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Erst zum Spitzenreiter, dann das Landkreis-Derby

Donnerstag, 12. Dezember 2019
Von wegen „staade Zeit“! Der EVM hat ein pickepackevolles Weihnachtsprogramm vor sich: Sechs Spiele müssen die Grün-Gelben noch bis Jahresende absolvieren, zwei davon an diesem Wochenende: Am Freitag werden die Moosburger von Spitzenreiter Haßfurt erwartet (19.30 Uhr; Busabfahrt 15 Uhr), am Sonntag ist dann ab 17.15 Uhr Derby-Time in der Clariant-Arena gegen die Freisinger Black Bears angesagt.
Coach Bernie Englbrecht erwartet zwei schwere Spiele: „Wenn Du am Freitag beim Tabellenführer bist und Dich verausgabst, kann zwei Tage später auch der Neunte gefährlich werden.“ Besonders bei einem Lokalduell. Drei Punkte hat Englbrecht als Minimalziel für dieses Wochenende ausgegeben.
Torreich, dramatisch – und mit dem glücklicheren Ende für den EVM. So verliefen zumindest die beiden letzten Gastspiele am Großen Anger in Haßfurt. Noch bessere Erinnerungen haben die Moosburger an die Hinrunden-Partie, als man den ESC daheim mit 8:3 abwatschte. Doch die Hawks brennen auf Revanche – und könnten außerdem mit einem Sieg die Teilnahme an der Aufstiegsrunde vorzeitig fix machen.
Davon sind die Moosburger als Tabellenvierter noch ein Stückchen entfernt. Auch wenn der ärgste Verfolger Pegnitz zuletzt daheim gegen Waldkirchen patzte, haben die Englbrecht-Schützlinge neben einem Spiel weniger nur drei Punkte Vorsprung auf die IceDogs. „Und Selb ist ja auch noch da“, warnt Englbrecht vor dem Sechstplatzierten (sechs Punkte Rückstand). In den beiden noch zu absolvierenden Spielen gegen die Oberfranken könne man zwar alles klar machen – sich andererseits aber auch in Schwierigkeiten bringen.
Vielleicht fragt man ja mal bei Sonntagsgegner SE Freising nach, der es gegen die Selber immerhin zweimal in die Overtime geschafft hat. Davon waren die Black Bears auch im Heimderby Anfang November nicht weit weg: Erst ein Moosburger Doppelschlag in den letzten Minuten zerstörte damals die Hoffnungen der Domstädter auf ein Erfolgserlebnis im Landkreisduell. „Aber die werden auch dieses Mal wieder um jede Scheibe kämpfen und es uns schwer machen“, befürchtet der EVM-Trainer.
Personell werden ihm am Sonntag voraussichtlich alle Mann zur Verfügung stehen. Beim Auftritt in Haßfurt allerdings muss Bernie Englbrecht auf Verteidiger Markus Gröger und Angreifer Jakob Killermann verzichten, die beruflich verhindert sind. 

Mit 7:3-Erfolg in Vilshofen zurückgemeldet

Samstag, 7. Dezember 2019
Souverän hat der EVM die alles andere als bequeme Auswärtsaufgabe in der Freiluftarena an der Vils gelöst: Beim ESC Vilshofen gewannen die Moosburger am Samstagabend deutlich mit 7:3 (2:0, 4:2, 1:1) und setzten damit ein Ausrufezeichen im Kampf um die Aufstiegsrundenplätze.
Nach dem vorangegangenen Null-Punkte-Wochenende führte Coach Bernie Englbrecht unter der Woche Gespräche. "Gesprächspartner" waren dabei auch die Herren der zweiten Sturmreihe, die bislang noch nicht so funktioniert, wie sich der Trainer das vorstellt. "Und heute haben sie geliefert", kommentierte Englbrecht zufrieden die vier Tore, die sie in Vilshofen zum Sieg beisteuerten. Bereits nach acht Minuten schlug besagte Reihe zu: Jakob Killermann auf Daniel Möhle, der zu Nolan Regan - 1:0. Der EVM hatte das Spiel bei den heimstarken Wölfen frühzeitig unter Kontrolle. 26 Sekunden vor dem ersten Wechsel erhöhte Alex Asen auf 2:0.
Doch kurz nach Wiederbeginn jubelte erstmals der ESC - sollte es nun doch richtig spannend werden? Im Gegenteil: Gut vier Minuten brauchten die Gäste, um zur Vorentscheidung zu kommen: Peter Abstreiter (29./35.) und Daniel Möhle (31./33.) trafen jeweils doppelt und schraubten die Führung zur Hälfte der Partie auf 6:1, Tor Nummer fünf fiel sogar in Moosburger Unterzahl. So war der zweite Wölfe-Treffer in der Schlussphase des mittleren Durchgangs durchaus zu verkraften.
Die Hausherren wollten allerdings auch in den letzten 20 Minuten - inzwischen hatte es leicht zu regnen begonnen - nicht aufgeben und erzielten in der 45. Minute das 3:6. "Aber wir haben in der Folge kaum noch was zugelassen und das Ganze clever runtergespielt", lobte Co-Trainer Hans Eder das Team. Das Spiel endete, wie es begonnen hatte - mit einem Tor der zweiten Reihe: Killermann und Regan legten vor, Möhle machte seinen Hattrick komplett (59.).

Tore: 0:1 (8:18) Regan (Möhle, Killermann), 0:2 (19:34) Asen (Horava, Killermann), 1:2 (23:08) Toth (Gomow, Doubrawa), 1:3 (28:50) Abstreiter (Maier, Horava), 1:4 (30:40) Möhle (Regan, Seidlmayer), 1:5 (33:02) Möhle (Regan, Gröger), 1:6 (34:13) Abstreiter (Horava, Steiger), 2:6 (36:55) Nemecek (Gomow, Doubrawa), 3:6 (44:04) Neupert (Hackl, Seidl), 3:7 (58:25) Möhle (Killermann, Regan). Strafminuten: 2/6. Zuschauer: 70.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Seidlmayer; Stuckenberger, Retzer, Regan, Hanöffner, Asen, Killermann, Abstreiter, Horava, Möhle. 

EVM will in Vilshofen Mini-Negativ-Serie beenden

Freitag, 6. Dezember 2019
Zurück in die Erfolgsspur will der EVM nach den beiden Nullnummern in Amberg und daheim gegen Bayreuth. Gelegenheit dazu haben die Dreirosenstädter an diesem Wochenende allerdings nur einmal: Am Samstag geht’s in der Vilshofener Freiluft-Arena bei den Wölfen um wichtige Punkte (17.15 Uhr; Abfahrt 14 Uhr).
So schnell kann eine Euphoriewelle abebben: Nach den sieben Siegen in Folge kehrte am vergangenen Wochenende wieder Ernüchterung im Lager der Grün-Gelben ein. Musste man die Niederlage in Amberg mehr oder weniger einkalkulieren, kam das 1:3 zuhause gegen den EHC Bayreuth doch etwas überraschend. Weil Konkurrent Pegnitz derweil seine Hausaufgaben erledigte, trennen die Franken (5.; erster Abstiegsrundenplatz) und den EVM (4.; letzter Aufstiegsrundenplatz) nur noch drei Zähler. Es waren mal neun.
„So oder so sind das alles nur Momentaufnahmen“, sagt Coach Bernie Englbrecht, der nun bei den heimstarken Vilshofenern einen Dreier fordert. „Im Hinspiel haben wir uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert“, das müsse Ansporn genug sein. Auch wenn der EVM die Saisoneröffnung gegen den damals arg dezimierten ESC im Oktober mit 4:3 gewonnen hatte, mussten die Englbrecht-Schützlinge dafür in die Verlängerung – nach 3:1-Führung fünf Minuten vor Schluss. Durch Nolan Regans Treffer 23 Sekunden nach Wiederbeginn kamen die Moosburger zwar noch mal mit einem blauen Auge davon, einen Punkt ließ man so allerdings liegen.
Für die auf Platz sieben rangierenden Wölfe, die weiterhin mit personellen Problemen kämpfen, dürfte das samstägliche Aufeinandertreffen die allerletzte Chance sein, noch einmal an den Top-4-Plätzen zu schnuppern. Und zuhause sind die Niederbayern eine Macht: Vor dem 2:4 am vergangenen Sonntag gegen Pegnitz hatte der ESC daheim noch keinen Zähler abgegeben, unter anderem auch Spitzenreiter Haßfurt geschlagen. Englbrecht: „Wir sind gewarnt.“
Bis auf den immer noch angeschlagenen Lars Eigner kann der Moosburger Coach wohl auf den kompletten Kader zurückgreifen. Auch Schlussmann Linus Messerer hat seine Schulung beendet und gehört wieder dem Kader an. Vielleicht ein gutes Omen, stand Messerer doch bei sechs der sieben In-Folge-Siegen im Kasten. 

Unerwartete 1:3-Heimpleite gegen Bayreuth

Montag, 2. Dezember 2019
Revanche gelungen: Nachdem der EVM im Hinspiel (6:4) etwas glücklich die Punkte aus der Wagnerstadt entführt hatte, machte es der EHC Bayreuth am Sonntag den Grün-Gelben nach und feierte einen überraschenden 1:3 (1:0, 0:2, 0:1)-Auswärtssieg.
Der deutete sich allerdings in den ersten 20 Minuten in keinster Weise an: Die Moosburger, bei denen zwar Lars Eigner fehlte, dafür aber Kevin Steiger, Tobias Stuckenberger und Jakob Killermann in den Kader zurückgekehrt waren, dominierten das Geschehen auf dem Eis nach Belieben. Sie verpassten es aber, der frühen Führung durch Torjäger Peter Abstreiter (7.) weitere Treffer folgen zu lassen. „Wir haben im ersten Drittel überhaupt kein Rezept gefunden“, sagte EHC-Coach Vaclav Drobny. „Das einzig Positive war, dass wir nur 1:0 hinten lagen.“ Das sah auch sein Gegenüber Bernie Englbrecht so: „Wenn wir da 4:0 führen, was ungefähr dem Spielverlauf entsprochen hätte, wären die Punkte am Ende sicher anders verteilt worden.“
Doch die Gäste gingen mit einer ganz anderen Körpersprache ins zweite Drittel und überrumpelten damit die Moosburger, die wohl dachten, es geht alles so weiter wie zuvor. Nach dem Ausgleich (27.) fanden die Hausherren zwar wieder ins Spiel, doch die „Tigers“ standen nun deutlich kompakter und trauten sich auch mehr Konter zu. Einen Scheibenverlust des EVM im eigenen Drittel nutzten sie kurz vor dem zweiten Pausentee zum 1:2.
Und der Schlussabschnitt war nun eine richtig zähe Angelegenheit. Moosburg stellte zwar weiter das überlegene Team, erspielte sich aber kaum noch echte Torchancen. Und wenn doch mal was durchkam, bestätigte EHC-Schlussmann Sebastian Dünkel seine Leistung in den vorherigen Dritteln. Als der EVM eine 3:5-Unterzahl überstehen musste, gelang Bayreuth sieben Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung: Weil sich alle drei EVM-Akteure spontan entschlossen, den scheibenführenden Spieler anzugreifen (Englbrecht: „Sowas hab’ ich im Eishockey noch nie gesehen“), fuhren die Gäste plötzlich mit drei Mann alleine auf den Kasten von Carlo Schwarz zu – 1:3. Dabei sollte es bleiben.
Durch das Null-Punkte-Wochenende rutschte der EV Moosburg auf Rang vier der Landesliga-Tabelle ab – und der Vorsprung auf die Abstiegsrundenplätze schmolz auf drei Zähler zusammen.

Tore: 1:0 (6:21) Abstreiter (Regan, Horava), 1:1 (26:37) Trolda (Schmidt), 1:2 (37:24) Pleger N. (Trolda, Runge), 1:3 (53:28) Geigenmüller (Schmidt, Zeilmann). Strafminuten: EVM 8, EHC 10. Zuschauer: 133.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Rotzinger, Maier, Steiger, Seidlmayer, Krämmer, Gröger, Triebswetter; Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Hanöffner. 

3:6 in Amberg: Der EVM kann doch noch verlieren

Sonntag, 1. Dezember 2019
Es waren gleich zwei EVM-Serien, die am Freitagabend in der Amberger Eishalle zuende gegangen sind: Durch die 3:6 (3:3, 0:2, 0:1)-Niederlage haben die Moosburger nicht nur nach sieben Siegen in Folge wieder ein Spiel verloren, sondern auch erstmals in dieser Saison auswärts Punkte abgegeben. Coach Bernie Englbrecht nahm’s gelassen: „Mund abputzen, am Sonntag geht’s weiter.“
Durch das beruflich bedingte Fehlen von Verteidiger Kevin Steiger sowie den Angreifern Jakob Killermann und Tobias Stuckenberger brachte Englbrecht – obwohl er U20-Akteur Benedikt Triebswetter mit in die Oberpfalz genommen hatte – diesmal keine drei Blöcke zusammen. Und trotzdem lieferten die Dreirosenstädter dem Tabellenzweiten bis zum Schluss einen leidenschaftlichen Fight. „Überrascht“ war ERSC-Coach Dan Heilman deshalb über das aggressive Forechecking der Gäste selbst im Schlussdrittel.
Schon im ersten Abschnitt ließen sich die Moosburger nicht abschütteln und hatten auf die drei Überzahltreffer der Hausherren immer eine passende Antwort parat: Peter Abstreiter (3.), Vincenz Maier (10.) und Miloslav Horava (20.) glichen jeweils aus. Dass es so bereits nach 20 Minuten 3:3 stand, lag, so Englbrecht, „aber auch an vielen Defensivfehlern bei beiden Mannschaften – was Trainer natürlich nicht gerne sehen“.
Nach dem Pausentee kamen die Grün-Gelben immer besser ins Spiel und waren dem vierten Tor näher als Amberg. Aber ausgerechnet nachdem man ein dominant vorgetragenes Powerplay nicht mit einem Treffer krönen konnte (29./30.), gelang den Gastgebern im Anschluss das 4:3. Kurz vor der Pause legte der ERSC noch Tor Nummer fünf nach.
Obwohl die Wild Lions eine Viertelstunde vor dem Ende mit dem 6:3 schon eine kleine Vorentscheidung schafften, gaben sich die Englbrecht-Schützlinge bis zur Schlusssirene nicht auf. Ambergs Keeper Oliver Engmann stand zwar unter Dauerbeschuss, ließ sich aber nicht mehr überwinden.

Tore: 1:0 (1:03) Keil (Vlach), 1:1 (2:15) Abstreiter (Regan), 2:1 (8:40) Vlach (Schmitt, Brabec), 2:2 (9:27) Maier (Horava), 3:2 (13:02) Huber (Krieger), 3:3 (19:53) Horava (Eigner), 4:3 (30:43) Vlach (Brabec, Schmitt), 5:3 (36:26) Roth (Söllner), 6:3 (45:18) Brabec (Vlach), Strafminuten: ERSC 6, EVM 10. Zuschauer: 660.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Krämmer, Maier, Gröger, Rotzinger, Eigner, Triebswetter; Seidlmayer, Retzer, Regan, Hanöffner, Asen, Abstreiter, Horava, Möhle. 

Keine Angst vor wilden Tieren: EVM gegen Löwen und Tiger

Donnerstag, 28. November 2019
Als Tabellendritter geht der EVM in die zweite Hälfte der Landesliga-Vorrunde – und steht dieses Wochenende vor unterschiedlichen Herausforderungen: So kommt es am Freitag in der Amberger Eishalle zu einem kleinen Gipfeltreffen mit den zweitplatzierten Wild Lions (20 Uhr; Busabfahrt 16 Uhr), bevor die Englbrecht-Schützlinge am Sonntag eine weitere Raubtier-Dressur daheim gegen die Bayreuth Tigers (17.15 Uhr) planen. Die sind inzwischen auf Tabellenrang neun abgerutscht.
Ob das vergangene spielfreie Wochenende den Grün-Gelben gut getan hat, wird man wohl erst wissen, wenn in Amberg der Puck eingeworfen worden ist. Immerhin punkteten die Moosburger davor siebenmal in Folge dreifach. „Wir müssen schauen, dass wir wieder in den Rhythmus kommen. Und das wird nicht so leicht“, befürchtet Trainer Bernie Englbrecht. Kein Zweifel: Mit einer Leistung wie beim überraschend deutlichen 8:3-Erfolg über Spitzenreiter Haßfurt – dem Höhepunkt der Siegesserie – wäre für die Dreirosenstädter sicher auch Am Schanzl in Amberg was drin. Bereits im Hinspiel schnupperte der EVM an Zählbarem, musste sich den Oberpfälzern dann aber doch mit 4:6 geschlagen geben. Englbrecht gibt sich kämpferisch („Ich will da endlich mal gewinnen“) und hofft natürlich auch auf die Auswärtsstärke seiner Jungs: Auf fremden Eis hat Moosburg in der laufenden Spielzeit noch keinen Zähler abgegeben.
Apropos Revanche für das Hinspiel: Was der EVM in Amberg vorhat, dürfte sich mit den Plänen des EHC Bayreuth decken, der am Sonntag in der Clariant-Arena gastiert. Die haben bei ihrer 4:6-Heimpleite gegen die Moosburger vor drei Wochen nämlich ebenfalls einige (Überzahl-)Chancen liegen gelassen und werden nichts unversucht lassen, sich die verlorenen Punkte zurückzuholen. „Unterschätzen darf man eh niemanden. Aber wenn wir unter den ersten Vier bleiben wollen, ist ein Heimsieg gegen Bayreuth ganz einfach Pflicht“, fordert Englbrecht. Sechs Punkte und ein Nachholspiel beträgt derzeit aus EVM-Sicht das Polster auf Rang fünf (Pegnitz). „Das ist natürlich zu wenig, um sich zurückzulehnen“, weiß der Trainer. Er gehe davon aus, dass die Pegnitzer in der Rückrunde Gas geben werden, um sich noch dem Spitzenquartett anzuschließen.
Weil der zuletzt so sichere Linus Messerer an diesem Wochenende beruflich verhindert ist, muss Bernie Englbrecht sein Goalie-Gespann neu zusammenstellen: So werden Carlo Schwarz und Johannes Probst auf dem Spielberichtsbogen stehen. 36 Gegentore hat Moosburg in den bisherigen zehn Spielen kassiert. Nur Amberg (28) ist in dieser Statistik besser.

 

8:3 gegen Haßfurt: EVM entzaubert den Spitzenreiter

Montag, 18. November 2019
Der siebte Sieg in Serie war gleichzeitig der spektakulärste: Beim sonntäglichen 8:3 (1:1, 3:0, 4:2) nahm der EVM den Tabellenführer ESC Haßfurt in der Clariant-Arena regelrecht auseinander. Moosburgs Torjäger Peter Abstreiter traf dabei gleich viermal.
Noch am Freitag, beim 5:4 gegen Verfolger Pegnitz, mussten die Grün-Gelben bis zum Schluss zittern. Gegen Spitzenreiter Haßfurt (erst eine Niederlage) schien sogar ein zweistelliger Sieg möglich. Was war in den zwei Tagen passiert? „So sieht das halt aus, wenn wir 60 Minuten lang Eishockey spielen – und nicht nur wie am Freitag zwei Drittel“, fasste EVM-Coach Bernie Englbrecht den Gala-Auftritt seiner Truppe zusammen. ESC-Trainer Volker Hartmann dagegen, der nur zwölf Feldspieler zur Verfügung hatte, war lediglich mit den ersten 20 Minuten zufrieden: „Wir hatten unsere Chancen, aber Moosburgs Goalie hat wenig zugelassen. Dass wir uns dann im letzten Drittel so gehen lassen, fand ich ein bisschen schade.“
In der Tat lag der Schlüssel zum Erfolg diesmal nicht nur in der Offensive, sondern auch ganz hinten: Linus Messerer, seit Wochen mit konstanten Leistungen, wuchs diesmal über sich hinaus. Ihm war es zu verdanken, dass den Gästen im ersten Abschnitt dieses hochklassigen Landesliga-Spiels nur ein Überzahltreffer (11.) gelang – den den EVM kurz drauf, ebenfalls per Powerplay, mit dem 1:1 (13.) beantwortete. Und auch die Hausherren hatten Chancen: Ein Schlagschuss von Chris Seidlmayer knallte an den Pfosten (16.).
Das Tempo, das die drei Moosburger Blöcke gingen – bis auf Tobias Hanöffner war das Team komplett – bereitete der Rumpftruppe der Hawks schon nach dem ersten Seitenwechsel Probleme. So brachten sie nach 25 Minuten auch in eigener Überzahl keine Ruhe ins Spiel, verloren die Scheibe und Miloslav Horava verwertete sein Solo eiskalt. Moosburg gab weiter Gas und wurde in den Schlussminuten des Mitteldrittels für seinen Einsatz belohnt: Abstreiter (38.) und Daniel Möhle (39.) tauchten ziemlich unbedrängt vor ESC-Keeper Timo Jung auf – und plötzlich stand es 4:1.
Wohl wissend, diesen Vorsprung zwei Tage zuvor verspielt zu haben, ließen die Gastgeber auch in den letzten 20 Minuten nicht nach: Verteidiger Markus Gröger legte in Überzahl Tor Nummer fünf drauf (47.), und als Haßfurt – ebenfalls bei 5:4 – auf 5:2 verkürzte (49.), brannten die Moosburger ein richtiges Offensiv-Feuerwerk ab: Peter Abstreiter mit seinen Toren drei (50.) und vier (51.) sowie Miloslav Horava, der keine zwei Minuten später für das 8:2 sorgte, versetzten die rund 200 Zuschauer in regelrechte Ekstase. „Das Geilste, was ich hier in den letzten Jahren gesehen hab“, ließ ein euphorisierter Fan wissen.
Da war es auch zu verschmerzen, dass der Schlusspunkt dem dreifachen Gäste-Torschützen Michal Babkovic (54.) vorbehalten blieb. Den fanden nämlich nur noch Freunde der gepflegten Eishockey-Statistik interessant.

Tore: 0:1 (10:56) Babkovic (Franek, Hora), 1:1 (12:13) Abstreiter (Horava, Möhle), 2:1 (25:57) Horava (Abstreiter), 3:1 (37:59) Abstreiter, 4:1 (38:41) Möhle (Steiger), 5:1 (46:54) Gröger (Seidlmayer, Maier), 5:2 (48:05) Babkovic (Stach, Breyer), 6:2 (49:20) Abstreiter (Regan, Steiger), 7:2 (50:06) Abstreiter (Horava, Regan), 8:2 (51:59) Horava (Killermann, Eigner), 8:3 (53:31) Babkovic (Breyer, Hora). Strafminuten: 16/10. Zuschauer: 189.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Rotzinger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger, Triebswetter; Möhle, Asen, Killermann, Regan, Seidlmayer, Horava, Abstreiter, Retzer, Stuckenberger. 

4:1-Führung hergeschenkt - und trotzdem noch gewonnen

Sonntag, 17. November 2019
Wenn’s läuft, dann läuft’s einfach: Obwohl der EVM am Freitag im Heimspiel gegen Pegnitz auf ziemlich unnötige Art und Weise eine klare 4:1-Führung verspielt hat, gewannen die Dreirosenstädter dank eines Last-Minute-Tors von Peter Abstreiter doch noch mit 5:4 (2:1, 2:1, 1:2) und festigten damit ihren dritten Tabellenplatz in der Landesliga-Gruppe 1.
Während die Pegnitzer zwar ihre drei Kontingentspieler an Bord, aber trotzdem insgesamt nur 13 Feldspieler mitgebracht hatten, standen EVM-Trainer Bernie Englbrecht alle Akteure zur Verfügung. Und die ergriffen von Beginn an die Initiative – angeführt von einem wieder mal überragenden Miloslav Horava. Die Gäste beschränkten sich auf Defensivtaktik und Konter, waren damit aber wenig erfolgreich: Bereits nach zwei Minuten traf Horava im ersten Powerplay zum 1:0. In der Folge verpassten es die Hausherren, mehr aus ihren Chancen zu machen, der EVP dagegen verwertete einen Entlastungsangriff zum schmeichelhaften Ausgleich. Doch schon in ihrer zweiten Überzahl-Situation schlugen die Grün-Gelben zurück: Horava markierte das 2:1 (17.).
Im zweiten Drittel legte der EVM noch einen Zahn zu und drängte auf die Vorentscheidung: Tobias Hanöffner (24.) und abermals Horava (31.) sorgten für ein komfortables Drei-Tore-Polster, während von den Gästen immer weniger zu sehen war. Umso unötiger, dass in der Schlussminute dieses Durchgangs schlampig verteidigt wurde und die Franken auf 2:4 verkürzen konnten.
Die witterten in den letzten 20 Minuten ihre Chance, während der EVM nur noch das Nötigste tat. Leider gehörten dazu auch dumme Fouls im gegnerischen Drittel. Pegnitz sagte – wenn auch spät –Danke und kam in der 57. und 58. Minute per Powerplay zum Ausgleich. Doch während sich die IceDogs noch freuten, schaltete Peter Abstreiter – auch schon vor drei Wochen in Pegnitz Matchwinner – am schnellsten und schoss seine Farben nur 21 Sekunden nach dem 4:4 wieder in Führung (59.). Da sich die Pegnitzer in den Schlusssekunden mit den Referees anlegten und zwei Mann auf die Strafbank wanderten, brachten die Hausherren den knappen Vorsprung problemlos in Ziel.

Tore: 1:0 (2:09) Horava (Steiger, Abstreiter), 1:1 (9:44) Plichta (Dzemla, Navarra), 2:1 (16:16) Horava (Krämmer, Steiger), 3:1(23:13) Hanöffner (Retzer), 4:1 (30:03) Horava (Abstreiter, Hanöffner), 4:2 (39:47) Plichta (Neumann, Navarra), 4:3 (56:13) Kuhn (Adler, Plichta), 4:4 (58:00) Plichta (Dzemla, Navarra), 5:4 (58:21) Abstreiter (Krämmer). Strafminuten: 20/18. Zuschauer: 110.
Aufstellung: Messerer, Probst; Rotzinger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Gröger; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Seidlmayer, Horava, Abstreiter, Retzer, Stuckenberger. 

Heimspiel-Doppelpack gegen Pegnitz und Haßfurt

Donnerstag, 14. November 2019
Mit großen Schritten nähert sich der EV Moosburg der „Halbzeit“ in der Landesliga-Vorrunde, zu der sich die Mannen von Coach Bernie Englbrecht in sieben Tagen tatsächlich ein spielfreies Wochenende gönnen dürfen. Doch das Heimspiel-Doppelpack davor hat es noch einmal in sich: Am Freitag (19.30 Uhr) gilt es zunächst, Verfolger EV Pegnitz auf Distanz zu halten, und am Sonntag (17.15 Uhr) würden die Grün-Gelben gerne dem souveränen Tabellenführer ESC Haßfurt ein Bein stellen.
Blickt man auf die Tabelle, könnte man die beiden Aufgaben in der Clariant-Arena durchaus in Pflicht (Pegnitz) und Kür (Haßfurt) einteilen. Aber da macht Bernie Englbrecht nicht mit: „Wir sind Dritter und wollen uns in der Spitzengruppe der Liga etablieren. Um an dem Ziel dranzubleiben, zählt für uns in jedem Spiel nur ein Sieg.“ Außerdem wolle man den derzeitigen Lauf – fünf Dreier in Serie – noch bis zur „Halbzeitpause“ verlängern. Nach aktuellem Stand hat Englbrecht dafür den kompletten Kader zur Verfügung.
Mit den Pegnitzern hatte es der EVM bereits vor wenigen Wochen zu tun. Bei grenzwertigen Wetter- und Eisverhältnissen in der dortigen Freiluftarena erkämpften sich die Gäste einen knappen 4:3-Erfolg. In Moosburg werden die Bedingungen jedoch deutlich besser sein, wogegen sicher auch das EVP-Kontingenttrio – die beiden Tschechen Roman Navarra und Michal Plichta sowie der Lette Aleksandrs Kercs – nichts einzuwenden hat.
Gleich mit vier Ausländern wird Tabellenführer ESC Haßfurt auflaufen. Und wie schon in den Vorjahren wird von dem tschechoslowakischen Quartett (Daniel Hora, David Hornak, Jan Trübenekr und Michal Babkovic) wohl die meiste Torgefahr ausgehen. 73 Treffer hat Haßfurt in neun Partien erzielt, der EVM in acht Begegnungen 42 (womit man in dieser Statistik in der Liga mit Pegnitz auf Rang zwei liegt). „Haßfurt schießt viele Tore, kassiert aber auch viele Tore“, sagt Englbrecht. Dementsprechend müsse man sich auf diesen Gegner einstellen.
Gespannt sein darf man auch, wie sich die Konkurrenz auf das zuletzt so gefährliche Moosburger Oldie-Duo Miloslav Horava (37) und Peter Abstreiter (39) einstellt. Horava – mit 24 Punkten (zehn Tore, 14 Assists) EVM-interner Topscorer – ist ja schon seit Saisonstart erfolgreich. Nach seinem etwas holprigen Beginn inklusive Sperre läuft inzwischen auch Abstreiter zu Höchstform auf. Sechsmal hat er in den vergangenen vier Partien getroffen. Auch wenn Bernie Englbrecht zuletzt immer wieder die Reihen durchgemischt hat – dieses Duo dürfte zur Zeit untrennbar sein. 

6:4 in Bayreuth der fünfte Sieg in Folge

Sonntag, 10. November 2019
Die Moosburger Siegesserie geht weiter: Auch der EHC Bayreuth konnte die Grün-Gelben nicht stoppen, die beim 6:4 (2:1, 2:0, 2:3) den fünften Dreier in Folge holten. Dabei traf der EVM gleich dreimal in Unterzahl.
Mit der Reserve der DEL2-Tigers erwartete die Englbrecht-Schützlinge der erwartet starke Gegner. "Es lief viel für uns", sagte nach dem Match der zweifache Torschütze Peter Abstreiter. "Aber wir haben heute auch immer zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht." Dabei kamen die Gäste, die auf ihre Abwehr-Stützen Kevin Steiger und Bastian Krämmer verzichten mussten, schlecht ins Spiel: Nach einer Druckphase der Bayreuther kassierten sie in der achten Minute den durchaus verdienten Gegentreffer zum 1:0. Aber noch im ersten Drittel meldeten sich die Dreirosenstädter zurück. Nach einer Viertelstunde hämmerte Abstreiter ein Zuspiel von Daniel Möhle "volley" in die Maschen und aus ebenso kurzer Distanz markierte Nolan Regan kurz darauf (19.) das 1:2.
Der zeitweisen spielerischen Überlegenheit der mit zahlreichen höherklassig erfahrenen Akteuren besetzten Hausherren setzte der EVM seine Cleverness entgegen. So war es in Minute 31 Miloslav Horava, der in Unterzahl einen EHC-Abwehrpatzer mit dem 1:3 bestrafte. Dem nicht genug: Als der EVM ein 3:5-Powerplay überstehen musste, schnappte sich das Duo Horava/Abstreiter erneut die Scheibe und münzte den Zwo-gegen-Eins-Konter in den vierten Gäste-Treffer um.
Doch die Gastgeber gaben auch im Schlussdrittel nicht auf: Wieder wurden die Moosburger in die Defensive gedrängt, erlaubten sich jetzt viele einfache Fehler. Die Folge: Der EHC verkürzte auf 2:4 (45.). Nur gut, dass die Englbrecht-Truppe ab der 46. Minute wieder in Unterzahl agieren "durfte". Da setzten die Herren Abstreiter und Horava ihre Konter-Gala fort: 2:5 (47.). Die Bayreuther warfen nun alles nach vorne und hätten sich fast noch in die Overtime gekämpft. Doch die beiden Anschlusstore (48./53.) blieben wertlos, weil Horava seinen Hattrick in der Schlussminute - bedient von, genau, Peter Abstreiter - mit dem 6:4 ins leere Tor komplett machte. Fazit: Manchmal gewinnt eben nicht die bessere, sondern die cleverere Mannschaft.

Tore: 1:0 (7:39) Pleger N. (Zimmer, Maier), 1:1 (14:34) Abstreiter (Möhle), 1:2 (18:11) Regan (Horava, Killermann), 1:3 (30:55) Horava, 1:4 (37:52) Abstreiter (Horava), 2:4 (44:08) Maier, 2:5 (46:22) Horava (Abstreiter), 3:5 (47:19) Trolda (Zizka, Pfleger N.), 4:5 (52:43) Geigenmüller (Pajk, Maier), 4:6 (59:17) Horava (Abstreiter). Strafminuten: 2/8. Zuschauer: 275.
Aufstellung: Messerer, Probst; Gröger, Maier, Eigner, Rotzinger, Seidlmayer; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter. 

Freitags und sonntags frei, dafür am Samstag nach Bayreuth

Freitag, 8. November 2019
An den typischen Eishockey-Tagen – Freitag und Sonntag – können die Moosburger Eishackler diesmal die Beine hochlegen. Dafür erwartet sie am Samstag eine Reise nach Oberfranken: Um 17.30 Uhr (Busabfahrt: 13 Uhr) tritt der EVM beim EHC Bayreuth, der Reserve des DEL-2-Teams, an.
Man kann davon ausgehen, dass die Busfahrt verhältnismäßig schnell vonstatten gehen wird – nach zuletzt vier Siegen in Folge haben die Grün-Gelben nämlich jede Menge Rückenwind. Und auch der Blick auf die Tabelle kann genossen werden: Mit 14 Zählern und einem Sechs-Punkte-Polster belegen die Moosburger den vierten Platz, der bekanntlich noch für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde reichen würde.
Doch allzu sehr blenden lassen darf man sich von den Statistiken auch nicht: Schließlich ist gerade erst ein Drittel der Vorrunde absolviert. Und die drei nachfolgenden Teams, die jeweils acht Zähler auf dem Konto haben, haben auch mindestens ein Spiel weniger absolviert. Zu diesem Trio zählt Aufsteiger und Samstags-Gegner EHC Bayreuth. Während die „Tigers“ zum Saisonstart lediglich Achtungserfolge erzielten, fahren sie inzwischen auch in schöner Regelmäßigkeit Punkte ein: 6:0 gegen Vilshofen, ein 6:5-Overtime-Sieg beim Titelkandidaten Amberg – die jüngsten Ergebnisse deuten schon an, dass den EVM da ein harter Brocken erwartet. Und ein Blick auf den Bayreuther Kader bestätigt das: Zahlreiche Bayernliga-erfahrene Spieler finden sich darin. Zum Saisonstart kam auch noch der langjährige Topstürmer der Bayreuther „Ersten“, Andreas Geigenmüller, zum EHC.
Die Grün-Gelben werden also voller Konzentration die einzige Aufgabe des Wochenendes in Angriff nehmen müssen, wenn sie in der Wagnerstadt punkten wollen. Beine hochlegen ja – aber vielleicht besser erst am Sonntag. 

EVM sichert sich durch zwei späte Tore den Derbysieg

Montag, 4. November 2019
Drei völlig unterschiedliche Drittel bekamen die Eishockey-Fans aus Freising und Moosburg beim sonntäglichen Landkreis-Derby in der Weihenstephan-Arena geboten: erst die totale Dominanz der Gäste, dann das eindrucksvolle Comeback der Black Bears und schließlich ein hart umkämpfter Schlussabschnitt mit dem glücklicheren Ende für den EVM, der durch zwei späte Tore das Lokalduell noch mit 6:4 (3:1, 1:3, 2:0) gewann.
Nach den ersten 20 Minuten diskutierten einige Zuschauer schon, ob sie nicht vorzeitig heimgehen sollten. Zwar lagen die Moosburger gerade mal mit 3:1 in Führung, doch was sich bis dahin auf dem Eis abgespielt hatte, war mindestens ein Klassenunterschied. Die Black Bears zeigten etwas zu viel Respekt vor dem Nachbarn aus dem nördlichen Landkreis und ließen sich ohne große Gegenwehr im eigenen Drittel einschnüren. Keeper Johannes Sedlmeier zeigte zwar einige tolle Paraden, er konnte es allerdings auch nicht verhindern, dass der EVM durch Tore von Peter Abstreiter, Lars Eigner und Jakob Killermann bereits nach elf Minuten mit 0:3 in Führung lag. Den Anschlusstreffer (14.) durch Christian Mitternacht hatten die Hausherren einem verunglückten Ausflug des weitgehend beschäftigungslosen Moosburger Schlussmanns Linus Messerer zu verdanken – die einzige nennenswerte Offensivaktion des SEF.
Das sollte sich im zweiten Durchgang ändern: Die Gäste dachten wohl, die verbleibenden 40 Minuten mit angezogener Handbremse absolvieren zu können, während Freising deutlich selbstbewusster auftrat. Jetzt waren es die Moosburger, die sich in der Defensive wiederfanden – und da immer wieder patzten. Der 2:3-Anschluss durch Manuel Kühnl (26.) war ebenso wenig eine Überraschung wie der viel umjubelte Ausgleichstreffer durch Michael Seemüller (32.). Der EVM stand völlig neben sich. Zwar schoss Nolan Regan die Grün-Gelben nach 35 Minuten wieder in Führung, doch noch vor der zweiten Drittelpause netzte der frühere Moosburger Nachwuchsspieler Alexander Brezina zum 4:4 ein.
Entsprechend offen war nun das letzte Drittel: Zwar rissen sich auch die Gäste wieder zusammen und erspielten sich ein leichtes Übergewicht, aber Freising blieb dran und stand hinten ziemlich sicher. Als sich langsam die Overtime anbahnte, wurden die Moosburger ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht: Alexander Asen drosch den Puck fünf Minuten vor der Schlusssirene humorlos in die Maschen des Freisinger Tores. Und als die Black Bears noch mal alles unternehmen wollten, um abermals auszugleichen, entschied EVM-Stürmer Daniel Möhle in der 58. Minute das Derby mit dem 4:6 endgültig.

Tore: 0:1 (3:46) Abstreiter (Hanöffner, Horava), 0:2 (10:46) Eigner (Hanöffner, Horava), 0:3 (11:00) Killermann (Asen), 1:3 (13:51) Mitternacht (Vavroch, Hanke), 2:3 (25:51) Kühnl (Mitternacht), 3:3 (31:39) Seemüller (Schorr, Münzhuber), 3:4 (35:03) Regan (Seidlmayer), 4:4 (37:51) Brezina (Mühlbauer, Hummel), 4:5 (55:00) Asen (Retzer, Maier), 4:6 (57:24) Möhle (Abstreiter, Hanöffner). Strafminuten: 6/2. Zuschauer: 185.
Aufstellung: Messerer, Probst; Triebswetter, Krämmer, Maier, Steiger, Rotzinger, Eigner; Seidlmayer, Retzer, Regan, Loidl, Hanöffner, Asen, Killermann, Abstreiter, Horava, Möhle. 

Jetzt klappt's auch zuhause mit drei Punkten

Samstag, 2. November 2019
Jetzt liegt der Beweis vor: Der EVM kann auch zuhause dreifach punkten. Nach drei vergeblichen Anläufen schlugen die Grün-Gelben am Freitag in der Clariant-Arena den ESV Waldkirchen ähnlich deutlich wie vor einer Woche im Hinspiel mit 6:1 (3:1, 1:0, 2:0).
Wenn es an diesem Abend aus Moosburger Sicht überhaupt etwas zu kritisieren gab, dann war das die erste Hälfte des zweiten Drittels. "Zu offen", fand Coach Bernie Englbrecht, sei man da gestanden. Nur gut, dass die Niederbayern in dieser Phase selbst nicht so recht wussten, wie sie mit ihrem leichten Übergewicht umgehen sollten. Als Miloslav Horava dann ESV-Keeper Tobias Lienig verlud und zum 4:1 einnetzte (32.), hatten die Hausherren prompt wieder alles im Griff.
Den Grundstein für diesen Erfolg hatte der heute in allen Mannschaftsteilen überzeugende EVM allerdings bereits in den ersten 20 Minuten gelegt. Den Auftakt machte der immer besser in Fahrt kommende Peter Abstreiter mit dem 1:0 (6.) direkt nach einem Bully in Unterzahl. Nach neun Minuten gelang Waldkirchen zwar der Ausgleich, eine halbe Minute später nutzte Jakob Killermann jedoch einen bösen Abwehrschnitzer der Gäste zum 2:1. Und nach einer Viertelstunde war es erneut Abstreiter, der von seinen Sturmkollegen Hanöffner und Horava blendend in Szene gesetzt wurde - 3:1.
Spannung war im Schlussabschnitt Mangelware. Was auch daran lag, dass Hanöffner bereits 68 Sekunden nach Wiederbeginn aus einem Horava-Zuckerpass das 5:1 machte. Von den Gästen, die sieben Tage zuvor beim selben Spielstand noch mal ordentlich Gas gegeben hatten, kam kaum noch Gegenwehr. Die Moosburger, die verletzungsbedingt auf Markus Gröger und Tobias Stuckenberger verzichten mussten, konnten sich nun aufs Verwalten konzentrieren. Erst in den Schlussekunden tat sich noch mal was auf der Anzeigetafel - und zwar, als Verteidiger Vincenz Maier mit seinem Schuss in die Maschen das halbe Dutzend voll machte.

Tore: 1:0 (5:04) Abstreiter (Hanöffner), 1:1 (9:00) Vokaty (Skoda, Pichler), 2:1 (9:32) Killermann, 3:1 (15:41) Abstreiter (Hanöffner, Horava), 4:1 (31:36) Horava (Hanöffner), 5:1 (41:08) Hanöffner (Horava, Krämmer), 6:1 (58:58) Maier (Möhle). Strafminuten: 4/8. Zuschauer: 175.
Aufstellung: Messerer, Probst; Rotzinger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer; Hanöffner, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Loidl, Horava, Abstreiter, Retzer, Seidlmayer. 

Siegesserie soll gegen Waldkirchen und in Freising fortgesetzt werden

Mittwoch, 30. Oktober 2019
„Jetzt bloß nicht nachlassen.“ Diese Worte von Moosburgs Coach Bernie Englbrecht könnten als Motto für das kommende Wochenende dienen. Am Freitag zuhause gegen den ESV Waldkirchen (19.30 Uhr) und am Sonntag beim Landkreis-Derby in Freising (18 Uhr) will der EVM seine noch junge Siegesserie fortsetzen, um endgültig wieder den Anschluss an die Spitzenplätze der Liga herzustellen.
An Selbstbewusstsein dürfte es den Grün-Gelben dieser Tage nicht mangeln. Sowohl beim Gala-Auftritt in Waldkirchen (7:2) als auch bei der Regenschlacht von Pegnitz (4:3) holten die Moosburger die maximale Punktzahl – und das auch noch gegen potentielle Mitkonkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze. „Natürlich tut das gut, wenn man sich endlich mal für seine Leistung belohnt“, sagt Englbrecht. Es sei ja auch in den drei Heimspielen zuvor, wo lediglich zwei Punkte hängengeblieben sind, nicht alles schlecht gewesen. „Aber jetzt haben wir gewisse Fehler einfach nicht mehr gemacht.“
So soll es auch dieses Wochenende bleiben, wenn zunächst am Freitag die Waldkirchener Krokodile zur sofortigen Revanche in die Moosburger Clariant-Arena kommen. Trotz ihrer fünf Kontingentspieler waren die Bayerwaldler im Hinspiel 60 Minuten lang fast chancenlos. Man muss allerdings davon ausgehen, dass sie sich so eine Schmach nicht noch einmal bieten lassen wollen. „Die haben einige technisch erstklassige Spieler in ihren Reihen“, weiß der EVM-Trainer, „da müssen wir auch im Rückspiel aufpassen.“
Sich nicht von den Testspielergebnissen blenden lassen – unter dieser Prämisse steht das bereits dritte Landkreis-Derby dieser Saison in Freising. Allerdings ist es das erste Lokalduell, in dem es auch um Punkte geht. 5:1 und 5:3 gewannen die Moosburger die beiden Tests, die jetzt allerdings keine Rolle mehr spielen. Zumal die Black Bears trotz der jüngsten 0:4-Niederlage in Amberg inzwischen auch in die Spur gefunden haben und die letzten beiden Heimspiele gegen Vilshofen (5:1) und Trostberg (2:1) gewannen. „Trotzdem muss unser Ziel an diesem Wochenende lauten, alle sechs Punkte zu holen“, fordert Bernie Englbrecht. Zwar hat sich der EVM am Sonntag auf Rang vier verbessert – der letzte Tabellenplatz, der die Teilnahme an der Aufstiegsrunde ermöglicht –, die Konkurrenz folgt jedoch dicht gedrängt dahinter.
Was den Kader betrifft, steht nur hinter dem angeschlagenen Angreifer Tobias Stuckenberger und Goalie Carlo Schwarz (beruflich) ein Fragezeichen. Kommen keine weiteren Hiobsbotschaften dazu, hätte Englbrecht auch ohne Verstärkung aus der U 20 (Samstagsspiel gegen Haßfurt) drei komplette Blöcke zur Verfügung. 

Knapp, aber verdient: 4:3-Auswärtssieg in Pegnitz

Montag, 28. Oktober 2019
Was bislang daheim nicht klappt, ist für den EV Moosburg auswärts anscheinend kein Problem: dreifach punkten. Zwei Tage dem Erfolg in Waldkirchen gewannen die Grün-Gelben auch in Pegnitz mit 4:3 (2:1, 0:1, 2:1) und kletterten so auf Rang vier der Landesliga-Tabelle.
Nachdem Peter Abstreiter seine Sperre abgesessen hatte, war der kurzfristige Ausfall von Tobias Stuckenberger (Muskelprobleme) für Coach Bernie Englbrecht in der Offensive zu verkraften. Ganz hinten musste er jedoch ein neues Duo aufbieten: Da sowohl Linus Messerer als auch Carlo Schwarz beruflich verhindert waren, stand die etatmäßige Nummer drei, Johannes Probst, zwischen den Pfosten. Und er lieferte 60 Minuten lang eine mehr als solide Leistung ab. Als Backup war Bernhard Eggerdinger-Hölzl mitgereist – schön, wenn man so einen spontanen Routinier im Verein hat.
Nicht sehr schön waren die äußeren Bedingungen im Pegnitzer Freiluftstadion: Vor Beginn stand das Wasser wegen der zuvor frühlingshaften Temperaturen, und während der Partie kam dann noch der Regen dazu. Die Gäste machten das Beste draus, taten mehr fürs Spiel und gingen nach elf Minuten durch Topscorer Miloslav Horava in Führung. Keine Minute nach dem Pegnitzer Ausgleich (18.) nutzten die Englbrecht-Schützlinge ein Powerplay zum 2:1.
Das zweite Drittel entwickelte sich zu einer zähen Angelegenheit: Weil der Eismeister trotz Regen reichlich Wasser verwendet hatte, musste er 26 Sekunden nach Wiederbeginn noch mal ein paar Runden mit dem Zamboni drehen. Das einzige Tor in dieser Phase markierten in Minute 34 die Franken per verdecktem Distanzschuss.
Und die sollten auch besser in den letzten Durchgang starten: Fünf Minuten nach Wiederbeginn gingen die IceDogs erstmals mit 3:2 in Führung. Doch erneut hielt die Freude nicht lang, weil Alex Asen eineinhalb Minuten später den abermaligen Ausgleich besorgte. Fünf Minuten vor Schluss ging’s dann munter hin und her: Erst vergaben die Gastgeber einen Unterzahl-Konter – und im direkten Gegenzug wurde Peter Abstreiter mit dem Tor zum 4:3 zum Matchwinner.
„Ein hochverdienter Sieg“, freute sich EVM-Vorstandsmitglied Bernhard Loidl. Man sei mit den schwierigen äußeren Bedingungen einfach besser klargekommen als die Hausherren.

Tore: 0:1 (10:28) Horava (Maier), 1:1 (17:16) Dzemla (Plichta), 1:2 (18:26) Steiger (Horava, Hanöffner), 2:2 (33:48) Navarra (Walz), 3:2 (44:42) Navarra (Dzemla/Plichta), 3:3 (46:08) Asen (Retzer), 3:4 (54:57) Abstreiter (Eigner). Strafminuten: 16+10/18. Zuschauer: 270.
Aufstellung: Probst, Eggerdinger-Hölzl; Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Horava, Retzer, Abstreiter. 

7:2 - EVM sackt in Waldkirchen den ersten Dreier ein

Samstag, 26. Oktober 2019
Sowas nennt man dann wohl Befreiungsschlag: Mit der bis dato besten Saisonleistung holte sich der EVM am Freitagabend beim ESV Waldkirchen mit 7:2 (3:0, 2:0, 2:2) den ersten Dreier. Die Reihen-Umstellungen von Coach Bernie Englbrecht scheinen sich also gelohnt zu haben.
Bereits im ersten Abschnitt waren die Moosburger die Ton angebende Mannschaft, mussten jedoch auch einige brenzlige Situationen vor dem eigenen Kasten überstehen. Der EVM wurde trotzdem von Minute zu Minute dominanter - aber wo blieben die Tore? Dann ging es plötzlich ganz schnell: Innerhalb von 67 Sekunden schossen Miloslav Horava (17./18.) und Daniel Möhle (18., Powerplay) die Gäste mit 3:0 in Führung. Die Krokodile und ihr kurz zuvor noch laut anfeuernder Fanclub waren geschockt.
Mit diesem Polster im Rücken wurde das zweite Drittel eröffnet. Und so souverän wie da hat man die Grün-Gelben heuer noch nicht spielen gesehen. Die Hausherren kamen kaum noch aus dem eigenen Drittel, wurden von den Englbrecht-Schützlingen phasenweise an die Wand gespielt - egal, welcher EVM-Block auf dem Eis war. Und hinten konnte sich Schlussmann Linus Messerer ebenfalls auf seine Vorderleute verlassen. Allerdings dauerte es auch diesmal, bis die Moosburger jubeln durften: Vier Minuten vor dem zweiten Pausentee erhöhte Daniel Möhle auf 4:0, keine 60 Sekunden später sorgte Max Retzer mit dem fünften Gäste-Treffer schon für eine kleine Vorentscheidung.
Im Schlussdrittel bäumten sich die gastgebenden Krokodile zwar nochmal auf, doch die Dreirosenstädter ließen keine Aufholjagd mehr zu: Das erste ESV-Tor (46.) beantwortete Tobias Stuckenberger noch in derselben Minute mit dem 6:1. Und als abermals die Tormusik in der Waldkirchener Eishalle ertönte, war es acht Minuten vor dem Ende aus Sicht der Hausherren schon zu spät, um das Match zu drehen. Für den 7:2-Schlusspunkt sorgte abermals - genauer gesagt: zum fünften Mal - der neu zusammengestellte erste Block: Horava und Hanöffner assistierten, Möhle traf. Sowas nennt man dann wohl Befreiungsschlag.

Tore: 0:1 (16:30) Horava (Möhle, Hanöffner), 0:2 (17:11) Horava (Möhle, Hanöffner), 0:3 (17:37) Möhle (Steiger, Horava), 0:4 (35:55) Möhle (Krämmer, Horava), 0:5 (36:36) Retzer, 1:5 (45:14) Skoda (Mayrhauser, Vokaty), 1:6 (45:55) Stuckenberger (Asen, Krämmer), 2:6 (51:56) Sattler (Holzfurtner, Pichler), 2:7 (58:16) Möhle (Horava, Hanöffner). Strafminuten: 14/4. Zuschauer: 100.
Aufstellung: Messerer, Probst; Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Retzer. 

Jetzt soll es auswärts mit der vollen Punktzahl klappen

Donnerstag, 24. Oktober 2019
Mit zwei Punkten aus den ersten drei Heimspielen hat der EV Moosburg nicht gerade Angst und Schrecken in der Liga verbreitet. An den kommenden Spieltagen hat die Englbrecht-Truppe die Chance, es auswärts besser zu machen – drei der vier bevorstehenden Partien finden auf fremden Eis statt. Dieses Wochenende treten die Grün-Gelben zunächst beim ESV Waldkirchen (Freitag, 19.30 Uhr; Busabfahrt 15.45 Uhr) an, am Sonntag dürfen sie dann beim Bayernliga-Absteiger EV Pegnitz (17.30 Uhr; Busabfahrt 13.30 Uhr) Freiluft schnuppern.
Wie schon in der Vorsaison taten sich die Moosburger schwer, aus den Startlöchern zu kommen. Beim 4:3-Overtime-Sieg über Vilshofen ließ man leichtfertig einen Punkt liegen, steigerte sich dann gegen Titelkandidat Amberg (4:6) und verpennte am vergangenen Freitag gegen Dingolfing dermaßen die ersten 20 Minuten (1:4) dass man am Ende auch hier leer ausgegangen ist (5:6). „Wenn man immer mindestens vier Tore pro Spiel schießt, sollte das in den meisten Fällen schon reichen, um drei Punkte zu holen“, findet Coach Bernie Englbrecht. Das Toreschießen ist heuer bislang also nicht das Problem, „sondern unsere vielen leichten Fehler“, hat er festgestellt. Dabei seien Kritikpunkte überall zu finden: „von den Torhütern bis zu den Stürmern“.
Für die kommenden Aufgaben hat der Moosburger Trainer die ersten beiden Angriffsreihen noch einmal umgestellt. Der wiedergenesene Tobias Hanöffner rückt zu Miloslav Horava und Daniel Möhle in Reihe eins, Nolan Regan wird mit Jakob Killermann und Christian Seidlmayer auf Torejagd gehen. Nur in der dritten Reihe sieht Englbrecht keinen Handlungsbedarf: „Die passen zusammen und treffen auch.“ Noch offen ist, wie er mit der Personalie Peter Abstreiter am Wochenende umgeht: Der Ex-Landshuter ist nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe am Freitag gesperrt und wird erst am Sonntag wieder zum EVM-Kader gehören.
Mit Waldkirchen und Pegnitz treffen die Dreirosenstädter auf zwei derzeit recht unbeliebte Landesligisten. Beide Vereine sind zusammen mit dem ESC Haßfurt und dem ESV Burgau (Gruppe 2) gerichtlich erfolgreich gegen den BEV vorgegangen, der daraufhin den Passus, wonach in der Landesliga maximal zwei Ausländer pro Team eingesetzt werden dürfen, wieder gestrichen hat. Da ist es nicht verwunderlich, dass Pegnitz (Tabellenvierter, fünf Punkte) heuer mit drei und Waldkirchen (Sechster, vier Zähler) sogar mit fünf Kontingentspielern aufläuft. Englbrecht ist das egal: „Am Wochenende muss ein Dreier her. Am besten gleich zweimal.“ 

5:6-Derbypleite: Aufholjagd ohne Punkte

Samstag, 19. Oktober 2019
Erst hat man kein Glück - und dann kommt auch noch Pech dazu: Leichtfertig hat der EVM am Freitag bei der 5:6 (1:4, 2:0, 2:2)-Derbypleite gegen den EV Dingolfing die nächste Möglichkeit vergeben, auf heimischem Eis dreifach zu punkten. Ausschlaggebend war ein katastrophales erstes Drittel.
Obwohl die Hausherren dank Alex Asens Tor nach 93 Sekunden einen Blitzstart hinlegten, kamen sie überhaupt nicht ins Spiel. Den frechen Gästen um ihren spielenden Coach Billy Trew gelang bereits drei Minuten später der Ausgleich. Und die Isar-Rats nutzten in der Folge eiskalt die Lücken, die ihnen die Moosburger Hintermannschaft bot. Nach elfeinhalb Minuten stand es bereits 1:3 - und der nicht wirklich glücklich wirkende Carlo Schwarz im EVM-Kasten machte Platz für Johannes Probst. Trew höchstpersönlich markierte noch vor der ersten Pause Gäste-Tor Nummer vier. Das Derby schien vorzeitig entschieden zu sein.
Aber die Grün-Gelben bewiesen nach dem Seitenwechsel Moral. Erneut war es die bestens aufgelegte dritte Reihe, die sich in die Torschützenliste eintragen durfte: Tobias Stuckenberger (22.) und Max Retzer (29.) brachten den EVM zurück. Umso bitterer, dass Peter Abstreiter kurz darauf wegen eines Stockstichs eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt. Aber Moosburg überstand die fünfminütige Unterzahl. Allerdings konnten die Gastgeber kurz darauf auch nichts aus einer 2+2-Minuten-Strafe gegen Ex-EVM-Verteidiger Max Ohr machen.
Der Schlussabschnitt begann denkbar schlecht: Ohne Not schenkte der EVM mal wieder im eigenen Drittel die Scheibe her, wodurch sich der EVD mit dem 3:5 (41.) bedankte. Doch abermals schlugen die Dreirosenstädter zurück und erkämpften sich in dem dramatischen Schlussabschnitt den Ausgleich: Zunächst vollendete Vincenz Maier eine schöne Kombination über Rückkehrer Tobias Hanöffner (46.), und acht Minuten vor der Schlusssirene krönte Lars Eigner seine feine Einzelleistung mit dem kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich. Doch den konnten die Englbrecht-Schützlinge nicht verteidigen. Die immer harmloser wirkenden Dingolfinger rissen sich noch einmal zusammen - und dann war es ausgerechnet der ehemalige Moosburger David Michel, der mit dem 5:6 (55.) den Auswärtsdreier für den EVD eintütete.
Mit zwei Zählern aus den ersten drei (Heim-)Spielen ist in Moosburg wahrlich niemand zufrieden. In der kommenden Woche haben die Grün-Gelben die Chance, es auswärts besser zu machen: am Freitag, 25. Oktober, in Waldkirchen sowie am Sonntag, 27. Oktober, in Pegnitz.

Tore: 1:0 (1:33) Asen (Krämmer, Stuckenberger), 1:1 (4:21) Schander, 1:2 (7:36) Trew (Simbeck), 1:3 (11:33) Detterer (Ferstl O., Ruhstorfer), 1:4 (18:13) Trew (Schander), 2:4 (21:41) Stuckenberger (Asen), 3:4 (28:34) Retzer (Rotzinger), 3:5 (40:44) Schander, 4:5 (45:43) Maier (Hanöffner, Killermann), 5:5 (52:03) Eigner, 5:6 (54:18) Michel (Detterer). Strafminuten: EVM 4 plus 5 plus Spieldauer Abstreiter (Stockstich), EVD 10. Zuschauer: 120.
Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 11:33); Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner, Rotzinger, Triebswetter; Stuckenberger, Regan, Asen, Killermann, Seidlmayer, Hanöffner, Möhle, Horava, Abstreiter, Retzer, Loidl. 

Gegen Dingolfing soll der erste Dreier her

Donnerstag, 17. Oktober 2019
Von einem richtungsweisenden Spiel will EVM-Coach Bernie Englbrecht vor dem Nachbarschaftsduell mit dem EV Dingolfing (Freitag, 19.30 Uhr, Clariant-Arena) zwar noch nicht sprechen, „aber es wäre jetzt schon wichtig, daheim den ersten Dreier zu holen“. Denn die Dingolfinger dürften einer der Hauptkonkurrenten im Kampf um die ersten vier Plätze sein.
Der EVD hat mit seinem neuen Trainer Billy Trew die Pflicht erfüllt und die beiden Auftaktpartien in Freising (7:1) und daheim gegen Bayreuth 1b (5:3) gewonnen. Der EVM dagegen musste sich gegen Vilshofen (4:3) und Amberg (4:6) mit zwei von sechs möglichen Zählern zufrieden geben. Wobei Englbrecht damit alles andere als zufrieden ist: „Normalerweise hätten wir beide Matches in der regulären Spielzeit gewinnen müssen. Aber es waren wieder individuelle Fehler, mit denen wir uns selbst um den Lohn gebracht haben.“ Dabei sei er mit Einsatz, Engagement und auch einigen Spielzügen seiner Truppe durchaus einverstanden gewesen.
Was auch diesmal für die Moosburger spricht: Wie schon die Auftaktgegner in der Vorwoche müssen auch die „Isar-Rats“ auf wichtige Leistungsträger verzichten. Kontingentspieler David Bilek und Kapitän Daniel Schickaneder fehlen wegen einer Spieldauer-Disziplinarstrafe. Beim EVM hingegen sieht es personell sehr gut aus: So geht Englbrecht davon aus, dass Sturm-Routinier Tobias Hanöffner nach überstandener Ellenbogen-Verletzung sein Punktspieldebüt geben kann. Sollte sich kurz vor dem Match niemand mehr krank melden, „werden wir zum ersten Mal in dieser Saison komplett sein“, hofft der Trainer.
Der EV Dingolfing wird allerdings auch ohne die beiden genannten Leistungsträger ein schlagkräftiges Team in die Dreirosenstadt schicken. Schließlich hat man sich vor der Saison ordentlich verstärkt – unter anderem mit einigen Rückkehrern aus Passau – und erstmals auch beide Ausländerpositionen besetzt. So wird am Freitag auch ein Trio auf dem Eis stehen, das 2017/18 noch dem Bayernliga-Kader des EVM angehörte: Verteidiger Max Ohr, der Tscheche David Michel und nicht zuletzt Publikumsliebling Daniel Schander. Nicht ganz ausgeschlossen scheint auch, dass der inzwischen 45-jährige Ex-Profi Trew (Straubing, Regensburg, Landshut) selber die Schlittschuhe schnürt. Gegen Trostberg schlüpfte der Coach vor wenigen Wochen erstmals ins Isarrats-Trikot. 

Amberg für den EVM zu clever

Montag, 14. Oktober 2019
Die Chancen waren da, dem Favoriten ein Bein zu stellen, letztlich siegte aber die Cleverness der Amberger: 4:6 (0:1, 2:3, 2:2) unterlag der EVM am Sonntag in einem packenden Match dem Titelkandidaten aus der Oberpfalz.
Der Beginn der Begegnung stand im Zeichen einer Trauerminute: Beide Teams, Moosburger Nachwuchsspieler und Vorstandsmitglieder nahmen auf dem Eis Abschied von einem U20-Spieler, der wenige Tage zuvor bei einem tragischen Unglück ums Leben gekommen war.
Der EVM wirkte von Beginn an spritziger als die Gäste. Kein Wunder, hatten diese noch am Vorabend ihren Saisonauftakt in Bayreuth bestritten (und mit 4:1 gewonnen). Aber wie schon gegen Vilshofen stand mit Oliver Engmann ein starker Goalie im gegnerischen Kasten, der die Chancen der Hausherren allesamt entschärfte. Bitter: Fünf Sekunden vor der ersten Pause gelang den bis dahin nicht sonderlich stark aufspielenden Ambergern im Powerplay die 0:1-Führung.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber aber noch einen Gang zu und überzeugten durch ihr Überzahlspiel auch ERSC-Coach Dan Heilman: "Was Moosburg da bei 5:4 gemacht hat, war richtig stark" - was die beiden Tore von Basti Krämmer (24.) und Kevin Steiger (27.) nur bestätigten. Die Gäste wirkten in der Folge stark angeknockt. "Wir kamen kaum noch aus dem eigenen Drittel", sagte Heilman. Aber der EVM konnte die knappe Führung nicht ausbauen und kassierte durch einen Gegenangriff in Minute 32 den abermaligen Ausgleich. Die letzte Minute dieses Abschnitts sollte rabenschwarz werden: Innerhalb von nur 18 Sekunden münzten die Wild Lions eine kurze Druckphase in einen Doppelpack um - 2:4!
Aufgeben kam für die Moosburger in den letzten 20 Minuten zwar nicht in Frage, mehr als die Anschlusstreffer zum 3:4 (Alexander Asen) beziehungsweise 4:5 (Daniel Möhle) sprangen dabei allerdings nicht heraus, weil Amberg immer eine passende Antwort hatte und so den Zwei-Tore-Vorspung verteidigen konnte. Daran änderte sich auch in der dramatischen Schlussphase nichts, in der EVM-Trainer Bernie Englbrecht Goalie Carlo Schwarz durch einen sechsten Feldspieler ersetzte. Engmann hielt sein Tor bis zur finalen Sirene sauber.

Tore: 0:1 (19:55) Schmitt (Köbele, Vlach), 1:1 (23:28) Krämmer (Steiger, Horava), 2:1 (26:03) Steiger (Horava), 2:2 (31:24) Troglauer (Vlach), 2:3 (39:06) Roth, 2:4 (39:24) Köbele (Schmitt), 3:4 (45:03) Asen (Retzer, Abstreiter), 3:5 (46:52) Köbele (Huber, Aukofer), 4:5 (51:54) Möhle (Krämmer, Horava), 4:6 (54:49) Roth (Huber). Strafminuten: 12/12. Zuschauer: 178.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Gröger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Triebswetter, Rotzinger; Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Böck, Loidl. 

EVM kommt gegen Vilshofen mit einem blauen Auge davon

Sonntag, 13. Oktober 2019
Mit einem blauen Augen davongekommen ist der EV Moosburg im Saisondebüt gegen die Vilshofener Wölfe. Obwohl die Grün-Gelben unzählige Chancen liegen ließen und in der Schlussphase auch noch ihre 3:1-Führung verspielten, standen sie am Ende als 4:3 (0:1, 1:0, 2:2, 1:0)-Sieger nach Verlängerung da.
Während die Hausherren bis auf den weiterhin verletzten Tobias Hanöffner aus dem Vollen schöpfen konnten, waren die Niederbayern mit einem besseren Notaufgebot in die Clariant-Arena gekommen: Nur elf Feldspieler standen Coach Robert Suchomski zur Verfügung. „Deshalb waren wir eigentlich von Beginn an nur auf Schadensbegrenzung aus“, sagte Vilshofens sportlicher Leiter Matthias Rimböck nach der Begegnung.
Trotzdem standen die Gäste defensiv gut und bereiteten dem EVM große Probleme, in sein Spiel zu finden. Und wenn die Dreirosenstäter doch mal zum Abschluss kamen, war beim überragenden ESC-Goalie Alexander Krenn Endstation. Umso bitterer, dass der einzige ernstzunehmende (Distanz-)Torschuss der Vilshofener nach sieben Minuten hinter EVM-Keeper Linus Messerer zum 0:1 einschlug.
Im zweiten Abschnitt erhöhten die Englbrecht-Schützlinge den Druck, scheiterten aber weiterhin an Krenn und der eigenen Chancenverwertung. Gut drei Minuten vor dem zweiten Pausentee erlöste Miloslav Horava sein Team mit dem überfälligen Ausgleich.
Im Schlussabschnitt schien sich dann alles zum Guten zu wenden: Horava – erneut bedient von Peter Abstreiter – brachte den EVM kurz nach Wiederbeginn erstmals in Führung und netzte zehn Minuten später in Unterzahl zum vermeintlich vorentscheidenden 3:1 ein. Doch die tapfer kämpfenden Wölfe gaben nicht auf und kamen fünf Minuten vor dem Ende zum Anschlusstreffer. Als die Moosburger kurz darauf in Unterzahl waren, packte ESC-Verteidiger Stephan Hackl erneut einen Hammer von der blauen Linie aus – Ausgleich!
Doch Moosburgs erster Block sorgte dafür, dass die Overtime nur 23 Sekunden dauerte: Markus Gröger auf Dreifach-Torschütze Horava, der weiter zu Nolan Regan und es hieß 4:3. Der EVM war noch mal mit einem blauen Auge davongekommen.

Tore: 0:1 (7:00) Hackl (Toth), 1:1 (36:48) Horava (Abstreiter, Rotzinger), 2:1 (41:01) Horava (Abstreiter, Regan), 3:1 (51:30) Horava, 3:2 (55:55) Toth (Doubrawa, Seidl), 3:3 (58:32) Hackl (Toth, Seidl), 4:3 (60:23) Regan (Horava, Gröger). Strafminuten: 12/10. Zuschauer: 178.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Gröger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Triebswetter, Rotzinger; Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Retzer, Böck, Loidl. 

Interview mit Bernie Englbrecht zum Saisonstart - Heimspielauftakt gegen Vilshofen

Donnerstag, 10. Oktober 2019
Er geht in seine dritte Saison als Trainer beim EV Moosburg: der ehemalige Landshuter Nationaltorwart Bernie Englbrecht (61). Nach dem Abstieg vor zwei Jahren aus der Bayernliga und einem Jahr der Orientierung wollen die Grün-Gelben heuer um die Spitzenplätze der Landesliga mitspielen. Los geht's mit zwei Heimspielen gegen Vilshofen (Freitag, 19.30 Uhr) und Amberg (Sonntag, 17.15 Uhr). Wie Englbrecht seine Mannschaft und die Liga einschätzt, welche Rolle der Nachwuchs bei ihm spielt und wie er die derzeitigen Diskussionen über die erlaubte Anzahl der Kontingentspieler im Amateurbereich sieht, hat er nun im Interview verraten.

Herr Englbrecht, sieben Vorbereitungsspiele hat der EVM heuer absolviert – vier gewonnen, drei verloren. Wie schätzen Sie die Lage von Saisonstart ein?
Englbrecht: Ich bin durchaus optimistisch, dass wir um die Top-vier-Plätze und damit auch den Aufstieg mitspielen werden. Mit Peter Abstreiter und Miloslav Horava haben wir erfahrene Spieler dazubekommen, die hoffentlich die Torchancen nutzen, die wir im Vorjahr immer ausgelassen haben. Da unser Kader heuer allerdings nicht so groß ist, ist sicherlich eine Grundvoraussetzung für den sportlichen Erfolg, dass wir von Verletzungspech verschont bleiben.

Mit Tobias Hanöffner hat es in der Vorbereitung ja schon einen Top-Stürmer am Ellbogen erwischt...
Englbrecht: ...das ist richtig. Aber derzeit sieht es so aus, dass er uns schon in den kommenden Wochen wieder zur Verfügung steht. Es geht ja auch ums Training. Eines unserer Probleme ist, dass wir heuer noch nie komplett trainieren haben können.

Horava wird neben Nolan Regan die zweite Ausländerposition besetzten. Ist der EVM damit auf den Kontingentstellen stärker besetzt als im Vorjahr?
Englbrecht: Klar, da haben wir ja auch mit einem Ausländer, Nolan Regan, begonnen und den zweiten, Daniel Klinecky, erst kurz vor der Verzahnungsrunde verpflichtet. Regan hatte zwar Anlaufschwierigkeiten, kam aber gut in die Gänge und war letztlich unser Topscorer. Trotzdem erwarte ich, dass er an der Seite eines so erfahrenen Spielers wie Miloslav Horava noch ein bissl mehr zeigen kann. Deshalb denke ich, dass wir da ganz gut aufgestellt sind.

Nach einem Urteil des Landgerichts München hat der Bayerische Eissportverband die Beschränkung auf zwei Ausländer in der Landesliga gekippt. Nun kann jeder Vereine so viele Kontingentspieler einsetzten, wie er will. Was halten Sie von dieser Entwicklung?
Englbrecht: Meiner Meinung nach könnte man in den unteren Ligen, zu denen auch die Landesliga gehört, prinzipiell auf ausländische Spieler verzichten. Zum einen, weil das Geld bei den meisten Vereinen eh knapp ist, und zum anderen, weil es genug deutsche Spieler gibt, denen man eine Chance geben müsste. Dass jetzt in der zweiten Liga von unten jeder Verein so viele Kontingentspieler einsetzen kann, wie er will, ist meiner Meinung ein Schlag ins Gesicht für den hiesigen Eishockey-Nachwuchs.

Den Sie in Moosburg, seit Sie hier Trainer sind, fördern. In den Vorbereitungsspielen war immer auch ein Block der U 20 auf dem Eis. Wird man die Jungen auch dann sehen, wenn es um Punkte geht?
Englbrecht: Natürlich werden die öfter ihre Einsätze kriegen. Aber das Ganze ist ein Lernprozess, der über ein, zwei Jahre geht. Ich habe gewisse Kandidaten im Auge, die, wenn sie bei den U 20-Spielen rausstechen, auch in der ersten Mannschaft eingesetzt werden. Aber ich wiederhole mich noch mal: Jede Seite braucht Geduld. Das ist ein Prozess, der sich nicht von heute auf morgen bewerkstelligen lässt.

Zum Auftakt absolviert der EV Moosburg gleich drei Heimspiele hintereinander: dieses Wochenende gegen Vilshofen und Amberg den Freitag drauf gegen Dingolfing. Haben Sie da eine Gesamtpunktzahl vor Augen oder denken Sie von Spiel zu Spiel?
Englbrecht: Verlieren wollen weder wir noch die anderen. Und dass es „sichere“ Siege oder Niederlagen nicht gibt, haben wir in der Vorsaison gemerkt, als wir zum Auftakt daheim gegen Freising trotz Favoritenrolle leer ausgegangen sind und dafür als Außenseiter in Waldkirchen und Haßfurt gewonnen haben. Ich warne jedenfalls davor, am Freitag Vilshofen als Freiluft-Team, das vielleicht noch Trainingsrückstand hat, zu unterschätzen und nur auf das Aufeinandertreffen mit Amberg zu schauen. Ich bin aber überzeugt, dass wir vor keinem Gegner Angst haben müssen – egal, ob er mit vier, fünf oder noch mehr Ausländern gegen uns antritt. 

8:3 und 5:3 - erfolgreiche letzte Tests

Montag, 7. Oktober 2019
Generalproben geglückt: Mit zwei Siegen gegen die Ligakonkurrenten Trostberg Chiefs und Black Bears Freising hat der EVM die Vorbereitungsphase abgeschlossen. Ab dem kommenden Wochenende geht es um Punkte.
Während die Moosburger am Freitag ihre Gäste aus dem Chiemgau im ersten (2:0) und letzten Drittel (5:1) gut im Griff hatten, ließen sie es im zweiten Abschnitt etwas zu locker angehen. Trostberg glich prompt auf 2:2 aus und konnte dieses Remis auch trotz mehrminütiger 3:5-Unterzahl halten. Erst in der Schlussphase dieses Durchgangs brachte Kevin Steiger den EVM wieder in Führung. Selbige konnten die Hausherren in den verbleibenden 20 Minuten noch deutlich auf 8:3 ausbauen.
Schon etwas enger ging es beim Rück-Derby in Freising zu, wo der EVM ebenfalls nach zwei Dritteln mit 3:2 vorne lag. Hier ließen sich die Black Bears im letzten Abschnitt allerdings nicht so leicht abschütteln. Erst der Treffer von Daniel Möhle fünf Minuten vor der Schlusssirene brachte die Entscheidung – 5:3. Damit gewann der EVM nach dem Hin- (5:1) auch das Rückspiel gegen die Domstädter.
Zum Auftakt der Punkterunde stehen gleich zwei Heimspiele auf dem Programm: Am Freitag, 11. Oktober, empfängt die Englbrecht-Truppe den ESC Vilshofen (19.30 Uhr), am Sonntag, 13. Oktober, gibt dann Titelanwärter ERSC Amberg in der Clariant-Arena seine Visitenkarte ab (17.15 Uhr).

EV Moosburg – TSV Trostberg 8:3 (2:0, 1:2, 5:1)
Tore: 1:0 (10:23) Horava (Abstreiter, Möhle), 2:0 (17:10) Abstreiter (Seidlmayer, Killermann), 2:1 (21:27) Sporysch (Jndra, Moser), 2:2 (24:37) Schmidt (Wanghofer, Moser), 3:2 (37:49) Steiger (Möhle, Asen), 4:2 (43:08) Maier, 5:2 (43:39) Seidlmayer (Abstreiter), 6:2 (47:47) Triebswetter), 7:2 (48:02) Stuckenberger (Asen, Krämmer), 7:3 (54:31) Jndra (Tobola, Dörfler), 8:3 (57:31) Horava (Loidl). Strafminuten: 8/14. Zuschauer: 67.
Aufstellung: Probst, Eggerdinger-Hölzl; Gröger, Maier, Steiger, Eigner, Krämmer, Triebswetter; Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Abstreiter, Loidl, Böck, Eder.

SE Freising – EV Moosburg 3:5 (1:2, 1:1, 1:2)
Tore: 0:1 (3:06) Asen (Möhle), 0:2 (6:57) Rotzinger (Maier, Seidlmayer), 1:2 (14:35) Birk (Hanke, Vavroch), 2:2 (23:47) Braun (Vavroch, Birk), 2:3 (34:34) Krämmer (Möhle), 3:3 (43:46) Vavroch (Hanke), 3:4 (49:40) Stuckenberger (Killermann), 3:5 (54:53) Möhle (Regan). Strafminuten: 8/10. Zuschauer: 90.
Aufstellung: Messerer, Probst; Triebswetter, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Loidl, Asen, Killermann, Abstreiter, Möhle, Eder, Böck. 

Generalproben gegen Trostberg und Freising

Mittwoch, 2. Oktober 2019
Nach verpatzten Generalproben folgen gelungene Premieren, heißt es immer so schön. Trotzdem wollen EVM-Coach Bernie Englbrecht und seine Schützlinge nach den beiden Lehrstunden gegen Bayernligist Passau eine Woche vor Saisonstart natürlich nochmal Selbstvertrauen tanken und die beiden abschließenden Vorbereitungsspiele zuhause gegen den TSV Trostberg (Freitag, 19.30 Uhr) und auswärts beim SE Freising (Sonntag, 18 Uhr) so erfolgreich wie möglich gestalten.
Während man die neue Freisinger Mannschaft beim 5:1-Heimsieg vor knapp zwei Wochen schon kennengelernt hat, sind die Trostberger Chiefs, die einen großen Umbruch im Kader zu bewerkstelligen haben, aus Moosburger Sicht noch mit vielen Fragezeichen versehen. Einige Leistungsträger haben das Team verlassen, dafür konnte man mit dem neuen Coach Petr Zachar (früher Burgkirchen) einen absoluten Eishockeyfachmann gewinnen. Der soll nun eine schlagkräftige Truppe aus in erster Linie einheimischen Spielern formen. Neben dem Tschechen Dominik Tobola sollte eigentlich der litauische Nationalspieler Danielius Nomanovas die zweite Ausländerposition einnehmen, der sagte den Chiefs aber kurzfristig ab. Man darf also gespannt sein, ob sie am Freitag mit einem anderen Kandidaten in der Clariant-Arena antreten werden.
Zuschauer haben am Freitag übrigens noch mal die Gelegenheit, sich Tickets für das Freundschaftsspiel der deutschen U20-Nationalmannschaft gegen den EV Landshut (Dienstag, 8. Oktober, 18.30 Uhr) in Moosburg zu sichern. Karten gibt's für fünf Euro im Eisstüberl. 

Black Hawks für den EVM eine Nummer zu groß

Montag, 30. September 2019
Einiges lernen - nämlich zum Beispiel, auf welchem Niveau ein potentielles BEL-Playoff-Team spielt - konnte der EVM in der zweiteiligen Test-Serie gegen die Passau Black Hawks. Am Ende hatte der Bayernligist in beiden Partie die Nase klar vorne: Dem 4:10 (0:6, 3:4, 1:0) in Moosburg ließen die Niederbayern am Sonntag einen 9:3 (4:0, 4:2, 1:1)-Heimsieg folgen.
Positiv festzuhalten aus EVM-Sicht bleibt die Tatsache, dass man in beiden Begegnungen jeweils ab der 30. Minute gut ins Spiel kam und so zumindest die zweiten Hälften ziemlich ausgeglichen gestalten konnte. So verhinderten die Englbrecht-Schützlinge am Freitag ein größeres Schützenfest, als sie - bei 0:10-Rückstand - durch einen Doppelpack von Nolan Regan (35./48) sowie weitere Treffer durch Peter Abstreiter (33.) und Vincenz Maier (40.) noch ziemlich erfolgreich Ergebniskosmetik betreiben konnten. Am Sonntag lagen die Grün-Gelben gegen die Passauer Offensiv-Maschinerie nach einer halben Stunde mit 0:6 zurück, verhinderten jedoch, dass die Black Hawks diesen Vorsprung weiter ausbauen konnten. Zwei Tore durch Miloslav Horava und Kevin Steiger sorgten dafür, dass nach 60 Minuten gegen den starken Bayernligisten ein 3:9 auf der Anzeigetafel stand. Ein durchaus erträgliches Ergebnis - auch vor dem Hintergrund, dass mit Daniel Möhle und Tobias Hanöffner (beiden Partien) sowie Armin Rotzinger (Freitag), Peter Abstreiter und Markus Gröger (Sonntag) wichtige Leistungsträger fehlten.
Am kommenden Wochenende stehen die beiden letzten Vorbereitungsspiele auf dem Programm - und das gegen Landesliga-Konkurrenten: Am Freitag kommen die Trostberg Chiefs in die Clariant-Arena (19.30 Uhr), am Sonntag treten die Moosburger zum Rückspiel in Freising an (18 Uhr). 

Vorbereitungs-Doppelpack gegen starke Passauer

Donnerstag, 26. September 2019
Harte Arbeit dürfte auf die EVM-Defensive an diesem Wochenende zukommen. Bayernligist Black Hawks Passau, gegen den die Englbrecht-Truppe zwei Vorbereitungsspiele absolviert, ist derzeit nämlich in Torlaune. Das Heimspiel der Moosburger beginnt am Freitag um 19.30 Uhr, am Sonntag tritt man dann um 18 Uhr (Busabfahrt: 14.30 Uhr) in Passau an.
Die jüngsten Ergebnisse lassen vermuten, dass die Niederbayern heuer im oberen Bereich der Bayernliga zu finden sein werden: Mit 13:5 und 10:4 zerlegten die Black Hawks am vergangenen Wochenende Ligakonkurrent Dorfen regelrecht. Überragend: Passaus Neuzugang Jan Sybek, der insgesamt achtmal traf. "Da werden wir in der Abwehr gefordert sein", weiß EVM-Coach Bernie Englbrecht. Zumal er im Sturm wahrscheinlich auf zwei erfahrene Kräfte verzichten muss: Daniel Möhle und Tobias Hanöffner. Dafür steht Herbstschau-Festwirt Bastian Krämmer wieder im Kader.
Nachdem man in der vergangenen Spielzeit bei den Dreirosenstädtern mit der Farbgestaltung der Trikots nicht so ganz zufrieden war (die Auswärts-Dressen waren eindeutig zu dunkel), sind bereits neue in Auftrag gegeben worden. Klappt alles wie geplant, werden die Spieler diese beim Passau-Heimspiel erstmals überstreifen können. 

Sieg und Niederlage in den Derby-Tests

Sonntag, 22. September 2019
Ohne große Überraschungen verlief das Derby-Testwochenende für den EVM: Während Bayernligist Erding am Freitag im Rückspiel mit 8:3 die Oberhand behielt, kamen die Dreirosenstädter sonntags gegen Ligakonkurrent Freising zu einem ungefährdeten 5:1-Erfolg.
In Erding konnten die Moosburger nicht an die Leistungen der Vorwoche (7:5-Heimsieg) anknüpfen und gerieten gegen die Gladiators früh in Rückstand. Defensiv-Patzer, Abspielfehler im Aufbau und auch einige Abstimmungsschwierigkeiten in der Offensive zogen sich wie ein roter Faden durchs Spiel. Den Hausherren genügte ein solider Auftritt, um bis Ende des zweiten Drittels auf 5:2 davonzuziehen. Auch die letzten 20 Minuten gehörten den Gladiators, die die Führung auf 8:2 ausbauten. Tobias Hanöffner war es vorbehalten, mit dem dritten EVM-Tor in der Schlussminute für den Schlusspunkt zu sorgen.
Ganz anders verteilt waren die Rollen am Sonntag, wo die Moosburger - diesmal ohne U20-Verstärkung - lediglich zu Beginn des letzten Drittels etwas Probleme mit den Freisinger Schwarzbären hatten. Daniel Möhle, Miloslav Horava und Peter Abstreiter hatten bis dahin allerdings schon dreimal für die Grün-Gelben getroffen, der 1:3-Anschluss der Gäste in der Schlussminute des mittleren Abschnitts war mehr oder weniger aus dem Nichts gekommen. Die Englbrecht-Schützlinge hatten zuvor in bemerkenswerter Weise Großchance um Großchance versiebt, woran sicher auch der bestens aufgelegte SEF-Goalie Manuel Hanisch seinen Anteil hatte. Mit Möhles 4:1 (54.) waren dann aber auch die letzten Zweifel beseitigt, der bärenstarke Horava - an allen Moosburger Toren beteiligt - netzte 20 Sekunden danach zum 5:1 ein.
Am kommenden Wochenende testet der EVM zweimal gegen Bayernligist Passau: am Freitag in der Sparkassen-Arena (19.30 Uhr), am Sonntag in der Dreiflüssestadt (18 Uhr).

Erding Gladiators - EVM 8:3 (3:1, 2:1, 3:1)
Tore: 1:0 (1:46) Bernhardt (Groß, Magg), 2:0 (6:39) Wawrotzki (Magg), 2:1 (13:58) Horava (Regan, Triebswetter), 3:1 (18:32) Lorenz (Lachner, Wawrotzki), 4:1 (22:00) Spindler (Michl, Dürr), 4:2 (30:38) Regan (Killermann, Möhle), 5:2 (36:26) Lachner (Scheib, Zimmermann), 6:2 (47:06) Groß (Wawrotzki, Bernhardt), 7:2 (48:01) Spindler (Michl, Waldhausen), 8:2 (49:15) Lachner (Scheib), 8:3 (59:13) Hanöffner (Steiger). Strafminuten: 2/4. Zuschauer: 219.
Aufstellung: Messerer, Schwarz (ab 30:38); Triebswetter, Maier, Steiger, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Böck, Seidlmayer, Retzer, Herrmann, Regan, Loidl, Hanöffner, Horava, Asen, Killermann, Abstreiter, Möhle.

EVM - Black Bears Freising 5:1 (2:0, 1:1, 2:0)
Tore: 1:0 (7:24) Möhle (Abstreiter, Horava), 2:0 (8:16) Horava (Regan, Möhle), 3:0 (22:46) Abstreiter (Gröger, Horava), 3:1 (39:06) Hummel (Hanke), 4:1 (53:45) Möhle (Abstreiter, Horava), 5:1 (54:06) Horava (Regan, Eigner). Strafminuten: 4/6. Zuschauer; 110.
Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 35:33); Gröger, Maier, Steiger, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Horava, Retzer, Abstreiter. 

Rückspiel in Erding und Heimtest gegen Freising

Donnerstag, 19. September 2019
Die Zeit der freien Wochenenden ist erst mal vorbei: Mit zwei Derbys geht der EVM in die heißen drei Wochen der Saison-Vorbereitung.
Bevor die Englbrecht-Schützlinge am Sonntag um 17.15 Uhr den Lokalrivalen Black Bears Freising in der Sparkassen-Arena begrüßen, steht am Freitag um 20 Uhr das Rückspiel beim Bayernligisten Erding auf dem Programm. Vor knapp zwei Wochen konnten die Grün-Gelben den ersten Test der noch jungen Saison gegen die Gladiators mit 7:5 für sich entscheiden. Erding hatte in der Zwischenzeit zwei weitere Vorbereitungsspiele gegen Waldkraiburg, die der EHC jeweils knapp mit 4:3 gewann. Entsprechend motiviert werden die Gladiators sein, gegen den EVM den ersten Sieg einzufahren. Moosburgs Liga-Konkurrent SE Freising absolviert an diesem Wochenende seine ersten beiden Testspiele: Am Freitag gegen die Waldkraiburger 1b, am Sonntag in Moosburg.
EVM-Coach Bernie Englbrecht muss diesmal aus beruflichen Gründen zwar auf die beiden Verteidiger Markus Gröger und Bastian Krämmer verzichten, dafür steht ihm allerdings Allrounder Lars Eigner wieder zu Verfügung. Und auch die Ausländerpositionen werden an diesem Wochenende erstmals komplett besetzt sein: Zu Miloslav Horava gesellt sich Moosburgs letztjähriger Topscorer Nolan Regan. Der junge Kanadier befindet sich seit der vergangenen Woche wieder in der Dreirosenstadt. 

7:5 gegen Erding: Torreicher Start in die Testphase

Samstag, 7. September 2019
Zwölf Tore wurden den rund 160 Zuschauern am Samstag zum Auftakt der Moosburger Testphase in der Sparkassen-Arena geboten. Dass sieben davon die Hausherren erzielten und "nur" fünf der höherklassige Gast aus Erding, kam sicherlich etwas überraschend.
Gerade mal eine gute Woche Eiszeit hatten beide Teams vor dem Aufeinandertreffen hinter sich, weshalb man über die sportliche Aussagekraft der Begegnung sicherlich diskutieren kann. Trotzdem begeisterten die Gastgeber, bei denen mit Nolan Regan, Lars Eigner und Armin Rotzinger drei Stammkräfte fehlten, das Publikum mit Einsatz, Engagement und einigen ansehnlichen Spielzügen. Bester Mann auf Seiten der Grün-Gelben war Neuzugang Miloslav Horava, dessen Hattrick (die Tore drei bis fünf) dafür sorgte, dass der EVM das Derby zu Beginn des letzten Drittels drehen und in der Folge sogar auf 7:4 davonziehen konnte. Die Erdinger, die insbesondere im zweiten Abschnitt mehr vom Spiel hatten, versuchten in den Schlussminuten zwar noch einmal alles, mehr als der fünfte Treffer sprang dabei aber nicht heraus.
Beim EVM feierten nicht nur Horava und der zweite Landshuter Oberliga-Meister, Peter Abstreiter (zwei Scorerpunkte), ihre Premiere, auch der 17-jährige Maxi Böck durfte erstmals im Trikot der Ersten auflaufen - einer von vier Moosburger U20-Akteuren auf dem Spielberichtsbogen. In den kommenden beiden Wochen werden die Dreirosenstädter weiter fleißig trainieren, am Freitag, 20. September, steht dann das Rückspiel in Erding (20 Uhr) auf dem Programm.

EVM vs. TSV Erding 7:5 (2:2, 1:2, 4:1)
Tore: 1:0 (9:07) Retzer (Stuckenberger, Krämmer), 1:1 (18:08) Dürr (Michl, Wagner), 1:2 (18:57) Waldhausen (Michl), 2:2 (19:17) Hanöffner (Gröger, Abstreiter), 2:3 (24:25) Zimmermann (Schmelcher, Krämmer), 3:3 (27:20) Horava, 3:4 (33:57) Krzizok (Schmelcher, Schwarz), 4:4 (41:07) Horava, 5:4 (43:07) Horava (Killermann), 6:4 (45:54) Hanöffner (Killermann), 7:4 (50:52) Möhle (Abstreiter, Horava), 7:5 (54:09) Lachner (Spindler, Poetzel). Strafminuten: 14/8. Zuschauer: 160.
Aufstellung: Messerer, Schwarz (ab 29:55); Triebswetter, Gröger, Maier, Krämmer, Steiger; Horava, Abstreiter, Möhle, Seidlmayer, Retzer, Eder, Asen, Killermann, Loidl, Stuckenberger, Hanöffner, Böck. 

EVM verpflichtet Landshuter Routinier Peter Abstreiter

Donnerstag, 5. September 2019
Wenige Tage vor dem ersten Testspiel hat der EV Moosburg noch mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und einen durchaus bekannten Namen verpflichtet: Der Landshuter Routinier Peter Abstreiter (39) wird in der neuen Saison für den EVM stürmen.
„Viel Qualität und jede Menge Erfahrung“ dürfen sich die Moosburger Fans, wenn es nach den Worten von Vorstandsmitglied Georg Asen geht, von Abstreiter erwarten. Der 39-Jährige ist schon viel herumgekommen. Zur Jahrtausendwende lief er – nach seiner Ausbildung beim EV Landshut – unter anderem für die damaligen DEL-Teams München Barons, Hamburg Freezers, Kassel Huskies sowie Hannover Scorpions auf und gehörte kurzzeitig auch zum Kader der deutschen Nationalmannschaft. 2009 kehrte Peter Abstreiter in seine Heimatstadt zurück. Dem EVL hielt er dann ein Jahrzehnt lang durchgehend die Treue – egal, ob in der DEL 2 oder in der Oberliga. Seine Torgefährlichkeit stellte der Angreifer auch in jüngerer Vergangenheit noch unter Beweis: So kam er in den vergangenen beiden Oberliga-Spielzeiten auf insgesamt 74 Scorerpunkte. Nicht zuletzt Coach Bernie Englbrecht ist es zu verdanken, dass sich Abstreiter gegen höherklassige Angebote und für den EVM entschieden hat.
Am Samstag bestreiten die Grün-Gelben ihr erstes Vorbereitungsspiel: Um 17.45 Uhr kommt Bayernligist Erding in die Sparkassen-Arena. Dabei gibt es auch ein Wiedersehen mit dem letztjährigen Moosburger Stefan Groß, der sich inzwischen den Gladiators angeschlossen hat.

EVM-Kader (Stand 5. September):
Tor: Johannes Probst, Linus Messerer, Carlo Schwarz.
Verteidigung: Kevin Steiger, Lars Eigner, Markus Gröger, Vincenz Maier, Armin Rotzinger, Bastian Krämmer.
Sturm: Tobias Hanöffner, Tobias Stuckenberger, Max Retzer, Daniel Möhle, Alexander Asen, Christian Seidlmayer, Jakob Killermann, Nolan Regan, Miloslav Horava, Peter Abstreiter (beide neu, EV Landshut). 

Kontingentstellen besetzt: Horava kommt, Regan bleibt

Freitag, 30. August 2019
Sechs Wochen vor dem Punktspielstart meldet der EV Moosburg Vollzug bei der Besetzung der Ausländerpositionen – und schließt damit zwei weitere Lücken in der Offensive. Zum einen wurde der Vertrag mit dem kanadischen Topscorer Nolan Regan (21) verlängert, zum anderen sicherte man sich die Dienste eines ehemaligen tschechischen Nationalspielers: Miloslav Horava (36) wechselt vom DEL 2-Aufsteiger EV Landshut in die Dreirosenstadt.
„Wir freuen uns wirklich sehr, einen Spieler dieser Kategorie in Moosburg begrüßen zu dürfen“, kommentiert Vorstandsmitglied Bernhard Loidl den Transfer, der nicht zuletzt durch den Einsatz von Trainer Bernie Englbrecht zustande gekommen ist. „Miloslav war in Landshut ja nicht irgendein Mitläufer.“ Im Gegenteil: Horava kam 2018/19 in 56 Pflichtspielen für die Dreihelmenstädter auf 29 Tore und 39 Vorlagen. Davor absolvierte er unter anderem 23 Länderspiele für Tschechien, holte mit MODO Hockey die schwedische (2007) und dem HC Litvinov die tschechische Meisterschaft (2015). Bis 2018 spielte der 36-jährige Rechtsaußen regelmäßig in der dortigen Extraliga, sammelte aber auch Erfahrung in der russischen KHL, der Schweizer Nationalliga A oder in Schweden, wo Horava bereits als Juniorenspieler aktiv war. Geerbt hat er dieses Talent zweifelsohne von seinem Vater Miloslav Horava senior, der 1985 Weltmeister mit seinem Heimatland wurde und außerdem 80mal für den NHL-Club New York Rangers auf dem Eis stand.
Froh sind die Verantwortlichen beim EVM auch, dass sich der Kanadier Nolan Regan – 15 Jahre jünger als Horava – für ein weiteres Jahr in Grün und Gelb entschieden hat. Mit 45 Scorerpunkten (23 Tore und 22 Assists) war er in der Vorsaison fleißigster Punktesammler der Moosburger. „Er ist ja noch jung. Deshalb sind wir durchaus optimistisch, dass Nolan im zweiten Jahr beim EVM noch eine Schippe drauflegen kann“, hofft Pressesprecher Bastian Amann. Regans Teamkollegen haben inzwischen auch schon erste Übungen auf Moosburger Eis absolviert, ab kommender Woche beginnen dann die regelmäßigen Trainingseinheiten. Den ersten Heim-Test bestreiten die Englbrecht-Schützlinge am Samstag, 7. September, um 17.45 Uhr gegen Bayernligist Erding Gladiators.
Und auch der Dauerkartenverkauf hat bereits begonnen: Die Preise der Abo-Tickets bleiben gleich. Erhältlich sind sie bei den Heimspielen an der Stadionkasse oder – ab sofort – zu den Öffnungszeiten von Loidl-Markisen im Gewerbegebiet Degernpoint. 

Drei Heimspiele zum Saisonauftakt - Erster Test gegen Erding

Freitag, 9. August 2019
Mehr Heimvorteil zum Saisonstart geht wohl nicht: Mit drei aufeinanderfolgenden Partien in der Sparkassen-Arena eröffnet der EV Moosburg am 11. Oktober die Landesliga-Vorrunde. Bereits am 7. September beginnt die Testspiel-Reihe der Grün-Gelben – ebenfalls mit einem Match in heimischer Halle.

So sieht der EVM-Fahrplan bis Ende des Jahres im Detail aus:
Testspiele:
Sa., 7. September, 17.45 Uhr: EVM vs. TSV Erding
Fr., 20. September, 20 Uhr: TSV Erding vs. EVM
So., 22. September, 17.15 Uhr: EVM vs. SE Freising
Fr., 27. September, 19.30 Uhr: EVM vs. EHF Passau
So., 29. September, 18 Uhr: EHF Passau vs. EVM
Fr., 4. Oktober, 19.30 Uhr: EVM vs. TSV Trostberg
So., 6. Oktober, 18 Uhr: SE Freising vs. EVM

Landesliga Gruppe 1:
Fr., 11. Oktober, 19.30 Uhr: EVM vs. ESC Vilshofen
So., 13. Oktober, 17.15 Uhr: EVM vs. ERSC Amberg
Fr., 18. Oktober, 19.30 Uhr: EVM vs. EV Dingolfing
Fr., 25. Oktober, 19.30 Uhr: ESV Waldkirchen vs. EVM
So., 27. Oktober, 17.30 Uhr: EV Pegnitz vs. EVM
Fr., 1. November, 19.30 Uhr: EVM vs. ESV Waldkirchen
So., 3. November, 18 Uhr: SE Freising vs. EVM
Sa., 9. November, 17.30 Uhr: EHC Bayreuth 1b vs. EVM
Fr., 15. November, 19.30 Uhr: EVM vs. EV Pegnitz
So., 17. November, 17.15 Uhr: EVM vs. ESC Hassfurt
Fr., 29. November, 20 Uhr: ERSC Amberg vs. EVM
So., 1. Dezember, 17.15 Uhr: EVM vs. EHC Bayreuth 1b
Sa., 7. Dezember, 17.15 Uhr: ESC Vilshofen vs. EVM
Fr., 13. Dezember, 19.30 Uhr: ESC Hassfurt vs. EVM
So., 15. Dezember, 17.15 Uhr: EVM vs. SE Freising
Fr., 20. Dezember, 19.30 Uhr: EVM vs. TSV Trostberg
So., 22. Dezember, 17.15 Uhr: EVM vs. Selb 1b
Fr., 27. Dezember, 20 Uhr: Selb 1b vs. EVM
So., 29. Dezember, 18 Uhr: EV Dingolfing vs. EVM
So., 5. Januar 2020, 17.30 Uhr: TSV Trostberg vs. EVM 

Auch Krämmer und Killermann bleiben

Dienstag, 6. August 2019
Über zwei weitere Verlängerungen dürfen sich die Moosburger Eishockeyfans freuen: Stürmer Jakob Killermann (20) und Abwehrmann Bastian Krämmer (27) werden auch 2019/20 dem EVM-Kader angehören.
Vom damaligen Oberligisten Hamburger SV ist Krämmer vor sechs Jahren in die Dreirosenstadt gewechselt und hat von Beginn an eine Führungsrolle in der Defensive übernommen. Der Enkel von Landshuts Eishockeylegende Alois Schloder gehört damit zu den dienstältesten Spielern beim EVM. In der Vorsaison kam er auf elf Scorerpunkte.
In seine dritte Moosburger Spielzeit geht Angreifer Jakob Killermann. Er war 2017 aus dem EVL-DNL-Kader gekommen und hat sich längst einen Stammplatz bei den Grün-Gelben erkämpft. Acht Tore und zehn Vorlagen sind Killermann 2018/19 gelungen.
Damit gehören dem Landesliga-Kader des EV Moosburg inzwischen 16 Spieler an. Die eine oder andere Position ist also noch frei – wobei die sportliche Leitung heuer von Beginn an beide Kontingentstellen besetzen will. Man darf in den kommenden Wochen also noch mit so mancher personellen Neuigkeit rechnen.

EVM-Kader (Stand 6. August):
Tor: Johannes Probst, Linus Messerer, Carlo Schwarz.
Verteidigung: Kevin Steiger, Lars Eigner, Markus Gröger, Vincenz Maier, Armin Rotzinger, Bastian Krämmer.
Sturm: Tobias Hanöffner, Tobias Stuckenberger, Max Retzer, Daniel Möhle, Alexander Asen, Christian Seidlmayer, Jakob Killermann. 

Drei weitere Stammkräfte sind fix

Freitag, 12. Juli 2019
Die Lücken im grün-gelben Kader werden immer übersichtlicher. Nun haben drei weitere Stammkräfte dem EVM für die neue Saison zugesagt: Neben Stürmer Daniel Möhle (29), zweitbester Scorer der vergangenen Spielzeit, sind dies die beiden Moosburger Eigengewächse Christian Seidlmayer (27) und Alexander Asen (21). Und auch die Zusammensetzung der Landesliga-Gruppe 1 steht inzwischen fest.
Möhle, bereits seit 2015 in der Dreirosenstadt, ist eine verlässliche Größe in der Offensive. Obwohl er in der Vorsaison verletzungsbedingt keine 20 Spiele bestreiten konnte, kam er insgesamt doch auf 31 Scorerpunkte (13 Tore, 18 Vorlagen). Seidlmayer und Asen haben beide das Eishockeyspielen in Moosburg gelernt und zählten 2018/19 zu den Stützen in ihren jeweiligen Blöcken. Allrounder Christian Seidlmayer (sechs Tore, sieben Assists) wurde von Coach Bernie Englbrecht sowohl in der Verteidigung als auch im Sturm eingesetzt, während Alex Asen (sechs Tore, drei Assists) sich ganz auf seine Rolle im Angriff konzentrieren konnte. Unvergessen: Asens Hattrick Ende Oktober, als er das Spiel gegen Vilshofen nach 1:3-Rückstand im letzten Drittel im Alleingang drehte.
Inzwischen hat der Bayerische Eissportverband auch die Einteilung für die Landesliga-Spielzeit 19/20 bekanntgegeben – ohne große Überraschungen: Der EVM bekommt es in der Gruppe 1 mit Aufsteiger EHC Bayreuth 1b, dem ERSC Amberg, dem EV Dingolfing, dem SE Freising, dem ESC Haßfurt, dem EV Pegnitz (Absteiger), VER Selb 1b, dem TSV Trostberg, dem ESC Vilshofen und dem ESV Waldkirchen zu tun. Saisonstart ist am 11. Oktober.
Da sich die Landesligisten erneut nicht einig wurden, was die Kontingentspieler-Regelung betrifft, wird es heuer keine Verzahnungsrunde mit der Bayernliga mehr geben. Was bedeutet: Die ersten Vier der beiden Landesligen spielen in einer Aufstiegsrunde mit anschließenden Playoffs die Aufsteiger wieder selber aus. 

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