ergehen lassen. Bei der 3:13 (1:4, 1:5, 1:4)-Klatsche kamen zwei Dinge zusammen: Hoch motivierte, extrem spielstarke Gastgeber und eine Moosburger Mannschaft, die 60 Minuten lang nie ins Spiel fand.
Die Spannung hielt keine sieben Minuten: Auf die frühe Führung der Hausherren nach 64 Sekunden konnte Miloslav Horava keine Minute später zwar noch antworten, eine folgende 5:3-Überzahl nutzten die Kemptener allerdings ebenso wie einen Stellungsfehler in der EVM-Abwehr (4./7.). Damit war nicht nur der Arbeitstag von Moosburgs Keeper Carlo Schwarz beendet (für ihn kam Hannes Probst), sondern auch irgendwie schon die Luft raus. "Wir haben uns die ganze Woche auf die Moosburger vorbereitet und dann genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", zeigte sich Sharks-Coach Carsten Gosdeck bei der Pressekonferenz zufrieden. EVM-Trainer Bernie Englbrecht erkannte den Sieg "auch in dieser Höhe" an und war speziell über die vielen "Giveaways", die man der ESC-Offensive angeboten hatte, alles andere als erfreut.
Obwohl sich die Gäste, bei denen neben dem werdenden Vater Tobias Hanöffner (der wiedergenesene Max Retzer rückte für ihn nach) auch Stammgoalie Linus Messerer fehlte, für das zweite Drittel noch einiges vorgenommen hatten, brachten sie auch da schon frühzeitig ihre Abwehr-Patzer in die Bredouille. Die routinierten Angreifer der Allgäuer ließen sich nicht lange bitten - und nach 14 Minuten war Probsts gegentorlose Phase beendet. Schlimmer noch: Kempten erhöhte das Resultat in schöner Regelmäßigkeit bis zur 34. Minute auf 9:1. Für die Dreirosenstädter ging es längst nur noch um Schadensbegrenzung.
Ende des zweiten und anfangs des letzten Durchgangs hatten die Englbrecht-Schützlinge dann ihre stärkste Phase. Zumindest ansatzweise war erkennbar, dass die Gastgeber in der Defensive durchaus verwundbar sind. Vincenz Maier (37.) und nach dem Wechsel Peter Abstreiter (44.) sorgten für Entlastung und Ergebniskosmetik. Doch mehr war nicht drin. Kurz darauf zeichnete Kemptens bester Mann, Markus Vaitl (vier Tore, vier Vorlagen) für die Zweistelligkeit verantwortlich. Aber auch in den Schlussminuten ließen die Sharks nicht locker, wollten die beiden jüngsten knappen Niederlagen vergessen machen, und schenkten Probst noch drei weitere Tore ein. Um 21.43 Uhr war die Lehrstunde dann beendet.

Tore: 1:0 (1:04) Vaitl (Newhook, Meier), 1:1 (1:58) Horava (Abstreiter, Krämmer), 2:1 (2:42) Newhook (Meier, Vaitl), 3:1 (4:30) Rukajärvi (Vaitl, Oppenberger), 4:1 (7:19) Jun (Maaßen, Ziegler), 5:1 (21:21) Vaitl (Newhook, Millers), 6:1 (24:55) Stalla (Millers, Oppenberger), 7:1 (27:04) Maaßen (Jun, Ziegler), 8:1 (31:31) Scheffer (Vaitl, Newhook), 9:1 (33:50) Jun, 9:2 (36:33) Maier (Indra, Abstreiter), 9:3 (43:53) Abstreiter (Indra, Horava), 10:3 (44:35) Vaitl (Newhook, Scheffer), 11:3 (56:15) Maaßen (Vaitl, Newhook), 12:3 (56:24) Millers, 13:3 (58:43) Vaitl (Maaßen, Jun). Strafminuten: 6/8. Zuschauer: 643.
Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 7:19); Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Seidlmayer; Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter, Groß. 

EVM trifft auf Spitzenteams aus dem Westen

Donnerstag, 23. Januar 2020
Um den vierten Platz und damit die Playoff-Teilnahme mitspielen – so lautete die (inoffizielle) Zielsetzung in der sportlichen Leitung des EV Moosburg zu Beginn der Aufstiegsrunde. Nachdem inzwischen vier Spieltage absolviert sind und die Grün-Gelben mit drei Siegen auf Platz zwei rangieren, stellt sich vor den kommenden Aufgaben schon die Frage: Geht da vielleicht noch mehr? Die unmittelbar bevorstehenden Aufeinandertreffen mit den drei Spitzenteams der Gruppe 2 dürften eine Antwort darauf geben.
„Spätestens am nächsten Freitag, nach dem Heimspiel gegen Ulm, sollten wir wissen, wo wir wirklich stehen“, schätzt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Dann ist „Halbzeit“ in der Runde und man kennt jeden der sieben Widersacher. Das kommende Wochenende ist allerdings noch mit einigen Fragezeichen verbunden: Am Freitag reist der EVM ins Allgäu zu den Kemptener Sharks (19.30 Uhr; Busabfahrt 15.30 Uhr) und am Sonntag gibt dann der ESV Buchloe in der Clariant-Arena (17.15 Uhr) seine Visitenkarte ab.
Der aufgrund seines prominent besetzten Kaders mit viel Vorschusslorbeeren bedachte ESC Kempten ist dank zweier Siege mit bester Laune in die Aufstiegsrunde gestartet. Von der blieb nach dem zweiten Wochenende allerdings nicht mehr viel übrig. Was einerseits daran lag, dass die Sharks bei den Derbys in Ulm (5:6) und auf heimischem Eis gegen Buchloe (3:4) zwei knappe Niederlagen einstecken mussten. Andererseits machte der Verein mit der Verpflichtung des Letten Kristaps Millers ein Fass auf, das wohl besser zugeblieben wäre. Da mit dem finnischen Verteidiger Roni Rukajärvi und den schwedischen Goalgetter Adrian Kastel-Dahl bereits zwei Kontingentspieler im Kader standen, trat der ESC in den beiden jüngsten Spielen mit drei Ausländern an und schloss sich damit Landesligisten wie Haßfurt oder Waldkirchen an, die sich der ursprünglich vom BEV vorgeschlagenen und den meisten Clubs unterstützten Beschränkung auf zwei Kontingentspieler widersetzen. Das brachte nicht nur keine Punkte, sondern sorgte auch für Proteste bei den eigenen Fans. Da sich Kastel-Dahl inzwischen verabschiedet hat, ist aber davon auszugehen, dass die Truppe der Allgäuer, in der sich auch Namen von Ex-Profis wie Daniel Jun, Michel Maaßen, Ron Newhook oder Markus Vaitl finden, gegen den EVM maximal zwei Ausländer umfasst.
Die Buchloer, ein alter Bekannter aus Bayernliga-Zeiten, halten sich von Beginn an an die Spielregeln – und fahren damit auch ganz gut. Als einzige Mannschaft der Aufstiegsrunde konnten sie alle vier Spiele gewinnen und stehen so völlig zurecht an der Tabellenspitze. In ihrem Kader finden sich einige Bayernliga-erfahrene Akteure – das Ziel sollte also klar sein. Zuletzt holten die Pirates noch den Tschechen Michal Petrak, der in der vergangenen Oberliga-Saison auf stolze 53 Punkte für Höchstadt kam. Wie stark Buchloe derzeit einzuschätzen ist, zeigt nicht nur der deutliche 6:2-Auftaktsieg in Amberg, sondern auch das jüngste 10:3-Schützenfest über Gruppe-1-Spitzenreiter ESC Haßfurt.
„Da kommt was auf uns zu“, weiß Amann. „Aber den Aufstiegsdruck haben die anderen.“ Trotzdem wolle man natürlich weiter den einen oder anderen Favoriten ärgern – um so auf einem der ersten vier Plätze zu bleiben. 

Erste Aufstiegsrunden-Pleite: EVM verzweifelt am Amberger Keeper

Montag, 20. Januar 2020
Die Amberger Eishalle bleibt für den EVM eine uneinnehmbare Festung: Beim 1:3 (0:3, 0:0, 1:0) mussten die Moosburger dort am Sonntag die ersten Aufstiegsrunden-Punkte abgeben. ERSC-Keeper Oliver Engmann war der beste Mann auf dem Eis.
„Beim nächsten Mal spiel’ ma gleich ein ganzes Drittel ohne Torwart“, flüchtete sich Moosburgs Trainer Bernie Englbrecht nach der Partie in Galgenhumor. Bereits in der 55. Minute hatte er Schlussmann Carlo Schwarz durch einen sechsten Feldspieler ersetzt, um das Unmögliche vielleicht doch noch möglich zu machen. 0:3 lagen die Dreirosenstädter da in dieser hochklassigen, ausgeglichenen und fairen Begegnung zurück. 64 Sekunden vor der Sirene schaffte es der EVM dann tatsächlich noch, Ambergs „Hexer“ Engmann zu überwinden. Stefan Groß’ 1:3 kam jedoch zu spät. Da war es für Englbrecht nur ein schwacher Trost, dass seine Mannen ihren Kasten fünf Minuten lang ohne Keeper sauber gehalten hatten.
Das Problem der Gäste war aber nicht das letzte, sondern das erste Drittel. Obwohl die Grün-Gelben gut aus den Startlöchern gekommen waren und sich in der Anfangsphase tolle Chancen erspielten, waren es die Hausherren, die nach drei Minuten erstmals jubeln durften. Als Jakob Killermann wiederum drei Minuten später unglücklich von einem Schuss getroffen worden war und der EVM kurzzeitig in Unterzahl agieren musste, schlug es erneut hinter Linus Messerer ein. Die Moosburger gaben danach zwar weiter Gas, für den in dieser Phase sicherlich nicht ganz unwichtigen Anschlusstreffer reichte es allerdings nicht. Schlimmer noch: Trotz überstandenem Powerplay konnte man sich in der 19. Minute mal wieder nicht befreien und kassierte zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt das 0:3. Englbrecht brachte noch vor der Pause Carlo Schwarz für Messerer.
In der Folge wogte die Partie hin und her. Torszenen gab es auf beiden Seiten reichlich. Kein Zweifel: Was die mehr als 500 Zuschauer da geboten bekamen, lag deutlich über dem üblichen Landesliga-Niveau. Im Schlussdrittel nahm die Dominanz der Gäste immer mehr zu – aber parallel packte auch Ambergs Keeper immer stärkere Paraden aus. „Oli war überragend“, sagte ERSC-Coach Dan Heilman bei der Pressekonferenz. Dass er in der vorletzten Minute dann doch ein Tor kassierte, war nur noch Ergebniskosmetik – und der EVM muss weiter auf Auswärtspunkte in Amberg warten.

Tore: 1:0 (3:01) Köbele (Vlach), 2:0 (5:58) Vlach (Köbele, Schmitt), 3:0 (18:41) Brabec (Keil), 3:1 (58:56) Groß (Krämmer, Steiger). Strafminuten: 6/6. Zuschauer: 519.
Aufstellung: Messerer, Schwarz (ab 18:41); Seidlmayer, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner; Stuckenberger, Indra, Hanöffner, Groß, Asen, Killermann, Abstreiter, Horava, Möhle. 

8:1 gegen Bad Aibling - dieses war der dritte Streich

Samstag, 18. Januar 2020
Auch das Überraschungsteam aus Bad Aibling konnte den EVM nicht aufhalten. Der deutliche 8:1 (2:0, 3:1, 3:0)-Heimerfolg war der dritte grün-gelbe Dreier im dritten Aufstiegsrundenspiel. Damit kletterten die Dreirosenstädter auf den zweiten Tabellenplatz.
Angesichts der beiden knappen Aufeinandertreffen in der Vorsaison hatte der eine oder andere Moosburger Eishockey-Fan einen ziemlichen zähen Abend befürchtet. Doch die Gäste, die auf einige Leistungsträger in der Offensive verzichten mussten, gaben lediglich bis zur Anfangsphase des zweiten Abschnitts, als sie 13 Sekunden nach Wiederbeginn und im direkten Anschluss an ein verpasstes Powerplay auf 1:2 verkürzten, einen ebenbürtigen Gegner ab. "Um hier etwas holen zu können, hätten wir mehr laufen und kämpfen müssen. Aber wir waren viel zu weit vom Gegner weg", bemängelte EHC-Coach Manfred Sasjadvolk nach der Partie, während sein Gegenüber Bernie Englbrecht sichtlich zufrieden mit dem "souveränen Sieg" war.
Bereits im ersten Drittel verfügten die Hausherren zwar über eine optische Überlegenheit, die Aibdogs waren mit ihren schnellen Kontern aber mindestens genau so torgefährlich. Englbrecht: "Das hätte auch anders laufen können, wenn Bad Aibling seine guten Chancen genutzt hätte." Doch beide Keeper konnten ihre Kästen sauberhalten - bis in der 13. Minute ein Distanzschuss von EVM-Verteidiger Markus Gröger zum 1:0 im Netz zappelte. Vier Minuten später schlug dann erstmals Topscorer Miloslav Horava zu. Für die Gastgeber lief zumindest vom Ergebnis her alles nach Plan.
Nach besagtem Anschluss der Aiblinger schaltete der EVM einen Gang nach oben und dominierte das Geschehen auf dem Eis nun fast nach Belieben: Peter Abstreiter (27.), Kevin Steiger in Überzahl (29.) und Stefan Groß (35.) schraubten die Führung auf 5:1. Von den Gästen kam derweil immer weniger Gegenwehr.
So ging es auch im Schlussabschnitt weiter. Nach dreieinhalb Minuten düpierte die aktuelle Moosburger Paradereihe Indra-Horava-Abstreiter die EHC-Defensive und machte das halbe Dutzend voll. Nachdem sich Stefan Groß als "Doppelpacker" bezeichnen durfte (45.), kam der große Auftritt von EVM-Eigengewächs Alex Asen: Von Daniel Loidl und Basti Krämmer bedient, stürmte er fast über die gesamte Eisfläche und krönte sein Solo mit dem Treffer zum 8:1 (54.).

Tore: 1:0 (12:31) Gröger (Möhle), 2:0 (16:35) Horava (Abstreiter), 2:1 (20:13) Schulz (Lukats), 3:1 (26:24) Abstreiter (Indra, Horava), 4:1 (28:37) Steiger (Horava, Indra), 5:1 (34:30) Groß (Möhle, Loidl), 6:1 (43:23) Indra (Horava, Abstreiter), 7:1 (44:52) Groß (Maier), 8:1 (53:42) Asen (Krämmer, Loidl). Strafminuten: 6/4. Zuschauer: 128.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Maier, Eigner, Seidlmayer, Krämmer, Steiger; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Loidl, Abstreiter, Groß. 

Kann der EVM gegen Bad Aibling und Amberg seinen Lauf fortsetzen?

Donnerstag, 16. Januar 2020
Mit der maximalen Ausbeute von sechs Punkten aus den beiden Auftaktspielen der Aufstiegsrunde geht der EV Moosburg ins zweite Wochenende. Im Freitags-Heimspiel gegen Bad Aibling (19.30 Uhr, Clariant-Arena) und am Sonntag beim ERSC Amberg (18.30 Uhr; Busabfahrt 14.30 Uhr) wollen die Englbrecht-Schützlinge ihren Lauf fortsetzen.
Doch es ist Vorsicht geboten, besonders im Aufeinandertreffen mit den „Aibdogs“. Der Überraschungsqualifikant gilt als der große Außenseiter in dieser Gruppe. „Aber Underdogs existieren für mich sowieso nicht“, entgegnet Moosburgs Trainer Bernie Englbrecht. „In dieser Runde gibt es keinen Grund, jemanden zu unterschätzen.“ Zumal er sich noch gut an die beiden Aufeinandertreffen mit dem EHC im Vorjahr erinnert. Reichte es da in Bad Aibling noch für einen mühsamen 4:2-Sieg, setzte es zuhause eine 3:4-Pleite. Bis dato hat der Vorrunden-Vierte zwar noch keinen Zähler auf dem Konto, war beim 1:3 in Buchloe aber nicht weit davon entfernt.
Schon ganz heiß ist Englbrecht auf das Gastspiel in Amberg. Nachdem seine Mannschaft für den Auftritt dort in der Vorrunde zwar Lob von allen Seiten erhalten hatte, nach dem 4:6 aber erneut ohne Zählbares nach Hause fuhr, fordert der EVM-Trainer, „jetzt endlich mal dort zu punkten“. Schließlich war die Amberger Eishalle auch in den Spielzeiten davor nie ein gutes Pflaster für die Grün-Gelben.
Die „Wild Lions“ haben zum Auftakt der Aufstiegsrunde gleich für zwei Überraschungen gesorgt: Nach dem unerwartet deutlichen 2:6 zuhause gegen Buchloe fügten sie Gruppe-2-Primus Ulm beim 5:2 die erste Heimniederlage der Saison zu. Klar, dass sie jetzt auch vor heimischer Kulisse die ersten Zähler einfahren wollen.
Abzuwarten bleibt, mit welcher Aufstellung Bernie Englbrecht diese beiden Herausforderungen in Angriff nehmen kann. Insbesondere in der Offensive gibt es noch Fragezeichen: Jakob Killermann – nach einer Spieldauer-Disziplinarstrafe im Isar-Derby gegen Dingolfing gesperrt – steht definitiv wieder im Kader. Der Einsatz von Angreifer Daniel Möhle ist dagegen noch fraglich. Immerhin haben sich Befürchtungen aber nicht bestätigt, dass der Schuss auf den Schlittschuh, den er am Freitag in Haßfurt hatte hinnehmen müssen, eine schwerere Verletzung zur Folge hat. Schon wieder locker mittrainieren konnte in dieser Woche Stürmerkollege Max Retzer, dessen lädierte Schulter bereits gute Fortschritte macht. 

Miloslav Horava EVM-Topscorer der Vorrunde

Dienstag, 14. Januar 2020
Mit 26 Toren und 28 Vorlagen hat sich der Tscheche Miloslav Horava Rang eins in der EVM-internen Scorerliste nach der Vorrunde gesichert. Hinter ihm folgen zwei weitere Stürmer: Peter Abstreiter (40 Punkte) und Daniel Möhle (27). Hier alle Moosburger Eishackler auf einen Blick:

1. Miloslav Horava 54 Punkte (26 Tore, 28 Assists)
2. Peter Abstreiter 40 (19, 21)
3. Daniel Möhle 27 (13, 14)
4. Nolan Regan 23 (10, 13)
5. Tobias Hanöffner 22 (4, 18)
6. Bastian Krämmer 13 (2, 11)
7. Kevin Steiger 11 (3, 8)
8. Stefan Groß 10 (6, 4)
9. Vincenz Maier 10 (4, 6)
10. Alexander Asen 9 (6, 3)
11. Jakob Killermann 9 (3, 6)
12. Lars Eigner 8 (2, 6)
13. Max Retzer 6 (2, 4)
13. Christian Seidlmayer 6 (2, 4)
15. Markus Gröger 4 (1, 3)
16. Tobias Stuckenberger 3 (2, 1)
17. Armin Rotzinger 2 (0, 2) 

5:3 gegen Dingolfing - zweiter Sieg im zweiten Aufstiegsrundenspiel

Montag, 13. Januar 2020
Der Angstgegner ist keiner mehr: Nach den beiden Vorrundenpleiten gelang dem EV Moosburg im ersten Aufstiegsrunden-Heimspiel gegen die Dingolfinger Isar-Rats mit 5:3 (3:1, 2:1, 0:1) endlich der erste Sieg. Damit holten die Dreirosenstädter am Auftaktwochenende das Maximum von sechs Punkten.
Diejenigen der rund 320 Zuschauer in der Clariant-Arena, die erst nach der 25. Minute gekommen waren, hatten die Offensiv-Highlights der Gastgeber allesamt schon verpasst. Denn der EVM legte eine bärenstarke Anfangsphase hin, überrumpelte die Niederbayern regelrecht. Nur eine Minute nach der frühen Führung durch Vincenz Maier (5.) schnappte sich Miloslav Horava in Unterzahl die Scheibe und bediente Neuzugang Marek Indra, der auf 2:0 erhöhte. Und auch das dritte Moosburger Tor fiel mit einem Mann weniger auf dem Eis: Erneut durchkreuzte Horava die Offensiv-Pläne der Ratten, passte zu Peter Abstreiter – 3:0.
Doch jetzt häuften sich die Undiszipliniertheiten bei den Grün-Gelben, die diesmal neben dem gesperrten Jakob Killermann auch den angeschlagenen Daniel Möhle ersetzen mussten (Daniel Loidl und Pascal Eder von der U 20 halfen aus). Das folgende 5:3-Powerplay ließen sich die BMW-Städter nicht entgehen und kamen zu ihrem ersten Treffer (17.).
Aber auch im zweiten Abschnitt erwies sich die Englbrecht-Truppe als Schnell-starter. Besonders ein Mann stand nun im Mittelpunkt: Peter Abstreiter. In der 22. und 26. Minute komplettierte der Goalgetter seinen Hattrick. 5:1 – die Vorentscheidung? Noch lange nicht. Denn auch die Gäste hatten einen „Abstreiter“ im Kader: den Tschechen David Bilek. Während von den äußerst kleinlich pfeifenden Referees in einer eigentlich ziemlich fairen Partie nun in schöner Regelmäßigkeit Spieler in die Kühlbox geschickt wurden – am Ende kamen so 44 Moosburger (inklusive zwei „Zehner“) und 12 Dingolfinger Strafminuten zusammen –, nutzte Bilek eine sich ergebende Überzahl für die Isar-Rats zum 2:5 – sein zweiter Treffer.
Mit Tor Nummer drei eröffnete der EVD-Angreifer den Schlussabschnitt. Jetzt wurde es noch mal richtig spannend. Den Moosburgern ging nicht zuletzt aufgrund der vielen Unterzahl-Situationen langsam die Kraft aus, aber auch die Gäste-Spieler wirkten nicht mehr allzu frisch. In den letzten fünf Minuten konnten sie sich zwar richtig im EVM-Drittel einnisten, die wacker dagegenhaltenden Hausherren und ihr nun über sich hinauswachsende Schlussmann Linus Messerer verhinderten jedoch einen weiteren Dingolfinger Treffer. Der Angstgegner war endlich besiegt.

Tore: 1:0 (4:30) Maier (Abstreiter, Indra), 2:0 (5:38) Indra (Horava), 3:0 (14:46) Abstreiter (Horava), 3:1 (16:27) Bilek (Michel, Kößl), 4:1 (21:16) Abstreiter (Krämmer, Hanöffner), 5:1 (25:11) Abstreiter (Indra, Horava), 5:2 (31:35) Bilek (Kößl, Ferstl), 5:3 (40:43) Bilek (Michel). Strafminuten: EVM 24 + 10 (Steiger) + 10 (Indra); EVD 12. Zuschauer: 321.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger; Groß, Asen, Seidlmayer, Indra, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Loidl, Hanöffner, Eder. 

EVM sorgt mit Auftaktsieg in Haßfurt für Paukenschlag

Sonntag, 12. Januar 2020
Mindestens zehn Tore, irrwitzige Spielverläufe und Fans am Rande des Nervenzusammenbruchs. Wenn der EVM in Haßfurt gastiert, war das in den vergangenen Jahren selten was für schwache Nerven. Genau so sollte auch der Aufstiegsrunden-Auftakt am Freitag verlaufen, den die Moosburger nach einer dramatischen Schlussphase mit 7:5 (1:1, 3:3, 3:1) gewannen. Für die Hausherren war es die erste Heimniederlage der Saison.
"Ein wildes Spiel" hatte EVM-Coach Bernie Englbrecht gesehen, "ein vogelwildes" sogar sein Hassfurter Pendant Volker Hartmann. Beide bezogen sich damit in erster Linie auf die letzten vier Minuten, in denen die Gastgeber kurzzeitig alle Trümpfe in der Hand hatten - aber nichts draus machten. Moosburg führte bis dahin mit 5:4 und sah fast wie der sichere Sieger aus, weil die Unterfranken viereinhalb Minuten vor der Schlusssirene eine Zwei-Minuten-Strafe kassierten. Doch in Unterzahl kam Hassfurt per Konter zum vielumjubelten Ausgleich. Und nicht nur das: Kurz darauf musste ein Gäste-Spieler in die Kühlbox - die Chance, für den ESC, das Match zu seinen Gunsten zu entscheiden.
Aber die nutzten die Hawks nicht, packten in der Folge die Brechstange aus, um ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht zu werden. Hartmann: "Da wollten wir dann vielleicht zu viel und hätten lieber die Overtime und den sicheren Punkt nehmen sollen". Mitten in die Offensivbemühungen des ESC platzten 30 Sekunden vor Schluss die Gäste mit einem Konter - und Daniel Möhle vollendete zum 6:5. Nachdem die Hausherren auch noch das vorletzte Bully im Moosburger Drittel verloren und ihren Goalie aus dem Tor genommen hatten, gab ihnen EVM-Neuzugang Marek Indra mit einem Schuss ins leere Tor den Rest.
Überhaupt hatte Indra ein mehr als ordentliches Debüt hingelegt, den EVM Anfang des zweiten Drittels mit 3:2 in Führung geschossen. Eine Phase, in der Moosburg einige gute Chancen hatte, in der Folge außer Miloslav Horavas Tor zum 4:2 (35.) aber nicht mehr heraussprang. "Da hätten wir für eine Vorentscheidung sorgen können, vielleicht sogar müssen", resümierte Co-Trainer Hans Eder. So allerdings konnten die Hawks noch einmal ausgleichen. Die Grundlage für besagte dramatische Schlussminuten - mit dem Happy-End für Grün-Gelb.

Tore: 1:0 (1:33) Babkovic (Franek), 1:1 (7:19) Abstreiter (Horava), 1:2 (20:43) Horava (Eigner, Indra), 2:2 (22:18) Breyer (Babkovic, Masel), 2:3 (24:28) Indra (Hanöffner, Eigner), 2:4 (34:31) Horava (Abstreiter, Maier), 3:4 (34:45) Babkovic (Franek), 4:4 (38:15) Hornak (Trübenekr, Breyer), 4:5 (45:00) Groß (Hanöffner), 5:5 (55:59) Trübenekr (Babkovic, Hora), 5:6 (59:34) Möhle (Hanöffner, Groß), 5:7 (59:56) Indra (Horava). Strafminuten: ESC 6+10; EVM 10+5+Spieldauer Killermann. Zuschauer: 488.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Seidlmayer; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Horava, Abstreiter, Indra, Stuckenberger, Groß. 

EVM startet mit Marek Indra in die Aufstiegsrunde

Donnerstag, 9. Januar 2020
Auch wenn vier Teams aus der Landesliga-Gruppe 2 dazugekommen sind, eröffnet der EVM die Aufstiegsrunde zur Bayernliga mit Partien gegen zwei alte Bekannte: Am Freitag sind die Grün-Gelben beim ESC Haßfurt zu Gast (19.30 Uhr; Busabfahrt 15 Uhr), am Sonntag empfängt man die Dingolfinger Isar-Rats in der Clariant-Arena (17.15 Uhr).
Um für die neuen Aufgaben gewappnet zu sein, hat die sportliche Leitung der Moosburger gehandelt - und zwar auf der Ausländerposition: Der Kanadier Nolan Regan wird den EVM verlassen, dafür wechselt der Tscheche Marek Indra (30) an die Isar. "Man hat schon im Training gesehen, dass er was drauf hat. Jetzt hoffen wir natürlich, dass er auch in den Spielen eine Verstärkung ist", sagt Coach Bernie Englbrecht über den Außenstürmer, der zuletzt für den Liga-Konkurrenten TSV Trostberg auflief. Dort bedauert man den Abgang, weil Indra "ein begnadeter Eishockeyspieler" (Chiefs-Abteilungsleiter Johannes Käsmaier) sei. Allerdings habe ihm etwas die Effektivität gefehlt. Der Tscheche hat bereits viel von Europa gesehen, war nach seiner Ausbildung bei Slavia Prag und in diversen Jugend-Nationalmannschaften unter anderem in der zweiten und dritten Liga Tschechiens, der Schweizer Nationalliga B, der ersten polnische Liga und der zweiten britischen Division aktiv.
Nachdem Nolan Regan in der Vorsaison noch Topscorer der Moosburger war, ist er heuer noch nicht so richtig in Fahrt gekommen. Wie zu hören war, ist er allerdings bereits bei einem anderen Landesligisten im Gespräch. Zurück zu Indra: Wurden seitens des Vereins alle Hausaufgaben in Sachen Verbandsunterlagen gemacht, wird er an diesem Wochenende erstmals für die Moosburger auflaufen.
Während der EVM am Sonntag im dritten Isar-Derby der laufenden Saison gegen Dingolfing bis auf den immer noch verletzten Max Retzer komplett sein dürfte, wird sich für das Gastspiel in Haßfurt beim einen oder anderen Spieler (aus beruflichen Gründen) erst kurzfristig entscheiden, ob er den Bus in Richtung Unterfranken schafft. Englbrecht erinnert jedoch daran, dass seine Jungs beim "Meister" der Gruppe 1 auch mit lediglich elf Feldspielern Mitte Dezember (4:7) ihre Chancen hatten. Das Heimspiel hatte der EVM mit 8:3 gewonnen. Gegen Dingolfing gingen die Moosburger in beiden Vorrundenpartien (5:6, 5:9) leer aus, weshalb sich der Coach in dem Prestigeduell eine entsprechende Antwort erhofft. "Wenn wir um den vierten Platz mitspielen wollen, sollten wir da schon punkten", weiß Englbrecht. 

Der Aufstiegsrunden-Spielplan ist da!

Montag, 6. Januar 2020
Die Termine für die Aufstiegsrunde zur Bayernliga sind da. Und bereits das erste Wochenende (auswärts in Haßfurt und daheim gegen Dingolfing) hat es in sich:
Freitag, 10. Januar, 19.30 Uhr: ESC Haßfurt vs. EVM
Sonntag, 12. Januar, 17.15 Uhr: EVM vs. EV Dingolfing
Freitag, 17. Januar, 19.30 Uhr: EVM vs. EHC Bad Aibling
Sonntag, 19. Januar, 18.30 Uhr: ERSC Amberg vs. EVM
Freitag, 24. Januar, 19.30 Uhr: ESC Kempten vs. EVM
Sonntag, 26. Januar, 17.15 Uhr: EVM vs. ESV Buchloe
Freitag, 31. Januar, 19.30 Uhr: EVM vs. VfE Ulm/Neu-Ulm
Sonntag, 2. Februar: spielfrei
Freitag, 7. Februar, 20 Uhr: ESV Buchloe vs. EVM
Sonntag, 9. Februar, 17.15 Uhr: EVM vs. ESC Kempten
Freitag, 14. Februar, 19.30 Uhr: EVM vs. ERSC Amberg
Sonntag, 16. Februar, 18.45 Uhr: EHC Bad Aibling vs. EVM
Freitag, 21. Februar, 19.30 Uhr: EVM vs. ESC Haßfurt
Sonntag, 23. Februar, 18 Uhr: EV Dingolfing vs. EVM
Freitag, 28. Februar: spielfrei
Sonntag, 1. März, 18 Uhr: VfE Ulm/Neu-Ulm vs. EVM

Modus: Die Teams, die nach dieser Runde auf den Plätzen eins bis vier liegen, sind für die Playoffs qualifiziert. Im Modus Best-of-three trifft der Erste auf den Vierten und der Zweite auf den Dritten. Die jeweiligen Sieger dieser Runden haben den Aufstieg in die Bayernliga geschafft. 

Generalprobe für Aufstiegsrunde in Trostberg geglückt

Montag, 6. Januar 2020
Bei nahezu idealen Open-Air-Bedingungen und vor einer prächtigen Kulisse hat der EVM am Sonntag wenige Tage vor Beginn der Aufstiegsrunde auf die Erfolgsspur zurückgefunden: 9:3 (2:1, 2:0, 5:2) gewannen die Grün-Gelben nach einem überzeugenden Auftritt beim Schlusslicht TSV Trostberg.
Tabellarisch hat dieser Sieg allerdings keine Auswirkungen. Weil der EV Dingolfing parallel Waldkirchen knapp mit 5:4 geschlagen hat, bleiben die Englbrecht-Schützlinge auf Rang vier. Was bedeutet: Der EVM muss zum Auftakt der am kommenden Freitag startenden Aufstiegsrunde zum Gruppe-1-Primus ESC Haßfurt. Zwei Tage später besteht dann auf eigenem Eis die Chance, sich gegen den EV Dingolfing für die beiden Vorrunden-Pleiten zu revanchieren.
Beim Blick auf die Zuschauerränge konnte man kaum glauben, dass hier der abgeschlagene Tabellenletzte spielt. Rund 300 gut gelaunte Zuschauer unterstützten ihr Team auch dann noch, als die Moosburger im Schlussabschnitt längst davongezogen waren. Davor hielten die Chiefs gut mit, beantworteten die frühe Gäste-Führung durch Stefan Groß (3.) mit dem viel umjubelten 1:1 (8.). Doch Peter Abstreiter schoss sein Team noch im ersten Abschnitt wieder in Front (13.), und nach dem Seitenwechsel konnte sich der konzentriert agierende EVM sogar ein kleines Polster herausspielen: Dank eines Doppelschlags von Nolan Regan (22./24.) stand es bald 4:1.
Zum Auftakt der letzten 20 Minuten schöpften die Hausherren noch einmal Hoffnung: Doch der 2:4-Anschluss (42.) war nicht mehr als ein kurzes Aufbäumen. Die Dreirosenstädter hatten das Geschehen auf dem Eis voll und ganz unter Kontrolle – was sich auch bald in weiteren Moosburger Toren niederschlug: Kevin Steiger (48.), Jakob Killermann (54.), Groß und Tobias Hanöffner (beide 55.) sorgten mit den Treffern zum 8:2 für die Entscheidung. Nach einer kleinen Ergebniskorrektur der Trostberger Chiefs setzte Abstreiter in der Schlussminute mit Gäste-Tor Nummer neun auch den Schlusspunkt hinter dem letzten Vorrundenmatch.

Tore: 0:1 (2:48) Groß (Horava, Regan), 1:1 (8:24) Weberstetter, 1:2 (12:02) Abstreiter (Möhle), 1:3 (21:06) Regan (Groß, Horava), 1:4 (24:42) Regan (Horava), 2:4 (41:26) Schmidt (Jelinek), 2:5 (47:28) Steiger (Eigner, Abstreiter), 2:6 (53:08) Killermann (Eigner), 2:7 (54:01) Groß (Regan), 2:8 (54:30) Hanöffner, 3:8 (57:24) Schmidt (Kruck, Feldner), 3:9 (59:10) Abstreiter (Möhle). Strafminuten: 10/8. Zuschauer: 298.
Aufstellung: Probst, Messerer; Seidlmayer, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner; Stuckenberger, Regan, Hanöffner, Groß, Asen, Killermann, Abstreiter, Horava, Möhle. 

Letztes Vorrundenspiel beim TSV Trostberg

Freitag, 3. Januar 2020
Noch in der Vorsaison lautete die Frage, als der EVM am letzten Spieltag der Hauptrunde nach Trostberg reiste: Klappt es mit der Aufstiegs- oder ruft die Abstiegsrunde? Diese stellt sich heuer nicht mehr, weil die Moosburger bereits fix für die Top vier qualifiziert sind. Entscheiden wird sich am Sonntag ab 17.30 Uhr (Busabfahrt 14.15 Uhr an der Clariant-Arena) im Freiluftstadion der Chiefs allerdings, ob die Grün-Gelben – ein Punkt Rückstand auf Dingolfing (zuhause gegen Waldkirchen) – noch den Sprung auf Platz drei schaffen.
Personell sind die Voraussetzungen nicht allzu rosig: Angreifer Max Retzer wird nach seiner Schulterverletzung, die er sich im Heimspiel gegen Selb zugezogen hat, noch bis Mitte Januar ausfallen und Verteidiger Armin Rotzinger gehört inzwischen nicht mehr zum Kader. Durch die Rückkehr von Stefan Groß stehen Englbrecht im Idealfall aber immerhin drei komplette Blöcke zur Verfügung – etwaige U 20-Spieler noch nicht eingerechnet.
Das Hinspiel gegen den TSV Trostberg war eine zähe Angelegenheit. Auch wenn sich das Ergebnis (6:2) klar anhört, haben die Moosburger bis ins Schlussdrittel gebraucht, um gegen den kämpferisch starken Tabellenletzten den Sack zuzumachen. Mit derartiger Gegenwehr darf auch diesmal gerechnet werden. 

5:9 - EVM geht bei den Isar-Rats baden

Montag, 30. Dezember 2019
Fünf ganz schwache Minuten zu Beginn des zweiten Drittels haben den EVM am Sonntag in Dingolfing auf die Verliererstraße gebracht: Vor der rekordverdächtigen Kulisse von 850 Zuschauern siegten die gastgebenden Isar-Rats am Ende klar mit 9:5 (1:1, 6:2, 2:2) – und verdrängten Moosburg vom dritten Platz.
Während die ersten (1:1) und die letzten 20 Minuten (2:2) des Isar-Derbys ziemlich ausgeglichen und unaufgeregt verliefen, verpatzten die Gäste, bei denen Kevin Steiger und Max Retzer verletzungsbedingt fehlten, die Anfangsphase des zweiten Drittels komplett: Ausgerechnet der Ex-Moosburger David Michel war es, der mit einem Doppelschlag in der 22. (per gehobenem Bauerntrick) und 23. Minute die Schlafmützigkeit der EVM-Defensive bestrafte. Doch die Grün-Gelben brachten weiterhin keinen Schlittschuh aufs Eis, kassierten noch in derselben Minute ihre erste Strafzeit – und das 1:4 (25.). Über ihr zweites Tor (ebenfalls 25.) durch Miloslav Horava konnten die Dreirosenstädter nur kurz jubeln, weil das tschechische EVD-Duo Michel/Bilek 60 Sekunden später den alten Abstand wieder herstellte.
Und es sollte noch dicker kommen: Da Moosburgs Goalie Linus Messerer in dieser Szene der Schläger kaputtgegangen war und er, um sich einen neuen zu holen, ohne die Schiris zu informieren, die Mittellinie überquert hatte, gab es für EVM-Coach Bernie Englbrecht nur eine Option, um eine Strafe zu verhindern: kurzzeitig den Keeper wechseln. Carlo Schwarz betrat unaufgewärmt das Eis – und kassierte wenige Sekunden später das 2:6 (27.).
Der EVM gab sich zwar in der Folge nicht auf, erspielte sich einige gute Chancen und kam durch Horava (30.), Nolan Regan (46.) und Christian Seidlmayer (59.) auch noch zu weiteren Treffern, auf weniger als drei Tore konnte man den Abstand zu den ebenso treffsicheren Isar-Rats aber nicht mehr verkürzen.
Dingolfing schob sich mit diesem Sieg an den Moosburgern vorbei wieder auf den dritten Rang. Da sie allerdings nur einen Punkt Vorsprung haben, wird sich erst am letzten Spieltag (Heiligdreikönig) entscheiden, wer als Tabellendritter und wer als Vierter in die Aufstiegsrunde einzieht.

Tore: 1:0 (8:22) Bilek (Michel), 1:1 (14:40) Möhle (Abstreiter, Seidlmayer), 2:1 (21:32) Michel (Bilek), 3:1 (22:38) Michel (Kößl, Bilek), 4:1 (24:06) Trew (Kößl), 4:2 (24:54) Horava (Groß), 5:2 (25:46) Bilek (Michel), 6:2 (26:19) Kößl (Simbeck), 6:3 (29:22) Horava (Krämmer), 7:3 (37:51) Michel (Bilek), 7:4 (45:34) Regan (Krämmer, Hanöffner), 8:4 (54:17) Michel (Bilek), 8:5 (58:06) Seidlmayer (Möhle, Horava), 9:5 (59:49) Bilek (Michel, Schneider). Strafminuten: 4/8. Zuschauer: 848.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Krämmer, Maier, Eigner, Seidlmayer; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Eder, Loidl, Abstreiter, Groß. 

4:3-Overtime-Sieg in Selb - Aufstiegsrunde komplett

Sonntag, 29. Dezember 2019
Zum Ende der Vorrunde legt der EVM noch einmal eine Siegesserie hin: Nach den drei erfolgreichen Heimspielen gewannen die Dreirosenstädter am Freitag auch bei der Selber 1b mit 4:3 (0:1, 1:1, 2:1, 1:0) – mussten dafür allerdings in die Verlängerung.
Für die Englbrecht-Truppe war das Gastspiel in der Porzellanstadt der erwartet harte Brocken. Von Beginn an – die im Vergleich zum Hinspiel in der Vorwoche deutlich besser aufgestellten Wölfe gingen in der 8. Minute in Führung – mussten die Moosburger einem Rückstand hinterherlaufen. Nachdem Miloslav Horava (33.) und Tobias Hanöffner (45.) jeweils ausgeglichen hatten, legten die Gastgeber wieder ein Tor drauf (36./51.). Auf Vincenz Maiers Treffer zum 3:3 (56.) fiel den Oberfranken allerdings nichts mehr ein – obwohl sie in der dramatischen Schlussphase eigentlich die besseren Karten hatten. Die mussten die Grün-Gelben nämlich ab zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit einem Mann weniger bestreiten: Als Kevin Steiger gerade seine Strafe abgesessen hatte, wurde Verteidigerkollege Bastian Krämmer in den Schlusssekunden in die Kühlbox geschickt. Was bedeutete: Auch die folgende Overtime bot der VER ein Powerplay.
Aber zum Glück hat der EV Moosburg da ja einen Spezialisten: Topscorer Miloslav Horava. Der klaute den Gastgebern bei ihren Überzahl-Bemühungen die Scheibe und verwertete den folgenden Alleingang nach 59 Sekunden Verlängerung eiskalt zum 4:3-Siegtreffer – sein 24. Saisontor.
Seit vergangenem Wochenende ist übrigens auch die am 10. Januar beginnende Aufstiegsrunde komplett. Als letztes Team hat sich dafür der EHC Bad Aibling qualifiziert. Die weiteren Gegner: VfE Ulm/Neu-Ulm, ESV Buchloe, ESC Kempten (alle Gruppe 2), ESC Haßfurt, ERSC Amberg und EV Dingolfing (alle Gruppe 1). Nach einer Einfach-Runde folgt der Playoff-Modus: Der Erste spielt gegen den Vierten und der Zweite gegen den Dritten. Die beiden Sieger sind für die Bayernliga qualifiziert und ermitteln auch noch den Landesliga-Meister.

Tore: 1:0 (7:45) Gimmel (Warkus, Bauer), 1:1 (32:08) Horava (Hanöffner, Abstreiter), 2:1 (35:51) Heinritz (Silbermann, Lück), 2:2 (45:14) Hanöffner (Groß, Maier), 3:2 (50:41) Klughardt (Warkus, Bauer), 3:3 (55:02) Maier (Regan, Groß), 3:4 (60:59) Horava (3-4). Strafminuten: 6/6. Zuschauer: 46.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Seidlmayer, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner; Stuckenberger, Regan, Loidl, Hanöffner, Groß, Asen, Abstreiter, Horava, Möhle, Eder. 

Noch drei Auswärtsspiele bis zur Aufstiegsrunde

Mittwoch, 25. Dezember 2019
Die Vorbereitung auf die Mitte Januar startende Aufstiegsrunde zur Bayernliga kann beginnen. Drei Vorrunden-Partien muss der EVM bis dahin noch absolvieren - allesamt auswärts. Da die Punkte nicht mitgenommen werden, spielt es zwar letztlich keine Rolle, wie viele Zähler das Abschlussprogramm noch einbringt, doch ein kleines Ziel könnten sich die Grün-Gelben doch setzen: Rang drei gegen den ebenfalls schon fix für die Playoffs qualifizierten EV Dingolfing verteidigen. Bei besagten Isar-Rats, die punktgleich mit Moosburg den vierten Platz einnehmen (aber das schlechtere Torverhältnis haben), treten die Englbrecht-Schützlinge am kommenden Sonntag an (18 Uhr). Eigentlich sollte schon die unglückliche 5:6-Heimpleite vom dritten Spieltag Motivation genug sein, die BMW-Städter in eigener Halle zu schlagen.
Bereits am Freitag kommt es zum Rückspiel bei den Selber Wölfen (20 Uhr), die man am vergangenen Sonntag dank eines starken Endspurts noch klar mit 8:2 besiegt hat. Deren Coach Stefan Wegmann kündigte jedoch bei der Pressekonferenz an: "Nächste Woche sollten wir wieder besser besetzt sein. Deshalb hoffe ich, dass es eine deutlich knappere Angelegenheit wird." Fans, die den EVM nach Oberfranken begleiten wollen, sind wie immer im Mannschaftsbus willkommen, der um 15.45 Uhr vor der Clariant-Arena abfährt. 

Nach 8:2-Sieg über Selb für die Aufstiegsrunde qualifiziert

Montag, 23. Dezember 2019
Viel besser hätte das Timing kaum sein können: Am letzten Spieltag vor Heiligabend und am Tag der Mannschafts-internen Weihnachtsfeier hat sich der EVM mit einem 8:2 (2:1, 1:1, 5:0)-Erfolg über die 1b der Selber Wölfe – und, weil die Konkurrenten Bayreuth und Pegnitz parallel verloren haben – vorzeitig für die Mitte Januar beginnende Aufstiegsrunde zur Bayernliga qualifiziert.
Dass es zur Zeit ohne Zittern nicht geht, haben ja schon die beiden vorangegangenen Heimspiele gegen Freising und Trostberg gezeigt. Diesmal ließen es die Gastgeber im zweiten Drittel ein wenig zu lässig angehen: Als Miloslav Horava einen Penalty zum 3:1 verwandelt hatte (30.), taten die Hausherren nur noch das Nötigste – wohl in der Absicht, Energie für die folgenden Feierlichkeiten zu sparen. Als man hinter dem eigenen Tor die Scheibe herschenkte und so den ziemlich überflüssigen 3:2-Anschlusstreffer ermöglichte, machte sich unter den zuletzt leidgeprüften Fans wieder Unbehagen breit. „Müssen wir gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller wirklich immer bis ins letzte Drittel zittern?“, fragte einer.
Wenigstens erlöste ihn und die anderen Zuschauer das Team bereits in den ersten Minuten dieses Abschnitts: Vierfach-Torschütze Horava (44./45./48.) und Doppelpacker Stefan Groß (45.) machten mit den verdutzten Selbern kurzen Prozess und sorgten für einen dann doch beruhigenden 7:2-Vorsprung. Tobias Hanöffner setzte fünf Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt.
Die Gäste, die diesmal einige Stammakteure an ihre erste Mannschaft hatten abgeben müssen, standen bereits ab der 12. Minute mit nur noch drei Verteidigern da, weil Johannes Schmid nach einem unglücklichen Check gegen Moosburgs Max Retzer (musste ebenfalls vom Eis) von den Schiris mit „Spieldauer“ zum Duschen geschickt worden war. So hielt auch ihre frühe 0:1-Führung (43. Sekunde) nicht allzu lang: Abstreiter (7.) und Groß bei 5:3-Überzahl (15.) besorgten die ersten zwei EVM-Tore. Es sollten bekanntlich noch ein paar folgen.
Für Moosburgs Kufenflitzer, die dank des Sechs-Punkte-Wochenendes Dingolfing überholt haben und jetzt Rang drei belegen, folgen zum Jahreswechsel noch drei weniger bedeutsame Auswärtsspiele, bevor dann in der Woche nach Heiligdreikönig die Termintagung für die Aufstiegsrunde über die Bühne geht. Bereits qualifiziert sind neben dem EVM aus der Gruppe 1 Haßfurt, Amberg und Dingolfing sowie aus Gruppe 2 Ulm, Buchloe und Kempten.

Tore: 0:1 (0:41) Wich (Tausend), 1:1 (6:52) Abstreiter (Möhle, Hanöffner), 2:1 (14:06) Groß (Gröger), 3:1 (29:14) Horava (Penalty), 3:2 (34:15) Wich (Pfänder), 4:2 (43:34) Horava (Abstreiter, Steiger), 5:2 (44:30) Groß (Möhle), 6:2 (44:59) Horava (Hanöffner, Abstreiter), 7:2 (47:19) Horava (Möhle, Abstreiter), 8:2 (54:25) Hanöffner (Krämmer). Strafminuten: EVM 8/VER 8+5+Spieldauer Schmid. Zuschauer: 116.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Seidlmayer, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger; Groß, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Hanöffner. 

6:2 gegen Trostberg - EVM sorgt erst im Schlussdrittel für Klarheit

Sonntag, 22. Dezember 2019
Am Ende war die Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten souverän erledigt und die Moosburger Kufencracks konnten sich entspannt der Christbaumversteigerung widmen. Der Weg zum 6:2 (1:0, 3:2, 2:0) über die Trostberg Chiefs war allerdings phasenweise hart und steinig. Erst im Schlussabschnitt konnte durchgeatmet werden.
Dabei gelang den Hausherren abermals ein guter Start: Der Kasten von TSV-Goalie Maximilian Kruck stand von Beginn an unter Beschuss, und nach zehn Minuten feierte Rückkehrer Stefan Groß, den Coach Bernie Englbrecht in die erste Sturmreihe zu Miloslav Horava und Peter Abstreiter gesteckt hatte, mit dem 1:0 einen Einstand nach Maß. Doch die robusten Gäste, ständig körperlich und kämpferisch präsent, ließen sich davon nicht beeindrucken. Sie erspielten sich in der Folge ebenfalls ein paar gute Möglichkeiten.
Als die Grün-Gelben kurz nach dem Pausentee ihre erste Strafe hinnehmen mussten, glich der TSV aus (22.). Doch dabei blieb es nicht: Die Chiefs, die in den vorangegangenen 16 Spielen erst drei Punkte geholt hatten, schalteten einen Gang nach oben. Ein abgefälschter Schuss von der blauen Linie schlug hinter EVM-Goalie Carlo Schwarz zum 1:2 ein.
Es dauerte, bis sich die Englbrecht-Truppe von dem unerwarteten Rückstand erholt hatte. Doch zur Mitte des Matches übernahmen die Gastgeber wieder die Regie: Zunächst besorgte Nolan Regan zum Ende einer 5:4-Überzahl den Ausgleich (32.), Basti Krämmer schoss seine Farben keine zwei Minuten später wieder in Führung, und als Regan beim Torabschluss regelwidrig gestört wurde, verwandelte er den folgenden Penalty zur 4:2-Führung (38.).
Auch wenn Trostberg weiterhin keinen Meter Eis herschenkte, hatten die Moosburger das Geschehen auf selbigem im Schlussdrittel weitestgehend im Griff: Bereits 35 Sekunden nach Wiederbeginn sorgte Daniel Möhle mit dem fünften EVM-Tor für eine kleine Vorentscheidung, der bestens aufgelegte Groß machte in Minute 50 den Deckel drauf: 6:2.
Einziger Aufreger in der Schlussphase war eine 2+2+10-Minuten-Strafe gegen Moosburgs Verteidiger Christian Seidlmayer, der mit dem Ex-Dorfener Stefan Weberstetter aneinandergeraten war. Ansonsten verliefen die letzten Minuten in der Clariant-Arena vorweihnachtlich-harmonisch.

Tore: 1:0 (9:51) Groß (Horava, Abstreiter), 1:1 (21:01) Grapentine (Weberstetter, Tobola), 1:2 (22:35) Tobola (Feldner, Roßmanith), 2:2 (31:28) Regan (Möhle, Horava), 3:2 (33:09) Krämmer (Horava), 4:2 (37:15) Regan (Penalty), 5:2 (40:35) Möhle (Abstreiter, Krämmer), 6:2 (49:52) Groß (Abstreiter, Gröger). Strafminuten: EVM 6 plus 10 Seidlmayer, TSV 10. Zuschauer: 129.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Seidlmayer, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger; Groß, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Hanöffner. 

EVM hat alle sechs Punkte im Visier - Rückkehrer Stefan Groß

Donnerstag, 19. Dezember 2019
Die große Möglichkeit, sich zu Weihnachten selbst zu beschenken, bietet sich dem EVM an diesem Wochenende: Mit zwei Heimsiegen gegen Schlusslicht Trostberg (Freitag, 19.30 Uhr) und den Tabellensiebten Selb 1b (Sonntag, 17.15 Uhr) könnten die Grün-Gelben den möglicherweise entscheidenden Schritt in Richtung Aufstiegsrunde zur Bayernliga machen. Dabei soll auch ein Rückkehrer helfen.
„Kein Zweifel: Für uns zählen an diesem Wochenende nur die sechs Punkte“, gibt Coach Bernie Englbrecht unmissverständlich die Marschrichtung vor. Angst davor, dass es Zitterpartien wie am vergangenen Sonntag gegen den Vorletzten Freising werden könnten, habe er nicht, „aber natürlich Respekt vor den Gegnern“. Trotzdem: „Wenn wir unser Spiel einigermaßen über einen längeren Zeitraum durchziehen, dann sollten wir unsere Ziele auch erreichen.“
Unterstützung erhält die Moosburger Offensive dabei von einem Rückkehrer: Angreifer Stefan Groß, nach Saisonende 2018/19 zum Bayernligisten Erding Gladiators gewechselt, stürmt ab sofort wieder im Trikot der Dreirosenstädter. Als „Kandidat für die zweite Reihe“ bezeichnet Englbrecht den 22-jährigen Straubinger. „In Erding hat er ja nicht so die Eiszeiten bekommen, wie er sich das vorgestellt hat. Deshalb muss ich jetzt mal schauen, wie er drauf ist.“ Er gehe aber davon aus, dass Groß frischen Wind in den Angriff bringt.
Ein frischer Wind scheint in dieser Saison auch beim einstigen Kellerkind Selb 1 b zu wehen. Die Oberfranken haben sich mit 20 Punkten aus 15 Spielen im Mittelfeld der Liga etabliert und sogar noch theoretische Chancen auf Platz vier. Zuletzt allerdings zeigte die Formkurve etwas nach unten: Gegen Amberg kassierte die Reserve der Oberliga-Wölfe zwei zweistellige Klatschen.
Erst drei Zähler auf dem Konto hat Freitagsgegner Trostberg. Die „Chiefs“ sind auch heuer nicht vom Glück verfolgt. Nachdem die Chiemgauer in Selb (3:4) und daheim gegen Dingolfing (5:6) knapp an Zählbarem dran waren, kamen sie sie zuletzt gegen Bayreuth (3:10) unter die Räder.
Zuschauer, die nach dem Heimspiel gegen Trostberg noch nichts vorhaben, sind ab 22 Uhr übrigens wieder zur traditionellen Christbaumversteigerung des EV Moosburg im Eisstüberl eingeladen. 

3:1-Arbeitssieg im Landkreis-Derby

Montag, 16. Dezember 2019

Ein großes Eishockey-Fest war das Landkreis-Derby am Sonntag in der Moosburger Clariant-Arena nicht gerade. Letztlich setzte sich der favorisierte Gastgeber mit einem 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)-Arbeitssieg gegen wacker kämpfende Freising Black Bears durch – und holte damit drei wichtige Zähler im Kampf um einen Platz in der Aufstiegsrunde.
Während Moosburgs Coach Bernie Englbrecht nach den freitäglichen Personalproblemen in Haßfurt wieder mit voller Kapelle antreten konnte, brauchte SEF-Trainer Markus Knallinger nach den jüngsten Abgängen und Ausfällen die Nachwuchsspieler Sami Hamza und Severin Stippl, um zumindest knapp drei Blöcke zusammenzubringen. „Personell ist das gerade wirklich nicht leicht“, sagte er bei der Pressekonferenz. „Deshalb haben die Jungs ihren Job heute wirklich gut gemacht.“
Bis zwei Minuten vor der Schlusssirene waren die Gäste einer Overtime schließlich ziemlich nahe – so nahe, dass die EVM-Fans erst durchatmen konnten, als dem zweifachen Torschützen Daniel Möhle bei doppelter Überzahl das 3:1 (59.) gelang. „Wenn man vorher mit seinen Chancen so fahrlässig umgeht, muss man sich nicht wundern, wenn es dann am Ende noch eng wird“, bilanzierte Englbrecht.
Dabei war den Dreirosenstädtern ein echter Traumstart gelungen: Lars Eigner hatte Daniel Möhle nach eineinhalb Minuten auf die Reise geschickt, und der ließ Black-Bears-Goalie Manuel Hanisch im Eins-gegen-eins keine Chance. Aber das schien den Hausherren erst einmal zu genügen: Nach fünf schwungvollen Minuten ließ man auch die Freisinger am Spiel teilhaben. Die freuten sich besonders über die diversen Strafzeiten, die die Moosburger in der Folge kassierten – wieder mal bevorzugt nach Fouls im gegnerischen Drittel. Den dritten Powerplay-Versuch in der letzten der ersten 20 Minuten verwertete dann Manuel Kühnl zum gar nicht mal so unverdienten Ausgleich.
Viel Kampf (Freising) und Krampf (Moosburg) dominierte den zweiten Abschnitt, in den die Gastgeber abermals gut starteten. Miloslav Horava, nach seinen Magenprobleme wieder halbwegs fit, verlud erfolgreich den SEF-Keeper – 2:1 (24.). Doch erneut gelang es dem EVM nicht, mehr aus der Führung zu machen. Dreimal in Folge parierte Hanisch kurz darauf gegen Moosburgs Offensive, dann waren wieder die Black Bears am Drücker.
In der Folge verflachte die Partie – harte Kost für die gut 200 Besucher. Stellungs- wechselten sich mit Abspielfehlern ab, von Spielfluss konnte kaum noch die Rede sein. Während der EVM immer wieder vergeblich versuchte, gewisse Situationen spielerisch zu lösen, beließen es die Gäste bei Kampf, Einsatz und einfachem Hockey. Ihre Hoffnung auf einen Lucky Punch in der Schlussphase sollte sich aber nicht erfüllen – zumal sie zwei ihrer drei Strafzeiten ausgerechnet in der 56. und 57. Minute hinnehmen mussten. Der Rest ist bekannt: Möhle und der EVM sagten Danke, das Derby war entschieden.

Tore: 1:0 (1:29) Möhle (Eigner), 1:1 (19:01) Kühnl (Mitternacht), 2:1 (24:00) Horava (Maier, Hanöffner), 3:1 (58:13) Möhle (Abstreiter, Krämmer). Strafminuten: 10/6. Zuschauer: 212.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger; Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Hanöffner, Loidl. 

4:7 - Elf Moosburgern geht in Haßfurt die Kraft aus

Sonntag, 15. Dezember 2019
Obwohl personell stark gehandicapt, lieferte der EV Moosburg am Freitagabend Spitzenreiter Haßfurt einen heißen Fight. Im zweiten Drittel lagen die Gäste sogar 4:2 vorn, mussten sich letztlich – auch, weil die Kraft ausging – den Hawks jedoch mit 7:4 (1:2, 3:2, 3:0) geschlagen geben.
Miloslav Horava, Markus Gröger, Armin Rotzinger, Jakob Killermann, Max Retzer und Tobias Stuckenberger – das waren nicht etwa die erfolgreichsten Moosburger Punktesammler der Partie, sondern die Spieler, auf die Coach Bernie Englbrecht mehr oder weniger kurzfristig (meist aus beruflichen Gründen) verzichten musste. Um zumindest elf Feldspieler zusammenzubringen, nahm er U 20-Stürmer Daniel Loidl mit nach Unterfranken.
Aber die Grün-Gelben schienen sich über diese personellen Schwierigkeiten auf dem Eis keine Gedanken zu machen: Bereits nach 38 Sekunden netzte Alexander Asen, der Topscorer Miloslav Horava in Reihe eins vertrat, zum 0:1 ein. Haßfurt tat sich schwer, ins Spiel zu kommen, konnte nach 17 Minuten aber ausgleichen – was wiederum Nolan Regan wenig interessierte: 1:2 (20.).
Wer nach dem abermaligen Ausgleichstreffer des Tabellenführers in der 27. Minute dachte, nun würden die tapferen elf Moosburg überrannt, war völlig auf dem falschen Dampfer: Peter Abstreiter lenkte zunächst einen Schuss von Vincenz Maier in die Maschen (35.) und Christian Seidlmayer erhöhte nach einem erfolgreichen Gegenstoß sogar auf 2:4 (37.). Dass Abstreiter dazwischen mit einem Penalty gescheitert war (36.), fiel somit kaum ins Gewicht. Doch noch im zweiten Abschnitt bäumten sich die Hausherren auf, kamen mit einem Doppelschlag in den letzten beiden Minuten zum 4:4. „Schade, das waren zwei Stellungsfehler, die wir uns wirklich hätten sparen können“, sagte EVM-Coach Bernie Englbrecht.
Seinen Mannen fehlte in den letzten 20 Minuten dann doch die Kraft, um das Remis zu verteidigen. Die Hawks zogen in der 48. und 53. Minute auf 6:4 davon, der siebte Treffer fiel, als Englbrecht alles riskiert und Goalie Linus Messerer durch eine sechsten Feldspieler ersetzt hatte.
Ein Lob gab’s von Haßfurts Trainer Volker Hartmann: „Respekt vor Moosburg. Die kommen da mit elf Feldspielern und haben es uns das ganze Spiel über wirklich sehr schwer gemacht.“

Tore: 0:1 (0:38) Asen (Abstreiter, Hanöffner), 1:1 (17:32) Kratschmer (Stach, Dietrich), 1:2 (19:04) Regan, 2:2 (27:02) Hora, 2:3 (34:13) Abstreiter (Maier), 2:4 (36:19) Seidlmayer (Regan, Möhle), 3:4 (38:11) Babkovic (Franek), 4:4 (39:21) Breyer (Franek, Hora), 5:4 (47:57) Franek (Hora, Babkovic), 6:4 (52:20) Zürcher (5-4; Franek, Babkovic), 7:4 (58:18) Kohl (EN; Masel, Hornak). Strafminuten: ESC 0, EVM 4. Zuschauer: 410.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Krämmer, Maier, Steiger, Eigner; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Regan, Loidl, Abstreiter. 

Erst zum Spitzenreiter, dann das Landkreis-Derby

Donnerstag, 12. Dezember 2019
Von wegen „staade Zeit“! Der EVM hat ein pickepackevolles Weihnachtsprogramm vor sich: Sechs Spiele müssen die Grün-Gelben noch bis Jahresende absolvieren, zwei davon an diesem Wochenende: Am Freitag werden die Moosburger von Spitzenreiter Haßfurt erwartet (19.30 Uhr; Busabfahrt 15 Uhr), am Sonntag ist dann ab 17.15 Uhr Derby-Time in der Clariant-Arena gegen die Freisinger Black Bears angesagt.
Coach Bernie Englbrecht erwartet zwei schwere Spiele: „Wenn Du am Freitag beim Tabellenführer bist und Dich verausgabst, kann zwei Tage später auch der Neunte gefährlich werden.“ Besonders bei einem Lokalduell. Drei Punkte hat Englbrecht als Minimalziel für dieses Wochenende ausgegeben.
Torreich, dramatisch – und mit dem glücklicheren Ende für den EVM. So verliefen zumindest die beiden letzten Gastspiele am Großen Anger in Haßfurt. Noch bessere Erinnerungen haben die Moosburger an die Hinrunden-Partie, als man den ESC daheim mit 8:3 abwatschte. Doch die Hawks brennen auf Revanche – und könnten außerdem mit einem Sieg die Teilnahme an der Aufstiegsrunde vorzeitig fix machen.
Davon sind die Moosburger als Tabellenvierter noch ein Stückchen entfernt. Auch wenn der ärgste Verfolger Pegnitz zuletzt daheim gegen Waldkirchen patzte, haben die Englbrecht-Schützlinge neben einem Spiel weniger nur drei Punkte Vorsprung auf die IceDogs. „Und Selb ist ja auch noch da“, warnt Englbrecht vor dem Sechstplatzierten (sechs Punkte Rückstand). In den beiden noch zu absolvierenden Spielen gegen die Oberfranken könne man zwar alles klar machen – sich andererseits aber auch in Schwierigkeiten bringen.
Vielleicht fragt man ja mal bei Sonntagsgegner SE Freising nach, der es gegen die Selber immerhin zweimal in die Overtime geschafft hat. Davon waren die Black Bears auch im Heimderby Anfang November nicht weit weg: Erst ein Moosburger Doppelschlag in den letzten Minuten zerstörte damals die Hoffnungen der Domstädter auf ein Erfolgserlebnis im Landkreisduell. „Aber die werden auch dieses Mal wieder um jede Scheibe kämpfen und es uns schwer machen“, befürchtet der EVM-Trainer.
Personell werden ihm am Sonntag voraussichtlich alle Mann zur Verfügung stehen. Beim Auftritt in Haßfurt allerdings muss Bernie Englbrecht auf Verteidiger Markus Gröger und Angreifer Jakob Killermann verzichten, die beruflich verhindert sind. 

Mit 7:3-Erfolg in Vilshofen zurückgemeldet

Samstag, 7. Dezember 2019
Souverän hat der EVM die alles andere als bequeme Auswärtsaufgabe in der Freiluftarena an der Vils gelöst: Beim ESC Vilshofen gewannen die Moosburger am Samstagabend deutlich mit 7:3 (2:0, 4:2, 1:1) und setzten damit ein Ausrufezeichen im Kampf um die Aufstiegsrundenplätze.
Nach dem vorangegangenen Null-Punkte-Wochenende führte Coach Bernie Englbrecht unter der Woche Gespräche. "Gesprächspartner" waren dabei auch die Herren der zweiten Sturmreihe, die bislang noch nicht so funktioniert, wie sich der Trainer das vorstellt. "Und heute haben sie geliefert", kommentierte Englbrecht zufrieden die vier Tore, die sie in Vilshofen zum Sieg beisteuerten. Bereits nach acht Minuten schlug besagte Reihe zu: Jakob Killermann auf Daniel Möhle, der zu Nolan Regan - 1:0. Der EVM hatte das Spiel bei den heimstarken Wölfen frühzeitig unter Kontrolle. 26 Sekunden vor dem ersten Wechsel erhöhte Alex Asen auf 2:0.
Doch kurz nach Wiederbeginn jubelte erstmals der ESC - sollte es nun doch richtig spannend werden? Im Gegenteil: Gut vier Minuten brauchten die Gäste, um zur Vorentscheidung zu kommen: Peter Abstreiter (29./35.) und Daniel Möhle (31./33.) trafen jeweils doppelt und schraubten die Führung zur Hälfte der Partie auf 6:1, Tor Nummer fünf fiel sogar in Moosburger Unterzahl. So war der zweite Wölfe-Treffer in der Schlussphase des mittleren Durchgangs durchaus zu verkraften.
Die Hausherren wollten allerdings auch in den letzten 20 Minuten - inzwischen hatte es leicht zu regnen begonnen - nicht aufgeben und erzielten in der 45. Minute das 3:6. "Aber wir haben in der Folge kaum noch was zugelassen und das Ganze clever runtergespielt", lobte Co-Trainer Hans Eder das Team. Das Spiel endete, wie es begonnen hatte - mit einem Tor der zweiten Reihe: Killermann und Regan legten vor, Möhle machte seinen Hattrick komplett (59.).

Tore: 0:1 (8:18) Regan (Möhle, Killermann), 0:2 (19:34) Asen (Horava, Killermann), 1:2 (23:08) Toth (Gomow, Doubrawa), 1:3 (28:50) Abstreiter (Maier, Horava), 1:4 (30:40) Möhle (Regan, Seidlmayer), 1:5 (33:02) Möhle (Regan, Gröger), 1:6 (34:13) Abstreiter (Horava, Steiger), 2:6 (36:55) Nemecek (Gomow, Doubrawa), 3:6 (44:04) Neupert (Hackl, Seidl), 3:7 (58:25) Möhle (Killermann, Regan). Strafminuten: 2/6. Zuschauer: 70.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Seidlmayer; Stuckenberger, Retzer, Regan, Hanöffner, Asen, Killermann, Abstreiter, Horava, Möhle. 

EVM will in Vilshofen Mini-Negativ-Serie beenden

Freitag, 6. Dezember 2019
Zurück in die Erfolgsspur will der EVM nach den beiden Nullnummern in Amberg und daheim gegen Bayreuth. Gelegenheit dazu haben die Dreirosenstädter an diesem Wochenende allerdings nur einmal: Am Samstag geht’s in der Vilshofener Freiluft-Arena bei den Wölfen um wichtige Punkte (17.15 Uhr; Abfahrt 14 Uhr).
So schnell kann eine Euphoriewelle abebben: Nach den sieben Siegen in Folge kehrte am vergangenen Wochenende wieder Ernüchterung im Lager der Grün-Gelben ein. Musste man die Niederlage in Amberg mehr oder weniger einkalkulieren, kam das 1:3 zuhause gegen den EHC Bayreuth doch etwas überraschend. Weil Konkurrent Pegnitz derweil seine Hausaufgaben erledigte, trennen die Franken (5.; erster Abstiegsrundenplatz) und den EVM (4.; letzter Aufstiegsrundenplatz) nur noch drei Zähler. Es waren mal neun.
„So oder so sind das alles nur Momentaufnahmen“, sagt Coach Bernie Englbrecht, der nun bei den heimstarken Vilshofenern einen Dreier fordert. „Im Hinspiel haben wir uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert“, das müsse Ansporn genug sein. Auch wenn der EVM die Saisoneröffnung gegen den damals arg dezimierten ESC im Oktober mit 4:3 gewonnen hatte, mussten die Englbrecht-Schützlinge dafür in die Verlängerung – nach 3:1-Führung fünf Minuten vor Schluss. Durch Nolan Regans Treffer 23 Sekunden nach Wiederbeginn kamen die Moosburger zwar noch mal mit einem blauen Auge davon, einen Punkt ließ man so allerdings liegen.
Für die auf Platz sieben rangierenden Wölfe, die weiterhin mit personellen Problemen kämpfen, dürfte das samstägliche Aufeinandertreffen die allerletzte Chance sein, noch einmal an den Top-4-Plätzen zu schnuppern. Und zuhause sind die Niederbayern eine Macht: Vor dem 2:4 am vergangenen Sonntag gegen Pegnitz hatte der ESC daheim noch keinen Zähler abgegeben, unter anderem auch Spitzenreiter Haßfurt geschlagen. Englbrecht: „Wir sind gewarnt.“
Bis auf den immer noch angeschlagenen Lars Eigner kann der Moosburger Coach wohl auf den kompletten Kader zurückgreifen. Auch Schlussmann Linus Messerer hat seine Schulung beendet und gehört wieder dem Kader an. Vielleicht ein gutes Omen, stand Messerer doch bei sechs der sieben In-Folge-Siegen im Kasten. 

Unerwartete 1:3-Heimpleite gegen Bayreuth

Montag, 2. Dezember 2019
Revanche gelungen: Nachdem der EVM im Hinspiel (6:4) etwas glücklich die Punkte aus der Wagnerstadt entführt hatte, machte es der EHC Bayreuth am Sonntag den Grün-Gelben nach und feierte einen überraschenden 1:3 (1:0, 0:2, 0:1)-Auswärtssieg.
Der deutete sich allerdings in den ersten 20 Minuten in keinster Weise an: Die Moosburger, bei denen zwar Lars Eigner fehlte, dafür aber Kevin Steiger, Tobias Stuckenberger und Jakob Killermann in den Kader zurückgekehrt waren, dominierten das Geschehen auf dem Eis nach Belieben. Sie verpassten es aber, der frühen Führung durch Torjäger Peter Abstreiter (7.) weitere Treffer folgen zu lassen. „Wir haben im ersten Drittel überhaupt kein Rezept gefunden“, sagte EHC-Coach Vaclav Drobny. „Das einzig Positive war, dass wir nur 1:0 hinten lagen.“ Das sah auch sein Gegenüber Bernie Englbrecht so: „Wenn wir da 4:0 führen, was ungefähr dem Spielverlauf entsprochen hätte, wären die Punkte am Ende sicher anders verteilt worden.“
Doch die Gäste gingen mit einer ganz anderen Körpersprache ins zweite Drittel und überrumpelten damit die Moosburger, die wohl dachten, es geht alles so weiter wie zuvor. Nach dem Ausgleich (27.) fanden die Hausherren zwar wieder ins Spiel, doch die „Tigers“ standen nun deutlich kompakter und trauten sich auch mehr Konter zu. Einen Scheibenverlust des EVM im eigenen Drittel nutzten sie kurz vor dem zweiten Pausentee zum 1:2.
Und der Schlussabschnitt war nun eine richtig zähe Angelegenheit. Moosburg stellte zwar weiter das überlegene Team, erspielte sich aber kaum noch echte Torchancen. Und wenn doch mal was durchkam, bestätigte EHC-Schlussmann Sebastian Dünkel seine Leistung in den vorherigen Dritteln. Als der EVM eine 3:5-Unterzahl überstehen musste, gelang Bayreuth sieben Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung: Weil sich alle drei EVM-Akteure spontan entschlossen, den scheibenführenden Spieler anzugreifen (Englbrecht: „Sowas hab’ ich im Eishockey noch nie gesehen“), fuhren die Gäste plötzlich mit drei Mann alleine auf den Kasten von Carlo Schwarz zu – 1:3. Dabei sollte es bleiben.
Durch das Null-Punkte-Wochenende rutschte der EV Moosburg auf Rang vier der Landesliga-Tabelle ab – und der Vorsprung auf die Abstiegsrundenplätze schmolz auf drei Zähler zusammen.

Tore: 1:0 (6:21) Abstreiter (Regan, Horava), 1:1 (26:37) Trolda (Schmidt), 1:2 (37:24) Pleger N. (Trolda, Runge), 1:3 (53:28) Geigenmüller (Schmidt, Zeilmann). Strafminuten: EVM 8, EHC 10. Zuschauer: 133.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Rotzinger, Maier, Steiger, Seidlmayer, Krämmer, Gröger, Triebswetter; Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Hanöffner. 

3:6 in Amberg: Der EVM kann doch noch verlieren

Sonntag, 1. Dezember 2019
Es waren gleich zwei EVM-Serien, die am Freitagabend in der Amberger Eishalle zuende gegangen sind: Durch die 3:6 (3:3, 0:2, 0:1)-Niederlage haben die Moosburger nicht nur nach sieben Siegen in Folge wieder ein Spiel verloren, sondern auch erstmals in dieser Saison auswärts Punkte abgegeben. Coach Bernie Englbrecht nahm’s gelassen: „Mund abputzen, am Sonntag geht’s weiter.“
Durch das beruflich bedingte Fehlen von Verteidiger Kevin Steiger sowie den Angreifern Jakob Killermann und Tobias Stuckenberger brachte Englbrecht – obwohl er U20-Akteur Benedikt Triebswetter mit in die Oberpfalz genommen hatte – diesmal keine drei Blöcke zusammen. Und trotzdem lieferten die Dreirosenstädter dem Tabellenzweiten bis zum Schluss einen leidenschaftlichen Fight. „Überrascht“ war ERSC-Coach Dan Heilman deshalb über das aggressive Forechecking der Gäste selbst im Schlussdrittel.
Schon im ersten Abschnitt ließen sich die Moosburger nicht abschütteln und hatten auf die drei Überzahltreffer der Hausherren immer eine passende Antwort parat: Peter Abstreiter (3.), Vincenz Maier (10.) und Miloslav Horava (20.) glichen jeweils aus. Dass es so bereits nach 20 Minuten 3:3 stand, lag, so Englbrecht, „aber auch an vielen Defensivfehlern bei beiden Mannschaften – was Trainer natürlich nicht gerne sehen“.
Nach dem Pausentee kamen die Grün-Gelben immer besser ins Spiel und waren dem vierten Tor näher als Amberg. Aber ausgerechnet nachdem man ein dominant vorgetragenes Powerplay nicht mit einem Treffer krönen konnte (29./30.), gelang den Gastgebern im Anschluss das 4:3. Kurz vor der Pause legte der ERSC noch Tor Nummer fünf nach.
Obwohl die Wild Lions eine Viertelstunde vor dem Ende mit dem 6:3 schon eine kleine Vorentscheidung schafften, gaben sich die Englbrecht-Schützlinge bis zur Schlusssirene nicht auf. Ambergs Keeper Oliver Engmann stand zwar unter Dauerbeschuss, ließ sich aber nicht mehr überwinden.

Tore: 1:0 (1:03) Keil (Vlach), 1:1 (2:15) Abstreiter (Regan), 2:1 (8:40) Vlach (Schmitt, Brabec), 2:2 (9:27) Maier (Horava), 3:2 (13:02) Huber (Krieger), 3:3 (19:53) Horava (Eigner), 4:3 (30:43) Vlach (Brabec, Schmitt), 5:3 (36:26) Roth (Söllner), 6:3 (45:18) Brabec (Vlach), Strafminuten: ERSC 6, EVM 10. Zuschauer: 660.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Krämmer, Maier, Gröger, Rotzinger, Eigner, Triebswetter; Seidlmayer, Retzer, Regan, Hanöffner, Asen, Abstreiter, Horava, Möhle. 

Keine Angst vor wilden Tieren: EVM gegen Löwen und Tiger

Donnerstag, 28. November 2019
Als Tabellendritter geht der EVM in die zweite Hälfte der Landesliga-Vorrunde – und steht dieses Wochenende vor unterschiedlichen Herausforderungen: So kommt es am Freitag in der Amberger Eishalle zu einem kleinen Gipfeltreffen mit den zweitplatzierten Wild Lions (20 Uhr; Busabfahrt 16 Uhr), bevor die Englbrecht-Schützlinge am Sonntag eine weitere Raubtier-Dressur daheim gegen die Bayreuth Tigers (17.15 Uhr) planen. Die sind inzwischen auf Tabellenrang neun abgerutscht.
Ob das vergangene spielfreie Wochenende den Grün-Gelben gut getan hat, wird man wohl erst wissen, wenn in Amberg der Puck eingeworfen worden ist. Immerhin punkteten die Moosburger davor siebenmal in Folge dreifach. „Wir müssen schauen, dass wir wieder in den Rhythmus kommen. Und das wird nicht so leicht“, befürchtet Trainer Bernie Englbrecht. Kein Zweifel: Mit einer Leistung wie beim überraschend deutlichen 8:3-Erfolg über Spitzenreiter Haßfurt – dem Höhepunkt der Siegesserie – wäre für die Dreirosenstädter sicher auch Am Schanzl in Amberg was drin. Bereits im Hinspiel schnupperte der EVM an Zählbarem, musste sich den Oberpfälzern dann aber doch mit 4:6 geschlagen geben. Englbrecht gibt sich kämpferisch („Ich will da endlich mal gewinnen“) und hofft natürlich auch auf die Auswärtsstärke seiner Jungs: Auf fremden Eis hat Moosburg in der laufenden Spielzeit noch keinen Zähler abgegeben.
Apropos Revanche für das Hinspiel: Was der EVM in Amberg vorhat, dürfte sich mit den Plänen des EHC Bayreuth decken, der am Sonntag in der Clariant-Arena gastiert. Die haben bei ihrer 4:6-Heimpleite gegen die Moosburger vor drei Wochen nämlich ebenfalls einige (Überzahl-)Chancen liegen gelassen und werden nichts unversucht lassen, sich die verlorenen Punkte zurückzuholen. „Unterschätzen darf man eh niemanden. Aber wenn wir unter den ersten Vier bleiben wollen, ist ein Heimsieg gegen Bayreuth ganz einfach Pflicht“, fordert Englbrecht. Sechs Punkte und ein Nachholspiel beträgt derzeit aus EVM-Sicht das Polster auf Rang fünf (Pegnitz). „Das ist natürlich zu wenig, um sich zurückzulehnen“, weiß der Trainer. Er gehe davon aus, dass die Pegnitzer in der Rückrunde Gas geben werden, um sich noch dem Spitzenquartett anzuschließen.
Weil der zuletzt so sichere Linus Messerer an diesem Wochenende beruflich verhindert ist, muss Bernie Englbrecht sein Goalie-Gespann neu zusammenstellen: So werden Carlo Schwarz und Johannes Probst auf dem Spielberichtsbogen stehen. 36 Gegentore hat Moosburg in den bisherigen zehn Spielen kassiert. Nur Amberg (28) ist in dieser Statistik besser.

 

8:3 gegen Haßfurt: EVM entzaubert den Spitzenreiter

Montag, 18. November 2019
Der siebte Sieg in Serie war gleichzeitig der spektakulärste: Beim sonntäglichen 8:3 (1:1, 3:0, 4:2) nahm der EVM den Tabellenführer ESC Haßfurt in der Clariant-Arena regelrecht auseinander. Moosburgs Torjäger Peter Abstreiter traf dabei gleich viermal.
Noch am Freitag, beim 5:4 gegen Verfolger Pegnitz, mussten die Grün-Gelben bis zum Schluss zittern. Gegen Spitzenreiter Haßfurt (erst eine Niederlage) schien sogar ein zweistelliger Sieg möglich. Was war in den zwei Tagen passiert? „So sieht das halt aus, wenn wir 60 Minuten lang Eishockey spielen – und nicht nur wie am Freitag zwei Drittel“, fasste EVM-Coach Bernie Englbrecht den Gala-Auftritt seiner Truppe zusammen. ESC-Trainer Volker Hartmann dagegen, der nur zwölf Feldspieler zur Verfügung hatte, war lediglich mit den ersten 20 Minuten zufrieden: „Wir hatten unsere Chancen, aber Moosburgs Goalie hat wenig zugelassen. Dass wir uns dann im letzten Drittel so gehen lassen, fand ich ein bisschen schade.“
In der Tat lag der Schlüssel zum Erfolg diesmal nicht nur in der Offensive, sondern auch ganz hinten: Linus Messerer, seit Wochen mit konstanten Leistungen, wuchs diesmal über sich hinaus. Ihm war es zu verdanken, dass den Gästen im ersten Abschnitt dieses hochklassigen Landesliga-Spiels nur ein Überzahltreffer (11.) gelang – den den EVM kurz drauf, ebenfalls per Powerplay, mit dem 1:1 (13.) beantwortete. Und auch die Hausherren hatten Chancen: Ein Schlagschuss von Chris Seidlmayer knallte an den Pfosten (16.).
Das Tempo, das die drei Moosburger Blöcke gingen – bis auf Tobias Hanöffner war das Team komplett – bereitete der Rumpftruppe der Hawks schon nach dem ersten Seitenwechsel Probleme. So brachten sie nach 25 Minuten auch in eigener Überzahl keine Ruhe ins Spiel, verloren die Scheibe und Miloslav Horava verwertete sein Solo eiskalt. Moosburg gab weiter Gas und wurde in den Schlussminuten des Mitteldrittels für seinen Einsatz belohnt: Abstreiter (38.) und Daniel Möhle (39.) tauchten ziemlich unbedrängt vor ESC-Keeper Timo Jung auf – und plötzlich stand es 4:1.
Wohl wissend, diesen Vorsprung zwei Tage zuvor verspielt zu haben, ließen die Gastgeber auch in den letzten 20 Minuten nicht nach: Verteidiger Markus Gröger legte in Überzahl Tor Nummer fünf drauf (47.), und als Haßfurt – ebenfalls bei 5:4 – auf 5:2 verkürzte (49.), brannten die Moosburger ein richtiges Offensiv-Feuerwerk ab: Peter Abstreiter mit seinen Toren drei (50.) und vier (51.) sowie Miloslav Horava, der keine zwei Minuten später für das 8:2 sorgte, versetzten die rund 200 Zuschauer in regelrechte Ekstase. „Das Geilste, was ich hier in den letzten Jahren gesehen hab“, ließ ein euphorisierter Fan wissen.
Da war es auch zu verschmerzen, dass der Schlusspunkt dem dreifachen Gäste-Torschützen Michal Babkovic (54.) vorbehalten blieb. Den fanden nämlich nur noch Freunde der gepflegten Eishockey-Statistik interessant.

Tore: 0:1 (10:56) Babkovic (Franek, Hora), 1:1 (12:13) Abstreiter (Horava, Möhle), 2:1 (25:57) Horava (Abstreiter), 3:1 (37:59) Abstreiter, 4:1 (38:41) Möhle (Steiger), 5:1 (46:54) Gröger (Seidlmayer, Maier), 5:2 (48:05) Babkovic (Stach, Breyer), 6:2 (49:20) Abstreiter (Regan, Steiger), 7:2 (50:06) Abstreiter (Horava, Regan), 8:2 (51:59) Horava (Killermann, Eigner), 8:3 (53:31) Babkovic (Breyer, Hora). Strafminuten: 16/10. Zuschauer: 189.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Rotzinger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger, Triebswetter; Möhle, Asen, Killermann, Regan, Seidlmayer, Horava, Abstreiter, Retzer, Stuckenberger. 

4:1-Führung hergeschenkt - und trotzdem noch gewonnen

Sonntag, 17. November 2019
Wenn’s läuft, dann läuft’s einfach: Obwohl der EVM am Freitag im Heimspiel gegen Pegnitz auf ziemlich unnötige Art und Weise eine klare 4:1-Führung verspielt hat, gewannen die Dreirosenstädter dank eines Last-Minute-Tors von Peter Abstreiter doch noch mit 5:4 (2:1, 2:1, 1:2) und festigten damit ihren dritten Tabellenplatz in der Landesliga-Gruppe 1.
Während die Pegnitzer zwar ihre drei Kontingentspieler an Bord, aber trotzdem insgesamt nur 13 Feldspieler mitgebracht hatten, standen EVM-Trainer Bernie Englbrecht alle Akteure zur Verfügung. Und die ergriffen von Beginn an die Initiative – angeführt von einem wieder mal überragenden Miloslav Horava. Die Gäste beschränkten sich auf Defensivtaktik und Konter, waren damit aber wenig erfolgreich: Bereits nach zwei Minuten traf Horava im ersten Powerplay zum 1:0. In der Folge verpassten es die Hausherren, mehr aus ihren Chancen zu machen, der EVP dagegen verwertete einen Entlastungsangriff zum schmeichelhaften Ausgleich. Doch schon in ihrer zweiten Überzahl-Situation schlugen die Grün-Gelben zurück: Horava markierte das 2:1 (17.).
Im zweiten Drittel legte der EVM noch einen Zahn zu und drängte auf die Vorentscheidung: Tobias Hanöffner (24.) und abermals Horava (31.) sorgten für ein komfortables Drei-Tore-Polster, während von den Gästen immer weniger zu sehen war. Umso unötiger, dass in der Schlussminute dieses Durchgangs schlampig verteidigt wurde und die Franken auf 2:4 verkürzen konnten.
Die witterten in den letzten 20 Minuten ihre Chance, während der EVM nur noch das Nötigste tat. Leider gehörten dazu auch dumme Fouls im gegnerischen Drittel. Pegnitz sagte – wenn auch spät –Danke und kam in der 57. und 58. Minute per Powerplay zum Ausgleich. Doch während sich die IceDogs noch freuten, schaltete Peter Abstreiter – auch schon vor drei Wochen in Pegnitz Matchwinner – am schnellsten und schoss seine Farben nur 21 Sekunden nach dem 4:4 wieder in Führung (59.). Da sich die Pegnitzer in den Schlusssekunden mit den Referees anlegten und zwei Mann auf die Strafbank wanderten, brachten die Hausherren den knappen Vorsprung problemlos in Ziel.

Tore: 1:0 (2:09) Horava (Steiger, Abstreiter), 1:1 (9:44) Plichta (Dzemla, Navarra), 2:1 (16:16) Horava (Krämmer, Steiger), 3:1(23:13) Hanöffner (Retzer), 4:1 (30:03) Horava (Abstreiter, Hanöffner), 4:2 (39:47) Plichta (Neumann, Navarra), 4:3 (56:13) Kuhn (Adler, Plichta), 4:4 (58:00) Plichta (Dzemla, Navarra), 5:4 (58:21) Abstreiter (Krämmer). Strafminuten: 20/18. Zuschauer: 110.
Aufstellung: Messerer, Probst; Rotzinger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Seidlmayer, Horava, Abstreiter, Retzer, Stuckenberger. 

Heimspiel-Doppelpack gegen Pegnitz und Haßfurt

Donnerstag, 14. November 2019
Mit großen Schritten nähert sich der EV Moosburg der „Halbzeit“ in der Landesliga-Vorrunde, zu der sich die Mannen von Coach Bernie Englbrecht in sieben Tagen tatsächlich ein spielfreies Wochenende gönnen dürfen. Doch das Heimspiel-Doppelpack davor hat es noch einmal in sich: Am Freitag (19.30 Uhr) gilt es zunächst, Verfolger EV Pegnitz auf Distanz zu halten, und am Sonntag (17.15 Uhr) würden die Grün-Gelben gerne dem souveränen Tabellenführer ESC Haßfurt ein Bein stellen.
Blickt man auf die Tabelle, könnte man die beiden Aufgaben in der Clariant-Arena durchaus in Pflicht (Pegnitz) und Kür (Haßfurt) einteilen. Aber da macht Bernie Englbrecht nicht mit: „Wir sind Dritter und wollen uns in der Spitzengruppe der Liga etablieren. Um an dem Ziel dranzubleiben, zählt für uns in jedem Spiel nur ein Sieg.“ Außerdem wolle man den derzeitigen Lauf – fünf Dreier in Serie – noch bis zur „Halbzeitpause“ verlängern. Nach aktuellem Stand hat Englbrecht dafür den kompletten Kader zur Verfügung.
Mit den Pegnitzern hatte es der EVM bereits vor wenigen Wochen zu tun. Bei grenzwertigen Wetter- und Eisverhältnissen in der dortigen Freiluftarena erkämpften sich die Gäste einen knappen 4:3-Erfolg. In Moosburg werden die Bedingungen jedoch deutlich besser sein, wogegen sicher auch das EVP-Kontingenttrio – die beiden Tschechen Roman Navarra und Michal Plichta sowie der Lette Aleksandrs Kercs – nichts einzuwenden hat.
Gleich mit vier Ausländern wird Tabellenführer ESC Haßfurt auflaufen. Und wie schon in den Vorjahren wird von dem tschechoslowakischen Quartett (Daniel Hora, David Hornak, Jan Trübenekr und Michal Babkovic) wohl die meiste Torgefahr ausgehen. 73 Treffer hat Haßfurt in neun Partien erzielt, der EVM in acht Begegnungen 42 (womit man in dieser Statistik in der Liga mit Pegnitz auf Rang zwei liegt). „Haßfurt schießt viele Tore, kassiert aber auch viele Tore“, sagt Englbrecht. Dementsprechend müsse man sich auf diesen Gegner einstellen.
Gespannt sein darf man auch, wie sich die Konkurrenz auf das zuletzt so gefährliche Moosburger Oldie-Duo Miloslav Horava (37) und Peter Abstreiter (39) einstellt. Horava – mit 24 Punkten (zehn Tore, 14 Assists) EVM-interner Topscorer – ist ja schon seit Saisonstart erfolgreich. Nach seinem etwas holprigen Beginn inklusive Sperre läuft inzwischen auch Abstreiter zu Höchstform auf. Sechsmal hat er in den vergangenen vier Partien getroffen. Auch wenn Bernie Englbrecht zuletzt immer wieder die Reihen durchgemischt hat – dieses Duo dürfte zur Zeit untrennbar sein. 

6:4 in Bayreuth der fünfte Sieg in Folge

Sonntag, 10. November 2019
Die Moosburger Siegesserie geht weiter: Auch der EHC Bayreuth konnte die Grün-Gelben nicht stoppen, die beim 6:4 (2:1, 2:0, 2:3) den fünften Dreier in Folge holten. Dabei traf der EVM gleich dreimal in Unterzahl.
Mit der Reserve der DEL2-Tigers erwartete die Englbrecht-Schützlinge der erwartet starke Gegner. "Es lief viel für uns", sagte nach dem Match der zweifache Torschütze Peter Abstreiter. "Aber wir haben heute auch immer zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht." Dabei kamen die Gäste, die auf ihre Abwehr-Stützen Kevin Steiger und Bastian Krämmer verzichten mussten, schlecht ins Spiel: Nach einer Druckphase der Bayreuther kassierten sie in der achten Minute den durchaus verdienten Gegentreffer zum 1:0. Aber noch im ersten Drittel meldeten sich die Dreirosenstädter zurück. Nach einer Viertelstunde hämmerte Abstreiter ein Zuspiel von Daniel Möhle "volley" in die Maschen und aus ebenso kurzer Distanz markierte Nolan Regan kurz darauf (19.) das 1:2.
Der zeitweisen spielerischen Überlegenheit der mit zahlreichen höherklassig erfahrenen Akteuren besetzten Hausherren setzte der EVM seine Cleverness entgegen. So war es in Minute 31 Miloslav Horava, der in Unterzahl einen EHC-Abwehrpatzer mit dem 1:3 bestrafte. Dem nicht genug: Als der EVM ein 3:5-Powerplay überstehen musste, schnappte sich das Duo Horava/Abstreiter erneut die Scheibe und münzte den Zwo-gegen-Eins-Konter in den vierten Gäste-Treffer um.
Doch die Gastgeber gaben auch im Schlussdrittel nicht auf: Wieder wurden die Moosburger in die Defensive gedrängt, erlaubten sich jetzt viele einfache Fehler. Die Folge: Der EHC verkürzte auf 2:4 (45.). Nur gut, dass die Englbrecht-Truppe ab der 46. Minute wieder in Unterzahl agieren "durfte". Da setzten die Herren Abstreiter und Horava ihre Konter-Gala fort: 2:5 (47.). Die Bayreuther warfen nun alles nach vorne und hätten sich fast noch in die Overtime gekämpft. Doch die beiden Anschlusstore (48./53.) blieben wertlos, weil Horava seinen Hattrick in der Schlussminute - bedient von, genau, Peter Abstreiter - mit dem 6:4 ins leere Tor komplett machte. Fazit: Manchmal gewinnt eben nicht die bessere, sondern die cleverere Mannschaft.

Tore: 1:0 (7:39) Pleger N. (Zimmer, Maier), 1:1 (14:34) Abstreiter (Möhle), 1:2 (18:11) Regan (Horava, Killermann), 1:3 (30:55) Horava, 1:4 (37:52) Abstreiter (Horava), 2:4 (44:08) Maier, 2:5 (46:22) Horava (Abstreiter), 3:5 (47:19) Trolda (Zizka, Pfleger N.), 4:5 (52:43) Geigenmüller (Pajk, Maier), 4:6 (59:17) Horava (Abstreiter). Strafminuten: 2/8. Zuschauer: 275.
Aufstellung: Messerer, Probst; Gröger, Maier, Eigner, Rotzinger, Seidlmayer; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter. 

Freitags und sonntags frei, dafür am Samstag nach Bayreuth

Freitag, 8. November 2019
An den typischen Eishockey-Tagen – Freitag und Sonntag – können die Moosburger Eishackler diesmal die Beine hochlegen. Dafür erwartet sie am Samstag eine Reise nach Oberfranken: Um 17.30 Uhr (Busabfahrt: 13 Uhr) tritt der EVM beim EHC Bayreuth, der Reserve des DEL-2-Teams, an.
Man kann davon ausgehen, dass die Busfahrt verhältnismäßig schnell vonstatten gehen wird – nach zuletzt vier Siegen in Folge haben die Grün-Gelben nämlich jede Menge Rückenwind. Und auch der Blick auf die Tabelle kann genossen werden: Mit 14 Zählern und einem Sechs-Punkte-Polster belegen die Moosburger den vierten Platz, der bekanntlich noch für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde reichen würde.
Doch allzu sehr blenden lassen darf man sich von den Statistiken auch nicht: Schließlich ist gerade erst ein Drittel der Vorrunde absolviert. Und die drei nachfolgenden Teams, die jeweils acht Zähler auf dem Konto haben, haben auch mindestens ein Spiel weniger absolviert. Zu diesem Trio zählt Aufsteiger und Samstags-Gegner EHC Bayreuth. Während die „Tigers“ zum Saisonstart lediglich Achtungserfolge erzielten, fahren sie inzwischen auch in schöner Regelmäßigkeit Punkte ein: 6:0 gegen Vilshofen, ein 6:5-Overtime-Sieg beim Titelkandidaten Amberg – die jüngsten Ergebnisse deuten schon an, dass den EVM da ein harter Brocken erwartet. Und ein Blick auf den Bayreuther Kader bestätigt das: Zahlreiche Bayernliga-erfahrene Spieler finden sich darin. Zum Saisonstart kam auch noch der langjährige Topstürmer der Bayreuther „Ersten“, Andreas Geigenmüller, zum EHC.
Die Grün-Gelben werden also voller Konzentration die einzige Aufgabe des Wochenendes in Angriff nehmen müssen, wenn sie in der Wagnerstadt punkten wollen. Beine hochlegen ja – aber vielleicht besser erst am Sonntag. 

EVM sichert sich durch zwei späte Tore den Derbysieg

Montag, 4. November 2019
Drei völlig unterschiedliche Drittel bekamen die Eishockey-Fans aus Freising und Moosburg beim sonntäglichen Landkreis-Derby in der Weihenstephan-Arena geboten: erst die totale Dominanz der Gäste, dann das eindrucksvolle Comeback der Black Bears und schließlich ein hart umkämpfter Schlussabschnitt mit dem glücklicheren Ende für den EVM, der durch zwei späte Tore das Lokalduell noch mit 6:4 (3:1, 1:3, 2:0) gewann.
Nach den ersten 20 Minuten diskutierten einige Zuschauer schon, ob sie nicht vorzeitig heimgehen sollten. Zwar lagen die Moosburger gerade mal mit 3:1 in Führung, doch was sich bis dahin auf dem Eis abgespielt hatte, war mindestens ein Klassenunterschied. Die Black Bears zeigten etwas zu viel Respekt vor dem Nachbarn aus dem nördlichen Landkreis und ließen sich ohne große Gegenwehr im eigenen Drittel einschnüren. Keeper Johannes Sedlmeier zeigte zwar einige tolle Paraden, er konnte es allerdings auch nicht verhindern, dass der EVM durch Tore von Peter Abstreiter, Lars Eigner und Jakob Killermann bereits nach elf Minuten mit 0:3 in Führung lag. Den Anschlusstreffer (14.) durch Christian Mitternacht hatten die Hausherren einem verunglückten Ausflug des weitgehend beschäftigungslosen Moosburger Schlussmanns Linus Messerer zu verdanken – die einzige nennenswerte Offensivaktion des SEF.
Das sollte sich im zweiten Durchgang ändern: Die Gäste dachten wohl, die verbleibenden 40 Minuten mit angezogener Handbremse absolvieren zu können, während Freising deutlich selbstbewusster auftrat. Jetzt waren es die Moosburger, die sich in der Defensive wiederfanden – und da immer wieder patzten. Der 2:3-Anschluss durch Manuel Kühnl (26.) war ebenso wenig eine Überraschung wie der viel umjubelte Ausgleichstreffer durch Michael Seemüller (32.). Der EVM stand völlig neben sich. Zwar schoss Nolan Regan die Grün-Gelben nach 35 Minuten wieder in Führung, doch noch vor der zweiten Drittelpause netzte der frühere Moosburger Nachwuchsspieler Alexander Brezina zum 4:4 ein.
Entsprechend offen war nun das letzte Drittel: Zwar rissen sich auch die Gäste wieder zusammen und erspielten sich ein leichtes Übergewicht, aber Freising blieb dran und stand hinten ziemlich sicher. Als sich langsam die Overtime anbahnte, wurden die Moosburger ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht: Alexander Asen drosch den Puck fünf Minuten vor der Schlusssirene humorlos in die Maschen des Freisinger Tores. Und als die Black Bears noch mal alles unternehmen wollten, um abermals auszugleichen, entschied EVM-Stürmer Daniel Möhle in der 58. Minute das Derby mit dem 4:6 endgültig.

Tore: 0:1 (3:46) Abstreiter (Hanöffner, Horava), 0:2 (10:46) Eigner (Hanöffner, Horava), 0:3 (11:00) Killermann (Asen), 1:3 (13:51) Mitternacht (Vavroch, Hanke), 2:3 (25:51) Kühnl (Mitternacht), 3:3 (31:39) Seemüller (Schorr, Münzhuber), 3:4 (35:03) Regan (Seidlmayer), 4:4 (37:51) Brezina (Mühlbauer, Hummel), 4:5 (55:00) Asen (Retzer, Maier), 4:6 (57:24) Möhle (Abstreiter, Hanöffner). Strafminuten: 6/2. Zuschauer: 185.
Aufstellung: Messerer, Probst; Triebswetter, Krämmer, Maier, Steiger, Rotzinger, Eigner; Seidlmayer, Retzer, Regan, Loidl, Hanöffner, Asen, Killermann, Abstreiter, Horava, Möhle. 

Jetzt klappt's auch zuhause mit drei Punkten

Samstag, 2. November 2019
Jetzt liegt der Beweis vor: Der EVM kann auch zuhause dreifach punkten. Nach drei vergeblichen Anläufen schlugen die Grün-Gelben am Freitag in der Clariant-Arena den ESV Waldkirchen ähnlich deutlich wie vor einer Woche im Hinspiel mit 6:1 (3:1, 1:0, 2:0).
Wenn es an diesem Abend aus Moosburger Sicht überhaupt etwas zu kritisieren gab, dann war das die erste Hälfte des zweiten Drittels. "Zu offen", fand Coach Bernie Englbrecht, sei man da gestanden. Nur gut, dass die Niederbayern in dieser Phase selbst nicht so recht wussten, wie sie mit ihrem leichten Übergewicht umgehen sollten. Als Miloslav Horava dann ESV-Keeper Tobias Lienig verlud und zum 4:1 einnetzte (32.), hatten die Hausherren prompt wieder alles im Griff.
Den Grundstein für diesen Erfolg hatte der heute in allen Mannschaftsteilen überzeugende EVM allerdings bereits in den ersten 20 Minuten gelegt. Den Auftakt machte der immer besser in Fahrt kommende Peter Abstreiter mit dem 1:0 (6.) direkt nach einem Bully in Unterzahl. Nach neun Minuten gelang Waldkirchen zwar der Ausgleich, eine halbe Minute später nutzte Jakob Killermann jedoch einen bösen Abwehrschnitzer der Gäste zum 2:1. Und nach einer Viertelstunde war es erneut Abstreiter, der von seinen Sturmkollegen Hanöffner und Horava blendend in Szene gesetzt wurde - 3:1.
Spannung war im Schlussabschnitt Mangelware. Was auch daran lag, dass Hanöffner bereits 68 Sekunden nach Wiederbeginn aus einem Horava-Zuckerpass das 5:1 machte. Von den Gästen, die sieben Tage zuvor beim selben Spielstand noch mal ordentlich Gas gegeben hatten, kam kaum noch Gegenwehr. Die Moosburger, die verletzungsbedingt auf Markus Gröger und Tobias Stuckenberger verzichten mussten, konnten sich nun aufs Verwalten konzentrieren. Erst in den Schlussekunden tat sich noch mal was auf der Anzeigetafel - und zwar, als Verteidiger Vincenz Maier mit seinem Schuss in die Maschen das halbe Dutzend voll machte.

Tore: 1:0 (5:04) Abstreiter (Hanöffner), 1:1 (9:00) Vokaty (Skoda, Pichler), 2:1 (9:32) Killermann, 3:1 (15:41) Abstreiter (Hanöffner, Horava), 4:1 (31:36) Horava (Hanöffner), 5:1 (41:08) Hanöffner (Horava, Krämmer), 6:1 (58:58) Maier (Möhle). Strafminuten: 4/8. Zuschauer: 175.
Aufstellung: Messerer, Probst; Rotzinger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Loidl, Horava, Abstreiter, Retzer, Seidlmayer. 

Siegesserie soll gegen Waldkirchen und in Freising fortgesetzt werden

Mittwoch, 30. Oktober 2019
„Jetzt bloß nicht nachlassen.“ Diese Worte von Moosburgs Coach Bernie Englbrecht könnten als Motto für das kommende Wochenende dienen. Am Freitag zuhause gegen den ESV Waldkirchen (19.30 Uhr) und am Sonntag beim Landkreis-Derby in Freising (18 Uhr) will der EVM seine noch junge Siegesserie fortsetzen, um endgültig wieder den Anschluss an die Spitzenplätze der Liga herzustellen.
An Selbstbewusstsein dürfte es den Grün-Gelben dieser Tage nicht mangeln. Sowohl beim Gala-Auftritt in Waldkirchen (7:2) als auch bei der Regenschlacht von Pegnitz (4:3) holten die Moosburger die maximale Punktzahl – und das auch noch gegen potentielle Mitkonkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze. „Natürlich tut das gut, wenn man sich endlich mal für seine Leistung belohnt“, sagt Englbrecht. Es sei ja auch in den drei Heimspielen zuvor, wo lediglich zwei Punkte hängengeblieben sind, nicht alles schlecht gewesen. „Aber jetzt haben wir gewisse Fehler einfach nicht mehr gemacht.“
So soll es auch dieses Wochenende bleiben, wenn zunächst am Freitag die Waldkirchener Krokodile zur sofortigen Revanche in die Moosburger Clariant-Arena kommen. Trotz ihrer fünf Kontingentspieler waren die Bayerwaldler im Hinspiel 60 Minuten lang fast chancenlos. Man muss allerdings davon ausgehen, dass sie sich so eine Schmach nicht noch einmal bieten lassen wollen. „Die haben einige technisch erstklassige Spieler in ihren Reihen“, weiß der EVM-Trainer, „da müssen wir auch im Rückspiel aufpassen.“
Sich nicht von den Testspielergebnissen blenden lassen – unter dieser Prämisse steht das bereits dritte Landkreis-Derby dieser Saison in Freising. Allerdings ist es das erste Lokalduell, in dem es auch um Punkte geht. 5:1 und 5:3 gewannen die Moosburger die beiden Tests, die jetzt allerdings keine Rolle mehr spielen. Zumal die Black Bears trotz der jüngsten 0:4-Niederlage in Amberg inzwischen auch in die Spur gefunden haben und die letzten beiden Heimspiele gegen Vilshofen (5:1) und Trostberg (2:1) gewannen. „Trotzdem muss unser Ziel an diesem Wochenende lauten, alle sechs Punkte zu holen“, fordert Bernie Englbrecht. Zwar hat sich der EVM am Sonntag auf Rang vier verbessert – der letzte Tabellenplatz, der die Teilnahme an der Aufstiegsrunde ermöglicht –, die Konkurrenz folgt jedoch dicht gedrängt dahinter.
Was den Kader betrifft, steht nur hinter dem angeschlagenen Angreifer Tobias Stuckenberger und Goalie Carlo Schwarz (beruflich) ein Fragezeichen. Kommen keine weiteren Hiobsbotschaften dazu, hätte Englbrecht auch ohne Verstärkung aus der U 20 (Samstagsspiel gegen Haßfurt) drei komplette Blöcke zur Verfügung. 

Knapp, aber verdient: 4:3-Auswärtssieg in Pegnitz

Montag, 28. Oktober 2019
Was bislang daheim nicht klappt, ist für den EV Moosburg auswärts anscheinend kein Problem: dreifach punkten. Zwei Tage dem Erfolg in Waldkirchen gewannen die Grün-Gelben auch in Pegnitz mit 4:3 (2:1, 0:1, 2:1) und kletterten so auf Rang vier der Landesliga-Tabelle.
Nachdem Peter Abstreiter seine Sperre abgesessen hatte, war der kurzfristige Ausfall von Tobias Stuckenberger (Muskelprobleme) für Coach Bernie Englbrecht in der Offensive zu verkraften. Ganz hinten musste er jedoch ein neues Duo aufbieten: Da sowohl Linus Messerer als auch Carlo Schwarz beruflich verhindert waren, stand die etatmäßige Nummer drei, Johannes Probst, zwischen den Pfosten. Und er lieferte 60 Minuten lang eine mehr als solide Leistung ab. Als Backup war Bernhard Eggerdinger-Hölzl mitgereist – schön, wenn man so einen spontanen Routinier im Verein hat.
Nicht sehr schön waren die äußeren Bedingungen im Pegnitzer Freiluftstadion: Vor Beginn stand das Wasser wegen der zuvor frühlingshaften Temperaturen, und während der Partie kam dann noch der Regen dazu. Die Gäste machten das Beste draus, taten mehr fürs Spiel und gingen nach elf Minuten durch Topscorer Miloslav Horava in Führung. Keine Minute nach dem Pegnitzer Ausgleich (18.) nutzten die Englbrecht-Schützlinge ein Powerplay zum 2:1.
Das zweite Drittel entwickelte sich zu einer zähen Angelegenheit: Weil der Eismeister trotz Regen reichlich Wasser verwendet hatte, musste er 26 Sekunden nach Wiederbeginn noch mal ein paar Runden mit dem Zamboni drehen. Das einzige Tor in dieser Phase markierten in Minute 34 die Franken per verdecktem Distanzschuss.
Und die sollten auch besser in den letzten Durchgang starten: Fünf Minuten nach Wiederbeginn gingen die IceDogs erstmals mit 3:2 in Führung. Doch erneut hielt die Freude nicht lang, weil Alex Asen eineinhalb Minuten später den abermaligen Ausgleich besorgte. Fünf Minuten vor Schluss ging’s dann munter hin und her: Erst vergaben die Gastgeber einen Unterzahl-Konter – und im direkten Gegenzug wurde Peter Abstreiter mit dem Tor zum 4:3 zum Matchwinner.
„Ein hochverdienter Sieg“, freute sich EVM-Vorstandsmitglied Bernhard Loidl. Man sei mit den schwierigen äußeren Bedingungen einfach besser klargekommen als die Hausherren.

Tore: 0:1 (10:28) Horava (Maier), 1:1 (17:16) Dzemla (Plichta), 1:2 (18:26) Steiger (Horava, Hanöffner), 2:2 (33:48) Navarra (Walz), 3:2 (44:42) Navarra (Dzemla/Plichta), 3:3 (46:08) Asen (Retzer), 3:4 (54:57) Abstreiter (Eigner). Strafminuten: 16+10/18. Zuschauer: 270.
Aufstellung: Probst, Eggerdinger-Hölzl; Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Horava, Retzer, Abstreiter. 

7:2 - EVM sackt in Waldkirchen den ersten Dreier ein

Samstag, 26. Oktober 2019
Sowas nennt man dann wohl Befreiungsschlag: Mit der bis dato besten Saisonleistung holte sich der EVM am Freitagabend beim ESV Waldkirchen mit 7:2 (3:0, 2:0, 2:2) den ersten Dreier. Die Reihen-Umstellungen von Coach Bernie Englbrecht scheinen sich also gelohnt zu haben.
Bereits im ersten Abschnitt waren die Moosburger die Ton angebende Mannschaft, mussten jedoch auch einige brenzlige Situationen vor dem eigenen Kasten überstehen. Der EVM wurde trotzdem von Minute zu Minute dominanter - aber wo blieben die Tore? Dann ging es plötzlich ganz schnell: Innerhalb von 67 Sekunden schossen Miloslav Horava (17./18.) und Daniel Möhle (18., Powerplay) die Gäste mit 3:0 in Führung. Die Krokodile und ihr kurz zuvor noch laut anfeuernder Fanclub waren geschockt.
Mit diesem Polster im Rücken wurde das zweite Drittel eröffnet. Und so souverän wie da hat man die Grün-Gelben heuer noch nicht spielen gesehen. Die Hausherren kamen kaum noch aus dem eigenen Drittel, wurden von den Englbrecht-Schützlingen phasenweise an die Wand gespielt - egal, welcher EVM-Block auf dem Eis war. Und hinten konnte sich Schlussmann Linus Messerer ebenfalls auf seine Vorderleute verlassen. Allerdings dauerte es auch diesmal, bis die Moosburger jubeln durften: Vier Minuten vor dem zweiten Pausentee erhöhte Daniel Möhle auf 4:0, keine 60 Sekunden später sorgte Max Retzer mit dem fünften Gäste-Treffer schon für eine kleine Vorentscheidung.
Im Schlussdrittel bäumten sich die gastgebenden Krokodile zwar nochmal auf, doch die Dreirosenstädter ließen keine Aufholjagd mehr zu: Das erste ESV-Tor (46.) beantwortete Tobias Stuckenberger noch in derselben Minute mit dem 6:1. Und als abermals die Tormusik in der Waldkirchener Eishalle ertönte, war es acht Minuten vor dem Ende aus Sicht der Hausherren schon zu spät, um das Match zu drehen. Für den 7:2-Schlusspunkt sorgte abermals - genauer gesagt: zum fünften Mal - der neu zusammengestellte erste Block: Horava und Hanöffner assistierten, Möhle traf. Sowas nennt man dann wohl Befreiungsschlag.

Tore: 0:1 (16:30) Horava (Möhle, Hanöffner), 0:2 (17:11) Horava (Möhle, Hanöffner), 0:3 (17:37) Möhle (Steiger, Horava), 0:4 (35:55) Möhle (Krämmer, Horava), 0:5 (36:36) Retzer, 1:5 (45:14) Skoda (Mayrhauser, Vokaty), 1:6 (45:55) Stuckenberger (Asen, Krämmer), 2:6 (51:56) Sattler (Holzfurtner, Pichler), 2:7 (58:16) Möhle (Horava, Hanöffner). Strafminuten: 14/4. Zuschauer: 100.
Aufstellung: Messerer, Probst; Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Retzer. 

Jetzt soll es auswärts mit der vollen Punktzahl klappen

Donnerstag, 24. Oktober 2019
Mit zwei Punkten aus den ersten drei Heimspielen hat der EV Moosburg nicht gerade Angst und Schrecken in der Liga verbreitet. An den kommenden Spieltagen hat die Englbrecht-Truppe die Chance, es auswärts besser zu machen – drei der vier bevorstehenden Partien finden auf fremden Eis statt. Dieses Wochenende treten die Grün-Gelben zunächst beim ESV Waldkirchen (Freitag, 19.30 Uhr; Busabfahrt 15.45 Uhr) an, am Sonntag dürfen sie dann beim Bayernliga-Absteiger EV Pegnitz (17.30 Uhr; Busabfahrt 13.30 Uhr) Freiluft schnuppern.
Wie schon in der Vorsaison taten sich die Moosburger schwer, aus den Startlöchern zu kommen. Beim 4:3-Overtime-Sieg über Vilshofen ließ man leichtfertig einen Punkt liegen, steigerte sich dann gegen Titelkandidat Amberg (4:6) und verpennte am vergangenen Freitag gegen Dingolfing dermaßen die ersten 20 Minuten (1:4) dass man am Ende auch hier leer ausgegangen ist (5:6). „Wenn man immer mindestens vier Tore pro Spiel schießt, sollte das in den meisten Fällen schon reichen, um drei Punkte zu holen“, findet Coach Bernie Englbrecht. Das Toreschießen ist heuer bislang also nicht das Problem, „sondern unsere vielen leichten Fehler“, hat er festgestellt. Dabei seien Kritikpunkte überall zu finden: „von den Torhütern bis zu den Stürmern“.
Für die kommenden Aufgaben hat der Moosburger Trainer die ersten beiden Angriffsreihen noch einmal umgestellt. Der wiedergenesene Tobias Hanöffner rückt zu Miloslav Horava und Daniel Möhle in Reihe eins, Nolan Regan wird mit Jakob Killermann und Christian Seidlmayer auf Torejagd gehen. Nur in der dritten Reihe sieht Englbrecht keinen Handlungsbedarf: „Die passen zusammen und treffen auch.“ Noch offen ist, wie er mit der Personalie Peter Abstreiter am Wochenende umgeht: Der Ex-Landshuter ist nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe am Freitag gesperrt und wird erst am Sonntag wieder zum EVM-Kader gehören.
Mit Waldkirchen und Pegnitz treffen die Dreirosenstädter auf zwei derzeit recht unbeliebte Landesligisten. Beide Vereine sind zusammen mit dem ESC Haßfurt und dem ESV Burgau (Gruppe 2) gerichtlich erfolgreich gegen den BEV vorgegangen, der daraufhin den Passus, wonach in der Landesliga maximal zwei Ausländer pro Team eingesetzt werden dürfen, wieder gestrichen hat. Da ist es nicht verwunderlich, dass Pegnitz (Tabellenvierter, fünf Punkte) heuer mit drei und Waldkirchen (Sechster, vier Zähler) sogar mit fünf Kontingentspielern aufläuft. Englbrecht ist das egal: „Am Wochenende muss ein Dreier her. Am besten gleich zweimal.“ 

5:6-Derbypleite: Aufholjagd ohne Punkte

Samstag, 19. Oktober 2019
Erst hat man kein Glück - und dann kommt auch noch Pech dazu: Leichtfertig hat der EVM am Freitag bei der 5:6 (1:4, 2:0, 2:2)-Derbypleite gegen den EV Dingolfing die nächste Möglichkeit vergeben, auf heimischem Eis dreifach zu punkten. Ausschlaggebend war ein katastrophales erstes Drittel.
Obwohl die Hausherren dank Alex Asens Tor nach 93 Sekunden einen Blitzstart hinlegten, kamen sie überhaupt nicht ins Spiel. Den frechen Gästen um ihren spielenden Coach Billy Trew gelang bereits drei Minuten später der Ausgleich. Und die Isar-Rats nutzten in der Folge eiskalt die Lücken, die ihnen die Moosburger Hintermannschaft bot. Nach elfeinhalb Minuten stand es bereits 1:3 - und der nicht wirklich glücklich wirkende Carlo Schwarz im EVM-Kasten machte Platz für Johannes Probst. Trew höchstpersönlich markierte noch vor der ersten Pause Gäste-Tor Nummer vier. Das Derby schien vorzeitig entschieden zu sein.
Aber die Grün-Gelben bewiesen nach dem Seitenwechsel Moral. Erneut war es die bestens aufgelegte dritte Reihe, die sich in die Torschützenliste eintragen durfte: Tobias Stuckenberger (22.) und Max Retzer (29.) brachten den EVM zurück. Umso bitterer, dass Peter Abstreiter kurz darauf wegen eines Stockstichs eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt. Aber Moosburg überstand die fünfminütige Unterzahl. Allerdings konnten die Gastgeber kurz darauf auch nichts aus einer 2+2-Minuten-Strafe gegen Ex-EVM-Verteidiger Max Ohr machen.
Der Schlussabschnitt begann denkbar schlecht: Ohne Not schenkte der EVM mal wieder im eigenen Drittel die Scheibe her, wodurch sich der EVD mit dem 3:5 (41.) bedankte. Doch abermals schlugen die Dreirosenstädter zurück und erkämpften sich in dem dramatischen Schlussabschnitt den Ausgleich: Zunächst vollendete Vincenz Maier eine schöne Kombination über Rückkehrer Tobias Hanöffner (46.), und acht Minuten vor der Schlusssirene krönte Lars Eigner seine feine Einzelleistung mit dem kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich. Doch den konnten die Englbrecht-Schützlinge nicht verteidigen. Die immer harmloser wirkenden Dingolfinger rissen sich noch einmal zusammen - und dann war es ausgerechnet der ehemalige Moosburger David Michel, der mit dem 5:6 (55.) den Auswärtsdreier für den EVD eintütete.
Mit zwei Zählern aus den ersten drei (Heim-)Spielen ist in Moosburg wahrlich niemand zufrieden. In der kommenden Woche haben die Grün-Gelben die Chance, es auswärts besser zu machen: am Freitag, 25. Oktober, in Waldkirchen sowie am Sonntag, 27. Oktober, in Pegnitz.

Tore: 1:0 (1:33) Asen (Krämmer, Stuckenberger), 1:1 (4:21) Schander, 1:2 (7:36) Trew (Simbeck), 1:3 (11:33) Detterer (Ferstl O., Ruhstorfer), 1:4 (18:13) Trew (Schander), 2:4 (21:41) Stuckenberger (Asen), 3:4 (28:34) Retzer (Rotzinger), 3:5 (40:44) Schander, 4:5 (45:43) Maier (Hanöffner, Killermann), 5:5 (52:03) Eigner, 5:6 (54:18) Michel (Detterer). Strafminuten: EVM 4 plus 5 plus Spieldauer Abstreiter (Stockstich), EVD 10. Zuschauer: 120.
Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 11:33); Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner, Rotzinger, Triebswetter; Stuckenberger, Regan, Asen, Killermann, Seidlmayer, Hanöffner, Möhle, Horava, Abstreiter, Retzer, Loidl. 

Gegen Dingolfing soll der erste Dreier her

Donnerstag, 17. Oktober 2019
Von einem richtungsweisenden Spiel will EVM-Coach Bernie Englbrecht vor dem Nachbarschaftsduell mit dem EV Dingolfing (Freitag, 19.30 Uhr, Clariant-Arena) zwar noch nicht sprechen, „aber es wäre jetzt schon wichtig, daheim den ersten Dreier zu holen“. Denn die Dingolfinger dürften einer der Hauptkonkurrenten im Kampf um die ersten vier Plätze sein.
Der EVD hat mit seinem neuen Trainer Billy Trew die Pflicht erfüllt und die beiden Auftaktpartien in Freising (7:1) und daheim gegen Bayreuth 1b (5:3) gewonnen. Der EVM dagegen musste sich gegen Vilshofen (4:3) und Amberg (4:6) mit zwei von sechs möglichen Zählern zufrieden geben. Wobei Englbrecht damit alles andere als zufrieden ist: „Normalerweise hätten wir beide Matches in der regulären Spielzeit gewinnen müssen. Aber es waren wieder individuelle Fehler, mit denen wir uns selbst um den Lohn gebracht haben.“ Dabei sei er mit Einsatz, Engagement und auch einigen Spielzügen seiner Truppe durchaus einverstanden gewesen.
Was auch diesmal für die Moosburger spricht: Wie schon die Auftaktgegner in der Vorwoche müssen auch die „Isar-Rats“ auf wichtige Leistungsträger verzichten. Kontingentspieler David Bilek und Kapitän Daniel Schickaneder fehlen wegen einer Spieldauer-Disziplinarstrafe. Beim EVM hingegen sieht es personell sehr gut aus: So geht Englbrecht davon aus, dass Sturm-Routinier Tobias Hanöffner nach überstandener Ellenbogen-Verletzung sein Punktspieldebüt geben kann. Sollte sich kurz vor dem Match niemand mehr krank melden, „werden wir zum ersten Mal in dieser Saison komplett sein“, hofft der Trainer.
Der EV Dingolfing wird allerdings auch ohne die beiden genannten Leistungsträger ein schlagkräftiges Team in die Dreirosenstadt schicken. Schließlich hat man sich vor der Saison ordentlich verstärkt – unter anderem mit einigen Rückkehrern aus Passau – und erstmals auch beide Ausländerpositionen besetzt. So wird am Freitag auch ein Trio auf dem Eis stehen, das 2017/18 noch dem Bayernliga-Kader des EVM angehörte: Verteidiger Max Ohr, der Tscheche David Michel und nicht zuletzt Publikumsliebling Daniel Schander. Nicht ganz ausgeschlossen scheint auch, dass der inzwischen 45-jährige Ex-Profi Trew (Straubing, Regensburg, Landshut) selber die Schlittschuhe schnürt. Gegen Trostberg schlüpfte der Coach vor wenigen Wochen erstmals ins Isarrats-Trikot. 

Amberg für den EVM zu clever

Montag, 14. Oktober 2019
Die Chancen waren da, dem Favoriten ein Bein zu stellen, letztlich siegte aber die Cleverness der Amberger: 4:6 (0:1, 2:3, 2:2) unterlag der EVM am Sonntag in einem packenden Match dem Titelkandidaten aus der Oberpfalz.
Der Beginn der Begegnung stand im Zeichen einer Trauerminute: Beide Teams, Moosburger Nachwuchsspieler und Vorstandsmitglieder nahmen auf dem Eis Abschied von einem U20-Spieler, der wenige Tage zuvor bei einem tragischen Unglück ums Leben gekommen war.
Der EVM wirkte von Beginn an spritziger als die Gäste. Kein Wunder, hatten diese noch am Vorabend ihren Saisonauftakt in Bayreuth bestritten (und mit 4:1 gewonnen). Aber wie schon gegen Vilshofen stand mit Oliver Engmann ein starker Goalie im gegnerischen Kasten, der die Chancen der Hausherren allesamt entschärfte. Bitter: Fünf Sekunden vor der ersten Pause gelang den bis dahin nicht sonderlich stark aufspielenden Ambergern im Powerplay die 0:1-Führung.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber aber noch einen Gang zu und überzeugten durch ihr Überzahlspiel auch ERSC-Coach Dan Heilman: "Was Moosburg da bei 5:4 gemacht hat, war richtig stark" - was die beiden Tore von Basti Krämmer (24.) und Kevin Steiger (27.) nur bestätigten. Die Gäste wirkten in der Folge stark angeknockt. "Wir kamen kaum noch aus dem eigenen Drittel", sagte Heilman. Aber der EVM konnte die knappe Führung nicht ausbauen und kassierte durch einen Gegenangriff in Minute 32 den abermaligen Ausgleich. Die letzte Minute dieses Abschnitts sollte rabenschwarz werden: Innerhalb von nur 18 Sekunden münzten die Wild Lions eine kurze Druckphase in einen Doppelpack um - 2:4!
Aufgeben kam für die Moosburger in den letzten 20 Minuten zwar nicht in Frage, mehr als die Anschlusstreffer zum 3:4 (Alexander Asen) beziehungsweise 4:5 (Daniel Möhle) sprangen dabei allerdings nicht heraus, weil Amberg immer eine passende Antwort hatte und so den Zwei-Tore-Vorspung verteidigen konnte. Daran änderte sich auch in der dramatischen Schlussphase nichts, in der EVM-Trainer Bernie Englbrecht Goalie Carlo Schwarz durch einen sechsten Feldspieler ersetzte. Engmann hielt sein Tor bis zur finalen Sirene sauber.

Tore: 0:1 (19:55) Schmitt (Köbele, Vlach), 1:1 (23:28) Krämmer (Steiger, Horava), 2:1 (26:03) Steiger (Horava), 2:2 (31:24) Troglauer (Vlach), 2:3 (39:06) Roth, 2:4 (39:24) Köbele (Schmitt), 3:4 (45:03) Asen (Retzer, Abstreiter), 3:5 (46:52) Köbele (Huber, Aukofer), 4:5 (51:54) Möhle (Krämmer, Horava), 4:6 (54:49) Roth (Huber). Strafminuten: 12/12. Zuschauer: 178.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Gröger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Triebswetter, Rotzinger; Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Böck, Loidl. 

EVM kommt gegen Vilshofen mit einem blauen Auge davon

Sonntag, 13. Oktober 2019
Mit einem blauen Augen davongekommen ist der EV Moosburg im Saisondebüt gegen die Vilshofener Wölfe. Obwohl die Grün-Gelben unzählige Chancen liegen ließen und in der Schlussphase auch noch ihre 3:1-Führung verspielten, standen sie am Ende als 4:3 (0:1, 1:0, 2:2, 1:0)-Sieger nach Verlängerung da.
Während die Hausherren bis auf den weiterhin verletzten Tobias Hanöffner aus dem Vollen schöpfen konnten, waren die Niederbayern mit einem besseren Notaufgebot in die Clariant-Arena gekommen: Nur elf Feldspieler standen Coach Robert Suchomski zur Verfügung. „Deshalb waren wir eigentlich von Beginn an nur auf Schadensbegrenzung aus“, sagte Vilshofens sportlicher Leiter Matthias Rimböck nach der Begegnung.
Trotzdem standen die Gäste defensiv gut und bereiteten dem EVM große Probleme, in sein Spiel zu finden. Und wenn die Dreirosenstäter doch mal zum Abschluss kamen, war beim überragenden ESC-Goalie Alexander Krenn Endstation. Umso bitterer, dass der einzige ernstzunehmende (Distanz-)Torschuss der Vilshofener nach sieben Minuten hinter EVM-Keeper Linus Messerer zum 0:1 einschlug.
Im zweiten Abschnitt erhöhten die Englbrecht-Schützlinge den Druck, scheiterten aber weiterhin an Krenn und der eigenen Chancenverwertung. Gut drei Minuten vor dem zweiten Pausentee erlöste Miloslav Horava sein Team mit dem überfälligen Ausgleich.
Im Schlussabschnitt schien sich dann alles zum Guten zu wenden: Horava – erneut bedient von Peter Abstreiter – brachte den EVM kurz nach Wiederbeginn erstmals in Führung und netzte zehn Minuten später in Unterzahl zum vermeintlich vorentscheidenden 3:1 ein. Doch die tapfer kämpfenden Wölfe gaben nicht auf und kamen fünf Minuten vor dem Ende zum Anschlusstreffer. Als die Moosburger kurz darauf in Unterzahl waren, packte ESC-Verteidiger Stephan Hackl erneut einen Hammer von der blauen Linie aus – Ausgleich!
Doch Moosburgs erster Block sorgte dafür, dass die Overtime nur 23 Sekunden dauerte: Markus Gröger auf Dreifach-Torschütze Horava, der weiter zu Nolan Regan und es hieß 4:3. Der EVM war noch mal mit einem blauen Auge davongekommen.

Tore: 0:1 (7:00) Hackl (Toth), 1:1 (36:48) Horava (Abstreiter, Rotzinger), 2:1 (41:01) Horava (Abstreiter, Regan), 3:1 (51:30) Horava, 3:2 (55:55) Toth (Doubrawa, Seidl), 3:3 (58:32) Hackl (Toth, Seidl), 4:3 (60:23) Regan (Horava, Gröger). Strafminuten: 12/10. Zuschauer: 178.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Triebswetter, Rotzinger; Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Böck, Loidl. 

Interview mit Bernie Englbrecht zum Saisonstart - Heimspielauftakt gegen Vilshofen

Donnerstag, 10. Oktober 2019
Er geht in seine dritte Saison als Trainer beim EV Moosburg: der ehemalige Landshuter Nationaltorwart Bernie Englbrecht (61). Nach dem Abstieg vor zwei Jahren aus der Bayernliga und einem Jahr der Orientierung wollen die Grün-Gelben heuer um die Spitzenplätze der Landesliga mitspielen. Los geht's mit zwei Heimspielen gegen Vilshofen (Freitag, 19.30 Uhr) und Amberg (Sonntag, 17.15 Uhr). Wie Englbrecht seine Mannschaft und die Liga einschätzt, welche Rolle der Nachwuchs bei ihm spielt und wie er die derzeitigen Diskussionen über die erlaubte Anzahl der Kontingentspieler im Amateurbereich sieht, hat er nun im Interview verraten.

Herr Englbrecht, sieben Vorbereitungsspiele hat der EVM heuer absolviert – vier gewonnen, drei verloren. Wie schätzen Sie die Lage von Saisonstart ein?
Englbrecht: Ich bin durchaus optimistisch, dass wir um die Top-vier-Plätze und damit auch den Aufstieg mitspielen werden. Mit Peter Abstreiter und Miloslav Horava haben wir erfahrene Spieler dazubekommen, die hoffentlich die Torchancen nutzen, die wir im Vorjahr immer ausgelassen haben. Da unser Kader heuer allerdings nicht so groß ist, ist sicherlich eine Grundvoraussetzung für den sportlichen Erfolg, dass wir von Verletzungspech verschont bleiben.

Mit Tobias Hanöffner hat es in der Vorbereitung ja schon einen Top-Stürmer am Ellbogen erwischt...
Englbrecht: ...das ist richtig. Aber derzeit sieht es so aus, dass er uns schon in den kommenden Wochen wieder zur Verfügung steht. Es geht ja auch ums Training. Eines unserer Probleme ist, dass wir heuer noch nie komplett trainieren haben können.

Horava wird neben Nolan Regan die zweite Ausländerposition besetzten. Ist der EVM damit auf den Kontingentstellen stärker besetzt als im Vorjahr?
Englbrecht: Klar, da haben wir ja auch mit einem Ausländer, Nolan Regan, begonnen und den zweiten, Daniel Klinecky, erst kurz vor der Verzahnungsrunde verpflichtet. Regan hatte zwar Anlaufschwierigkeiten, kam aber gut in die Gänge und war letztlich unser Topscorer. Trotzdem erwarte ich, dass er an der Seite eines so erfahrenen Spielers wie Miloslav Horava noch ein bissl mehr zeigen kann. Deshalb denke ich, dass wir da ganz gut aufgestellt sind.

Nach einem Urteil des Landgerichts München hat der Bayerische Eissportverband die Beschränkung auf zwei Ausländer in der Landesliga gekippt. Nun kann jeder Vereine so viele Kontingentspieler einsetzten, wie er will. Was halten Sie von dieser Entwicklung?
Englbrecht: Meiner Meinung nach könnte man in den unteren Ligen, zu denen auch die Landesliga gehört, prinzipiell auf ausländische Spieler verzichten. Zum einen, weil das Geld bei den meisten Vereinen eh knapp ist, und zum anderen, weil es genug deutsche Spieler gibt, denen man eine Chance geben müsste. Dass jetzt in der zweiten Liga von unten jeder Verein so viele Kontingentspieler einsetzen kann, wie er will, ist meiner Meinung ein Schlag ins Gesicht für den hiesigen Eishockey-Nachwuchs.

Den Sie in Moosburg, seit Sie hier Trainer sind, fördern. In den Vorbereitungsspielen war immer auch ein Block der U 20 auf dem Eis. Wird man die Jungen auch dann sehen, wenn es um Punkte geht?
Englbrecht: Natürlich werden die öfter ihre Einsätze kriegen. Aber das Ganze ist ein Lernprozess, der über ein, zwei Jahre geht. Ich habe gewisse Kandidaten im Auge, die, wenn sie bei den U 20-Spielen rausstechen, auch in der ersten Mannschaft eingesetzt werden. Aber ich wiederhole mich noch mal: Jede Seite braucht Geduld. Das ist ein Prozess, der sich nicht von heute auf morgen bewerkstelligen lässt.

Zum Auftakt absolviert der EV Moosburg gleich drei Heimspiele hintereinander: dieses Wochenende gegen Vilshofen und Amberg den Freitag drauf gegen Dingolfing. Haben Sie da eine Gesamtpunktzahl vor Augen oder denken Sie von Spiel zu Spiel?
Englbrecht: Verlieren wollen weder wir noch die anderen. Und dass es „sichere“ Siege oder Niederlagen nicht gibt, haben wir in der Vorsaison gemerkt, als wir zum Auftakt daheim gegen Freising trotz Favoritenrolle leer ausgegangen sind und dafür als Außenseiter in Waldkirchen und Haßfurt gewonnen haben. Ich warne jedenfalls davor, am Freitag Vilshofen als Freiluft-Team, das vielleicht noch Trainingsrückstand hat, zu unterschätzen und nur auf das Aufeinandertreffen mit Amberg zu schauen. Ich bin aber überzeugt, dass wir vor keinem Gegner Angst haben müssen – egal, ob er mit vier, fünf oder noch mehr Ausländern gegen uns antritt. 

8:3 und 5:3 - erfolgreiche letzte Tests

Montag, 7. Oktober 2019
Generalproben geglückt: Mit zwei Siegen gegen die Ligakonkurrenten Trostberg Chiefs und Black Bears Freising hat der EVM die Vorbereitungsphase abgeschlossen. Ab dem kommenden Wochenende geht es um Punkte.
Während die Moosburger am Freitag ihre Gäste aus dem Chiemgau im ersten (2:0) und letzten Drittel (5:1) gut im Griff hatten, ließen sie es im zweiten Abschnitt etwas zu locker angehen. Trostberg glich prompt auf 2:2 aus und konnte dieses Remis auch trotz mehrminütiger 3:5-Unterzahl halten. Erst in der Schlussphase dieses Durchgangs brachte Kevin Steiger den EVM wieder in Führung. Selbige konnten die Hausherren in den verbleibenden 20 Minuten noch deutlich auf 8:3 ausbauen.
Schon etwas enger ging es beim Rück-Derby in Freising zu, wo der EVM ebenfalls nach zwei Dritteln mit 3:2 vorne lag. Hier ließen sich die Black Bears im letzten Abschnitt allerdings nicht so leicht abschütteln. Erst der Treffer von Daniel Möhle fünf Minuten vor der Schlusssirene brachte die Entscheidung – 5:3. Damit gewann der EVM nach dem Hin- (5:1) auch das Rückspiel gegen die Domstädter.
Zum Auftakt der Punkterunde stehen gleich zwei Heimspiele auf dem Programm: Am Freitag, 11. Oktober, empfängt die Englbrecht-Truppe den ESC Vilshofen (19.30 Uhr), am Sonntag, 13. Oktober, gibt dann Titelanwärter ERSC Amberg in der Clariant-Arena seine Visitenkarte ab (17.15 Uhr).

EV Moosburg – TSV Trostberg 8:3 (2:0, 1:2, 5:1)
Tore: 1:0 (10:23) Horava (Abstreiter, Möhle), 2:0 (17:10) Abstreiter (Seidlmayer, Killermann), 2:1 (21:27) Sporysch (Jndra, Moser), 2:2 (24:37) Schmidt (Wanghofer, Moser), 3:2 (37:49) Steiger (Möhle, Asen), 4:2 (43:08) Maier, 5:2 (43:39) Seidlmayer (Abstreiter), 6:2 (47:47) Triebswetter), 7:2 (48:02) Stuckenberger (Asen, Krämmer), 7:3 (54:31) Jndra (Tobola, Dörfler), 8:3 (57:31) Horava (Loidl). Strafminuten: 8/14. Zuschauer: 67.
Aufstellung: Probst, Eggerdinger-Hölzl; Gröger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Triebswetter; Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Loidl, Böck, Eder.

SE Freising – EV Moosburg 3:5 (1:2, 1:1, 1:2)
Tore: 0:1 (3:06) Asen (Möhle), 0:2 (6:57) Rotzinger (Maier, Seidlmayer), 1:2 (14:35) Birk (Hanke, Vavroch), 2:2 (23:47) Braun (Vavroch, Birk), 2:3 (34:34) Krämmer (Möhle), 3:3 (43:46) Vavroch (Hanke), 3:4 (49:40) Stuckenberger (Killermann), 3:5 (54:53) Möhle (Regan). Strafminuten: 8/10. Zuschauer: 90.
Aufstellung: Messerer, Probst; Triebswetter, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Loidl, Asen, Killermann, Abstreiter, Möhle, Eder, Böck. 

Generalproben gegen Trostberg und Freising

Mittwoch, 2. Oktober 2019
Nach verpatzten Generalproben folgen gelungene Premieren, heißt es immer so schön. Trotzdem wollen EVM-Coach Bernie Englbrecht und seine Schützlinge nach den beiden Lehrstunden gegen Bayernligist Passau eine Woche vor Saisonstart natürlich nochmal Selbstvertrauen tanken und die beiden abschließenden Vorbereitungsspiele zuhause gegen den TSV Trostberg (Freitag, 19.30 Uhr) und auswärts beim SE Freising (Sonntag, 18 Uhr) so erfolgreich wie möglich gestalten.
Während man die neue Freisinger Mannschaft beim 5:1-Heimsieg vor knapp zwei Wochen schon kennengelernt hat, sind die Trostberger Chiefs, die einen großen Umbruch im Kader zu bewerkstelligen haben, aus Moosburger Sicht noch mit vielen Fragezeichen versehen. Einige Leistungsträger haben das Team verlassen, dafür konnte man mit dem neuen Coach Petr Zachar (früher Burgkirchen) einen absoluten Eishockeyfachmann gewinnen. Der soll nun eine schlagkräftige Truppe aus in erster Linie einheimischen Spielern formen. Neben dem Tschechen Dominik Tobola sollte eigentlich der litauische Nationalspieler Danielius Nomanovas die zweite Ausländerposition einnehmen, der sagte den Chiefs aber kurzfristig ab. Man darf also gespannt sein, ob sie am Freitag mit einem anderen Kandidaten in der Clariant-Arena antreten werden.
Zuschauer haben am Freitag übrigens noch mal die Gelegenheit, sich Tickets für das Freundschaftsspiel der deutschen U20-Nationalmannschaft gegen den EV Landshut (Dienstag, 8. Oktober, 18.30 Uhr) in Moosburg zu sichern. Karten gibt's für fünf Euro im Eisstüberl. 

Black Hawks für den EVM eine Nummer zu groß

Montag, 30. September 2019
Einiges lernen - nämlich zum Beispiel, auf welchem Niveau ein potentielles BEL-Playoff-Team spielt - konnte der EVM in der zweiteiligen Test-Serie gegen die Passau Black Hawks. Am Ende hatte der Bayernligist in beiden Partie die Nase klar vorne: Dem 4:10 (0:6, 3:4, 1:0) in Moosburg ließen die Niederbayern am Sonntag einen 9:3 (4:0, 4:2, 1:1)-Heimsieg folgen.
Positiv festzuhalten aus EVM-Sicht bleibt die Tatsache, dass man in beiden Begegnungen jeweils ab der 30. Minute gut ins Spiel kam und so zumindest die zweiten Hälften ziemlich ausgeglichen gestalten konnte. So verhinderten die Englbrecht-Schützlinge am Freitag ein größeres Schützenfest, als sie - bei 0:10-Rückstand - durch einen Doppelpack von Nolan Regan (35./48) sowie weitere Treffer durch Peter Abstreiter (33.) und Vincenz Maier (40.) noch ziemlich erfolgreich Ergebniskosmetik betreiben konnten. Am Sonntag lagen die Grün-Gelben gegen die Passauer Offensiv-Maschinerie nach einer halben Stunde mit 0:6 zurück, verhinderten jedoch, dass die Black Hawks diesen Vorsprung weiter ausbauen konnten. Zwei Tore durch Miloslav Horava und Kevin Steiger sorgten dafür, dass nach 60 Minuten gegen den starken Bayernligisten ein 3:9 auf der Anzeigetafel stand. Ein durchaus erträgliches Ergebnis - auch vor dem Hintergrund, dass mit Daniel Möhle und Tobias Hanöffner (beiden Partien) sowie Armin Rotzinger (Freitag), Peter Abstreiter und Markus Gröger (Sonntag) wichtige Leistungsträger fehlten.
Am kommenden Wochenende stehen die beiden letzten Vorbereitungsspiele auf dem Programm - und das gegen Landesliga-Konkurrenten: Am Freitag kommen die Trostberg Chiefs in die Clariant-Arena (19.30 Uhr), am Sonntag treten die Moosburger zum Rückspiel in Freising an (18 Uhr). 

Vorbereitungs-Doppelpack gegen starke Passauer

Donnerstag, 26. September 2019
Harte Arbeit dürfte auf die EVM-Defensive an diesem Wochenende zukommen. Bayernligist Black Hawks Passau, gegen den die Englbrecht-Truppe zwei Vorbereitungsspiele absolviert, ist derzeit nämlich in Torlaune. Das Heimspiel der Moosburger beginnt am Freitag um 19.30 Uhr, am Sonntag tritt man dann um 18 Uhr (Busabfahrt: 14.30 Uhr) in Passau an.
Die jüngsten Ergebnisse lassen vermuten, dass die Niederbayern heuer im oberen Bereich der Bayernliga zu finden sein werden: Mit 13:5 und 10:4 zerlegten die Black Hawks am vergangenen Wochenende Ligakonkurrent Dorfen regelrecht. Überragend: Passaus Neuzugang Jan Sybek, der insgesamt achtmal traf. "Da werden wir in der Abwehr gefordert sein", weiß EVM-Coach Bernie Englbrecht. Zumal er im Sturm wahrscheinlich auf zwei erfahrene Kräfte verzichten muss: Daniel Möhle und Tobias Hanöffner. Dafür steht Herbstschau-Festwirt Bastian Krämmer wieder im Kader.
Nachdem man in der vergangenen Spielzeit bei den Dreirosenstädtern mit der Farbgestaltung der Trikots nicht so ganz zufrieden war (die Auswärts-Dressen waren eindeutig zu dunkel), sind bereits neue in Auftrag gegeben worden. Klappt alles wie geplant, werden die Spieler diese beim Passau-Heimspiel erstmals überstreifen können. 

Sieg und Niederlage in den Derby-Tests

Sonntag, 22. September 2019
Ohne große Überraschungen verlief das Derby-Testwochenende für den EVM: Während Bayernligist Erding am Freitag im Rückspiel mit 8:3 die Oberhand behielt, kamen die Dreirosenstädter sonntags gegen Ligakonkurrent Freising zu einem ungefährdeten 5:1-Erfolg.
In Erding konnten die Moosburger nicht an die Leistungen der Vorwoche (7:5-Heimsieg) anknüpfen und gerieten gegen die Gladiators früh in Rückstand. Defensiv-Patzer, Abspielfehler im Aufbau und auch einige Abstimmungsschwierigkeiten in der Offensive zogen sich wie ein roter Faden durchs Spiel. Den Hausherren genügte ein solider Auftritt, um bis Ende des zweiten Drittels auf 5:2 davonzuziehen. Auch die letzten 20 Minuten gehörten den Gladiators, die die Führung auf 8:2 ausbauten. Tobias Hanöffner war es vorbehalten, mit dem dritten EVM-Tor in der Schlussminute für den Schlusspunkt zu sorgen.
Ganz anders verteilt waren die Rollen am Sonntag, wo die Moosburger - diesmal ohne U20-Verstärkung - lediglich zu Beginn des letzten Drittels etwas Probleme mit den Freisinger Schwarzbären hatten. Daniel Möhle, Miloslav Horava und Peter Abstreiter hatten bis dahin allerdings schon dreimal für die Grün-Gelben getroffen, der 1:3-Anschluss der Gäste in der Schlussminute des mittleren Abschnitts war mehr oder weniger aus dem Nichts gekommen. Die Englbrecht-Schützlinge hatten zuvor in bemerkenswerter Weise Großchance um Großchance versiebt, woran sicher auch der bestens aufgelegte SEF-Goalie Manuel Hanisch seinen Anteil hatte. Mit Möhles 4:1 (54.) waren dann aber auch die letzten Zweifel beseitigt, der bärenstarke Horava - an allen Moosburger Toren beteiligt - netzte 20 Sekunden danach zum 5:1 ein.
Am kommenden Wochenende testet der EVM zweimal gegen Bayernligist Passau: am Freitag in der Sparkassen-Arena (19.30 Uhr), am Sonntag in der Dreiflüssestadt (18 Uhr).

Erding Gladiators - EVM 8:3 (3:1, 2:1, 3:1)
Tore: 1:0 (1:46) Bernhardt (Groß, Magg), 2:0 (6:39) Wawrotzki (Magg), 2:1 (13:58) Horava (Regan, Triebswetter), 3:1 (18:32) Lorenz (Lachner, Wawrotzki), 4:1 (22:00) Spindler (Michl, Dürr), 4:2 (30:38) Regan (Killermann, Möhle), 5:2 (36:26) Lachner (Scheib, Zimmermann), 6:2 (47:06) Groß (Wawrotzki, Bernhardt), 7:2 (48:01) Spindler (Michl, Waldhausen), 8:2 (49:15) Lachner (Scheib), 8:3 (59:13) Hanöffner (Steiger). Strafminuten: 2/4. Zuschauer: 219.
Aufstellung: Messerer, Schwarz (ab 30:38); Triebswetter, Maier, Steiger, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Böck, Seidlmayer, Retzer, Herrmann, Regan, Loidl, Hanöffner, Horava, Asen, Killermann, Abstreiter, Möhle.

EVM - Black Bears Freising 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)
Tore: 1:0 (7:24) Möhle (Abstreiter, Horava), 2:0 (8:16) Horava (Regan, Möhle), 3:0 (22:46) Abstreiter (Gröger, Horava), 3:1 (39:06) Hummel (Hanke), 4:1 (53:45) Möhle (Abstreiter, Horava), 5:1 (54:06) Horava (Regan, Eigner). Strafminuten: 4/6. Zuschauer; 110.
Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 35:33); Gröger, Maier, Steiger, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter. 

Rückspiel in Erding und Heimtest gegen Freising

Donnerstag, 19. September 2019
Die Zeit der freien Wochenenden ist erst mal vorbei: Mit zwei Derbys geht der EVM in die heißen drei Wochen der Saison-Vorbereitung.
Bevor die Englbrecht-Schützlinge am Sonntag um 17.15 Uhr den Lokalrivalen Black Bears Freising in der Sparkassen-Arena begrüßen, steht am Freitag um 20 Uhr das Rückspiel beim Bayernligisten Erding auf dem Programm. Vor knapp zwei Wochen konnten die Grün-Gelben den ersten Test der noch jungen Saison gegen die Gladiators mit 7:5 für sich entscheiden. Erding hatte in der Zwischenzeit zwei weitere Vorbereitungsspiele gegen Waldkraiburg, die der EHC jeweils knapp mit 4:3 gewann. Entsprechend motiviert werden die Gladiators sein, gegen den EVM den ersten Sieg einzufahren. Moosburgs Liga-Konkurrent SE Freising absolviert an diesem Wochenende seine ersten beiden Testspiele: Am Freitag gegen die Waldkraiburger 1b, am Sonntag in Moosburg.
EVM-Coach Bernie Englbrecht muss diesmal aus beruflichen Gründen zwar auf die beiden Verteidiger Markus Gröger und Bastian Krämmer verzichten, dafür steht ihm allerdings Allrounder Lars Eigner wieder zu Verfügung. Und auch die Ausländerpositionen werden an diesem Wochenende erstmals komplett besetzt sein: Zu Miloslav Horava gesellt sich Moosburgs letztjähriger Topscorer Nolan Regan. Der junge Kanadier befindet sich seit der vergangenen Woche wieder in der Dreirosenstadt. 

7:5 gegen Erding: Torreicher Start in die Testphase

Samstag, 7. September 2019
Zwölf Tore wurden den rund 160 Zuschauern am Samstag zum Auftakt der Moosburger Testphase in der Sparkassen-Arena geboten. Dass sieben davon die Hausherren erzielten und "nur" fünf der höherklassige Gast aus Erding, kam sicherlich etwas überraschend.
Gerade mal eine gute Woche Eiszeit hatten beide Teams vor dem Aufeinandertreffen hinter sich, weshalb man über die sportliche Aussagekraft der Begegnung sicherlich diskutieren kann. Trotzdem begeisterten die Gastgeber, bei denen mit Nolan Regan, Lars Eigner und Armin Rotzinger drei Stammkräfte fehlten, das Publikum mit Einsatz, Engagement und einigen ansehnlichen Spielzügen. Bester Mann auf Seiten der Grün-Gelben war Neuzugang Miloslav Horava, dessen Hattrick (die Tore drei bis fünf) dafür sorgte, dass der EVM das Derby zu Beginn des letzten Drittels drehen und in der Folge sogar auf 7:4 davonziehen konnte. Die Erdinger, die insbesondere im zweiten Abschnitt mehr vom Spiel hatten, versuchten in den Schlussminuten zwar noch einmal alles, mehr als der fünfte Treffer sprang dabei aber nicht heraus.
Beim EVM feierten nicht nur Horava und der zweite Landshuter Oberliga-Meister, Peter Abstreiter (zwei Scorerpunkte), ihre Premiere, auch der 17-jährige Maxi Böck durfte erstmals im Trikot der Ersten auflaufen - einer von vier Moosburger U20-Akteuren auf dem Spielberichtsbogen. In den kommenden beiden Wochen werden die Dreirosenstädter weiter fleißig trainieren, am Freitag, 20. September, steht dann das Rückspiel in Erding (20 Uhr) auf dem Programm.

EVM vs. TSV Erding 7:5 (2:2, 1:2, 4:1)
Tore: 1:0 (9:07) Retzer (Stuckenberger, Krämmer), 1:1 (18:08) Dürr (Michl, Wagner), 1:2 (18:57) Waldhausen (Michl), 2:2 (19:17) Hanöffner (Gröger, Abstreiter), 2:3 (24:25) Zimmermann (Schmelcher, Krämmer), 3:3 (27:20) Horava, 3:4 (33:57) Krzizok (Schmelcher, Schwarz), 4:4 (41:07) Horava, 5:4 (43:07) Horava (Killermann), 6:4 (45:54) Hanöffner (Killermann), 7:4 (50:52) Möhle (Abstreiter, Horava), 7:5 (54:09) Lachner (Spindler, Poetzel). Strafminuten: 14/8. Zuschauer: 160.
Aufstellung: Messerer, Schwarz (ab 29:55); Triebswetter, Gröger, Maier, Krämmer, Steiger; Horava, Abstreiter, Möhle, Seidlmayer, Retzer, Eder, Asen, Killermann, Loidl, Stuckenberger, Hanöffner, Böck. 

EVM verpflichtet Landshuter Routinier Peter Abstreiter

Donnerstag, 5. September 2019
Wenige Tage vor dem ersten Testspiel hat der EV Moosburg noch mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und einen durchaus bekannten Namen verpflichtet: Der Landshuter Routinier Peter Abstreiter (39) wird in der neuen Saison für den EVM stürmen.
„Viel Qualität und jede Menge Erfahrung“ dürfen sich die Moosburger Fans, wenn es nach den Worten von Vorstandsmitglied Georg Asen geht, von Abstreiter erwarten. Der 39-Jährige ist schon viel herumgekommen. Zur Jahrtausendwende lief er – nach seiner Ausbildung beim EV Landshut – unter anderem für die damaligen DEL-Teams München Barons, Hamburg Freezers, Kassel Huskies sowie Hannover Scorpions auf und gehörte kurzzeitig auch zum Kader der deutschen Nationalmannschaft. 2009 kehrte Peter Abstreiter in seine Heimatstadt zurück. Dem EVL hielt er dann ein Jahrzehnt lang durchgehend die Treue – egal, ob in der DEL 2 oder in der Oberliga. Seine Torgefährlichkeit stellte der Angreifer auch in jüngerer Vergangenheit noch unter Beweis: So kam er in den vergangenen beiden Oberliga-Spielzeiten auf insgesamt 74 Scorerpunkte. Nicht zuletzt Coach Bernie Englbrecht ist es zu verdanken, dass sich Abstreiter gegen höherklassige Angebote und für den EVM entschieden hat.
Am Samstag bestreiten die Grün-Gelben ihr erstes Vorbereitungsspiel: Um 17.45 Uhr kommt Bayernligist Erding in die Sparkassen-Arena. Dabei gibt es auch ein Wiedersehen mit dem letztjährigen Moosburger Stefan Groß, der sich inzwischen den Gladiators angeschlossen hat.

EVM-Kader (Stand 5. September):
Tor: Johannes Probst, Linus Messerer, Carlo Schwarz.
Verteidigung: Kevin Steiger, Lars Eigner, Markus Gröger, Vincenz Maier, Armin Rotzinger, Bastian Krämmer.
Sturm: Tobias Hanöffner, Tobias Stuckenberger, Max Retzer, Daniel Möhle, Alexander Asen, Christian Seidlmayer, Jakob Killermann, Nolan Regan, Miloslav Horava, Peter Abstreiter (beide neu, EV Landshut). 

Kontingentstellen besetzt: Horava kommt, Regan bleibt

Freitag, 30. August 2019
Sechs Wochen vor dem Punktspielstart meldet der EV Moosburg Vollzug bei der Besetzung der Ausländerpositionen – und schließt damit zwei weitere Lücken in der Offensive. Zum einen wurde der Vertrag mit dem kanadischen Topscorer Nolan Regan (21) verlängert, zum anderen sicherte man sich die Dienste eines ehemaligen tschechischen Nationalspielers: Miloslav Horava (36) wechselt vom DEL 2-Aufsteiger EV Landshut in die Dreirosenstadt.
„Wir freuen uns wirklich sehr, einen Spieler dieser Kategorie in Moosburg begrüßen zu dürfen“, kommentiert Vorstandsmitglied Bernhard Loidl den Transfer, der nicht zuletzt durch den Einsatz von Trainer Bernie Englbrecht zustande gekommen ist. „Miloslav war in Landshut ja nicht irgendein Mitläufer.“ Im Gegenteil: Horava kam 2018/19 in 56 Pflichtspielen für die Dreihelmenstädter auf 29 Tore und 39 Vorlagen. Davor absolvierte er unter anderem 23 Länderspiele für Tschechien, holte mit MODO Hockey die schwedische (2007) und dem HC Litvinov die tschechische Meisterschaft (2015). Bis 2018 spielte der 36-jährige Rechtsaußen regelmäßig in der dortigen Extraliga, sammelte aber auch Erfahrung in der russischen KHL, der Schweizer Nationalliga A oder in Schweden, wo Horava bereits als Juniorenspieler aktiv war. Geerbt hat er dieses Talent zweifelsohne von seinem Vater Miloslav Horava senior, der 1985 Weltmeister mit seinem Heimatland wurde und außerdem 80mal für den NHL-Club New York Rangers auf dem Eis stand.
Froh sind die Verantwortlichen beim EVM auch, dass sich der Kanadier Nolan Regan – 15 Jahre jünger als Horava – für ein weiteres Jahr in Grün und Gelb entschieden hat. Mit 45 Scorerpunkten (23 Tore und 22 Assists) war er in der Vorsaison fleißigster Punktesammler der Moosburger. „Er ist ja noch jung. Deshalb sind wir durchaus optimistisch, dass Nolan im zweiten Jahr beim EVM noch eine Schippe drauflegen kann“, hofft Pressesprecher Bastian Amann. Regans Teamkollegen haben inzwischen auch schon erste Übungen auf Moosburger Eis absolviert, ab kommender Woche beginnen dann die regelmäßigen Trainingseinheiten. Den ersten Heim-Test bestreiten die Englbrecht-Schützlinge am Samstag, 7. September, um 17.45 Uhr gegen Bayernligist Erding Gladiators.
Und auch der Dauerkartenverkauf hat bereits begonnen: Die Preise der Abo-Tickets bleiben gleich. Erhältlich sind sie bei den Heimspielen an der Stadionkasse oder – ab sofort – zu den Öffnungszeiten von Loidl-Markisen im Gewerbegebiet Degernpoint. 

Tel./Fax:


  • Telefon: 08761 / 330 94 34
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