Erste

Späte Miculka-Gala entscheidet das Derby

Montag, 11. Dezember 2017
Zwei Drittel lang sah es am Sonntag ganz danach aus, als könnte der EV Moosburg dem Tabellenzweiten ein Bein stellen. Im Schlussabschnitt wurden die Dorfener Eispiraten ihrer Favoritenrolle aber doch noch gerecht und gewannen nach vier Treffern ihres Torjägers Lukas Miculka das Derby mit 5:1 (0:0, 1:1, 4:0).
Die Schlüsselszene der Partie spielte sich in der 42. Minute ab: Beim Stande von 1:1 prallte ein Moosburger Schuss ans Torgestänge der Gastgeber (einige Fans wollten ihn sogar drin gesehen haben). Doch während die Grün-Gelben noch mit dem Schicksal haderten, schaltete der ESC blitzschnell um und erzielte per Konter einfach selber das 2:1. „Gute Frage, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn uns dieses Tor gelungen wäre“, rätselte EVM-Coach Dimitri Startschew. In den verbleibenden 18 Minuten ging bei seinen Schützlingen nämlich gar nichts mehr – und die Show des Dorfener Tschechen Lukas Miculka, der bereits für die beiden ersten Treffer verantwortlich war, wurde mit zwei weiteren Toren zu einer echten Gala.
Trotzdem war das 5:1 am Ende wohl den einen oder anderen Treffer zu hoch. Die Moosburger hatten – bis auf ein paar Anlaufschwierigkeiten in den ersten fünf Minuten – zwei Drittel lang einen ebenbürtigen Gegner abgegeben, der sich, wie die Hausherren, zahlreiche gute Chancen erarbeitete. Doch beide Torhüter – Thomas Hingel auf Moosburger und Kevin Yeingst auf Dorfener Seite – hatten einen absoluten Sahnetag erwischt.
Umso mehr freute sich EVM-Nachwuchsstürmer Hermann Azimov (18), dass es ausgerechnet ihm nach 22 Minuten mit seinem ersten Bayernliga-Treffer gelungen war, die Nullnummer zu beenden. Das sollte bis zum Schluss jedoch das einzige Gästetor bleiben.
Am Freitag hat Moosburg spielfrei. Um Punkte geht es erst wieder am Sonntag in Germering (18 Uhr).

Tore: 0:1 (22:18) Azimov (Jeske), 1:1 (27:50) Miculka (Sorsak, Waldhausen), 2:1 (41:26) Miculka (Seidlmayer, Sorsak), 3:1 (46:17) Miculka (Sorsak; 5-4), 4:1 (54:56) Sorsak (Miculka), 5:1 (56:31) Miculka (Sorsak, Hills). Strafminuten: 4/6. Zuschauer: 240.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Steiger, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Hanöffner, Kankovsky, Asen, Möhle, Retzer. 

5:3 gegen Geretsried: EVM dreht Spiel im zweiten Drittel

Sonntag, 10. Dezember 2017
Drei weitere wichtige Zähler für den EV Moosburg: Durch das freitägliche 5:3 (1:2, 3:0, 1:1) über den ESC Geretsried verbesserten sich die Dreirosenstädter auf Tabellenplatz elf. Und auch der Abstand zur Playoff-Zone der Bayernliga schrumpfte.
Es war Geduld gefragt – bei Zuschauern, den Moosburger Spielern und den Schiedsrichtern. Wegen den winterlichen Straßenverhältnisse steckte der Geretsrieder Mannschaftsbus nämlich in einem Stau auf der A 9 fest. So konnte die Begegnung erst mit dreiviertelstündiger Verspätung angepfiffen werden.
Waren EVM-Käptn Mathias Jeske und Co. schon wegen dieser Verzögerungen ziemlich genervt, gesellten sich im ersten Drittel einige fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen dazu. Los ging’s bereits nach eineinhalb Minuten mit einem umstrittenen Penalty, den die Gäste allerdings verschossen. Auch die drei folgenden Strafzeiten gegen Moosburg sorgten teils für Rätselraten. Die dritte Überzahl nutzt der ESC dann zum 0:1. Doch der EVM meldete sich nach einer Viertelstunde zurück: Mit seinem ersten Saisontor besorgte Max Retzer den verdienten Ausgleich. Pech dann in der 20. Minute: Jakob Killermann scheiterte am Pfosten – und im Gegenzug gelang den Riverrats ihr zweites Tor.
Aber die Hausherren wollten unbedingt den Sieg – das war ihnen speziell im zweiten Abschnitt anzumerken. Nach mehreren vergebenen Chancen kippte per Daniel-Doppelschlag das Match: Schander (im Powerplay) und Möhle schossen den EVM in der 30. Minute in Führung. Jetzt haderten die Geretsrieder mit den Schiri-Entscheidungen. Und so war es eine erneute 5:4-Situation, die die Grün-Gelben kurz vorm zweiten Pausentee zum 4:2 nutzten.
In den letzten 20 Minuten versuchten die vom Stau ausgebremsten Gäste all das nachzuholen, was sie vorher verpasst hatten: Doch mehr als das dritte Tor (47.) sollte dem ESC trotz verstärkter Offensivbemühungen nicht mehr gelingen. Ein Powerplay ab der 58. Minute sorgte zwar noch einmal für Spannung, die beendete, kurz nachdem das Überzahlspiel vorbei war, jedoch Moosburgs Verteidiger Kevin Steiger mit einem Empty-Net-Goal 22 Sekunden vor der finalen Sirene.
Der EVM hat nach diesem Spieltag das Saisonziel – Rang acht – immerhin wieder in Sichtweite. Es dürfte allerdings ein Kraftakt nötig sein, um den Sieben-Punkte-Rückstand noch aufzuholen.

Tore: 0:1 (12:19) Poch (Horvath, Fuchs), 1:1 (15:26) Retzer (Möhle, Steiger), 1:2 (19:36) Merl (Köhler), 2:2 (29:00) Schander (Michel, Dlugos), 3:2 (29:51) Möhle (Retzer, Steiger), 4:2 (38:01) Schander (Michel, Jeske), 4:3 (46:13) Berger (Horvath), 5:3 (59:36) Steiger (Hanöffner). Strafminuten: 14/12. Zuschauer: 145.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Steiger, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Hanöffner, Kankovsky, Asen, Möhle, Retzer. 

Gegen Geretsried soll ein Heimsieg her - Wawrotzki zurück nach Passau

Donnerstag, 7. Dezember 2017
Platz acht abhaken? Dazu ist es neun Spieltage vor Ende der BEL-Vorrunde wohl noch zu früh. „Solange es theoretisch möglich ist, geben wir nicht auf“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann vor dem letzten Doppelwochenende in diesem Jahr. Da passt es wohl ganz gut, dass, bevor die Grün-Gelben am Sonntag zum Derby bei den Dorfener Eispiraten (17 Uhr) antreten, am Freitag mit dem ESC Geretsried der Tabellenachte in der Sparkassen-Arena zu Gast ist (19.30 Uhr). Direkt nach der Partie steigt die Christbaumversteigerung im Eisstüberl, zu der auch alle Fans herzlich eingeladen sind.
Personell musste der EVM am Dienstag einen schmerzhaften Rückschlag einstecken: Angreifer Oliver Wawrotzki teilte dem Vorstand mit, dass er die Pendlerei – Wohnen in Dingolfing, studieren in Passau und Eishockeyspielen in Moosburg – zeitlich nicht mehr schaffe und er deshalb zu den Black Hawks Passau zurückkehren wolle. „Das ist natürlich schade. Aber wir haben Verständnis für Olis Situation und ihm deshalb auch keine Steine in den Weg gelegt“, so Amann. Man werde sich zwar nach einem Nachfolger auf dem (ziemlich leergefegten) Spielermarkt umsehen, jetzt aber erst mal denen vertrauen, die da sind. Da sowohl Verteidiger Kevin Steiger als auch Stürmer Alexander Asen am Wochenende wieder im Kader stehen werden, kann Trainer Dimitri Startschew ohne größere Probleme drei komplette Blöcke aufbieten.
Eine besondere Bedeutung kommt ohne Zweifel dem Heimspiel gegen den ESC Geretsried zu. Die River-Rats stehen momentan nämlich auf dem begehrten achten Tabellenplatz, von dem der EVM zehn Punkte entfernt ist. Drei Punkte für Moosburg sind also Pflicht, wenn die Play-off-Region zumindest theoretisch ein Thema bleiben soll. In Geretsried verloren die Startschew-Schützlinge das Hinspiel zwar mit 7:3, wie man den ESC schlagen kann, zeigte aber heuer bereits ein Vorbereitungsspiel, in dem der EVM zu einem überraschend deutlichen 10:2 gekommen ist.
Mit 3:7 ging das Hinspiel auch gegen Dorfens Eispiraten verloren, bei denen die Dreirosenstädter am Sonntag ran müssen. Nach kurzer Schwächephase mit vielen Gegentoren hat sich die Truppe um den Moosburger Christian Seidlmayer am vergangenen Wochenende wieder zurückgemeldet und nicht nur die Erdinger im Landkreisduell (4:3), sondern auch den heutigen EVM-Gegner Geretsried mit – genau – 7:3 geschlagen. Amann: „In Dorfen hängen die Trauben traditionell hoch. Aber wir hoffen auf die alten Derby-Gesetze.“ 

EVM im Derby-Modus: Verdienter 6:4-Sieg bei den IceHogs

Montag, 4. Dezember 2017
Nach zwei deftigen Niederlagen hat der EV Moosburg wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Beim Hallertau-Derby in Pfaffenhofen erkämpften sich die Dreirosenstädter am Sonntag einen 6:4 (2:1, 2:2, 2:1)-Sieg. Damit gelang auch die Revanche für die unglückliche 1:2-Hinspielpleite gegen die IceHogs.
Wirkten die Moosburger am Freitag gegen Peißenberg noch wie das Kaninchen vor der Schlange, war schon die Körpersprache im „Hopfendome“ eine ganz andere: Von Beginn an befanden sich die Grün-Gelben im Derby-Modus, gingen durch David Michel bereits nach drei Minuten in Führung. Die Hausherren, die in den jüngsten fünf Partien immerhin neun Zähler geholt hatten, konnten kaum Akzente setzen, verloren die Scheibe oft schon früh gegen den diesmal auch defensiv gut stehenden EVM. Als dem ECP nach einer Viertelstunde doch der Ausgleich gelang, antwortete Moosburgs Daniel Schander wenige Minuten später mit der abermaligen Gäste-Führung.
Im zweiten Durchgang wogte das Match hin und her: Daniel Möhle erhöhte zunächst auf 1:3 (26.), doch Pfaffenhofen meldete sich nach einer guten halben Stunde bei 5:3-Überzahl mit dem Anschlusstreffer zurück. Kurz darauf jubelten zwar erneut die mitgereisten EVM- Fans – Patrice Dlugos hatte einen Lenczyk-Pass verwertet –, doch als die Moosburger in Minute 38 unglücklich im gegnerischen Drittel die Scheibe herschenkten, konterten sich die IceHogs wieder auf 3:4 heran.
Der Schlussabschnitt war dann nicht mehr ganz so dramatisch: Nachdem Michel zum Doppeltorschützen aufgestiegen war (45.), gelang Jakob Killermann auf Zuspiel seines Ex-DNL-Kollegen aus Landshut, Max Retzer, der Treffer zum vorentscheidenden 3:6. Dass es in den letzten zehn Minuten doch noch einmal spannend wurde, hatten die Gastgeber dem Hauptschiedsrichter zu verdanken, der nach angezeigter Strafe und Puckkontrolle beider Mannschaften anscheinend „vergessen“ hatte, die Begegnung zu unterbrechen – und so dem EC Pfaffenhofen den vierten Treffer ermöglichte. Der war zum Schluss aber nur noch von statistischer Bedeutung.

Tore: 0:1 (2:17) Michel (Schander, Jeske), 1:1 (14:24) Kurnosow (Seibert, Oexler), 1:2 (18:34) Schander (Michel, Jeske), 1:3 (25:45) Möhle (Retzer, Krämmer), 2:3 (32:23) Fardoe (Chemello, Bauer), 2:4 (34:40) Dlugos (Lenczyk, Schander), 3:4 (37:44) Kurnosow (Birk), 3:5 (44:26) Michel (Schander), 3:6 (47:17) Killermann (Retzer, Krämmer), 4:6 (48:07) Huber. Strafminuten: 12/12. Zuschauer: 128.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Hanöffner, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Möhle, Retzer. 

EVM verschießt sein Pulver beim 1:6 gegen Peißenberg früh

Sonntag, 3. Dezember 2017
Der Wunsch von EVM-Coach Dimitri Startschew, das Wochenende mit sechs Punkten abzuschließen, hatte sich bereits am Freitagabend erledigt: Beim 1:6 (0:1, 1:3, 0:2) gegen den TSV Peißenberg konnten die Moosburger lediglich im ersten Drittel überzeugen.
Das erste Spiel von Neuzugang Max Retzer hätte mit einem Traumstart beginnen können: Nach nicht einmal 20 Sekunden düpierte der Landshuter die Hintermannschaft der Gäste und passte auf Jakob Killermann, der allerdings freistehend verzog. Doch Retzer brachte viel Schwung und Dynamik in das Moosburger Spiel, war die prägende Figur der ersten 20 Minuten. Davon ließen sich auch seine Mitspieler anstecken. Der EVM hatte deutlich sichtbare Vorteile und schien an die Leistung der beiden jüngsten Heimsiege anknüpfen zu können. Bei zwei, drei weiteren guten Möglichkeiten war jedoch TSV-Schlussmann Jakob Goll immer die Endstation. Schade, dass sich die Hausherren durch eine Unachtsamkeit in Unterzahl 25 Sekunden vor der ersten Pause das unnötige 0:1 einfingen.
Dieses Tor zeigte Wirkung. Peißenberg übernahm im zweiten Abschnitt die Initiative und zwang nun Thomas Hingel zu einigen Glanzparaden. Moosburg wackelte, kam dann bei einer 4:4-Situation zum in dieser Phase nicht unbedingt erwarteten Ausgleich (28.). Doch anstatt den Rückenwind zu nutzen, stimmte keine Minute später die Zuordnung nicht und man kassierte das 1:2. Nur gut, dass Gäste-Kontingentspieler Brandon Morley in der Folge einen Penalty versemmelte. Doch ins Spiel fanden die Dreirosenstädter nicht mehr zurück: Die Eishackler durften vor Hingels Gehäuse nach Belieben kombinieren und markierten gut eine Minute vor dem zweiten Pausentee Treffer Nummer drei. Aber das sollte es in diesem Durchgang noch nicht gewesen sein: Einen Puckverlust im gegnerischen Drittel bestraften die Gäste per Konter – 1:4 (39.).
Von diesem Schock erholten sich die Grün-Gelben nicht mehr. Im Schlussabschnitt spielte nur noch der TSV. Dass es die Peißenberger da bei zwei Treffern bewenden ließen, hatte der EVM nicht zuletzt seinem Keeper zu verdanken.

Tore: 0:1 (19:35) Ebentheuer (Lenz, Morley), 1:1 (28:02) Schander (Michel), 1:2 (29:00) Barth M. (Mooslechner, Andrä), 1:3 (38:49) Hörndl (Barth, Andrä), 1:4 (39:54) Eichberger (Barth M., Höfler), 1:5 (44:46) Estermaier (Eichberger, Höfler), 1:6 (52:28) Andrä (Müller, Mooslechner). Strafminuten: 14/6. Zuschauer: 131.
Aufstellung: Hingel, Probst; Lenczyk, Krämmer, Jeske, Ohr, Hanöffner, Loidl; Killermann, Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Möhle, Retzer. 

Der Coach will alle sechs Punkte

Donnerstag, 30. November 2017
Als Trainer des Tabellenvorletzten ein Sechs-Punkte-Wochenende zu fordern, klingt gewagt – aber genau das macht Moosburgs Dimitri Startschew vor dem Freitags-Heimspiel gegen den TSV Peißenberg (19.30 Uhr) und dem Derby-Auftritt am Sonntag beim EC Pfaffenhofen (17.30 Uhr).
„Davon waren wir schon in der Hinrunde nicht weit weg“, begründet Startschew seinen Vorstoß. In der Tat: In Peißenberg hat der EVM am dritten Spieltag mit 6:5 seinen ersten Saisonsieg gefeiert und die 1:2-Heimniederlage gegen den EC Pfaffenhofen zwei Tage später war angesichts der Dominanz der Dreirosenstädter mehr als ärgerlich.
Für die Grün-Gelben geht es auch darum, möglichst schnell den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Zumindest der Sprung von Platz 13 auf Rang 11 wäre an diesem Wochenende möglich. Den belegen gerade die Pfaffenhofener IceHogs – mit drei Zählern Vorsprung auf Moosburg. Doch einfach werden beide Aufgaben nicht. Peißenberg verlor zuletzt zwar daheim gegen Geretsried, hat aber auch mit einigen deutlichen Auswärtssiegen auf sich aufmerksam gemacht. Der ECP überraschte vergangenen Sonntag mit einem Overtime-Sieg beim Tabellenzweiten ESC Dorfen.
Was das zur Verfügung stehende Personal für dieses Wochenende betrifft, wechseln sich bei Startschew gerade Licht und Schatten ab. In der Offensive sieht es sehr gut aus: Mit Jan Herrmann und Jakob Killermann sind in dieser Woche zwei junge Angreifer in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt, während der Landshuter Neuzugang Max Retzer (20) – Transferfenster-Stichtag: 1. Dezember – endlich sein Debüt geben kann. „Geplant ist, dass Max in die Reihe zu Tobias Hanöffner und Daniel Möhle kommt“, kündigt Startschew an.
Defensiv plagen den Trainer jedoch Sorgen: Kevin Steiger (Auslandsaufenthalt) wird dem EVM erst in einer Woche wieder zur Verfügung stehen und Philipp Ujcik hat sich in Landsberg das Innenband angerissen. Drei bis vier Wochen fällt er damit wohl aus. Besser sieht es bei Bastian Krämmer aus, der gerade an einer Fingerverletzung laboriert. Startschew: „Ich denke aber, dass Basti am Wochenende spielen wird.“ 

EVM landet in Landsberg wieder auf dem Boden der Tatsachen

Montag, 27. November 2017
Nach zuletzt zwei Siegen in Serie ist der EVM am Sonntag in Landsberg wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Beim Tabellendritten der Bayernliga gab’s eine 9:2 (5:0, 1:2, 3:0)-Klatsche. Unschöne Begleiterscheinung: Die Verletzungssorgen sind wieder da.
Die Hoffnung von Moosburgs Coach Dimitri Startschew, die Euphorie aus den vergangenen beiden Heimspielen in die Landsberger Eishalle mitzunehmen, war schon bei der Abfahrt gedämpft. Neben den erkrankten Youngstern Jakob Killermann und Julian Fink hatten sich auch Abwehrspieler Kevin Steiger (weilt bis Ende dieser Woche im Ausland) und Angreifer Daniel Schander (bekam gegen Passau einen Schuss auf den Fuss) abgemeldet. Die Folge: Wieder keine drei Blöcke.
Dass auch die Riverkings nur 14 Feldspieler aufbieten konnten, half dem EVM wenig. Der Qualitätsunterschied war speziell in den ersten 20 Minuten zu massiv. Das flotte Angriffsspiel der Landsberger lief einige Stundenkilometer zu schnell für die Gäste, die nur sechs Minuten lang die Null auf der Anzeigetafel verteidigen konnten. Dann ging’s dahin: Bis zur 17. Minute zogen die Gastgeber auf 5:0 davon, nahezu jeder Defensivaussetzer wurde sofort bestraft. Und vorne dauerte es fast eine Viertelstunde, bis sich die Grün-Gelben ihre erste Chance erspielen konnten. Dass Verteidiger Philipp Ujcik zum Pausentee eher humpelte als lief – und deshalb auch gleich in der Kabine blieb – trübte die Laune von Startschew zusätzlich.
Im zweiten Abschnitt trat Moosburg immerhin kompakter und konzentrierter auf – wobei der HC Landsberg auch nicht mehr 100 Prozent gab. „Bei uns wollte in der Phase jeder selber glänzen und schießen. Aber das geht halt nicht“, lautete das Fazit von HCL-Trainer Randy Neal. Kurz nach dem sechsten Landsberger Treffer enteilte Daniel Möhle den Riverkings in Unterzahl und traf zum 1:6. Der EVM traute sich jetzt mehr zu, präsentierte ansehnliche Spielzüge. Einen solchen schloss Tobias Hanöffner in der 37. Minute mit dem zweiten Moosburger Tor ab.
Spannend wurde es aber nicht mehr. Den Gästen fehlten Ideen und Mittel, um den Abstand weiter zu verkürzen. Dafür gab Landsberg in dem zunächst vor sich hinplätschernden Schlussabschnitt noch einmal Gas: 7:2, 8:2, 9:2 – immerhin wurde die Niederlage nicht wieder zweistellig. Das Hinspiel in Moosburg hatte der HCL bekanntlich mit 10:3 gewonnen.

Tore: 1:0 (6:06) Slavicek (Menge, Maag), 2:0 (7:36) Neal (Wedl, Fischer), 3:0 (10:15) Wedl (Menge, Neal), 4:0 (14:58) Neal (5-4; Menge, Geisberger), 5:0 (16:31) Kerber M. (5-4; Fischer, Curmann), 6:0 (23:14) Menge (Wedl, Slavicek), 6:1 (25:40) Möhle (4-5; Lenczyk, Krämmer), 6:2 (37:04) Hanöffner (Wawrotzki, Möhle), 7:2 (45:56) Reuter (Curmann, Geisberger), 8:2 (53:20) Reuter (5-4; Hauck, Fischer), 9:2 (54:50) Neal (Slavicek, Menge). Strafminuten: 12/14. Zuschauer: 685.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Jeske, Lenczyk, Ohr, Krämmer, Loidl; Azimov, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Möhle, Hanöffner, Dlugos. 

6:5 gegen Passau: Nach dem Zweier jetzt auch der erste Heim-Dreier

Samstag, 25. November 2017
So hat man sich den Start in die Rückrunde vorgestellt: Nach einem dramatischen Schlussdrittel besiegte der EV Moosburg die Passau Black Hawks mit 6:5 (2:2, 2:0, 2:3) und holte damit seinen ersten Heim-Dreier der Saison. Insbesondere die letzten Sekunden waren nichts für schwache Nerven.
Die Sirene in der Sparkassen-Arena gehört seit Bestehen der Halle zu den dezenteren ihrer Zunft. Als die 60 Minuten am Freitagabend vorbei waren, konnten sie in dem Trubel wohl nur die allerwenigsten hören. Für die Passauer, die inzwischen beim Stand von 6:5 auch noch ihren Torwart vom Eis genommen hatten, eine gute Gelegenheit, den Kasten von Thomas Hingel noch einmal richtig unter Beschuss nehmen. Als die Scheibe im Netz zappelte, war die Spielzeit allerdings schon um einige Sekunden überschritten. Der Hauptschiedsrichter entschied zunächst aber trotzdem auf Tor. Nach Protesten der Moosburger Spieler und Rücksprache mit seinen beiden Assistenten nahm er die Entscheidung wieder zurück. Beiden Linienrichtern war - auch dank der zwei Anzeigetafeln - nicht entgangen, dass der abermalige Ausgleich deutlich zu spät gefallen war. Jubel auf der EVM-Bank, die ersten drei Punkte auf heimischem Eis waren unter Dach und Fach.
Dabei hätten es die Grün-Gelben, die stark in das Match gestartet waren, gar nicht so spannend machen müssen. Zu überlegen waren sie in den ersten beiden Durchgängen. Durch die Treffer von David Michel (10.) und Daniel Möhle lagen die Dreirosenstädter nach einer Viertelstunde mit 2:0 in Front. Doch die bis dato harmlosen Black Hawks wachten noch vor dem Pausentee auf und nutzten eine Schlafphase der Gastgeber per Doppelschlag zum Ausgleich in der 19. Minute: Lediglich 24 Sekunden lagen zwischen den beiden Toren. Im zweiten Abschnitt gab Moosburg weiterhin den Ton an, setzte die Niederbayern phasenweise massiv unter Druck. Die Treffer zum 3:2 und 4:2 durch Matze Jeske und Bastian Krämmer resultierten aus Schlagschüssen von der blauen Linie. Passau fehlten derweil die Ideen, um Goalie Hingel ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.
Der Schlussabschnitt gab schon in Minute drei einen Vorgeschmack auf die Dramatik, die noch folgen sollte: Die Gäste verkürzten zunächst auf 3:4, Daniel Schander stellte den alten Abstand wieder her - und nur 22 Sekunden später fiel das 4:5. Jetzt drehten die Black Hawks richtig auf, drängten auf das Remis. Doch Patrice Dlugos vollendete einen willkommenen Konter in der 53. Minute zum vermeintlich vorentscheidenden 6:4. Für die Niederbayern kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen: 80 Sekunden vor dem Ende ließ Moosburg im eigenen Drittel einen Gäste-Spieler ohne Gegenwehr durchlaufen, nur noch 6:5. In der verbleibenden Zeit durfte dementsprechend gezittert werden - aus Moosburger Sicht mit Erfolg!

Tore: 1:0 (9:19) Michel (Lenczyk), 2:0 (15:11) Möhle, 2:1 (18:19) Persch (Ferstl), 2:2 (18:43) Sulcik, 3:2 (21:42) Jeske (Michel, Lenczyk), 4:2 (31:20) Krämmer (Michel, Steiger), 4:3 (42:57) Sulcik (Schießl, Schindlbeck), 5:3 (44:26) Schander (Michel), 5:4 (44:48) Ferstl (König, Müller), 6:4 (52:34) Dlugos (Wawrotzki), 6:5 (58:40) Schießl. Strafminuten: 12/6. Zuschauer: 126.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Ohr, Krämmer, Loidl, Fink; Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Möhle, Hanöffner, Dlugos. 

EVM will in der Rückrunde einiges wiedergutmachen

Donnerstag, 23. November 2017
Die Hinrunde der BEL-Saison 2017/18 ist Geschichte. Am Wochenende beginnen für den EVM die Rückspiele der Hauptrunde: am Freitag auf heimischem Eis gegen die Passau Black Hawks (19.30 Uhr) und am Sonntag beim HC Landsberg (17 Uhr; Busabfahrt 13.30 Uhr). Anfang Oktober ist man gegen beide Teams leer ausgegangen.
Von Euphorie zu reden, wäre sicher übertrieben. Es war eher Erleichterung, die sich am Sonntag nach dem 4:3-Penaltysieg über Buchloe im Lager der Grün-Gelben breit machte. Zumal es Heimsiege bis dato nur in der Vorbereitung gab. „Das war auch für den Kopf ganz wichtig“, sagte Keeper Thomas Hingel nach der Partie. „Der Druck bei so einer Negativserie wird ja nicht kleiner.“ Und der schwache Auftritt in Füssen war auch erst zwei Tage her.
Deshalb konnte und wollte man in dieser Woche auch nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. Nach dem Training blieben die Spieler in der Kabine, es herrschte Gesprächsbedarf. Schließlich will man in der Rückrunde einiges wiedergutmachen. „Unsere Zuschauer sind heuer nicht gerade verwöhnt“, musste Coach Dimitri Startschew jüngst zugeben.
Vielleicht kann das Team die Fans bereits am Freitag wieder begeistern: Mit dem Tabellenneunten Passau ist eine Mannschaft zu Gast, die zuletzt zwei Pleiten in Folge kassierte. 3:6 hatte der EVM den Saisonauftakt bei den Habichten verloren. Chancenlos war man am zweiten Spieltag zuhause gegen Landsberg (3:10), wo Kapitän Mathias Jeske und Co. am Sonntag antreten müssen. Der vom Verletzungspech geplagte HCL ist zwar immer noch Dritter, holte aus den vergangenen drei Spielen aber nur zwei Zähler.
Vielleicht sollten die EVM-Verantwortlichen noch schnell bei (Tabellen-)Nachbar EC Pfaffenhofen anklopfen. Der hat am vergangenen Wochenende nämlich gezeigt, wie man Passau und Landsberg schlagen kann. 

Es ist geschafft: Der EVM feiert seinen ersten Heimsieg

Montag, 20. November 2017
Bis zum letzten Spieltag der Hinrunde hat es gedauert – jetzt durfte auch in der Sparkassen-Arena mal wieder gejubelt werden: Beim 4:3 (0:1, 1:1, 2:1, 1:0) nach Penaltyschießen über den ESV Buchloe fuhr der EVM den ersten Heimsieg der Saison ein und verabschiedete sich damit vom letzten Tabellenplatz.
Manche Besuche lohnen sich. Einen solchen stattete EVM-Vorstand Ludwig Kieninger am Sonntag vor Spielbeginn der Mannschaft in der Kabine ab. Nach dem über weite Strecken indiskutablen Auftritt am Freitag in Füssen appellierte Kieninger an die Ehre der Spieler – ein „Wake-up-Call“, wie es Goalie Thomas Hingel bei der Pressekonferenz bezeichnete.
Wach waren die Moosburger gegen den Tabellenachten von Beginn an. Auch die beiden Rückschläge in der Anfangsphase des ersten (0:1) und des zweiten Abschnitts (0:2) hinterlissen keine allzu tiefen Spuren. Der EVM war ein gleichwertiger Gegner für die Pirates. Doch das Toreschießen ist derzeit ein grün-gelbes Problem: nur ein Treffer gegen Erding, einer in Füssen – und auch diesmal scheiterten die Hausherren zunächst in aussichtsreichen Positionen am gegnerischen Schlussmann. Den Bann brach in der 24. Minute Daniel Möhle mit dem wichtigen 1:2-Anschluss. Doch der Ausgleich ließ auf sich warten. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf den Kasten der Pirates, die ihrerseits über schnelle Gegenstöße gefährlich blieben.
Fünf Minuten nach dem letzten Wechsel beendete Topscorer David Michel mit dem überfälligen Ausgleich seine jüngste Torflaute. Doch die erneute kalte Dusche kam prompt: Zwei mehr als überflüssige Fouls an der Mittellinie bescherten dem EVM eine länger Unterzahl, die die Gäste mit der abermaligen Führung bestraften. „Aber wir haben uns nicht aufgegeben und sind dran geblieben – das war heute unser großes Plus“, bilanzierte Hingel. Und so nutzten die Dreirosenstädter sieben Minuten vor Schluss in Person von Tobias Hanöffner ein Powerplay zum 3:3.
Klare Vorteile hatten die Moosburger dann auch dank einer erneuten numerischen Überlegenheit in der Overtime. Aber der ESV rettete sich ins Penaltyschießen. Dieses hätte man nach dem ersten Schützen – Moosburgs Kevin Steiger war erfolgreich – eigentlich beenden können. Die anderen Fünf brachten die Scheibe nämlich nicht im Tor unter.
Tore: 0:1 (3:44) Krafczyk (Vaitl, Hofer), 0:2 (21:29) Weigant (Vaitl, Seifert), 1:2 (23:59) Möhle (Dlugos, Ujcik), 2:2 (45:07) Michel (Jeske, Krämmer), 2:3 (51:10) Krafczyk (Vaitl, Raß), 3:3 (53:26) Hanöffner (Jeske, Schander), 4:3 Steiger (P). Strafminuten: EVM 8+10 (Steiger), ESV 6. Zuschauer: 96.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Jeske, Krämmer, Lenczyk, Ohr, Steiger, Loidl; Wawrotzki, Schander, Azimov, Kankovsky, Hanöffner, Dlugos, Asen, Michel, Möhle. 

1:5-Pleite in Füssen: EVM sieht beim Altmeister alt aus

Samstag, 18. November 2017
Nichts zu holen gab es für den EV Moosburg am Freitagabend beim EV Füssen: Lediglich im zweiten Drittel brachte man den mit vielen jungen Spielern bestückten Altmeister in Schwierigkeiten. Am Ende stand eine verdiente 1:5 (1:2, 0:0, 0:3)-Niederlage.
Die Euphorie, die bei den Füssenern nach dem Durchmarsch in die Bayernliga herrscht, war überall in der Halle zu spüren. Trotz der jüngsten Rückschläge waren über 700 Zuschauer gekommen. Und die sahen in den ersten zehn Minuten eine völlig überforderte Moosburger Mannschaft, die mit dem Tempo der Allgäuer überhaupt nicht zurecht kam. Schlussmann Thomas Hingel war von Beginn an gefordert, musste in der Anfangsphase gleich zweimal hinter sich greifen. Erst nach einer Viertelstunde gaben auch die Gäste ein Lebenszeichen von sich. Als sich infolge eines Abspielfehlers der Hausherren eine 3:1-Kontersituation ergab, vollendete Daniel Schander zum 1:2-Anschluss.
Der schmeckte dem EVF ganz und gar nicht. Im zweiten Abschnitt machte sich nun die Unerfahrenheit der jungen Truppe bemerkbar und der EVM kam immer besser in die Partie. „Ich bin froh, dass das Spiel in dieser Phase nicht gekippt ist, Moosburg hatte da klare Vorteile“, kommentierte Füssens Trainer Thomas Zellhuber das Mitteldrittel. Aber sowohl Daniel Möhle als auch zweimal David Michel konnten ihre Großchancen nicht verwerten, weshalb torlos zum zweiten Mal die Seiten gewechselt wurden.
Nun bekamen die Hausherren wieder Aufwind: Zwischen der 45. und 50. Minute entschieden sie mit den Toren drei und vier die Partie, der Treffer zum 5:1 fünf Minuten vor dem Ende war nur noch für Statistiker interessant. EVM-Trainer Dimitri Startschew zeigte sich nach dem Match mächtig angefressen: „Unsere Defensivleistung ist in dieser Form nicht akzeptabel. Der eine oder andere muss sich wirklich fragen, ob er den Ernst der Lage begriffen hat.“ Aufgrund der Ausfälle von Patrice Dlugos, Jakob Killermann und Marc Lenczyk hatte Startschew abermals keine drei kompletten Blöcke aufbieten können. „Aber das soll heute keine Ausrede sein“, sagte er.
Tore: 1:0 (6:52) Böck (Schorer, Wiedemann), 2:0 (10:15) Meier (Schmid), 2:1 (15:58) Schander (Wawrotzki), 3:1 (44:47) Nadeau (Krötz, Besl), 4:1 (49:30) Schmid (Holzmann, Simon), 5:1 (54:09) Oppenberger (Nadeau, Besl). Strafminuten: 2/8. Zuschauer: 718.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Jeske, Krämmer, Ohr, Steiger, Loidl; Wawrotzki, Schander, Azimov, Kankovsky, Hanöffner, Asen, Michel, Möhle. 

EVM muss zum Ende der Hinrunde gegen Füssen und Buchloe ran

Donnerstag, 16. November 2017
Mit einem großen Namen des deutschen Eishockeys bekommt es der EVM am Freitag zu tun: Um 19.30 Uhr (Abfahrt: 15.15 Uhr) gastieren die Dreirosenstädter beim 16-fachen deutschen Meister EV Füssen. Zum Ende der Hinrunde ist am Sonntag dann der ESV Buchloe in der Sparkassen-Arena zu Gast (17.15 Uhr).
Mit sieben Zählern aus den bisherigen elf Spielen rangiert der EV Moosburg inzwischen wieder auf dem 14. und letzten Platz der Bayernliga. Zehn Punkte fehlen zum rettenden Ufer, dem achten Rang, der bekanntlich nicht nur die Teilnahme an der Verzahnungsrunde mit der Oberliga, sondern auch den Klassenerhalt bedeuten würde. „Aber um den zu sehen, brauchen wir momentan zumindest ein kleines Fernrohr“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. Deshalb könne die Devise nur lauten, von Spiel zu Spiel zu denken, zu punkten – und auf eine Serie zu hoffen. Amann: „Drei, vier Siege in Folge und wir wären dank der Drei-Punkte-Regel wieder mit dabei. Wichtiger ist jetzt aber erst einmal, dass sich die Mannschaft nach den vielen Ausfällen der letzten Wochen wieder findet und weiter an die Chance glaubt.“
Das beste Beispiel, wie schnell es rauf und runter gehen kann, lieferte zuletzt – in negativer Hinsicht – der EV Füssen. Nachdem man sich anfangs im oberen Tabellendrittel aufhielt, holte der Altmeister, der nach seiner Insolvenz von der Bezirksliga bis in die BEL durchmarschiert ist, in den jüngsten sechs Partien nur noch fünf Punkte und rutschte so auf Rang neun ab. Den EVM erwartet jedenfalls ein laufstarkes Team mit vielen Eigengewächsen, dessen Coach Thomas Zellhuber meist mit vier Blöcken spielen lässt.
Laufstark unterwegs ist heuer auch wieder der ESV Buchloe, der derzeit auf dem begehrten achten Tabellenplatz steht. Wie gut die Pirates drauf sind, bewiesen sie in den vergangenen drei Begegnungen, die sie allesamt – mit jeweils einem Tor Vorsprung – gewannen. „Dieses Spiel wird uns zeigen, wie weit wir derzeit tatsächlich von den Top acht der Liga weg sind“, so der EVM-Sprecher.
Noch rund zwei Wochen entfernt von seinem ersten Auftritt im Trikot des EV Moosburg ist Max Retzer (20). Der Stürmer hat vor einigen Tagen seinen Vertrag beim Oberligisten EV Landshut aufgelöst und trainiert seitdem bei den Grün-Gelben mit. Wechseln kann er allerdings erst ab dem 1. Dezember. Retzer stand rund 50 Mal im Kader des EVL, hat den Sprung in die Oberliga aber nicht geschafft. Mit seinem Wechsel nach Moosburg setzt der Landshuter eine Familientradition fort: Sein Vater Benno Retzer hat in den 90er Jahren für den EVM gespielt, seine beiden Onkel Gerd und Rudi bereits in den 70er Jahren. 

Hingel hält den EVM im Spiel, für Punkte reicht's aber nicht

Samstag, 11. November 2017
Spannend war's bis zum Schluss. Zum erhofften ersten Heimsieg hat es für den EV Moosburg allerdings auch gegen Erding nicht gereicht. Dass es am Ende nur 1:2 (1:1, 0:0, 0:1) aus Sicht der Hausherren hieß, hatten diese der bis dato besten Saisonleistung von ihrem Keeper Thomas Hingel zu verdanken.
EVM-Coach Dimitri Startschew wusste bei der Pressekonferenz: "Thomas hat uns bis zum Schluss im Spiel gehalten. Es kann eigentlich nicht sein, dass wir zum Beispiel im zweiten Drittel 27 Torschüsse zulassen." Aber Hingel war da. Deshalb liest sich das 0:0 auf dem Spielberichtsbogen für diese Phase zu Unrecht unspektakulär.
Über mangelnde Unterhaltung konnten sich die mehr als 300 Zuschauer in der Sparkassen-Arena wahrlich nicht beschweren. Die Grün-Gelben, mit 17 Feldspielern so gut besetzt wie seit Wochen nicht mehr, taten sich allerdings schwer, ins Spiel zu kommen. Viel zu oft wurde der Puck ohne Not hergeschenkt. In den ersten zehn Minuten diktierte Erding das Tempo und nistete sich zeitweise im Moosburger Drittel ein. Der EVM dagegen wartete lieber ab, um dann durch schnelle Konter den Gladiators-Kasten ins Visier zu nehmen. Torgefährlich war man dabei ebenso, zum Beispiel, als ein Jeske-Geschoß den Außenpfosten streifte. Auch nach der Erdinger Führung (12.) blieben die Gastgeber passiv, nutzten dann allerdings ihr zweites Powerplay durch einen verdeckten Weitschuss des Ex-Erdingers Kevin Steiger zum 1:1 (18.).
Im mittleren Abschnitt durfte EVM-Goalie Hingel fast im Minutentakt Feuerwehrmann spielen, Erding brannte regelrecht auf die erneute Führung. Doch das Chancen-Festival, das weiterhin auch den einen oder anderen Gegenstoß der Dreirosenstädter beinhaltete, schlug sich nicht auf der Anzeigetafel nieder. "Deshalb habe ich mir im Schlussdrittel schon meine Gedanken gemacht", sagte TSV-Coach Thomas Vogl nach der Partie. "Eishockey ist nicht immer gerecht. Und wenn Moosburg das zweite Tor macht, kann man auf einmal mit leeren Händen dastehen." Dieses erzielten aber seine Schützlinge - kurz nachdem der EVM eine Unterzahlsituation überstanden hatte (52.). In der Endphase warfen Kapitän Mathias Jeske und seine Kollegen zwar nochmal alles nach vorne - Hingel ging für einen sechsten Feldspieler vom Eis -, die Gladiators schaukelten den knappen Erfolg aber souverän über die Zeit.
Tore: 0:1 (11:56) Zimmermann (Spindler, Krzizok), 1:1 (17:57) Steiger (Möhle, Wawrotzki; 5-4), 1:2 (51:09) Zimmermann (Krzizok, Deubler). Strafminuten: 6/6 + 10. Zuschauer: 322.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Ohr, Krämmer, Loidl; Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann, Hanöffner, Möhle. 

Derby gegen Erding: EVM will Boden gutmachen

Donnerstag, 9. November 2017
Bereits zum dritten Mal heißt es in dieser Saison: Derby-Time in der Sparkassen-Arena! Mit dem TSV Erding ist dabei am Freitag um 19.30 Uhr der von der Entfernung nächste Nachbar zu Gast. Auch tabellarisch will der EVM den Abstand zu den Gladiators unbedingt verkürzen. Übrigens: Am Sonntag ist Deutschland-Cup-Pause.
So schnell kann sich das Blatt wenden: Noch am Freitag standen die Moosburger Eishockeyspieler gegen Spitzenreiter Höchstadt auf verlorenem Posten, am Sonntag sah die Welt nach dem verdienten Auswärtserfolg in Pegnitz schon wieder ganz anders aus. „Dieser Sieg kam genau zum richtigen Zeitpunkt“, ist Pressesprecher Bastian Amann überzeugt. „Es war ja auch nicht alles schlecht, was in den Spielen davor passiert ist. Aber die Punkte haben halt gefehlt.“ Und die Spieler. Aber jetzt scheint man die Verletzungsmisere tatsächlich überstanden zu haben.
Fast vier Blöcke waren am Dienstag im Training (darunter auch wieder die Stamm-Stürmer Daniel Möhle und Tobias Hanöffner). Coach Dimitri Startschew dürfte damit vor dem Lokalduell erstmals seit langer Zeit wieder die Qual der Wahl haben. Amann: „Es ist noch nichts verloren. Uns erwarten noch drei Spiele in der Vorrunde – gute Gelegenheiten, den Abstand aufs Mittelfeld zu verkürzen.“
Genau da, nämlich auf Rang neun, stehen mit 13 Zählern auf dem Konto die Erding Gladiators – sechs Punkte vor dem EVM. Während sich bei den Grün-Gelben die personelle Lage zuletzt stark verbessert hat, müssen die Herzogstädter weiter auf wichtige Leistungsträger verzichten. Timo Borrmann und Christian Poetzel werden frühestens im Dezember zurückerwartet, der Moosburger Sebastian Lachner fällt mit einer schweren Knieverletzung sogar bis Saisonende aus. Da kann es derzeit schon mal vorkommen, dass Trainer Thomas Vogl – wie zuletzt in Landsberg – drei Jugendspieler in den Kader miteinbaut.
Der EVM will jedenfalls an die Auftritte gegen Erding anknüpfen, die man heuer in der Saisonvorbereitung absolviert hat: Da gingen nämlich zweimal – mit 7:6 n.P. zuhause und 4:1 auswärts – die Dreirosenstädter als Sieger vom Eis. 

EVM holt im Pegnitzer Regen den zweiten Auswärts-Dreier

Montag, 6. November 2017
Clever, diszipliniert – und vor allem: wasserdicht. Mit einer starken Vorstellung und einem 5:2 (0:0, 2:0, 3:2)-Sieg trotzte der EV Moosburg am Sonntag dem Dauerregen in der Pegnitzer Freiluft-Arena. Durch den zweiten Auswärts-Dreier der Saison reichten die Grün-Gelben die rote Laterne nach Germering weiter.
Sieben Minuten hatten Moosburgs Keeper Thomas Hingel zum Shutout gefehlt. Doch am Ende konnte er es verschmerzen, noch zwei Tore kassiert zu haben. Zufrieden marschierte er mit seinem Mini-Bierfass unter dem Arm (Wahl zum besten Spieler) in die Kabine. Die drei Zähler waren dann doch wichtiger.
Und die hatten sich die Gäste mit einer über 60 Minuten konstanten Leistung verdient. Die Pegnitzer, die am Freitag noch mit einem Sieg in Geretsried überrascht hatten, bissen sich am Moosburger Kollektiv die Zähne aus. Der EVM hatte mehr vom Spiel, die besseren Chancen – und fand im Schlussabschnitt, als sich die IceDogs dank einiger Powerplay-Situationen noch mal aufbäumten, die richtigen Antworten.
Geduld mussten nach dem torlosen ersten Abschnitt aber auch die Grün-Gelben haben: Erst in der 27. Minute gelang Daniel Schander, dem Torschützen vom Dienst (sechs Treffer in den letzten drei Spielen) das 0:1. Alleine er hatte in der Folge noch zwei, drei exzellente Einschussmöglichkeiten, geriet bei einem Solo auf dem holprigen Eis ins Straucheln. Gerade als der EVP den Druck auf das EVM-Gehäuse verstärkte (ein Schuss knallte ans Gestänge), nutzte Oliver Wawrotzki in der Schlussminute Zuordnungsprobleme in der Pegnitzer Defensive: 0:2.
Die Gäste schienen nach dem zweiten Pausentee alles im Griff zu haben, brachten sich durch einen Scheibenverlust in Überzahl, den die Gastgeber mit dem 1:2 bestraften, aber selbst in die Bredouille (54.). Gut, dass nur neun Sekunden später David Michel den alten Abstand wieder herstellte. Doch die IceDogs warfen nun alles nach vorne, schöpften drei Minuten vor Schluss mit ihrem zweiten Treffer (bei 5:4) noch einmal Hoffnung. Diesmal vergingen zwar 40 Sekunden, aber dann fiel Daniel Schander mit dem 2:4 die passende Antwort ein. Endgültig in trockenen Tüchern war der zweite Moosburger Auswärtssieg der Saison, als Mathias Jeske zum fünften Mal für den EVM einnetzte.
Tabellarisch verbesserte sich Moosburg mit diesem Dreier auf Rang 13. Und das Argument eines Fans – wenn man den EVM heuer siegen sehen will, muss man zu einem Auswärtsspiel fahren – will die Mannschaft bereits am Freitag widerlegen: Da kommen die Erding Gladiators zum Derby in die Sparkassen-Arena (19.30 Uhr).

Tore: 0:1 (26:34) Schander (Michel, Jeske), 0:2 (39:07) Wawrotzki (Jeske, Ohr), 1:2 (53:15) Kracht (4-5; Mendel), 1:3 (53:24) Michel (5-4), 2:3 (56:58) Hausauer (5-4), 2:4 (57:38) Schander (Dlugos, Wawrotzki), 2:5 (58:30) Jeske (Killermann, Michel). Strafminuten: 4/8. Zuschauer: 232.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Ohr, Krämmer, Loidl; Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Asen, Kankovsky, Killermann. 

Spitzenreiter sorgt in fulminanter Anfangsphase für klare Verhältnisse

Samstag, 4. November 2017
Wären die ersten zwölf Minuten nicht gewesen, hätte der EVM den souveränen Bayernliga-Spitzenreiter aus Höchstadt vielleicht sogar in Verlegenheit bringen können. Doch gerade da fielen sieben der insgesamt acht Treffer der Partie - und die Alligatoren konnten so den Grundstock für den am Ende ungefährdeten 2:6 (2:5, 0:0, 0:1)-Erfolg in der Sparkassen-Arena legen.
Regelrecht überrollt wurden die Moosburger in der Anfangsphase von den stark aufspielenden Gästen: Bereits nach viereinhalb Minuten lag der HEC mit 0:3 in Führung. Technische Klasse kennt man von den Franken. Aber das hohe Tempo, mit dem sie die heimische Defensive unter Druck setzten, war neu. Die zuletzt ohnehin leidgeprüften Anhänger des EVM mussten Schlimmes befürchten. Doch die Grün-Gelben wehrten sich, kamen im Powerplay durch eine schöne Kombination der neu zusammengestellten ersten Sturmreihe (Patrice Dlugos und Daniel Schander rückten für die verletzten Tobias Hanöffner und Daniel Möhle nach), die Schander vollendete, zum ersten Treffer. Keine zwei Minuten später - es war eine Strafe gegen Höchstadt angezeigt - gelang Dlugos gar der 2:3-Anschluss. Aber die Gäste antworteten prompt. Ein Doppelschlag bescherte dem Oberliga-Absteiger, der sich vor der Saison unter anderem mit dem 584-fachen DEL-Spieler Vitalij Aab verstärkt hatte (er blieb gegen Moosburg aber ohne Punkte), erneut einen Drei-Tore-Vorspung, mit dem man auch in die erste Pause ging.
Wie verwandelt kam der EVM danach aus der Kabine und bot dem HEC richtig Paroli. Der Weg zum Tor war für die Alligators nun deutlich länger, bereits früh wurden sie im Angriffsaufbau gestört. Und wenn doch einmal ein Schuss durchging, war Thomas Hingel da, der wie seine Vorderleute nun deutlich sicherer wirkte. Keine Tore auf beiden Seiten - aus Moosburger Sicht schon ein Achtungserfolg. In den letzten 20 Minuten wollten die Hausherren dann noch mehr und verstärkten ihre Offensivbemühungen. "Da hatte der EVM einige richtig gute Chancen", gab auch HEC-Spielertrainer Daniel Jun bei der Pressekonferenz zu. Rein ging zwar nichts, "aber in unserer aktuellen Situation als Schlusslicht müssen wir auch kleine Erfolgserlebnisse wie diese Phasen mitnehmen", sagte Moosburgs Kapitän Mathias Jeske, der Trainer Dimitri Startschew im Eisstüberl vertrat. Wie auch immer: Jubeln durften im finalen Durchgang nur die Gastgeber. Mitten in einer Sturm- und Drangphase der Dreirosenstädter setzten sie den Schlusspunkt zum 2:6.
Tore: 0:1 (1:13) Petrak (Lenk L., Vojcak), 0:2 (4:08) Babinsky (Lenk L., Petrak), 0:3 (4:30) Roth (Lenk L., Petrak), 1:3 (8:00) Schander (Dlugos, Michel), 2:3 (9:39) Dlugos, 2:4 (10:59) Tratz (Babinsky, Vojcak), 2:5 (12:12) Lenk A. (Kreuzer, Urban), 2:6 (44:37) Lenk A. (Vojcak). Strafminuten: 6/10. Zuschauer: 198.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Ohr, Krämmer, Loidl; Dlugos, Azimov, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann. 

Auch vor dem Franken-Wochenende personelle Fragezeichen

Donnerstag, 2. November 2017
Gutes Bier, deftige Mahlzeiten – mit den kulinarischen Spezialitäten Frankens werden Moosburgs Eishackler an diesem Wochenende weniger in Berührung kommen. Wohl aber mit dessen beiden Bayernligisten: Spitzenreiter Höchstadt kreuzt am Freitag in der Sparkassen-Arena auf (19.30 Uhr), am Sonntag muss der EVM zu einem weiteren Kellerduell nach Pegnitz (17.30 Uhr; Busabfahrt 13.30 Uhr).
Der Letzte gegen den Ersten – viel eindeutiger könnten die Rollen vor dem Freitags-Heimspiel gegen den bislang noch ungeschlagenen Oberliga-Absteiger (einziger Punktverlust: in Landsberg) kaum verteilt sein. „Andererseits hat Höchstadt am Sonntag in Pfaffenhofen auch nur mit 4:2 gewonnen. Abhaken müssen wir das also noch nicht“, sagt Moosburgs Trainer Dimitri Startschew.
Viel, das weiß auch er, wird abermals von der Mannschaftsaufstellung der Dreirosenstädter abhängen. Die gab Mitte der Woche noch Anlass zu Spekulationen. Fix zurück von der Krankenstation sind bis dato eigentlich nur die beiden Jungspunde Stefan Loidl und Hermann Azimov. Fragezeichen stehen hinter Verteidiger Kevin Steiger (lädierter Zeh) und Stürmer Daniel Möhle (leichte Gehirnerschütterung), deren Einsatz wohl auch vom Verlauf des Abschlusstrainings abhängt. Mit den beiden Angreifern Jan Herrmann (Rücken) und Tobias Hanöffner (Ellbogen) rechnet der Coach an diesem Wochenende noch nicht. Dimitri Startschew: „Von Entwarnung sind wir noch ein Stück entfernt. Aber ich sehe jetzt doch Licht am Ende des Tunnels.“
So oder so werden im Open-Air-Stadion des EV Pegnitz am Sonntag wieder Kampf und Einsatz gefragt sein, wenn der Letzte beim Vorletzten gastiert. Dabei wird es für Käptn Mathias Jeske und seine Kollegen auch darum gehen, den Aufwärtstrend der IceDogs zu stoppen, die ihre fünf Zähler allesamt in jüngerer Vergangenheit geholt haben. Und auch zuletzt bei der knappen 5:4-Niederlage in Peißenberg sahen die Franken nicht schlecht aus.
Mit einem eher guten Gefühl haben trotz des verlorenen Penalty-Schießens gegen Germering auch die Moosburger ihren Sonntags-Auftritt abgehakt. „Dass wir im letzten Drittel noch einmal so zurückgekommen sind, ist nicht selbstverständlich“, sagt Startschew. Deshalb könne man dem einen Zähler schon etwas Positives abgewinnen. Über den berühmten achten Platz will der Deutsch-Kasache derzeit lieber nicht reden. Weiter hart arbeiten, regelmäßig punkten – „dann hoffe ich, dass sich dieses Thema automatisch wieder aufdrängt“. 

In dramatischem Kellerduell den ersten Heimpunkt geholt

Sonntag, 29. Oktober 2017
Auch wenn es am Ende nur ein Punkt war, weil sich die Wanderers Germering mit 4:5 (0:1, 0:1, 4:2, 0:1) nach Penaltyschießen durchgesetzt hatten – moralisch durfte sich der EV Moosburg nach dieser Aufholjagd im letzten Drittel fast ein bisschen wie der Sieger dieses Kellerduells fühlen. Mathias Jeske war erst neun Sekunden vor der Schlusssirene der Ausgleich gelungen.
Viele hatten nicht mehr dran geglaubt: Doch dann unternahm der Kapitän und aktuelle Aushilfs-Mittelstürmer einen letzten Versuch – und der saß. 59:51 zeigte die Stadionuhr an, als der Schuss von Mathias Jeske einschlug. Entsprechend groß war die Freude bei ihm, seinen Teamkollegen und den Fans. Das Zuspiel hatte er von einem dreifachen Torschützen bekommen: Daniel Schander. Doch der Reihe nach.
Wie erwartet musste Dimitri Startschew auch auf den in Schongau vorzeitig vom Eis gegangenen Verteidiger Kevin Steiger (Fußverletzung) verzichten, als die Partie begann. Das Spiel wogte hin und her. Der EVM gab den Ton an, Germering verließ sich auf seine Konter. Und einen solchen verwertete Tobias Feilmeier nach 16 Minuten zum 0:1. So ging’s auch im zweiten Durchgang weiter: Die Wanderers überließen Moosburg die Scheibe und lauerten auf Fehler. Dabei waren sie bei ihren Gegenstößen oft torgefährlicher als der EVM, dem heute das Zielwasser ausgegangen zu sein schien. Hinzu kam der vorzeitige Abgang von Angreifer Daniel Möhle (Verdacht auf Gehirnerschütterung) – damit standen nur noch zwei der fünf etatmäßigen Mitglieder des ersten Blocks auf dem Eis. Das 0:2 fiel kurz vor der zweiten Pause durch einen Distanzschuss des Ex-DEL-Profis Rainer Suchan – die Vorentscheidung?
Nein, denn im Schlussabschnitt zeigte sich die dezimierte grün-gelbe Truppe zumindest kämpferisch und moralisch von ihrer besten Seite. Allen voran: Daniel Schander. Hinter seinem 1:2-Anschlusstreffer (47.) – er stocherte die Scheibe im gefühlten siebten Versuch über die Linie – stand der unbedingte Wille, Germerings Schlussmann doch noch zu überwinden. Und jetzt begannen die verrückten letzten zehn Minuten. Die hatten noch einen weiteren Hauptdarsteller: den Ex-Moosburger Florian Fischer. Der stellte zweimal (51. und 53.) den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her – doch Schander antwortete jeweils (52. und 56.). So führten die Wanderers kurz vor Schluss knapp mit 4:3 – bis dann bekanntlich Mathias Jeske traf.
Die Verlängerung endete torlos, das Penaltyschießen ging in den Tie-Break. Und den konnte Germerings Daniel Rossi gegen den im ersten Versuch noch erfolgreichen EVM-Stürmer Oliver Wawrotzki für sich entscheiden.
So wichtig der erste Heim-Punkt für die Moral war, statistisch war er zu wenig, um den Fall auf den letzten Tabellenplatz zu verhindern. Doch im Keller der Bayernliga geht es eng zu – und die Moosburger wollen bereits am kommenden „Franken-Wochenende“ gegen Höchstadt und Pegnitz wieder was fürs Punktekonto tun.

Tore: 0:1 (16:33) Feilmeier (Fischer, Czaika), 0:2 (36:32) Suchan (Sarsok), 1:2 (46:20) Schander (Michel), 1:3 (50:55) Fischer (Feilmeier), 2:3 (51:16) Schander (Dlugos, Michel), 2:4 (52:48) Fischer (Feilmeier, Czaika), 3:4 (55:27) Schander (Ohr, Dlugos), 4:4 (59:51) Jeske (Schander, Michel), 4:5 Rossi D. (P). Strafminuten: 12/10. Zuschauer: 161.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Ohr, Jeske, Lenczyk, Fink, Krämmer; Dlugos, Killermann, Möhle, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen. 

EVM bleibt nach 3:4-Niederlage im Tabellenkeller

Samstag, 28. Oktober 2017
Kampf, Einsatz und Moral haben definitiv gestimmt, gegen die derzeit bestens aufgelegten Mammuts war das allerdings zu wenig. Knapp, aber verdient ließ der EV Moosburg am Freitag bei der EA Schongau mit 3:4 (1:3, 1:0, 1:1) drei weitere Zähler liegen und bleibt somit im Tabellenkeller der Bayernliga.
Begibt man sich auf die Suche nach dem berühmten Knackpunkt der Partie, hatte man diesmal die Auswahl: Sowohl das zweite (grenzwertig hoher Stock) als auch das dritte Tor der Hausherren (Scheibe fiel vom oberen Netz zurück aufs Eis, abgepfiffen wurde nicht) war zumindest umstritten. Hinzu kam die nächste personelle Hiobsbotschaft: Noch vor dem Ablauf der ersten 20 Minuten musste Erste-Reihe-Abwehrmann Kevin Steiger mit einer Fußverletzung vom Eis – nachdem er einen Schuss auf den Schlittschuh bekommen hatte. „Es ist nicht zu fassen, wo wir heuer überall von Pucks getroffen werden“, erinnerte EVM-Trainer Dimitri Startschew an vergleichbare Fälle auf der Verletztenliste. Moosburg jedenfalls lag zur ersten Pause 1:3 – David Michel hatte die frühe Führung der Hausherren egalisiert (7.) – zurück; die erwähnten Negativerlebnisse inklusive.
Obwohl Schongau auch in der Folge den Ton angab, das Zwei-Tore-Polster im Rücken hatte und sich mehr Chancen erspielte, ließen die Moosburger nicht nach: Der wegen des Ausfalls von Tobias Hanöffner vom Verteidiger zum Mittelstürmer umfunktionierte Mathias Jeske besorgte nach 28 Minuten den wichtigen 2:3-Anschluss.
Und die Startschew-Schützlinge ließen auch im letzten Durchgang nichts unversucht, zumindest einen Zähler mitzunehmen. Doch Schongaus überragender Lette und dreifacher Torschütze Vitalijs Hvorostinins machte dreieinhalb Minuten vor Schluss im Powerplay den Deckel drauf. Daniel Schanders 3:4 (59.) kam zu spät.

Tore: 1:0 (1:09) Hvorostinins (Maucher), 1:1 (6:32) Michel (Möhle), 2:1 (6:59) Mewes, 3:1 (18:49) Hvorostinins, 3:2 (28:09) Jeske (Michel), 4:2 (56:38) Hvorostinins (5-4; Sabautzki, Holzmann), 4:3 (58:06) Schander (Lenczyk). Strafminuten: 6/8+10 Dlugos. Zuschauer: 123.
Aufstellung: Hingel, Probst; Steiger, Ujcik, Lenczyk, Fink, Krämmer, Jeske, Ohr; Möhle, Dlugos, Michel, Schander, Killermann, Wawrotzki, Asen, Kankovsky. 

EVM gegen Schongau und Germering unter Zugzwang

Donnerstag, 26. Oktober 2017
Sechs Spiele, drei Punkte – diese Bilanz ist selbst für eine Mannschaft, die „nur“ um Platz acht in der Bayernliga mitspielen will, zu wenig. Entsprechend steigt nun der Druck auf die Eishockeyspieler des EV Moosburg. Zumal es am Wochenende gegen zwei Teams geht, die dasselbe Saisonziel ausgegeben haben. Personell sieht es bei den Grün-Gelben schon wieder etwas besser aus.
„Wir müssen in den nächsten Spielen punkten, egal wie“, forderte Coach Dimitri Startschew bereits nach der 3:7-Niederlage gegen Dorfen vor einer Woche. Da wusste er noch nicht, dass die Verletzenliste zwei Tage später noch länger werden würde. In Geretsried trat man somit nur mit einer besseren Notbesetzung an – und ging am Ende mit demselben Resultat vom Eis.
Kein Zweifel: Durch die vielen Ausfälle ist dem EVM auch die Leichtigkeit abhanden gekommen, mit der man in den Vorbereitungsspielen seinen Anhang so begeistert hatte. Im Laufe dieser Woche gab es allerdings auch endlich mal wieder positive Nachrichten aus der Krankenabteilung: Verteidiger Maximilian Ohr konnte erstmals in dieser Saison regelmäßig mittrainieren, und Patrice Dlugos stand nach seinem „Ausrutscher“ (gegen Dorfen) ebenfalls wieder auf dem Eis. Da Stürmer Daniel Schander seine Spieldauer-Disziplinarstrafe abgesessen hat, stehen Startschew im Vergleich zu vergangenem Sonntag drei Leistungsträger wieder zur Verfügung.
Auf die noch angeschlagenen Jan Herrmann, Stefan Loidl und Hermann Azimov kann der Coach allerdings noch nicht zurückgreifen. Selbiges gilt für Tobias Hanöffner, dem eine Ellbogen-Entzündung zu schaffen macht. Da Startschew die zweite und dritte Sturmreihe nicht verändern will, könnte Hanöffners Platz im ersten Block Kapitän Mathias Jeske – eigentlich Verteidiger – übernehmen. „Matze hat das angeboten, keine schlechte Idee“, sagt Startschew. Zumal Jeske vor zwei Jahren schon mal für seinen Ex-Club Pfaffenhofen stürmte – und in der Abstiegsrunde immerhin auf sechs Tore und sechs Vorlagen kam.
Sechs Punkte an diesem Wochenende würden die Ausgangsposition des EV Moosburg deutlich verbessern. Am Freitag geht es zur EA Schongau (20 Uhr, Busabfahrt 16.15 Uhr), die sich mit einem solchen Befreiungsschlag an den vergangenen beiden Spieltagen auf Rang acht katapultiert hat. Die Wanderers Germering, die am Sonntag um 17.15 Uhr in der Sparkassen-Arena zu Gast sind, rangieren wie der EVM auf den Playdown-Plätzen der Liga. Mit erst drei Zählern blieben die Münchner Vorstädter, die vor der Saison ordentlich aufgerüstet hatten, bislang weit hinter den Erwartungen zurück. 

Moosburger Rumpftruppe geht auch in Geretsried leer aus

Montag, 23. Oktober 2017
Moosburgs Coach Dimitri Startschew ist dieser Tage nicht zu beneiden. Auch am Sonntag in Geretsried musste er aufgrund der immer länger werdenden Ausfallliste improvisieren, konnte die zweite 3:7 (1:1, 2:3, 0:3)-Pleite innerhalb von 48 Stunden aber nicht verhindern. Mit drei Punkten aus sechs Spielen bleibt der EVM damit im Tabellenkeller der Bayernliga.
Während die Geretsrieder den Spielberichtsbogen mit 22 Akteuren voll ausnutzten, klaffte auf Moosburger Seite ein Loch: Nur 16 Namen waren da zu lesen. Das Hauptproblem lag im Angriff: Nach der Sperre von Daniel Schander und der Nacken-Verletzung von Patrice Dlugos konnten die Grün-Gelben nur noch sieben Stürmer aufbieten. Da blieb Startschew nichts anderes übrig, als auf die Offensivqualitäten der jungen Verteidiger Philipp Ujcik, Julian Fink und Artur Schwarz zu hoffen.
Zwei Drittel lang hielt die Moosburger Rumpftruppe mit den laufstarken vier Blöcken der Gastgeber ganz gut mit. Auch wenn die Riverrats mehr Spielanteile hatten, brachte Tobias Hanöffner den EVM nach sieben Minuten bei 5:4 in Führung. Doch noch vor dem ersten Wechsel gelang den Gastgebern der Ausgleich. Gleich nach Wiederanpfiff nahm der Geretsrieder Druck weiter zu – und als Thomas Hingel erneut hinter sich greifen musste (23.), war die Dominanz des ESC erstmals auch auf der Anzeigetafel abzulesen.
Doch die Moosburger gaben sich nicht so leicht geschlagen: So setzte der unermüdlich rackernde Josef Kankovsky zunächst Oliver Wawrotzki in Szene, der zum 2:2 ausglich (32.) – und keine zwei Minuten später bediente er Jakob Killermann, der die Scheibe nur noch über die Linie drücken musste. Aber die Freude über die erneute Führung hielt nur 90 Sekunden: Der abermalige Ausgleich war allerdings höchst umstritten. Neben Keeper Hingel hatten auch zahlreiche Zuschauer die Scheibe nicht im Kasten gesehen. Und während sich die Moosburger Spieler noch echauffierten, nutzte Geretsried die Unordnung und markierte unmittelbar nach dem Wiederanpfiff das 4:3.
Von diesem Schock erholte sich der EVM bis zum Schluss nicht mehr. Im letzten Drittel nutzten die Hausherren das erste sich bietende Powerplay und erhöhten auf auf 5:3. Wie wenig danach noch vom Gast kam, zeigen die Riverrats-Treffer sechs und sieben. Beide fielen, als Moosburg einen Mann mehr auf dem Eis hatte.
Als negatives I-Tüpfelchen musste Trainer Startschew in der Schlussphase einen weiteren personellen Rückschlag hinnehmen: Routinier Tobias Hanöffner verließ mit einer Ellbogenverletzung vorzeitig das Eis.

0:1 (6:53) Hanöffner (5-4; Michel), 1:1 (13:58) Jorde (Rizzo Lauer), 2:1 (22:21) Köhler (Hüsken), 2:2 (31:57) Wawrotzki (Kankovsky), 2:3 (33:27) Killermann (Kankovsky, Wawrotzki), 3:3 (35:02) Rizzo (Morczinietz, Fuchs), 4:3 (35:09) Horváth (Merl), 5:3 (46:50) Meierl (5-4; Jorde, May), 6:3 (51:46) Merl (4-5; Horváth), 7:3 (56:41) Tauber (4-5; Horváth, Zvonik). Strafminuten: 16/10+10 (Lenczyk). Zuschauer: 314.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Jeske, Fink, Krämmer, Steiger, Lenczyk, Schwarz; Wawrotzki, Kankovsky, Hanöffner, Asen, Killermann, Michel, Möhle. 

3:7 gegen Dorfen - stark angefangen, aber noch stärker nachgelassen

Samstag, 21. Oktober 2017
Der EVM wartet weiter auf den ersten Heimsieg der Saison: Mit dem ESC Dorfen konnten die Dreirosenstädter am Freitagabend nur ein Drittel lang mithalten. Am Ende hieß es 3:7 (1:1, 0:4, 2:2). Eine frühe Spieldauer-Disziplinarstrafe hatte die Startschew-Schützlinge anscheinend komplett aus dem Konzept gebracht.
Torreich, unberechenbar, unterhaltsam - und vor allem: meist auf Augenhöhe. Wenn sich Moosburg und Dorfen in den vergangenen Jahren gegenüberstanden, war für die Zuschauer eigentlich immer was geboten. In dieser Tradition verlief auch der erste Abschnitt: Die Partie wogte hin und her, Torszenen auf beiden Seiten gab es en masse. Die favorisierten Gäste brauchten jedenfalls ein Powerplay, um nach knapp einer Viertelstunde in Führung zu gehen. Doch der EVM blieb dran, fightete und kam in Person von Patrice Dlugos kurze vor der Pausensirene zum mehr als verdienten Ausgleich. Nur 13 Sekunden danach leistete sich EVM-Stürmer Daniel Schander allerdings einen Bandencheck gegen den Ex-Moosburger Christian Göttlicher, den der Referee mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe ahndete. Diese Aktion war so etwas wie der Partybreak aus grün-gelber Sicht.
Auch wenn man zu Beginn des zweiten Abschnitts tapfer verteidigte und in der fünfminütigen Unterzahl nur einen Treffer hinnehmen musste, fanden die Gastgeber nicht mehr zurück ins Spiel. Dorfen nutzte in der Folge jeden einzelnen Fehler der Moosburger gnadenlos aus und zog auf 5:1 davon.
Daran änderte sich auch im Schlussdrittel nichts. Obwohl die Unparteiischen nun erst gemerkt zu haben schienen, dass auch für ESC-Spieler eine Strafbank bereit steht, konnte der EVM aus den sich nun immer öfter ergebenden numerischen Überlegenheiten kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Bei eigener 5:3-Überzahl enteilte ihnen gar Doppeltorschütze Trevor Hills - Penalty. Den allerdings konnte Thomas Hingel entschärfen. Doch mit zwei weiteren Toren sorgten die Eispiraten in aller Ruhe für die endgültige Entscheidung. Moosburg hingegen wirkte bei seinen Offensivbemühungen viel zu überhastet, verlor immer wieder die Scheibe und offenbarte in der Abwehr bedenkliche Lücken. Immerhin das Ergebnis noch freundlicher gestalten konnten in den beiden Schlussminuten David Michel und Daniel Möhle. Am ungefährdeten Sieg der Gäste änderte dieser Doppelpack freilich nichts mehr.
 
Tore: 0:1 (13:54) Mayer (Fengler), 1:1 (19:25) Dlugos (Schander, Lenczyk), 1:2 (20:57) Hills (Miculka, Fengler), 1:3 (29:32) Hills (Sorsak), 1:4 (36:11) Miculka (Mayer, Fengler), 1:5 (36:46) Seidlmayer (Brenninger T.), 1:6 (43:04) Miculka, 1:7 (53:14) Brenninger T. (Sorsak), 2:7 (58:27) Michel, 3:7 (59:05) Möhle (Michel, Hanöffner). Strafminuten: EVM 8+5+Spieldauer Schander (Bandencheck), ESC 12. Zuschauer: 240.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Fink, Krämmer; Dlugos, Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann. 

Richtungsweisende Wochenenden

Donnerstag, 19. Oktober 2017
Auf Moosburgs Eishackler kommen richtungsweisende Wochenenden zu. In drei der vier bevorstehenden Partien treffen die Grün-Gelben auf mögliche Konkurrenten im Kampf um Platz acht. Um den müssen sich die stark in die Saison gestarteten Dorfener Eispiraten, die am Freitag um 19.30 Uhr in der Sparkassen-Arena zu Gast sind, wohl weniger kümmern.
Nach dem Derby ist vor dem Derby – so lässt sich diese Trainingswoche des EVM am besten betiteln. Doch gegen den ESC Dorfen wollen es die Dreirosenstädter besser machen als am vergangenen Sonntag, wo man relativ unnötig Pfaffenhofen mit 1:2 unterlag. Da zieht Dimitri Startschew lieber den Vergleich mit dem ersten Erfolgserlebnis zwei Tage vorher: „Peißenberg war gegen uns Favorit, Dorfen ist es auch – vielleicht ein gutes Omen“, hofft der Trainer. Außer dem Dreier, den man überraschend aus dem Pfaffenwinkel entführte, ist bislang noch nichts auf Moosburgs Punktekonto angekommen. „Und das wollen wir an diesem Wochenende ändern“, so Startschew.
Leichte Entwarnung gab es zuletzt aus dem EVM-Lazarett: Mit Angreifer Jakob Killermann und Verteidiger Julian Fink haben sich zwei der „jungen Wilden“ zurückgemeldet. Auf die angeschlagenen Stürmer Hermann Azimov und Jan Herrmann, wird Startschew aber ebenso noch verzichten müssen wie auf Abwehrspieler Max Ohr, der sein Comeback erneut verschoben hat. Immerhin: Für drei komplette Blöcke sollte es wieder reichen.
Die Dorfener Eispiraten, denen sich heuer der Moosburger Christian Seidlmayer angeschlossen hat, konnten sich mit zehn Zählern aus den ersten vier Spielen auf Rang drei der Tabelle einnisten – direkt hinter dem Favoritenduo Höchstadt/Landsberg. Zuletzt siegten sie ohne Probleme 7:3 in Geretsried.
Bei den punktgleichen River-Rats muss Moosburg am Sonntag antreten (18 Uhr, Busabfahrt 14.45 Uhr). Nicht das erste Aufeinandertreffen heuer – in der Vorbereitung gewann der EVM klar mit 10:2. Ein Resultat, von dem sich die Grün-Gelben jedoch nicht blenden lassen sollten, da der ESC erst seit Kurzem regelmäßig in seinem Eisstadion trainieren kann. Startschew: „Ich zähle Geretsried zu den Konkurrenten um die Playoff-Plätze.“ Mit Gegnern dieser Kategorie geht’s auch an den folgenden Spieltagen weiter, wenn der EVM in Schongau gastiert und Germering empfängt. Lauter Big Points also, die es an diesen richtungsweisenden Wochenenden zu holen gilt. 

1:2-Derbypleite: EVM verzweifelt an Pfaffenhofens Keeper

Montag, 16. Oktober 2017
Das Anrennen wurde nicht belohnt: Der EVM biss sich am Sonntag an Pfaffenhofens Goalie Philipp Hähl die Zähne aus und kassierte so eine vermeidbare 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)-Heimniederlage im Hallertau-Derby.
Doppelt hält besser. Beim EC Pfaffenhofen gilt dieses Motto zumindest auf der Trainerposition. Mit Gregor Tomasik und Dimitri Kurnosow haben bei den IceHogs nämlich zwei gleichberechtigte Übungsleiter das Sagen. Und so hörte man bei der Pressekonferenz nach dem Sonntagsspiel im Eisstüberl auch so manches doppelt. Der Name des Keepers fiel gleich fünf- oder sechsmal: Philipp Hähl war schließlich der Garant für die ersten drei ECP-Punkte der Saison.
„Wir brauchen nicht reden: Es war Wahnsinn, was Pippo heute gehalten hat“, lobte Tomasik. „Besonders im letzten Drittel, als die Moosburger nochmal richtig Dampf gemacht haben.“ Was die rund 200 Zuschauer da geboten bekamen, erinnerte eher an Handball als an Eishockey: Der EVM schnürte die Gäste im eigenen Drittel ein und ließ die Scheibe teilweise im Halbkreis vor dem gegnerischen Gehäuse laufen. Doch entweder die Schüsse knallten an die Bande – oder „Pippo“ war da.
Da es in dieser Phase noch 1:1 stand, wäre es für die Hausherren auch nicht so dramatisch gewesen, wenn dieses Spielchen noch bis zum Ende so weitergegangen wäre. Den geplanten Dreier fürs Wochenende hatte man überraschenderweise am Freitag in Peißenberg geholt. Und ein vierter Zähler wäre bei einem Remis nach 60 Minuten so auch noch dazugekommen. Aber einer der wenigen Befreiungsangriffe der Gäste sollte nach 54 Minuten die Endphase auf den Kopf stellen: Thomas Bauer traf aus dem Gewühl vor EVM-Keeper Thomas Hingel zum 1:2. Da sich die Moosburger noch zwei Strafzeiten einfingen, musste die Schlussoffensive ausfallen.
In den vorangegangenen beiden Dritteln hatten die Zuschauer ein über weite Strecken mäßiges Bayernliga-Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten gesehen. Während der EVM im ersten Abschnitt den Ton angab und neben der 1:0-Führung durch Daniel Möhle noch zwei, drei Großchancen vergab, gehörte der Großteil des zweiten Durchgangs den Gästen. Hier fiel auch der zwischenzeitliche Ausgleich.
Moosburgs Coach Dimitri Startschew trug die Pleite mit Fassung: „Mit Blick auf den Kampf um die Playoff-Plätze wären die drei Punkte gegen Pfaffenhofen vielleicht wertvoller gewesen. Aber sowas kann man sich nicht aussuchen.“ Oder der EVM gewinnt beim nächsten Mal einfach beide Spiele. Doppelt hält bekanntlich besser.

Tore: 1:0 (14:59) Möhle (Michel, Jeske), 1:1 (27:33) Landstorfer (Huber, Hähl), 1:2 (54:31) Bauer. Strafminuten: 8/4. Zuschauer: 180.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Lenczyk, Krämmer, Loidl, Steiger, Jeske; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Asen, Wawrotzki, Dlugos, Kankovsky. 

6:5 - EVM holt ausgerechnet in Peißenberg den ersten Dreier

Samstag, 14. Oktober 2017
Freude und Erleichterung bei Moosburgs Kufencracks: Am dritten Spieltag gab es endlich die ersten Punkte. Ausgerechnet beim TSV Peißenberg, wo man seit der Bayernliga-Rückkehr vor sechs Jahren noch nie etwas geholt hatte, siegte der EVM am Freitag in einer dramatischen Begegnung mit 6:5 (3:3, 1:1, 2:1).
Dabei verlief der Start alles andere als vielversprechend. Die Gastgeber ließen den Grün-Gelben in den ersten zehn Minuten kaum Luft zum Atmen. Sechsmal scheiterte der TSV in aussichtsreicher Position an Keeper Thomas Hingel, bis dann in der 6. Minute das überfällige 1:0 fiel. Warum die Peißenberger im Anschluss daran mehr als nur einen Gang zurückschalteten, war auch „Eishackler“-Coach Sepp Staltmayr ein Rätsel: „Vielleicht haben einige nach der Führung gedacht, das geht so einfach. Aber man darf nicht so nachlässig sein.“ Nur 13 Sekunden nach dem eher zufällig zustande gekommen zweiten TSV-Tor verkürzte Geburtstagskind Daniel Schander auf 1:2 (12.). Ein wichtiges Lebenszeichen! In Überzahl gelang dem fleißigen David Michel der 2:2-Ausgleich (19.). Und jetzt wackelten die Hausherren gewaltig: Marc Lenczyk nutzte die Unsicherheit mit einem Gewaltschuss von der blauen Linie zur mehr als überraschenden Gäste-Führung, die Peißenberg nach einer Moosburger Unkonzentriertheit aber noch vor der ersten Pause wieder egalisieren konnte.
Im Mitteldrittel standen die Startschew-Schützlinge kurz davor, das Match endgültig zu kippen: Nach Mathias Jeskes Tor zum 3:4 (26.) hatten die Moosburger in einem 5:3-Powerplay beste Chancen, die Führung auszubauen. Nachdem die Hausherren per Abpraller zum abermaligen Ausgleich gekommen waren, bot sich auch ihnen die Möglichkeit, mit zwei Mann mehr auf dem Eis zum Erfolg zu kommen. Aber auch hier blieb es beim Versuch.
Bereits vor dem letzten Drittel hatte EVM-Trainer Dimitri Startschew, der aufgrund des kurzfristigen Ausfalls von Stürmer Jakob Killermann Philipp Ujcik zum neunten Angreifer gemacht hatte, reagieren müssen: Nachdem Daniel Möhle drei (!) Schüsse abgekriegt hatte und vorzeitig in die Kabine musste, stellte er auf zwei Blöcke um: „Wir brauchen jetzt die Stabilität bis zum Schluss. Auch wenn das Kraft kosten wird.“
Aber der Plan ging auf: Trotz der erneuten Peißenberger Führung nach 43 Minuten blieb der EVM vor den rund 500 Zuschauern cool. In Überzahl gelang Routinier Patrice Dlugos das 5:5, sechs Minuten vor der Schlusssirene wurde David Michel zum Moosburger Matchwinner. Mit viel Kampf, Einsatz und Leidenschaft retteten die Dreirosenstädter den knappen Vorsprung ins Ziel.

Tore: 1:0 (5:13) Brauer (Höfler, Eichberger), 2:0 (11:08) Barth F. (Morley, Müller), 2:1 (11:21) Schander (Dlugos), 2:2 (18:00) Michel (Krämmer, Wawrotzki; 5-4), 2:3 (18:50) Lenczyk (Wawrotzki, Schander), 3:3 (19:28) Vogl (Stögbauer, Birkner). 3:4 (25:15) Jeske (Möhle), 4:4 (32:43) Höfler (Hörndl, Eichberger), 5:4 (42:08) Stögbauer (Vogl, Höfler), 5:5 (49:33) Dlugos (Schander), 5:6 (53:40) Michel (Dlugos). Strafminuten: 12/8. Zuschauer: 497.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Lenczyk, Krämmer, Loidl, Steiger, Jeske; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Asen, Wawrotzki, Dlugos, Kankovsky. 

Ob in Peißenberg oder gegen Pfaffenhofen - der EVM will punkten

Freitag, 13. Oktober 2017
Klappt's an diesem Wochenende mit den ersten Punkten? Wohl nur eine Außenseiterchance hat der EVM am heutigen Freitag beim TSV Peißenberg (19.30 Uhr, Busabfahrt 15.45 Uhr). Am Sonntag allerdings kommt es um 17.15 Uhr in der Sparkassen-Arena zu einem echten Keller-Derby gegen den EC Pfaffenhofen, der ebenfalls noch ohne Zähler dasteht.
In jüngerer Vergangenheit waren die Moosburger zu Saisonbeginn meist hellwach. Vor zwei Jahren stürmte man sogar an die Tabellenspitze, führte mit dem ESC Dorfen über Wochen die Liga an. Heuer müssen die Grün-Gelben den Kampf um Platz acht von der anderen Seite des Klassements annehmen. "Wir sollten allerdings nicht vergessen, dass wir ein schweres Auftaktprogramm hatten und erst zwei von 26 Partien in der Vorrunde gespielt sind", wirft Pressesprecher Bastian Amann ein. "Trotzdem war natürlich nicht geplant, gegen Landsberg zweistellig zu verlieren." Zumal die Erwartungshaltung nach der überzeugenden Vorbereitungsphase im Umfeld recht hoch war. "Aber das zeigt wieder nur mal: Testspiele sind Testspiele", so Amann.
Aber wo heuer einiges anders ist, würde es sich ja auch anbieten, dass man die schwarze Serie in Peißenberg beendet. Seit der Rückkehr in die Bayernliga haben die Moosburger dort noch nie etwas geholt. Der TSV war zwar am Sonntag spielfrei, hat am vergangenen Freitag aber mit dem 4:2-Heimerfolg über Pfaffenhofen bereits den ersten Dreier eingefahren. Der Sieg kam allerdings erst in der Schlussphase zustande und sollte Warnung genug vor dem ECP sein, mit dem es die Moosburger am Sonntag zuhause zu tun bekommen. Die Hallertauer haben sich mit den beiden Kanadiern Jake Fardoe und Michael Chemello verstärkt und wollen sich im Gegensatz zur Vorsaison aus dem Abstiegskampf raushalten. Bastian Amann erwartet schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison ein Sechs-Punkte-Spiel - "auch Pfaffenhofen will im Kampf um Platz acht mitmischen".
Nicht nur, was die Punkte betrifft, sondern auch personell muss der EVM gerade eine kleine Durststrecke überwinden. Die jungen Angreifer Jan Herrmann und Hermann Azimov fallen an diesem Wochenende ebenso verletzungsbedingt aus wie Verteidiger Julian Fink. Stürmer Andrej Bartz hat aus beruflichen Gründen das Thema Bayernliga abgehakt und wird nach Dingolfing in die Landesliga zurückkehren. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Abwehrspieler Max Ohr, der heuer aufgrund einer OP noch gar nicht auf dem Eis stand, kann nächste Woche endlich ins Training einsteigen. 

3:10 - Landsberg für den EVM eine Nummer zu groß

Sonntag, 8. Oktober 2017
Das befürchtete Null-Punkte-Wochenende zum Saisonstart ist Realität: Nachdem der EVM in Passau zumindest phasenweise am ersten Zähler schnuppern durfte, waren die Dreirosenstädter am Sonntag in der Sparkassen-Arena gegen den Titelkandidaten HC Landsberg chancenlos. Am Ende heiß es 3:10 (0:4, 2:2, 1:4).
„Wir müssen weiterarbeiten und aus unseren Fehlern lernen. Landsberg war einfach eine Klasse besser“, analysierte EVM-Coach Dimitri Startschew bei der Pressekonferenz. Was die Gäste außerdem waren: eiskalt. Aufs gegnerische Tor schossen die Hausherren im ersten Abschnitt zwar mindestens genau so oft wie die Riverkings, die brachten die Scheibe aber gleich viermal im Kasten von Thomas Hingel unter. Die Moosburger blieben im Abschluss oft zu harmlos.
Dass die Begegnung im zweiten Abschnitt fast gekippt wäre, spricht immerhin für die Moral der Startschew-Schützlinge. Die spielten nun 15 Minuten lang so, wie man es heuer aus der Vorbereitung kannte: Schnell, lauffreudig, zielstrebig – und endlich auch erfolgreich: Daniel Möhle und der in die zweite Sturmreihe aufgerückte Patrice Dlugos verkürzten bis zur 25. Minuten auf 2:4. „Da hatten wir einen richtigen Bruch drin“, kommentierte Landsberg-Coach Randy Neal diese Phase, die bis zur 36. Minute ging. Ein dritter oder sogar vierter Treffer lag in der Luft, die Chancen blieben aber allesamt ungenutzt. Die Folge: Ein Konter aus dem Nichts bescherte den Gästen das 2:5, die in Überzahl kurz vor der zweiten Pause auch noch den sechsten Treffer drauflegten. Apropos Überzahl: Fünf der zehn Riverkings-Tore fielen mit einem Mann mehr auf dem Eis. Eine anständige Quote – schließlich hatte der HCL dazu nur sechsmal die Gelegenheit. Startschew: „Das Powerplay von Landsberg war wirklich stark.“
Der Schlussabschnitt lief dann eher unter der Rubrik „Schaulaufen“. Wobei sich die gut 200 Zuschauer schon gewünscht hätten, dass die Niederlage am Ende nicht so klar ausfällt. Aber die Landsberger spielten ihre Überlegenheit nun gnadenlos aus und zogen auf 3:10 davon. David Michel war es mit einem schönen Solo vorbehalten, noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben (55.).

Tore: 0:1 (1:02) Kerber M. (Slavicek), 0:2 (2:59) Neal (Reicheneder), 0:3 (12:35) Fischer (Sturm, Curmann), 0:4 (16:12) Reuter, 1:4 (21:05) Möhle (Steiger, Jeske), 2:4 (24:34) Dlugos (Wawrotzki, Schander), 2:5 (35:59) Kerber M. (Maier, Maag), 2:6 (39:30) Kerber M. (Sturm, Kerber S.), 2:7 (41:15) Sturm (Curmann, Kerber M.), 2:8 (45:12) Reuter (Maier, Fischer), 2:9 (50:02) Slavicek (Menge), 3:9 (54:40) Michel, 3:10 (59:42) Neal (Juhasz, Geißberger). Strafminuten: 14/16. Zuschauer: 205.
Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Loidl, Krämmer; Dlugos Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann. 

EVM kehrt mit leeren Händen aus Passau heim

Samstag, 7. Oktober 2017
Bis zum Schluss wurde um Zählbares gekämpft – aber vergeblich. Ein Empty-Net-Goal der Gastgeber besiegelte am Freitag die 3:6 (0:1, 2:1, 1:4)-Auftaktniederlage der Moosburger in Passau.
Hätte eine Jury den Sieger dieser fairen Partie – insgesamt nur zehn Strafminuten – bestimmen müssen, sie hätte sich mit ziemlicher Sicherheit für die Passau Black Hawks entschieden. Die Niederbayern waren über weite Strecken das spielbestimmende Team mit den besseren Chancen. „Und trotzdem war da heute was drin. Wir haben in der entscheidenden Phase aber nicht zugeschlagen“, sagte EVM-Trainer Dimitri Startschew nach der Schlusssirene.
Damit meinte er weniger die ausgeglichenen Anfangsminuten, in denen ein Schuss von Josef Kankovsky an den Pfosten knallte (4.), sondern vielmehr die zweite Hälfte des Mitteldrittels: Trotz komfortabler 2:0-Führung verloren die Hausherren nach ihrer ersten Strafzeit plötzlich völlig den Faden. „Dabei haben wir in den zwei Minuten nicht mal ein Gegentor kassiert“, rätselte EHF-Coach Ivan Horak. Das fiel erst kurz danach, als die erste Moosburger Sturmreihe nach Belieben kombinieren durfte und Daniel Möhle vollendete. Doch nun dominierte der EVM – und die über 700 Zuschauer in der Eisarena mussten mitansehen, wie Tobias Hanöffner beim nächsten Powerplay auf 2:2 ausglich. Horak: „Zum Glück hat Moosburg es da verpasst, noch das eine oder andere Tor draufzulegen.“ So retteten sich die Black Hawks mit dem Remis in die zweite Pause.
Doch die sollte ihnen reichen, um sich wieder zu ordnen: Nur 45 Sekunden nach Wiederbeginn mussten die Grün-Gelben den wohl entscheidenden Rückschlag in Form des 2:3 einstecken. Passau bekam das Spiel nun wieder in den Griff, scheiterte zunächst aber am gut aufgelegten Thomas Hingel. Mit dem Doppelschlag in der 54. Minute schien den Hausherren dann die Entscheidung gelungen zu sein. Aber die Gäste gaben trotzdem nicht auf, schmissen noch einmal alles nach vorne und kamen durch Doppeltorschütze Hanöffner auf 3:5 heran. Als dann Hingel zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis gegangen war, setzte Passau mit einem Weitschuss ins leere Tor den Schlusspunkt.
Für Moosburgs Trainer Startschew, der in diesem Auftaktmatch neben dem gesperrten Abwehrmann Marc Lenczyk (für ihn verteidigte Patrice Dlugos) auch auf Jan Herrmann, Max Ohr, Andrej Bartz und Julian Fink verzichten musste, gab es in der Schlussminute noch eine weitere personelle Hiobsbotschaft: Youngster Hermann Azimov ging wegen einer Bänderverletzung vorzeitig vom Eis.

Tore: 1:0 (18:07) Pertl (Huber, Geiger), 2:0 (21:43) Schindlbeck (Ferstl, Detterer), 2:1 (33:20) Möhle (Michel, Hanöffner), 2:2 (37:26) Hanöffner (Steiger, 5-4), 3:2 (40:45) Sulcik (Merka, Nemecek), 4:2 (53:37) Nemecek (Detterer, 5-4), 5:2 (53:52) Sulcik (Nemecek, Merka), 5:3 (55:14) Hanöffner (Ujcik, Michel), 6:3 (59:11) Merka (Nemecek, Pertl, EN). Strafminuten: 8/2. Zuschauer: 718. Aufstellung: Hingel, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Krämmer, Loidl, Steiger, Jeske, Dlugos; Hanöffner, Möhle, Schander, Michel,, Asen, Killermann, Wawrotzki, Azimov, Kankovsky. 

Das Warten hat ein Ende: EVM startet in neue BEL-Saison

Donnerstag, 5. Oktober 2017
Startschuss für die Bayernliga-Saison 2017/18: Bevor der EV Moosburg am Sonntag um 17.15 Uhr mit dem HC Landsberg gleich einen Mitfavoriten in der Sparkassen-Arena begrüßt, gastiert die Startschew-Truppe am Freitag um 20 Uhr bei den Passau Black Hawks (Busabfahrt 16 Uhr).
Diese Vorbereitungsphase verlief fast schon zu glatt. Fünf Spiele, keine Niederlage, darunter zwei Siege (7:6 n.P. und 4:1) gegen den favorisierten Nachbarn Erding Gladiators. Doch wenige Tage vor dem Saisonstart kam der vielleicht gar nicht so unwillkommene Dämpfer: Gegen den Landesligisten TSV Trostberg setzte es auf heimischem Eis eine verdiente 3:7-Pleite. „Wir sind wieder geerdet“, kommentierte Kapitän Mathias Jeske die verpatzte Generalprobe.
Der EVM geht also auf dem Boden der Tatsachen in das erste Punktspielwochenende – das es durchaus in sich hat. „Ich hoffe einfach, dass wir zum Auftakt gleich was mitnehmen können“, sagt Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger. „Gegen Mitfavorit Landsberg sind wir sicher nur Außenseiter. Deshalb wäre es gut, nicht mit leeren Händen aus Passau heimzukommen.“ Zumal die Black Hawks, die in der Vorsaison erst in letzter Sekunde den Klassenerhalt schafften, ihren Kader qualitativ verstärkt haben (u. a. mit Moosburgs Stürmer Dominik Schindlbeck) und als einer der Hauptkonkurrenten der Moosburger im Kampf um die Playoff-Plätze gelten.
Womit wir beim Thema „Saisonziel“ wären. Und da holt Kieninger etwas aus: „Diese Liga ist heuer schwer einzuordnen. Die meisten Mannschaften haben sich auf jeden Fall eher verstärkt. Deshalb erwartet ich einen harten Kampf um Platz acht – mit einigen Konkurrenten.“ Wie hoch er die Chancen des EVM einschätzt? „Wir werden schon an unser Limit gehen müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Aber ich traue es der Mannschaft zu.“
Diese wurde heuer rundum erneuert: Acht Zugängen stehen sechs Abgänge gegenüber. Das Motto „Frischer Wind“ hat in der Kaderplanung eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Blickt man auf den einen oder anderen neuen Namen im Kader, so wird auch die Handschrift von Trainer Dimitri Startschew, der das Team während der vergangenen Spielzeit übernommen hat, erkennbar.
So sind nicht nur die beiden U23-Spieler Andrej Bartz und Hermann Azimov, die wie Startschew aus Dingolfing stammen, erklärte Wunschspieler gewesen, auch für die Offensiv-Verpflichtung von Jan Hermann (EHC Straubing 1b) oder Oliver Wawrotzki (Passau Black Hawks) machte sich der Trainer stark. Sie haben das Eishockeyspielen ebenfalls in der BMW-Stadt gelernt. Auf der Ausländerposition ist dem EVM mit dem Tschechen David Michel ein echter Coup gelungen. Der 22-Jährige Angreifer stand in der Vorsaison in Erding unter Vertrag und kam dort in 35 Spielen auf 56 Punkte. In der Vorbereitung hat er seine Treffsicherheit ebenfalls schon unter Beweis gestellt. Die neu eingeführte zweite Ausländerposition besetzt weiterhin Josef Kankovsky (TCH).
Was die Abwehr betrifft, halten sich die Neuerungen in Grenzen: Eigengewächs Julian Fink kehrte von seinem einjährigen Kanada-Gastspiel zurück, während Routinier Marc Lenczyk (ESC Dorfen) den Platz von Rudi Lorenz (zurück nach Erding) einnimmt. „Fakt ist, dass die gesamte Mannschaft heuer defensiv anders agieren muss“, weiß Kieningers Vorstandskollege Bernhard Loidl. Kein Wunder: Kein Bayernligist kassierte in der abgelaufenen Spielzeit so viele Tore wie die Grün-Gelben. Damit sich daran etwas ändert, haben die Moosburger auch auf der Position des letzten Mannes reagiert – und holten Thomas Hingel aus der Oberliga (Waldkraiburg) zurück. Seine Backups sind Johannes Probst (U23 EV Aich) und Adrian Kant (U23 EVM). Und für den Fall der Fälle steht Oldie Bernhard Eggerdinger-Hölzl bereit.
Loidl blickt optimistisch auf die bevorstehende Saison: „Ich denke, dass uns dieser Umbruch ganz gut tut.“ Auch wenn sich weiterhin Urgesteine wie Patrice Dlugos (38) und Tobias Hanöffner (34) im Kader tummeln, wurde der Altersdurchschnitt auf 24,3 Jahre gesenkt. 

Hingel sichert 4:1-Erfolg in Erding - Am Dienstag Generalprobe

Sonntag, 1. Oktober 2017
Trotz einiger Ausfälle konnte der EVM auch das Rückspiel bei BEL-Konkurrent Erding Gladiators für sich entscheiden. Das 4:1 (1:0, 3:0, 0:1) am Freitagabend war in der laufenden Vorbereitungsphase der vierte Sieg in Folge.
Zweieinhalb Minuten vor dem Ende ist es dann doch noch passiert – und der bärenstarke Thomas Hingel im EVM-Gehäuse musste hinter sich greifen. Für die gastgebenden Erdinger kam der Treffer zum 1:4 jedoch zu spät, um die Pleite noch zu verhindern. Hingel stand den Offensivbemühungen der Gladiators zuvor immer wieder im Weg. Seine Vorderleute erwiesen sich derweil als ziemlich clever beim Torabschluss. Allen voran der gegen seine ehemaligen Teamkollegen top motivierte David Michel, der für den ersten und vierten Treffer der Moosburger verantwortlich zeichnete.
Zwischen der 25. und 30.Minute hatten die Gäste ihre stärkste Phase. Bevor Michel da für die Vorentscheidung sorgte, durften sich bereits die Abwehrkollegen Marc Lenczyk und Mathias Jeske (in Überzahl) in die Torschützenliste eintragen. Kein Wunder, dass diesmal auch die Verteidiger vor dem gegnerischen Gehäuse gefragt waren: Mit Oliver Wawrotzki, Daniel Schander, Andrej Bartz und Hermann Azimov fehlte ein ganzes Stürmer-Quartett.
Seine Generalprobe für den Bayernliga-Auftakt am kommenden Freitag bestreitet der EV Moosburg am Tag der Deutschen Einheit (Dienstag, 3. Oktober) gegen den Landesligisten und alten Bekannten TSV Trostberg. Los geht’s bereits um 17.15 Uhr in der Sparkassen-Arena.

Tore: 0:1 (13:08) Michel (Möhle), 0:2 (24:56) Lenczyk (Kankovsky), 0:3 (28:29) Jeske (Lenczyk), 0:4 (29:30) Michel (Krämmer), 1:4 (57:32) Borrmann (Spindler). Strafminuten: 8/10. Zuschauer: 258. Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Jeske, Krämmer, Steiger, Lenczyk, Schwarz, Loidl; Herrmann, Dlugos, Kankovsky, Hanöffner, Asen, Killermann, Michel, Möhle. 

6:2-Derbysieg gegen Freising - Am Freitag Test in Erding

Donnerstag, 28. September 2017
Trotz des Ligenunterschieds begegneten sich am Mittwoch der EV Moosburg (Bayernliga) und die Black Bears Freising (Landesliga) in ihrem Vorbereitungsderby auf Augenhöhe. Dass die Moosburger am Ende relativ deutlich mit 6:2 (2:0, 1:0, 3:2) die Oberhand behielten, hatten sie nicht zuletzt Keeper Thomas Hingel zu verdanken.
Der aus Waldkraiburg zurückgekehrte Schlussmann trieb speziell im ersten Drittel die Gäste aus der Domstadt mit seinen Paraden zur Verzweiflung. Nach ihrer frühen Führung durch David Michel agierten Moosburgs Eishackler oft zu sorglos gegen die gut organisierten Freisinger. Doch die konnten ihre Chancen nicht nutzen und kassierten vor dem ersten Wechsel per Konter sogar noch das 2:0 (Tobias Hanöffner).
Ausgeschlafener und abgeklärter wirkte der EVM dann im zweiten Abschnitt. Ein abgefälschter Steiger-Schuss in Überzahl war allerdings das einzig zählbare Ergebnis der nun verstärkten Offensivbemühungen. Im Schlussdrittel machten die Hausherren mit zwei frühen Treffern dann alles klar. Doch die Black Bears gaben auch in der Folge nicht auf. Nachdem Jakob Killermann mit seinem ersten Tor im EVM-Trikot das halbe Dutzend vollgemacht hatte, gelang Martin Dürr und Martin Oertl immerhin noch die verdiente Ergebniskosmetik.
Bevor die Grün-Gelben ein paar Tage pausieren dürfen, steht erst noch das Testrückspiel bei den Erding Gladiators auf dem Programm. Anpfiff ist am Freitag um 20 Uhr.
Tore: 1:0 (3:32) Michel (Lenczyk), 2:0 (16:24) Hanöffner (Michel, Möhle), 3:0 (33:06) Steiger (Hanöffner, Möhle), 4:0 (41:13) Wawrotzki (Lenczyk), 5:0 (46:47) Hanöffner (Ujcik, Möhle), 6:0 (55:23) Killermann (Asen, Herrmann), 6:1 (55:30) Dürr (Holler, Hanke), 6:2 (57:25) Oertl (Holler, Dürr). Strafminuten: 8/12. Zuschauer: 75. Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Loidl, Krämmer, Schwarz; Dlugos, Hanöffner, Herrmann, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann, Azimov, Möhle. 

Zwei Heimspiele, zwei Siege: Startschew-Schützlinge stark in der Testphase

Montag, 25. September 2017
Auch wenn es sich natürlich nur um Vorbereitungsspiele handelte, hat die runderneuerte und verjüngte Mannschaft des EV Moosburg doch einen sehr ansehnlichen Start in die Sparkassen-Arena-Eiszeit 17/18 hingelegt: Nachdem die Startschew-Truppe am Freitag die Erding Gladiators nach Penaltyschießen mit 7:6 bezwang, feierte man am Sonntag einen überraschend deutlichen 10:2-Sieg über die Geretsrieder River-Rats.
Der frische Wind, den sich die Vorstandschaft durch die eine oder andere personelle Änderung erhofft hatte, er weht bereits über das Moosburger Eis. Schon die Erdinger hatten trotz leichter optischer Überlegenheit ihre Mühe mit den laufstarken und sehr engagierten Hausherren. In einer über 60 Minuten sehr abwechslungsreichen Begegnung ließen sich die Dreirosenstädter trotz einiger Rückstände nie richtig abschütteln. Durch einen Doppelpack in der 59. Minute schaffte man den 6:6-Ausgleich und konnte sich dann im sofortigen Penaltyschießen durchsetzen. Als würdiger Stellvertreter von Goalie Thomas Hingel erwies sich in dieser Partie Neuzugang Johannes Probst, der nach 30 Minuten eingewechselt wurde und nur einmal hinter sich greifen musste.
Davon konnte der Ex-Profi-Torwart Martin Morczinietz, der am Sonntag das Gehäuse des ESC Geretsried hütete, nur träumen. Bis zur 20. Minute hatten die erneut stark aufspielenden Moosburger bereits einen 4:0-Vorsprung herausgeschossen – und dabei sogar noch Chancen liegen gelassen. Erst im Mitteldrittel konnten die River-Rats die Begegnung etwas ausgeglichener gestalten. Der Schlussabschnitt gehörte dann aber wieder dem EVM. Einziger Wermutstropfen im Freudenbecher: die Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Verteidiger Marc Lenczyk (Bandencheck).
Damit hat der EV Moosburg drei seiner insgesamt sechs Vorbereitungsspiele absolviert. Weiter geht’s am kommenden Mittwoch zuhause gegen Nachbar SE Freising (19.30 Uhr). Am Freitag, 29. September, um 20 Uhr steht dann das Rückspiel bei den Erding Gladiators auf dem Programm; und die Generalprobe für die am 6. Oktober beginnende BEL-Saison bestreitet der EVM am Tag der Deutschen Einheit, Dienstag, 3. Oktober (17.15 Uhr), gegen Landesligist TSV Trostberg.
EV Moosburg – Erding Gladiators 7:6 (2:3, 2:2, 2:1, 1:0). Tore: 1:0 (0:58) Kankovsky (Schander, Wawrotzki), 1:1 (3:59) Spindler (Retzer), 2:1 (5:12) Schander (Lenczyk, Jeske), 2:2 (8:17) Zimmermann (Mitternacht), 2:3 (12:31) Poetzel, 3:3 (20:38) Dlugos (Michel), 3:4 (22:49) Mitternacht (Zimmermann, Krzizok), 3:5 (26:58) Schwarz (Borrmann), 4:5 (32:46) Wawrotzki (Schander), 4:6 (57:27) Lorenz, 5:6 (58:02) Jeske (Wawrotzki), 6:6 (58:19) Ujcik (Michel, Hanöffner), 7:6 (P) Wawrotzki. Strafminuten: 12/18. Zuschauer: 150. Aufstellung: Hingel, Probst (ab 30.); Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Loidl, Schwarz; Hanöffner, Herrmann, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Dlugos, Azimov, Bartz.
EV Moosburg - ESC Geretsried 10:2 (4:0, 2:2, 4:0). Tore: 1:0 (10:23) Michel, 2:0 (14:31) Jeske (Lenczyk, Schander), 3:0 (18:29) Hanöffner (Michel, Ujcik), 4:0 (19:42) Herrmann (Wawrotzki, Jeske), 5:0 (23:35) Michel (Steiger, Ujcik), 5:1 (31:53) Zvonik (Köhler), 6:1 (35:38) Wawrotzki (Lenczyk, Schander), 6:2 (38:53) Merl (Fuchs), 7:2 (43:54) Bartz (Schander), 8:2 (49:55) Wawrotzki (Ujcik), 9:2 (51:40) Asen (Azimov, Herrmann), 10:2 (58:09) Hanöffner (Michel, Killermann). Strafminuten: EVM 12+5+Spieldauer Lenczyk (Bandencheck), ESC 12. Zuschauer: 85. Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Loidl, Krämmer; Hanöffner, Herrmann, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann, Azimov, Bartz. 

Heimischer Testspiel-Doppelpack gegen Erding und Geretsried

Donnerstag, 21. September 2017
Das Eis ist gemacht, die Linien sind gezogen und auch die ersten Trainingseinheiten sind bereits absolviert: Seit Anfang dieser Woche kann der EV Moosburg sich endlich auch in der heimischen Sparkassen-Arena auf die neue Bayernliga-Saison vorbereiten. Am Wochenende kommt es im Rahmen der Testphase bereits zu einem Heimspiel-Doppelpack.
"Wir stehen noch ganz am Anfang", kommentiert EVM-Trainer Dimitri Startschew die Vorbereitung. Nach drei externen Trainingseinheiten in Dingolfing und Landshut zogen die grün-gelben Eishackler Anfang dieser Woche mit ihrer Ausrüstung in die eigene Kabine ein. Dazwischen absolvierten die Moosburger ihr erstes Testspiel: 4:4 (1:1, 1:1, 2:2) trennte man sich in einem unterhaltsamen Isar-Derby vom Landesligisten EV Dingolfing.
An diesem Wochenende kommen auf den EVM zwei echte Gradmesser zu: Am Freitag um 19.30 Uhr empfängt man den Nachbarn Erding Gladiators, am Sonntag um 17.15 Uhr ist mit dem ESC Geretsried ein weiterer Liga-Konkurrent in der Dreirosenstadt zu Gast. Für Startschew stehen derzeit noch "mannschaftliche Experimente" im Vordergrund. Acht Neuzugänge muss er in die Truppe intergrieren. "Da geht's natürlich auch um die Frage: Wer passt zu wem?", so der Coach. Für ihn spielen die Ergebnisse in den verbleibenden fünf Vorbereitungsspielen deshalb keine große Rolle - "wichtig ist, dass zum Saisonstart im Oktober alles passt". Mit Maximilian Ohr und Bastian Krämmer fehlen derzeit noch zwei Stammspieler in der Abwehr. Der Einsatz der angeschlagenen Stürmer Daniel Schander und David Michel ist an diesem Wochenende ebenso fraglich. Der Rest ist soweit fit. Startschew: "Insbesondere die Jungen haben jetzt die Möglichkeit, sich für einen Stammplatz zu empfehlen."
Statistik zum Dingolfing-Test:
Tore: 0:1 (4:41) Wawrotzki, 1:1 (6:26) Franz (Schickaneder), 2:1 (24:12) Tahedl (Karmainski, Koß), 2:2 (36:54) Michel, 3:2 (43:02) Koma (Erl, Tahedl), 3:3 (43:51) Steiger (Michel), 3:4 (48:18) Jeske, 4:4 (56:33) Schickaneder (Franz). Strafminuten: EVD 10+10/EVM 8. Zuschauer: 150.
Aufstellung: Hingel (bis 31.), Probst (ab 31.); Ujcik, Lenczyk, Fink, Loidl, Steiger, Jeske, Schwarz; Hanöffner, Hermann, Möhle, Schander, Michel, Asen, Killermann, Wawrotzki, Azimov, Dlugos, Bartz, Kankovsky. 

Philipp Ujcik bleibt beim EVM - Vorbereitungsprogramm steht

Montag, 7. August 2017
Das Personalkarussell dreht sich weiter: Nun hat Verteidiger Philipp Ujcik seinen Vertrag für 2017/18 verlängert. Auch das EVM-Vorbereitungsprogramm steht fest.
Trotz seiner erst 23 Jahre zählt Ujcik bereits zu den Urgesteinen beim EV Moosburg. 2013 war er von der Landshuter DNL-Mannschaft in die Dreirosenstadt gekommen. Damit geht der 1,94 Meter große Verteidiger nun in seine fünfte Saison im grün-gelben Trikot. „Schön, dass es geklappt hat. Seit der EVM wieder in die Bayernliga zurückgekehrt ist, war Philipp immer mit dabei“, sagt Pressesprecher Bastian Amann.
Zu seinen Wurzeln zurückkehren wird dagegen Christian Birk: Der Stürmer, der in der vergangenen Spielzeit immerhin 31 Punkte für die Moosburger Eishackler gesammelt hat, spielt 2017/18 wieder bei seinem Heimatverein EC Pfaffenhofen.
Sechs Vorbereitungsspiele hat die sportliche Leitung des EVM für heuer vereinbart – vier daheim, zwei auswärts. Los geht’s am Samstag, 16. September (18 Uhr), mit dem Isar-Derby beim Landesligisten EV Dingolfing. Das restliche Testprogramm sieht folgendermaßen aus: EV Moosburg – Erding Gladiators (Freitag, 22. September, 19.30 Uhr), EV Moosburg – ESC Geretsried (Sonntag, 24. September, 17.15 Uhr), EV Moosburg – SE Freising (Mittwoch, 27. September, 19.30 Uhr), Erding Gladiators – EV Moosburg (Freitag, 29. September, 20 Uhr), EV Moosburg – TSV Trostberg (Dienstag, 3. Oktober, 17.15 Uhr). Die Punktspiele beginnen am Freitag, 6. Oktober.
Erstmals aufs Eis geht die Startschew-Truppe am Samstag, 9. September, in Landshut. Spätestens ab Dienstag, 19. September, kann in der heimischen Sparkassen-Arena trainiert werden. 

Der Spielplan ist da: Kein leichter Saisonstart für den EVM

Freitag, 7. Juli 2017
Gleich richtig gefordert ist der EV Moosburg zum Auftakt der Bayernliga-Saison 2017/18. Am ersten Spieltag, Freitag, 6. Oktober, gastieren die Grün-Gelben bei den Passau Black Hawks, am Sonntag, 8. Oktober, ist dann der HC Landsberg in der Sparkassen-Arena zu Gast. Hier der komplette Spielplan auf einen Blick:
Fr., 6.10.2017, 20 Uhr: EHF Passau - EVM
So., 8.10.2017, 17.15 Uhr: EVM - HC Landsberg
Fr., 13.10.2017, 19.30 Uhr: TSV Peißenberg - EVM
So., 15.10.2017, 17.15 Uhr: EVM - EC Pfaffenhofen
Fr., 20.10.2017, 19.30 Uhr: EVM - ESC Dorfen
So., 22.10.2017, 18 Uhr: ESC Geretsried - EVM
Fr., 27.10.2017, 20 Uhr: EA Schongau - EVM
So., 29.10.2017, 17.15 Uhr: EVM - Wand. Germering
Fr., 3.11.2017, 19.30 Uhr: EVM - Höchstadter EC
So., 5.11.2017, 17.30 Uhr: EV Pegnitz - EVM
Fr., 10.11.2017, 19.30 Uhr: EVM - TSV Erding
Fr., 17.11.2017, 19.30 Uhr: EV Füssen - EVM
So., 19.11.2017, 17.15 Uhr: EVM - ESV Buchloe
Fr., 24.11.2017, 19.30 Uhr: EVM - EHF Passau
So., 26.11.2017, 17 Uhr: HC Landsberg - EVM
Fr., 1.12.2017, 19.30 Uhr: EVM - TSV Peißenberg
So., 3.12.2017, 17.30 Uhr: EC Pfaffenhofen - EVM
Fr., 8.12.2017, 19.30 Uhr: EVM - ESC Geretsried
So.,10.12.2017, 17 Uhr: ESC Dorfen - EVM
So., 17.12.2017, 18 Uhr: Wand. Germering - EVM
Fr., 22.12.2017, 19.30 Uhr: EVM - EA Schongau
Di., 26.12.2017, 18 Uhr: Höchstadter EC - EVM
Fr., 29.12.2017, 19.30 Uhr: EVM - EV Pegnitz
Fr., 5.01.2018, 20 Uhr: TSV Erding - EVM
So., 7.01.2018, 17.15 Uhr: EVM - EV Füssen
So., 14.01.2018, 17.30 Uhr: ESV Buchloe - EVM 

EVM angelt sich Passauer Topscorer Wawrotzki

Donnerstag, 29. Juni 2017
Manchmal zahlt sich Geduld eben doch aus. Einige Wochen sind seit den Verhandlungen mit Passaus zweitbestem Scorer vergangen, jetzt leuchtet das Licht endlich grün: Oliver Wawrotzki wechselt von den Black Hawks zum EVM.
13 Tore und 13 Assists gelangen Wawrotzki in seiner ersten Bayernliga-Saison für die Niederbayern. Nur deren tschechischer Kontingentspieler Frantisek Mrazek traf öfter. Damit sorgte der 21-jährige Dingolfinger, der die komplette Nachwuchsabteilung des EV Landshut durchlaufen hat, durchaus für Aufsehen. Dass der Linksaußen überhaupt zu einem Thema bei den Grün-Gelben wurde, lag nicht zuletzt an der "Dingolfing-Connection" bei den Dreirosenstädtern um Daniel Schander, Maximilian Ohr und natürlich Coach Dimitri Startschew. "Die Gespräche mit Oliver waren von Beginn an sehr positiv", sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. "Allerdings musste er das Organisatorische rund um sein Studium in Passau erst klären." Das dauerte einige Zeit. "Umso erfreulicher, dass sich das Warten gelohnt hat", so Amann. Auch Startschew ist angesichts der Verpflichtung des talentierten Stürmers begeistert: "Er spielt in meinen Plänen für die Offensive eine wichtige Rolle."
Und auch ein Eigengewächs wird seine Karriere beim EV Moosburg fortsetzen: Angreifer Alexander Asen will seinen Aufwärtstrend der vergangenen Spielzeit unbedingt unterstreichen. Nachdem der 19-Jährige in der Vorrunde seines ersten "richtigen" BEL-Jahres noch leer ausgegangen war, traf er in den Playdowns zweimal und bereitete einen Treffer vor.
Parallel zu diesen positiven personellen Nachrichten startet der EVM auch den Dauerkarten-Vorverkauf für die neue Saison. Und auch hier gibt es nur Gutes zu berichten: Die Preise bleiben nämlich stabil. Abo-Tickets für Steh- oder Sitzplätze kosten weiterhin zwischen 50 und 160 Euro. Die Karten sind wie schon im Vorjahr bei Loidl-Markisen im Moosburger Gewerbegebiet Degernpoint erhältlich - und zwar ab Mittwoch, 5. Juli. 

Zwei weitere Zusagen für die Offensive

Mittwoch, 21. Juni 2017
Nun sind auch die Stürmer Nummer acht und neun fix: Mit Daniel Schander und Patrice Dlugos haben zwei zuverlässige Punktesammler dem EVM ihre Zusage für die nächste Saison gegeben.
Als absoluter Nobody ist Schander vor zwei Jahren zum EVM gestoßen. Doch im Laufe der beiden Spielzeiten hat sich der 21-Jährige nicht nur einen Stammplatz im Kader erkämpft, sondern ist auch zu einem echten Leistungsträger in der Offensive gereift. Mit 13 Toren und 19 Vorlagen war er 2016/17 viertbester Scorer der Grün-Gelben. „Dass Daniel da auch für andere Vereine interessant wurde, ist keine Überraschung“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. „Aber wir konnten ihn überreden, auch sein drittes Bayernliga-Jahr in Moosburg zu absolvieren.“
Seine Karriere eigentlich schon beendet hatte Patrice Dlugos 2013. Doch zwei Jahre später „juckte“ es den inzwischen 37-jährigen Angreifer wieder – worüber man sich beim EVM sehr freute. Amann: „Patrice ist auch dank seiner ruhigen, souveränen Art ein ganz wichtiger Teil unserer Mannschaft.“ Und in den gegnerischen Abwehrreihen sorgt er weiterhin für Verunsicherung. Elf Tore und 14 Assists gelangen ihm in der abgelaufenen Spielzeit – wobei sicher noch der eine oder andere Zähler hinzugekommen wäre, wenn er sich zu Beginn der Abstiegsrunde nicht verletzt hätte.
Mit bis dato 20 Spielern im Kader (inkl. Torhüter) biegt der EV Moosburg damit in Sachen Personalplanung auf die Zielgerade ein. Zwar sei, so Amann, noch die eine oder andere Lücke zu schließen, „ich bin aber optimistisch, dass uns das in naher Zukunft gelingen wird“.

Der aktuelle Kader für 2017/18 auf einen Blick:
TOR: Thomas Hingel, Johannes Probst, Adrian Kant, Bernhard Eggerdinger-Hölzl.
VERTEIDIGUNG: Kevin Steiger, Mathias Jeske, Bastian Krämmer, Maximilian Ohr, Stefan Loidl, Julian Fink, Marc Lenczyk
ANGRIFF: David Michel (TCH), Tobias Hanöffner, Jakob Killermann, Andrej Bartz, Hermann Azimov, Daniel Möhle, Jan Hermann, Daniel Schander, Patrice Dlugos.
TRAINER: Dimitri Startschew. 

Kontakt:


  • Telefon: 08761 / 330 94 34
  • Fax: 08761 / 330 94 34
  • Email: kontakt@ev-moosburg.de

Anschrift:


  • Eissportverein Moosburg e.V.

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