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Zwei vorne, zwei hinten - vier weitere Verlängerungen

Tuesday, June 18, 2019
Der Moosburger Kader für die Landesliga-Saison 2019/20 wächst weiter. Und wieder sind es vier Verlängerungen, die die sportliche Leitung bekanntgeben kann – zwei Verteidiger und zwei Stürmer.
Mit Markus Gröger (22) und Kevin Steiger (29) hängen zwei wichtige Defensiv-Stützen ein weiteres Jahr im Trikot der Dreirosenstädter dran. Während Steiger, inzwischen in Moosburg zuhause, in seine fünfte EVM-Saison geht, kam Gröger im Vorjahr aus Landshut zu den Grün-Gelben. Weil sich der 22-Jährige – mit 18 Punkten Topscorer in der Verteidigung – hier sofort wohlfühlte, musste auch er nicht lange überlegen, sein „Ja-Wort“ für 19/20 zu geben.
Kaum mehr wegzudenken aus der Offensive ist Tobias Hanöffner (36), der bereits sieben Spielzeiten in Moosburg hinter sich hat. Ihm bleibt nur zu wünschen, dass er vom Verletzungspech der Vorsaison verschont bleibt, als er die gesamte Verzahnungsrunde verpasste. Davor war er mit sechs Toren und 13 Vorlagen wie gewohnt einer der treffsichersten Angreifer. Noch ärger hatte es 2018/19 Max Retzer (22) erwischt, der aufgrund einer Schulterverletzung lediglich auf drei Einsätze kam. Der Ex-Landshuter fühlt sich inzwischen aber wieder topfit und will in den Offensiv-Plänen von Coach Bernie Englbrecht eine wichtige Rolle spielen.

EVM-Kader (Stand 18. Juni):
Tor: Johannes Probst, Linus Messerer, Carlo Schwarz.
Verteidigung: Kevin Steiger, Lars Eigner, Markus Gröger, Vincenz Maier, Armin Rotzinger
Sturm: Tobias Hanöffner, Tobias Stuckenberger, Max Retzer 

Auch Eigner, Maier, Rotzinger und Stuckenberger sagen Ja

Tuesday, April 16, 2019
Nachdem bereits die Stammkeeper verlängert haben, finden sich nun auch die ersten Feldspieler im Moosburger Kader für die Saison 2019/20. Drei von ihnen waren im Vorjahr noch Neuzugänge.
Junge, hungrige Spieler mit Potential – diese Bezeichnung trifft zweifelsohne auf alle vier Mitglieder dieses Quartetts zu. Deshalb passen Tobias Stuckenberger (20), Armin Rotzinger (21), Vincenz Maier (20) und Lars Eigner (20) auch bestens zur Neuausrichtung des EVM-Kaders, mit der die sportliche Leitung nach dem Bayernligaabstieg 2018 begonnen hat. Alle Vier sind gelernte Verteidiger, werden bis auf Maier von Coach Bernie Englbrecht aber auch in der Offensive eingesetzt. „Für fast jeden von ihnen war es das erste komplette Jahr im Seniorenbereich“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. „Und dafür haben sie ihren Job wirklich sehr gut gemacht.“ Beim EV Moosburg ist man überzeugt, dass sie unter Englbrecht in der neuen Spielzeit die nächsten Schritte machen werden und damit sowohl sich selbst als auch das Team voranbringen werden.
Übrigens: Wer den Verein voranbringen und sich engagieren will, ist am kommenden Donnerstag, 18. April, im Gasthof zur Länd genau richtig. Um 19.30 Uhr beginnt dort das Vorbereitungstreffen für die Jahreshauptversammlung. 

Goalie-Trio bleibt beim EVM

Wednesday, April 10, 2019
Getreu dem Motto „Die Letzten werden die Ersten sein“ startet der EV Moosburg die Mitteilungen zu seiner Personalplanung für die Eiszeit 2019/20 mit den Torhütern. Die gute Nachricht: Das bewährte Trio wird auch in der neuen Saison den Kasten so sauber wie möglich halten.
„Wir freuen uns wirklich sehr, dass sich alle Drei entschieden haben, beim EVM zu bleiben“, kommentiert Vorstandsmitglied Bernhard Loidl das „Ja“ von Linus Messerer, Carlo Schwarz (beide 21) und Johannes Probst (26). Während Probst bereits in seine dritte Saison in Grün-Gelb geht, sind Schwarz und Messerer erst im Vorjahr zu den Dreirosenstädtern gestoßen. Die beiden jungen Landshuter haben sich mit starken Auftritten in der Landesliga aber bereits bestens etabliert.
„Da immer wieder einer unserer Goalies freitags Schichtdienst hat, sind wir froh, dass wir alle Drei haben und sie sich so gut ergänzen“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. So brauche man sich auf der Position des „letzten Mannes“ auch in der kommenden Spielzeit keine Sorgen machen. 

Keine Tore und somit auch keine Punkte in Passau

Monday, March 4, 2019
Eine echte Nullnummer war der letzte Saisonauftritt der Moosburger Eishackler in Passau: Trotz aufopferungsvollem Kampf bis zum Schluss wollte dem EVM bei den Black Hawks einfach kein Treffer gelingen. So blieben auch die Punkte in der Dreiflüssestadt: 5:0 (3:0, 0:0, 2:0) hieß es nach 60 Minuten.
Weil vor dem finalen Auftritt mit Armin Rotzinger und Christian Seidlmayer zwei weitere Stammspieler ausfielen, war Coach Bernie Englbrecht erneut froh, das bewährte U20-Trio – Daniel Loidl, Pascal Eder und Benedikt Triebswetter – dabei zu haben. Die Grün-Gelben konzentrierten sich von Beginn an auf die Defensivarbeit, hatten mit der Abteilung „Sturm und Drang“ der Passauer viel Mühe. Zwei kurze Schwächephasen nutzten die Hausherren im ersten Durchgang für einen Doppelpack (9.) und das 3:0 (20.).
Besser stand die EVM-Abwehr im zweiten Abschnitt. Nicht nur, dass man kaum noch Chancen der Niederbayern zuließ (und einem somit die Andreas-Gabalier-Tormusik erspart blieb) – jetzt kamen die Mannen um Kapitän Kevin Steiger auch selber zu Möglichkeiten. Spannend wurde es aber nicht mehr. Im Schlussdrittel gaben die Black Hawks, die bereits am Freitag den BEL-Klassenerhalt fix gemacht hatten, nochmal Gas und schraubten das Ergebnis auf 5:0 nach oben.

Tore: 1:0 (8:24) Limböck (Sulcik), 2:0 (8:48) Zahora (Daschinger, Wawrotzki), 3:0 (19:14) Schindlbeck (Sulcik), 4:0 (45:48) Sulcik (Geiger), 5:0 (58:26) Müller (Zahora, Schindlbeck). Strafminuten: 0/4. Zuschauer: 777.
Aufstellung: Messerer, Probst; Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Triebswetter; Ujcik, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky, Eder, Loidl. 

EVM gastiert zum Saisonfinale in Passau

Friday, March 1, 2019
Bei den Black Hawks Passau bestreitet der EVM am Sonntag sein letztes Saisonspiel. Da aus Gründen der Chancengleichheit alle Begegnungen zur gleichen Zeit beginnen, wurde das Match von 18.30 auf 18 Uhr vorverlegt. Für Fans sind ein paar Plätze im Mannschaftsbus frei. Abfahrt: 14.30 Uhr.
Ganz entspannt können die zuletzt durch einige U20-Spieler stark verjüngten Grün-Gelben die letzte Aufgabe der Spielzeit in Angriff nehmen. Platz sechs ist ihnen nur noch theoretisch zu nehmen, das kürzlich gesteckte Ziel für die Verzahnungsrunde ist so gut wie erreicht. Für Passau geht es an diesem Wochenende aber noch um einiges mehr: Der Bayernligist rangiert zwar auf Platz drei, hat bei nur zwei Zählern Vorsprung auf Ulm/Neu-Ulm den Klassenerhalt aber noch nicht in der Tasche. Ob es für die Black Hawks am Sonntag gegen den EVM zu einem richtigen Endspiel kommt, hängt in erster Linie vom Ausgang des Nachholspiels ab, das die Dreiflüssestädter heute Abend in Fürstenfeldbruck bestreiten.
Die Moosburger jedenfalls wollen sich mit einem guten Auftritt aus dieser Spielzeit verabschieden – und dabei die favorisierten Niederbayern vielleicht ein bisschen ärgern. 

5:4-Overtime-Erfolg im letzten Heimspiel der Saison

Monday, February 25, 2019
Mit dem erhofften Happy End hat der EV Moosburg seine Fans in die Sommerpause entlassen. Im letzten Heimspiel schlugen die Englbrecht-Schützlinge trotz zwischenzeitlichem Zwei-Tore-Rückstand den EV Pegnitz in der Overtime mit 5:4 (1:3, 2:0, 1:1, 1:0). Der sechste Platz in der Verzahnungsrunde ist damit so gut wie sicher.
Der finale Auftritt in der Sparkassen-Arena bot noch einmal ein EVM-Best of der sich dem Ende zuneigenden Spielzeit: vergebene Chancen, einfache Gegentore, aber auch bedingungslosen Einsatz, jede Menge Moral und eine erfolgreiche Aufholjagd. Durch die Rückkehr von Philipp Ujcik und Markus Gröger hatte Trainer Bernie Englbrecht inklusive der drei U 20-Schnupperspieler ein 17+2-Aufgebot zur Verfügung, das Vincenz Maier in der 9. Minute verdientermaßen in Führung schoss. Doch weil man die anderen guten Chancen wieder mal nicht verwerten konnte, trauten sich nach zehn Minuten auch die Pegnitzer in Richtung gegnerisches Tor. Und die nutzten ihre Möglichkeiten eiskalt, zogen bis zum Ende des ersten Abschnitts etwas überraschend auf 1:3 davon.
Nach dem Seitenwechsel waren es die IceDogs, die den Ton angaben. Jetzt ließen allerdings sie die Chancen aus – und ermöglichten so den Hausherren, sich wieder heranzukämpfen: Nolan Regan fälschte einen Gilg-Schuss unhaltbar ab (27.) und Daniel Klinecky glich vier Minuten vor dem zweiten Pausentee zum 3:3 aus. So war im Schlussabschnitt der psychologische Vorteil auf Seiten der Dreirosenstädter: Gut drei Minuten waren vorbei, als Nolan Regan seine Farben wieder in Führung brachte. Diese hielt aber nur bis zweieinhalb Minuten vor Schluss, weil Pegnitz in einer Druckphase das 4:4 markierte.
Da die Gäste allerdings eine Strafe in die Verlängerung mitnahmen, begannen die Moosburger die Overtime in 4:3-Überzahl: Den Platz nutzte Markus Gröger nach nur 25 Sekunden zum vielumjubelten Siegtreffer.

Tore: 1:0 (8:37) Maier (Gröger), 1:1 (11:35) Navarra (Jüngst), 1:2 (13:04) Schwarz (Navarra, Krapf), 1:3 (17:06) Kuhn (Mlynek), 2:3 (26:02) Regan (Gilg, Krämmer), 3:3 (36:06) Klinecky (Killermann, Seidlmayer), 4:3 (43:02) Regan (Rotzinger, Gröger), 4:4 (57:30) Wolsch, 5:4 (60:25) Gröger (Regan, Klinecky), Strafminuten: 4/6. Zuschauer: 101.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Eigner, Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Rotzinger; Ujcik, Gilg, Seidlmayer, Eder, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky, Loidl, Triebswetter. 

EVM schrammt in Ulm haarscharf an Punkten vorbei

Sunday, February 24, 2019
Weil er sonst nur noch zwölf Feldspieler zur Verfügung gehabt hätte, nahm EVM-Coach Bernie Englbrecht am Freitag auch die drei U 20-Akteure Benedikt Triebswetter, Pascal Eder und Daniel Loidl mit nach Ulm. Und die machten bei ihren Kurzeinsätzen ebenso einen guten Job wie der Rest der Rumpftruppe – so gut, dass es fast zu Punkten gereicht hätte. Am Ende mussten sich die Moosburger den Devils aber unglücklich mit 3:4 (1:2, 1:0, 1:2) geschlagen geben.
1:9 hatten die Grün-Gelben das Hinspiel gegen die Ulmer verloren. Und da waren die Personalsorgen noch nicht so ausgeprägt gewesen. So musste man am Freitag eine weitere Klatsche befürchten, zumal mit Markus Gröger, Philipp Ujcik und Daniel Möhle kurzfristig drei weitere Stammkräfte ausgefallen waren. Doch der EVM gab 60 Minuten lang einen mindestens ebenbürtigen Gegner ab. Englbrecht brachte es bei der Pressekonferenz auf den Punkt: „Ulm hat einfach nur seine Chancen besser genutzt. Das war der einzige Unterschied.“
Schon nach dem ersten Abschnitt, in dem Vincenz Maier erst 40 Sekunden vor der Sirene der 1:2-Anschluss gelungen war, hätten die Gäste genau so gut in Führung liegen können. Kurz nach Wiederbeginn dann der verdiente Ausgleich: Lars Eigner netzte auf Zuspiel von Tobias Gilg und Nolan Regan ein (25.). Daraufhin erspielten sich die Moosburger noch einige weitere gute Möglichkeiten, es blieb jedoch beim 2:2.
Im Schlussdrittel setzte sich dann die Routine der Hausherren durch. Ein Doppelschlag in der 50. und 53. Minute minimierte die Chancen des EVM, Punkte aus Neu-Ulm mitzunehmen. Aber man gab bis zum Schluss nicht auf: Im Powerplay verkürzte Armin Rotzinger bei Spielzeit 59:34 auf 3:4 und vier Sekunden vor dem Ende hatte Basti Krämmer aus kurzer Distanz den Ausgleich auf dem Schläger – er verzog aber knapp.

Tore: 1:0 (3:22) Schirrmacher (Döring, Ceslik), 2:0 (16:34) Brückner, 2:1 (19:20) Maier (Regan, Killermann), 2:2 (24:48) Eigner (Gilg, Regan), 3:2 (49:15) Dörner (Synek, Tenschert), 4:2 (53:04) Dörner (Stempfel, Koberger), 4:3 (59:34) Rotzinger (Steiger, Krämmer). Strafminuten: 10/16. Zuschauer: 380.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Krämmer, Klinecky, Maier, Steiger, Rotzinger, Triebswetter; Stuckenberger, Eder, Seidlmayer, Regan, Gilg, Asen, Killermann, Loidl, Eigner. 

Coach fordert zum Saison-Endspurt nochmal Zählbares

Thursday, February 21, 2019
Weil weder der Abstieg droht, noch der Aufstieg ein Thema ist, sind es die kleinen Ziele, die sich die Eishackler des EV Moosburg zum Finale der laufenden Saison vornehmen. „Wir wollen Platz sechs halten und uns anständig von unserem Publikum verabschieden“, fordert EVM-Coach Bernie Englbrecht vorm letzten Heimspiel 2018/19 am Sonntag gegen den EV Pegnitz (17.15 Uhr). Auswärts tritt der EVM am Freitag bei den Devils in Neu-Ulm an (20 Uhr; Busabfahrt 16 Uhr).
Während es für Sonntag personell ganz gut ausschaut, müssen die Grün-Gelben die Fahrt an die bayerisch-württembergische Grenze mit einem besseren Rumpfkader absolvieren. Markus Gröger und Philipp Ujcik werden aus beruflichen Gründen fehlen, die Frage, ob Goalgetter Daniel Möhle dabei sein kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. „Wenn’s dann nur elf Feldspieler sein sollten, müssen wir halt damit auskommen“, sagt Englbrecht.
Dass die Moosburger in dieser Verzahnungsrunde, wenn man das anfängliche Sechs-Punkte-Wochenende mal herausnimmt, nie eine Rolle im Kampf um die drei Aufstiegsplätze gespielt haben, liegt nach Meinung des Coaches in erster Linie an der Schwäche im Abschluss: „Mit durchschnittlich zwei Toren pro Spiel kann das nichts werden.“ Dabei wolle er seinen Schützlingen nicht mal absprechen, dass sie sich nicht bemüht hätten („Besonders in den letzten Spielen wurde gekämpft bis zum Umfallen“), aber vorn fehlten halt die Leute, die zum richtigen Zeitpunkt die Tore machen. Englbrecht: „Hätten wir dieses Problem in den Griff gekriegt, wären einige Spiele ganz anders verlaufen – und wir hätten auch mehr als neun Punkte auf dem Konto.“
Wie die viertplatzierten Ulmer Devils zum Beispiel, die bereits 18 Zähler eingesackt und vier Spieltage vor Schluss zumindest noch eine theoretische Chance auf den Bayernliga-Aufstieg haben. Das Hinspiel hatte der VfE in Moosburg überraschend deutlich mit 9:1 gewonnen – auch, weil sich der EVM damals „wie das Kaninchen vor der Schlange“ (Englbrecht) präsentiert hatte.
Deutlich näher an Zählbarem waren die Dreirosenstädter in der Hinrunde in Pegnitz. 4:6 hieß es da nach 60 Minuten, weshalb Moosburgs Coach gegen den bereits als Ex-Bayernligist feststehenden Tabellennachbarn am Sonntag einen Sieg fordert. 

Pfaffenhofener Aufstiegsfeier in der Sparkassen-Arena

Monday, February 18, 2019
Kein Zweifel: Seit dem Heim-Dreier gegen Burgau vor einer Woche zeigt das Form-Barometer des EV Moosburg wieder nach oben. Dass es in den jüngsten drei Spielen der Verzahnungsrunde nur für drei Punkte gereicht hat, lag in erster Linie an der schlechten Chancenverwertung. Dieses Bild bot sich auch bei der sonntäglichen 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)-Niederlage gegen Spitzenreiter EC Pfaffenhofen, der im Gegensatz zum EVM praktisch in Bestbesetzung angereist war.
Konnte Coach Bernie Englbrecht am Freitag in Schweinfurt bis auf den beruflich verhinderten Jakob Killermann noch auf fast alle verfügbaren bzw. nicht langzeitverletzten Spieler seines Kaders zurückgreifen, hatte sich das Blatt vor dem Hallertau-Derby schon wieder gewendet. Mit Vincenz Maier und Markus Gröger fehlten zwei Stammverteidiger – und weil der zuletzt ziemlich treffsichere Daniel Möhle mit Kreislaufproblemen vorzeitig vom Eis musste, standen den 17 Pfaffenhofenern irgendwann nur noch zwölf Moosburger Feldspieler gegenüber. „Die haben ihre Sache aber gut gemacht“, lobte Englbrecht sein Team.
Um überhaupt zwei Verteidigungsreihen zusammenzubringen, hatte der Trainer Daniel Klinecky in die Abwehr zurückgezogen. Und man merkte, dass der Tscheche auf dieser Position schon öfter gespielt hat. Gleich nach 30 Sekunden schlug ein verdeckter Distanzschuss von ihm im Gäste-Tor ein – ein Start nach Maß. In der Folge erhöhten die Pfaffenhofener, die noch einen Zähler brauchten, um die Rückkehr in die Bayernliga perfekt zu machen, zwar massiv den Druck, der Ausgleich fiel allerdings erst nach einer Viertelstunde. Daraufhin boten sich auch den Hausherren wieder einige Gelegenheiten, weshalb das Remis zur Pause durchaus in Ordnung ging.
Den zweiten Abschnitt eröffnete der ECP mit einem Blitzstart: 21 Sekunden nach Wiederbeginn schlug die Scheibe im Moosburger Tor ein. Die Gäste hatten in der Folge zwar optische Vorteile, der EVM hielt jedoch mit Kampfkraft dagegen und blieb weiter torgefährlich. Ausgerechnet in einer Phase, in der der Ausgleich in der Luft lag, kamen die IceHogs per Konter zum 1:3 (36.).
Und die Englbrecht-Schützlinge ließen auch im Schlussabschnitt nicht locker, bissen sich immer wieder im Gäste-Drittel fest. Doch es wollte kein weiterer Treffer fallen. „Mit unseren ein, zwei Toren pro Spiel holt man halt nur selten Punkte“, merkte Bernie Englbrecht an. Der EC Pfaffenhofen zeigte, wie man’s macht und sorgte acht Minuten vor dem Ende mit Tor Nummer vier für die Vorentscheidung.
Nach der Schlusssirene knallten bei den Gästen und ihren rund 100 mitgereisten Fans die Sektkorken: Die Rückkehr in die Bayernliga war geschafft!

Tore: 1:0 (0:30) Klinecky (Killermann), 1:1 (13:47) Duprey (Pielmeier, Stähle), 1:2 (20:21) Endreß (Stähle, Lohrer), 1:3 (35:39) Thebing (Fardoe), 1:4 (52:26) Stähle (Duprey, Endreß). Strafminuten: 6/4. Zuschauer: 182.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Krämmer, Steiger, Rotzinger, Klinecky; Ujcik, Eigner, Seidlmayer, Möhle, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger. 

Beim 2:6 in Schweinfurt zu viele Chancen liegengelassen

Sunday, February 17, 2019
Auch wenn der EVM am Freitag im Schweinfurter Icedome seinen jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen konnte - für Punkte hat es nicht gereicht. Bei der 2:6 (2:1, 0:2, 0:3)-Niederlage fehlte den Grün-Gelben insbesondere im zweiten Abschnitt das nötige Zielwasser.
"Wir haben gewusst, dass es gegen Moosburg nicht leicht wird", bilanzierte ERV-Coach Leos Zajic nach der Partie. "Aber, dass es so schwer wird, haben wir nicht erwartet." Auch wenn das Ergebnis am Ende recht deutlich aussieht, stand die Partie lange auf des Messers Schneide. Die Gäste starteten furios und gingen durch einen schön vorgetragenen Angriff in Person von Daniel Möhle bereits nach drei Minuten in Führung. Eine doppelte Überzahl bescherte den Mighty Dogs zwar kurz darauf den Ausgleich, doch die Dreirosenstädter waren weiterhin ein mindestens ebenbürtiger Gegner. Nachdem man eine mehrminütige Druckphase der Hausherren überstanden hatte, schoss abermals Möhle den EVM wieder in Führung (19.).
Der zweite Abschnitt liest sich auf dem Papier (2:0) wie eine klare Sache für die Schweinfurter. Tatsächlich waren die Moosburger in diesem Drittel das torgefährlichere Team, das allerdings - wie schon am vergangenen Sonntag gegen Burgau - viel zu fahrlässig mit seinen Chancen umging. EVM-Trainer Bernie Englbrecht: "Wenn wir da unsere Möglichkeiten einigermaßen nutzen, haben wir zwei, drei Tore mehr. Aber leider ist es uns in einem Fall nicht mal gelungen, das leere Tor zu treffen - sondern nur den Pfosten." Die Gastgeber hingegen präsentierten sich vor dem Moosburger Gehäuse eiskalt und konnten den stark haltenden Carlo Schwarz zwei weitere Male überwinden.
Wer weiß, was im Schlussabschnitt noch möglich gewesen wäre, wenn die Englbrecht-Schützlinge nicht schon eine Minute nach Wiederbeginn das 4:2 kassiert hätten. Dieser Treffer gab den zuvor oft nervös wirkenden Schweinfurtern nun die nötige Sicherheit. Die Moosburger Torchancen wurden weniger, der ERV hingegen suchte jetzt die Entscheidung. Für die sorgte zehn Minuten vor der Schlusssirene ihr Goalgetter Josef Straka. Der sechste Treffer durch ein Powerplay in der letzten Minute war nur noch für Statistiker interessant.

Tore: 0:1 (3:11) Möhle (Regan, Gröger), 1:1 (6:52) Schadewaldt (Rypar, Straka), 1:2 (18:39) Möhle (Regan), 2:2 (31:08) Straka (Kouba), 3:2 (39:31) Rypar (Straka, Schadewaldt), 4:2 (41:06) Rypar, 5:2 (50:50) Straka (Ledin), 6:2 (58:44) Schäfer (Straka, Kouba). Strafminuten: 6/8. Zuschauer: 536.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger; Ujcik, Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Gilg, Klinecky, Asen, Eigner, Möhle. 

EVM will Top-3-Teams ein Bein stellen

Thursday, February 14, 2019
Zwei harte Brocken kommen auf den EVM an diesem Wochenende zu. Bevor am Sonntag Verzahnungsrunden-Spitzenreiter EC Pfaffenhofen zum vierten Hallertau-Derby der laufenden Spielzeit in der Sparkassen-Arena aufkreuzt (17.15 Uhr), müssen die Dreirosenstädter am Freitag zum Tabellendritten ERV Schweinfurt (20 Uhr, Bus-Abfahrt 15 Uhr).
Mit dem 3:2-Heimsieg über Burgau konnten die Moosburger die schwarze Serie von sechs Pleiten in Folge erst mal stoppen. Coach Bernie Englbrecht hatte am vergangenen Sonntag auch nicht wirklich viel am Auftritt seiner Mannschaft auszusetzen - “bis auf die Chancenverwertung, klar”. Doch weil seine Jungs bis zum Schluss nicht locker gelassen haben und so den 0:2-Rückstand noch in einen Sieg verwandeln konnten (“Mit solchem Einsatz und Willen kann man in dieser Gruppe auch andere schlagen”), muss er sich auch um die Moral in der Truppe keine Sorgen machen.
Selbiges gilt für die Mannschaftsstärke, die sich langsam wieder dem Status “normal” nähert. Sollte Angreifer Tobias Gilg tatsächlich wieder eingesetzt werden können, hätte Englbrecht in den kommenden beiden Begegnungen nach Wochen mal wieder drei komplette Blöcke zur Verfügung. Mit weiteren Rückkehrern ist vorerst allerdings wohl eher nicht zu rechnen.
Die Moosburger werden an diesem Wochenende zwei Top-Leistungen abrufen müssen, wenn sie gegen die beiden Bayernligisten in spe punkten wollen. War das 1:5 im Heim-Hinspiel gegen Schweinfurt auch mit etwas Pech verbunden, standen die Grün-Gelben beim 1:8 in Pfaffenhofen auf verlorenem Posten. Vorteil für die Englbrecht-Schützlinge: Sie haben fünf Spieltage vor Schluss kaum noch was zu verlieren, während beide Widersacher noch mitten im Aufstiegs- (Pfaffenhofen) bzw. dem Kampf um den Klassenerhalt (Schweinfurt) stecken. Die Moosburger könnten im Übrigen selber auch noch einen Schritt nach oben machen: Drei Punkte liegen sie aktuell hinter den fünftplatzierten Ulmern. Der Aufstiegszug freilich ist längst abgefahren. 

EVM ringt Burgau erst in der Schlussviertelstunde nieder

Monday, February 11, 2019
Der EVM kann also doch noch gewinnen! Knapp, aber hoch verdient schlugen die Grün-Gelben am Sonntag die Burgauer Eisbären mit 3:2 (0:1, 0:1, 3:0). Dass der Sieg erst in den Schlusssekunden zustande kam, lag an der - vorsichtig ausgedrückt - mangelhaften Chancenverwertung der Hausherren.
Die Spielerbänke waren auf beiden Seiten übersichtlich besetzt: Während bei Moosburg der 14+2-Kader von der Freitagspleite in Fürstenfeldbruck eine Chance zur Wiedergutmachung erhielt, hatten die Burgauer lediglich zwölf Feldspieler an Bord. Kampf und Einsatz waren von Beginn an Trumpf auf dem Eis. Der ESV ließ den EVM das Spiel machen und setzte auf schnelle Konter, besonders über seinen Topscorer David Zachar. Die Hausherren agierten unter dem Zusatz "stets bemüht", ohne jedoch wirklich torgefährlich zu sein. Da sich immer wieder Abspielfehler in den Moosburger Aufbau schlichen, war es auch kein Wunder, dass Burgau einen solchen nach einer Viertelstunde zu einem Gegenangriff nutzte, den eben jener Zachar zum 0:1 verwertete.
Doch der EVM ließ sich davon nicht beirren und verstärkte nach dem ersten Pausentee seine Offensivbemühungen. Die Begegnung spielte sich in der Folge fast nur noch im Drittel der Gäste ab. Deren Keeper Roman Jourkov, der die Offensivabteilung der Dreirosenstädter schon im Hinspiel zur Verzweiflung getrieben hatte, konnte seinen Kasten - auch in den sich mehrenden Unterzahlsituationen - weiter sauber halten. Obwohl der Moosburger Druck immer größer wurde, durften auch in diesem Abschnitt nur die Eisbären jubeln: In der Schlussminute erhöhten sie im Powerplay auf 2:0.
Aber die Gastgeber hatten ja noch 20 Minuten - und in denen brannten sie gegen die immer müder wirkenden Gäste ein echtes Offensivfeuerwerk ab. Staunend verfolgte das Publikum, wie man es schaffte, eine Riesenchance nach der anderen liegen zu lassen. Unvermögen und Pech (insgesamt drei Pfostenschüsse) wechselten sich ab. Was da auf der Anzeigetafel stand, hatte mit der Realität längst nichts mehr zu tun. Eine Viertelstunde vor dem Ende erlöste Markus Gröger mit einem Präzisionsschlenzer die Grün-Gelben. Aber es dauerte weitere zehn Minuten, bis dem 1:2 der ersehnte Ausgleich folgte: Daniel Möhle vollendete ein Zuspiel von Kevin Steiger im Powerplay. Und die Kräfte bei den Burgauern schwanden weiter, einem unnötigen Foul folgte das nächste: In der Schlussminute bot sich dem EVM dann sogar die Chance, ein 5:3-Überzahlspiel aufzuziehen. Und da schlug Nolan Regan, heuer schon ein paar Mal Moosburger Matchwinner, wieder zu. Von rechts außen brachte er 24 Sekunden vor dem Ende die Scheibe im Burgauer Kasten unter. Dann war Schluss. Und nach sechs Niederlagen in Folge stand fest: Der EVM kann also doch noch gewinnen!

Tore: 0:1 (16:16) Zachar (Schönwetter), 0:2 (39:12) Arnold (Zachar, Seifert), 1:2 (45:15) Gröger, 2:2 (55:12) Möhle (Steiger, Regan), 3:2 (59:36) Regan (Möhle, Klinecky). Strafminuten: 8/20+10. Zuschauer: 167.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Rotzinger; Ujcik, Eigner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky. 

Trotz 2:0-Führung: EVM geht auch in Fürstenfeldbruck leer aus

Sunday, February 10, 2019
Stark angefangen, aber dann noch viel stärker nachgelassen: Der EVM hat am Freitag beim bis dahin punktlosen EV Fürstenfeldbruck nach 2:0-Führung noch mit 2:6 (2:1, 0:3, 0:2) verloren. Die sechste Verzahnungsrunden-Pleite in Folge sorgte für große Ernüchterung bei Vorstand und mitgereistem Anhang.
Dass den Dreirosenstädtern auch an diesem Wochenende einige wichtige Leistungsträger fehlten, ist die eine Seite. Andererseits hätte die Qualität, die in dem 16-Mann-Kader steckte, durchaus reichen müssen, um beim (Ex-)Tabellenletzten der Verzahnungsrunde B etwas Zählbares mitzunehmen. Doch der Leistungsabfall ab dem zweiten Drittel sorgte dafür, dass es zum Schluss nicht mal mehr spannend wurde – und Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger unmittelbar nach Spielende ein paar deutliche Worte in der Kabine von sich gab.
Dabei sah es im ersten Abschnitt durchaus so aus, als ob die Englbrecht-Schützlinge den Erfolg vom Hinspiel (2:0) wiederholen könnten. Dieses Mal brauchten sie für die zwei Tore sogar bloß bis zur zehnten Minute: Philipp Ujcik hatte zunächst einen Abwehrfehler der Brucker bestraft (9.), Christian Seidlmayer eine Kombination über Rückkehrer Markus Gröger vollendet (10.). Der EVM schien alles im Griff zu haben – selbst dann, als man gegen die in dieser Phase harmlosen Hausherren eine 3:5-Unterzahl überstehen musste. Der 1:2-Anschluss nach einer Viertelstunde schien nicht mehr als ein kleiner Unfall zu sein, zu souverän trat Moosburg auf.
Doch nach dem Seitenwechsel entglitt die Partie den Grün-Gelben langsam. Die Crusaders hatten sich in der Pause neu geordnet, traten forscher auf und glichen in der 22. Minute aus. Von den Moosburgern war offensiv immer weniger zu sehen, dafür besuchten sie weiterhin fleißig die Strafbank. Dem 3:2 ließ der EVF nach 38 Minuten bei erneuter 5:3-Überzahl sogar den vierten Treffer folgen.
Im Schlussdrittel blieb es bei Aufbäumversuchen des EVM. Es fehlten die Ideen im Angriff – selbst bei doppelter Überzahl verließ man sich auf Distanzschüsse der Verteidiger. Und wenn mal ein Gäste-Stürmer alleine vorm Fürstenfeldbrucker Goalie auftauchte, war dieser nun nicht mehr zu überwinden. Die Crusaders dagegen nutzten ihre Chancen. Und mit dem Tor zum 6:2 nach 46 Minuten war das Match dann auch entschieden.

Tore: 0:1 (8:11) Ujcik, 0:2 (9:08) Seidlmayer (Gröger, Krämmer), 1:2 (14:15) Steidle (Hoffmann, Ehemann), 2:2 (22:03) Kolb (Brunenberg), 3:2 (34:40) Hoffmann (Brunenberg, Kilian), 4:2 (38:10) Brunenberg (Gruhler), 5:2 (43:21) Steidle (McGehee), 6:2 (46:09) Ehemann (Hoffmann). Strafminuten: 16/20 +10 (Steiger). Zuschauer: 60.
Aufstellung: Messerer, Schwarz (ab 46:08), Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Rotzinger; Ujcik, Eigner, Seidlmayer, Möhle, Asen, Killermann, Stuckenberger, Regan, Klinecky. 

Bernie Englbrecht bleibt EVM-Coach

Thursday, February 7, 2019
Das Wichtigste zuerst: Bernie Englbrecht bleibt auch in der Saison 2019/20 EVM-Trainer. Vorstand und Coach haben sich vor wenigen Tagen auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Eine Nachricht, die sieben Spieltage vor Saisonende vielleicht auch dem Team noch mal Schwung verleiht.
Sechs Punkte befinden sich auf dem Konto des EV Moosburg. Und die holte man genau gegen die Mannschaften, mit denen es die Dreirosenstädter an diesem Wochenende zum Rückrundenauftakt in der Verzahnungsgruppe B zu tun bekommen. Am Freitag führt die Reise in die Freiluftarena des EV Fürstenfeldbruck (20 Uhr; Busabfahrt 17 Uhr), am Sonntag kommt der ESV Burgau 2000 in die Sparkassen-Arena (17.15 Uhr). Englbrecht lässt an der Zielsetzung keine Zweifel aufkommen: „Wir wollen in beiden Spielen Punkte holen.“
Langsam, ganz langsam scheint sich die personelle Lage bei den Grün-Gelben wieder zu verbessern: Mit Markus Gröger und Kevin Steiger sind in dieser Woche zwei eigentlich unverzichtbare Verteidiger zurückgekehrt. Da sich auch Tobias Stuckenberger trotz lädiertem Schienbein wieder aufs Eis wagen will, stehen dem Trainer immerhin 14 Feldspieler zur Verfügung. Angreifer Max Retzer hingegen ist nach seinem Comeback schon wieder raus. Er zog sich gegen Passau einen Innenbandanriss zu.
Auch wenn die Kader-Stärke natürlich weiterhin nicht ideal sei, erwartet sich Englbrecht nach der jüngsten Niederlagen-Serie „schon eine Reaktion“. Dass beim einen oder anderen Spieler nach dem Erreichen der Verzahnungsrunde anscheinend die Luft raus sei, wolle er auch im Hinblick auf die kommende Spielzeit so nicht hinnehmen: „Mein Ziel ist es, hier in Moosburg mit jungen Spielern etwas aufzubauen und auch eine andere Kultur reinzubringen.“ Deshalb schaue er bereits jetzt genau, auf wen er auch in der neuen Saison bauen könne. „Es liegt nicht an mir, sondern an den Spielern selber“, so Englbrecht. Für „Zeitvertreib-Hockey“ habe er seinen Vertrag in Moosburg jedenfalls nicht verlängert.
Für den EVM, aktuell Tabellensechster, ergibt sich an diesem Wochenende die wohl letzte Chance, noch einmal den Anschluss an die obere Tabellenhälfte herzustellen. Tabellenschlusslicht Fürstenfeldbruck hat bislang noch gar keinen Punkt auf dem Konto, während die siebtplatzierten Burgauer immerhin ein Spiel (6:3 in FFB) gewonnen haben. Ihr Hinrunden-5:1 gegen Moosburg ist wegen des Einsatzes von fünf Kontingentspielern vom Verband nachträglich in ein 0:5 umgewandelt worden. 

1:8 - Black Hawks krallen sich in Moosburg alle drei Punkte

Sunday, February 3, 2019
Nur im ersten Drittel begegnete man sich auf Augenhöhe, danach waren die Black Hawks das eindeutig bessere Team: So holte Bayernligist Passau am Freitag beim 1:8 (1:2, 0:4, 0:2) ohne größere Schwierigkeiten "die eingeplanten drei Punkte" (Coach Christian Zessack). Die unermüdlich rackernde Moosburger Mini-Truppe wurde derweil weiter dezimiert.
Die Rollen waren vor Spielbeginn klar verteilt. Selbst wenn der EVM komplett hätte antreten können, wäre Passau der Favorit gewesen. Ohne sechs verletzte Leistungsträger und mit lediglich 13 Feldspielern blieb den Grün-Gelben nur die Hoffnung, von den Gästen unterschätzt zu werden. So ein bisschen taten das die Niederbayern im ersten Abschnitt vielleicht sogar, wirkten überrascht vom forschen Auftritt der Hausherren. Die belohnten sich nach dreieinhalb Minuten, als Rückkehrer Max Retzer Vincenz Maier bediente und der zum 1:0 einnetzte. Kurz danach hatte Chris Seidlmayer mit der Rückhand sogar die große Chance auf den zweiten Treffer. Doch je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurden die Passauer. Und nach neun Minuten kamen sie zum Ausgleich. Die Grün-Gelben hielten kämpferisch dagegen, blieben ihrerseits torgefährlich, konnten den Doppelpack von Black-Hawks-Goalgetter Petr Sulcik nach einer Viertelstunde aber nicht verhindern.
In den ersten sechs Minuten des zweiten Drittels unterstrichen die Black Hawks dann, warum in der Dreiflüssestadt nicht über die Angst vorm Landesliga-Abstieg, sondern die Hoffnung auf die baldige Oberliga-Rückkehr geredet wird. Die Gastgeber standen auf verlorenem Posten, als die Tore zum 1:3 (22.), 1:4 (24.) und 1:5 (27.) fielen. Moosburgs Trainer Bernie Englbrecht sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Die Passauer scheiterten in der Folge noch so manches mal an EVM-Keeper Carlo Schwarz, nach einer halben Stunde war das halbe Dutzend aber trotzdem voll.
Die letzten 20 Minuten wurden dann von beiden Seiten mit deutlich weniger Schwung bestritten. Die Moosburger, weil sie nicht mehr konnten, die Passauer, weil sie nicht mehr mussten. Zweimal (45./60.) musste Schwarz dann aber trotzdem noch hinter sich greifen. Max Retzer hatte in dieser Phase das Eis mit einer Knieverletzung bereits verlassen. Und auch "Dauerläufer" Tobias Stuckenberger erwischte es: Nachdem er die Scheibe unglücklich aufs Schienbein bekommen hatte, musste der Nachwuchsstürmer genäht werden. Eines ist sicher: Die Personalsorgen werden den EVM auch in der am kommenden Wochenende beginnenden Rückrunde der Verzahnung nicht loslassen.

Tore: 1:0 (3:32) Maier (Retzer), 1:1 (8:30) Sulcik (Nemecek, Janzen), 1:2 (15:42) Sulcik (Janzen, Nemecek), 1:3 (21:48) Kößl (Merka, Pertl), 1:4 (23:28) Sulcik (Schindlbeck, König), 1:5 (26:31) Schindlbeck (Sulcik, Janzen), 1:6 (30:18) Pertl (Merka, Nemecek), 1:7 (44:03) Sulcik (Schindlbeck, Nemecek), 1:8 (59:09) Janzen (Nemecek, Sulcik). Strafminuten: 6/2. Zuschauer: 175.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Maier, Krämmer, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Seidlmayer, Möhle, Retzer, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky. 

Personalsorgen bleiben Bernie Englbrechts Begleiter

Thursday, January 31, 2019
Halbzeit in der Verzahnungsrunden-Gruppe B. Das Freitags-Heimspiel gegen den Bayernligisten Black Hawks Passau (19.30 Uhr) ist gleichzeitig das einzige Match, das die Moosburger Kufencracks an diesem Wochenende zu bestreiten haben. Und darüber ist man im Lager der Grün-Gelben alles andere als traurig.
Mit „Wundertüten“ vergleicht Trainer Bernie Englbrecht die aktuellen Trainingseinheiten des EVM. Wer kommt? Wer fehlt? Wer ist vielleicht nur in Zivil da? Lauter Fragen, die sich der Coach unter der Woche stellen muss. Die personelle Situation ist dieser Tage so prekär wie noch nie in dieser Saison. Nach Patrice Dlugos (Knie) hat möglicherweise auch Neuzugang Stefan Groß (ausgekugelte Schulter) das vorzeitige Saisonende ereilt. Tobias Gilg (Innenbandanriss) wird noch ein bis zwei Wochen fehlen und Tobias Hanöffner (Schulterprobleme) kann vorerst nur locker mittrainieren. Aber nicht nur vorne, auch hinten hat Englbrecht Sorgen: Mit Markus Gröger (Grippe) und Kevin Steiger (Leistenverletzung) fehlen wohl auch gegen Passau zwei wichtige Verteidiger. Goalie Linus Messerer ist nach überstandener Grippe zwar zurück, „ob es Sinn macht, ihn schon wieder spielen zu lassen, ist aber die andere Frage“, die sich Bernie Englbrecht stellt. Und die U 20, aus der er vielleicht den einen oder anderen Youngster hätte hochziehen können, absolviert zeitgleich selber ein Punktspiel. Fazit: Die Rumpftruppe (13+2), mit der sich der EV Moosburg am Sonntag in Pegnitz wacker geschlagen hat (4:6), wird wohl auch gegen die Habichte auf dem Eis stehen.
Die haben den Klassenerhalt nach sechs von 13 absolvierten Verzahnungsrunden-Spielen fest im Visier. Während der EVM als Tabellensechster schon einen strammen Zwischensprint bräuchte, um wieder zu den Top-3-Plätzen aufzuschließen, rangieren die Passauer mit einem Punkt (und einer Partie) Rückstand auf Pfaffenhofen souverän auf dem zweiten Platz. Doch noch brauchen die Dreiflüssestädter Punkte, um das Abstiegsgespenst endgültig zu verjagen – auch am Freitag in Moosburg. Dazu sollen drei Ex-Grün-Gelbe ihren Teil beitragen: So gibt es ein Wiedersehen mit Daniel Schander, Dominik Schindlbeck und Oliver Wawrotzki. Drei Stürmer, die Bernie Englbrecht sicher gerne auf seiner Seite hätte. 

Endspurt in Pegnitz nicht mit Punkten belohnt

Monday, January 28, 2019
Nach den jüngsten Klatschen und neuesten personellen Ausfällen musste man das Schlimmste befürchten. Aber: Der EVM zog sich bei seinem Sonntags-Gastspiel in Pegnitz achtbar aus der Affäre und hätte in den Schlussminuten gegen den Bayernligisten fast noch gepunktet. Letztendlich fuhren die Hausherren einen verdienten 6:4 (1:0, 4:1, 1:3)-Erfolg ein.
Mit Markus Gröger, Tobias Gilg, Kevin Steiger und Stefan Groß haben sich nach dem Ulm-Heimspiel vier weitere Leistungsträger verletzt bzw. erkrankt abgemeldet. „Deshalb war ich mit dem Auftritt meiner Rumpftruppe eigentlich ganz zufrieden“, sagte Moosburgs Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz. Die 13 grün-gelben Feldspieler hatten einen guten Start erwischt: Hinten standen sie sicher und griffen nach den Puckverlusten der IceDogs immer wieder überfallartig das Pegnitzer Gehäuse an. Alleine Nolan Regan hatte zweimal den Führungstreffer auf dem Schläger. Von den Hausherren war nicht allzu viel zu sehen – bis in der zehnten Minute trotzdem die Scheibe im EVM-Tor lag.
Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste gewillt, das Chancenplus endlich auch auf der Anzeigetafel sichtbar zu machen – aber das ging daneben: Pegnitz überrumpelte die Dreirosenstädter per Doppelschlag (21./22.). Jetzt dominierte der EVP, verschärfte das Tempo. Moosburg stand unter Druck und musste einen weiteren Doppelschlag (29./31.) hinnehmen. Die nächste Klatsche bahnte sich an. Doch Daniel Möhle sendete mit dem 1:5 (40.) ein kleines Lebenszeichen.
Auf dem bauten die Englbrecht-Schützlinge in den letzten 20 Minuten auf. Trotz des frühen sechsten Treffers der Pegnitzer kam Moosburg nun wieder besser ins Spiel und wollte mindestens noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Dass daraus fast noch Zählbares geworden wäre, hatten die Gäste den in der Schlussphase zunehmenden Undiszipliniertheiten der Hausherren zu verdanken, die die Unparteiischen vielleicht etwas zu genau ahndeten. Sechs Zwei-Minuten- und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe kassierten die „Eishunde“ ab der 50. Minute. Die 5:3-Gelegenheiten nahmen Basti Krämmer mit zwei Distanzschüssen (53./54.) und der zuvor glücklose Nolan Regan (54.) gerne an. Nach dem 4:6 war die Aufholjagd allerdings beendet.
Immerhin: Vier Tore in einem Spiel sind den Moosburgern in der gesamten Verzahnungsrunde noch nicht geglückt. Vielleicht ist die Ladehemmung damit endgültig beendet.

Tore: 1:0 (9:30) Wolsch (Mlynek, Navarra), 2:0 (20:30) Mlynek (Kuhn, Navarra), 3:0 (21:51) Kercs (Schwarz), 4:0 (28:14) Mlynek (Navarra), 5:0 (30:30) Kercs, 5:1 (39:35) Möhle (Regan, Klinecky), 6:1 (40:25) Kercs (Mlynek, Navarra), 6:2 (52:17) Krämmer (Möhle, Maier), 6:3 (53:03) Regan (Maier), 6:4 (53:23) Krämmer (Klinecky, Möhle). Strafminuten: Pegnitz 18 plus 10 plus Spieldauer Seidinger, EVM 0. Zuschauer: 175.
Aufstellung: Schwarz, Probst; Ujcik, Krämmer, Maier, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Retzer, Seidlmayer, Regan, Klinecky, Asen, Killermann, Möhle. 

1:9 gegen Ulm: EVM "wie das Kaninchen vor der Schlange"

Sunday, January 27, 2019
Die Talfahrt des EV Moosburg in der Verzahnungsrunde geht weiter: Auch gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm präsentierten sich die Grün-Gelben über weite Strecken äußerst harmlos und mussten beim 1:9 (0:3, 1:2, 0:4) die bislang höchste Niederlage in dieser Runde hinnehmen. Hinzu kamen vier neue Namen auf der Verletztenliste.
"Wie das Kaninchen vor der Schlange" hatte Coach Bernie Englbrecht seine Mannen über die 60 Minuten gesehen. Und sein Pendant Robert Linke gab ihm insofern Recht, "dass es uns der Gegner heute streckenweise auch recht einfach gemacht hat". Dabei sah es für die Moosburger personell endlich mal wieder vielversprechend aus: Mit den Comebackern Daniel Möhle und Max Retzer hatte Englbrecht zwei neue Optionen für die Offensive. Doch der EVM startete denkbar unglücklich in die Partie: Bereits nach eineinhalb Minuten verlor Goalie Carlo Schwarz die Kontrolle über die Scheibe - 0:1. Kurz darauf mussten zwei Moosburger auf die Strafbank, was die Gäste via Powerplay mit dem zweiten Gegentreffer bestraften. Das dritte Devils-Tor nach 13 Minuten war fast schon die Vorentscheidung. Von den Hausherren kam außer ein paar ungenauen Alibi-Pässen nach vorne so gut wie gar nichts, hinten stolperte man von einer Verlegenheit in die nächste.
Immerhin kämpferisch klar verbessert gingen die Dreirosenstädter in den zweiten Abschnitt. Dabei erspielten sie sich auch die eine oder andere kleinere Torchance. Doch Ulm war weiterhin viel gefährlicher: Dem 0:4 (29.) folgte bald Tor Nummer fünf (32.). Die Gastgeber schienen den Faden nun wieder verloren zu haben. Für einen kleinen Hoffnungsschimmer sorgte nach 34 Minuten Rückkehrer Daniel Möhle, der eine 5:4-Überzahl mit dem 1:5 abschloss. Bei den beiden vorangegangenen Powerplays war dem EVM kein einziger vernünftiger Torschuss gelungen.
Wer die Hoffnung für den Schlussabschnitt noch nicht aufgegeben hatte, wurde bald enttäuscht. Sechs Strafzeiten kassierten die Moosburger in den letzten 20 Minuten - und so lässt sich natürlich kein Spiel drehen. Im Gegenteil: Die Devils nahmen die Überzahl-Gelegenheiten gerne wahr und bauten ihre Führung so in aller Ruhe auf 1:9 aus. Neben den statistischen mussten die Gastgeber nun auch noch personelle Hiobsbotschaften verkraften: Stefan Groß (Schulter ausgekugelt) und Alexander Asen (Folgen eines Kniechecks) konnten nicht mehr weiterspielen, und auch die Namen von Kapitän Kevin Steiger und Tobias Gilg kamen nach der Partie auf die Verletztenliste. Fazit: Ein Abend zum Vergessen.

Tore: 0:1 (1:29) Dschida (Synek), 0:2 (6:48) Schirrmacher (Döring, Dörner), 0:3 (13:08) Döring (Ceslik, Schirrmacher), 0:4 (28:11) Synek (Simon, Ceslik), 0:5 (31:43) Synek (Brückner), 1:5 (34:34) Möhle (Maier, Gröger), 1:6 (45:17) Ceslik (Koberger, Simon), 1:7 (47:32) Brückner (Synek, Koberger), 1:8 (48:05) Dörner (Jainz, Schirrmacher), 1:9 (50:31) Brückner (Synek). Strafminuten: 20/8. Zuschauer: 135.
Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 28:11); Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger, Eigner; Ujcik, Stuckenberger, Retzer, Seidlmayer, Regan, Gilg, Klinecky, Groß, Asen, Killermann, Möhle. 

Mit Rückkehrern zurück in die Erfolgsspur?

Thursday, January 24, 2019
Den jüngsten Abwärtstrend stoppen – darum geht’s für die Moosburger Eishackler an diesem Wochenende. Im Heimspiel gegen die Devils aus Ulm/Neu-Ulm (Freitag, 19.30 Uhr) und beim alten Bayernliga-Bekannten EV Pegnitz (Sonntag, 17.30 Uhr) sollen endlich wieder Punkte und Tore her. „Platz drei ist immer noch drin“, zeigt sich Coach Bernie Englbrecht optimistisch.
Unter der Woche allerdings durften sich seine Spieler einiges anhören. Das Null-Punkte-Wochenende gegen Schweinfurt und Pfaffenhofen, an dem den Grün-Gelben insgesamt nur zwei Treffer gelangen, wollte der Trainer so nicht stehen lassen: „Wir machen auf einmal Sachen auf dem Eis, die wir nie trainiert haben“, schimpft Englbrecht. Da brauche man sich dann auch nicht wundern, wenn man in jedem Spiel nur ein Tor schießt. „Außerdem fehlt zur Zeit der letzte Biss. Und dass man sich, wie im letzten Drittel in Pfaffenhofen, so hängen lässt, hat mich schon schwer enttäuscht“, fügt er hinzu. Mit 0:4 war dieser Abschnitt an die IceHogs gegangen, die in der Phase eigentlich auch nur noch das Nötigste taten.
Doch jetzt blickt Bernie Englbrecht nach vorne. Zwei willkommene personelle Optionen tun sich in der Offensive auf: Der seit Ende Dezember verletzte Daniel Möhle und Max Retzer, der erst seit Kurzem wieder regelmäßig mittrainiert, sollen an diesem Wochenende im Kader stehen. Damit hätte der Coach nach längerer Zeit mal wieder 17 Feldspieler zur Verfügung – und die Chance, im Spiel auf gewisse Dinge zu reagieren. Mit Tobias Hanöffner rechnet Englbrecht erst wieder im Februar, während bei Patrice Dlugos fraglich ist, ob er in dieser Saison überhaupt noch mal aufs Eis zurückkehren kann.
Wie der EV Moosburg kämpfen auch die beiden Mannschaften, mit denen es die Dreirosenstädter an diesem Wochenende zu tun bekommen, um den Anschluss an die Stockerl-Plätze. Der Landesliga-Gruppe-2-Vertreter VfE Ulm/Neu-Ulm, aktuell Siebter der Verzahnungsrunde, hat bislang erst einen Sieg auf dem Konto: das 3:2 am vergangenen Sonntag gegen Pegnitz. Davor kassierte die Truppe um das Memminger Urgestein Martin Jainz eine deftige 10:0-Klatsche in Passau. Ein Null-Punkte-Wochenende hat der EV Pegnitz hinter sich. Vor besagter Pleite in der „Devilstown“ musste sich der abstiegsbedrohte Bayernligist – nach der Vorrunde mit gerade mal 14 Zählern abgeschlagen Letzter – auf heimischem Eis Pfaffenhofen knapp mit 3:4 geschlagen geben. Weil die IceDogs aber mit zwei Siegen in die Verzahnung gestartet waren, liegen sie nur einen Platz hinter dem EVM auf Rang fünf.
Nach Pegnitz ergibt sich für Moosburger Fans wieder eine Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus. Treffpunkt ist am Sonntag um 13 Uhr die Sparkassen-Arena. 

Im Hallertau-Derby ohne Chance

Monday, January 21, 2019
In den vergangenen Jahren waren die Hallertau-Derbys zwischen Pfaffenhofen und Moosburg meist richtige Krimis – besonders dann, wenn die IceHogs Heimrecht hatten. Der frühe Sonntagabend in der Stadtwerke-Arena allerdings bot wenig Spannung. „Eigentlich war das Spiel nach dem 3:0 für Pfaffenhofen gelaufen“, bilanzierte EVM-Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz. Am Ende des einseitigen Lokalduells hieß es 8:1 (3:1, 1:0, 4:0) für den ECP.
Englbrecht war nach der Partie ziemlich ruhig. Aber warum sollte er sich auch über ein Derby aufregen, in dem nicht nur seiner Meinung nach „Pfaffenhofen eindeutig die bessere Mannschaft war“. Das zeigten schon die ersten Sekunden, in denen die Gastgeber die Moosburger regelrecht überrannten. Nach exakt einer Minute lag die Scheibe auch schon im Tor – ein hoher Stock der Hausherren verhinderte allerdings die Anerkennung. Doch der defensiv wackelige EVM kam weiterhin kaum aus dem eigenen Drittel – Keeper Carlo Schwarz stand schwer unter Beschuss. Und so nahm das Unheil seinen Lauf: In der 5., 9. und 15. Minute zogen die IceHogs auf 3:0 davon. Der Anschlusstreffer durch Nolan Regan 60 Sekunden später war bezeichnenderweise eine Einzelaktion. Spielerisch ging bei Grün-Gelb wenig zusammen.
Im zweiten Drittel präsentierte sich das Match etwas ausgeglichener. Gleich zu Beginn hatten die Moosburger ihre stärksten Minuten der Partie, als sie auf den zweiten Treffer drückten. Aber Pfaffenhofen überstand die Phase und stellte in der 26. Minute den Drei-Tore-Abstand wieder her. Nach etwas Leerlauf gab der ECP in den letzten 20 Minuten noch mal ordentlich Gas: Gleich dreimal „schepperte“ es bis zur 45. Minute hinter Schwarz, der daraufhin genug hatte und Platz für Linus Messerer machte. Der musste zwar auch noch einmal hinter sich greifen, nach dem 8:1 (57.) war jedoch Schluss mit dem Pfaffenhofener Sturmlauf.
Der EVM bleibt trotz dieser Klatsche als Vierter in der oberen Hälfte der Tabelle der Verzahnungs-Gruppe B. Am kommenden Wochenende, wenn es die Dreirosenstädter mit Teams zu tun bekommen, die hinter ihnen stehen (Ulm/Neu-Ulm beziehungsweise Pegnitz), kann Coach Englbrecht möglicherweise auch wieder auf den einen oder anderen Rückkehrer aus dem Offensiv-Lazarett setzen – verbunden mit der Hoffnung, dass so der aktuelle Ein-Tor-Schnitt pro Spiel bald wieder deutlich erhöht wird.

Tore: 1:0 (4:35) Bauer (Neubauer, Gebhardt), 2:0 (8:49) Endress (Stähle, Duprey), 3:0 (14:52) Duprey (Endress, Fardoe), 3:1 (15:49) Regan, 4:1 (25:01) Bauer (Endress), 5:1 (40:46) Stähle (Duprey, Endress), 6:1 (44:10) Eder (Duprey, Endress), 7:1 (45:19) Bogner (Neubauer, Gebhardt), 8:1 (56:45) Endress (Stähle, Duprey). Strafminuten: 8/2. Zuschauer: 197.
Aufstellung: Schwarz, Messerer (ab 45:19); Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Stuckenberger, Regan, Gilg, Klinecky, Groß, Asen, Killermann, Seidlmayer. 

"Torschusspanik" gegen Schweinfurt: EVM geht in der Verzahnungsrunde erstmals leer aus

Sunday, January 20, 2019
Sie haben gekämpft bis zum Schluss. Doch die starke Leistung im letzten Drittel reichte dem EV Moosburg nicht, das Match noch zu drehen. So kassierten die Dreirosenstädter am Freitag beim 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) gegen Bayernligist Schweinfurt die erste Niederlage in der Verzahnungsrunde.
Coach Bernie Englbrecht stand exakt das Personal der Vorwoche zur Verfügung. Was bedeutete: Aus der erhofften Rückkehr von Stürmer Daniel Möhle wurde erst mal nix. Die Hausherren legten trotzdem los wie die Feuerwehr und tauchten einige Male gefährlich vor dem Gäste-Gehäuse auf. “Da, wenn wir das 1:0, 2:0 machen, sieht das Ergebnis am Ende sicher anders aus”, trauerte Englbrecht den vergebenen Chancen in der Anfangsphase hinterher. Denn nach sieben Minuten und einem Stellungsfehler in der EVM-Defensive jubelten plötzlich die Gäste. Ein Tor, dass den Mighty Dogs Sicherheit gab. Jetzt wirbelten die Unterfranken, hätten ihrerseits neben dem 2:0 (18.) noch durchaus öfter treffen können.
Das taten sie dafür nur 13 Sekunden nach dem ersten Seitenwechsel - ein nächster Nackenschlag für die weiterhin bemühten Gastgeber. Doch zu großen Chancen kamen sie in der Folge nicht mehr. Die Schweinfurter ließen im zweiten Drittel, ohne sich überanstrengen zu müssen, immer wieder den Klassenunterschied erkennen, hatten Puck und Gegner im Griff.
Die Grün-Gelben fanden erst in den letzten 20 Minuten wieder richtig zurück ins Spiel. Markus Grögers schön herausgespieltes 1:3 (45.) war der erhoffte Weckruf. Von den Gästen war kaum noch was zu sehen, der EVM agierte nun als Herr im eigenen Haus. Doch die Sache mit dem Toreschießen bleibt offensichtlich ein Problem. Die Belagerungszustände im Schweinfurter Drittel sahen zwar gefährlich aus, der letzte Schritt - ein weiteres Tor - wollte aber nicht gelingen. Wie man sowas besser macht, zeigten die beiden "alten Herrn" und Ex-Profis im Gäste-Kader, die sich dort aktuell den Trainer-Job teilen: Nach einem Entlastungsangriff des ERV netzte Christopher Schadewaldt (34) zum vorentscheidenden 1:4 (54.) ein, und als Englbrecht Goalie Linus Messerer durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatte, schoss Josef Straka (40) die Scheibe in den leeren Moosburger Kasten.

Tore: 0:1 (6:48) Rabs (Tratz), 0:2 (17:25) Kouba (Rypar, Schäfer), 0:3 (20:13) Straka (Rypar, Kouba), 1:3 (45:41) Gröger (Klinecky, Seidlmayer), 1:4 (53:03) Schadewaldt (Straka, Kouba), 1:5 (58:13) Straka (Rypar, Schadewaldt, ENG). Strafminuten: 4/6. Zuschauer: 125.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Stuckenberger, Regan, Gilg, Klinecky, Groß, Asen, Killermann, Seidlmayer. 

Als Tabellenführer gegen Schweinfurt und Pfaffenhofen

Thursday, January 17, 2019
Nach zwei Spieltagen grüßt der EV Moosburg von der Tabellenspitze der Verzahnungsrunde B. Und auch die Statistiken lesen sich gut: 7:0-Tore, sechs von sechs möglichen Punkten. Doch bei den Dreirosenstädtern kann man unterscheiden zwischen Theorie und Praxis. Auf dem Eis lief am ersten Wochenende nämlich wahrlich nicht alles wie gewünscht. Das soll nun besser werden – am Freitag im Heimspiel gegen den ERV Schweinfurt (19.30 Uhr) und am Sonntag beim Derby in Pfaffenhofen (17.30 Uhr).
Blickt man rein auf die Ereignisse auf dem Eis, sieht die Bilanz schon nicht mehr ganz so rosig aus: In Burgau setzte es eine 1:5-Pleite, die nur aufgrund der Tatsache, dass die Schwaben zu viele Kontingentspieler eingesetzt hatten, in ein 5:0 für Moosburg umgewandelt worden ist. Und zwei Tage zuvor beim Heimspiel gegen Fürstenfeldbruck tat man sich lange schwer, bis der 2:0-Sieg unter Dach und Fach war.
„Wir haben wieder ein Problem mit dem Toreschießen“, gibt Pressesprecher Bastian Amann zu. „Rechnet man das Empty-Net-Goal im Heimspiel weg, sind das nur zwei Treffer in zwei Spielen.“ Mit ein Grund dafür dürfte auch das Fehlen der erfahrensten Offensiv-Akteure sein: Tobias Hanöffner (Schulter) und Patrice Dlugos (Knie) werden auch an diesem Wochenende ausfallen, immerhin scheint aber das Comeback von Daniel Möhle (Gehirnerschütterung) im Bereich des Möglichen zu sein. Topscorer Nolan Regan, der in Burgau zweimal hart gecheckt wurde und eine Trainingspause einlegen musste, dürfte bis heute ebenfalls wieder einsatzfähig sein.
Um weiteren personellen Hiobsbotschaften vorzubeugen, hat der EVM Max Retzer wieder in den Kader aufgenommen. Der junge Stürmer, der zum Ende der Vorsaison aus Landshut gekommen war, konnte aus beruflichen Gründen heuer kaum bis gar nicht trainieren, dürfte in den kommenden Wochen aber eine interessante personelle Alternative darstellen.
Interessant wird auch das Aufeinandertreffen mit dem Bayernliga-Zwölften aus Schweinfurt. Die Mighty Dogs gewannen ihr erstes Verzahnungsrundenmatch in Ulm mit 6:4, mussten sich dann aber auf eigenem Eis dem EV Pegnitz in der Overtime geschlagen geben. Ähnlich „gemischt“ ist Sonntags-Gegner EC Pfaffenhofen, der sich kurzfristig mit Ex-Profi Vitali Stähle (EV Landshut) verstärkt hat, gestartet. Der 3:4-Niederlage in Passau ließ man einen 6:3-Heimsieg über Ulm folgen. Pressesprecher Amann sieht den EVM in beiden Begegnungen in der Außenseiterrolle: „Der Druck ist bei den Gegnern. Vielleicht tun wir uns vor diesem Hintergrund ja wieder leichter mit dem Toreschießen.“ 

5:0 statt 1:5 - Spiel in Burgau wird gewertet

Wednesday, January 16, 2019
Jetzt ist es offiziell: Nachdem der ESV Burgau beim Verzahnungsrundenspiel gegen den EVM am Sonntag fünf transferkartenpflichtige Spieler eingesetzt hat (wir berichteten), wird die Begegnung mit 0:5 für den EV Moosburg gewertet. Das gab gestern der Bayerische Eissportverband bekannt. 

1:5 in Burgau - aber: EVM bekommt die verlorenen Punkte wohl am grünen Tisch

Monday, January 14, 2019
Die mangelhafte Chancenverwertung und ein ziemlich verpfuschtes zweites Drittel waren dafür verantwortlich, dass der EVM am Sonntag in Burgau leer ausging. Die 1:5 (1:1, 0:3, 0:1)-Niederlage dürfte allerdings nicht lange Bestand haben. Weil die Gastgeber fünf statt der in der Verzahnungsrunde erlaubten zwei Kontingentspieler einsetzten, ist davon auszugehen, dass der Verband die Partie nachträglich mit 5:0-Toren und drei Punkten für Moosburg wertet.
Noch am Freitag schien es so, als würden sich die Burgauer doch an die Regeln des BEV halten. In Pegnitz traten sie mit zwei Ausländern an, brachten somit aber insgesamt auch nur elf Feldspieler aufs Eis. Dies und die deutliche 1:5-Niederlage schien die sportliche Leitung dazu bewogen zu haben, nur zwei Tage später wieder in die "Böser Bube"-Rolle zu schlüpfen. Zum Heimspiel standen drei Slowaken und zwei Tschechen auf dem Spielberichtsbogen - und da blieben sie, trotz der Hinweise der Schiedsrichter, die schon vor dem Eröffnungsbully eine Zusatzmeldung anfertigten. Wie ein Blick auf die Statistiken nach den 60 Minuten belegt, wäre die Begegnung ohne die tschechoslowakische Angriffsmaschinerie möglicherweise anders ausgegangen: Vier der fünf Tore erzielten die Burgauer Kontingentspieler.
Dass der EVM zumindest auf dem Eis das Nachsehen hatte, hatten sich die Gäste aber auch selbst zuzuschreiben: Nach dem Ausgleich durch Tobias Gilg (8.) ergaben sich für die Grün-Gelben zahlreiche gute Torchancen. Das war auch noch im zweiten Abschnitt so, den die Hausherren mit 3:0 gewannen. Dabei profitierten sie von einer mehrminütigen 5:3-Überzahl (vier Moosburger hintereinander auf der Strafbank), in der sie auf 4:1 davonzogen. Während der ESV vor dem Gehäuse eiskalt war, schafften es die Moosburger in den zweiten 20 Minuten nicht, auch nur eine ihrer glasklaren Möglichkeiten - alleine viermal tauchte ein EVM-Stürmer völlig alleine vor dem Eisbären-Goalie auf - zu nutzen. "Mit einem erzielten Tor gewinnt man selten ein Eishockeyspiel", merkte Coach Bernie Englbrecht bei der Pressekonferenz an. Und ESV-Trainer Stanislav Hlozek stellte trotz des Resultats fest: "Moosburg wirkte heute spritziger."
Im Schlussabschnitt fehlten den Dreirosenstädtern dann die Ideen, die Partie noch zu kippen. ESV-Schlussmann Roman Jurkov, der zurecht zum besten Spieler der Gastgeber gewählt wurde, konnte seinen Kasten bis zur letzten Sirene sauberhalten.
In ein paar Tagen könnte all das für die Schwaben allerdings wertlos sein. Hält sich der BEV an seine Ankündigungen vor Start der Verzahnungsrunde, würde Moosburg das Match am grünen Tisch mit 5:0 gewinnen. Die Folgen: Der EVM - nach zwei Spieltagen Tabellensechster - stünde plötzlich an der Spitze der Verzahnungsgruppe B.

Tore: 1:0 (2:30) Horky (Arnold), 1:1 (7:36) Gilg (Killermann), 2:1 (25:04) Grünauer (Arnold, Horky), 3:1 (27:32) Klinga (Drozd, Horky), 4:1 (31:42) Zachar (Heinrich), 5:1 (55:35) Tomecko (Drozd). Strafminuten: 16/16. Zuschauer: 378.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Ujcik, Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Rotzinger; Seidlmayer, Gilg, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky, Groß. 

Gelungener Auftakt: 2:0-Arbeitssieg über Fürstenfeldbruck

Saturday, January 12, 2019
Mit dem erhofften Heim-Dreier ist der EVM in die Bayernliga-Verzahnungsrunde gestartet. Das 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) über den EV Fürstenfeldbruck war allerdings eine ziemlich zähe Angelegenheit. Erst eine Sekunde vor der Schlusssirene wurden Mannschaft und grün-gelber Anhang erlöst.
Wer wissen will, wie der EV Moosburg der Zukunft aussieht, erhielt bei dieser Partie schon mal einen kleinen Vorgeschmack. Die beiden Routiniers Tobias Hanöffner und Patrice Dlugos fehlten wie erwartet, außerdem musste man ohne die Erfahrung des zweitbesten Scorers der Vorrunde, Daniel Möhle, auskommen, der ebenfalls noch aus Verletzungsgründen auf der Tribüne saß. Tobias Gilg (31) war damit einziger Vertreter der Ü30-Fraktion. Doch der verjüngte EVM übernahm von Beginn an das Zepter und drängte die Crusaders, Fünfter der Landesliga 2, ins eigene Drittel zurück. Richtige Torchancen ergaben sich dabei aber zunächst kaum, auch die Fürstenfeldbrucker Konter sorgten nicht gerade für Angst und Schrecken in der Moosburger Defensive. Christian Seidlmayer war es dann, der nach elf Minuten die Nullnummer beendete und zum 1:0 einnetzte. Jetzt gaben die Hausherren richtig Gas: In der Folge hätten locker das 2:0, 3:0 oder gar 4:0 fallen können, der Gäste-Goalie hatte allerdings was dagegen.
Im zweiten Drittel kassierte der EVF dann auch seine ersten Strafzeiten. Doch Überzahl war an diesem Freitagabend nicht die große Stärke der Dreirosenstädter. Chancen, den Vorsprung auszubauen, gab es allerdings auch bei 5:5 en masse - der Puck wollte allerdings kein zweites Mal über die Torlinie. Und je länger das Spiel dauerte, mehrten sich die Offensivaktionen der Crusaders. Allerdings hatte Carlo Schwarz, dem Coach Bernie Englbrecht den Vorzug vor Linus Messerer gegeben hatte, einen ähnlich guten Tag erwischt wie sein Gegenüber Christoph Müller.
Und weil weiterhin ein klassisches Fußball-Ergebnis auf den beiden Anzeigetafeln der Sparkassen-Arena stand, wurde es in den letzten 20 Minuten richtig eng. Hinzu kam, dass nun auch die Englbrecht-Schützlinge undiszplinierter wurden und einige Strafen hinnehmen mussten. Doch so richtig Druck konnten die Gäste in diesen Phasen auch nicht ausüben. So verstrichen die Minuten. Als Stadionsprecher Günter Krenauer die letzten 120 Sekunden der Partie ankündigen wollte, musste mit Torschütze Seidlmayer noch mal ein Moosburger in die Kühlbox. Der EVF riskierte jetzt alles, nahm seinen Keeper vom Eis und drängte mit 6:4 auf den Ausgleich. Aber Käptn Kevin Steiger und Co. verteidigten den hauchdünnen Vorsprung. Eine Sekunde vor der finalen Sirene rutschte ein Befreiungsschlag von Vincenz Maier in den leeren Gäste-Kasten - die endgültige Entscheidung.

Tore: 1:0 (11:55) Seidlmayer (Maier, Klinecky), 2:0 (59:59) Maier (Krämmer, Schwarz). Strafminuten: 6/6. Zuschauer: 120.
Aufstellung: Schwarz, Messerer; Gröger, Steiger, Maier, Krämmer, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Seidlmayer, Gilg, Groß, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky. 

Trotz Verletzungssorgen: EVM will gleich zum Auftakt punkten

Thursday, January 10, 2019
Um die Rückkehr in die Bayernliga kämpft der EV Moosburg ab diesem Wochenende. Zum Auftakt der Verzahnungsrunde treffen die Dreirosenstädter auf zwei Teams aus der Landesliga-Gruppe 2: den EV Fürstenfeldbruck (Freitag, 19.30 Uhr, Sparkassen-Arena) und die Eisbären Burgau (Sonntag, 18 Uhr, Burgauer Eishalle).
Personell ist die Lage bei den Moosburgern weiterhin angespannt. Auch wenn Verteidiger Kevin Steiger und Angreifer Tobias Gilg grünes Licht gegeben haben, stehen hinter dem Einsatz anderer Leistungsträger Fragezeichen: Was Abwehrmann Markus Gröger betrifft, zwar nur ein kleineres, dafür aber sind die Comeback-Chancen der verletzten Erste-Reihe-Stürmer Tobias Hanöffner und Daniel Möhle recht gering. Und Urgestein Patrice Dlugos hat gerade erst wieder mit Einheiten auf dem Eis begonnen. „Das Training war diese Woche nicht einfach“, sagt Coach Bernie Englbrecht. „Wenn Du nur 12, 13 Feldspieler da hast, kannst Du gewisse Sachen halt einfach nicht machen.“
Trotzdem will Englbrecht am ersten Verzahnungsrunden-Wochenende unbedingt punkten. Eine machbare Aufgabe scheint dabei das Heimspiel gegen den Fünften der anderen Landesliga, die Brucker Crusaders, zu sein. Der EVF sicherte sich durch einen tollen Endspurt noch das letzte Ticket für diese Runde und dürfte damit sein Saisonziel bereits erreicht haben. Fürstenfeldbruck spielt ohne „echten“ Kontingentspieler – der Kroate Lukas Colner stammt aus dem Nachwuchs von Nachbar Germering – und mit zahlreichen Eigengewächsen. Auf den EVM dürfte eine körperlich intensive Begegnung zukommen.
Wohl nur in der Außenseiterrolle reisen die Grün-Gelben am Sonntag zum Meister der Landesliga-Gruppe 2, dem ESV Burgau 2000. Mit ein Grund, warum die Eisbären andere Top-Teams wie Kempten, Ulm/Neu-Ulm oder Bayernliga-Absteiger Buchloe hinter sich ließen, dürfte sicherlich der Fakt sein, dass der ESV sechs Kontingentspieler im Kader hat: drei Slowaken, zwei Tschechen (einer von ihnen ist Topscorer David Zachar) und einen Italiener. Da vor Beginn der Verzahnungsrunde der Bayerische Eissportverband noch einmal klargemacht hat, dass Spiele, in denen mehr als zwei Ausländer eingesetzt werden, gegen den betreffenden Verein gewertet werden, darf nun mit Spannung erwartet werden, wie Burgau darauf reagiert. Zusammen mit dem ESC Haßfurt (vier Kontingentspieler) und dem ESV Waldkirchen (der in die Abstiegsrunde muss) hatte man sich vor einigen Wochen juristisch zu diesem Thema beraten lassen. Gerüchten zufolge will sich zumindest Burgau an die BEV-Vorgaben halten und in der Runde maximal zwei ausländische Spieler einsetzen.
Für die Moosburger Schlachtenbummler sind wie immer ein paar Plätze im Mannschaftsbus reserviert. Abfahrt am Sonntag ist um 14.30 Uhr. 

Als Tabellenvierter in die Verzahnungsrunde

Monday, January 7, 2019
Es war ein Derby, in dem es eigentlich um nicht mehr viel ging. Und trotzdem hatte man nicht den Eindruck, dass den Moosburgern und den Pfaffenhofenern die Punktevergabe egal war. So wurde auch am letzten Spieltag der Vorrunde noch mal um jede Scheibe gekämpft. Am Ende hieß es 3:6 (1:1, 2:2, 0:3) für die IceHogs. Was die EVM-Verantwortlichen allerdings mehr störte als die drei verlorenen Punkte, war die Tatsache, dass zwei weitere Spieler verletzt vom Eis mussten.
Mit 14 Feldspielern war Moosburgs Coach Bernie Englbrecht in die Partie gegangen, nur zwölf von ihnen spielten sie zuende. Tobias Hanöffner ging mit ausgekugelter Schulter bereits zu beginn des mittleren Abschnitts in die Kabine, Kevin Steiger folgte ihm eine Viertelstunde später, nachdem er von Pfaffenhofens Michael Welter (erhielt dafür eine redlich verdiente Spieldauer-Disziplinarstrafe) ziemlich unnötig umgemäht worden war.
Dafür, dass Leistungsträger wie Patrice Dlugos, Daniel Möhle, Tobias Gilg oder Markus Gröger erst gar nicht im Kader standen, überraschte die Dominanz der Hausherren im ersten Abschnitt doch etwas. Während die Gäste (3.) noch um den zweiten Tabellenplatz kämpften, hätten die Dreirosenstädter (4.) mit einem Sieg den ECP vom letzten Stockerlplatz verdrängen können. Und das hatten sie auch vor, wie die Angriffsbemühungen zeigten. Gäste-Goalie Philipp Hähl stand zeitweise massiv unter Beschuss, konnte mit seinen Paraden aber eine Moosburger Führung verhindern. Ein Entlastungsangriff der IceHogs brachte ihnen nach zehn Minuten das schmeichelhafte 0:1, das Jakob Killermann aber noch vor der ersten Pause egalisieren konnte (17.).
Der zweite Abschnitt war dann überschattet von den Verletzungen Hanöffners und Steigers. Die Gastgeber jedoch gaben zunächst weiter Gas: Nolan Regan besorgte in Minute 25 das 2:1. Aber auch hier folgte prompt eine Antwort: 54 Sekunden später in Form des erneuten Ausgleichs. Und als Killermann mit dem 3:2 (37.) den EVM erneut nach vorne schoss und Pfaffenhofen besagte Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt (fünf Minuten Unterzahl) sah es fast so aus, als ob die Grün-Gelben die Partie entscheiden könnten. „Aber das ist uns in dieser Phase nicht gelungen – das war sicherlich der Knackpunkt“, sagte Englbrecht nach dem Match. Im Gegenteil: Die Gäste kamen in Unterzahl zum Ausgleich (40.) und nutzten die personelle Schwächung der Moosburger in den letzten 20 Minuten gnadenlos aus. Dreimal musste Linus Messerer im EVM-Kasten trotz einiger starker Paraden noch hinter sich greifen.
Damit beendet der EV Moosburg als Tabellenvierter die Vorrunde und trifft in der am kommenden Wochenende beginnenden Verzahnungsrunde mit der BEL (Gruppe B) auf die Bayernligisten Black Hawks Passau, ERV Schweinfurt und EV Pegnitz sowie auf die Landesligisten ESV Burgau 2000, VfE Ulm/Neu-Ulm, EV Fürstenfeldbruck (alle Gruppe 2) und den EC Pfaffenhofen. Für den Heimauftauftakt gegen Fürstenfeldbruck (Freitag, 19.30 Uhr) hofft nicht nur Coach Englbrecht, dass er dann wieder auf einen größeren Kader zurückgreifen kann.

Tore: 0:1 (10:19) Eder (Oexler), 1:1 (16:48) Killermann (Hanöffner, Rotzinger), 2:1 (24:56) Regan (Groß, Steiger), 2:2 (25:50) Gebhardt (Bauer, Bogner), 3:2 (36:06) Killermann (Regan, Krämmer), 3:3 (39:41) Duprey (Endreß, Fardoe), 3:4 (44:31) Gebhardt (Duprey, Endreß), 3:5 (50:36) Gebhardt (Neubauer), 3:6 (55:53) Fardoe (Duprey, Endreß). Strafminuten: EVM 4, ECP 5 + Spieldauer Welter. Zuschauer: 181.
Aufstellung: Messerer, Probst; Steiger, Maier, Krämmer, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Seidlmayer, Hanöffner, Groß, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky.


Verzahnungsrunde Gruppe B

Fr., 11. Januar, 19.30 Uhr: EVM - EV Fürstenfeldbruck
So., 13. Januar, 18 Uhr: ESV Burgau – EVM
Fr., 18. Januar, 19.30 Uhr: EVM - ERV Schweinfurt
So., 20. Januar, 17.30 Uhr: EC Pfaffenhofen – EVM
Fr., 25. Januar, 19.30 Uhr: EVM - VfE Ulm/Neu-Ulm
So., 27. Januar, 17.30 Uhr: EV Pegnitz – EVM
Fr., 1. Februar, 19.30 Uhr: EVM - EHF Passau
Fr., 8. Februar, 20 Uhr: EV Fürstenfeldbruck – EVM
So., 10. Februar, 17.15 Uhr: EVM - ESV Burgau
Fr., 15. Februar, 20 Uhr: ERV Schweinfurt – EVM
So., 17. Februar, 17.15 Uhr: EVM - EC Pfaffenhofen
Fr., 22. Februar, 20 Uhr: VfE Ulm/Neu-Ulm – EVM
So., 24. Februar, 17.15 Uhr: EVM - EV Pegnitz
So., 3. März, 18.30 Uhr: EHF Passau - EVM 

Hallertau-Derby zum Abschluss der Vorrunde

Friday, January 4, 2019
Es hätte ein echter Showdown werden können: Nachdem sich aber sowohl der EV Moosburg als auch der EC Pfaffenhofen bereits vergangenes Wochenende für die Verzahnungsrunde qualifiziert haben, geht es am letzten Vorrunden-Spieltag im Hallertau-Derby (Sonntag, 17.15 Uhr, Sparkassen-Arena) nur noch um die Platzierung und die daraus resultierende Gruppeneinteilung.
Nach dem aktuellen Stand würde der EVM als Tabellenvierter in die Verzahnungs-Gruppe B rutschen und dort auf die drei Bayernligisten Black Hawks Passau, ERV Schweinfurt und EV Pegnitz sowie auf die Landesliga-Teams ESV Burgau 2000, ESV Buchloe, EV Fürstenfeldbruck (alle Gruppe 2) und den ESC Haßfurt (Gruppe 1) treffen. Aber das ist wirklich nur der aktuelle Stand. Sowohl in den beiden Landesliga-Gruppen als auch in der Bayernliga sind noch dermaßen viele Verschiebungen möglich – alleine der EVM kann die Vorrunde auf den Rängen drei, vier oder fünf abschließen –, „dass es keinen Sinn macht, irgendwie zu taktieren, um in eine bestimmte Gruppe zu kommen“, sagt Coach Bernie Englbrecht. Er habe für den Sonntag deshalb nur ein Ziel: ein Heimsieg – und damit die Revanche für die 1:5-Niederlage in Pfaffenhofen.
Insbesondere in der Offensive wird Englbrecht aber auf einige Leistungsträger verzichten müssen: Daniel Möhle (Gehirnerschütterung) und Patrice Dlugos (Knie) werden definitiv weiter ausfallen. Ob Tobias Hanöffner, der erst ab Samstag wieder im Lande ist, nach zwei Wochen ohne Training schon wieder spielt, ist mindestens fraglich. Und dann müssen die Moosburger noch einen Abgang hinnehmen: Patrick Holler, erst zu Saisonbeginn aus Freising zurückgekommen, hat aus beruflichen und privaten Gründen sein vorzeitiges Saison-Aus bekanntgegeben.
Dafür hat sich Goalie Carlo Schwarz nach überstandener Grippe zurückgemeldet. Das Torwart-Trio ist damit wieder komplett. 

EVM nach 5:4-Sieg in Trostberg für die Verzahnungsrunde qualifiziert

Tuesday, January 1, 2019
Es ist vollbracht: Durch den 5:4 (2:1, 3:2, 0:1)-Auswärtssieg bei den Trostberg Chiefs hat sich der EV Moosburg am Sonntag vorzeitig für die Verzahnungsrunde mit der Bayernliga qualifiziert. Auch die vier anderen Teilnehmer aus der Landesliga-Gruppe 1 stehen inzwischen fest.
Im Gegensatz zu der Wasserschlacht vor einer Woche in Vilshofen zeigte sich im Trostberger Stadion das Freiluft-Eishockey von seiner schönsten Seite: Kein Niederschlag, angenehme Temperaturen und eine stattliche Zuschauerkulisse von über 400 Besuchern. Die Gäste, bei denen fast die komplette erste Sturmreihe ausfiel – Tobias Hanöffner und Daniel Möhle waren nicht mit dabei –, fühlten sich bei diesen äußeren Bedingungen sichtlich wohl und gingen durch Jakob Killermann nach sieben Minuten in Führung. Der zwischenzeitliche Ausgleich des Tabellenneunten (14.) war nur ein kurzes Aufbäumen, Moosburg kontrollierte das Geschehen auf dem Eis und zog langsam davon: Bastian Krämmer (immer noch 14.) sorgte für das 1:2, und gleich nach dem ersten Pausentee bediente Daniel Klinecky seine Sturmkollegen Stefan Groß (21.) und Lars Eigner (24.) so gut, dass es 1:4 stand.
Dann gingen die Dreirosenstädter ein bisschen vom Gas – was sich bald rächen sollte: Wayne Grapentine, Sohn der Trostberger Eishockey-Legende Ken Grapentine, brachte mit zwei Treffern (26./35.) die Chiefs wieder heran. Und auch die heimischen Fans machten sich jetzt lautstark bemerkbar. Nur gut, dass sich Nolan Regan in dieser Druckphase der Hausherren unbemerkt davonstehlen und ein Killermann-Zuspiel zum 3:5 (36.) verwerten konnte.
Im Schlussdrittel verteidigte die Truppe von Coach Bernie Englbrecht geschickt den Zwei-Tore-Vorsprung. Erst als die Chiefs in den letzten Minuten ihren Goalie vom Eis nahmen, wurde es noch einmal eng: Das Tor zum 4:5-Anschluss kam 28 Sekunden vor der Schlusssirene allerdings etwas zu spät.
Jubeln hätten die Moosburger nach Spielende übrigens auch dann dürfen, wenn es nicht für Punkte gereicht hätte. Parallel schlug nämlich der ESC Vilshofen den ESV Waldkirchen, wodurch neben den „Wölfen“ auch der EVM als Qualifikant für die zweiteilige Verzahnungsrunde mit der Bayernliga feststand. Diese beginnt am zweiten Januar-Wochenende. Amberg, Haßfurt und Pfaffenhofen sind die weiteren drei Vertreter der Gruppe 1.
Mit wem es die Dreirosenstädter in welcher Konstellation da zu tun bekommen, steht noch nicht fest. Was alleine schon daran liegt, dass der EVM als derzeit Tabellenvierter in seinem letzten Vorrundenspiel an Heiligdreikönig gegen den EC Pfaffenhofen noch auf Platz drei vorrücken bzw. auf den fünften Rang abrutschen kann.

Tore: 0:1 (6:56) Killermann (Regan, Holler), 1:1 (13:09) Wanghofer (Grapentine, Tobola), 1:2 (13:46) Krämmer (Gilg), 1:3 (20:29) Groß (Klinecky), 1:4 (23:21) Eigner (Klinecky), 2:4 (25:33) Grapentine (Schwabl, Tobola), 3:4 (34:41) Grapentine (Jelinek, Ladigan), 3:5 (35:11) Regan (Killermann), 4:5 (59:32) Tobola (Schwabl, Jelinek). Strafminuten: 10/12.
Aufstellung: Messerer, Probst; Ujcik, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Gilg, Klinecky, Holler, Groß, Asen, Killermann. 

9:5 - Harte Arbeit gegen das Schlusslicht

Sunday, December 30, 2018
Von einem Kantersieg wie im Hinspiel (11:3) war der EVM am Freitagabend weit entfernt: Aber auch, wenn erst in den letzten zehn Minuten wieder durchgeatmet werden konnte, holten die Grün-Gelben beim 9:5 (2:3, 4:1, 3:1) gegen den Tabellenletzten VER Selb 1b verdientermaßen die eingeplanten drei Punkte. Weil Waldkirchen am selben Abend in der Overtime in Amberg verlor, fehlen den Englbrecht-Schützlingen nur noch zwei Zähler zum Erreichen der Verzahnungsrunde.
Wie sehr sich die Moosburger in dieser Partie teilweise selbst im Weg standen, verdeutlichte eine Szene zu Beginn des letzten Drittels, als Tobias Gilg mit seinem Sturmkollegen Daniel Möhle spektakulär zusammenrauschte. Während Gilg weiterspielen konnte, musste Möhle mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vorzeitig in die Kabine.
Immerhin waren die Hausherren zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Siegerstraße, führten knapp mit 6:5. Danach sah es speziell im ersten Drittel lange nicht aus: Die nur über zwölf Feldspieler verfügenden Selber standen klug in der Defensive, störten die Moosburger immer wieder im Spielaufbau und waren durch ihre Konter brandgefährlich. Trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs durch Armin Rotzinger (9.) lagen sie so nach einer Viertelstunde nicht einmal unverdient mit 1:3 in Führung.
Doch die Gastgeber verfielen nicht in Panik, vertrauten darauf, dass sich die optische Überlegenheit auch bald auf der Anzeigetafel niederschlagen würde – und das tat sie. Der stark aufspielende Stefan Groß (15./25.) und Möhle brachten den EVM bis zur 27. Minute erstmals in Führung. Doch wer nun, hoffte, dass sich die „Wölfe“ aufgeben würden, hatte sich getäuscht: Die Gäste blieben dran, glichen zum 4:4 aus (was Moosburgs Goalie Linus Messerer bewog, seinen Platz für Johannes Probst freizumachen), und ließen sich auch durch die beiden folgenden EVM-Treffer von Vincenz Maier (30.) und Lars Eigner (34.) nicht abschütteln: Das 5:6 zu Beginn der letzten 20 Minuten hielt die Spannung in der Begegnung.
Die Kraft ging den Oberfranken in der Schlussphase aber trotzdem langsam aus. Die Entlastungsangriffe wurden weniger, die Dreirosenstädter hatten Spiel und Gegner jetzt unter Kontrolle. Nachdem Jakob Killermann in Minuten 46 auf 7:5 erhöht hatte, machten abermals Groß (54.) und sein Sturmpartner Daniel Klinecky (56.) endgültig den Deckel drauf.

Tore: 0:1 (3:18) Roos T. (Roos S., Warkus), 1:1 (8:10) Rotzinger, 1:2 (8:54) Tausend (Bauer, Schmid), 1:3 (14:09) Warkus (April, Roos T.), 2:3 (14:59) Groß (Klinecky, Eigner), 3:3 (24:36) Groß (Rotzinger, Holler), 4:3 (26:57) Möhle (Regan, Steiger), 4:4 (27:18) Gimmel (Wich, Winkler), 5:4 (29:41) Maier (Möhle, Gilg), 6:4 (33:42) Eigner (Klinecky), 6:5 (40:30) Warkus (April, Bauer), 7:5 (45:48) Killermann (Klinecky, Seidlmayer), 8:5 (53:58) Groß (Regan, Gilg), 9:5 (55:29) Klinecky. Strafminuten: 10/8. Zuschauer: 167.
Aufstellung: Messerer, Probst (ab 27:18); Ujcik, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Gilg, Klinecky, Holler, Groß, Asen, Killermann, Möhle. 

Das Wochenende der (Vor-)Entscheidungen

Thursday, December 27, 2018
Vier Mannschaften, aber nur noch drei freie Plätze – ein bisschen erinnert der Kampf um die Teilnahme an der Verzahnungsrunde mit der Bayernliga heuer an das Kinderspiel „Reise nach Jerusalem“. Der EVM jedenfalls hat am Wochenende die Chance, mit zwei Siegen gegen die Kellerkinder VER Selb 1b (Freitag, 19.30 Uhr, Sparkassen-Arena) und TSV Trostberg (Sonntag, 17.30 Uhr, auswärts; Busabfahrt 14.15 Uhr) den Sack zuzumachen.
Als Pessimist ist Moosburgs Coach Bernie Englbrecht zwar nicht gerade bekannt, trotzdem warnt er vor den beiden vermeintlich leichten Aufgaben: „Keiner meiner Spieler darf glauben, dass wir schon durch sind. Sonst kann’s ein böses Erwachen geben.“ Sein Ziel sei es, „einfach die nötigen Punkte zu holen, ohne schauen zu müssen, was die anderen machen“. Verzichten muss er dabei auf zwei Offensiv-Routiniers: Den weiterhin verletzten Patrice Dlugos und Tobias Hanöffner, der dem EVM erst wieder im neuen Jahr zur Verfügung steht. Dafür ist der zuletzt Grippe-kranke Patrick Holler wieder an Bord. Und nicht zu vergessen: die beiden Neulinge Stefan Groß und Daniel Klinecky, die am vergangenen Wochenende ein gelungenes Debüt feierten. „Für die ersten Spiele hat mir das schon sehr gut gefallen“, sagt Englbrecht.
Der Blick auf die Tabelle – Moosburg ist Vierter – dürfte dem Übungsleiter ebenfalls ganz gut passen. Allerdings sind noch drei Spiele zu absolvieren. Wir haben das Schlussprogramm der vier Top-Fünf-Kandidaten unter die Lupe genommen:
- EC Pfaffenhofen (3., 35 Punkte): Die IceHogs sind so gut wie durch, können eigentlich nur noch theoretisch abgefangen werden. Bereits am Freitagabend (Heimspiel gegen Trostberg) dürfte der ECP die fehlenden Zähler holen. Am Sonntag müssen sie zu den abgeschlagenen Dingolfingern, am letzten Spieltag (6. Januar) zum EVM.
- EV Moosburg (4., 32 Punkte): Gegen Tabellenschlusslicht Selb zählen – das Hinspiel gewann man mit 11:3 – nur drei Punkte. Sollte auch am Sonntag bei den heimstarken Trostbergern Zählbares hängenbleiben, dürften die Grün-Gelben so gut wie durch sein. Auf ein „Endspiel“ am übernächsten Sonntag gegen Nachbar Pfaffenhofen haben jedenfalls die wenigsten Lust.
- ESC Vilshofen (5., 31 Punkte): Die Wölfe haben heute spielfrei und können sich in aller Ruhe auf ihr „Endspiel“ am Sonntag gegen Waldkirchen vorbereiten. Ein Sieg da könnte bereits das Ticket für die Verzahnungsrunde enthalten – je nachdem, was die „Crocos“ vorher machen. Am 5. Januar absolviert der ESC ein Match in Selb, bevor zum Finale Spitzenreiter ESC Haßfurt an der Vils aufkreuzt.
- ESV Waldkirchen (6., 29 Punkte): Der ESV braucht eine richtige Siegesserie, um noch unter die Top Fünf zu kommen. Angesichts der knackigen Auswärtsaufgaben an diesem Wochenende – freitags beim Tabellenzweiten Amberg, am Sonntag in Vilshofen – ein ziemlich schwieriger Job. Beim Heimspiel an Heiligdreikönig gegen Bad Aibling könnte der Zug schon abgefahren sein. 

Immerhin einen Zähler in der Vilshofener Wasserschlacht erkämpft

Monday, December 24, 2018
Herbst-Tristesse statt Winter-Classic: Bei Dauerregen und enstprechend schwierigen äußeren Bedingungen musste sich der EV Moosburg am Sonntag in der Freiluft-Arena der Vilshofener Wölfe mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:1) nach Verlängerung geschlagen geben. Immerhin nahmen die Grün-Gelben zumindest einen Zähler mit und haben drei Spieltage vor Ende der Vorrunde das Erreichen eines Top-5-Platzes selbst in der Hand.
Pünktlich zum Anpfiff des Klassikers zwischen dem ESC und dem EVM begann es zu regnen. Und je länger die Partie dauerte, desto intensiver wurde das Geplätscher. Die Hausherren kamen mit den äußeren Umständen besser zurecht. Nach einer Phase des Abtastens gelang ihnen in der 9. Minute die 1:0-Führung. Die Moosburger, die erneut auf den erkrankten Patrick Holler verzichten mussten, taten sich schwer, kamen erst zum Ende der ersten 20 Minuten zu vielversprechenden Offensivaktionen - die aber allesamt ungenutzt blieben.
Umso besser starteten die Dreirosenstädter ins mittlere Drittel - und wie schon in Haßfurt schlug das neue Sturmduo zu: Diesmal bediente in Überzahl Stefan Groß seinen Nebenmann Daniel Klinecky, der eineinhalb Minuten nach Wiederbeginn mit seinem ersten Treffer im EVM-Trikot für den Ausgleich sorgte. Doch die Freude darüber währte nicht einmal eine halbe Minute - und schon lagen die Wölfe wieder in Führung. Der Regen wurde nun von Minute zu Minute stärker und machte ein vernünftiges Eishockeyspiel eigentlich unmöglich. Beide Teams taten sich schwer, ihre Kombinationen zuende zu spielen, oft verabschiedete sich der Puck, bis man zum Abchluss kam.
Nur gut, dass die Grün-Gelben auch im Schlussabschnitt einen guten Start hinlegten: Daniel Möhle verwertete einen Regan-Pass zum 2:2 (44.). Da sich inzwischen längst größere Pfützen gebildet hatten, plätschterte die Begegnung im wahrsten Sinne des Wortes vor sich hin. Chancen gab es kaum noch - die Schlusssirene erlöste Spieler wie Zuschauer und sicherte beiden Teams zumindest einen Punkt. In der folgenden Verlängerung wollten es die Kontrahenten im Kampf um die Verzahnungsrunde aber noch einmal wissen und erspielten sich einige tolle Chancen. 52 Sekunden vor dem Ende nutzten die Vilshofener eine solche zum entscheidenden 3:2. Damit war die Wasserschlacht beendet. Man wollte sich gar nicht vorstellen, zu welchen Slapstick-Einlagen die äußeren Bedingungen bei einem Penaltyschießen geführt hätten.
Der EVM blickt trotz der Overtime-Niederlage zufrieden auf ein Vier-Punkte-Wochenende zurück. Zähler, mit denen bei den Auswärtsaufgaben (am Freitag der 7:6-Sieg bei Tabellenführer Haßfurt) wohl die wenigsten gerechnet hatten. Moosburg bleibt damit mit vier Punkten Vorsprung auf Rang sechs Vierter und hat angesichts des Schlussprogramms - Heimspiele gegen Selb 1b und Pfaffenhofen sowie ein Auswärtsauftritt in Trostberg - gute Chancen, die im Januar beginnende Verzahnungsrunde zur Bayernliga zu erreichen.

Tore: 1:0 (8:45) Blaha jun. (Blaha sen., Toth), 1:1 (21:30) Klinecky (Groß), 2:1 (21:57) Franz (Doubrawa, Weinzierl), 2:2 (43:30) Möhle (Regan), 3:2 (64:08) Koma (Blaha sen., Franz). Strafminuten: 12/10. Zuschauer: 101.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Ujcik, Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger, Eigner; Stuckenberger, Seidlmayer, Regan, Gilg, Klinecky, Hanöffner, Groß, Asen, Killermann, Möhle. 

Finale furioso: Wie der EVM doch noch drei Punkte in Haßfurt holte

Sunday, December 23, 2018
Die „Faszination Eishockey“ in ihrer ganzen Bandbreite bekamen am Freitagabend gut 400 Zuschauer in der Haßfurter Eishalle zu spüren. Nach 60 teils aberwitzigen Minuten holte der EV Moosburg beim aktuellen Spitzenreiter der Landesliga-Gruppe 1 mit 7:6 (2:2, 4:0, 1:4) einen nicht unbedingt erwarteten Dreier. Der Siegtreffer fiel sieben Sekunden vor der Schlusssirene.
„Wellenartig hin und her“ sei die Partie gegangen. Mit dieser Beschreibung traf ESC-Coach Martin Reichert den Nagel auf den Kopf. „Welle eins“ gehörte den Hausherren, die mit einem Doppelschlag in der 5. Minute den EVM eiskalt erwischten. Doch die Moosburger wehrten sich und kamen schnell zurück – per Doppelpack von Verteidiger Markus Gröger (10./16.) glichen die immer stärker werdenden Gäste aus.
Der zweite Abschnitt dürfte dann mit das Beste gewesen sein, was die Schützlinge von Coach Bernie Englbrecht bislang in dieser Saison abgeliefert haben: Der Tabellenführer wurde von den Moosburgern regelrecht entzaubert. Was das Toreschießen betrifft, reichten den Dreirosenstädtern dafür vier Minuten: Los ging’s mit einem Geschoß von Bastian Krämmer (34.), dem folgten ein Powerplay-Tor durch Nolan Regan (35.), Lars Eigners feiner Alleingang (36.) und auch noch ein wunderschön herausgespielter Unterzahl-Treffer durch Neuzugang Stefan Groß (38.). Überhaupt zeigte die neu formierte Sturmreihe mit Groß, Eigner und dem debütierenden Tschechen Daniel Klinecky eine starke Leistung; dabei haben sie erst einmal zusammen trainiert.
Mit dem 6:2-Vorsprung im Rücken ging der EVM in den Schlussabschnitt – und wurde von der nächsten „Welle“ der Haßfurter erfasst: Bis zur 55. Minute kamen die Hausherren auf 5:6 heran – die Halle kochte. Als die Hawks 44 Sekunden vor dem Ende in Überzahl ausglichen, schien der schon sicher geglaubte Dreier für die Grün-Gelben dahin. Aber Nolan „Doppelpack“ Regan glaubte weiter daran: Er hämmerte sieben Sekunden vor Schluss die Scheibe an den Haßfurter Torpfosten, von wo aus sie langsam über die Linie zum 6:7 rutschte. Fast schon alles verloren, und dann doch noch alles gewonnen – dieser denkwürdige Abend war für Moosburgs Eishockey-Cracks ein großer Schritt in Richtung Verzahnungsrunde.

Tore: 1:0 (4:05) Babkovic (Kratschmer), 2:0 (4:49) Sramek (Trübenekr, Hora), 2:1 (9:19) Gröger (Hanöffner, Maier), 2:2 (15:53) Gröger (Möhle), 2:3 (33:16) Krämmer, 2:4 (34:33) Regan (Groß, Hanöffner), 2:5 (35:21) Eigner (Steiger), 2:6 (37:50) Groß (Klinecky), 3:6 (43:36) Hora, 4:6 (48:15) Lang (Babkovic), 5:6 (55:12) Hora (Sramek), 6:6 (59:16) Breyer (Hora), 6:7 (59:53) Regan (Krämmer). Strafminuten: 10/10. Zuschauer: 425.
Aufstellung: Messerer, Schwarz; Ujcik, Gröger, Krämmer, Maier, Steiger, Eigner, Rotzinger; Hanöffner, Seidlmayer, Möhle, Gilg, Asen, Regan, Stuckenberger, Klinecky, Groß.