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Englbrecht bleibt EVM-Coach

Dienstag, 9. Juni 2020
Auch der Coach bleibt an Bord: Wie die EVM-Vorstandschaft jetzt bekanntgab, hat man sich auf eine Forsetzung der Zusammenarbeit mit Bernie Englbrecht (62) geeinigt. Der ehemalige Landshuter Nationaltorwart geht damit in seine vierte Spielzeit bei den Grün-Gelben.
"Auch, wenn es mit der Rückkehr bislang noch nicht geklappt hat - der Aufwärtstrend nach unserem Abstieg aus der Bayernliga ist deutlich erkennbar", sagt Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger. "Und von der Erfahrung, die er den Spielern vermittelt, kann so manch anderer Landesligist nur träumen", fügt Vorstandskollege Bernhard Loidl hinzu. "Deshalb", so Georg Asen (drittes Mitglied der Führungsriege), "war für uns eigentlich klar: Wenn Bernie bleiben will, werden wir verlängern."
Und auch Englbrecht freut sich auf die neue Saison - trotz der vielen Corona-bedingten Fragezeichen: "Ich bin eigentlich ganz optimistisch und sehe das Drumherum nicht so dramatisch wie andere." Klar, Fragen wie "Wann und wie fangen wir an?" könne momentan noch keiner beantworten. Aber er hoffe, dass bis zum Herbst einigermaßen Klarheit herrsche und dann auch Eishockey gespielt werden könne. Die sportlichen Ziele hat Englbrecht nur grob im Kopf: "Nachdem wir heuer knapp an den Playoffs gescheitert sind, wollen wir es 2020/21 besser machen - und von Beginn an wieder oben mitspielen." Da sei es aus seiner Sicht schon wichtig, dass der EVM bereits mit den Topscorern Miloslav Horava und Peter Abstreiter verlängert hat: "Man hat in vielen Spielen und bei vielen Siegen gesehen, wie wichtig die beiden Routiniers für die Mannschaft sind." Jetzt gelte es, den Kader um das Top-Duo so zu gestalten, dass die Moosburger Eishackler wieder ein Wörtchen im oberen Drittel der Landesliga mitreden können. 

Horava und Abstreiter hängen ein weiteres Jahr dran

Mittwoch, 6. Mai 2020
Die Erfahrung in der Offensive dürfte weiter eine besonderen Stärke des EV Moosburg bleiben: Mit Miloslav Horava (37) und Peter Abstreiter (39) haben nun nämlich die beiden Topscorer der abgelaufenen Spielzeit für die neue Saison zugesagt – natürlich immer vorausgesetzt, dass trotz der Corona-Pandemie 2020/21 Eishockey gespielt werden kann.
Zusammen bringen sie es auf stolze 76 Jahre. Aber dass Alter, wie eine bekannte Sportweisheit besagt, nicht vor Toren schützt, bewiesen die stürmenden Oldies in der abgelaufenen Landesliga-Spielzeit ebenfalls. So kam Miloslav Horava auf insgesamt 37 Tore und 44 Vorlagen, während Peter Abstreiter 59 Punkte sammelte (27 Tore, 32 Assists). Damit war das Duo für insgesamt 140 Scorerpunkte verantwortlich – „und damit einer der Hauptgründe, dass wir nicht nur die Aufstiegsrunde erreicht, sondern auch lange Zeit gute Chancen auf die Playoffteilnahme hatten“, sagt Vorstandsmitglied Bernhard Loidl. Sein Kollege Ludwig Kieninger ergänzt: „Die beiden waren eine Schau und absolute Publikumslieblinge.“ Und auch der Dritte in der EVM-Führungsriege, Georg Asen, freut sich: „Das sind ganz wichtige Personalien für die neue Saison.“
Auch ansonsten ist das Trio bereits fleißig am Planen und führte bislang sowohl Gespräche mit Spielern des letztjährigen Kaders als auch mit potentiellen Neuzugängen. Loidl: „Trotz der aktuellen Ungewissheiten wollen wir wieder einen Kader zusammenstellen, der in der Landesliga oben mitspielen kann, genug Platz für den eigenen Nachwuchs bietet und unsere Fans begeistert.“ Kein Zweifel: Mit Horava und Abstreiter wurde schon mal ein vielversprechender Anfang gemacht. 

EVM beendet Saison mit 2:4-Niederlage in Ulm

Montag, 2. März 2020
Auch, wenn es für den EV Moosburg um nichts mehr ging, lieferten die Grün-Gelben beim letzten Aufstiegsrundenspiel in Neu-Ulm eine anständige Leistung ab. Hätten sie ihre Chancen besser genutzt, wäre wohl noch mehr drin gewesen als die knappe 2:4 (0:1, 0:2, 2:1)-Niederlage. Der EVM beendet die Runde damit auf Rang sechs.
Nach dem Ulmer 7:1-Sieg am Freitag über Dingolfing war klar: Jetzt haben die Dreirosenstädter auch theoretisch keine Chance mehr auf die Playoff-Teilnahme. Doch die Schützlinge von Bernie Englbrecht wollten sich vor den rund 650 Zuschauern in der Neu-Ulmer Eishalle noch einmal von ihrer Schokoladen-Seite zeigen und somit auch die 1:9-Hinspielklatsche vergessen machen.
Hauptproblem in den ersten beiden Dritteln: das Toreschießen. Obwohl sich die Moosburger einige gute Chancen erspielten, blieb das Jubeln den Hausherren vorbehalten. Nach ihrer frühen Führung (5.) erhöhten die Devils Mitte des zweiten Abschnitts auf 3:0 (31./36.). Doch zu Beginn der letzten 20 Minuten meldeten sich die Gäste zurück: Marek Indra verwertete ein Zuspiel seines tschechischen Landsmannes Miloslav Horava zum 1:3. Horava war es auch, der für den Schlusspunkt sorgte. Nach dem vierten Tor der Schwaben (44.) traf er zum 2:4, das 70 Sekunden vor der Schlusssirene allerdings etwas zu spät kam.
Ulm trifft nun in den Playoffs auf Kempten, während es im anderen Halbfinale Buchloe mit Amberg zu tun bekommt. Beide Finalisten steigen in die Bayernliga auf.

Tore: 1:0 (4:15) Brückner (Schirrmacher, Simon), 2:0 (30:03) Michalek (Ceslik, Dschida), 3:0 (35:40) Ceslik, 3:1 (42:38) Indra (Horava), 4:1 (43:41) Eckmann (Jainz, Tenschert), 4:2 (58:50) Horava (Killermann, Steiger). Strafminuten: 10/8. Zuschauer: 650.
Aufstellung: Messerer, Probst; Krämmer, Maier, Steiger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Retzer, Indra, Groß, Asen, Killermann, Horava, Möhle. 

Teuflisches Saisonfinale für den EVM

Freitag, 28. Februar 2020
Mit einem Gastspiel an der bayerisch-württembergischen Grenze beschließt der EVM am Sonntag die Landesliga-Saison 2019/20. Um 18 Uhr treten die Englbrecht-Schützlinge beim VfE Ulm/Neu-Ulm an. Fans können ab 14.30 Uhr im Bus mitfahren.
Für Moosburgs Eishackler geht damit eine Spielzeit zuende, die durchaus als erfolgreich bezeichnet werden kann. Während die Grün-Gelben zwar schon im Vorjahr an der Qualifikation zur Bayernliga teilnahmen, damals in der Runde aber keine Rolle spielten, konnten sie sich heuer bis zum vorletzten Spieltag berechtigte Hoffnungen auf die Playoff-Teilnahme machen. Da kann das Motto für 2020/21 nur lauten: Aller guten Dinge bzw. Versuche sind drei.
Bei den Devils wird es für den EVM in erster Linie darum gehen, sich für die unnötige und viel zu hohe 1:9-Hinspielniederlage zu revanchieren. Theoretisch liegen zwischen beiden Teams zwar nur drei Punkte Unterschied, aber realistische Chancen, den VfE im Playoff-Rennen noch abzufangen, haben die Dreirosenstädter nicht zuletzt aufgrund des Torverhältnisses - Ulm +18, Moosburg -11 - nicht mehr. Außerdem müssten die Schwaben das Nachholspiel gegen Dingolfing verlieren und Mitkonkurrent Haßfurt am Sonntag zeitgleich in Bad Aibling patzen. Eindeutig zu viel "hätte", "wenn" und "aber".
Trotzdem wollen die Grün-Gelben zum Saisonfinale noch einmal beweisen, dass sie zurecht in der Spitzengrippe der Landesliga stehen. Und dass ihnen das Eisstadion an der Donau behagt, zeigten die Moosburger bereits im Vorjahr. Da ließen sie einer ebenfalls klaren Heimniederlage gegen die Ulmer einen starken Auswärts-Auftritt folgen, der letztlich (3:4) aber nicht belohnt wurde. 

3:5 in Dingolfing: EVM raus aus dem Playoff-Rennen

Montag, 24. Februar 2020
Das war’s dann für 2019/20: Durch die vermeidbare 3:5 (2:2, 1:1, 0:2)-Schlappe am Sonntag im Dingolfing hat sich der EV Moosburg noch vor dem letzten Aufstiegsrunden-Spieltag aus dem Rennen um die Playoff-Plätze verabschiedet. „Schade, da wäre heute durchaus etwas zu holen gewesen“, bilanzierte Coach Bernie Englbrecht nach dem Isar-Derby.
Gut, theoretisch ist der EVM noch nicht ganz raus aus dem Kampf um die ersten vier Plätze. Aber neben dem Drei-Punkte-Rückstand auf den Vierten VfE Ulm/Neu-Ulm sprechen eben auch ein Nachholspiel (zuhause gegen Dingolfing) und deren deutlich besseres Torverhältnis (Ulm +18, Moosburg -11) für die Schwaben. „Das ist wirklich nur noch in der Theorie ein Thema. In der Praxis ist die Entscheidung schon gefallen“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Und nicht zu vergessen: Die (punktgleichen) Hassfurter stehen in der Tabelle ebenfalls noch vor Grün-Gelb.
Die mitgereisten Moosburger Fans erlebten zusammen mit rund 500 Dingolfinger Zuschauern einen Blitzstart ihres Teams: Bereits nach 21 Sekunden schoss Stefan Groß nach einem Maier-Pass die Gäste in Führung. Die Isarrats glichen in der 6. Minute zwar auch, der aktuelle Torjäger vom Dienst beim EVM, Max Retzer (drei Treffer an diesem Wochenende), sorgte in der 10. Minute aber für das 2:1. Einer kollektiven Tiefschlafphase der Moosburger Defensive hatte der EVD kurz vor der ersten Pause den erneuten Ausgleich zu verdanken.
Das ohnehin von beiden Seiten nicht mit 100prozentigem Einsatz geführte Lokalduell verflachte im zweiten Durchgang weiter und bot kaum noch Höhepunkte. Einzig erwähnenswert: Der Ex-Dreirosenstädter Daniel Schander markierte nach 18 Minuten mit seinem zweiten Tor die abermalige Führung für Dingolfing, gut zwei Minuten später staubte EVM-Verteidiger Vincenz Maier zum 3:3 ab.
Trotz des Spielstands rissen auch die letzten 20 Minuten niemanden in der Marco-Sturm-Eishalle vom Hocker. Beide Seiten verzichteten auf harte Checks und nahmen wirklich nur die Zweikämpfe an, die sich nicht vermeiden ließen. Amann: „Ein Derby stellt man sich ein bissl anders vor.“ Der EVM kassierte insgesamt vier Strafzeiten, während die Kühlbox der Niederbayern 60 Minuten lang gar nicht erst aufgesperrt werden musste. Die gingen zwölf Minuten vor der finalen Sirene abermals in Führung – woran sich in der Schlussphase nichts mehr änderte. Die Gäste warfen da zwar noch mal alles nach vorn, als Bernie Englbrecht für Schlussmann Linus Messerer aber einen sechsten Feldspieler gebracht hatte, sorgte Dingolfing mit einem Empty-Net-Treffer für die endgültige Entscheidung. 

EVM muss sich im Verfolgerduell mit einem Punkt zufriedengeben

Sonntag, 23. Februar 2020
Beruhigungsmittel statt Steaksemmeln – das wäre am Freitagabend am Imbissstand in der Moosburger Clariant-Arena wohl das passendere Angebot gewesen. Denn was der EVM und der ESC Hassfurt den knapp 200 Zuschauern zumuteten, ist mit „Spannung“ noch harmlos beschrieben. Als 75 Sekunden nach Beginn der Verlängerung die Scheibe zum elften Mal im Netz zappelte, hatten sich die Hawks in diesem Verfolgerduell mit 5:6 (2:2, 1:1, 2:2, 0:1) n. V. durchgesetzt. Sie zogen damit in der Tabelle mit den Moosburgern gleich. Beide Teams trennten nach der Partie drei Zähler von der Playoff-Region.
Zwei sichtlich geschaffte Trainer standen da in der Pressekonferenz und genehmigten sich erst mal ein Beruhigungsbier. „Natürlich freue ich mich über den Sieg. Aber wir waren heute einfach nicht so überzeugend wie bei unseren fünf Erfolgen davor“, sagte ESC-Coach Volker Hartmann. „Wer weiß, ob uns dieser Punkt am Ende noch fehlen wird.“ Mit besagtem Zähler ganz zufrieden war EVM-Trainer Bernie Englbrecht, der sich insbesondere über die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft (vier Rückstände aufgeholt) freute – und die Leistung der zweiten Sturmreihe hervorhob: „Die haben heute vier Tore geschossen, das hat gepasst.“
Der Ausfall von Peter Abstreiter hatte Englbrecht gezwungen, Änderungen vorzunehmen. Und die Idee, Max Retzer anstatt Stefan Groß (rückte in die erste Reihe auf) an die Seite von Tobias Hanöffner und Daniel Möhle zu stellen, zahlte sich voll aus. Retzer war es auch, der die frühe Gäste-Führung (4.) eine halbe Minute später egalisierte. Das war der Weckruf für die Hausherren, die jetzt richtig aufdrehten, durch Miloslav Horava auf 2:1 (8.) erhöhten und in der Folge beste Gelegenheiten hatten, sich einen komfortablen Vorsprung herauszuspielen. Haßfurts Coach musste bereits nach elf Minuten eine Auszeit nehmen und verhinderte damit Schlimmeres. Der Ausgleich der Unterfranken kurz vor dem ersten Pausentee war entsprechend schmeichelhaft.
Das zweite Drittel gehörte dann allerdings den Gästen, die jetzt den stark haltenden EVM-Goalie Linus Messerer unter Beschuss nahmen. Mehr als das zwischenzeitliche 2:3 (30.) sprang dabei aber nicht heraus. Messerer hatte seine Kollegen auch bei einer 3:5-Unterzahl im Spiel gehalten. Wie schon im ersten Abschnitt fiel der folgende Ausgleich – diesmal durch die Moosburger in Person von Retzer – mehr oder weniger aus dem Nichts (37.).
Dramatik pur war dann im Schlussdrittel angesagt, das die Hausherren zwar etwas ausgeglichener gestalten konnten, aber immer wieder einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Haßfurts Treffer zum 3:4 (46.) und 4:5 (55.) konnten Daniel Möhle (48.) und der an allen fünf Moosburger Toren beteiligte Kapitän Tobias Hanöffner (56.) allerdings jeweils postwendend egalisieren. Nachdem die finale Sturm-und-Drang-Phase der Gäste nichts einbrachte, ging’s in die Overtime. Weil die Hawks sofort weiterdrückten, dauerte es keine eineinhalb Minuten, bis ihr dreifacher Torschütze Michal Babkovic mit dem 5:6 den alles in allem verdienten Zusatzpunkt eintütete.

Tore: 0:1 (3:42) Babkovic (Hora), 1:1 (4:13) Retzer (Hanöffner, Möhle), 2:1 (7:07) Horava (Möhle, Hanöffner), 2:2 (18:56) Zürcher (Trübenekr, Hora), 2:3 (29:25) Babkovic, 3:3 (36:47) Retzer (Eigner, Hanöffner), 3:4 (45:48) Trübenekr (Dietrich, Köder), 4:4 (47:45) Möhle (Retzer, Hanöffner), 4:5 (54:21) Masel (Babkovic, Hornak), 5:5 (55:45) Hanöffner (Retzer, Möhle), 5:6 (61:15) Babkovic (Hora, Domantas). Strafminuten: 18/8. Zuschauer: 185.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Seidlmayer, Maier, Triebswetter, Eigner, Krämmer, Steiger; Groß, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Hanöffner, Retzer. 

Das Heimspiel gegen Haßfurt soll noch nicht das letzte sein

Donnerstag, 20. Februar 2020
Nein, für den Abschied ist es noch zu früh. „Natürlich hoffe ich, dass unsere Mannschaft heuer noch mal zuhause antreten kann“, sagt EVM-Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger vor dem letzten Heimspiel der Aufstiegsrunde am Freitag gegen den ESC Haßfurt (19.30 Uhr). Damit die Grün-Gelben ihre Chancen wahren, in die Playoffs einzuziehen, zählt gegen den unmittelbaren Verfolger aus Unterfranken nur ein Sieg.
Die Moosburger haben einen Lauf. Drei Siege in den letzten vier Spielen, unter anderem beim Spitzenreiter Buchloe. „Ganz ehrlich: Damit habe ich nach der Niederlagenserie vor ein paar Wochen nicht mehr gerechnet“, zeigt sich Kieninger positiv überrascht. Comeback-Qualitäten hat aber nicht nur der EVM, sondern auch Freitags-Gegner Haßfurt, der nur noch einen Zähler hinter den Moosburgern liegt und eigentlich schon komplett raus war aus dem Playoff-Rennen. Doch seit der Rückrunde sind die Hawks, die sich personell auch noch mal verstärkt haben, wieder voll da, gewannen die letzten fünf Partien allesamt. „Ich habe immer gesagt, dass erst zum Schluss abgerechnet wird“, freut sich ESC-Trainer Volker Hartmann. „Mal schaun, wohin die Reise noch geht.“
Für den EVM geht die Reise am Sonntag zum EV Dingolfing (18 Uhr), der als Vorletzter mit neun Punkten auf dem Konto definitiv keine Chancen mehr auf einen Top-vier-Platz hat. Und trotzdem erwartet die Dreirosenstädter nicht zuletzt aufgrund des Derby-Charakters dieses Aufeinandertreffens eine ziemlich knifflige Aufgabe. Kieninger: „Wir müssen dort auf alle Fälle auch etwas mitnehmen – und das wird nicht leicht.“ Überhaupt erst in der Aufstiegsrunde haben die Grün-Gelben die Dingolfinger einmal schlagen können, in der Vorrunde setzte es gegen die Isarrats zwei Pleiten.
Noch einmal zurück zur Tabelle: In Moosburg wie in Haßfurt hofft man natürlich, dass sich die Teams auf den ersten vier Plätzen an den letzten drei Spieltagen in möglichst passender Art und Weise gegenseitig die Punkte wegnehmen. Aus EVM-Sicht sind sowohl die auf Platz vier rangierenden Kemptener (Abstand: zwei Zähler) als auch die Ränge drei (Amberg, drei Punkte) und zwei (Ulm, vier Punkte) in Reichweite. Mit den Ulmern bekommen es die Englbrecht-Schützlinge übrigens zum Abschluss der Runde am Sonntag in einer Woche noch einmal zu tun.
Aber Ludwig Kieninger will den Rechenschieber am liebsten zu Hause lassen: „Es reicht, wenn wir auf uns schauen und Spiele gewinnen – dann kommt der Rest von ganz alleine.“
Coach Bernie Englbrecht wird an diesem Wochenende sein Team möglicherweise etwas umbauen müssen: Verteidiger Markus Gröger muss mit Viruserkrankung daheim bleiben – und ob Sturm-Routinier Peter Abstreiter, der in Bad Aibling unglücklich von einem Schuss getroffen worden ist, dabei sein kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden. 

Sechs-Punkte-Wochenende: EVM siegt 5:1 in Bad Aibling

Montag, 17. Februar 2020
Mit Blick auf die Tabelle war das Moosburger Gastspiel am Sonntag in Bad Aibling klar in der Kategorie „Pflichtaufgabe“ einzuordnen. Aber auch eine solche muss erst einmal erledigt werden – was die Dreirosenstädter mit dem nötigen Ernst taten und so beim Aufstiegsrunden-Schlusslicht einen ungefährdeten 5:1 (0:0, 3:1, 2:0)-Erfolg feierten. Das Sechs-Punkte-Wochenende war komplett.
Die Anfangsphase lief allerdings recht zäh: Nach dem torlosen ersten Drittel standen Coach Bernie Englbrecht und sein Assistent Hans Eder zusammen und waren sich einig: „Das ist das Spiel, das wir befürchtet haben.“ Der EVM hatte zwar ein optisches Übergewicht, die Aibdogs allerdings verteidigten klug uns setzten ganz auf ihre Konterstärke. In der neunten Minute bekamen sie sogar einen Penalty zugesprochen, den Moosburgs Goalie Linus Messerer aber entschärfte. Chancen gab es ansonsten auf beiden Seiten.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts schalteten die Gäste ein paar Gänge nach oben. Und nach 46 Sekunden durfte erstmals gejubelt werden, als Marek Indra eine Erste-Reihe-Produktion mit dem Führungstreffer beendete. Während die Aiblinger noch überlegten, wie sie auf diesen Rückstand reagieren sollten, klingelte es keine drei Minuten danach ein zweites Mal: Wieder war es die Paradereihe, diesmal mit Miloslav Horava als Vollstrecker.
Aber bei den Moosburgern mehrten sich in der Folge die Strafzeiten, was der gastgebende EHC in Minute 30 erstmals mit einem Powerplay-Treffer bestrafte. Doch nur eine Minute später sorgte dann der dritte EVM-Reihe-eins-Stürmer dafür, dass der alte Abstand erst mal blieb: Peter Abstreiter netzte per Einzelaktion zum 3:1 ein.
Auch wenn die Moosburger Scheibe und Gegner nun gut im Griff hatten, war der Vorsprung, mit dem man in den Schlussabschnitt ging, doch ein bisschen dünn, um sich zurückzulehnen. Vincenz Maiers Überzahltor nach 43 Minuten kam da gerade Recht, zumal es die Gäste auch in der Folge nicht schafften, von der Strafbank wegzubleiben. Aber selbst bei 5:3 waren die Aibdogs nun bei weitem nicht mehr so gefährlich wie in den ersten 20 Minuten. „Mir ist es in dieser Phase so vorgekommen, als hätten meine Spieler die Saison schon beendet“, kritisierte Bad Aiblings Coach Manfred Sasjadvolk. EVM-Angreifer Max Retzer hingegen hatte schon noch Lust auf ein bisschen Eishockey: Er markierte dreieinhalb Minuten vor Schluss den 5:1-Endstand.
Drei Spieltage vor Aufstiegsrundenende liegt der EV Moosburg mit zwei bzw. drei Punkten Rückstand auf die Playoff-Ränge drei und vier immer noch gut im Rennen. Einem höchst spannenden Saisonfinale, das am Freitag mit dem Heimspiel gegen Verfolger Haßfurt eingeläutet wird, steht also nichts im Weg.

Tore: 0:1 (20:46) Indra (Horava, Abstreiter), 0:2 (23:37) Horava (Abstreiter, Maier), 1:2 (29:57) Meyer M. (Glaß, Neumaier), 1:3 (30:48) Abstreiter, 1:4 (42:15) Maier (Möhle, Gröger), 1:5 (56:33) Retzer (Stuckenberger). Strafminuten: 16/16. Zuschauer: 173.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Krämmer, Maier, Eigner, Seidlmayer, Killermann; Möhle, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter, Groß, Steiger, Hanöffner. 

"Wundertüte" EVM mit einer erfreulichen Überraschung

Sonntag, 16. Februar 2020
Der EVM lässt nicht locker: Durch den überraschend souveränen 5:1 (2:1, 3:0, 0:0)-Heimsieg über Aufstiegskandidat ERSC Amberg kämpften sich die Grün-Gelben am Freitag bis auf zwei Punkte an die Playoff-Zone heran.
Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage – Stadionsprecher Günter Krenauer sprach zuletzt angesichts der Resultate von der „Wundertüte“ EVM. Im Heimspiel gegen Amberg lohnte sich ein Griff in selbige, denn die in kompletter Kaderstärke angetretenen Hausherren zeigten sich so abgeklärt und kompakt wie selten zuvor. „Das hat heute alles sehr gut funktioniert“, freute sich Coach Bernie Englbrecht, während Amberg-Trainer Dan Heilman speziell die Aussetzer in seiner Defensivabteilung kritisierte. Und: „Moosburg wollte den Sieg einfach mehr. Das hat bei uns gefehlt.“
Die Partie begann mit einer undurchsichtigen Szene: Ein Schuss von Moosburgs Verteidiger Vincenz Maier prallte nach dreieinhalb Minuten irgendwie aus dem Tor nach außen in Richtung Bande. Dass der Schiri den Treffer gab, sorgte für Proteste bei den Ambergern, „war aber sicher nicht spielentscheidend“, so Heilman. Zumal auch die Oberpfälzer ihre Chancen hatten, aber immer wieder am starken EVM-Goalie Linus Messerer scheiterten. Nach einer knappen Viertelstunde war es ein mustergültig vorgetragener Spielzug von Moosburgs dritter Angriffsreihe, den Alex Asen zum 2:0 vollendete. Amberg kam aber noch vor der Pause zum Anschlusstreffer (16.).
Im zweiten Abschnitt sahen die gut 200 Zuschauer ein Match, in dem es einfach lief für die Gastgeber. Die wütenden Angriffe des ERSC wehrten die Moosburger kühl ab, nutzten in der 30. Minute einen Scheibenverlust und gingen durch Peter Abstreiter mit 3:1 in Führung. Keine drei Minuten später scheiterten die Wild Lions an der Latte – und Stefan Groß münzte den direkten Gegenzug in EVM-Tor Nummer vier um. Was Miloslav Horava dann nach einem langen Steiger-Pass mit Ambergs Schlussmann Oliver Engmann machte, sieht man normalerweise nur in NHL-Videos auf Youtube: Er „bremste“ den Keeper nach seinem Solo aus und schob den Puck zum 5:1 ins Tor (37.).
Der Schlussabschnitt war noch einmal eine echte Demonstration der Moosburger Coolness. In aller Ruhe spielte man die Zeit herunter und ließ kaum noch gefährliche Offensivaktionen der Gäste zu: Ein 0:0 der durchaus beeindruckenden Art und gar nicht so typisch für den EVM. Aber so ist das halt mit Wundertüten – oft steckt was Überraschendes drin.

Tore: 1:0 (3:25) Maier (Indra), 2:0 (14:40) Asen (Stuckenberger, Retzer), 2:1 (15:57) Krieger (Brabec), 3:1 (29:18) Abstreiter (Horava), 4:1 (32:40) Groß (Horava, Indra), 5:1 (36:35) Horava (Steiger). Strafminuten: EVM 16 plus 10 (Killermann), ERSC 10 plus 10. Zuschauer: 205.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Krämmer, Maier, Eigner, Seidlmayer, Killermann; Möhle, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter, Groß, Steiger, Hanöffner. 

Moosburger schielen weiterhin auf den vierten Platz

Mittwoch, 12. Februar 2020
Nachdem das vergangene Hopp-oder-Top-Wochenende weder so richtig hopp (eine Niederlage) noch top (ein Sieg) war, geht der EVM mit nahezu unveränderter Ausgangsposition in die letzten fünf Spieltage der Aufstiegsrunde zur Bayernliga. Platz vier ist weiterhin im Bereich des Möglichen, dafür muss nun aber regelmäßig gepunktet werden - am besten gleich mal am Freitagabend im Heimspiel gegen den ERSC Amberg (19.30 Uhr).
Nach dem Überraschungssieg in Buchloe war der Optimismus bei den Grün-Gelben groß, auch den Kemptenern die Punkte abnehmen zu können. Doch das 3:8 auf heimischem Eis brachte die Moosburger wieder zurück auf den Boden der Realität. "Aber es geht weiter. Am Freitag gegen Amberg haben wir eine neue Chance", sagte Moosburgs Coach Bernie Englbrecht nach der Partie. Zumal nach den drei knappen, teils unglücklichen Niederlagen gegen den ERSC in der laufenden Spielzeit jetzt endlich mal ein Sieg fällig wäre. Der hätte nicht nur positive Folgen für die Dreirosenstädter, "damit würde auch der Druck auf die Amberger zunehmen", schätzt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Für die Oberpfälzer lief das vergangene Wochenende wahrlich nicht wie geplant: Beim Letzten Bad Aibling kamen die Wild Lions erst im Penaltyschießen zum Sieg und zwei Tage danach unterlag man zuhause Haßfurt mit 2:4.
Kurzer Blick auf die Tabelle: Mit zwölf Punkten belegt Moosburg weiterhin den fünften Platz. Auf Kempten (4.) sind es aktuell fünf, auf Amberg (3.) sechs Zähler Rückstand. Dass da auf die Grün-Gelben noch eine Menge (Aufhol-)Arbeit zukommt, ist klar. Aber das Restprogramm beinhaltet auch so manche machbare Aufgabe. So trifft der EVM unter anderem noch auf die drei Teams (Haßfurt, Dingolfing, Bad Aibling), die das untere Tabellendrittel bilden - und die man zum Auftakt der Runde allesamt geschlagen hat.
Beim immer noch sieglosen Schlusslicht Bad Aibling müssen die Moosburger bereits diesen Sonntag ran (18.45 Uhr; Busabfahrt: 15.45 Uhr). Die Aibdogs überraschten am vergangenen Freitag mit besagter Overtime-Niederlage gegen Amberg, die ihnen den ersten Punkt bescherte. Am Sonntag in Dingolfing dagegen war von diesem Hoch nicht mehr viel zu spüren: Man ging mit 0:9 unter. Die Englbrecht-Truppe hatte das Hinspiel mit 8:1 gewonnen. Da allerdings waren die Bad Aiblinger nicht komplett. 

3:8 gegen Kempten: EVM verpasst erneut großen Schritt

Montag, 10. Februar 2020
Der Griff nach Platz vier ging erneut ins Leere. Wie schon in der Vorwoche gegen Ulm kassierte der EVM beim Versuch, zurück in die Playoff-Region zu kommen, eine klare Niederlage: 3:8 (2:1, 0:4, 1:3) unterlag man am Sonntag dem ESC Kempten. Jetzt muss an den letzten fünf Spieltagen schon eine kleine Serie her, um sich noch in den Kampf um den Bayernliga-Aufstieg einzumischen.
Dabei waren die Grün-Gelben im Vergleich zum Sensationssieg in Buchloe personell sogar besser aufgestellt, weil Coach Bernie Englbrecht wieder auf Daniel Möhle und Lars Eigner zurückgreifen konnte. Doch den Ton gaben in den ersten Minuten die Gäste an - was bald mit dem 0:1 (4.) belohnt wurde. Aber je länger der erste Abschnitt dauerte, um so öfter nahmen nun die Moosburger den gegnerischen Kasten ins Visier. Und wieder mal war es die Paradereihe, die für Jubel in der Clariant-Arena sorgte - und das gleich zweimal: Dem Ausgleich durch Miloslav Horava (12.) ließ Marek Indra fünf Minuten später das 2:1 folgen. Es sah ganz danach aus, dass sich der EVM für die 3:13-Hinspielklatsche würde revanchieren können.
"Aber ein Eishockeyspiel dauert halt länger als ein Drittel", kommentierte Englbrecht das, was sich in den zweiten 20 Minuten ereignete. Die mit Altstars geradezu gespickten Sharks aus dem Allgäu spielten jetzt ihre ganze Routine aus und bestraften die Aussetzer in der Moosburger Defensive, ohne mit der Wimper zu zucken. Acht Minuten brauchten die Gäste, um das Match mit vier Toren komplett an sich zu reißen. "Wir haben unser System umgestellt - und das hat Früchte getragen", freute sich ESC-Trainer Carsten Gosdeck.
Und die EVM-Fans, die im Schlussdrittel noch hofften, dass Grün-Gelb den 2:5-Rückstand würde aufholen können, wurden schnell aus ihren Träumen gerissen: Mit einem Doppelschlag (43./45.) bissen die Sharks gleich nach dem Wechsel so zu, dass die Begegnung endgültig entschieden war. Der Powerplay-Treffer durch Horava zum 3:7 (47.) war zwar schön herausgespielt, hatte aber ebenso wenig Bedeutung wie das achte und letzte Tor der Gäste (55.). Die haben sich durch diesen Sieg wieder das alte Fünf-Punkte-Polster auf die Nicht-Playoff-Plätze zurückgeholt - die weiterhin der EV Moosburg als Fünftplazierter anführt.

Tore: 0:1 (3:49) Oppenberger, 1:1 (11:19) Horava (Indra), 2:1 (16:40) Indra (Horava, Abstreiter), 2:2 (24:03) Spylo (Vaitl), 2:3 (26:14) Ziegler (Newhook, Vaitl), 2:4 (30:45) Maaßen (Jun), 2:5 (31:53) Maaßen (Kapitza, Vaitl), 2:6 (42:57) Maaßen (Millers, Jun), 2:7 (44:52) Oppenberger (Spylo), 3:7 (46:29) Horava (Gröger, Indra), 3:8 (54:36) Spylo (Millers, Maaßen). Strafminuten: 6/8. Zuschauer: 274.
Aufstellung: Messerer, Probst; Gröger, Krämmer, Maier, Eigner, Seidlmayer, Killermann; Hanöffner, Möhle, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Loidl, Abstreiter, Groß. 

EVM entzaubert den Spitzenreiter

Sonntag, 9. Februar 2020
Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet: Als erstes Team der Aufstiegsrunde ist es am Freitag dem EV Moosburg gelungen, Tabellenführer Buchloe Punkte abzunehmen. Bei den Pirates feierten die Grün-Gelben einen knappen, aber verdienten 6:5 (2:1, 2:2, 2:2)-Erfolg - und meldeten sich damit zurück im Kampf um Platz vier.
"Wir standen heute hinten einfach kompakter als in den letzten Wochen und haben vorne zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht", bilanzierte EVM-Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz. Und nicht zu vergessen: "Jeder hat gefightet bis zum Schluss." Kein Wunder, schließlich mussten die Gäste einige Ausfälle kompensieren. In der Verteidigung fehlten mit den erkrankten Kevin Steiger und Lars Eigner zwei wichtige Stützen, vorne fiel kurzfristig noch Daniel Möhle aus. Also berief Englbrecht die beiden U20-Spieler Benedikt Triebswetter und Daniel Loidl in den Kader, die nicht nur die drei Blöcke komplettierten, sondern auf dem Eis auch einen guten Job machten.
Die Moosburger starteten gut ins Spiel und ließen sich auch vom sicherlich vermeidbaren Unterzahl-Führungstreffer des ESV (5.) nicht beirren. Der wieder mal bestens aufgelegte Miloslav Horava brachte sein Team noch vor dem ersten Wechsel mit einem Doppelschlag (12./14.) in Führung.
Wenn die Englbrecht-Schützlinge überhaupt eine längere Schwächephase hatten, dann waren das die ersten Minuten des zweiten Abschnitts. Die Gastgeber bestimmten da das Geschehen und drehten, nachdem sie bereits mehrfach an EVM-Goalie Linus Messerer gescheitert waren, die Partie innerhalb von 37 Sekunden - 3:2! Englbrecht nahm daraufhin eine Auszeit und erinnerte sein Team an die Defensivtaktik, die noch in den ersten 20 Minuten das Erfolgsrezept war. Die Gäste rissen sich zusammen und kamen wiederum nur eineinhalb Minuten später durch einen Gewaltschuss von Vincenz Maier zum 3:3. Dass Tobias Hanöffner kurz darauf das Match "zurückbog" (32.), war möglicherweise der Knackpunkt. Das Spiel nach dem vierten Moosburger Tor nochmal zu drehen, sei schon eine sehr große Herausforderung gewesen, sagte Buchloe-Coach Christopher Lerchner nach der Partie.
Und die meisterten die Pirates nicht. Zumal Stefan Groß in der 47. Minute erstmals für einen Zwei-Tore-Vorsprung der Dreirosenstädter sorgte. Der Anschluss der Hausherren acht Minuten vor dem Ende weckte zwar nochmal leise Hoffnungen, Routinier Hanöffner machte in der drittletzten Minute jedoch den Deckel drauf. Das letzte Tor dieses flotten Aufstiegsrundenspiels blieb zwar Buchloe vorbehalten - kam zwei Sekunden vor der Sirene aber eindeutig zu spät.

Tore: 1:0 (4:55) Krafczyk (Boger), 1:1 (11:08) Horava (Abstreiter), 1:2 (14:06) Horava (Abstreiter, Indra), 2:2 (26:31) Petrak (Krafczyk, Boger), 3:2 (27:08) Petrak (Krafczyk), 3:3 (28:39) Maier (Horava), 3:4 (31:16) Hanöffner (Horava, Indra), 3:5 (46:13) Groß (Indra), 4:5 (52:14) Rauskolb (Ruf), 4:6 (57:27) Hanöffner (Asen), 5:6 (59:58) Krafczyk (Petrak). Strafminuten: 10/14. Zuschauer: 403
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Krämmer, Maier, Seidlmayer, Triebswetter, Killermann; Hanöffner, Asen, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Loidl, Abstreiter, Groß. 

Hopp- oder Top-Wochenende gegen West-Teams

Donnerstag, 6. Februar 2020
Der Rückrunden-Auftakt in der Aufstiegsgruppe wird für den EVM gleich zum Hopp- oder Top-Wochenende. So zumindest sieht es Bernie Englbrecht: „Wenn wir beide Spiele verlieren, ist das Thema Playoffs durch“, befürchtet der Coach. Also müssen Punkte her, wenn die Dreirosenstädter am Freitag beim immer noch ungeschlagenen Spitzenreiter ESV Buchloe (20 Uhr; Busabfahrt 16.30 Uhr) antreten und am Sonntag in der Clariant-Arena auf die Kemptener Sharks (17.15 Uhr) treffen.
Auch wenn es die Moosburger mit zwei Teams zu tun bekommen, die Teil der jüngsten Niederlagen-Serie (vier Pleiten in Folge) sind, geht es für Grün-Gelb sicherlich auch darum, hinter gewissen Dingen, die sich zuletzt auf dem Eis ereignet haben, einen Haken zu setzen. „Wir haben jetzt gegen die West-Vereine in drei Spielen 27 Gegentore kassiert“, sagt Englbrecht. Das habe mit Aufstiegskampf in Richtung Bayernliga nichts zu tun, das sei „Hobbyliga hoch drei“. Unter der Woche hat er im Training versucht, das Team wieder da hin zu bringen, wo es in der Vorrunde bzw. zum Start der Aufstiegsrunde (drei Siege) war. Englbrecht: „Wir müssen akzeptieren, dass wir den teils qualitativ besser besetzten Gegnern nur mit unserer ersten Reihe weh tun können.“ Um so mehr müssten sich die Blöcke zwei und drei auf ihre Defensivaufgaben besinnen. „Sonst werden wir nicht mehr viele Punkte holen.“
Die besten Erinnerungen haben die Moosburger noch an das 2:5 gegen Tabellenführer Buchloe, „als wir“, so der Coach, „trotz einiger Ausfälle nicht so schlecht ausgeschaut haben“. Daran, dass man in Bayernliga-Zeiten in der Halle der Pirates schon des öfteren deutliche Abfuhren kassiert hat, denkt Englbrecht nicht: „Dann wird’s halt Zeit, dass wir das ändern.“
Eine deutliche Änderung im Vergleich zum Hinspiel muss am Sonntag her, wenn der Tabellenvierte Kempten – fünf Zähler Vorsprung auf den EVM (5.) – in Moosburg zu Gast ist. Auch wenn Bernie Englbrecht überzeugt ist, dass die 13:3-Klatsche „in der Form ein einmaliger Ausrutscher“ war, müssen sich seine Schützlinge schon massiv steigern, wenn gegen den Tabellennachbarn gepunktet werden soll. Zumal sich die Allgäuer noch mal prominente Verstärkung geholt haben: den inzwischen 36-jährigen Kanadier Ahren Spylo, der vor einigen Jahren, als er noch für die Nürnberg Ice Tigers auflief, zweitbester Torschütze in der DEL war. Seine Profi-Karriere beendete er bereits 2016. Da hat man dann auch mal Zeit, bei einem ambitionierten Landesligisten auszuhelfen. 

Eiskalt ausgekontert: Ulm watscht EVM mit 1:9 ab

Samstag, 1. Februar 2020
Das hat richtig weh getan: Im direkten Duell um Rang vier mit den Ulmer Devils kassierte der EVM am Freitag auf heimischem Eis eine 1:9 (0:2, 0:4, 1:3)-Watschn. Dass die Niederlage am Ende so hoch ausfiel, lag jedoch weniger an der Stärke der Gäste als am Unvermögen der Gastgeber.
Die Pressekonferenz hätte man dieses Mal auf einen Satz beschränken können, der von Ulm-Trainer Robert Linke kam: "Ja, und dann haben wir Mitte des Spiels 5:0 geführt - und keiner wusste so richtig warum." So war es nicht nur ihm, sondern auch dem Heimteam und den über 300 Zuschauern - der EVM hatte zum Sponsorenspiel eingeladen - in der Clariant-Arena ergangen. Denn Moosburg war hoch motiviert und entschlossen in das Match gegangen und legte die vielleicht stärkste Anfangsphase der ganzen Saison hin. In den ersten 10, 15 Minuten spielte sich das Geschehen ausschließlich im Drittel der Devils ab. Linke sagte danach zwar, dass man schon vorgehabt habe, die Moosburger das Spiel machen zu lassen, um dann über Konter zum Erfolg zu kommen. Dass es dabei so oft vor dem Kasten seines Keepers Maximilian Güßbacher brannte, war aber sicher nicht Teil des Plans. Doch weil die Offensive der Grün-Gelben krasse Abschlussschwächen zeigte, blieb der Gäste-Kasten sauber. "Dabei hätten wir in den ersten Minuten auf jeden Fall zwei, drei Tore machen müssen", kommentierte EVM-Coach Bernie Englbrecht die vielen vergebenen Großchancen von Horava, Indra und Co.
Und so kam es, wie es kommen musste: Ein Entlastungsanbgriff Ulms, gleichzeitig ihr erster Torschuss, bescherte dem VfE in der 7. Minute das 0:1. Moosburg drückte danach weiter, aber nach elf Minuten konnten sich die Gäste erneut befreien: Die bis dato kaum geforderte EVM-Defensive patzte - 0:2.
Auch wenn dieser Spielstand den Hausherren noch alle Möglichkeiten ließ, wirkten sie im zweiten Durchgang doch stark verunsichert. Was man von den Schwaben nicht behaupten konnte: Einem frühen Überzahl-Treffer (21.) ließen sie bis zur 30. Minute die Tore vier, fünf und sechs folgen - wobei sie dabei von den nun völlig neben sich stehenden Dreirosenstädtern kaum gestört wurden. Keeper Carlo Schwarz konnte Englbrecht auch nicht erlösen, weil der an der Bande lehnende Linus Messerer - der eigentlich von Beginn an hätte spielen sollen - aus (kurzfristigen) Krankeitsgründen zum Zuschauen verdammt war.
So war von der prognostizierten Spannung in den zweiten 30 Minuten nicht mehr viel übrig. Die Hausherren hatten sich zwar noch nicht so richtig aufgegeben, an eine Wende glaubte bei diesem Rückstand aber niemand mehr: Wenigstens konnten die Englbrecht-Schützlinge Güßbacher zwölf Minuten vor dem Ende doch noch überwinden. Fast schon bezeichnend, dass der Treffer in Unterzahl und durch einen Verteidiger (Markus Gröger) erzielt wurde. Aber auch die Gäste gaben in der Schlussphase noch einmal Gas, hätten die Partie fast noch zweistellig gewonnen. Nur gut, dass vorher die Schlusssirene durch die Clariant-Arena dröhnte.

Tore: 0:1 (6:06) Synek, 0:2 (10:51) Michalek (Schwarzfischer, Dörner), 0:3 (20:57) Synek (Schirrmacher, Dörner), 0:4 (22:33) Brückner (Synek, Schirrmacher), 0:5 (27:06) Synek (Brückner), 0:6 (30:59) Brückner (Koberger, Schirrmacher), 0:7 (44:23) Koberger (Ceslik, Eckmann), 1:7 (48:52) Gröger (Abstreiter), 1:8 (52:25) Schwarzfischer (Meißner, Michalek), 1:9 (57:49) Ceslik (Tenschert, Döring). Strafminuten: 8/4. Zuschauer: 315.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Seidlmayer, Maier, Gröger, Eigner, Krämmer; Groß, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Hanöffner. 

"Spiel um den vierten Platz" gegen Ulm

Donnerstag, 30. Januar 2020
Big Points, Sechs-Punkte-Spiel, wegweisend – wenn der EV Moosburg am Freitag den VfE Ulm/Neu-Ulm empfängt (19.30 Uhr), trifft all das auf die 60 Spielminuten in der Clariant-Arena zu. Als Tabellenfünfter mit drei Zählern Rückstand auf die „Devils“ zählt für die Englbrecht-Truppe zur Halbzeit der Aufstiegsrunde nur ein Sieg, wenn sie den Anschluss an die Top Vier nicht verlieren will.
„Nach dem vergangenen Wochenende stehen wir unter Zugzwang“, weiß Trainer Bernie Englbrecht. Während er über den desolaten Auftritt in Kempten (3:13) am liebsten den Mantel des Schweigens legen möchte, hat er beim 2:5 gegen Spitzenreiter Buchloe schon wieder positive Seiten seines Teams gesehen. „Wir müssen jetzt dranbleiben“, fordert der Coach, der unbedingt „Auflösungserscheinungen“ wie in der letztjährigen Verzahnungsrunde vermeiden will.
Am Freitagabend kann Englbrecht womöglich aus dem Vollen schöpfen. Nachdem Verteidiger Markus Gröger (verließ nach einem Stockschlag gegen Buchloe vorzeitig das Eis) unter der Woche Grünes Licht gegeben hat und auch die Offensiv-Routiniers Tobias Hanöffner und Peter Abstreiter wieder einsatzbereit sind, steht lediglich noch hinter dem zuletzt an einem grippalen Infekt laborierenden Verteidiger Kevin Steiger ein kleines Fragezeichen. Sollte auch er spielen können, stünden Bernie Englbrecht tatsächlich zum ersten Mal in dieser Saison alle Akteure des Erste-Mannschaft-Kaders zur Verfügung. Was – ohne U 20-Spieler – bedeutet: zehn Stürmer und sechs Verteidiger.
Aber auch bei den Ulmern, die zuletzt ein souveränes 4:0 über Haßfurt feiern konnten, halten sich die personellen Sorgen in Grenzen. Bis auf ihren beruflich verhinderten Stürmer Niklas Dschida werden die Devils wohl mit voller Kapelle anreisen. „Das ist für uns ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir könnten uns dann einen Vorsprung erarbeiten und etwas den Druck vom Kessel nehmen“, sagt VfE-Geschäftsführer Patrick Meißner. Da auch den Devils-Anhängern die Wichtigkeit dieser Begegnung bewusst ist, werden sie wohl recht zahlreich – unter anderem mit einem Fanbus – in die Dreirosenstadt kommen. 

Trotz 2:5 - akzeptabler Auftritt gegen Spitzenreiter Buchloe

Montag, 27. Januar 2020
Auch wenn sich Moosburgs Eishackler nach der Kempten-Klatsche wieder gefangen haben – für Punkte reichte es gegen Spitzenreiter Buchloe nicht: Am Sonntag unterlagen die Dreirosenstädter den Pirates mit 2:5 (1:3, 0:2, 1:0). Den drei Auftaktsiegen in der Aufstiegsrunde steht nun eine ebenfalls dreiteilige Niederlagen-Serie gegenüber.
Personell begann das Aufeinandertreffen mit dem noch verlustpunktfreien Tabellenführer alles andere als ideal: Verteidiger Kevin Steiger hatte sich krankgemeldet, Goalgetter Peter Abstreiter wärmte sich zwar mit auf, musste wegen einer familiären Angelegenheit jedoch nach Hause und sein Sturmkollege Tobias Hanöffner befand sich zum Anpfiff noch auf der Anreise (kam im zweiten Drittel).
Trotz dieser Hiobsbotschaften waren die Hausherren in der ersten Viertelstunde die Ton angebende Mannschaft und gingen in der vierten Minute durch ein Tor von Marek Indra verdient in Führung. Indra stand dann auch nach elf Minuten im Blickpunkt, als er durch einen unglücklichen, aber nicht unbedingt unfairen Check an der Bande Buchloes Kapitän David Strodel so schwer verletzte, dass dieser ins Krankenhaus musste. „Aber wir haben zusammengehalten, sind noch enger zusammengerückt“, kommentierte ESV-Coach Christopher Lerchner die Phase zwischen der 16. und 18. Minute, als die Gäste die Partie kippten und plötzlich mit 3:1 in Führung lagen. „Individuelle, dumme Sachen“, die man sich gegen den Spitzenreiter halt nicht erlauben dürfe, waren laut EVM-Trainer Bernie Englbrecht dafür verantwortlich.
Aber aufgeben kam für Grün-Gelb nicht in Frage. Im zweiten Abschnitt erarbeitete Moosburg sich weiter gute Gelegenheiten, ließ diese aber allesamt aus. Die Buchloer, ungefähr mit der gleichen Anzahl an Chancen ausgestattet, zeigten, wie’s geht: In Überzahl (31.) und nach einem Konter (39.) erhöhten sie auf 1:5 – das roch dann schon nach Vorentscheidung.
Und trotzdem ließen die Hausherren auch im Schlussdrittel nichts unversucht, übten immer wieder Druck auf das Buchloer Gehäuse aus. Das 2:5 durch den starken Indra in Minute 51 machte zwar noch mal Hoffnung, kam letztlich aber zu spät. Im Stile einer Spitzenmannschaft verteidigten die Gäste den Vorsprung bis zur Schlusssirene.

Tore: 1:0 (3:47) Indra (Groß, Horava), 1:1 (15:31) Bauer (Petrak), 1:2 (16:28) Barchmann (Wittmann C., Telesz), 1:3 (17:26) Beslic (Petrak, Krafczyk), 1:4 (30:40) Petrak (Krafczyk), 1:5 (38:51) Krafczyk (Petrak), 2:5 (50:48) Indra (Seidlmayer, Horava). Strafminuten: 12/10. Zuschauer: 198.
Aufstellung: Messerer, Probst; Seidlmayer, Maier, Gröger, Eigner, Krämmer; Hanöffner, Groß, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer. 

3:13 - EVM geht bei den Sharks unter

Sonntag, 26. Januar 2020
Eine echte Lehrstunde musste der EVM am Freitagabend in Kempten über sich ergehen lassen. Bei der 3:13 (1:4, 1:5, 1:4)-Klatsche kamen zwei Dinge zusammen: Hoch motivierte, extrem spielstarke Gastgeber und eine Moosburger Mannschaft, die 60 Minuten lang nie ins Spiel fand.
Die Spannung hielt keine sieben Minuten: Auf die frühe Führung der Hausherren nach 64 Sekunden konnte Miloslav Horava keine Minute später zwar noch antworten, eine folgende 5:3-Überzahl nutzten die Kemptener allerdings ebenso wie einen Stellungsfehler in der EVM-Abwehr (4./7.). Damit war nicht nur der Arbeitstag von Moosburgs Keeper Carlo Schwarz beendet (für ihn kam Hannes Probst), sondern auch irgendwie schon die Luft raus. "Wir haben uns die ganze Woche auf die Moosburger vorbereitet und dann genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", zeigte sich Sharks-Coach Carsten Gosdeck bei der Pressekonferenz zufrieden. EVM-Trainer Bernie Englbrecht erkannte den Sieg "auch in dieser Höhe" an und war speziell über die vielen "Giveaways", die man der ESC-Offensive angeboten hatte, alles andere als erfreut.
Obwohl sich die Gäste, bei denen neben dem werdenden Vater Tobias Hanöffner (der wiedergenesene Max Retzer rückte für ihn nach) auch Stammgoalie Linus Messerer fehlte, für das zweite Drittel noch einiges vorgenommen hatten, brachten sie auch da schon frühzeitig ihre Abwehr-Patzer in die Bredouille. Die routinierten Angreifer der Allgäuer ließen sich nicht lange bitten - und nach 14 Minuten war Probsts gegentorlose Phase beendet. Schlimmer noch: Kempten erhöhte das Resultat in schöner Regelmäßigkeit bis zur 34. Minute auf 9:1. Für die Dreirosenstädter ging es längst nur noch um Schadensbegrenzung.
Ende des zweiten und anfangs des letzten Durchgangs hatten die Englbrecht-Schützlinge dann ihre stärkste Phase. Zumindest ansatzweise war erkennbar, dass die Gastgeber in der Defensive durchaus verwundbar sind. Vincenz Maier (37.) und nach dem Wechsel Peter Abstreiter (44.) sorgten für Entlastung und Ergebniskosmetik. Doch mehr war nicht drin. Kurz darauf zeichnete Kemptens bester Mann, Markus Vaitl (vier Tore, vier Vorlagen) für die Zweistelligkeit verantwortlich. Aber auch in den Schlussminuten ließen die Sharks nicht locker, wollten die beiden jüngsten knappen Niederlagen vergessen machen, und schenkten Probst noch drei weitere Tore ein. Um 21.43 Uhr war die Lehrstunde dann beendet.

Tore: 1:0 (1:04) Vaitl (Newhook, Meier), 1:1 (1:58) Horava (Abstreiter, Krämmer), 2:1 (2:42) Newhook (Meier, Vaitl), 3:1 (4:30) Rukajärvi (Vaitl, Oppenberger), 4:1 (7:19) Jun (Maaßen, Ziegler), 5:1 (21:21) Vaitl (Newhook, Millers), 6:1 (24:55) Stalla (Millers, Oppenberger), 7:1 (27:04) Maaßen (Jun, Ziegler), 8:1 (31:31) Scheffer (Vaitl, Newhook), 9:1 (33:50) Jun, 9:2 (36:33) Maier (Indra, Abstreiter), 9:3 (43:53) Abstreiter (Indra, Horava), 10:3 (44:35) Vaitl (Newhook, Scheffer), 11:3 (56:15) Maaßen (Vaitl, Newhook), 12:3 (56:24) Millers, 13:3 (58:43) Vaitl (Maaßen, Jun). Strafminuten: 6/8. Zuschauer: 643.
Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 7:19); Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Seidlmayer; Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter, Groß. 

EVM trifft auf Spitzenteams aus dem Westen

Donnerstag, 23. Januar 2020
Um den vierten Platz und damit die Playoff-Teilnahme mitspielen – so lautete die (inoffizielle) Zielsetzung in der sportlichen Leitung des EV Moosburg zu Beginn der Aufstiegsrunde. Nachdem inzwischen vier Spieltage absolviert sind und die Grün-Gelben mit drei Siegen auf Platz zwei rangieren, stellt sich vor den kommenden Aufgaben schon die Frage: Geht da vielleicht noch mehr? Die unmittelbar bevorstehenden Aufeinandertreffen mit den drei Spitzenteams der Gruppe 2 dürften eine Antwort darauf geben.
„Spätestens am nächsten Freitag, nach dem Heimspiel gegen Ulm, sollten wir wissen, wo wir wirklich stehen“, schätzt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. Dann ist „Halbzeit“ in der Runde und man kennt jeden der sieben Widersacher. Das kommende Wochenende ist allerdings noch mit einigen Fragezeichen verbunden: Am Freitag reist der EVM ins Allgäu zu den Kemptener Sharks (19.30 Uhr; Busabfahrt 15.30 Uhr) und am Sonntag gibt dann der ESV Buchloe in der Clariant-Arena (17.15 Uhr) seine Visitenkarte ab.
Der aufgrund seines prominent besetzten Kaders mit viel Vorschusslorbeeren bedachte ESC Kempten ist dank zweier Siege mit bester Laune in die Aufstiegsrunde gestartet. Von der blieb nach dem zweiten Wochenende allerdings nicht mehr viel übrig. Was einerseits daran lag, dass die Sharks bei den Derbys in Ulm (5:6) und auf heimischem Eis gegen Buchloe (3:4) zwei knappe Niederlagen einstecken mussten. Andererseits machte der Verein mit der Verpflichtung des Letten Kristaps Millers ein Fass auf, das wohl besser zugeblieben wäre. Da mit dem finnischen Verteidiger Roni Rukajärvi und den schwedischen Goalgetter Adrian Kastel-Dahl bereits zwei Kontingentspieler im Kader standen, trat der ESC in den beiden jüngsten Spielen mit drei Ausländern an und schloss sich damit Landesligisten wie Haßfurt oder Waldkirchen an, die sich der ursprünglich vom BEV vorgeschlagenen und den meisten Clubs unterstützten Beschränkung auf zwei Kontingentspieler widersetzen. Das brachte nicht nur keine Punkte, sondern sorgte auch für Proteste bei den eigenen Fans. Da sich Kastel-Dahl inzwischen verabschiedet hat, ist aber davon auszugehen, dass die Truppe der Allgäuer, in der sich auch Namen von Ex-Profis wie Daniel Jun, Michel Maaßen, Ron Newhook oder Markus Vaitl finden, gegen den EVM maximal zwei Ausländer umfasst.
Die Buchloer, ein alter Bekannter aus Bayernliga-Zeiten, halten sich von Beginn an an die Spielregeln – und fahren damit auch ganz gut. Als einzige Mannschaft der Aufstiegsrunde konnten sie alle vier Spiele gewinnen und stehen so völlig zurecht an der Tabellenspitze. In ihrem Kader finden sich einige Bayernliga-erfahrene Akteure – das Ziel sollte also klar sein. Zuletzt holten die Pirates noch den Tschechen Michal Petrak, der in der vergangenen Oberliga-Saison auf stolze 53 Punkte für Höchstadt kam. Wie stark Buchloe derzeit einzuschätzen ist, zeigt nicht nur der deutliche 6:2-Auftaktsieg in Amberg, sondern auch das jüngste 10:3-Schützenfest über Gruppe-1-Spitzenreiter ESC Haßfurt.
„Da kommt was auf uns zu“, weiß Amann. „Aber den Aufstiegsdruck haben die anderen.“ Trotzdem wolle man natürlich weiter den einen oder anderen Favoriten ärgern – um so auf einem der ersten vier Plätze zu bleiben. 

Erste Aufstiegsrunden-Pleite: EVM verzweifelt am Amberger Keeper

Montag, 20. Januar 2020
Die Amberger Eishalle bleibt für den EVM eine uneinnehmbare Festung: Beim 1:3 (0:3, 0:0, 1:0) mussten die Moosburger dort am Sonntag die ersten Aufstiegsrunden-Punkte abgeben. ERSC-Keeper Oliver Engmann war der beste Mann auf dem Eis.
„Beim nächsten Mal spiel’ ma gleich ein ganzes Drittel ohne Torwart“, flüchtete sich Moosburgs Trainer Bernie Englbrecht nach der Partie in Galgenhumor. Bereits in der 55. Minute hatte er Schlussmann Carlo Schwarz durch einen sechsten Feldspieler ersetzt, um das Unmögliche vielleicht doch noch möglich zu machen. 0:3 lagen die Dreirosenstädter da in dieser hochklassigen, ausgeglichenen und fairen Begegnung zurück. 64 Sekunden vor der Sirene schaffte es der EVM dann tatsächlich noch, Ambergs „Hexer“ Engmann zu überwinden. Stefan Groß’ 1:3 kam jedoch zu spät. Da war es für Englbrecht nur ein schwacher Trost, dass seine Mannen ihren Kasten fünf Minuten lang ohne Keeper sauber gehalten hatten.
Das Problem der Gäste war aber nicht das letzte, sondern das erste Drittel. Obwohl die Grün-Gelben gut aus den Startlöchern gekommen waren und sich in der Anfangsphase tolle Chancen erspielten, waren es die Hausherren, die nach drei Minuten erstmals jubeln durften. Als Jakob Killermann wiederum drei Minuten später unglücklich von einem Schuss getroffen worden war und der EVM kurzzeitig in Unterzahl agieren musste, schlug es erneut hinter Linus Messerer ein. Die Moosburger gaben danach zwar weiter Gas, für den in dieser Phase sicherlich nicht ganz unwichtigen Anschlusstreffer reichte es allerdings nicht. Schlimmer noch: Trotz überstandenem Powerplay konnte man sich in der 19. Minute mal wieder nicht befreien und kassierte zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt das 0:3. Englbrecht brachte noch vor der Pause Carlo Schwarz für Messerer.
In der Folge wogte die Partie hin und her. Torszenen gab es auf beiden Seiten reichlich. Kein Zweifel: Was die mehr als 500 Zuschauer da geboten bekamen, lag deutlich über dem üblichen Landesliga-Niveau. Im Schlussdrittel nahm die Dominanz der Gäste immer mehr zu – aber parallel packte auch Ambergs Keeper immer stärkere Paraden aus. „Oli war überragend“, sagte ERSC-Coach Dan Heilman bei der Pressekonferenz. Dass er in der vorletzten Minute dann doch ein Tor kassierte, war nur noch Ergebniskosmetik – und der EVM muss weiter auf Auswärtspunkte in Amberg warten.

Tore: 1:0 (3:01) Köbele (Vlach), 2:0 (5:58) Vlach (Köbele, Schmitt), 3:0 (18:41) Brabec (Keil), 3:1 (58:56) Groß (Krämmer, Steiger). Strafminuten: 6/6. Zuschauer: 519.
Aufstellung: Messerer, Schwarz (ab 18:41); Seidlmayer, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner; Stuckenberger, Indra, Hanöffner, Groß, Asen, Killermann, Abstreiter, Horava, Möhle. 

8:1 gegen Bad Aibling - dieses war der dritte Streich

Samstag, 18. Januar 2020
Auch das Überraschungsteam aus Bad Aibling konnte den EVM nicht aufhalten. Der deutliche 8:1 (2:0, 3:1, 3:0)-Heimerfolg war der dritte grün-gelbe Dreier im dritten Aufstiegsrundenspiel. Damit kletterten die Dreirosenstädter auf den zweiten Tabellenplatz.
Angesichts der beiden knappen Aufeinandertreffen in der Vorsaison hatte der eine oder andere Moosburger Eishockey-Fan einen ziemlichen zähen Abend befürchtet. Doch die Gäste, die auf einige Leistungsträger in der Offensive verzichten mussten, gaben lediglich bis zur Anfangsphase des zweiten Abschnitts, als sie 13 Sekunden nach Wiederbeginn und im direkten Anschluss an ein verpasstes Powerplay auf 1:2 verkürzten, einen ebenbürtigen Gegner ab. "Um hier etwas holen zu können, hätten wir mehr laufen und kämpfen müssen. Aber wir waren viel zu weit vom Gegner weg", bemängelte EHC-Coach Manfred Sasjadvolk nach der Partie, während sein Gegenüber Bernie Englbrecht sichtlich zufrieden mit dem "souveränen Sieg" war.
Bereits im ersten Drittel verfügten die Hausherren zwar über eine optische Überlegenheit, die Aibdogs waren mit ihren schnellen Kontern aber mindestens genau so torgefährlich. Englbrecht: "Das hätte auch anders laufen können, wenn Bad Aibling seine guten Chancen genutzt hätte." Doch beide Keeper konnten ihre Kästen sauberhalten - bis in der 13. Minute ein Distanzschuss von EVM-Verteidiger Markus Gröger zum 1:0 im Netz zappelte. Vier Minuten später schlug dann erstmals Topscorer Miloslav Horava zu. Für die Gastgeber lief zumindest vom Ergebnis her alles nach Plan.
Nach besagtem Anschluss der Aiblinger schaltete der EVM einen Gang nach oben und dominierte das Geschehen auf dem Eis nun fast nach Belieben: Peter Abstreiter (27.), Kevin Steiger in Überzahl (29.) und Stefan Groß (35.) schraubten die Führung auf 5:1. Von den Gästen kam derweil immer weniger Gegenwehr.
So ging es auch im Schlussabschnitt weiter. Nach dreieinhalb Minuten düpierte die aktuelle Moosburger Paradereihe Indra-Horava-Abstreiter die EHC-Defensive und machte das halbe Dutzend voll. Nachdem sich Stefan Groß als "Doppelpacker" bezeichnen durfte (45.), kam der große Auftritt von EVM-Eigengewächs Alex Asen: Von Daniel Loidl und Basti Krämmer bedient, stürmte er fast über die gesamte Eisfläche und krönte sein Solo mit dem Treffer zum 8:1 (54.).

Tore: 1:0 (12:31) Gröger (Möhle), 2:0 (16:35) Horava (Abstreiter), 2:1 (20:13) Schulz (Lukats), 3:1 (26:24) Abstreiter (Indra, Horava), 4:1 (28:37) Steiger (Horava, Indra), 5:1 (34:30) Groß (Möhle, Loidl), 6:1 (43:23) Indra (Horava, Abstreiter), 7:1 (44:52) Groß (Maier), 8:1 (53:42) Asen (Krämmer, Loidl). Strafminuten: 6/4. Zuschauer: 128.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Maier, Eigner, Seidlmayer, Krämmer, Steiger; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Indra, Stuckenberger, Horava, Loidl, Abstreiter, Groß. 

Kann der EVM gegen Bad Aibling und Amberg seinen Lauf fortsetzen?

Donnerstag, 16. Januar 2020
Mit der maximalen Ausbeute von sechs Punkten aus den beiden Auftaktspielen der Aufstiegsrunde geht der EV Moosburg ins zweite Wochenende. Im Freitags-Heimspiel gegen Bad Aibling (19.30 Uhr, Clariant-Arena) und am Sonntag beim ERSC Amberg (18.30 Uhr; Busabfahrt 14.30 Uhr) wollen die Englbrecht-Schützlinge ihren Lauf fortsetzen.
Doch es ist Vorsicht geboten, besonders im Aufeinandertreffen mit den „Aibdogs“. Der Überraschungsqualifikant gilt als der große Außenseiter in dieser Gruppe. „Aber Underdogs existieren für mich sowieso nicht“, entgegnet Moosburgs Trainer Bernie Englbrecht. „In dieser Runde gibt es keinen Grund, jemanden zu unterschätzen.“ Zumal er sich noch gut an die beiden Aufeinandertreffen mit dem EHC im Vorjahr erinnert. Reichte es da in Bad Aibling noch für einen mühsamen 4:2-Sieg, setzte es zuhause eine 3:4-Pleite. Bis dato hat der Vorrunden-Vierte zwar noch keinen Zähler auf dem Konto, war beim 1:3 in Buchloe aber nicht weit davon entfernt.
Schon ganz heiß ist Englbrecht auf das Gastspiel in Amberg. Nachdem seine Mannschaft für den Auftritt dort in der Vorrunde zwar Lob von allen Seiten erhalten hatte, nach dem 4:6 aber erneut ohne Zählbares nach Hause fuhr, fordert der EVM-Trainer, „jetzt endlich mal dort zu punkten“. Schließlich war die Amberger Eishalle auch in den Spielzeiten davor nie ein gutes Pflaster für die Grün-Gelben.
Die „Wild Lions“ haben zum Auftakt der Aufstiegsrunde gleich für zwei Überraschungen gesorgt: Nach dem unerwartet deutlichen 2:6 zuhause gegen Buchloe fügten sie Gruppe-2-Primus Ulm beim 5:2 die erste Heimniederlage der Saison zu. Klar, dass sie jetzt auch vor heimischer Kulisse die ersten Zähler einfahren wollen.
Abzuwarten bleibt, mit welcher Aufstellung Bernie Englbrecht diese beiden Herausforderungen in Angriff nehmen kann. Insbesondere in der Offensive gibt es noch Fragezeichen: Jakob Killermann – nach einer Spieldauer-Disziplinarstrafe im Isar-Derby gegen Dingolfing gesperrt – steht definitiv wieder im Kader. Der Einsatz von Angreifer Daniel Möhle ist dagegen noch fraglich. Immerhin haben sich Befürchtungen aber nicht bestätigt, dass der Schuss auf den Schlittschuh, den er am Freitag in Haßfurt hatte hinnehmen müssen, eine schwerere Verletzung zur Folge hat. Schon wieder locker mittrainieren konnte in dieser Woche Stürmerkollege Max Retzer, dessen lädierte Schulter bereits gute Fortschritte macht. 

Miloslav Horava EVM-Topscorer der Vorrunde

Dienstag, 14. Januar 2020
Mit 26 Toren und 28 Vorlagen hat sich der Tscheche Miloslav Horava Rang eins in der EVM-internen Scorerliste nach der Vorrunde gesichert. Hinter ihm folgen zwei weitere Stürmer: Peter Abstreiter (40 Punkte) und Daniel Möhle (27). Hier alle Moosburger Eishackler auf einen Blick:

1. Miloslav Horava 54 Punkte (26 Tore, 28 Assists)
2. Peter Abstreiter 40 (19, 21)
3. Daniel Möhle 27 (13, 14)
4. Nolan Regan 23 (10, 13)
5. Tobias Hanöffner 22 (4, 18)
6. Bastian Krämmer 13 (2, 11)
7. Kevin Steiger 11 (3, 8)
8. Stefan Groß 10 (6, 4)
9. Vincenz Maier 10 (4, 6)
10. Alexander Asen 9 (6, 3)
11. Jakob Killermann 9 (3, 6)
12. Lars Eigner 8 (2, 6)
13. Max Retzer 6 (2, 4)
13. Christian Seidlmayer 6 (2, 4)
15. Markus Gröger 4 (1, 3)
16. Tobias Stuckenberger 3 (2, 1)
17. Armin Rotzinger 2 (0, 2) 

5:3 gegen Dingolfing - zweiter Sieg im zweiten Aufstiegsrundenspiel

Montag, 13. Januar 2020
Der Angstgegner ist keiner mehr: Nach den beiden Vorrundenpleiten gelang dem EV Moosburg im ersten Aufstiegsrunden-Heimspiel gegen die Dingolfinger Isar-Rats mit 5:3 (3:1, 2:1, 0:1) endlich der erste Sieg. Damit holten die Dreirosenstädter am Auftaktwochenende das Maximum von sechs Punkten.
Diejenigen der rund 320 Zuschauer in der Clariant-Arena, die erst nach der 25. Minute gekommen waren, hatten die Offensiv-Highlights der Gastgeber allesamt schon verpasst. Denn der EVM legte eine bärenstarke Anfangsphase hin, überrumpelte die Niederbayern regelrecht. Nur eine Minute nach der frühen Führung durch Vincenz Maier (5.) schnappte sich Miloslav Horava in Unterzahl die Scheibe und bediente Neuzugang Marek Indra, der auf 2:0 erhöhte. Und auch das dritte Moosburger Tor fiel mit einem Mann weniger auf dem Eis: Erneut durchkreuzte Horava die Offensiv-Pläne der Ratten, passte zu Peter Abstreiter – 3:0.
Doch jetzt häuften sich die Undiszipliniertheiten bei den Grün-Gelben, die diesmal neben dem gesperrten Jakob Killermann auch den angeschlagenen Daniel Möhle ersetzen mussten (Daniel Loidl und Pascal Eder von der U 20 halfen aus). Das folgende 5:3-Powerplay ließen sich die BMW-Städter nicht entgehen und kamen zu ihrem ersten Treffer (17.).
Aber auch im zweiten Abschnitt erwies sich die Englbrecht-Truppe als Schnell-starter. Besonders ein Mann stand nun im Mittelpunkt: Peter Abstreiter. In der 22. und 26. Minute komplettierte der Goalgetter seinen Hattrick. 5:1 – die Vorentscheidung? Noch lange nicht. Denn auch die Gäste hatten einen „Abstreiter“ im Kader: den Tschechen David Bilek. Während von den äußerst kleinlich pfeifenden Referees in einer eigentlich ziemlich fairen Partie nun in schöner Regelmäßigkeit Spieler in die Kühlbox geschickt wurden – am Ende kamen so 44 Moosburger (inklusive zwei „Zehner“) und 12 Dingolfinger Strafminuten zusammen –, nutzte Bilek eine sich ergebende Überzahl für die Isar-Rats zum 2:5 – sein zweiter Treffer.
Mit Tor Nummer drei eröffnete der EVD-Angreifer den Schlussabschnitt. Jetzt wurde es noch mal richtig spannend. Den Moosburgern ging nicht zuletzt aufgrund der vielen Unterzahl-Situationen langsam die Kraft aus, aber auch die Gäste-Spieler wirkten nicht mehr allzu frisch. In den letzten fünf Minuten konnten sie sich zwar richtig im EVM-Drittel einnisten, die wacker dagegenhaltenden Hausherren und ihr nun über sich hinauswachsende Schlussmann Linus Messerer verhinderten jedoch einen weiteren Dingolfinger Treffer. Der Angstgegner war endlich besiegt.

Tore: 1:0 (4:30) Maier (Abstreiter, Indra), 2:0 (5:38) Indra (Horava), 3:0 (14:46) Abstreiter (Horava), 3:1 (16:27) Bilek (Michel, Kößl), 4:1 (21:16) Abstreiter (Krämmer, Hanöffner), 5:1 (25:11) Abstreiter (Indra, Horava), 5:2 (31:35) Bilek (Kößl, Ferstl), 5:3 (40:43) Bilek (Michel). Strafminuten: EVM 24 + 10 (Steiger) + 10 (Indra); EVD 12. Zuschauer: 321.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger; Groß, Asen, Seidlmayer, Indra, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Loidl, Hanöffner, Eder. 

EVM sorgt mit Auftaktsieg in Haßfurt für Paukenschlag

Sonntag, 12. Januar 2020
Mindestens zehn Tore, irrwitzige Spielverläufe und Fans am Rande des Nervenzusammenbruchs. Wenn der EVM in Haßfurt gastiert, war das in den vergangenen Jahren selten was für schwache Nerven. Genau so sollte auch der Aufstiegsrunden-Auftakt am Freitag verlaufen, den die Moosburger nach einer dramatischen Schlussphase mit 7:5 (1:1, 3:3, 3:1) gewannen. Für die Hausherren war es die erste Heimniederlage der Saison.
"Ein wildes Spiel" hatte EVM-Coach Bernie Englbrecht gesehen, "ein vogelwildes" sogar sein Hassfurter Pendant Volker Hartmann. Beide bezogen sich damit in erster Linie auf die letzten vier Minuten, in denen die Gastgeber kurzzeitig alle Trümpfe in der Hand hatten - aber nichts draus machten. Moosburg führte bis dahin mit 5:4 und sah fast wie der sichere Sieger aus, weil die Unterfranken viereinhalb Minuten vor der Schlusssirene eine Zwei-Minuten-Strafe kassierten. Doch in Unterzahl kam Hassfurt per Konter zum vielumjubelten Ausgleich. Und nicht nur das: Kurz darauf musste ein Gäste-Spieler in die Kühlbox - die Chance, für den ESC, das Match zu seinen Gunsten zu entscheiden.
Aber die nutzten die Hawks nicht, packten in der Folge die Brechstange aus, um ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht zu werden. Hartmann: "Da wollten wir dann vielleicht zu viel und hätten lieber die Overtime und den sicheren Punkt nehmen sollen". Mitten in die Offensivbemühungen des ESC platzten 30 Sekunden vor Schluss die Gäste mit einem Konter - und Daniel Möhle vollendete zum 6:5. Nachdem die Hausherren auch noch das vorletzte Bully im Moosburger Drittel verloren und ihren Goalie aus dem Tor genommen hatten, gab ihnen EVM-Neuzugang Marek Indra mit einem Schuss ins leere Tor den Rest.
Überhaupt hatte Indra ein mehr als ordentliches Debüt hingelegt, den EVM Anfang des zweiten Drittels mit 3:2 in Führung geschossen. Eine Phase, in der Moosburg einige gute Chancen hatte, in der Folge außer Miloslav Horavas Tor zum 4:2 (35.) aber nicht mehr heraussprang. "Da hätten wir für eine Vorentscheidung sorgen können, vielleicht sogar müssen", resümierte Co-Trainer Hans Eder. So allerdings konnten die Hawks noch einmal ausgleichen. Die Grundlage für besagte dramatische Schlussminuten - mit dem Happy-End für Grün-Gelb.

Tore: 1:0 (1:33) Babkovic (Franek), 1:1 (7:19) Abstreiter (Horava), 1:2 (20:43) Horava (Eigner, Indra), 2:2 (22:18) Breyer (Babkovic, Masel), 2:3 (24:28) Indra (Hanöffner, Eigner), 2:4 (34:31) Horava (Abstreiter, Maier), 3:4 (34:45) Babkovic (Franek), 4:4 (38:15) Hornak (Trübenekr, Breyer), 4:5 (45:00) Groß (Hanöffner), 5:5 (55:59) Trübenekr (Babkovic, Hora), 5:6 (59:34) Möhle (Hanöffner, Groß), 5:7 (59:56) Indra (Horava). Strafminuten: ESC 6+10; EVM 10+5+Spieldauer Killermann. Zuschauer: 488.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Seidlmayer; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Horava, Abstreiter, Indra, Stuckenberger, Groß. 

EVM startet mit Marek Indra in die Aufstiegsrunde

Donnerstag, 9. Januar 2020
Auch wenn vier Teams aus der Landesliga-Gruppe 2 dazugekommen sind, eröffnet der EVM die Aufstiegsrunde zur Bayernliga mit Partien gegen zwei alte Bekannte: Am Freitag sind die Grün-Gelben beim ESC Haßfurt zu Gast (19.30 Uhr; Busabfahrt 15 Uhr), am Sonntag empfängt man die Dingolfinger Isar-Rats in der Clariant-Arena (17.15 Uhr).
Um für die neuen Aufgaben gewappnet zu sein, hat die sportliche Leitung der Moosburger gehandelt - und zwar auf der Ausländerposition: Der Kanadier Nolan Regan wird den EVM verlassen, dafür wechselt der Tscheche Marek Indra (30) an die Isar. "Man hat schon im Training gesehen, dass er was drauf hat. Jetzt hoffen wir natürlich, dass er auch in den Spielen eine Verstärkung ist", sagt Coach Bernie Englbrecht über den Außenstürmer, der zuletzt für den Liga-Konkurrenten TSV Trostberg auflief. Dort bedauert man den Abgang, weil Indra "ein begnadeter Eishockeyspieler" (Chiefs-Abteilungsleiter Johannes Käsmaier) sei. Allerdings habe ihm etwas die Effektivität gefehlt. Der Tscheche hat bereits viel von Europa gesehen, war nach seiner Ausbildung bei Slavia Prag und in diversen Jugend-Nationalmannschaften unter anderem in der zweiten und dritten Liga Tschechiens, der Schweizer Nationalliga B, der ersten polnische Liga und der zweiten britischen Division aktiv.
Nachdem Nolan Regan in der Vorsaison noch Topscorer der Moosburger war, ist er heuer noch nicht so richtig in Fahrt gekommen. Wie zu hören war, ist er allerdings bereits bei einem anderen Landesligisten im Gespräch. Zurück zu Indra: Wurden seitens des Vereins alle Hausaufgaben in Sachen Verbandsunterlagen gemacht, wird er an diesem Wochenende erstmals für die Moosburger auflaufen.
Während der EVM am Sonntag im dritten Isar-Derby der laufenden Saison gegen Dingolfing bis auf den immer noch verletzten Max Retzer komplett sein dürfte, wird sich für das Gastspiel in Haßfurt beim einen oder anderen Spieler (aus beruflichen Gründen) erst kurzfristig entscheiden, ob er den Bus in Richtung Unterfranken schafft. Englbrecht erinnert jedoch daran, dass seine Jungs beim "Meister" der Gruppe 1 auch mit lediglich elf Feldspielern Mitte Dezember (4:7) ihre Chancen hatten. Das Heimspiel hatte der EVM mit 8:3 gewonnen. Gegen Dingolfing gingen die Moosburger in beiden Vorrundenpartien (5:6, 5:9) leer aus, weshalb sich der Coach in dem Prestigeduell eine entsprechende Antwort erhofft. "Wenn wir um den vierten Platz mitspielen wollen, sollten wir da schon punkten", weiß Englbrecht. 

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