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EVM verabschiedet sich mit 1:4-Auswärtsniederlage von der Eiszeit 2016/17

Samstag, 4. März 2017
Als Tabellenzweiter beendet der EV Moosburg die BEL-Playdownrunde 2016/17. Aufgrund der 1:4 (0:1, 1:2, 0:1)-Niederlage am Freitag in Germering und dem zeitgleichen 7:3-Heimsieg der Geretsrieder zogen die Riverrats am letzten Spieltag wieder am EVM vorbei. Die Grün-Gelben konnten es verschmerzen.
Mit fast vier Blöcken gingen die Dreirosenstädter in das finale Aufeinandertreffen mit den Germeringern. Doch die Qualität blieb diesmal hinter der Quantität zurück. Die Hausherren waren von Beginn an das dominierende Team, Moosburg wirkte in vielen Szenen zu zaghaft. „Wenn man, wie wir, mir dem Rücken zur Wand steht, muss man da sein – und das waren wir“, zeigte sich Wanderers-Coach Florian Winhart mit der Einstellung seiner Jungs zufrieden, die bereits nach zweieinhalb Minuten in Führung gingen. In der Folge waren die Rollen klar verteilt: Die Gastgeber agierten, die Gäste reagierten. Bernhard Eggerdinger-Hölzl, dem EVM-Trainer Dimitri Startschew den Vorzug vor Dominik Gräubig gab, war deshalb schnell warmgeschossen und hielt sein Team im Spiel. Die Grün-Gelben tauchten erst in den Schlussminuten des ersten Abschnitts gefährlich vor dem gegnerischen Kasten auf, konnten die Chancen aber nicht nutzen.
Patrice Dlugos, der nach mehrwöchiger Verletzungspause ein starkes Comeback feierte, machte es in der 28. Minute besser: 1:1. Doch die Verunsicherung bei den Wanderers hielt nur ein paar Minuten – dann markierten sie in Überzahl den zweiten Treffer. 13 Sekunden vor dem letzten Wechsel ertönte vor fast 600 Besuchern im Polariom erneut die Tormusik. Das 3:1 war zumindest eine kleine Vorentscheidung. Auch wenn die Moosburger in den letzten 20 Minuten nun die eine oder andere Powerplay-Situation hatten, fehlte doch den unbedingte Wille, dieses Match noch zu drehen. Den Schlusspunkt setzte somit erneut Germerings US-Import J.C. Cangelosi. Das 4:1 (42.) war sein zweiter Treffer.
Er und seine Kollegen haben mit diesem Sieg den Relegationsplatz erreicht. Sie treffen in einer Woche auf den Verlierer des Landesliga-Finales. Schongau ist nach der 3:6-Heimpleite gegen Passau bereits fix in die Landesliga abgestiegen, während sich die Black Hawks in letzter Minute noch Rang vier krallten.
 
Tore: 1:0 (2:28) Götze (Retzer, Rossi), 1:1 (27:22) Dlugos (Steiger, Lorenz), 2:1 (30:37) Pfohmann (5-4; Koch), 3:1 (39:47) Cangelosi (Rossi, Retzer), 4:1 (41:45) Cangelosi (5-4; Retzer). Strafminuten: 6/8. Zuschauer: 578.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Gräubig; Jeske, Seidlmayer, Krämmer, Ohr, Steiger, Lorenz, Loidl; Samanski, Schander, Simm, Barz, Birk, Schindlbeck, Dlugos, Hanöffner, Asen, Feistl, Möhle, Kankovsky. 

EVM will Platz eins verteidigen, Germering den Klassenerhalt schaffen

Donnerstag, 2. März 2017
Nur dabei statt mittendrin – so könnte das Motto für das letzte Saisonspiel des EV Moosburg am Freitag bei den Wanderers Germering (20 Uhr; Busabfahrt 17 Uhr) lauten. Denn während es zum Finale der Bayernliga-Abstiegsrunde im Tabellenkeller vor Spannung regelrecht knistert, geht es für die Dreirosenstädter „nur“ noch darum, den ersten Tabellenplatz zu verteidigen. Das selbst gesteckte Minimalziel dieser Runde, Rang zwei, haben die Startschew-Schützlinge bereits erreicht.
„Erster bleiben, Erster werden – das muss unser Ziel für das letzte Spiel sein. Schließlich haben wir’s selber in der Hand“, sagt Dimitri Startschew. Durch den 9:5-Heimsieg über Geretsried kletterten die Grün-Gelben vor knapp zwei Wochen an den Riverrats vorbei ganz nach oben. Der – wenn auch nicht wirklich wertvolle und ziemlich inoffizielle – Titel des BEL-Abstiegsrundenmeisters ist also zum Greifen nahe.
Der Coach kann auf fast den kompletten Kader zurückgreifen. Auch wenn damit wahrlich keine Personalnot herrscht, wird’s an diesem letzten Spieltag noch eine Premiere geben: U-23-Stürmer Andrej Barz darf mit in die Münchner Vorstadt reisen und erstmals für die erste Mannschaft auflaufen. „Ein junger Spieler mit Zukunft, der sich seine Chance jetzt verdient hat“, sagt Startschew über den 22-Jährigen. Zuletzt hatte mit Hermann Azimov (in Schongau) ein anderer Nachwuchsspieler debütiert. Sieht ganz so aus, als ob sich der Trainer da schon recht intensiv Gedanken über den Kader der nächsten Saison macht.
Solche Gedankenspiele kommen für die Wanderers Germering wohl noch etwas zu früh – zumal noch nicht mal klar ist, in welcher Liga sie in der Spielzeit 2017/18 an den Start gehen. Dass die Schwarz-Gelben überhaupt noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt haben, ist ihrer starken Schlussphase beim jüngsten Auftritt in Passau zu verdanken: Trotz 1:3-Rückstand drei Minuten vor Schluss retteten sie sich mit zwei späten Toren noch in die Verlängerung und gewannen selbige. Damit sind sie wieder voll im Rennen. Als Schlusslicht haben die Wanderers neun Zähler auf dem Konto, während die auf dem Relegationsplatz stehenden Passauer und die EA Schongau (4.) jeweils zehn Punkte vorweisen können.
Da beide letztgenannten Teams zum Finale der Playdowns direkt aufeinandertreffen, sind einige interessante Konstellationen denkbar. Sicher ist: Germering würde ein Sieg über den EVM für das Erreichen des Relegationsplatzes genügen. Gewinnt Passau gleichzeitig nach Verlängerung oder Penaltyschießen in Schongau, hätten die Wanderers mit Platz vier sogar den direkten Klassenerhalt geschafft.
Wie auch immer: Die Moosburger erwartet am Freitag ein bis in die berühmten Haarspitzen motivierter Gegner, für den’s um alles oder nichts geht. Damit das Germeringer Polariom gut gefüllt ist, hat sich der Verein auch eine besondere Aktion überlegt: Gemäß dem Motto „Schultag“ erhalten alle Schüler an diesem Abend bei Vorlage eines gültigen Schülerausweises freien Eintritt. 

"Tag des offenen Tores": EVM übernimmt die Tabellenführung

Montag, 20. Februar 2017
14 Treffer bekamen die rund 200 Zuschauer beim „Tag des offenen Tores“ in der Sparkassen-Arena serviert. Dass es sich hierbei um das Gipfeltreffen der BEL-Abstiegsrunde handelte, war nicht sofort ersichtlich. Nach dem 9:5 (4:0, 1:2, 4:3)-Sieg über den bisherigen Spitzenreiter ESC Geretsried übernahm der EV Moosburg die Tabellenführung.
Der Druck ist weg, das Saison-Minimalziel „Klassenerhalt“ erreicht. Entsprechend unbeschwert gingen die Moosburger in dieses Spitzenspiel. Das Fehlen von Dominik Schindlbeck (gesperrt) und Kevin Steiger (verletzt) fiel zunächst nicht weiter auf. Was möglicherweise auch daran lag, dass die Riverrats ebenfalls auf einige Leistungsträger verzichten mussten – darunter ihr Topscorer Ondrej Horvath.
Nach anfänglichem Warmschießen machten die Hausherren ab der 12. Minute Ernst: Josef Kankovsky und Patrik Samanski (13.) eröffneten den Torreigen, Alex Feistl sorgte wiederum nur 60 Sekunden später mit dem 3:0 für einen beruhigenden Vorsprung. Vom ESC war in dieser Phase wenig bis gar nichts zu sehen – vom EVM dafür um so mehr: In Minute 17 erhöhte Christian Birk auf 4:0, nach dem Wechsel markierte Feistl Tor Nummer fünf.
In der Folge ließen es die Grün-Gelben ein bissl zu lässig angehen – das nahmen auch die Gäste wahr: Schien das 1:5 nach einer halben Stunde nur ein kleinerer Betriebsunfall zu sein, war das zweite Geretsrieder Tor (34.) schon mit einem Ausrufezeichen versehen. Im Schlussdrittel ging es dann ganz schnell: Drei Minuten brauchten die Riverrats, um eine Viertelstunde vor dem Ende auf 5:5 auszugleichen. So mancher Zuschauer rieb sich verwundert die Augen: Was war denn hier los?
Aber nun, wo das Spiel praktisch erneut bei Null begann, zogen sich die Geretsrieder wieder zurück – und überließen dem EVM das Eis. „Mei, erst hat Moosburg fünf Tore geschossen, dann wir – und dann war halt wieder Moosburg dran“, fasste ESC-Coach Florian Funk die 60 Minuten süffisant zusammen. Und so stellten Daniel Möhle, Matze Jeske, Daniel Schander und Tobias Hanöffner zwischen der 52. und 58. Minute fast den alten Abstand wieder her.
Denkwürdig war diese Partie aber nicht nur wegen der Torfolge, sondern auch wegen einer Bekanntgabe von Alexander Feistl in der Pressekonferenz: „Das war heute das letzte Heimspiel meiner Karriere“, sagte der 31-jährige Stürmer. Vier „ganz tolle Jahre“ habe er in Moosburg gehabt, jetzt sei es aber an der Zeit, die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen – „auch wenn es mir nicht leichtfällt“. Dann deutete er in Richtung seiner Familie: „Es gibt noch andere Dinge im Leben.“

Tore: 1:0 (11:04) Kankovsky (Ujcik), 2:0 (12:45) Samanski (Krämmer, Asen), 3:0 (13:43) Feistl (Jeske), 4:0 (16:38) Birk (Möhle, Hanöffner), 5:0 (25:30) Feistl (Schander, Birk), 5:1 (32:12) Ott (Poch), 5:2 (34:31) Fuchs (May), 5:3 (43:06) Köhler (May, Berger), 5:4 (44:34) May (Berger), 5:5 (45:58) May (Köhler), 6:5 (51:20) Möhle (Birk), 7:5 (54:27) Jeske (Samanski), 8:5 (56:07) Schander (Feistl, Krämmer), 9:5 (57:57) Hanöffner (Möhle, Birk). Strafminuten: EVM 4, ESC 6+10. Zuschauer: 180.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Jeske, Lorenz, Krämmer, Seidlmayer, Ohr, Loidl; Hanöffner, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Asen, Feistl, Birk, Möhle. 

Freude trotz Overtime-Pleite: EVM holt den noch fehlenden Punkt zum Klassenerhalt

Sonntag, 19. Februar 2017
Manchmal reicht auch ein Punkt: Durch die 4:5 (1:2, 1:1, 2:1, 0:1)-Overtime-Niederlage gegen Passau holte der EVM am Freitagabend genau den Zähler, der noch gefehlt hatte, um den Klassenerhalt auch theoretisch zu sichern. Die Grün-Gelben können sich damit nun voll und ganz auf den Kampf um Platz eins konzentrieren.
Am Ende hatten beide Mannschaften Grund zum Jubeln: die Gäste, weil sie zwei wichtige Zähler gegen den drohenden Abstieg geholt hatten, und die Hausherren, weil das Erreichen der Verlängerung gleichzeitig den Klassenerhalt bedeutete. „Es ist schön, dass diese Rechnerei endlich ein Ende hat“, freute sich auch EVM-Coach Dimitri Startschew.
Die Moosburger hatten nach einer kurzen Abtastphase den besseren Start erwischt. Doch die Freude über Daniel Möhles 1:0 (9.) währte nicht lange. Vier Minuten später hatte der EVM-Toptorschütze der vergangenen Partien, Dominik Schindlbeck, seinen Stock zu weit oben, verletzte damit einen Gegenspieler und musste mit Spieldauer-Disziplinarstrafe zum Duschen. In der folgenden fünfminütigen Unterzahl glichen die Gäste aus, kurz vor Ende des ersten Abschnitts konnten sie noch einen zweiten Treffer drauflegen.
Moosburg wirkte auch im zweiten Durchgang ohne Schindlbeck (und inzwischen auch ohne den immer noch nicht ganz fitten Verteidiger Kevin Steiger) offensiv ziemlich zahnlos und wurde von den Black Hawks phasenweise massiv ins eigene Drittel zurückgedrängt. Da wirke Passaus Treffer zum 1:3 fast wie eine kleine Vorentscheidung. Doch Daniel Schander konnte noch vor dem zweiten Pausentee auf 2:3 verkürzen – was den Gastgebern wieder Mut machte.
Die kamen wie verwandelt aus der Kabine und setzten nun die zuvor so dominanten Niederbayern unter Druck. In Überzahl gelang dem wiedergenesenen Alex Feistl nach 43 Minuten der Ausgleich und nur 51 Sekunden später war dann erneut Daniel Möhle zur Stelle – ein Doppelschlag zur rechten Zeit. Moosburg schien Puck und Gegner nun im Griff zu haben, von Passau kam nicht mehr allzu viel. Sechs Minuten vor der Schlusssirene bot sich den EHF allerdings noch einmal ein Powerplay, was sie eiskalt zum abermaligen Ausgleich nutzten. Damit ging man in die Verlängerung – die allerdings nicht lange dauerte. Dass den Grün-Gelben diese Drei-gegen-drei-Konstellation nicht wirklich liegt, hatten sie schon fünf Tage zuvor in Schongau gezeigt, als den Hausherren bereits nach 28 Sekunden der entscheidende Treffer gelang. Passau brauchte deren 76 – und holte sich so den Zusatzpunkt.

Tore: 1:0 (8:48) Möhle (4-5), 1:1 (16:16) Pertl (Mrazek, Popp), 1:2 (19:15) Mrazek (Schießl, Pekarek), 1:3 (36:40) Daschinger (Detterer, Gomow), 2:3 (37:43) Schander (Feistl, Kankovsky), 3:3 (43:05) Feistl (5-4; Birk, Samanski), 4:3 (43:56) Möhle (Hanöffner), 4:4 (54:15) Daschinger (5-4; Pekarek, Mrazek), 4:5 (61:16) Mrazek (Pertl). Strafminuten: EVM 10 + 10 (Kankovsky) + 5 + Spieldauer Schindlbeck (Hoher Stock), EHF 10. Zuschauer: 238.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Steiger, Jeske, Lorenz, Krämmer, Seidlmayer, Ohr, Loidl; Hanöffner, Schindlbeck, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Asen, Feistl, Birk, Möhle. 

EVM peilt gegen Passau und Geretsried die Tabellenspitze an

Donnerstag, 16. Februar 2017
Heimspiele im Doppelpack bietet der EV Moosburg seinen Fans auf der Zielgeraden der Bayernliga-Spielzeit 2016/17: Zum „Tag der Sponsoren“ empfangen die Dreirosenstädter zunächst am heutigen Freitag die Passau Black Hawks (19.30 Uhr), am Sonntag kreuzt dann Abstiegsrunden-Spitzenreiter ESC Geretsried in der Sparkassen-Arena auf (17.15 Uhr).
Auch wenn die Grün-Gelben theoretisch noch auf den Relegationsplatz abrutschen könnten, ist der Klassenerhalt – bei acht Punkten Vorsprung drei Spieltage vor Schluss – „im Endeffekt zu 98 Prozent fix“, formuliert es Pressesprecher Bastian Amann. Ein großes Ziel haben Trainer Dimitri Startschew und seine Jungs aber dennoch: „Mit Rang eins in den Playdowns können wir die Saison schön abrunden“, sagt der Coach.
So hat das Gipfeltreffen am Sonntag mit den Geretsrieder River-Rats also durchaus eine besondere Bedeutung. Der ESC hat zwei Zähler mehr auf dem Konto als Verfolger EVM und ist auch theoretisch schon durch, was den BEL-Verbleib betrifft. Doch auch die Funk-Truppe will nach den zehn Play-Down-Partien auf dem „Platz an der Sonne“ stehen. Startschew: „Ein kleines Spitzenspiel sozusagen.“
Aussichten, die Freitags-Gegner Passau gerne hätte. Die Black Hawks hängen derzeit, punktgleich mit Germering und Schongau, auf dem letzten Platz fest. Eine negative Überraschung – scheiterten die Niederbayern doch wie die Moosburger erst am letzten Vorrunden-Spieltag an der Verzahnungsrunde. Inzwischen hat man sogar einen Mentaltrainer engagiert, um die Kurve im Abstiegskampf noch zu kriegen.
Dimitri Startschew kann für das Heim-Wochenende personell fast aus dem Vollen schöpfen. Mit „Co-Trainer“ Patrice Dlugos ist in dieser Saison zwar nicht mehr (auf dem Eis) zu rechnen, dafür sind Alexander Feistl, Kevin Steiger, Philipp Ujcik und Daniel Möhle wieder in den Kader zurückgekehrt. 

"EV Gräubig" erkämpft sich einen Punkt in Schongau

Montag, 13. Februar 2017
Wenn schon defensiv, dann richtig: Nach einer echten Abwehrschlacht bei der EA Schongau konnte der EVM am Sonntag immerhin mit einem Zähler im Gepäck die Heimreise antreten. Der Ex-Moosburger Milan Kopecky hatte in der Verlängerung den 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0)-Siegtreffer erzielt. Stärkster Mann der Grün-Gelben war Keeper Dominik Gräubig, dem nicht viel zu seinem ersten Bayernliga-Shutout fehlte.
Dass die Dreirosenstädter ab dem zweiten Drittel im Schongauer Eisstadion dermaßen unter Druck gerieten, lag einerseits am „Siegzwang“ der abstiegsbedrohten Hausherren, andererseits aber auch an personellen Hiobsbotschaften, mit denen EVM-Trainer Dimitri Startschew kurzfristig konfrontiert worden war: So blieben mit Verteidiger Kevin Steiger (Folgen des Checks vom Pfaffenhofen-Spiel) und Stürmer Daniel Möhle (Grippe) zwei zusätzliche Leistungsträger daheim. Da Philipp Ujcik, Patrice Dlugos und Alex Feistl weiterhin nicht einsatzfähig sind, fehlte Startschew damit ein kompletter Block.
Davon war in den ersten 20 Minuten noch nicht viel zu merken. Zwar taten sich die Moosburger schwer beim Kreieren von Torchancen, hinten stand man dafür aber bombensicher, überstand unter anderem drei Unterzahlsituationen schadlos. Ein starkes Debüt feierte Jugend-Spieler Hermann Azimov (17), der in der ersten Reihe anstelle von Möhle stürmte und einige gute Szenen hatte.
Mit Beginn des zweiten Abschnitts spielten dann allerdings nur noch die Mammuts. Gräubig im Moosburger Kasten bekam von Minute zu Minute mehr zu tun, konnte mit Hilfe seiner Vordermänner die Null aber auch in die zweite Pause retten.
Im Schlussabschnitt tauchten die Schongauer dann noch öfter vor seinem Tor auf. Aber der 21-Jährige stand wie eine Wand. „Unsere Chancenauswertung war katastrophal“, sagte EAS-Teammanager Martin Resch. In der 48. Minute war das Chaos im Moosburger Drittel aber einfach zu groß – und die Scheibe lag erstmals hinter der Linie. Die Mammuts drängten nun auf die Vorentscheidung, blieben in ihren Abschlüssen aber weiterhin glücklos. Anders Dominik Schindlbeck: Moosburgs aktueller Torschütze vom Dienst nutzte – nachdem Gräubig das Gehäuse für einen sechsten Feldspieler geräumt hatte – eine der wenigen Offensivaktionen knapp eineinhalb Minuten vor dem Ende zum schmeichelhaften Ausgleich.
Trostpflaster für die Gastgeber: Sie brauchten in der Verlängerung nur 28 Sekunden, um wenigstens noch den Zusatzpunkt zu holen.

Tore: 1:0 (47:14) Klein (Zimmert, Holzmann), 1:1 (58:42) Schindlbeck (6-5), 2:1 (60:28) Kopecky (Raß, Saal). Strafminuten: EAS 8+10, EVM 10. Zuschauer: 120.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Seidlmayer, Loidl, Lorenz, Krämmer, Jeske, Ohr; Azimov, Birk, Schander, Hanöffner, Asen, Samanski, Kankovsky, Simm, Schindlbeck. 

EVM zeigt sich von seiner defensiven Seite: 3:2-Derbysieg über Pfaffenhofen

Samstag, 11. Februar 2017
Jetzt ist der Bayernliga-Klassenerhalt dem EV Moosburg praktisch nicht mehr zu nehmen: In einem engen, abwechslungsreichen Derby schlugen die Grün-Gelben am Freitagabend Nachbar EC Pfaffenhofen mit 3:2 (2:1, 1:1, 0:0).
Die Defensive war in der laufenden Spielzeit oft die Achillesferse der Moosburger Eishackler. Entsprechend zufrieden zeigte sich Coach Dimitri Startchew nach den überstandenen 60 Minuten."Ist doch schön, wenn mal weniger Tore fallen. So ein 0:0 wie im letzten Drittel hat bei uns Seltenheitswert." Sein Gegenüber Michael Dippold trauerte derweil den vergebenen Chancen seiner Pfaffenhofener nach: "Das soll nicht respektlos klingen. Aber heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen."
Von Beginn an begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Man belauerte sich zunächst nur, große Torchancen waren Mangelware. Dann schlug plötzlich die Stunde von Daniel Simm: Der EVM-Stürmer tankte sich nach elfeinhalb Minuten über halblinks durch und netzte dann elegant mit der Rückhand zum 1:0 ein. Der Ausgleich der Gäste ließ jedoch keine zwei Minuten auf sich warten und war ebenfalls eine Einzelaktion - durch David Felsoci.
Weniger schön anzusehen war diese Szene in der 18. Minute: Moosburgs Verteidiger Kevin Steiger musste nach einem übertriebenen Check von ECP-Stürmer Fabian Eder mit Platzwunde am Kopf und Schwindelgefühlen in die Kabine. Für ihn war die Partie ebenso beendet wie für Eder - Letztgenannter kassierte eine Matchstrafe. Als die Gäste mit den Gedanken schon beim Pausentee waren, kostete Moosburgs aktueller Scorerkönig Dominik Schindlbeck die letzten Sekunden des Abschnitts vorbildlich aus und traf exakt bei 20:00 zur abermaligen Führung.
Munter hin und her ging es im zweiten Abschnitt. Auf dem Eis wurde um jeden Meter gekämpft, die Zuschauer sahen ein leidenschaftliches Lokalduell. Tore wollten allerdings keine mehr fallen. Bis dreieinhalb Minuten vor der letzten Pause wieder Schindlbeck zur Stelle war: Mustergültig verwertete er einen Samanski-Pass zum 3:1. Für den Dingolfinger war es der dritte Doppelpack in den vergangenen vier Spielen. Doch der ECP blieb dran und verkürzte postwendend durch Robert Neubauer. Damit war Hochspannung auch für die letzten 20 Minuten garantiert. Doch so sehr sich die IceHogs da noch bemühten - die Gastgeber standen diszipliniert und ließen nur wenig vielversprechende Offensivaktionen Pfaffenhofens zu. Und kamen die Gäste doch einmal durch, war Keeper Dominik Gräubig Endstation. Daran änderte sich bis zur finalen Sirene nichts mehr. Mit der durchaus vorzeigbaren Ausbeute von 14 Zählern aus sechs Spielen rangierte der EVM damit weiterhin auf dem zweiten Abstiegsrundenplatz. Weil Geretsried in Passau in der Overtime verloren hat, trennen die Dreirosenstädter jetzt nur noch zwei Punkte von der Spitze.
 
Tore: 1:0 (11:28) Simm, 1:1 (12:49) Felsoci, 2:1 (20:00) Schindlbeck (Samanski, Kankovsky), 3:1 (36:40) Schindlbeck (Simm, Schander), 3:2 (37:56) Neubauer (Pfab). Strafminuten: EVM 6/ ECP 6 plus 5 plus Matchstrafe Eder. Zuschauer: 179.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Steiger, Seidlmayer, Loidl, Lorenz, Krämmer, Jeske, Ohr; Möhle, Birk, Schander, Hanöffner, Asen, Samanski, Kankovsky, Simm, Schindlbeck. 

EVM bittet den EC Pfaffenhofen zum Derby - Am Sonntag in Schongau

Donnerstag, 9. Februar 2017
Dieses Derby hat es in sich: Wenn der EVM am heutigen Freitag den EC Pfaffenhofen empfängt (19.30 Uhr), könnten sich die Startschew-Schützlinge mit einem weiteren Heimsieg nahezu aller Abstiegssorgen entledigen. Doch die Gäste stehen ebenso wie Moosburgs Sonntagsgegner EA Schongau (18 Uhr, Busabfahrt 14.30 Uhr) mächtig unter Druck.
In der Vorsaison musste alle vier beteiligten Mannschaften der BEL-Abstiegsrunde bis zum letzten Spieltag zittern. Am Ende trennten den Ersten Pfaffenhofen und den Letzten Pegnitz lächerliche zwei Punkte. Von so einem Showdown sind die Playdowns 2016/17 weit entfernt. Spitzenreiter Geretsried kann sich nach fünf Siegen in fünf Spielen bereits zurücklehnen, und auch den EVM – vier Punkte dahinter – trennen nur noch ein paar Zähler vom rettenden Ufer. „Holen müssen wir sie aber trotzdem erst mal“, sagt Coach Dimitri Startschew. Er gibt für das kommende Wochenende deshalb ganz klar die Devise „sechs Punkte“ aus und lockt seine Spieler bereits mit der Ankündigung eines freien Dienstags.
Doch der Weg dahin könnte steinig werden. Pfaffenhofen und Schongau rangieren tabellarisch zwar unmittelbar hinter dem EVM, sind aber nur einen Hauch vom Relegationsplatz entfernt, den die strauchelnden Passauer belegen. Hinzu kommen die alles andere als gewöhnlichen Hinspiele, in denen die Moosburger Fans durch ein Wechselbad der Gefühle mussten: So führten die Dreirosenstädter beim ECP nach einer halben Stunde bereits mit 5:1, konnten sich ihren Sieg aber trotzdem erst im Penaltyschießen sichern. Das Aufeinandertreffen mit den Schongauern war mindestens genau so dramatisch – aber eben andersrum: Hier waren es die Mammuts, die bis zur 35. Minute einen komfortablen 4:1-Vorsprung vorweisen konnten, selbigen jedoch im Schlussdrittel noch komplett aus der Hand gaben. Fünf Zähler holte der EVM aus den beiden Krimis – mit etwas Pech hätten’s auch deutlich weniger sein können.
In Acht nehmen müssen sich die Moosburger insbesondere vor der verstärkten Offensivabteilung des EC Pfaffenhofen um den Kanadier Matt Spafford sowie den vom (Noch-)Oberligisten Schönheide verpflichteten Routinier Stephan Trolda, die inzwischen gut eingespielt ist. Das zeigt nicht zuletzt der 4:3-Erfolg der IceHogs vor einer Woche in Schongau. Gegen die EAS wird es wieder darum gehen, Geduld zu bewahren. Trainer Startschew: „Eine sehr disziplinierte Mannschaft, in der jeder weiß, was er machen muss.“ Deshalb gehe es auch im Rückspiel darum, die Lücken im System der Mammuts zu finden.
Personelle Lücken so gut wie möglich schließen müssen die Moosburger auch an diesem Wochenende. Topscorer Alexander Feistl wird wegen seiner Leistenprobleme ebenso noch pausieren wie Patrice Dlugos (Bandscheibe). Und auch Verteidiger Phillip Ujcik, der sich beim Spiel in Geretsried eine Kapselverletzung im Finger zugezogen hat, fällt aus. Dafür hat sich mit dem zuletzt Grippe-kranken Maximilian Ohr ein anderer Abwehrspieler zurückgemeldet.
Im Endeffekt kann Dimitri Startschew auf die Truppe vom vergangenen Sonntag setzen, die Germering souverän mit 6:3 besiegt hat. „Die Jungs sind also eingespielt“, sagt der Trainer. 

Mit 6:3-Heimsieg über Germering Rang zwei gefestigt

Montag, 6. Februar 2017
Zum Ende der Playdown-Hinrunde hat der EVM seine Ausgangsposition im Kampf um den Bayernliga-Klassenerhalt noch einmal stark verbessert. Durch den 6:3 (4:1, 1:1, 1:1)-Heimerfolg über die Wanderers Germering verteidigten die Moosburger Rang zwei und haben nun sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Nach der Nullrunde in Geretsried war klar: Gegen Germering muss der EV Moosburg gewinnen, wenn das Abstiegsgespenst nicht zum Gast in der Sparkassen-Arena werden soll. Dessen schienen sich die Grün-Gelben am Sonntag von Beginn an bewusst zu sein – und legten entsprechend los. Bereits nach dreieinhalb Minuten sorgte Daniel Möhle für das 1:0, Josef Kankovsky markierte nur zwei Minuten später Tor Nummer zwei. Die Gäste hatten sich zwar auch einiges vorgenommen, taten sich aber schwer mit dem Tempo, das die Dreirosenstäder vorgaben. Und als die Wanderers in Überzahl die Gelegenheit bekamen, zu verkürzen, entwischte ihnen der heute wieder unermüdlich rackernde Dominik Schindlbeck und traf zum 3:0. Den Gästen gelang nach einer Viertelstunde dann zwar doch ihr erstes Tor, Kevin Steiger ließ selbigem in der Schlussphase des Anfangsdrittels aber umgehend das 4:1 folgen.
Dass deutliche Führungen nicht immer Sieggarantien sind, haben die Startschew-Schützlinge zum Leidwesen ihrer Fans heuer schon öfter unterstrichen. Doch der EVM blieb diesmal auch im zweiten Durchgang konzentriert. Als Christian Seidlmayer das fünfte Heim-Tor bejubeln durfte, roch es nach knapp einer halben Stunde schon nach einer Vorentscheidung. „Aber dann gab’s leider wieder fünf Minuten, in denen wir ziemlich geschwommen sind“, sagte er bei der anschließenden Pressekonferenz. Symbolisch für diese Phase war das Solo von Germerings US-Kontingentspieler J.C. Cangelosi, der dabei nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Penalty verwandelte er souverän (34.).
Doch viel mehr kam von den Gästen, die mit zwei Zählern am Tabellenende der Abstiegsrunde stehen, nicht mehr. Auch im Schlussabschnitt blieb es beim Bemühen. Und ehe es vielleicht doch noch mal spannend werden konnte, machte Schindlbeck einen Viertelstunde vor dem Ende seinen Doppelpack komplett und den Sack zu. Das dritte Wanderers-Tor im Powerplay war nur noch von statistischer Bedeutung.
Eine große Bedeutung hat für den EVM das nächste Playdown-Match am kommenden Freitag zuhause gegen Nachbar Pfaffenhofen (19.30 Uhr). Hier könnten die Moosburger mit einem Sieg den wohl schon entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen.

Tore: 1:0 (3:29) Möhle (Hanöffner, Lorenz), 2:0 (5:31) Kankovsky (Samanski), 3:0 (11:28) Schindlbeck (4-5; Schander), 3:1 (14:44) Dosch, 4:1 (18:43) Steiger (5-4; Möhle, Hanöffner), 5:1 (24:15) Seidlmayer (Simm, Jeske), 5:2 (33:43) Cangelosi (P), 6:2 (46:04) Schindlbeck (Schander, Simm), 6:3 (54:58) Rossi (5-4; Cangelosi, Czaika). Strafminuten: 8/8. Zuschauer: 143.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Steiger, Seidlmayer, Loidl, Lorenz, Krämmer, Jeske, Ohr; Möhle, Birk, Schander, Samanski, Asen, Kankovsky, Simm, Schindlbeck, Hanöffner. 

EVM beim Abstiegsrunden-Gipfel in Geretsried zu harmlos

Sonntag, 5. Februar 2017
Nichts zu holen gab es für den EV Moosburg am Freitag beim Abstiegsrunden-Gipfel in Geretsried. Ersatzgeschwächt konnten die Dreirosenstädter nur im ersten Drittel mit den Hausherren mithalten. Danach zeigten die Riverrats besonders in den Überzahlsituationen, warum sie bislang in den Playdowns noch keinen Zähler abgegeben haben – und siegten verdient mit 4:0 (0:0, 3:0, 1:0).
Ohne Patrice Dlugos, Alex Feistl, Maximilian Ohr, Dominik Schindlbeck und zunächst auch Keeper Dominik Gräubig waren die Grün-Gelben in die Geretsrieder Freiluft-Arena angereist. Dass Letztgenannter – er hatte eine Prüfung an der Uni – Mitte des zweiten Drittels nachkam, war bitter nötig. Denn Bernhard Eggerdinger-Hölzl hatte gleich in der Anfangsphase des Spiels einen schmerzhaften Zusammenprall mit einem ESC-Stürmer und hätte da eigentlich schon ausgewechselt werden müssen. So musste er bis zur 34. Minute durchhalten, eher er von Gräubig erlöst wurde.
Ein „Torhüterproblem“ hatte der EVM, was das Spiel an sich betrifft, aber wahrlich nicht. Eggerdinger-Hölzl war trotz seiner Knieschmerzen bis zur Auswechslung ein sicherer Rückhalt und Gräubig knüpfte in der Folge an diese Leistung nahtlos an. Wie das Ergebnis schon zeigt, taten sich die sonst so treffsicheren Gäste (26 Tore in den vorangegangenen vier Spielen) diesmal in erster Linie mit dem Toreschießen schwer. Geretsried stand in der Defensive sicher und ließ kaum EVM-Chancen zu. Die meiste Torgefahr der Grün-Gelben ging noch von der dritten Reihe um Josef Kankovsky aus, der zweimal an der Torstange scheiterte.
Zu ihren Gunsten entschieden die Riverrats die Partie zu Beginn des zweiten Abschnitts in einer 5:3-Überzahl, die ihnen die 2:0-Führung bescherte. Ein Mann mehr waren die Gastgeber auch beim dritten Tor. Die Moosburger dagegen wirkten in ihrem Powerplay – speziell im Schlussdrittel – einfach zu harmlos. EVM-Trainer Dimitri Startschew: „So kann man in Geretsried keine Punkte mitnehmen.“

Tore: 1:0 (20:18) Horvath (5-3; Dornbach, Köhler), 2:0 (21:49) Tauber (Horvath), 3:0 (31:25) Hüsken (5-4; Berger, Albanese), 4:0 (44:20) Bursch (Lechner). Strafminuten: 8/14. Zuschauer: 398.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Gräubig (ab 34.); Ujcik, Jeske, Seidlmayer, Krämmer, Steiger, Lorenz, Loidl; Samanski, Schander, Simm, Birk, Hanöffner, Asen, Möhle, Kankovsky. 

Erst beim Spitzenreiter und dann gegen das Schlusslicht

Freitag, 3. Februar 2017
Der Auftakt war vielversprechend, jetzt muss der EV Moosburg nachlegen, um das Thema Klassenerhalt so bald wie möglich abhaken zu können. Einen wichtigen Schritt könnte man dabei am Sonntag im Heimspiel gegen Playdown-Schlusslicht Wanderers Germering (17.15 Uhr) machen. Aber auch heute beim Spitzenreiter ESC Geretsried  (19 Uhr, Busabfahrt 15.30 Uhr) will die Startschew-Truppe punkten.
In Landesliga-Zeiten sammelten die Grün-Gelben diesen Titel in Serie: Abstiegsrundenmeister. Diesbezüglich könnte das freitägliche Aufeinandertreffen mit dem ESC Geretsried schon richtungsweisend sein. Schließlich empfängt der Tabellenerste den Zweiten – und beide noch ungeschlagenen Teams trennt nur ein Zähler. „Auch wenn es in dieser Gruppe in erster Linie um den Klassenherhalt geht, muss unser Ziel einer der vorderen Plätze sein“, forderte Coach Dimitri Startschew schon vor Beginn der Runde. Mit den Riverrats lieferte sich der EVM in der laufenden Spielzeit bereits zwei enge Duelle: Während man in Geretsried mit 4:5 unterlag, kam man in eigener Halle zu einem 6:4-Erfolg. Hochspannung in der Freiluft-Arena des ESC, die 2018 überdacht werden soll, scheint also garantiert.
Leicht tat man sich auch in den bisherigen beiden Aufeinandertreffen mit Germering nicht: Der 6:4- und der 3:1-Sieg in der Vorrunde waren echte Kraftakte. Startschew: „Die Wanderers stehen mit dem Rücken zur Wand und werden uns sicher alles abverlangen.“ Könne man jedoch an die Leistung beim jüngsten Sieg in Passau anknüpfen, mache er sich keine großen Sorgen.
Eine weniger schöne Parallele zum Passau-Match ist der Ausfall von Topscorer Alexander Feistl. Ihm machen weiter Leistenbeschwerden zu schaffen. Große Fragezeichen stehen außerdem am Freitag hinter den Einsätzen von Stürmer Dominik Schindlbeck und Keeper Dominik Gräubig. Beide Studenten haben da Prüfungen.
Definitiv nicht mehr im Kader steht Torwart Severin Cesak. Er schloss sich kurz vor Ende der Wechselfrist dem ESC Dorfen an, bei dem sich zuletzt alle drei Torhüter verletzt haben. Damit werden Gräubig und Bernhard Eggerdinger-Hölzl beim EVM das Gespann bis Saisonende bilden. Auf den Status der Nummer drei rückt U 23-Schlussmann Adrian Kant nach. 

Diesmal hält die Führung: EVM punktet in Passau dreifach

Montag, 30. Januar 2017
Der EV Moosburg bejubelt sein erstes Sechs-Punkte-Wochenende in der BEL-Abstiegsrunde: Dem Heimsieg über Schongau ließen die Grün-Gelben am Sonntag einen souveränen Auftritt in Passau folgen. Auch wenn es nach der deutlichen 6:1-Führung noch einmal eng wurde, stand am Ende ein verdientes 6:4 (4:1, 2:2, 0:1) zu Buche. Moosburg belegt damit nach drei Spieltagen den zweiten Tabellenplatz.
Auch ohne Topscorer Alexander Feistl (Leistenprobleme) zeigten die Gäste von Beginn an keinen Respekt im „Hexenkessel Eis-Arena“. Bereits nach zweieinhalb Minuten klingelte es im EHF-Gehäuse: Und erneut hieß der Torschütze Alexander Asen. Das Eigengewächs, das zwei Tage vorher seinen ersten Pflichtspieltreffer erzielt hatte, scheint langsam Gefallen zu finden am Toreschießen.
Damit hatte der EVM die Hausherren eiskalt erwischt – und legte keine Minute später in Person von Christian Birk nach. Als die angeknockten Black Hawks in der 8. Minute ihre erste Strafzeit kassierten, zog Verteidiger Kevin Steiger ab – 0:3. Ein richtiger Weckruf war der Passauer Anschlusstreffer – bezeichnenderweise durch einen Alleingang – nach einer Viertelstunde auch nicht. Denn nur 18 Sekunden danach stellte Dominik Schindlbeck den alten Abstand wieder her.
Im zweiten Abschnitt ließen es die Dreirosenstädter zwar etwas ruhiger angehen, zu ihren Chancen kamen sie aber trotzdem: Und so erhöhten Daniel Möhle und Dominik Schindlbeck jeweils ziemlich freistehend auf 6:1. Dass man sich aber auch auf solchen Polstern nicht ausruhen kann, zeigte nicht nur die jüngst verspielte 5:1-Führung in Pfaffenhofen, sondern auch die 32./33. Minute in Passau: Per Doppelschlag verkürzten die EHF auf 3:6.
Zu Beginn des letzten Drittel wurde es noch mal richtig eng: Die Referees schickten innerhalb weniger Minuten gleich vier Moosburger in die Kühlbox, wodurch Passau zweimal bei 5:3 die Gelegenheit zu weiteren Treffern bekam. Doch Schlussmann Dominik Gräubig und seine Vorderleute machten dicht. Und so war das vierte EHF-Tor (43.) das einzige Erfolgserlebnis in dieser Phase für die Hausherren – und gleichzeitig das letzte der Partie.

Tore: 0:1 (2:19) Asen (Samanski, Simm), 0:2 (3:29) Birk, 0:3 (7:32) Steiger (5-4; Möhle), 1:3 (15:10) König, 1:4 (15:28) Schindlbeck (Schander), 1:5 (25:27) Möhle (Birk), 1:6 (29:48) Schindlbeck, 2:6 (31:02) Ferstl (Gomow, Detterer), 3:6 (32:16) Ferstl (5-4; Mrazek, Huber), 4:6 (42:11) Detterer (5-3; Wawrotzki, Daschinger). Strafminuten: 4/14. Zuschauer: 509.
Aufstellung: Gräubig, Eggerdinger-Hölzl; Seidlmayer, Steiger, Ohr, Lorenz, Ujcik, Jeske, Krämmer; Möhle, Birk, Schander, Samanski, Asen, Kankovsky, Schindlbeck, Hanöffner, Simm. 

5:4 nach 1:4 - EVM holt ersten Abstiegsrunden-Dreier

Sonntag, 29. Januar 2017
Mit einer grandiosen Aufholjagd hat der EV Moosburg am Freitag eine weitere Heimpleite gegen die EA Schongau verhindert. Aus einem 1:4-Rückstand machten die Startschew-Schützlinge im Schlussabschnitt noch einen 5:4 (1:1, 1:3, 3:0)-Erfolg. Doch das war nicht die einzige Besonderheit an diesem unterhaltsamen Eishockeyabend.
„Wir hatten den Moosburgern im letzten Drittel einfach nichts mehr entgegenzusetzen“, kommentierte Schongaus Coach Reiner Lohr die Ereignisse zum Schluss. Und sein Gegenüber Dimitri Startschew war „einfach nur stolz, dass wir nie aufgegeben haben“. Dabei sah es für die Gastgeber in diesem zweiten Abstiegsrunden-Match bis zur 36. Minute alles andere als gut aus. Auch wenn die Moosburger mehr vom Spiel und auch mehr Torchancen hatten, erwies sich der disziplinierte Auftritt der „Mammuts“ lange Zeit als deutlich wirkungsvoller. Die Gäste wussten, wo sie den Dreirosenstädtern weh tun konnten. Letztgenannte waren durch das schön herausgespielte 1:0 von Daniel Schander (12.) zwar zunächst in Führung gegangen, wirkten in der Folge vor dem EAS-Gehäuse aber oft einfallslos und agierten zu kompliziert. Schongau dagegen trug seine Gegenstöße geradliniger und schnörkelloser vor – was umgehend mit dem Ausgleich belohnt wurde.
Im zweiten Abschnitt gelang dem Aufsteiger sogar ein Doppelschlag: Zunächst brachte der Ex-Moosburger Milan Kopecky die EAS erstmals in Führung (26.), ein sicher verwandelter Penalty bedeutete gut eine Minute später sogar das 1:3. Der EVM drängte wütend auf das zweite Tor, aber Schongau blieb in der Defensive cool und leistete sich kaum Aussetzer. Als die Gäste dann einen Mann mehr auf dem Eis hatten, gelang ihnen Tor Nummer vier. Die Vorentscheidung? Noch nicht! Bevor letztmals die Seiten gewechselt wurden, brachte Tobias Hanöffner die Hausherren im Powerplay wieder auf 2:4 heran.
Im Schlussabschnitt ging es dann richtig rund: Die Zuschauer sahen nun Einbahnstraßen-Eishockey der Grün-Gelben. Zunächst setzte sich Matze Jeske durch (43.) und dann schlug die große Stunde von EVM-Nachwuchsspieler Alexander Asen. Startschew hatte ihn als Joker gebracht – und das sollte sich lohnen: Achteinhalb Minuten vor der Schlusssirene markierte der 19-Jährige seinen ersten Pflichtspieltreffer für die erste Mannschaft, der 4:4-Ausgleich! Die „Mammuts“ wirkten nun wie ausgestorben, konnten nur noch auf die Verlängerung setzen. Doch Moosburgs Kapitän Rudi Lorenz zerstörte in Minute 55 mit einem Schuss von der blauen Linie auch diese Hoffnungen.
Nur wenige Sekunden vorher hatte ein weiterer Youngster der Gastgeber für Aufsehen gesorgt: Josef Kankovsky war hinter dem Kasten der Gäste gestürzt, woraufhin der Referee den in der Szene involvierten Schongauer Verteidiger auf die Strafbank schicken wollte. Doch Kankovsky kam dem zuvor, indem er dem Schiedsrichter mitteilte, dass er nicht gefoult worden war – eine beispiellose Fairplay-Aktion, und das beim Spielstand von 4:4. Da war auch EAS-Trainer Lohr baff: „Sowas erlebt man im Eishockey nur ganz selten.“
 
Tore: 1:0 (11:50) Schander (Feistl, Seidlmayer), 1:1 (13:02) Höfler (5-4; Saal, Kopecky), 1:2 (25:18) Kopecky (Höfler, Saal), 1:3 (26:45) Weinfurtner (P), 1:4 (31:45) Weinfurtner (5-4; Schuster, Kopecky), 2:4 (35:49) Hanöffner (5-4; Seidlmayer, Lorenz), 3:4 (43:48) Jeske (Feistl, Schander), 4:4 (51:24) Asen (Samanski, Feistl), 5:4 (54:26) Lorenz (Möhle, Hanöffner). Strafminuten: 10/16+10. Zuschauer: 103.
Aufstellung: Gräubig, Cesak; Steiger, Seidlmayer, Ohr, Lorenz, Ujcik, Jeske, Krämmer; Möhle, Birk, Schander, Samanski, Asen, Kankovsky, Feistl, Schindlbeck, Hanöffner, Simm. 

Zeit für Revanche: Heute kommt Schongau, am Sonntag muss der EVM nach Passau

Donnerstag, 26. Januar 2017
Punkte sammeln für den Klassenerhalt – unter diesem Motto steht das zweite Abstiegsrunden-Wochenende für den EVM. Heute empfangen die Grün-Gelben die EA Schongau (19.30 Uhr), am Sonntag geht’s nach Passau (18.30 Uhr; Busabfahrt 15 Uhr). Mit beiden Gegnern hat man noch eine Rechnung offen.
Noch keine vier Wochen ist es her, dass der EV Moosburg eine der größten Enttäuschungen der Vorrunde erlebte: Bei der überflüssigen 3:4-Heimpleite gegen Schongau vergab man einen der zahlreichen Matchballe für die Teilnahme an der Verzahnungsrunde. „Im Nachhinein wissen wir, dass uns da schon ein Punkt gereicht hätte. Aber das ist Schnee von gestern“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. „Denn dieses Heimspiel gegen Schongau ist mindestens genau so wichtig.“ Schließlich gehe es darum, so schnell wie möglich die nötigen Zähler für den Klassenerhalt zusammenzuhaben.
Gepunktet haben beide Mannschaften bereits am ersten Spieltag: Während der EVM beim EC Pfaffenhofen erst im Penaltyschießen zum Sieg kam, holten die Mammuts in ihrem Playdown-Duell mit Germering die Zähler in regulärer Spielzeit (6:3). Allerdings tat sich die EAS bis in die Schlussphase äußerst schwer gegen das Schlusslicht der Vorrunde. Das Fazit auf der Vereinshomepage klingt dementsprechend: „In der Abstiegsrunde gibt es keine leichten Gegner für die Mammuts.“
Zu dieser Erkenntnis kamen die Passau Black Hawks am vergangenen Sonntag ebenso – allerdings auf überraschend heftige Art und Weise: In Geretsried gingen die Niederbayern, die bis zum letzten Vorrundenspieltag noch gute Chancen auf einen Top-acht-Platz hatten, sang- und klanglos mit 1:7 unter. Die zahlreich mitgereisten Fans waren stocksauer. Auf der EHF-Internetseite ist sogar von „Arbeitsverweigerung“ die Rede. Und die sportliche Leitung gab schon mal die Marschrichtung für dieses Wochenende vor: „Jeder Spieler ist jetzt voll gefordert! Es gibt keine Ausflüchte mehr.“ Damit dürfte klar sein, was den EVM am Sonntag erwartet. Doch Amann ist gar nicht so pessimistisch: „Wir haben in Passau zwar noch nie was geholt, aber irgendwann geht jede Serie zuende.“ Außerdem laste der Druck auf den Hausherren – „mal sehen, wie die damit umgehen“. Die Ausgangsposition sei jedenfalls eine andere als bei der 2:5-Niederlage, die man im November in der Dreiflüssestadt kassiert hat.
Für den EVM geht’s an diesem Wochenende abermals darum, die Defensivschwächen in den Griff zu bekommen. In Pfaffenhofen (sechs Gegentore) machte man da weiter, wo man in der Vorrunde gegen Miesbach (fünf) aufgehört hatte. Amann: „Solange wir aber auch in solchen Spielen punkten, gibt’s Schlimmeres.“ Auf positivere Gegentor-Statistiken kann man sich dann ja in der BEL-Saison 17/18 konzentrieren. 

EVM muss trotz 5:1-Führung in Pfaffenhofen nachsitzen

Montag, 23. Januar 2017
Mit einem blauen Auge davongekommen ist der EV Moosburg zum Start der Abstiegsrunde beim EC Pfaffenhofen. Obwohl die Dreirosenstädter nach einer halben Stunde bereits mit 5:1 in Führung gelegen waren, mussten sie noch in die Overtime. Der dreifache Torschütze Alex Feistl versenkte den entscheidenden Penalty zum 7:6 (3:1, 2:2, 1:3,1:0)-Endstand und sicherte dem EVM damit die ersten beiden Playdown-Zähler.
Pfaffenhofens Vorsitzender Karl Oexler war ehrlich: „Keinen Pfifferling“ hätte er Mitte des zweiten Drittels mehr auf seine IceHogs gesetzt. Von der Aufbruchstimmung, die insbesondere wegen der Verpflichtung des Kanadiers Matt Spafford vor der Partie beim ECP herrschte, war bald nichts mehr übrig. Zwei Gewaltschüsse von Moosburgs Verteidiger Kevin Steiger bescherten den Grün-Gelben bereits nach acht Minuten eine 2:0-Führung. Und auch wenn die Hausherren früh den Torwart wechselten, gelang Dominik Schindlbeck in Überzahl das dritte Gäste-Tor. Moosburg war cleverer, abgezockter, Pfaffenhofen fand nicht richtig ins Spiel. Der 1:3-Anschluss kam mehr oder weniger aus dem Nichts.
Auch im zweiten Drittel gab der EVM den Ton an und konnte sich auf die Undiszipliniertheiten der Gastgeber verlassen. Und so sorgten Mathias Jeske und Feistl abermals im Powerplay mit den Treffern vier und fünf für die vermeintliche Vorentscheidung. Jetzt machte sich allerdings der Schlendrian im Moosburger Spiel breit. Man war sich seiner Sache zu sicher. Schien das zweite ECP-Tor nur Ergebniskosmetik zu sein, ließ das 3:5 bei 5:4-Überzahl – vier Sekunden vor Ende des zweiten Drittels - den Vorrunden-Vorletzten wieder hoffen.
Im Schlussabschnitt setzte sich diese Tendenz fort. Pfaffenhofen ließ einfach nicht nach und die Dreirosenstädter leisteten sich defensiv zu viele Aussetzer. „Wir waren uns in der Kabine einig, dieses Spiel unbedingt noch umbiegen zu wollen“, sagte ECP-Coach Michael Dippold nach der Partie. Dimitri Startschew auf Moosburger Seite suchte vergeblich nach einer Erklärung: „Es lief einfach nicht mehr. Da ist man auch als Trainer machtlos.“ Das zwischenzeitliche 6:4 durch Feistl war der einzige EVM-Lichtblick in der Schlussphase – half aber auch nicht. Acht Minuten vor dem Ende gelang den Hausherren der Ausgleich. Dabei blieb es bis zum Ende.
In der Verlängerung hätten sich beide Teams vorzeitig den Zusatzpunkt sichern können. Die Grün-Gelben ließen allerdings ein Powerplay verstreichen, während Pfaffenhofen per Penalty am coolen Moosburger Keeper Dominik Gräubig scheiterte. Als dann alle Akteure zum fröhlichen Eins-gegen-eins eingeladen waren, zeigte sich Alex Feistl als der treffsicherste Schütze. Seine beiden Penaltys saßen – und bescherten dem EV Moosburg doch noch einen Auswärtssieg.

Tore: 0:1 (3:10) Steiger (Birk, Hanöffner), 0:2 (7:37) Steiger (5-4; Birk, Hanöffner), 0:3 (16:01) Schindlbeck (5-4; Feistl), 1:3 (17:19) Eder, 1:4 (26:03) Jeske (5-4; Birk), 1:5 (28:52) Feistl (5-4; Birk, Jeske), 2:5 (35:20) Trolda (Pielmeier), 3:5 (39:56) Spafford (5-4; Trolda), 4:5 (43:13) Bauer (4-3; Hofbauer), 4:6 (45:23) Feistl (Ujcik), 5:6 (48:22) Trolda (Spafford, Pielmeier), 6:6 (51:52) Oexler (Trolda, Felsoci), 6:7 (65:00) Feistl. Strafminuten 22/14. Zuschauer: 191.
Aufstellung: Gräubig, Cesak; Ujcik, Ohr, Steiger, Lorenz, Jeske, Seidlmayer; Birk, Hanöffner, Möhle, Feistl, Schander, Schindlbeck, Kankovsky, Asen, Simm. 

Startschew fordert Trotzreaktion seiner Mannschaft

Freitag, 20. Januar 2017
Eine Strecke von 303 Kilometern, mindestens dreieinhalb Stunden auf der Autobahn – das alles hätte sich der EV Moosburg heute antun dürfen, wenn am Sonntag nicht der EV Pegnitz, sondern der ESC Dorfen das entscheidende Tor in der Verlängerung erzielt hätte. So aber sieht die Realität keinen Verzahnungsrunden-Auftakt beim im Vogtland beheimateten Oberligisten EHV Schönheide, sondern einen freien Freitag vor. Die Abstiegsrunde beginnt erst am Sonntag um 17.30 Uhr beim Nachbarn EC Pfaffenhofen – 39 Kilometer entfernt und ausschließlich über die Landstraße zu erreichen.
„Wir haben Pech gehabt – sind im Endeffekt aber selber schuld“, fasst EVM-Trainer Dimitri Startschew die Ereignisse des vergangenen Wochenendes zusammen. Wobei sich das „selber schuld“ wohl eher auf die vorangegangenen Wochen bzw. Partien bezieht. Ob die knappen Heimpleiten gegen Pegnitz und Schongau oder die ebenso unglückliche Auswärtsschlappe in Geretsried – Chancen, den einen Zähler, der am Ende gefehlt hat, zu holen, hatten die Grün-Gelben genug. Nach einer starken Vorrunde (22 Punkte) ging die Rückrunde mit lediglich vier Siegen in 13 Spielen völlig in die Hose.
Startschew hofft jetzt auf den Trotzeffekt – zumal man in den Playdowns ja auch auf die Teams trifft, gegen die man die entscheidenden Vorrundenzähler liegenließ. „Jetzt können die Spieler zeigen, dass sie mehr draufhaben“, fordert Startschew. „Wir dürfen mit den letzten beiden Plätzen nichts zu tun haben. Unser Ziel in der Abstiegsrunde kann nur Rang eins oder zwei sein.“
Beim Auftaktgegner Pfaffenhofen, den die Dreirosenstädter in der Hauptrunde zweimal knapp, aber verdient (5:3, 6:4) geschlagen haben, wäre Coach Michael Dippold schon mit dem direkten Klassenerhalt (ab Rang vier) zufrieden. Die IceHogs beendeten Teil eins der Saison als 13. (Vorletzter) und kassierten zum Abschluss noch eine schmerzhafte 4:0-Klatsche beim Schlusslicht Germering. Dippold: „Ich hoffe nun, dass zum richtigen Zeitpunkt der Knoten bei uns platzt.“
Nachdem Startschew beim Heimsieg über Miesbach aus dem Vollen schöpfen konnte, drohen zum Playdown-Auftakt wieder personelle Engpässe. Die Erkältungswelle ist im EVM-Kader angekommen, weshalb der eine oder andere Spieler in den jüngsten Übungseinheiten pausieren musste. Dafür hat Stürmer Daniel Simm nach seiner Schulterverletzung erstmals wieder mittrainiert und könnte beim Ex-Club sein Comeback feiern. 

EVM muss trotz 8:5-Sieg in die Playdowns

Montag, 16. Januar 2017
Es hat nicht sollen sein: Trotz eines starken, spektakulären Auftritts beim 8:5 (2:1, 4:2, 2:2)-Heimsieg gegen den TEV Miesbach muss der EV Moosburg in die Abstiegsrunde. Alle Konkurrenten hatten „mitgespielt“ – bis auf den EV Pegnitz, der sich gegen Dorfen in der Overtime den Zusatzpunkt holte. Damit gab das bessere Torverhältnis den Ausschlag für die Franken.
Auch wenn alle Partien zeitgleich begonnen hatten, wurde noch weit über eine Stunde nach Spielende im Moosburger Eisstüberl gezittert. Vorstandschaft und Fans verfolgten gemeinsam den Liveticker aus Pegnitz, wo der Schneefall immer wieder für Unterbrechungen sorgte. Passau und Geretsried hatten – wie auf EVM-Seite erhofft – auswärts in Landsberg bzw. Memmingen alle Punkte abgegeben. Jetzt blieb als einziger Konkurrent nur noch der EVP übrig. Um kurz vor 22 Uhr dann die Hiobsbotschaft: Wenige Sekunden vor Ende der Verlängerung war den IceDogs der 6:5-Siegtreffer gelungen. Moosburg und Pegnitz hatten damit beide 34 Zähler – für die Franken sprach aber das bessere Torverhältnis. Sie dürfen damit in die Verzahnungs-, Moosburg muss in die Abstiegsrunde.
Die Fans konnten angesichts der eher dürftigen Leistungen in den Vorwochen trotzdem wieder mal richtig zufrieden sein mit ihrem EVM. Von Beginn an lieferten sich die Startschew-Schützlinge mit dem Tabellendritten Miesbach einen offenen Schlagabtausch. Torszenen gab es auf beiden Seiten genug. Da konnte sich dann auch Moosburgs neuer Goalie Dominik Gräubig mit einigen Paraden auszeichnen.
Lagen die Grün-Gelben nach dem ersten Abschnitt nur hauchdünn vorne (2:1), konnten sie den Vorsprung im Laufe des zweiten Drittels – auch dank 5:3-Überzahl – sogar auf 6:2 ausbauen. Besonders sehenswert: die beiden Rückhand-Tore von Allrounder Tobias Hanöffner.
Doch die Gäste kamen wieder heran, so dass es zwölf Minuten vor dem Ende plötzlich nur noch 6:5 hieß. Aber die Moosburger wollten den Dreier unbedingt: Dominik Schindlbeck sorgte in Minute 51 für das wichtige siebte Tor, und als der TEV in der Schlussphase seine Torfrau Franziska Albl vom Eis genommen hatte, machte Doppel-Torschütze Alex Feistl per Empty-Net-Goal alles klar.

Tore: 1:0 (2:34) Lorenz, 1:1 (9:38) Fissekis (Kimmel), 2:1 (12:01) Hanöffner, 3:1 (20:48) Hanöffner (Möhle), 3:2 (20:58) Deml (Baumer), 4:2 (28:25) Schindlbeck (Feistl), 5:2 (32:21) Jeske (5-3; Feistl, Schander), 6:2 (33:10) Feistl (5-4; Schander), 6:3 (33:38) Fissekis (Müller), 6:4 (46:55) Amann (Gaschke, Lidl), 6:5 (47:54) Baumer (Kimmel, Trojan), 7:5 (50:58) Schindlbeck (Feistl, Jeske), 8:5 (59:26) Feistl (4-5; Schander). Strafminuten: 10+10 (Ohr)/16. Zuschauer: 135.
Aufstellung: Gräubig, Cesak; Ujcik, Seidlmayer, Lorenz, Steiger, Jeske, Ohr; Hanöffner, Möhle, Schander, Schindlbeck, Asen, Kankovsky, Feistl, Birk, Samanski. 

Ein Derby zum Auftakt der Abstiegsrunde

Montag, 16. Januar 2017
Mit dem Hallertau-Derby beim EC Pfaffenhofen startet der EV Moosburg am kommenden Sonntag in die Bayernliga-Abstiegsrunde. Das erste Heimspiel bestreiten die Grün-Gelben am Freitag, 27. Januar, gegen die EA Schongau. Hier nun alle Termine auf einen Blick:
Sonntag, 22. Januar, 17.30 Uhr: EC Pfaffenhofen – EVM
Freitag, 27. Januar, 19.30 Uhr: EVM – EA Schongau
Sonntag, 29. Januar, 18.30 Uhr: EHF Passau – EVM
Freitag, 3. Februar, 19 Uhr: ESC Geretsried – EVM
Sonntag, 5. Februar, 17.15 Uhr: EVM – Wanderers Germering
Freitag, 10. Februar, 19.30 Uhr: EVM – EC Pfaffenhofen
Sonntag, 12. Februar, 18 Uhr: EA Schongau – EVM
Freitag, 17. Februar, 19.30 Uhr: EVM – EHF Passau
Sonntag, 19. Februar, 17.15 Uhr: EVM – ESC Geretsried
Freitag, 3. März, 20 Uhr: Wanderers Germering – EVM
Noch ein paar Worte zum Modus: Der Abstieg aus der Bayernliga wird heuer in einer Sechser-Gruppe ausgespielt. In einer Einfachrunde treffen die Teams von den Rängen neun bis 14 aufeinander. Der Gruppenletzte steigt direkt in die Landesliga ab, während der Vorletzte in der Relegation auf den Landesliga-Vizemeister trifft. Der Sieger des im Modus best of three ausgetragenen Duells ist für die BEL-Saison 2017/18 qualifiziert. 

EVM will seine letzte Chance nutzen - Gräubig kommt aus Germering

Freitag, 13. Januar 2017
Letzter Spieltag, letzte Chance für den EVM, die Bayernliga-Vorrunde doch noch als Achter zu beenden. Dafür brauchen die Dreirosenstädter am Sonntag um 18 Uhr in heimischer Halle gegen den TEV Miesbach aber unbedingt einen Sieg. Und auf dem Transfermarkt sind die Moosburger auch noch mal tätig geworden.
Seit dieser Woche steht Coach Dimitri Startschew wieder ein Torwart-Trio zur Verfügung: Der 20-jährige, Oberliga-erfahrene Dominik Gräubig ist von Liga-Konkurrent Wanderers Germering zum EVM gewechselt. Im Autohaus Braun, einem Premiumsponsor der Grün-Gelben, wurde er jetzt vorgestellt. „Die sportlich besserer Perspektive“ hat laut Gräubig den Ausschlag für seine Entscheidung gegeben. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, es macht bereits jetzt großen Spaß“, schildert er seine ersten Eindrücke. Der Geretsrieder stand noch in der Vorsaison im Kasten des damaligen Oberligisten EHC Klostersee. Den Großteil seiner bisherigen Karriere verbrachte er aber in Berlin, wo er als Mitglied der DNL-Truppe der Eisbären, als Nummer drei des DEL-Teams und als Stammkeeper des Oberligisten FASS Berlin (mit 17 Jahren!) auf sich aufmerksam machte.
Eher negativ auf sich aufmerksam gemacht haben die Moosburger Eishackler an ihrem vergangenen Allgäu-Wochenende, wo es in Memmingen und Buchloe zwei deutliche Niederlagen setzte. „Aber dank den Ergebnissen der Konkurrenz sind wir immer noch im Rennen um Platz acht“, fasst Pressesprecher Bastian Amann die akuelle Lage zusammen. „Allerdings sind wir auf Schützenhilfe angewiesen.“ Da die Black Hawks Passau (8., 32 Punkte) und der EV Pegnitz (9., 32) jeweils einen Zähler mehr auf dem Konto haben als der EVM (10., 31 Punkte), müssen beide Widersacher am Sonntag Punkte abgeben, wenn sie noch überholt werden sollen. Und das scheint gar nicht so unmöglich zu sein: Passau muss zu den heimstarken Landsbergern (6.), während Pegnitz den Tabellenvierten Dorfen empfängt. Theoretische Chancen auf Rang acht haben übrigens auch noch der ESC Geretsried (11., 30 Punkte und ein Nachholspiel) sowie die EA Schongau (12., 29 Zähler). Bei ihren Auswärtsauftritten in Memmingen bzw. Erding sind sie aber krasse Außenseiter.
Als Favorit geht der EVM zwar auch nicht in das Aufeinandertreffen mit dem TEV Miesbach. Doch nach ihrer 2:7-Heimniederlage gegen Memmingen haben die Rot-Weißen, die heuer auch schon einige Wochen an der BEL-Spitze standen, keine realistische Chance mehr auf die Vorrundenmeisterschaft. Das Hinspiel hatte der TEV mit 6:3 gewonnen – allerdings waren die Moosburger bis in die Schlussphase nicht weit von Zählbarem entfernt. EVM-Coach Startschew kann aller Vorraussicht nach wieder mit drei kompletten Blöcken agieren: Neben Stürmer Patrik Samanski hat sich auch der zuletzt Grippe-kranke Abwehrmann Kevin Steiger zurückgemeldet. Hinter dem Comeback von Routinier Patrice Dlugos (Bandscheibenprobleme) stehen hingegen noch große Fragezeichen. 

Zweites Allgäu-Gastspiel, zweite zweistellige Niederlage

Montag, 9. Januar 2017
Das Allgäu wird in den unmittelbaren Urlaubsplanungen der Moosburger Eishockeyspieler wohl nicht als Wunschziel vorkommen. Nach der 13:5-Pleite in Memmingen ging zwei Tage später auch das Gastspiel beim ESV Buchloe mit 2:11 (1:4, 1:3, 0:4) völlig daneben. Chancen auf Platz acht haben die Grün-Gelben dennoch weiterhin.
Nachdem auch noch Patrik Samanski aus beruflichen Gründen absagte, standen Trainer Dimitri Startschew nur noch 14 Feldspieler zur Verfügung. „Es ist nicht gerade ideal, unter der Woche mit Reihen zu trainieren, die ich am Wochenende gar nicht zur Verfügung habe“, sagte Startschew. Der leichte Optimismus vor der Partie – Buchloe war bereits fix für die Verzahnungsrunde qualifiziert und hatte am Freitag überraschend gegen Schongau verloren – war dann auch schnell verflogen: Bereits nach zehn Minuten führten die Hausherren mit 4:0. Wieder mal verteilten die Moosburger in der Defensive haarsträubende Geschenke. Hinzu kamen einige merkwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen. Der Anschlusstreffer durch Christian Seidlmayer (16.) war einer der wenigen Lichtblicke in den ersten 20 Minuten.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts präsentierte sich Moosburg aktiver, engagierter und konnte den frühen fünften Treffer des ESV schnell mit dem 2:5 beantworten. „Da waren die Gäste gut im Spiel – aber wir haben diese Phase überstanden“, resümierte Pirates-Trainer Topias Dollhofer. Und das so gut, dass sich die Hausherren noch im Mitteldrittel auf 7:2 absetzen konnten. Beim EVM machte sich neben der 10-Minuten-Strafe gegen Alex Feistl auch das Fehlen von Josef Kankovsky bemerkbar, der nach einem Zusammenprall mit Kopfschmerzen in die Kabine ging.
Die Buchloer Dominanz setzte sich im letzten Drittel fort: In fast allen Situationen war man den Startschew-Schützlingen den entscheidenden Schritt voraus. Bei der EVM-Rumpftruppe ließen jetzt auch die Kräfte nach. Viermal musste Moosburgs bemitleidenswerter Goalie Bernhard Eggerdinger-Hölzl noch hinter sich greifen. Von den erhofften Zählern sprach beim mitgereisten Anhang niemand mehr.
Sehr wohl war nach dem Match aber die immer noch existierende Chance, im letzten Vorrundenspiel am Sonntag daheim gegen Miesbach, Achter zu werden, ein Thema. Passau hatte nämlich Pegnitz geschlagen, wodurch die beiden genannten Teams mit nur einem Zähler vor dem EV Moosburg (10.) auf den Plätzen acht und neun stehen. Der letzte Spieltag könnte also noch einmal richtig spannend werden. Zumal seitens der EVM-Vorstandschaft eine personelle Verstärkung angekündigt wurde. Weitere Infos sollen bis Ende der Woche folgen.

Tore: 1:0 (1:16) Weigant, 2:0 (5:53) Krafczyk, 3:0 (8:44) Heckelsmüller (Vycichlo), 4:0 (9:28) Krafczyk (Vaitl), 4:1 (15:35) Seidlmayer (Möhle), 5:1 (21:20) Weigant (Ruf, Lerchner), 5:2 (26:53) Feistl (Jeske), 6:2 (27:55) Rauskolb (Weigant), 7:2 (32:53) Krafczyk (Weigant), 8:2 (45:29) Heckelsmüller (Krafczyk), 9:2 (51:28) Heckelsmüller (Braun, Weigant), 10:2 (53:31) Krafczyk (Seifert), 11:2 (59:19) Strodel M. (Schönberger). Strafminuten: 20/16. Zuschauer: 206.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Ujcik, Seidlmayer, Lorenz, Loidl, Jeske, Ohr; Hanöffner, Möhle, Schander, Schindlbeck, Asen, Kankovsky, Feistl, Birk. 

Klatsche beim Spitzenreiter: EVM gibt Platz acht ab

Sonntag, 8. Januar 2017
Ohne Chance war der EV Moosburg am drittletzten Vorrunden-Spieltag beim aktuellen Bayernliga-Tabellenführer ECDC Memmingen: An Heiligdreikönig setzte es für die Startschew-Schützlinge vor knapp 1400 Zuschauern eine 13:5 (3:1, 7:2, 3:2)-Klatsche. Weil Pegnitz parallel Geretsried geschlagen hat (2:1), musste der EVM Rang acht an die IceDogs abgeben.
Mit einer Niederlage am Hühnerberg musste man rechnen, mit dieser Deutlichkeit aber nicht. Verwundert waren auch einige Memminger Fans – aber eher hinsichtlich des Hinspiel-Ergebnisses. Da hatten die Moosburger noch einen (verdienten) 6:4-Sieg eingefahren. Davon war man am Freitag von Beginn an weit entfernt. Obwohl die Hausherren aus Krankheitsgründen auf ihre beiden etatmäßigen Goalies verzichten mussten und so mit Gregor Schapke ein Nachwuchs-Keeper zu seinem Bayernliga-Debüt kam, taten sich die Dreirosenstädter zunächst schwer mit dem Toreschießen. Ganz anders die Indians: Nachdem bereits in der 5. Minute das erste Powerplay erfolgreich abgeschlossen war, zogen sie bis zur 16. Minute auf 3:0 davon. Der EVM benötigte eine 5:3-Überzahl, um in der Schlussphase des ersten Abschnitts durch Alex Feistl den ersten Treffer zu markieren. Christian Birk war zuvor zweimal am Pfosten gescheitert.
Die Phase zwischen der 21. und 31. Minute sollte für die Gäste mit die schlimmste der laufenden Saison werden. Memmingen durfte nach Lust und Laune kombinieren, schießen und treffen. Schlussmann Bernhard Eggerdinger-Hölzl hatte beim Stande von 6:1 (25.) genug, seinem Nachfolger Severin Cesak erging es in der Folgezeit aber nicht besser. So stand nach 31 Minuten ein 9:1 auf der Anzeigetafel. Nachdem Tobias Hanöffner und Dominik Schindlbeck Ergebniskosmetik betrieben hatten, wurde es trotzdem noch vor dem letzten Wechsel zweistellig. „Hoch gwimma heut nimma“, frotzelte ein frustrierter EVM-Fan.
Der letzte Abschnitt lief dann eher unter der Rubrik „Schaulaufen“. Memmingen verlangsamte das Tempo und bot nun auch den Grün-Gelben Räume in der Offensive an. Der vom Pech verfolgte Birk (dreimal Pfosten, einmal Latte) und Feistl nutzten selbige in der Folge. Da aber auch die Gastgeber noch dreimal trafen, hieß es am Ende 13:5 – und die höchste Moosburger Saison-Niederlage war perfekt.
Tore: 1:0 (5.) Jainz (Miettinen; 5-4), 2:0 (16.) Schirrmacher T. (Benda, Kouba), 3:0 (16.) Varecha (Miettinen, Rott), 3:1 (17.) Feistl (Jeske, Birk; 5-3), 4:1 (21.) Miettinen (Benda, Tenschert; 5-4), 5:1 (21.) Huhn (Stotz), 6:1 (25.) Jainz, 7:1 (26.) Kouba (Folk), 8:1 (28.) Varecha (Huhn), 9:1 (32.) Schirrmacher T. (Varecha), 9:2 (36.) Hanöffner (Birk, Lorenz; 5-4), 9:3 (38.) Schindlbeck (Feistl), 10:3 (39.) Kirsch (Kouba), 11:3 (41.) Benda (Varecha, Miettinen), 12:3 (52.) Huhn (Weigant, Pfalzer), 12:4 (52.) Birk (Lorenz), 12:5 (55.) Feistl (Birk), 13:5 (57.) Jainz (Weigant/Huhn). Strafminuten:10/10. Zuschauer: 1372
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Ujcik, Jeske, Seidlmayer, Lorenz, Loidl, Ohr; Samanski, Schander, Birk, Schindlbeck, Hanöffner, Feistl, Möhle, Kankovsky, Asen. 

Entscheidendes Wochenende: EVM muss zweimal ins Allgäu

Donnerstag, 5. Januar 2017
Drei Spieltage vor Ende der BEL-Vorrunde scheint der Kampf um den verbleibenden freien Verzahnungsrunden-Platz (Rang acht) seinen Höhepunkt zu erreichen. Am letzten Doppelwochenende könnte bereits eine Vorentscheidung fallen. Dieses hat es für den EV Moosburg in sich: An Heiligdreikönig müssen die Grün-Gelben nach Memmingen (20 Uhr, Busabfahrt 16 Uhr) und am Sonntag steht beim ESV Buchloe (17 Uhr, Busabfahrt 13.30 Uhr) ein weiteres schweres Allgäu-Gastspiel auf dem Programm.
Lagen die Moosburger nach der Hinrunde mit 22 Punkten voll im Soll, will es in der Rückrunde einfach nicht laufen: Erst neun Zähler wurden bis dato geholt, womit man in der Rückrundentabelle auf dem drittletzten Platz liegt. „Wenn wir wüssten, woran es liegt, würden wir es sofort abstellen“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. Auch der Trainerwechsel – Dimitri Startschew für Petr Kankovsky – hat sich bislang nicht wirklich auf dem Eis bemerkbar gemacht.
Dass der EVM trotz magerer drei Punkten in den vergangenen vier Spielen immer noch den begehrten achten Platz belegt, liegt auch an den wenig überzeugenden Leistungen der Konkurrenten. Während Schongau (12., 25 Punkte) und Passau (11., 26 Punkte) die Teilnahme an der Abstiegsrunde nur noch theoretisch vermeiden können, spüren die Moosburger den Atem von Pegnitz (10., 29 Punkte) und Geretsried (9., 30 Punkte) schon seit Wochen. Letztgenannte treffen am Freitag direkt aufeinander. Was für den EVM bedeutet: Geht man beim Tabellenzweiten Memmingen leer aus, würde man erstmals in die Playdown-Zone rutschen.
Amann: „Man muss realistisch sein: Drei Zähler an diesem Wochenende wären in unserer jetzigen Situation schon ein großer Erfolg.“ Während die Memminger noch immer um Platz eins mitspielen und somit alle Punkte brauchen, ist tabellarisch lediglich bei den einen Platz vor Moosburg rangierenden Buchloern die Luft etwas raus. Die „Pirates“ sicherten sich letzte Woche das vorletzte Ticket für die Aufstiegsrunde. „Ob das ein Vorteil für uns ist, wird sich zeigen“, so der Pressesprecher.
Kein Vorteil ist definitiv der Ausfall von Stürmer Patrice Dlugos, der wegen Bandscheibenproblemen an diesem Wochenende noch fehlen wird. Hiobsbotschaften verbreitete jüngst auch Abwehrmann Bastian Krämmer. Seine Fingerverletzung zieht sich – vor Ende Januar kann Coach Startschew mit ihm nicht rechnen. 

3:4 gegen Schongau - EVM vergibt den nächsten Matchball

Sonntag, 1. Januar 2017
Mit einem ernüchternden Auftritt hat sich der EVM am Freitag vom Jahr 2016 verabschiedet: Bei der 3:4 (2:2, 1:1, 0:1)-Pleite gegen Schongau merkte man den Dreirosenstädtern kaum die Bedeutung dieser Begegnung an. Weil die Konkurrenz wieder mal kollektiv patzte, wurde ein weiterer Matchball im Kampf um Platz acht vergeben.
„Es hilft alles nichts: Das Leben geht weiter, die Liga geht weiter und wir müssen weiter hart arbeiten“, versuchte sich Moosburgs Coach Dimitri Startschew in Durchhalteparolen. Auch er war alles andere erfreut nach teils frustrierenden 60 Minuten, in denen der EVM viel zu selten Mittel fand, die Defensive der EA Schongau ins Wanken zu bringen. Mammuts-Coach Reiner Lohr war entsprechend zufrieden: „Wir haben heute das gespielt, was wir können.“
Wie schon am Zweiten Weihnachtsfeiertag beim ersten vergebenen Matchball in Geretsried mussten die Moosburger zunächst Rückständen hinterherlaufen: Per Powerplay gingen die Gäste nach siebeneinhalb Minuten in Führung. Doch als sich dem EVM kurz darauf selber eine Überzahlchance bot, fackelte Kevin Steiger nicht lange: 1:1 (10.). Noch prompter fiel die Antwort nach Schongaus 1:2, abermals bei einem Mann mehr auf dem Eis, aus: Quasi im sofortigen Gegenzug besorgte Daniel Möhle den erneuten Ausgleich.
Im zweiten Abschnitt kamen die Gastgeber langsam besser ins Spiel – und jetzt klappte es sogar mal mit einer eigenen Führung: Mathias Jeske, aktuell nach Scorerpunkten zweitbester Verteidiger der Liga, markierte nach gut einer halben Stunde das 3:2. Kurz darauf hatte Moosburg wieder eine Powerplay-Chance – die Vorentscheidung? Im Gegenteil: Der Puck wurde hergeschenkt, Schongau konterte, und der Tscheche Milan Kopecky konnte nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Beim folgenden Penalty ließ er Keeper Bernhard Eggerdinger-Hölzl keine Chance.
Als zehn der letzten 20 Minuten absolviert waren, roch es schon nach Verlängerung. Große Chancen gab es auf beiden Seiten kaum, um so mehr ging es körperlich zur Sache. Doch dann konnten die Gäste zum Entsetzen der heimischen Fans die Moosburger Abwehr noch einmal überrumpeln (51.). Und Trainer Lohr („Ich hab’s in der letzten Pause gesagt: Wer das nächste Tor schießt, wird gewinnen“) sollte Recht behalten. Die Brechstange, die der EVM in der Endphase der Partie herausholte – Eggerdinger-Hölzl wurde bereits zweieinhalb Minuten vor Schluss durch einen sechsten Feldspieler ersetzt – brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg.

Tore: 0:1 (7:34) Klein (Schuster, Imminger), 1:1 (9:31) Steiger (Schander, Möhle), 1:2 (17:04) Schierghofer (Fend, Magg), 2:2 (17:25) Möhle (Hanöffner, Birk), 3:2 (32:08) Jeske (Schander, Feistl), 3:3 (34:33) Kopecky (P), 3:4 (50:07) Weinfurtner (Klein, Imminger). Strafminuten: 18/24. Zuschauer: 123.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Ujcik, Jeske, Seidlmayer, Lorenz, Steiger, Ohr; Samanski, Schander, Birk, Schindlbeck, Hanöffner, Feistl, Möhle, Kankovsky, Asen. 

EVM gegen Schongau unter Zugzwang

Freitag, 30. Dezember 2016
„Egal wie – wir brauchen die drei Punkte!“ Mit diesen Worten gibt EVM-Coach Dimitri Startschew die Marschrichtung für das wichtige letzte Heimspiel 2016 am heutigen Freitag (19.30 Uhr) gegen die EA Schongau vor. An Neujahr haben die Grün-Gelben frei.
Was wäre das für ein Befreiungsschlag gewesen: Hätten die Dreirosenstädter das direkte Duell bei den Geretsrieder Riverrats am Zweiten Weihnachtsfeiertag nicht 4:5 verloren, sondern gewonnen, würde der Abstand auf den ersten Verfolger inzwischen fünf Punkte betragen. Wäre, würde, hätte... Realität ist ein Pölsterchen von nur noch einem Zähler, weshalb der Kampf um Platz acht, auf dem immer noch der EV Moosburg steht, an den verbleibenden vier Spieltagen der Bayernliga-Vorrunde zu einem echte Krimi ausarten könnte. „Es wird eng, aber ich bin optimistisch, dass wir das packen“, sagt Startschew.
Da es das Schlussprogramm mit den beiden Auswärtsspielen in Buchloe und Memmingen sowie dem finalen Heimmatch gegen den TEV Miesbach durchaus in sich hat, dürfen sich die Moosburger heute gegen die „Mammuts“ keinen Ausrutscher erlauben. In Schongau landete man Mitte November einen mühsamen 4:2-Erfolg. Kampf, Einsatz, Leidenschaft – mit diesen Eigenschaften hat der Aufsteiger, der derzeit auf Platz zwölf rangiert, heuer schon 22 Punkte geholt. Die Chancen auf die Verzahnungsrunde sind mit neun Zählern Rückstand auf den EVM allerdings nur noch theoretischer Natur. Schongaus Kontingentspieler ist der Tscheche Milan Kopecky, der 2011 schon mal eine halbe Saison – damals noch in der Landesliga – für den EV Moosburg aufgelaufen ist.
Bei der Startschew-Truppe sind bis auf den immer noch an einer Schulterverletzung laborierenden Daniel Simm und den üblichen Langzeitverletzten alle Mann an Bord. „Jeder weiß, um was es geht. Ich werde da keine große Ansprache halten müssen“, ist der Trainer überzeugt. Egal wie, der EV Moosburg braucht die drei Punkte. 

Trotz schmerzhafter 4:5-Niederlage in Geretsried: EVM bleibt Achter

Dienstag, 27. Dezember 2016
Der EVM hat die große Chance verpasst, für klare Verhältnisse im Kampf um die Verzahnungsrunde zu sorgen: Zwar gaben die Konkurrenten Passau und Pegnitz Punkte ab, parallel dazu verloren die Dreirosenstädter jedoch das Duell beim dritten Widersacher ESC Geretsried mit 4:5 (0:2, 2:2, 2:1). Moosburg bleibt damit vier Spieltage vor Ende der Zwischenrunde BEL-Achter, der Vorsprung ist aber wieder auf einen Zähler zusammengeschmolzen.
Der Dauerregen im offenen Geretsrieder Stadion bereitetete beiden Mannschaften speziell im ersten Abschnitt Schwierigkeiten. So war weder von der erwarteten technischen Überlegenheit der Gäste noch vom gewohnten Power-Eishockey der Riverrats viel zu sehen. „Und dann hat man natürlich auch gemerkt, dass es für beide Seiten ein sehr wichtige Spiel war“, sagte ESC-Coach Florian Funk. „Das war alles nicht so schön anzuschauen.“
Schon früh deutete sich an: Wer heute die größeren Fehler macht, hat ein Problem. Und das bekamen die Moosburger bereits in der vierten Minute, als niemand die Scheibe hinter dem Tor wegbrachte und Geretsried diese Abstimmungsschwierigkeiten mit dem Führungstreffer bestrafte. Die Startschew-Schützlinge hatten in der Folgezeit zwar ein leichtes optisches Übergewicht, sie blieben vor dem Tor aber zu harmlos. Und gerade als man sich Ende des ersten Abschnitts per Powerplay im Gästedrittel eingenistet hatte, leitete ein Abspielfehler einen Konter ein – 0:2.
Für das zweite Drittel nahmen sich die Gäste viel vor, wollten die Fehlerquellen abstellen. Aber die noch laufende Unterzahlsituation zu Beginn des Abschnitts bescherte den cleveren Gastgebern das dritte Tor. Jetzt wurde es richtig schwer. Doch der EVM gab sich nicht auf. Weil es spielerisch nicht so lief wie gewünscht, probierte man es vermehrt über Einzelaktionen – mit Erfolg: In der 24. Minute fing Alexander Feistl einen Querpass ab, setzte sich durch und verkürzte auf 1:3. Keine zehn Minuten später eine ähnliche Situation: Diesmal fand Abwehrmann Mathias Jeske keine Anspielstation. So setzte auch er auf seine Technik, tanzte die Abwehr aus und besorgte den zweiten Treffer. Doch weil EVM-Goalie Severin Cesak in Minute 38 ein Distanzschuss durch die Schoner rutschte, setzten sich die Riverrats wieder ab.
Kurz zuvor eine bemerkenswerte Szene: Da hatten die Moosburger Glück, dass Tobias Hanöffner nicht mit einer (großen) Strafe vom Eis musste. Seinen Zweikampf mit Geretsrieds Ondrej Horvath hatte der Hauptschiedsrichter nämlich als Foul gewertet. Dann allerdings teilte Horvath dem Referee mit, dass er verkantet und seinen spektakulären Sturz selber verursacht hatte. Fair-Play, wie man es im Eishockey nicht häufig erlebt.
Vielleicht hatte Horvath aber auch nur eine Vorahnung, dass ohnehin nicht mehr allzu viel anbrennen würde: Den Moosburgern gelang kurz nach Wiederbeginn zwar im Powerplay durch Christian Birk der 3:4-Anschluss, sechs Minuten später waren jedoch wieder die Hausherren dran: Der nächste Abwehrpatzer, 3:5. Doch die mitgereisten Fans durften weiter hoffen, als der an allen Gäste-Treffern beteiligte Feistl auf Dominik Schindlbeck passte und der das vierte EVM-Tor markierte (52.). Aber in der Schlussphase schwanden die Kräfte – weshalb es bis auf einen Pfostentreffer von den Offensivbemühungen der Grün-Gelben nicht mehr viel zu berichten gab. Anders der ESC: Der scheiterte in der Schlussminute aber mit seinem Penalty an Cesak.

Tore: 1:0 (3:19) Horvath (Dornbach), 2:0 (17:58) Dornbach (Köhler), 3:0 (21:05) Dornbach (Horvath), 3:1 (23:07) Feistl, 3:2 (32:37) Jeske (Feistl), 4:2 (37:44) Rizzo (Lechner), 4:3 (41:52) Birk (Kankovsky, Feistl), 5:3 (48:59) Lauer (Meierl), 5:4 (51:03) Schindlbeck (Feistl, Jeske). Strafminuten: 12/8. Zuschauer: 420.
Aufstellung: Cesak, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Jeske, Seidlmayer, Lorenz, Steiger, Ohr, Loidl; Samanski, Schander, Birk, Schindlbeck, Hanöffner, Feistl, Möhle, Kankovsky, Dlugos, Asen. 

Vorzeitige Bescherung: EVM punktet gegen Peißenberg dreifach

Sonntag, 25. Dezember 2016
Nachdem man in der Rückrunde bislang nur gegen die Kellerkinder der Liga punkten konnte, hat es nun endlich auch gegen einen „Großen“ wieder geklappt: Mit einem knappen, aber verdienten 5:4 (2:1, 3:2, 0:1) über den TSV Peißenberg legte sich der EVM drei ganz wichtige Zähler unter den Christbaum.
Die spärliche Kulisse von nur rund 150 Zuschauern war für die Grün-Gelben ein Tag vor Heiligabend kein Hindernis, eine der stärksten Leistungen der laufenden Spielzeit abzurufen. Das erkannte auch Gäste-Coach Randy Neal neidlos an: „Der Sieg für Moosburg geht voll in Ordnung. Wenn man so viel Willen und Einsatz zeigt, hat man sich die drei Punkte auch verdient.“ Dabei waren es seine Schützlinge, die das erste Tor der Begegnung erzielten: Zwei Unterzahl-Situationen hatten die Hausherren zuvor noch überstanden, in der 9. Minute lag man dann aber doch mit 0:1 hinten. Doch die Antwort der endlich wieder mit drei kompletten Blöcken agierenden Dreirosenstädter ließ nur rund eine halbe Minute auf sich warten – dann vollendete Daniel Schander ein Feistl-Zuspiel zum Ausgleich. Und es sollte noch besser kommen: Exakt 16:00 zeigte die Anzeigetafel in der Sparkassen-Arena, als sich Goalgetter Daniel Möhle nach drei Spielen ohne Treffer wieder in die Torschützenliste eintragen konnte.
Dominierte der EVM den ersten Abschnitt eigentlich nur statistisch, nahm die Überlegenheit in den zweiten 20 Minuten auch auf dem Eis zu. „Moosburg hat uns teilweise an die Wand gespielt“, fand Neal. Sein Team hatte zunächst aber trotzdem passende Antworten: Zum Beispiel den abermaligen Ausgleich kurz nach Wiederbeginn (23.). Als EVM-Routinier Tobias Hanöffner Peißenbergs Goalie gekonnt aussteigen ließ und das 3:2 markierte, war das sechste Tor der Partie wiederum den „Eishacklern“ vorbehalten. Dem EVM gelang es trotz einiger guter Chancen nicht, sich abzusetzen – bis zur 37. Minute: Da schossen Patrice Dlugos und Dominik Schindlbeck die Gastgeber mit einem Doppelschlag innerhalb von 19 Sekunden auf 5:3 nach vorn.
Von diesem Schock schien sich der TSV auch im Schlussabschnitt nicht mehr zu erholen. Die Moosburger hatten die Lage im Griff, störten die Peißenberger bei ihren verzweifelten Angriffsversuchen bereits an der Mittellinie. In der 51. Minute schlug die Scheibe trotzdem im Kasten von Severin Cesak ein – jetzt wurde es noch einmal spannend. Aber der Wille der Hausherren, sich mit diesem Dreier kurz vor Weihnachten selbst zu beschenken, war stärker als das Anrennen der Gäste. In der Schlussphase waren es dann sogar die Grün-Gelben, die die beiden größten Chancen vergaben. Schlussmann Cesak, der Trainer Startschew bei der Pressekonferenz vertrat, konnte besagte Szenen im Nachhinein entspannt kommentieren: „Wenn man den Puck nicht ins leere Tor schießen will, dann will man halt nicht.“

Tore: 0:1 (8:48) Mooslechner (Brauer, Müller), 1:1 (9:24) Schander (Feistl, Schindlbeck), 2:1 (16:00) Möhle (Dlugos, Hanöffner), 2:2 (22:37) Malzatzki (Neal), 3:2 (25:09) Hanöffner (Dlugos, Möhle), 3:3 (34:58) Neal, 4:3 (36:44) Dlugos (Hanöffner, Möhle), 5:3 (37:03) Schindlbeck (Feistl, Seidlmayer), 5:4 (50:01) Eichberger (Ebentheuer). Strafminuten: 8/6. Zuschauer: 148.
Aufstellung: Cesak, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Jeske, Seidlmayer, Lorenz, Steiger, Ohr; Samanski, Schander, Birk, Schindlbeck, Hanöffner, Feistl, Möhle, Kankovsky, Dlugos. 

Endspurt im Kampf um Platz acht: Heute kommt Peißenberg

Freitag, 23. Dezember 2016
Viel Zeit zur Besinnung haben Moosburgs Eishockeyspieler am bevorstehenden Weihnachtswochenende wahrlich nicht. Sechs Spieltage vor Ende der Vorrunde nähert sich der Vierkampf um Rang acht seinem Höhepunkt. Dem EVM bleibt heute im Heimspiel gegen den TSV Peißenberg (19.30 Uhr) und am Zweiten Weihnachtsfeiertag beim ESC Geretsried (18 Uhr; Busabfahrt: 14.45 Uhr) deshalb nur eine Möglichkeit: Punkten!
Moosburg 8. mit 28 Zählern, dahinter als 9. Geretsried (27 Punkte), 10. Passau (26) und 11. Pegnitz (25) – in dieser Konstellation gehen die vier Konkurrenten auf die imaginäre Zielgerade. Spätestens am 15. Januar wird man wissen, wer aus dem Quartett als Achter den Sprung in die Verzahnungsrunde mit der Oberliga Süd geschafft hat – und wer in die Abstiegsrunde muss. „Fakt ist: Unsere Ausgangsposition war schon mal besser“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann und verweist auf das Zehn-Punkte-Polster, dass man vor einigen Wochen kurzzeitig aufwies. „Fakt ist aber auch: Wir haben einen Punkt Vorsprung und es somit immer noch selbst in der Hand.“
In der Führungsriege der Dreirosenstädter wurden unter der Woche natürlich auch schon fleißig die Restprogramm der vier Kandidaten miteinander verglichen, direkte Duelle (unterschiedlich) gewertet und diverse Was-wäre-wenn-Theorien aufgestellt. Das Ergebnis: „Neun Punkte werden wir auf jeden Fall noch brauchen“, schätzt Amann. Drei davon hat man sich ganz klar für das „Weihnachtsspiel“ am Montag beim Tabellennachbar ESC Geretsried vorgenommen, drei weitere sind auch im Heimspiel gegen die bereits abgeschlagenen Schongauer eingeplant. Damit fehlen aber immer noch mindestens drei – „und die müssen halt gegen eine Mannschaft geholt werden, die vor uns in der Tabelle steht“, so der Sprecher.
Ein gute Gelegenheit wäre da schon mal das heutige Heimspiel gegen den TSV Peißenberg, der zuletzt nach einem Null-Punkte-Wochenende – darunter eine 5:11-Klatsche in Landsberg – auf Platz fünf abgerutscht ist. Die 3:10-Hinspiel-Niederlage liest sich dabei deutlicher als die Begegnung tatsächlich verlaufen ist. Bis zur Mitte des Schlussdrittel führte Peißenberg nämlich gerade mal mit 5:3-Toren, doch dann schwanden bei den Moosburgern die Kräfte.
Was den Kader betrifft, konnte Trainer Dimitri Startschew in den Trainingseinheiten unter der Woche schon wieder durchatmen. Mit Stürmer Alexander Feistl und Verteidiger Kevin Steiger sind zwei wichtige Stützen zurückgekehrt. Sie sorgen auch dafür, dass der EVM wieder mit drei kompletten Blöcken agieren kann. Bei der 6:11-Niederlage in Dorfen am vergangenen Sonntag standen Startschew nur 14 Feldspieler zur Verfügung. 

Trotz starker Anfangsphase: Klare 6:11-Pleite in Dorfen

Montag, 19. Dezember 2016
Stark angefangen, aber noch viel stärker nachgelassen – so lässt sich der Sonntagsauftritt des EV Moosburg in Dorfen am besten zusammenfassen. Zweimal hatten sich die ersatzgeschwächten Dreirosenstädter bereits mit drei Toren abgesetzt, am Ende setzte es aber trotzdem eine recht deutliche 6:11 (4:2, 1:5, 1:4)-Pleite.
Bei dieser Anfangsphase wurden Erinnerungen wach an den 30. Dezember 2015: Auch damals hatten die Moosburger in der Dorfener Eishalle einen Traumstart erwischt, führten schnell mit 3:0 und siegten am Ende ungefährdet 8:3. Diesmal war es zwar den Hausherren vorbehalten, die Partie mit dem ersten Tor (5.) zu eröffnen, danach ging die Kontertaktik, die Coach Dimitri Startschew seinen Jungs vor knapp 500 Zuschauern mitgegeben hatte, aber bestens auf: Fast überfallartig nutzte Moosburg die Abspielfehler der Hausherren aus und lag nach 10 Minuten plötzlich mit 4:1 vorne. Besonders stark: die dritte Sturmreihe, in der Jojo Kankovsy (zweimal) und Christian Birk trafen. Tor Nummer drei besorgte der zweite Sturm in Person von Christian Seidlmayer. „Ja, da haben wir erst mal blöd geschaut“, kommentierte Dorfens Coach Heinz Feilmeier die Anfangsphase in der Pressekonferenz.
Dem ESC gelang zwar noch vor der Pause der 2:4-Anschluss, unmittelbar nach dem Seitenwechsel enteilte der Ex-Dorfener Christian Birk – er war an fünf der insgesamt sechs EVM-Treffer beteiligt – der ESC-Defensive aber erneut und markierte das fünfte Gäste-Tor. Damit hatten die nur über 14 Feldspieler verfügenden Grün-Gelben, die kurzfristig auf Alex Feistl und andere Stammspieler verzichten mussten, aber leider schon ihr Pulver verschossen. Der 22-Mann-Kader der Eispiraten gab nun richtig Gas und drehte das Match bereits im Mitteldrittel: Fünfmal schlug es zwischen der 25. und 37. Minute hinter Bernhard Eggerdinger-Hölz im Gäste-Gehäuse ein, die zuvor noch so cleveren Startschew-Schützlinge wirkten teilweise wie Statisten.
Trotz des noch überschaubaren 5:7-Rückstands zu Beginn des Schlussdrittels kam vom EVM kaum noch Gegenwehr. Dorfen kombinierte weiter nach Belieben und schraubte die Führung in zweistellige Bereiche. Der sechste Gäste-Treffer durch Mathias Jeske interessierte nur noch Statistik-Freunde.
Für die Moosburger spitzt sich der Kampf um Platz acht damit weiter zu: Nur noch ein Pünktchen beträgt der Vorsprung aufs Verfolger-Feld. Das bevorstehende Weihnachtswochenende mit dem Heimspiel gegen Peißenberg (Freitag, 23. Dezember) und dem Auswärtsauftritt in Geretsried (Montag, 26. Dezember) könnte das wichtigste der laufenden Saison werden.

Tore: 1:0 (5.) Miculka (Feilmeier, Kreß) 1:1 (5.) Kankovsky (Birk, Samanski), 1:2 (8.) Kankovsky (Jeske), 1:3 (9.) Seidlmayer (Schindlbeck, Ohr), 1:4 (10.) Birk, 2:4 (18.) Numberger (Sorsak, T.Brenninger), 2:5 (24.) Birk (Jeske), 3:5 (25.) Findeis (Waldhausen), 4:5 (28.) Waldhausen (Miculka), 5:5 (29.) Rauscher (Attenberger, F. Brenninger), 6:5 (29.) Kreß (Waldhausen, Miculka), 7:5 (37.) Miculka (Findeis), 8:5 (42.) Waldhausen (Miculka), 9:5 (44.) Fischer (Feilmeier, Kreß), 10:5 (45.) Miculka (Feilmeier), 11:5 (48.) Feilmeier (Miculka), 11:6 (60.) Jeske (Birk). Strafminuten: 12/16. Zuschauer: 470.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Ujcik, Seidlmayer, Lorenz, Loidl, Jeske, Ohr; Hanöffner, Samanski, Möhle, Schander, Schindlbeck, Kankovsky, Dlugos, Birk. 

EVM will Dorfen nicht mit leeren Händen verlassen

Samstag, 17. Dezember 2016
Die staade Zeit hat – zumindest, was den Spielplan betrifft – nun auch den EV Moosburg erreicht. Nachdem die Startschew-Schützlinge am gestrigen Freitag frei hatten, müssen sie lediglich am morgigen Sonntag um 17 Uhr beim ESC Dorfen ran. Was den Kampf um Platz acht betrifft, könnte es an diesem Wochenende wieder etwas enger werden.
Die personelle Lage bleibt weiterhin angespannt bei den Grün-Gelben: Zwar hat sich Stürmer Patrice Dlugos wieder zurückgemeldet, Abwehr-Ass Kevin Steiger konnte aber auch in dieser Woche krankheitsbedingt noch nicht mittrainieren. Hinzu kommt, dass die Trainingsbeteiligung derzeit, auch aus beruflichen Gründen, beim EVM nicht die beste ist. So fehlten beispielsweise am Donnerstag mit Bernhard Eggerdinger-Hölzl und Severin Cesak beide aktuellen Schlussmänner im Training (der verletzte Fritz Berghammer wird frühestens im Januar wieder aufs Eis gehen). Sie werden Dimitri Startschew aber am Sonntag zur Verfügung stehen.
Mit der Dorfener Eishalle verbinden die Dreirosenstädter, was die jüngere Vergangenheit betrifft, eher positive Erinnerungen. In der Vorsaison konnte man bereits vier Spieltage vor Ende der Vorrunde mit einem fulminanten 8:3-Erfolg über die Eispiraten die Qualifikation für die Zwischenrunde fix machen. Heuer allerdings müssen die Moosburger noch sieben Partien absolvieren – und im Kampf um den achten Platz geht es deutlich enger zu.
„Gerade an diesem Wochenende hat die Konkurrenz die leichteren Aufgaben“, sagt Pressesprecher Bastian Amann. Die EHF Passau (11.) konnten bereits gestern Abend mit dem Nachholspiel gegen Schlusslicht Germering Boden gut machen und sind auch am Sonntag beim Vorletzten Pfaffenhofen Favorit. Der EV Pegnitz (10.) gastiert am Sonntag in Germering und der momentan ärgste Verfolger, die Riverrats Geretsried (9.), sind beim Drittletzten Schongau alles andere als chancenlos. Amann: „Fakt ist: Wenn wir sicher Achter bleiben wollen, brauchen wir mindestens einen Punkt.“
So richtig zu liegen scheinen die Dorfener dem EVM aber in der laufenden Spielzeit nicht. Bereits in den Vorbereitungsspielen setzte es zwei Niederlagen – und beim Hinspiel in der Sparkassen-Arena hatte man gegen den Tabellenfünften beim 2:7 deutlich das Nachsehen. Immerhin leistete der ESC am vergangenen Sonntag dem EVM mit seinem 4:1-Erfolg in Passau Schützenhilfe.
Darauf, dass der Kampf um die Verzahnungsrunden-Plätze etwas „entspannter“ werden könnte, wollen sich die Verantwortlichen beim EVM übrigens nicht verlassen. Der Grund dieser Gerüchte: Mit dem EHV Schönheide hat der Tabellenletzte der Oberliga-Süd einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingereicht. Damit würde momentan eine Mannschaft für die Verzahnungsrunde fehlen. Eine Pegnitzer Zeitung hat deshalb bereits von Überlegungen beim Verband berichtet, auch den Bayernliga-Neunten für die Runde zuzulassen. Amann will sich an den Spekulationen aber nicht beteiligen: „Unser Ziel bleibt Platz acht.“ 

3:1 gegen Germering - EVM verteidigt Platz acht

Montag, 12. Dezember 2016
Pflichtaufgabe erfüllt: Gegen den Tabellenletzten Germering kam der EVM am Sonntag zu einem glanzlosen 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)-Heimerfolg. Goalie Bernhard Eggerdinger-Hölzl verhinderte mit seinen Paraden, dass die Wanderers ausgerechnet in Moosburg ihre ersten Punkte holen.
Ein Augenschmaus war das nicht gerade, was beide Teams dem Publikum in der Sparkassen-Arena boten. Aber darum ging es zumindest aus Moosburger Sicht auch gar nicht. „Die drei Zähler waren das Ziel – und die haben wir“, sagte Pressesprecher Bastian Amann nach der Partie. „Im Kampf um Platz acht werden keine Haltungsnoten vergeben.“ Coach Dimitri Startschew war aber natürlich nicht entgangen, „dass wir weiterhin viel üben müssen“. „Den vergebenen Chancen“ trauerte der Germeringer Trainer Florian Winhart bei der Pressekonferenz nach, der allerdings „insgesamt mit unserem Auftritt sehr zufrieden“ war.
Der EVM hingegen tat sich wie schon am Freitag schwer, ins Spiel zu kommen. Erneut prägten Strafzeiten die Anfangsphase – und die Gäste schossen Moosburgs Keeper Eggerdinger-Hölzl schon mal warm. Jubeln durften im ersten Abschnitt aber nur die Gastgeber. Josef Kankovsky, der für Patrice Dlugos (Grippe) in die erste Sturmreihe nachgerückt war, vollendete mit viel Einsatz ein Zusammenspiel mit Mathias Jeske und Daniel Möhle zur etwas schmeichelhaften 1:0-Führung.
Im zweiten Abschnitt prüften beide Mannschaften zunächst fleißig das Torgestänge – was dazu führte, dass es in der 30. Minute 2:2 nach Pfostenschüssen stand. Germering produzierte trotzdem weiterhin mehr gefährliche Torgelegenheiten. „Allerdings haben wir zur Zeit einfach keinen, der sie reinmacht“, merkte Winhart an. Und so sagte Christian Seidlmayer nicht nein, als er wenige Minuten vor der zweiten Pause von Alex Feistl in Szene gesetzt wurde – 2:0.
Doch in den letzten 20 Minuten hatten die Wanderers dann doch jemanden, der den immer stärker unter Druck stehenden EVM-Schlussmann überwinden konnte: den Ex-Moosburger Franz Birk (43.). Die Gäste durften also wieder von Punkten träumen. Doch die Dreirosenstädter wirkten nun in der Defensive etwas abgeklärter – und setzten auf Konter. In Minute 54 nutzte Dominik Schindlbeck einen solchen, um den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen. Dass das 3:1 schon fast die Vorentscheidung war, lag auch daran, weil Germerings Matthias Dosch im Moment des Torschusses seinen Stock so weit oben hatte (und damit EVM-Stürmer Daniel Schander erwischte), dass der Schiri ihn mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe zum Duschen schickte. Die daraus resultierende fünfminütige Überzahl reichte den Moosburgern zumindest insofern, dass hinten nichts mehr anbrannte. Einer der wichtigsten Siege der Saison war unter Dach und Fach!
Weil sowohl Pegnitz als auch Passau an diesem Wochenende komplett leer ausgingen, ist der ESC Geretsried mit drei Zählern Rückstand zum EVM-Verfolger Nummer eins aufgestiegen. Ein Duell, das es durchaus noch in sich haben könnte: am Zweiten Weihnachtsfeiertag muss die Startschew-Truppe nämlich in die Geretsrieder Freiluft-Arena.
 
Tore: 1:0 (14:17) Kankovsky (Jeske, Möhle), 2:0 (37:40) Seidlmayer (Feistl, Schindlbeck), 2:1 (42:24) Birk (Kolb, Critharellis), 3:1 (53:51) Schindlbeck (Feistl). Strafminuten: 10/8+5+Spieldauer Dosch (Hoher Stock). Zuschauer: 144.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Ujcik, Jeske, Seidlmayer, Lorenz, Loidl, Ohr; Samanski, Schander, Simm, Birk, Schindlbeck, Hanöffner, Feistl, Möhle, Kankovsky. 

Beim HC Landsberg auf verlorenem Posten

Sonntag, 11. Dezember 2016
Mit der Niederlage an sich musste man zwar rechnen, die Höhe kam dann aber doch überraschend: Beim HC Landsberg wurde der EVM am Freitag mit 10:2 (5:0, 1:2, 4:0) abgewatscht. Neben personellen Problemen und den fast schon chronischen Aussetzern im Abwehrbereich hatten die Grün-Gelben auch mit den Unparteiischen so ihre Schwierigkeiten.
Noch vor wenigen Wochen liefen die Moosburger regelmäßig mit vier Blöcken auf – ein personeller Luxus, von dem man momentan weit entfernt ist. Zwar kehrte mit Stefan Loidl ein Verteidiger in den Kader zurück, der Ausfall von Patrice Dlugos, Kevin Steiger und kurzfristig auch noch Max Ohr (alle drei krank) sorgte allerdings dafür, dass Trainer Dimitri Startschew nicht mal mehr drei komplette Reihen ins Match schicken konnten. Hinzu kam, dass die Dreirosenstädter im ersten Abschnitt überhaupt nicht ins Spiel kamen. Ein gefundenes Fressen für die zuletzt strauchelnden Landsberger, die frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen konnten. Dass kaum eine der vier Strafzeiten, die die Referees in der Anfangsphase gegen den EVM aussprachen, nachvollziehbar war, wirkte sich ebenfalls nicht gerade positiv auf den Auftritt der Gäste aus. Und so nahm das Unheil seinen Lauf: Bis zur 20. Minute waren die Hausherren auf 5:0 davongezogen.
Wenn es am Freitag so etwas wie Lichtblicke gab, dann fand man die ausschließlich im mittleren Durchgang. Nachdem Bernhard Eggerdinger-Hölzl für Severin Cesak gekommen war, konnten die Grün-Gelben die Begegnung ausgeglichener gestalten – und endlich auch mal selber treffen: Tobias Hanöffner – zuvor wegen eines durchaus berechtigten Hinweises auf Spielverzögerung für zehn Minuten in die Kühlbox verbannt - versenkte sieben Minuten nach Wiederbeginn im Powerplay die Scheibe im Netz. Abwehrmann Mathias Jeske gelang kurz darauf in Unterzahl sogar der 2:5-Anschluss. Doch die leisen Hoffnungen der mitgereisten Anhänger auf eine Wende wurden kurz vor dem zweiten Pausentee durch den dreifachen HCL-Torschützen Cody Freeman schon wieder beendet.
Im Schlussdrittel dümpelte die Partie zunächst vor sich hin, doch ab der 46. Minute machten die Riverkings, denen damit die Revanche für die 6:4-Hinspiel-Pleite gelang, noch einmal ernst: Viermal musste Eggerdinger-Hölzl in der Folge hinter sich greifen. Zum besten Moosburger Spieler wurde er nach der Schlusssirene trotzdem zurecht gewählt.

 
Tore: 1:0 (4:33) Wedl (Fischer, Curmann), 2:0 (8:41) Freeman (Geisberger), 3:0 (15:39) Menge (Freeman), 4:0 (16:43) Sturm (Maier), 5:0 (19:35) Sturm, 5:1 (27:43) Hanöffner (Feistl, Jeske), 5:2 (36:28) Jeske (Feistl), 6:2 (38:51) Freeman (Menge, Juhasz), 7:2 (45:31) Freeman (Geisberger), 8:2 (45:46) Juhasz (Freeman, Geisberger), 9:2 (52:52) Geisberger (Freeman, Menge), 10:2 (55:18) Gäbelein (Curmann); Strafminuten: HCL 6+10, EVM 18+10 (Hanöffner) + 10 (Seidlmayer). Zuschauer: 575.
Aufstellung: Cesak, Eggerdinger-Hölz; Ujcik, Jeske, Seidlmayer, Lorenz, Loidl; Samanski, Schander, Simm, Birk, Schindlbeck, Hanöffner, Feistl, Möhle, Kankovsky. 

Das nächste wichtige Wochenende für den EVM

Donnerstag, 8. Dezember 2016
Ganz im Zeichen des Kampfes um die Verzahnungsrundenplätze steht das letzte Drittel der Bayernliga-Vorrunde für den EV Moosburg, das am kommenden Wochenende beginnt. Und dieses lässt sich beim Blick auf die Gegner erneut in Kür und Pflicht einteilen: Am Freitag beim bislang enttäuschenden Tabellensechsten HC Landsberg (20 Uhr, Busabfahrt 16.30 Uhr) sind die Dreirosenstädter eher in der Außenseiterrolle, das Sonntagsheimspiel gegen Schlusslicht Wanderers Germering (17.15 Uhr) muss allerdings unbedingt gewonnen werden, wenn man Platz acht abermals verteidigen will.
Gut eine Woche ist Trainer Dimitri Startschew bereits im Amt. Auch wenn er noch Probleme mit dem einen oder anderen Spielernamen hat – die Defizite auf dem Eis sind ihm schon bekannt. „Wir kassieren eindeutig zu viele Tore.“ Eine Aussage, die ein Blick auf die Statistiken bestätigt. Mit bis dato 87 Gegentreffern befinden sich die Grün-Gelben mitten im BEL-Tabellenkeller – nur in Germering (100) und Pfaffenhofen (106) hat es noch öfter geklingelt. „Defensivtaktik“ lautet deshalb das Stichwort, mit dem er seine Schützlinge in den nächsten Trainingseinheiten konfrontieren will.
In der abgelaufenen Woche war das Üben neuer taktischer Maßgaben allerdings schwierig. Krank, verletzt, angeschlagen oder einfach nur beruflich verhindert – am Dienstag jedenfalls waren nur zehn Spieler im Training; am Mittwoch immerhin schon wieder 14. „Dezember ist ein komplizierter Monat“, weiß Startschew. „Da kommen oft einige Dinge zusammen.“ Aber so gehe es ja nicht nur seiner Mannschaft.
Trotz vier Zählern am vergangenen Wochenende war die Stimmung beim als Mitfavoriten gehandelten HC Landsberg auch schon mal besser. Die Riverkings holen zwar in schöner Regelmäßigkeit die Pflichtzähler gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte, die Top-Mannschaften scheinen dem HCL aber eine Nummer zu groß zu sein. Das Hinspiel entschieden die Moosburger knapp mit 6:4 für sich – ganz chancenlos dürfte man am Hungerbachweg also nicht sein.
Mit demselben Ergebnis konnte der EVM auch das Match am dritten Spieltag in Germering für sich entscheiden. Für die Wanderers war es nur eine von vielen Niederlagen – 16, um genau zu sein. Noch immer wartet der Träger der Roten BEL-Laterne auf die ersten Zähler. Was allerdings nicht heißt, dass sich die Münchner Vorstädter regelmäßig abschlachten lassen: So führten sie vergangene Woche in Landsberg schon 3:1. Am Ende ging die inzwischen von Florian Winhart trainierte Truppe aber auch da (3:6) leer aus. 

Nach fünf Niederlagen in Serie endlich wieder ein Sieg

Montag, 5. Dezember 2016
Die Durststrecke hat ein Ende: Nach fünf Pleiten in Serie gelang dem EV Moosburg am Sonntag in Pfaffenhofen endlich wieder ein Dreier. Den Grundstein für den verdienten 5:3 (3:0, 0:2, 2:1)-Erfolg legten die Dreirosenstädter in einem starken ersten Drittel. Damit bleibt der EVM in der Playoff-Zone der Bayernliga.
Während Moosburgs neuer Coach Dimitri Startschew im Hopfendome sein Auswärtsdebüt feierte, präsentierten auch die Hausherren einen neuen Mann hinter der Bande: In einer regelrechten Nacht-und-Nebel-Aktion hatte sich der ECP nach der 4:7-Niederlage am Freitag in Dorfen von Heinz Zerres getrennt und dafür mit dem Bayreuther Michael Dippold ein bekanntes Gesicht der bayerischen Eishockey-Szene verpflichtet. Der hat sein neues Team allerdings erst am Sonntag kennengelernt – „so richtig eingreifen konnte ich also noch nicht“, sagte Dippold bei der Pressekonferenz.
Zum Spiel: Nach einer recht ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Moosburger zur Mitte des ersten Drittels langsam die Kontrolle und verstärkten den Druck auf das Pfaffenhofener Gehäuse. Und in der 13. Minute war es dann soweit: Trotz seine Knie-Probleme nahm sich Kapitän Rudi Lorenz ein Herz, marschierte nach Möhle-Pass zielstrebig durch das Pfaffenhofener Drittel und netzte zum 0:1 ein. Nun spielte nur noch der EVM. Als beide Mannschaften eine Strafzeit absitzen musste, zauberte die zweite Reihe regelrecht: Steiger auf Feistl – und der sah den goldrichtig stehenden Daniel Schander (16.). Letztgenannter setzte in der Schlussminute des ersten Abschnitts noch einen drauf, besorgte im Powerplay die 3:0-Führung.
Doch anscheinend wirkte dieses Polster auf die Startschew-Truppe eher einschläfernd als beruhigend. War der 1:3-Anschluss der Gäste kurz nach Wiederbeginn bei 5:4-Überzahl noch irgendwie zu erklären, sorgte die sich nun ins EVM-Spiel einschleichende Passivität dann doch für Sorgenfalten bei den rund 40 Gäste-Anhängern. „Wir haben einfach aufgehört zu spielen“, kommentierte Alex Feistl diese Phase. In dieser fiel auch der nicht unverdiente zweite Treffer der nun wie aufgedreht agierenden IceHogs. Immerhin schien dieser eine Art Weckruf-Funktion für die Grün-Gelben gehabt zu haben, die noch vor dem letzten Wechsel ihre Offensivbemühungen wieder verstärkten und so auch etwas Ruhe ins Derby brachten.
1:43 waren im Schlussabschnitt absolviert, als der erste Block in Person von Torjäger Daniel Möhle zuschlug – 2:4. Aber von der Vorentscheidung war Moosburg noch weit entfernt. Keine drei Minuten später wusste außer Pfaffenhofens Fabian Eder niemand, wo die Scheibe war – 3:4. Viel mehr kam in der Folge von den Gastgebern aber nicht mehr. Lediglich in der Schlussminute wurde es in einer 4:5-Situation noch mal brenzlig – allerdings nur für wenige Sekunden. Dann nämlich fand ein Weitschuss von Kevin Steiger den Weg ins leere Pfaffenhofener Tor zum 3:5-Endstand.
Der EVM verteidigte damit seinen acht Platz. Ein Grund zum Zurücklehnen sind die 25 Punkte aber nicht – lauern unmittelbar dahinter doch Pegnitz (22), Passau (20; ein Spiel weniger) und Geretsried (20 Punkte).

Tore: 0:1 (12:19) Lorenz (Möhle, Feistl), 0:2 (15:37) Schander (4-4; Feistl, Steiger), 0:3 (19:26) Schander (5-4), 1:3 (23:40) Felsoci (5-4), 2:3 (31:45) Neubauer (Tahedl, Pielmeier), 2:4 (41:53) Möhle (Dlugos, Hanöffner), 3:4 (44:23) Eder (Neubauer, Felsoci), 3:5 (59:10) Steiger (Möhle, Hanöffner). Strafminuten: 10/10. Zuschauer: 139.
Aufstellung: Cesak, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Steiger, Ohr, Lorenz, Jeske, Seidlmayer; Möhle, Schander, Samanski, Hanöffner, Kankovsky, Feistl, Birk, Schindlbeck, Dlugos. 

Bittere 3:4-Heimpleite im Sechs-Punkte-Spiel

Sonntag, 4. Dezember 2016
Viel unglücklicher hätte der Einstand für Moosburgs neuen Trainer Dimitri Startschew kaum verlaufen können: Trotz deutlicher Überlegenheit und einem klaren Chancenplus musste sich der EVM am Freitag im wichtigen Aufeinandertreffen mit Tabellennachbar EV Pegnitz mit 3:4 (0:4, 2:0, 1:0) geschlagen geben.
Als nach den ersten 20 Minuten ein 0:4 auf der Anzeigetafel in der Sparkassen-Arena zu lesen war, glaubten nicht wenige der Zuschauer, im falschen Film zu sein. Der EVM hatte Puck und Gegner dominiert, sich fast im Minutentakt beste Einschussmöglichkeiten erarbeitet – und lag dennoch fast aussichtslos zurück. „Man muss ehrlich sein“, fasste es Pegnitz' Co-Trainer Marco Zimmer bei der Pressekonferenz zusammen: „Wenn Moosburg nach zehn Minuten 3:0 führt, hätten wir uns nicht beschweren können.“ Doch die Gäste, die bis auf einen Lattenknaller in der Anfangsphase kaum vor den Kasten von Severin Cesak gekommen waren, überstanden diese Phase – und zeigten dann in sechs Minuten ihre Cleverness: Während die Hausherren weiterhin glücklos anrannten, nutzten die Franken die Fehler der Grün-Gelben im Spielaufbau und schlugen viermal zu. Alleine zweimal trug sich ihre Ausnahme-Oldie Markus Schwindl in die Torschützenliste ein. Auch die zwischenzeitliche Auszeit von Startschew blieb da wirkungslos. „Wir hatten uns so viel vorgenommen – da tut sowas natürlich richtig weh“, bilanzierte der Trainer.
Doch moralisch kann man den Dreirosenstädtern diesmal nichts vorwerfen. Auch wenn der Schwung des ersten Abschnitts im zweiten Durchgang etwas verflogen war, blieb der EVM dran und gab sich nicht auf. Exakt nach einer halben Stunde läutete Christian Birk nach schöner Powerplay-Kombi mit dem 1:4 die Aufholjagd ein. Nun übte man wieder mehr Druck aufs den IceDogs-Keeper aus – und zwei Minuten vor der Drittelsirene bediente Patrice Dlugos erfolgreich seinen wiedergenesenen Sturmkollegen Tobias Hanöffner.
Zwei Tore Rückstand? Da war noch alles möglich. Die Gastgeber gaben im Schlussabschnitt noch einmal richtig Gas. Und als Dominik Schindlbeck elf Minuten vor dem Ende der 3:4-Anschluss gelang, war zumindest eine Overtime in Reichweite. Doch das Tempo, mit dem Moosburg zuvor auf Torejagd gegangen waren, machte sich nun in konditionellen Defiziten bemerkbar. Auch die Konzentration ließ nach, weshalb die Gäste in der Endphase kaum noch ins Wanken gerieten. Am Ende ergab sich für Coach Startschew nicht einmal mehr die Gelegenheit, den Keeper herauszunehmen. Die Fans stimmte er bei der Pressekonferenz aber optimistisch: „Wenn wir so weitermachen, holen wir auch die Punkte, die wir noch für einen Playoff-Platz brauchen.“

Tore: 0:1 (13.) Müller F. (Skarupa, Schmidt S.), 0:2 (14.) Schwindl (Kercs, Hausauer), 0:3 (15.) Schmidt S. (Pleger N., Adler), 0:4 (19.) Schwindl (Hausauer, Kercs), 1:4 (31.) Birk (Lorenz, Feistl; 5-4), 2:4 (38.) Hanöffner (Dlugos), 3:4 (49.) Schindlbeck. Strafminuten: 10/10. Zuschauer: 143.
Aufstellung: Cesak; Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Steiger, Ohr, Lorenz, Jeske, Seidlmayer; Möhle, Schander, Samanski, Hanöffner, Simm, Kankovsky, Feistl, Birk, Schindlbeck, Dlugos. 

Startschew für Kankovsky: Trainer-Rochade vor wichtigem Wochenende

Donnerstag, 1. Dezember 2016
Paukenschlag beim EVM: Seit Mittwoch leitet der bisherige U 23-Coach Dimitri Startschew das Training der ersten Mannschaft. Petr Kankovsky wird bei den Moosburgern weiterhin tätig sein – allerdings nur noch im Nachwuchsbereich. „Die Chemie zwischen Coach und Team hat einfach nicht mehr gestimmt“, begründet Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger diese Rochade vor dem freitäglichen Heimspiel gegen Pegnitz (19.30 Uhr).
Auch wenn Moosburgs Eishackler als Tabellenachter und mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsrundenplätze weiterhin genau da stehen, wo sie zum Ende der Hauptrunde hin wollen, zeigte die sportliche Tendenz in den vergangenen Wochen doch etwas nach unten. Zuletzt setzte es vier Niederlagen in Serie. „Petr hat zweieinhalb Jahre hier eine tolle Arbeit geleistet, aber zuletzt hat es einfach nicht mehr gepasst“, sagt Kieninger. „Jetzt ist natürlich auch die Mannschaft gefordert.“
Mit dem 46-jährigen Dimitri Startschew wird ab sofort ein ebenfalls bereits höherklassig erfahrener Coach an der Bande der Grün-Gelben stehen. Der Deutsch-Kasache stieg Anfang der 90er Jahre mit dem „Wolga-Express“ des EC Ratingen bis in die DEL auf, hatte in der Folge aber ziemliches Verletzungspech. Weitere Stationen als Spieler waren Dinslaken, Deggendorf, Adendorf und Dingolfing. Vom EVD, wo er auch schon zweimal die erste Mannschaft trainiert hat, kam er in der Saison 1015/16 als Coach für die U 23 und die Jugend in die Dreirosenstadt.
„Als ich vom Verein gefragt wurde, habe ich nicht lange überlegen müssen“, kommentiert Startschew die neue Herausforderung. „Ich kenne die halbe Mannschaft, da dürfte die Eingewöhnungsphase nicht so lange dauern.“ Er wolle jetzt vor diesem „wichtigen Wochenende“ neuen Schwung in die Truppe bringen. Die Reihen hat er teilweise auch schon umgestellt.
Und wichtig werden die kommenden beiden Partien in der Tat: Mit dem EV Pegnitz gastiert am Freitag nämlich der unmittelbare Verfolger der Moosburger in der Sparkassen-Arena. „Ein Sechs-Punkte-Spiel, keine Frage“, sagt Kieninger. Und auch am Sonntag beim Hallertau-Derby in Pfaffenhofen (17.30 Uhr) muss gepunktet werden. Allerdings hat der Tabellen-13. zuletzt ein starkes Lebenszeichen von sich gegeben und Spitzenreiter Miesbach nach Verlängerung geschlagen.
Absolviert werden müssen diese Aufgaben ohne Verteidiger Mark Waldhausen. Der war mit seiner Rolle beim EVM nicht zufrieden und wechselt nun zum Ligakonkurrenten ESC Dorfen. „Es hat leider nicht sollen sein. Aber wir wünschen Mark alles Gute“, so Kieninger.
Direkt im Anschluss an das heutige Heimspiel findet übrigens die traditionelle EVM-Christbaumversteigerung statt. Freunde, Fans, Gönner und Sponsoren sind willkommen. 

2:5 - EVM setzt seine Negativ-Serie in Passau fort

Montag, 28. November 2016
Auch in Passau konnte der EV Moosburg am Sonntag seine Negativ-Serie nicht stoppen. Die 2:5 (1:2, 1:2, 0:1)-Niederlage war bereits die vierte Nullnummer in Folge. Nur gut, dass auch die Konkurrenz im Kampf um Platz acht gepatzt hat.
Die gut 500 Zuschauer in der Passauer Eis-Arena sahen eine über weite Strecken ausgeglichene Partie, die nicht zuletzt geprägt war von den beiden Torhütern: Während EHF-Goalie Patrick Vetter einen echten Sahnetag erwischt hatte, wirkte Moosburgs Keeper Severin Cesak, der noch bei den Überraschungssiegen gegen Landsberg und Memmingen toll gehalten hatte, diesmal etwas verunsichert. Aber auch seine Vorderleute waren nicht immer auf dem Posten, ließen die Hausherren zu einfach zum Abschluss kommen und konnten ihrerseits die sich bietenden Chancen – besonders in Überzahl – nicht nutzen. „In den entscheidenden Momenten war Passau cleverer“, sagte EVM-Coach Petr Kankovsky.
Ein solcher ergab sich bereits nach eineinhalb Minuten, als den zuvor achtmal in Folge sieglosen Niederbayern die frühe Führung gelang. Doch die Dreirosenstädter präsentierten sich gut erholt von der Derby-Pleite gegen Erding und konnten ihre erste Überzahl nach sechs Minuten in Person von Patrice Dlugos zum Ausgleich nutzen. Als der Unparteiische nach einer leicht übertriebenen „Rettungskation“ in Nähe des eigenen Torraums gleich zwei Grün-Gelbe auf die Strafbank schickte, schlugen die Hausherren zurück: 2:1 (10.)
Einen ziemlichen Durchhänger hatten die Kankovsky-Schützlinge dann in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs. Nach vorne ging kaum noch was, hinten wackelte man. Eine Phase, in der die EHF auf 4:1 davonziehen konnten. Erst mit dem 2:4-Powerplay-Anschlusstreffer durch Kevin Steiger meldeten sich die Gäste in Minute 32 wieder zurück, gaben nun den Ton an. Aber Vetter ließ sich kein drittes Mal mehr überwinden.
So ging es im Schlussdrittel weiter, wo sich die Gastgeber auch in brenzligen Situationen ganz auf ihren Goalie verlassen konnten. Und vorne blieben die Niederbayern weiter gefährlich: Nachdem kurz vorher ein Schuss noch ans Torgestänge geklatscht war, setzte Passau in der 45. Minute den Schlusspunkt.
Trotz dieses weiteren Null-Punkte-Wochenende bleibt der Moosburger Fünf-Punkte-Vorsprung auf Rang neun bestehen. Geretsried und Pegnitz kassierten am Sonntag deutliche Klatschen.

Tore: 1:0 (1:37) Geiger (Vokaty, Nutz), 1:1 (5:56) Dlugos (5-4; Steiger, Möhle), 2:1 (9:01) Detterer (5-3; Vokaty, Nutz), 3:1 (21:28) Geiger (Vokaty), 4:1 (28:43) Persch (Gomow, Huber), 4:2 (31:40) Steiger (5-4; Schander, Kankovsky), 5:2 (44:40) Friedl (Nutz, Lederer). Strafminuten: 14/10. Zuschauer: 531. Aufstellung: Cesak, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Steiger, Ohr, Lorenz, Waldhausen, Jeske, Seidlmayer; Möhle, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Schindlbeck, Dlugos, Birk. 

EVM gibt im zweiten Drittel das Derby aus der Hand

Sonntag, 27. November 2016
Ein völlig verpatztes Mitteldrittel war dafür verantwortlich, dass der EVM am Freitag beim Derby gegen Erding am Ende klar das Nachsehen hatte. Immerhin sahen rund 450 Zuschauer die 3:7 (1:0, 1:5, 1:2)-Heimpleite – Zuschauerrekord in der laufenden Saison.

 



Die gute Stimmung in der ebenso gut gefüllten Sparkassen-Arena bot einen würdigen Rahmen für dieses Lokalduell, das es seit über einem Jahrzehnt nicht mehr als Punktspiel in Moosburg gegeben hat. Aufs Eis begleitet von den derzeit sehr erfolgreichen und an der Tabellenspitze stehenden Kleinstschülern legten die Grün-Gelben couragiert gegen den großen Nachbarn los. Beide Seiten waren bemüht, keine Fehler zu machen, das Hauptaugenmerk lag auf der Defensive. Nachdem die Gäste EVM-Goalie Bernhard Eggerdinger-Hölzl zweimal geprüft hatten (und die Scheibe einmal sogar an den Pfosten ging), nahmen bald auch die Hausherren den gegnerischen Kasten ins Visier. In der zwölften Minute stand dann Torjäger Daniel Möhle goldrichtig. Sein Nachschuss war das erste Tor der Partie. In der Folge verteidigte die Kankovky-Truppe clever die Führung, von den Gladiators war nicht mehr allzu viel zu sehen.
Was dann zwischen der 24. und 35. Minute auf Moosburger Seite passierte, konnte auch Trainer Petr Kankovsky bei der Pressekonferenz nicht erklären. In fast schon slapstickhafter Manier schenken die Dreirosenstädter meist direkt vor dem eigenen Tor die Scheibe her und kassierten so einen vermeidbaren Gegentreffer nach dem anderen. „Keine Ahnung, was da los war. Wir haben in der Drittelpause nichts verändert, wollten weitermachen wie davor - und dann das“, fand auch Allrounder Christian Seidlmayer für diese Phase kaum Worte. 1:5 lautete das traurige Zwischenfazit nach 35 Minuten, Mathias Jeskes Powerplay-Treffer eine Minute später wirkte nur noch wie Ergebniskosmetik. Da hatte Severin Cesak bereits den Platz von Eggerdinger-Hölzl im Moosburger Gehäuse eingenommen.
Dazu gesellten sich personelle Hiobsbotschaften: Verteidiger Kevin Steiger hatte bereits in den ersten 20 Minuten das Eis verlassen, weil er einen Schuss an den Kiefer bekommen hatte. Youngster Alexander Asen musste sogar ins Krankenhaus, nachdem er einen bösen Bandencheck hatte einstecken müssen (31.). Gehirnerschütterung, leicht gestauchte Wirbelsäule, Hüftprellung und Bluterguss am Knie waren die Folgen – da konnte sich der dafür verantwortliche Erdinger Stürmer glücklich schätzen, mit zwei Minuten davongekommen zu sein.
Als die Gäste gleich zu Beginn des Schlussdrittels den alten Abstand wieder herstellten, glaubten nicht mal mehr die kühnsten Optimisten an eine erneute Wende. Der EVM gab sich zwar nicht auf, so richtig überzeugend agierten die Gastgeber bei ihren Angriffsversuchen aber auch nicht. Dass Patrice Dlugos noch gegen seinen ehemaligen Mannschaftskameraden traf, war der einzige zählbare Lichtblick in der Schlussphase.

Tore: 1:0 (12.) Möhle (Dlugos, Simm/5-4), 1:1 (24.) Spindler (T. Berndt), 1:2 (25.) Krzizok (Deubler), 1:3 (30.) Borrmann (Poetzel, Michel), 1:4 (32.) Spindler (Poetzel/4-5), 1:5 (35.) Bernhardt (Borrmann, Zink/5-4), 2:5 (36.) Jeske (Kankovsky, Schander/5-4), 2:6 (41.) Deubler (Spindler), 3:6 (56.) Dlugos (Ujcik, Lorenz), 3:7 (59.) Michel (Poetzel, Borrmann).– Strafminuten: Moosburg 4, Erding 8 + 10. Zuschauer: 451.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Ujcik, Steiger, Ohr, Lorenz, Waldhausen, Jeske, Seidlmayer; Möhle, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Asen, Birk, Schindlbeck, Dlugos.


 

Derby-Time: Die Gladiatoren kommen in die Arena

Donnerstag, 24. November 2016
Nicht nur auf der Landkarte, sondern auch in der aktuellen Bayernliga-Tabelle sind der EV Moosburg (8.) und die Erding Gladiators (7.) direkte Nachbarn. Es ist also für jede Menge Derby-Brisanz gesorgt, wenn beide Teams am Freitag um 19.30 Uhr in der Sparkassen-Arena aufeinandertreffen.
„Lokalduelle sind natürlich etwas Besonderes, auch wenn es für einen Sieg weiterhin nur drei Punkte gibt“, sagt EVM-Coach Petr Kankovsky. „Und gerade die brauchen wir jetzt.“ Nachdem die Grün-Gelben am vergangenen Wochenende komplett leer ausgegangen sind und es im Tabellenmittelfeld recht eng zugeht, rutschten sie prompt von Platz fünf auf acht ab. Der würde zwar immer noch für die Verzahnungsrunde zur Oberliga reichen, allerdings ist auch das Polster auf die Abstiegsrundenplätze geschrumpft – fünf Zähler sind’s noch. „Wir haben ohnehin noch die ganze Rückrunde vor uns. Da passiert noch viel“, so der Coach.
Und die Rück- beginnt wie die Hinrunde – mit dem Derby gegen Erding. Bei den Gladiators hatten die Moosburger die Anfangsphase ziemlich verschlafen und waren am Ende verdient als Verlierer (3:6) vom Eis gegangen. Während es beim EVM danach stetig bergauf ging, mussten die Herzogstädter den einen oder andere Durchhänger verkraften. Erst am vergangenen Wochenende zogen sie dank zweier Siege tabellarisch wieder an den Grün-Gelben vorbei.
Mit eine Rolle gespielt hat sicher auch der Trainerwechsel: Petr Vorisek musste gehen, für ihn kam der ehemalige Dorfener Spielertrainer Thomas Vogl. Beim TSV konzentriert er sich allerdings ausschließlich auf den Job hinter der Bande.
Während Vogl an diesem Wochenende womöglich wieder aus dem Vollen schöpfen kann – neben Abwehrchef Sebastian Schwarz kehrt vielleicht auch der lange verletzte Goalgetter Sebastian Lachner ins Team zurück – muss Kankovsky auf Leistungsträger verzichten: Neben Verteidiger Bastian Krämmer (gebrochener Finger) hat sich auch Angreifer Tobias Hanöffner (Meniskusquetschung) für die bevorstehenden Begegnungen krank gemeldet. Alex Feistl (Schulterprellung) wird hingegen alles tun, dass er auf dem Eis stehen kann.
Zumal er auch am Sonntag dabei sein will, wenn der EV Moosburg bei seinem Ex-Verein, den Passau Black Hawks (18.30 Uhr; Busabfahrt: 15 Uhr), um den nächsten Dreier kämpft. Auch hier wollen sich die Dreirosenstädter für eine Hinspiel-Niederlage revanchieren: Mit 4:5 nach Penaltyschießen war man den Niederbayern, die nach einem Start nach Maß inzwischen im BEL-Tabellenkeller angelangt sind, Anfang Oktober in eigener Halle unterlegen gewesen. 

Dem Spitzenreiter lange Paroli geboten

Montag, 21. November 2016
Achtbar aus der Affäre gezogen hat sich der EV Moosburg am Sonntag beim souveränen BEL-Spitzenreiter TEV Miesbach. Erst in den Schlussminuten konnten die Hausherren den 6:3 (3:2, 1:0, 2:1)-Erfolg in trockene Tücher bringen. Damit geht der EVM als Tabellenachter in die zweite Hälfte der Vorrunde.
Deutlich aufgeweckter und engagierter als noch am Freitag gingen die Dreirosenstädter, die auf den angeschlagenen Tobias Hanöffner verzichten mussten, in der Miesbacher Eishalle zu Werke. Die Partie wogte hin und her – bis Abwehrmann Bastian Krämmer ausgerechnet in Unterzahl den EVM in Führung schoss. Doch die Freude währte nur zwei Minuten: Dann trug sich TEV-Stürmer Christian Heller mit einem Doppelpack (10./11.) in die Torschützenliste ein. Bitter: Unmittelbar vor dem zweiten Miesbacher Treffer hatte Josef Kankovsky selbst das 2:1 auf dem Schläger. Doch die Gäste blieben dran. In einer geduldig ausgespielten Powerplay-Situation gelang Kevin Steiger kurz darauf der Ausgleich. Wiederum nur eine Minute später schlugen die Gastgeber erneut zu. Damit ging man in die erste Pause.
Im zweiten Abschnitt beruhigte sich die Partie etwas. In der 27. Minute musste EVM-Goalie Severin Cesak trotzdem zum vierten Mal hinter sich greifen. Viel schmerzhafter für die Grün-Gelben war aber der Doppel-Ausfall in der Defensive, der sich kurz vor dem Pausentee ereignete: Bastian Krämmer (gebrochener Finger, sechs Wochen Pause) und Maximilian Ohr (Cut an der Lippe, kann nächstes Wochenende aber wieder spielen) wurden kurioserweise gleich im selben Krankenwagen in die Klinik gefahren.
Doch die Moosburger gaben auch im Schlussdrittel nicht auf: Nach perfektem Zuspiel von Mathias Jeske verkürzte Alex Feistl fünf Minuten nach Wiederbeginn auf 3:4. Aber der Spitzenreiter wackelte nur kurz. 58 Sekunden später die Miesbacher Antwort: Doppel-Torschütze Tom-Patric Kimmel stellte den alten Abstand wieder her. Und den verteidigte der TEV nun auch mit dem nötigen Glück. Die Kankovsky-Truppe rannte an, biss sich an Torfrau Franziska Albl aber die Zähne aus. Vier Minuten vor dem Ende dann die endgültige Entscheidung: Kimmel mit dem 6:3.
Die Moosburger rutschten nach diesem Null-Punkte-Wochenende erst mal auf Rang acht ab. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsrundenplätze - genau so groß ist der Rückstand allerdings auch auf den Tabellenzweiten Memmingen. Es bleibt also spannend. Beste Voraussetzungen für den bevorstehenden Derby-Knaller am kommenden Freitag zuhause gegen die nur einen Rang besser platzierten Erding Gladiators (19.30 Uhr).
Tore: 0:1 (7:21) Krämmer (Möhle, Jeske), 1:1 (9:39) Heller (Kimmel, Feuerreiter), 2:1 (10:19) Heller (Kimmel, Frank), 2:2 (14:38) Steiger (Dlugos), 3:2 (15:14) Kathan (Rizzo, Deml), 4:2 (26:52) Rizzo (Feuerreiter, Gaschke), 4:3 (45:52) Feistl (Jeske), 5:3 (46:50) Kimmel, 6:3 (56:02) Kimmel (Trojan, Englbrecht). Strafminuten: 4/6. Zuschauer: 338.
Aufstellung: Cesak, Eggerdinger-Hölzl; Loidl, Ujcik, Steiger, Ohr, Lorenz, Krämmer, Waldhausen, Jeske, Seidlmayer; Möhle, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Asen, Birk, Schindlbeck, Dlugos. 

4:8 - Buchloe zeigt dem EVM seine Grenzen auf

Samstag, 19. November 2016
Deutlicher Dämpfer für Moosburgs Eishockeyspieler: Nach zuletzt überragenden Heim-Vorstellungen gegen die Top-Clubs Landsberg und Memmingen stolperte man nun gegen einen Tabellennachbarn. 4:8 (2:4, 0:1, 2:3) hieß es am Ende gegen einen cleveren ESV Buchloe.

 



Dabei hatten sich die Grün-Gelben diese Heimpleite in erster Linie selber zuzuschreiben: „Acht Gegentore in einem Heimspiel sind natürlich viel zu viel“, bilanzierte nach der Partie EVM-Coach Petr Kankovsky. „Das ging schon mit den vier Treffern im ersten Drittel los.“ Wobei seine Schützlinge damit noch gut bedient waren. Die Gäste waren in den ersten 20 Minuten das klar bessere Team und hätten auch noch öfter treffen können. Vom EVM kam bis auf die beiden zwischenzeitlichen Ausgleichstore durch Patrice Dlugos (nach einem Abwehrpatzer) und Daniel Schander (nach schönem Zuspiel von Kankovsy und Feistl) nicht viel. Wo man noch in der Vorwoche den Memmingern mit Kampf und Einsatz den Zahn frühzeitig gezogen hatte, verließ man sich diesmal auf vermeintliche spielerische Klasse – das war zu wenig. Hinzu kamen böse Patzer im Defensivverhalten, die die Buchloer gnadenlos bestraften.
Im zweiten Drittel – Kankovsky hatte inzwischen von vier auf drei Blöcke umgestellt - schien der EVM besser ins Spiel zu kommen. Nur blöd, dass es da bereits nach 54 Sekunden 2:5 stand. Immerhin bemühten sich die Gastgeber jetzt, konnten in einigen Szenen andeuten, warum sie sechs der vorangegangenen sieben Spiele gewonnen hatten.
Letzte Hoffnungen auf eine Wende wurden bereits in den ersten zwei Minuten des Schlussabschnitts erstickt: Buchloe erhöhte innerhalb von 50 Sekunden auf 2:7. Jetzt hatte auch Bernhard Eggerdinger-Hölzl im Moosburger Kasten genug und machte Platz für Severin Cesak. Der sah immerhin, dass seine Vorderleute nicht aufgaben. Buchloe musste seinem hohen Tempo Tribut zollen, der EVM setzte sich nun im gegnerischen Drittel regelrecht fest. Bastian Krämmers erfolgreiche Eistanz-Einlage (51.) und ein schön abgeschlossenes Powerplay durch Kevin Steiger (57.) blieben jedoch die einzigen Erfolgserlebnisse in der Schlussphase. Und bevor noch so etwas wie Spannung aufkommen konnte, nutzten die „Pirates“ ihrerseits eine Überzahl zum 4:8-Endstand.

Tore: 0:1 (7:59) Götz (Braun), 1:1 (12:29) Dlugos, 1:2 (16:01) Strodel M. (Vit), 2:2 (17:32) Schander (Kankovsky, Feistl), 2:3 (18:08) Heckelsmüller (Weigant), 2:4 Vaitl (Reichelmeir), 2:5 (20:54) Vaitl (Vit), 2:6 (41:58) Braun (Göttle), 2:7 (42:48) Lerchner (Götz, Heckelsmüller), 3:7 (50:19) Krämmer (Feistl, Jeske), 4:7 (56:12) Steiger (5-4; Lorenz, Dlugos), 4:8 (57:33) Heckelsmüller (Hruzik, Weigant). Strafminuten: 4/12+10. Zuschauer: 157.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Loidl, Ujcik, Steiger, Ohr, Lorenz, Krämmer, Waldhausen, Jeske, Seidlmayer; Möhle, Hanöffner, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Asen, Birk, Schindlbeck, Dlugos.


 

Gegen Buchloe geht's um drei wichtige Zähler

Freitag, 18. November 2016
Der EVM nähert sich der Halbzeit der Bayernliga-Vorrunde. Bevor die Dreirosenstädter am Sonntag bei Tabellenführer Miesbach (18 Uhr, Busabfahrt: 14.30 Uhr) auf eine weitere Überraschung hoffen, steht am heutigen Freitag ein wichtiges Heimspiel auf dem Programm: Mit dem ESV Buchloe (19.30 Uhr) ist nicht nur ein Tabellennachbar, sondern auch ein Konkurrent im Kampf um Platz acht zu Gast.
Der furiose Heimsieg über Titelkandidat Memmingen hat die Ausgangsposition für die Grün-Gelben noch einmal verbessert: 22 Zähler auf dem Konto, Tabellenplatz fünf und ein Zehn-Punkte-Polster auf die Abstiegsrundenränge. „Das sieht momentan wirklich gut aus, ist aber trotzdem nicht mehr als eine Momentaufnahme“, sieht EVM-Pressesprecher Bastian Amann keinen Grund, sich zurückzulehnen. „Ein Null-Punkte-Wochenende und es kann schon wieder eng werden.“ Deshalb gehe es heute gegen die Buchloer Pirates um drei wichtige Zähler. „Denn in Miesbach sind wir nur Außenseiter.“
Buchloe ist, was die Punktausbeute betrifft, zwar durchaus im Soll, hat aufgrund akuter Leistungsschwankungen aber auch schon einige Zähler liegen lassen. So war es auch am vergangenen Wochenende, als der ESV den starken Heimauftritt gegen Pfaffenhofen (11:3) zwei Tage später nicht bestätigen konnte und in Schongau nach Verlängerung unterlag.
Traditionsclub TEV Miesbach hingegen zieht an der Tabellenspitze derzeit einsam seine Kreise: Die Truppe von Simon Steiner ist besonders in der Defensive eine Macht, hat in elf Partien erst 18 Gegentore kassiert – ein einzigartiger Wert in der BEL-Statistik. Mit ein Grund ist der aus Germering verpflichtete Keeper Timon Ewert, der bislang eine starke Saison spielt. Erst am Sonntag hielten die Rot-Weißen Verfolger Landsberg per 5:2-Erfolg auf Distanz. Man darf allerdings gespannt sein, wie viel Kraft das Freitagsspiel den TEV kostet: Da muss Miesbach nämlich zum Gipfeltreffen auf den Memminger Hühnerberg. 

6:4-Überraschungserfolg: EVM beendet Memminger Siegesserie

Montag, 14. November 2016
Nach sieben deutlichen Siegen in Serie fragte sich die Bayernliga: Wer kann diese Memminger eigentlich noch stoppen? Die Antwort gab’s am Sonntag in Moosburg: Ein wie entfesselt aufspielender EVM überrumpelte die Indians bereits im ersten Drittel und legte damit den Grundstein für einen begeisternden 6:4 (4:1, 1:1, 1:2)-Erfolg.
Bis zur sechsten Minute lief alles so, wie sich das die Gäste wohl ausgemalt hatten. 0:1 lag der ECDC da in Führung, man schien Puck und Gegner unter Kontrolle zu haben. Nach dem freitäglichen Kraftakt, dem 8:4-Derbysieg in Landsberg, galt es ja auch, mit den Kräften zu haushalten. Doch dann gab Alex Feistl mit dem Ausgleichstreffer das Signal zu einer Sturm- und Drangphase, wie sie die Zuschauer in der Sparkassen-Arena schon lange nicht mehr erlebt haben: Philipp Ujcik (8.), Daniel Möhle (9.) und abermals Feistl (13.) sorgten mit ihren Toren innerhalb von sieben Minuten für unerwartet klare Verhältnisse. Der Tabellenzweite war den Grün-Gelben in allen Belangen unterlegen und konnte sich gerade noch so in die erste Drittelpause retten. „So kenne ich meine Mannschaft gar nicht“, gestand Moosburgs Trainer Petr Kankovsky schmunzelnd bei der Pressekonferenz. „Das war einfach nur top!“
Im zweiten Abschnitt ließen sich die von zahlreichen Anhängern unterstützten Indians freilich nicht mehr so herspielen und übernahmen ihrerseits die Initiative. Doch die Moosburger, bei denen diesmal wirklich jeder für jeden kämpfte, unterstützten Goalie Severin Cesak tatkräftig bei seinem Unternehmen „sauberer Kasten“. Nur ein Distanz-Schuss von Ex-Nationalspieler Jan Benda fand den Weg in die Maschen. Weil EVM-Torjäger Daniel Möhle nach einer halben Stunde aber das 5:2 markierte, ließ sich auch dieses Gegentor verschmerzen.
Im Schlussabschnitt warf Memmingen dann alles nach vorne: Nach dem dritten Treffer (47.) durften sie aufgrund zweier recht fragwürdiger Strafzeiten gegen den EVM bei 5:3-Überzahl das Toreschießen probieren. Und Antti-Jussi Miettinen ließ sich diese Chance nicht nehmen, auf 4:5 zu verkürzen (52.). Aber die Hausherren blieben ruhig, agierten defensiv geordnet und lauerten auf ihre Gegenstöße. Genau einen solchen nutzte vier Minuten vor dem Ende Tobias Hanöffner per elegantem Rückhand-Schlenzer zum viel umjubelten 6:4-Schlusspunkt.
In der Tabelle verbesserten sich die Moosburger nach diesem Sechs-Punkte-Wochenende auf Rang fünf. Bereits am kommenden Freitag gegen Platz-acht-Konkurrent ESV Buchloe (19.30 Uhr, Sparkassen-Arena) werden die Kankovsky-Schützlinge alles daran setzen, ihre Positiv-Serie zu verlängern.

Tore: 0:1 (6.) Miettinen (Varecha, Benda), 1:1 (7.) Feistl (Schander, Kankovsky), 2:1 (8.) Ujcik (Schindlbeck, Simm), 3:1 (9.) Möhle (Hanöffner, Dlugos), 4:1 (13.) Feistl (Birk, Waldhausen), 4:2 (23.) Benda (Miettinen), 5:2 (33.) Möhle (Krämmer, Jeske), 5:3 (47.) Huhn (Weigant), 5:4 (52.) Miettinen (5-3; Jainz, Folk), 6:4 (56.) Hanöffner (Möhle, Dlugos). Strafminuten: 16/8. Zuschauer: 227.
Aufstellung: Cesak, Eggerdinger-Hölzl; Steiger, Ujcik, Loidl, Ohr, Jeske, Lorenz, Krämmer, Waldhausen; Seidlmayer, Möhle, Hanöffner, Asen, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Birk, Schindlbeck, Dlugos. 

EVM geht auch in Schongau als Sieger vom Eis

Samstag, 12. November 2016
Der EV Moosburg macht weiterhin brav seine Hausaufgaben in der Bayernliga-Vorrunde. Auch beim Aufsteiger und Tabellenelften EA Schongau gaben sich die Grün-Gelben keine Blöße und siegten verdient mit 4:2 (2:0, 0:2, 2:0). Damit haben die Dreirosenstädter fünf der vergangenen sechs Spiele gewonnen.
Ein Zuckerschlecken war das Gastspiel in der direkt am Lech gelegenen Halle allerdings nicht. Nur im ersten Abschnitt wirkten die für ihre Heimstärke bekannten „Mammuts“ ziemlich zahnlos und ließen die Schützlinge von Petr Kankovsky gewähren. „Ich hatte eigentlich schon erwartet, dass Schongau von Beginn an Vollgas gibt. Allzu viel kam da aber nicht“, war EVM-Vorstand Ludwig Kieninger überrascht. Dass bis auf die Treffer von Christian Seidlmayer und Patrice Dlugos keine weiteren Moosburger Tore heraussprangen, war dann auch der einzige Makel. Die dominierenden Gäste hätten in dieser Phase ohne Weiteres für eine kleine Vorentscheidung sorgen können.
Und so probierte die EAS im zweiten Abschnitt alles, um den Anschluss wiederherzustellen, drängte die Moosburger mit aggressivem Forechecking ins eigene Drittel zurück. Der EVM reagierte überrascht – und hatte kein Mittel gegen die nun quicklebendigen Gastgeber. Denen gelang nach drei Minuten nicht nur das 1:2, sondern kurz vor der Pausensirene bei 4:4 auch der Ausgleich. Plötzlich war alles wieder offen.
Doch auch Moosburgs Coach Kankovsky stellte nun einige Dinge um. Ganz wichtig: Bereits vier Minuten nach Wiederbeginn gelang seinem Sohn Josef die erneute Gäste-Führung. Damit hatte nun wieder der EVM die besseren Karten, was Schongau zu einigen wütenden Angriffsversuchen bewog. Doch Bernhard Eggerdinger-Hölzl konnte wie schon im ersten Durchgang mit einigen tollen Paraden seinen Kasten sauberhalten. Und gerade als er in der Schlussphase wieder einen gefährlichen Schuss der Hausherren entschärft hatte, gelang im Gegenzug Abwehr-Hühne Mathias Jeske sein erstes Saisontor – die endgültige Entscheidung. Der EVM hat damit seinen sechsten Tabellenplatz verteidigt.

Tore: 0:1 (5:15) Seidlmayer (Birk, Samanski), 0:2 (15:18) Dlugos (Steiger, Hanöffner), 1:2 (23:05) Maag (Klein, Schierghofer), 2:2 (39:27) Imminger (4-4; Kopecky), 2:3 (43:55) Kankovsky (Schander, Jeske). 2:4 (57:54) Jeske (Schindlbeck, Kankovsky). Strafminuten: 12/10. Zuschauer: 85.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Steiger, Ujcik, Ohr, Lorenz, Krämmer, Waldhausen, Jeske; Seidlmayer, Möhle, Hanöffner, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Birk, Schindlbeck, Dlugos. 

Am Sonntag Wiedersehen mit Lukas Varecha

Freitag, 11. November 2016
31 Tore und 30 Vorlagen – so lauten die beeindruckenden Statistiken, mit denen sich Lukas Varecha in der vergangenen Saison in die Herzen der Moosburger Fans gespielt hat. Am Sonntag gibt es nun ein Wiedersehen mit dem Publikumsliebling, der um 17.15 Uhr mit seinem neuen Club, dem ECDC Memmingen, in Moosburg zu Gast ist. Bereits heute muss der der EVM auswärts antreten – um 20 Uhr bei Aufsteiger EA Schongau (Busabfahrt: 16.15 Uhr).
„Fünf Punkte an diesem Wochenende – ist das ok?“, fragte EVM-Coach Petr Kankovsky augenzwinkernd, als er auf seine anstehenden Ziele angesprochen wurde. Die Stimmung ist nicht zuletzt aufgrund des unerwarteten 6:4-Sieges am vergangenen Sonntag über Landsberg gut beim Tabellensechsten. Am Dienstag wurde in lockerer Atmosphäre das Mannschaftsfoto gemacht, zum gestrigen Abschlusstraining kehrte mit Kevin Steiger der einzige zuletzt fehlende Spieler zurück. Kankovsky: „Wir sind damit wieder komplett.“
Wobei der Coach beim Gastspiel in Schongau auf Stefan Loidl und Alexander Asen verzichten wird, die beide beim parallel stattfindenden Heimspiel der U23 mithelfen sollen, dass diese noch die Meisterrunde erreicht. Die Schongauer, Elfter mit acht Zählern, sind nach ihrem Ausrufezeichen, das sie zum Saisonstart gesetzt hatten – ein 3:2-Overtime-Sieg in Memmingen – inzwischen in der harten Realität der Bayernliga angekommen. Zuletzt mussten sie sich sogar den bis dato sieglosen Pfaffenhofenern mit 1:4 geschlagen geben. Aber: Besonders in eigener Halle sind die „Mammuts“ ein extrem unbequemer, körperlich starker Gegner. „Wir haben überhaupt keinen Grund, die zu unterschätzen“, sagt der Trainer.
Zumindest diesbezüglich muss er sich beim Heimspiel am Sonntag keine Gedanken machen. Nach zuletzt sechs Siegen in Serie sind die Memminger Indians – in Lauerposition hinter Spitzenreiter Miesbach – die Mannschaft der Stunde und klarer Favorit. Neben der starken Offensive um Varecha, den Ex-Buchloer Daniel Huhn und den Deutsch-Finnen Antti-Jussi Miettinnen hat die sportliche Leitung auch für ganz hinten vor der Saison Qualität geholt: Joey Vollmer, von 2002 bis 2011 Goalie-Legende des EHC München und in den jüngsten beiden Spielzeiten Nummer eins bei Zweitligist SC Riessersee. 

EVM holt drei überraschende Punkte gegen Landsberg

Sonntag, 6. November 2016
Diese „Kür“ macht Lust auf mehr: Mit einer bärenstarken Leistung hat der EV Moosburg am Freitag Titelkandidat HC Landsberg auf heimischem Eis in die Knie gezwungen. Der 6:4 (3:2, 2:1, 1:1)-Erfolg resultierte aus einem konzentrierten, engagierten Auftritt der Grün-Gelben, die sich 60 Minuten lang kaum einen Durchhänger leisteten.
„Moosburg wollte den Sieg einfach mehr als wir – deshalb geht das Ergebnis auch völlig Ordnung“, bilanzierte HCL-Coach Andreas Zeck. EVM-Trainer Petr Kankovsky wirkte fast ein bisschen gerührt nach der Darbietung seiner Jungs: „Es gibt nicht viel zu kritisieren. Ich kann heute einfach nur ,Danke’ sagen!“
Lediglich in der Anfangsphase der Partie schienen die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht werden zu können. Trotz des frühen Powerplay-Tors durch Moosburgs Kapitän Rudi Lorenz (3.) gab der HCL in der Folge den Ton an: Nach dem Ausgleich (6.) nutzten die Riverkings ihrerseits eine numerische Überlegenheit zur 1:2-Führung (8.). Alles schien den erwarteten Gang zu nehmen. Doch ein wohl eher zum Wechseln gedachter Befreiungs-Distanzschuss von Philipp Ujcik bescherte den Hausherren das 2:2. Und als in der 14. Minute Goalgetter Daniel Möhle den EVM sogar wieder in Führung schoss, machte Landsbergs Schlussmann erneut nicht die beste Figur.
Ihre Powerplay-Stärke stellten die Moosburger gleich zu Beginn des zweiten Drittels unter Beweis: Jeweils bei 5:4 zogen sie bis zur 25. Minute durch Tore von Daniel Schander und Josef Kankovsky auf 5:2 davon. Der Tabellenvierte hatte dem kaum etwas entgegenzusetzen. Nur, als die Gastgeber ein Mann weniger waren, konnte der HCL EVM-Keeper Severin Cesak überwinden (29.).
Auch in den letzten 20 Minuten ließen die Dreirosenstädter nur wenige Chancen der Gäste zu. Und in Überzahl lief es ohnehin bestens: Zehn Minuten vor der Schlusssirene netzte abermals Möhle zum vorentscheidenen 6:3 ein. Der vierte Treffer der Landsberger (59.) kam zu spät – zumal sich die Riverkings durch eine abermalige Strafe kurz darauf auch um die letzte Chance brachten, noch mal zurückzukommen.
Unschöne Szenen gab es nach dem Schlusspfiff, als das Shakehands der beiden Teams von einigen Handgreiflichkeiten begleitet wurde. Die Schiedsrichter beließen es bei je 2+2-Minuten für die vier Protagonisten.

Tore: 1:0 (2:32) Lorenz (5-4; Dlugos, Möhle), 1:1 (5:05) Gäbelein, 1:2 (7:01) Sturm (5-4; Maag), 2:2 (9:23) Ujcik (Feistl, Jeske), 3:2 (13:50) Möhle (5-4; Hanöffner, Jeske), 4:2 (23:50) Schander D. (5-4; Jeske, Feistl), 5:2 (24:40) Kankovsky (5-4; Schander, Krämmer); 5:3 (29:00) Juhasz (5-4; Sturm, Hoffmann), 6:3 (49:20) Möhle (5-4; Dlugos, Hanöffner), 6:4 (58:11) Reuter (Juhasz, Kerber). Strafminuten: 20/28. Zuschauer: 187.
Aufstellung: Cesak, Eggerdinger-Hölzl; Loidl, Ujcik, Ohr, Lorenz, Krämmer, Waldhausen, Jeske; Seidlmayer, Möhle, Hanöffner, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Asen, Birk, Schindlbeck, Dlugos. 

Spannender Freitag, freier Sonntag

Donnerstag, 3. November 2016
Wenn Deutschland am Sonntag um 16.30 Uhr auf die Auswahl Kanadas trifft, sollen auch Teams und Fans aus der Bayernliga Gelegenheit haben, diesem Event beizuwohnen. Dem Deutschland-Cup hat der EVM also das erste kurze Wochenende der laufenden BEL-Saison zu verdanken. Somit müssen die Grün-Gelben nicht mit ihren Kräften haushalten, wenn am Freitag um 19.30 Uhr in der Sparkassen-Arena mit dem HC Landsberg ein Mitfavorit auf den Titel aufkreuzt.
Im Kampf um Platz acht haben die Moosburger bislang ihre Hausaufgaben gemacht. Die Punkte gegen potentielle Konkurrenten wie Pegnitz, Pfaffenhofen oder kürzlich Geretsried wurden allesamt geholt, weshalb sich die Niederlagen gegen Top-Teams à la Dorfen oder Peißenberg verschmerzen ließen. „Aber es ist natürlich nicht verboten, auch mal gegen solche Mannschaften zu punkten“, sagt Trainer Petr Kankovsky vor dem Aufeinandertreffen mit den gerade erst von der Tabellenspitze verdrängten Landsbergern. „Die haben ja den Druck – nicht wir“.
Die River-Kings, die sich nach ihrem Aufstieg in die Bayernliga vor zwei Jahren bereits bestens in selbiger etabliert haben, scheinen heuer in der Tat etwas mehr vorzuhaben: Unter den neun Neuzugängen lesen sich illustre Namen wie Sven Curmann (Buchloe), Cody Freeman (Kanada), Martin Schweiger (Sonthofen) oder der des letztjährigen DEL-2-Topstürmers Daniel Menge. Letztgenannter markierte dort noch in der Vorsaison für Kaufbeuren 25 Tore und 27 Assists. Weh tut dem HCL jedoch die Verletzung Schweigers (Schlüsselbeinbruch), der zumindest 2016 nicht mehr auf dem Eis stehen wird. Momentan rangiert Landsberg (4.) zwei Plätze vor den Moosburgen – allerdings mit einem Vorsprung von sechs Zählern.
Eine personelle Hiobsbotschaft muss auch EVM-Trainer Kankovsky verkraften: Abwehr-Ass Kevin Steiger wird an diesem Wochenende nicht zur Verfügung stehen. „Dafür sind alle anderen da“, sagt er. Je nach Spielverlauf dürfte also auch der vierte Block der Moosburger wieder zum Einsatz kommen, der seinen Job am vergangenen Sonntag in Peißenberg beim 3:10 ordentlich erledigt hat. Das Schützenfest im letzten Drittel (0:5) fand nämlich erst statt, als Kankovsky bereits auf drei Reihen umgestellt hatte. 

Nur zwei Drittel lang mit Peißenberg auf Augenhöhe

Montag, 31. Oktober 2016
Ein jähes Ende hat die Moosburger Siegesserie am Sonntag in Peißenberg genommen. Bei den „Eishacklern“ kamen die Dreirosenstädter am Ende deutlich mit 10:3 (2:1, 3:2, 5:0) unter die Räder. Ein Resultat, bei dem es schwer fällt zu glauben, dass die Partie noch zu Beginn des letzten Drittels eine spannende Angelegenheit war.
Abermals standen Coach Petr Kankovsky alle aktuellen Feldspieler zur Verfügung, weshalb der Coach bei den kampfstarken Pfaffenwinklern vier Blöcke ins Rennen schickte. Die taten sich zwar von Beginn an schwer, mit dem körperbetonten Power-Eishockey des TSV mitzuhalten, konnten durch schnelle Gegenangriffe aber auch ihrerseits immer wieder Akzente setzen. So kam der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich, als Josef Kankovsky von Mathias Jeske und Bastian Krämmer in Szene gesetzt worden war, auch nicht von ungefähr. Nur wenige Sekunden danach gingen die Gastgeber aber wieder in Führung.
Diese konnte Peißenberg auch dank einige Abwehrschnitzer der Gäste im zweiten Durchgang zwischen der 25. und 30. Minute noch weiter auf 5:1 ausbauen – was an der Gegenwehr der Moosburger aber nichts änderte. Der EVM spekulierte auf seine Chancen, und die kamen jetzt speziell im Powerplay: Verteidiger Bastian Krämmer verkürzte zunächst auf 2:5 (37.), Daniel Schander musste nach einer feinen Kombination über Feistl und Kankovsky nur noch den Schläger hinhalten (40.).
Zwei Tore schienen zu Beginn des Schlussdrittels ein vertretbarer Rückstand, um noch auf Zählbares hoffen zu dürfen. Doch jetzt wanderten nach einigen kleinlichen Pfiffen des Unparteiischen wieder die Moosburger Spieler auf die Strafbank. Peißenberg ließ sich nicht zweimal bitten und sorgte in Überzahl mit dem 6:3 eine Viertelstunde vor dem Ende für die Vorentscheidung. Beim EVM ließ die Gegenwehr in der Folgezeit deutlich nach, Keeper Bernhard Eggerdinger-Hölzl wurde in vielen Szenen allein gelassen. Der TSV nahm die Geschenke in den Schlussminuten dankbar an und lud die knapp 600 Zuschauer noch zu einem kleinen Schützenfest ein.

Tore: 1:0 (16.) Brauer (Wiseman, Birkner), 1:1 (19.) Kankovsky (Krämmer, Jeske), 2:1 (19.) Andrä (Stögbauer, Wiseman), 3:1 (25.) Barth F. (Neal, Wiseman), 4:1 (28.) Barth F. (Wiseman, Maier), 5:1 (30.) Andrä (Malzatzki, Birkner), 5:2 (37.) Krämmer (Jeske, Feistl), 5:3 (40.) Schander (Feistl, Kankovsky), 6:3 (46.) Birkner (Stögbauer, Malzatzki), 7:3 (51.) Malzatzki (Andrä, Stögbauer), 8:3 (52.) Barth M. (Estermaier, Ebentheuer), 9:3 (53.) Malzatzki (Andrä), 10:3 (56.) Eichberger (Barth M., Estermaier). Straminuten: 4/12. Zuschauer: 592.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Loidl, Ujcik, Steiger, Ohr, Lorenz, Krämmer, Waldhausen, Jeske, Seidlmayer; Möhle, Hanöffner, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Asen, Birk, Schindlbeck, Dlugos. 

Feistl-Hattrick beim 6:4 gegen Geretsried

Sonntag, 30. Oktober 2016
Seine Pflichtaufgaben erledigt der EVM in dieser Saison bislang tadellos: Gegen den ESC Geretsried – auch einer der möglichen Konkurrenten im Kampf um Platz acht – fuhren die Kankovsky-Schützlinge am Freitag den dritten Sieg in Serie ein. Trotzdem machten die Moosburger es beim 6:4 (2:2, 3:0, 1:2) wieder spannender als es tatsächlich hätte sein müssen.
Ein Mann drückte dem Spiel ganz besonders seinen Stempel auf: Alexander Feistl. Nicht nur wegen seiner drei Tore war der 30-Jährige diesmal bester Mann auf dem Eis. Er sprühte regelrecht vor Spiellaune und stellte bei der Pressekonferenz zufrieden fest: „Es läuft immer besser bei mir. Zu Saisonbeginn hatte ich noch etwas Rückstand – aber es schaut von Woche zu Woche positiver aus.“
Die Moosburger erwischten einen Blitzstart, schnürten die sichtlich überraschten Gäste in ihr Drittel ein und gingen nach viereinhalb Minuten durch Patrik Samanski völlig verdient in Führung. „Mit dem schnellen Umschaltspiel der Moosburger sind wir anfangs gar nicht zurecht gekommen“, sagte ESC-Coach Florian Funk. Und selbst in Unterzahl war der EVM zunächst gefährlicher: Bei 4:5 vollendete Christian Birk einen Konter zum 2:0 (14.). Doch die zunehmenden Strafzeiten wurden ein Problem: So kam der ESC bei doppelter Überzahl kurz darauf zum Anschluss, und in Minute 18 gelang sogar der 2:2-Ausgleich.
Im zweiten Abschnitt startete dann die Feistl-Show: Nachdem die Hausherren zunächst Pech hatten und zweimal am Pfosten scheiterten, brachte der Rückehrer den EVM wieder in Führung (27.). Moosburg gab nun abermals den Ton an – was sich bald auch im Ergebnis widerspiegeln sollte: Birk im Nachschuss und abermals Feistl sorgten per Doppelschlag (35./36.) für klare Verhältnisse – die Vorentscheidung? Noch nicht.
„Mich hat dann eigentlich schon gewundert, dass wir nochmal zurückgekommen sind“, kommentierte Funk die Anschlusstreffer seiner Riverrats zu Beginn des Schlussdrittels. Doch mehr als das vierte Tor ließ die Moosburger Abwehr um Keeper Severin Cesak nicht zu. Dass die letzten zehn Minuten nicht mehr allzu nervenaufreibend wurden, lag an – genau – Alex Feistl: Sein dritter Treffer zum 6:4 brachte die Entscheidung.

Tore: 1:0 (4:24) Samanski (Schindlbeck, Dlugos), 2:0 (13:05) Birk (Ohr, Seidlmayer), 2:1 (14:46) Jorde (Köhler, Dornbach), 2:2 (17:28) Meierl (Berger, Köhler), 3:2 (26:44) Feistl (Kankovsky), 4:2 (34:20) Birk (Samanski, Schindlbeck), 5:2 (35:46) Feistl (Kankovsky), 5:3 (44:39) Köhler (Berger, Poch), 5:4 (47:21) Meierl (Rizzo, Jorde), 6:4 (50:26) Feistl. Strafminuten: 12/4. Zuschauer: 186.
Aufstellung: Cesak, Eggerdinger-Hölzl; Loidl, Ujcik, Steiger, Ohr, Lorenz, Krämmer, Walhausen, Jeske, Seidlmayer; Möhle, Hanöffner, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Asen, Birk, Schindlbeck, Dlugos. 

EVM will Aufwärtstrend am Wochenende fortsetzen

Donnerstag, 27. Oktober 2016
Wird aus dem Aufschwung eine richtige Serie? Nach dem jüngsten Sechs-Punkte-Wochenende wollen Moosburgs Eishockeyspieler nachlegen und in der oberen Tabellenhälfte der Bayernliga bleiben. Personell sieht’s vor dem Heimspiel am Freitag gegen die Geretsrieder River-Rats (19.30 Uhr) und dem sonntäglichen Auswärtsauftritt in Peißenberg (17 Uhr; Busabfahrt 13.15 Uhr) ziemlich gut aus.
Für den Kader der Grün-Gelben gilt heuer: Sind tatsächlich alle Spieler da, hat Coach Petr Kankovsky die Möglichkeit, auch mal mit vier Blöcken zu agieren. „Bis auf auf unseren verletzten Goalie Fritz Berghammer sind alle fit – deshalb ist das schon eine Option“, sagt er vor dem Wochenende.
Gerade das Aufeinandertreffen mit den überraschend starken Geretsriedern dürfte eines der laufintensiveren Art werden. Beim ESC ist auch heuer der Trainer der Star: Florian Funk, langjähriger Profi bei den Eisbären Berlin und bis im Vorjahr Oberliga-Coach in Bad Tölz. Er schaffte es 2015/16, mit einer absoluten No-Name-Mannschaft in der BEL zu bleiben und hat heuer mit seiner Truppe schon ein paar Ausrufezeichen gesetzt: Vor der 1:6-Niederlage in Buchloe konnten die River-Rats drei Spiele in Folge gewinnen – darunter ein nicht unbedingt erwarteter 5:3-Erfolg über Mitfavorit TSV Peißenberg.
Bei den „Eishacklern“ muss der EVM am Sonntag ran. Blickt man auf die Statistiken der vergangenen Jahre, könnte man sich die Fahrt in den Pfaffenwinkel fast sparen. „Da haben wir eigentlich noch nie was geholt“, bilanziert Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger. Doch die stark eingeschätzten Peißenberger sind recht durchwachsen in die neue Spielzeit gestartet, rangieren mit sieben Punkten aus fünf Spielen nur auf Rang zehn. Hinzu kommt, dass ihr letztjähriger Torgarant Tyler Wiseman derzeit angeschlagen ist. Hinter seinem Einsatz steht wegen Rückenbeschwerden vor diesem Wochenende ein Fragezeichen.
Apropos Fragezeichen. Ein solches lässt sich auch in Zusammenhang mit der Position des letzten Mannes beim EVM nicht vermeiden. Nach der Verletzung von Berghammer hatte zunächst die etatmäßige Nummer zwei, Severin Cesak, den Vorzug erhalten. Zuletzt stand jedoch Bernhard Eggerdinger-Hölzl zweimal im Kasten. Und dieses Mal? „Warten wir mal ab“, lässt sich Kankovsky noch nicht in die Karten blicken. „Ich bin jedenfalls froh, trotz des Ausfalls von Fritz zwei Torhüter zur Verfügung zu haben.“ 

Neue Trikots von unserem Premiumsponsor Autohaus Braun

Donnerstag, 27. Oktober 2016
Ein bissl länger hat es heuer gedauert, bis sie endlich da waren: die neuen, knallgelben Heimtrikots der ersten Mannschaft des EV Moosburg. Auf der Brust prangt seit dieser Saison der neue Premiumsponsor der Grün-Gelben, das Autohaus Braun, dessen Schriftzug inzwischen auch auf der Eisfläche zu lesen ist.

Vor dem Holledau-Derby gegen den EC Pfaffenhofen, das der EVM mit 6:4 gewann, fand die Trikotübergabe statt. Das Foto zeigt (von links) EVM-Eigengewächs Christian Seidlmayer, Hermann und Veronika Braun vom gleichnamigen Autohaus sowie EVM-Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger.

 

Unnötige Spannung beim 5:4-Erfolg in Pegnitz

Montag, 24. Oktober 2016
Das erste Sechs-Punkte-Wochenende ist unter Dach und Fach: Nach dem Heimsieg gegen Pfaffenhofen holte der EV Moosburg am Sonntag im Pegnitzer Freiluft-Oval beim 5:4 (2:1, 2:1, 1:2) den nächsten Dreier. Damit kletterten die Grün-Gelben in der BEL-Tabelle auf Platz sechs.
Warum für Langeweile sorgen, wenn’s auch spannend geht – dieses Motto scheint für den EVM bei Auswärtsspielen in Pegnitz schön langsam zum Programm zu werden. Bereits in der Vorsaison hätte man im Schlussdrittel fast noch eine 4:0-Führung verspielt, siegte nur mit Mühe 5:3. Heuer wackelte man trotz Drei-Tore-Vorsprung am Ende bedenklich.
Dabei waren die Gäste abermals zweieinhalb Drittel lang die dominierende Mannschaft, kamen durch einen schön herausgespielten Treffer von Daniel Möhle nach knapp drei Minuten bestens ins Match. Die IceDogs wirkten bei ihrer Heimpremiere verunsichert, fanden kaum Antworten auf das druckvolle Spiel der Dreirosenstädter. Der zwischenzeitliche Ausgleich des EVP war mehr ein Zufallsprodukt, Patrice Dlugos rückte die Verhältnisse mit dem 2:1 kurz vor dem ersten Pausentee wieder zurecht. Die Torschussbilanz sprach eine deutliche Sprache: 16:5 für Moosburg.
Und diesen Schwung nahm die Kankovsky-Truppe auch in ihr „Problemdrittel“ mit – das diesmal keines war. Alex Feistl und abermals Dlugos bauten den Vorsprung weiter aus, Pegnitz’ angeschlagenem Letten Aleksandrs Kercs gelang lediglich Ergebniskosmetik. „Meine Spieler haben ohne ersichtlichen Grund die Hosen vollgehabt und eine Stimmung verbreitet wie in einer Leichenhalle“, sprach EVP-Coach Knut Pleger Klartext. Als kurz nach Wiederbeginn Möhle auf 2:5 erhöhte, schien die Sache gegessen.
Doch in den letzten Minuten leisteten sich die Gäste unerklärliche Undiszipliniertheiten: Bastian Krämmer, Alexander Feistl und Josef Kankovsky mussten nach teils völlig überflüssigen Fouls innerhalb von 113 Sekunden in die Kühlbox und brachten Pegnitz zurück ins Spiel: Bei 5:3-Überzahl kamen die IceDogs bis zweieinhalb Minuten vor dem Ende mit zwei Toren auf 4:5 heran. Schlimmeres konnten die Moosburger aber glücklicherweise verhindern – zur großen Erleichterung ihres mitgereisten Anhangs.

Tore: 0:1 (2:51) Möhle (Hanöffner, Dlugos), 1:1 (13:36) Skarupa, 1:2 (17:05) Dlugos (Steiger), 1:3 (26:59) Feistl (Ujcik, Seidlmayer), 2:3 (29:25) Kercs (Runge), 2:4 (30:02) Dlugos (Lorenz, Möhle), 2:5 (42:39) Möhle (Hanöffner, Dlugos), 3:5 (56:18) Kercs (Müller F., Runge), 4:5 (57:39) Müller F. (Skarupa, Bogner). Strafminuten: EVP: 8/EVM 16 + 10 Ohr +10 Kankovsky. Zuschauer: 350.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Ujcik, Krämmer, Lorenz, Steiger, Jeske, Waldhausen, Ohr; Seidlmayer, Hanöffner, Samanski, Möhle, Schander, Schindlbeck, Kankovsky, Feistl, Dlugos, Birk. 

6:4 - EVM gelingt im Holledau-Derby der erste Heimsieg

Sonntag, 23. Oktober 2016
Ein hartes Stück Arbeit hatte der EVM im Holledau-Derby gegen den EC Pfaffenhofen zu absolvieren, bis die ersten drei Heimpunkte endlich im Sack waren. Beim 6:4 (2:0, 2:3, 2:1) muteten die Grün-Gelben ihrem Anhang abermals eine emotionale Achterbahnfahrt zu – was wieder mal an einem schwachen zweiten Drittel lag.
„Vielleicht sollten wir die Pause nach dem ersten Drittel einfach sein lassen“, kommentierte Verteidiger Kevin Steiger bei der Pressekonferenz die Problemphase der Moosburger. 0:3 in Germering, 1:4 gegen Dorfen und jetzt 2:3 gegen Pfaffenhofen – der zweite Abschnitt wird immer mehr zur Achillesferse. Dabei war die Kankovsky-Truppe – erstmals in dieser Saison mit Rückkehrer Bernhard Eggerdinger-Hölzl als Schlussmann – wieder bestens gestartet: Daniel Schander brachte die Gastgeber bereits nach vier Minuten mit 1:0 in Führung. Moosburg diktierte das Geschehen, die junge Pfaffenhofener Mannschaft verlegte sich aufs Kontern. Aber die Hausherren ließen wenig zu, erspielten sich dafür selber gute Chancen. Bis zur 14. Minute dauerte es, ehe Patrik Samanski sein erstes Saisontor bejubeln durfte. Drittelpause, alles lief nach Plan.
Was danach bei den in Bestbesetzung angetretenen Grün-Gelben los war, konnte auch der Coach nicht erklären. Schien der Anschlusstreffer der Gäste in Minute 23, ein Distanzschuss, noch ein Schönheitsfehler zu sein, ließ man sich in der Folge von den wacker kämpfenden IceHogs immer mehr unter Druck setzen. Und dann drehten die Gäste per Doppelschlag (26./27.) plötzlich das Match. Aber der EVM lebte noch: Nur 30 Sekunden später glich der Ex-Pfaffenhofener Christian Birk zum 3:3 aus. Die Partie war jetzt völlig offen. Von Minute zu Minute kam allerdings die Sicherheit ins Moosburger Spiel zurück. Da war der Zeitpunkt – 40. Minute – natürlich ideal, zu dem Patrice Dlugos den EVM wieder in Führung schoss.
Gleich zu Beginn des Schlussdrittels war dann wieder Schander-Time angesagt: Der Schnellstarter der Dreirosenstädter stellte mit dem 5:3 (42.) den alten Abstand wieder her. In den Schlussminuten mussten die Moosburger aber trotzdem zittern: Nach dem zwischenzeitlichen vierten ECP-Tor bot sich den IceHogs fünf Minuten vor dem Ende noch eine Überzahlsituation. Aber auch dank Eggerdinger-Hölzl wurde diese Phase schadlos überstanden. Und zwei Minuten vor dem Ende machte Birk dann mit seinem zweiten Treffer zum 6:4 endgültig den Deckel drauf.

Tore: 1:0 (4:06) Schander (Krämmer, Jeske), 2:0 (13:47) Samanski (Seidlmayer, Ujcik), 2:1 (22:27) Pfab (Bauer, Neubauer), 2:2 (26:04) Bauer (Tahedl, Neubauer), 2:3 (27:26) Drienovsky (Bauer), 3:3 (28:02) Birk (Kankovsky, Jeske), 4:3 (39:02) Dlugos (Möhle), 5:3 (41:13) Schander (Birk, Kankovsky), 5:4 (45:04) Eder, 6:4 (58:17) Birk (Schander). Strafminuten: 8/6. Zuschauer: 183.
Aufstellung: Eggerdinger-Hölzl, Cesak; Loidl, Ujcik, Steiger, Ohr, Lorenz, Krämmer, Waldhausen, Jeske; Seidlmayer, Möhle, Hanöffner, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Asen, Birk, Schindlbeck, Dlugos. 

Erst die Ice-Hogs, dann die Ice-Dogs

Donnerstag, 20. Oktober 2016
Vier Spiele, vier Punkte. Einen Fehlstart in die neue Bayernliga-Saison haben Moosburgs Eishackler damit zwar nicht unbedingt hingelegt, großer Grund zur Euphorie besteht angesichts dreier Niederlagen allerdings auch nicht. Wie auch immer: Um den Anschluss an Platz acht nicht zu verlieren, muss an diesem Wochenende gepunktet werden. Zumal man mit dem EC Pfaffenhofen (Freitag, 19.30 Uhr Sparkassen-Arena) und dem EV Pegnitz (Sonntag, 17.30 Uhr, auswärts) auf Konkurrenten trifft, die noch keinen Zähler auf dem Konto haben.
Unter der Woche wurde aus der Befürchtung Gewissheit: Torhüter Fritz Berghammer, der beim bisher einzigen Saisonsieg in Germering verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, wird länger ausfallen. „Er hat sich das Innenband im rechten Knie angerissen“, sagt EVM-Pressesprecher Bastian Amann. „Das bedeutet voraussichtlich zehn Wochen Pause.“ Ein schwerer Rückschlag nicht nur für Berghammer selbst, der sich nach mehrjähriger Eishockey-Abstinenz einen Stammplatz in der Bayernliga erarbeiten wollte, sondern natürlich auch für die Mannschaft. „Aber da müssen wir jetzt durch“, so Amann.
Als ob es die Moosburger Verantwortlichen geahnt hätten, war im Vorfeld erstmals seit Jahren wieder ein dritter Torwart verpflichtet worden: Rückkehrer Bernhard Eggerdinger-Hölzl. Der wollte zwar eigentlich nur mittrainieren, hatte aber versprochen, im Notfall auszuhelfen. Und genau so ein Notfall ist jetzt eingetreten. Gemeinsam mit Severin Cesak wird er das Goalie-Duo für die kommenden Wochen bilden. „Das sollte eine vernünftige Lösung bis mindestens Ende November sein – dann sehen wir weiter“, kündigt der Sprecher an.
Im Heimspiel gegen Schlusslicht Pfaffenhofen wird es nicht nur auf den letzten Mann, sondern die Defensive ganz allgemein ankommen. Immerhin treffen da die beiden Teams aufeinander, die bislang die meisten Gegentore kassiert haben: 22 der EVM, 23 der ECP. Im Gegensatz zur Kankovsky-Truppe warten die stark verjüngten IceHogs um Trainerfuchs Heinz Zerres noch immer auf ein Erfolgserlebnis. Amann: „Die haben zuletzt wohl auch einige Chancen liegen gelassen. Wollen wir hoffen, dass der Knoten nicht ausgerechnet gegen uns platzt.“
Seine Heimpremiere feiert am Sonntag gegen den EVM der EV Pegnitz. Die Franken warten zwar ebenfalls noch auf Zählbares, konnten aufgrund der Witterungsbedingungen – ihr Eisstadion hat kein Dach – aber erst zwei Auswärtspartien absolvieren, Und da hielten sie sowohl in Buchloe (2:3) als auch in Erding (4:6) gut mit. Besonders aufpassen müssen die Moosburger auf Pegnitz’ lettischen Neuzugang Aleksandrs Kercs Jr., der mit Dauerbrenner Markus Schwindl ein gefährliches Sturmduo bildet.
Fans können übrigens im Bus nach Pegnitz mitfahren. Treffpunkt ist um 13 Uhr der Parkplatz vorm Eisstadion. 

2:7 im Derby: Ein starkes Drittel reicht gegen Dorfen nicht

Montag, 17. Oktober 2016
Stark angefangen, aber eben auch stark nachgelassen – mit dieser Floskel lässt sich Moosburgs 2:7 (1:0, 1:4, 0:3)-Pleite im Derby gegen Spitzenreiter Dorfen am besten zusammenfassen. Die knapp 350 Zuschauer in der Sparkassen-Arena wurden jedenfalls gut unterhalten. Was auch daran lag, dass dieses flotte Lokalduell lange ziemlich offen war.
Neben den neuen, knallgelben Retro-Heimtrikots fiel den Fans auch ein neues Gesicht beim EVM auf: Verteidiger Max Ohr (22), der zum Ende der Wechselfrist aus Dingolfing nach Moosburg gekommen ist. Wobei Ohr schon einmal im Kader der Grün-Gelben stand: in der BEL-Saison 2012/13.
Mit ihm hatte Coach Petr Kankovsky noch eine Option mehr für die Defensive, die im ersten Abschnitt richtig gut stand. So erstickte man die Angriffsbemühungen der Eispiraten oft schon im Keim und war zunächst die deutlich gefährlichere Mannschaft – und das, obwohl Topscorer Daniel Möhle grippekrank fehlte. Daniel Schander, Christian Birk und Josef Kankovsky hatten gute Einschussmöglichkeiten. Nach einer Viertelstunde durfte dann tatsächlich gejubelt werden, als Schander auf Birk-Pass sehenswert einnetzte. Auf der Tribüne war man sich in der ersten Pause einig, das bislang beste Moosburger Drittel der laufenden Saison gesehen zu haben.
Doch die Gäste, die mit einem Sieg die Chance hatten, die Tabellenführung zu übernehmen, präsentierten sich in den zweiten 20 Minuten aggressiver und zielstrebiger – und beim EVM ging langsam die Ordnung flöten. Immer wieder vertändelte man durch individuelle Fehler die Scheibe und brachte Schlussmann Severin Cesak in allerhöchste Not. Kaum waren 32 Minuten absolviert, stand es plötzlich 1:4 für die Gäste. Immerhin gelang Patrice Dlugos vor dem letzten Wechsel noch das zweite EVM-Tor. Es blieben also noch 20 Minuten für ein abermaliges Comeback wie am Freitag in Germering.
Und die Dreirosenstädter taten zu Beginn des Schlussabschnitt wirklich alles, um doch noch zu Punkten zu kommen: Angriff um Angriff rollte aufs ESC-Gehäuse, nicht nur der wiedergenesene Dominik Schindlbeck und Patrik Samanski hätten den Anschluss wiederherstellen können. Doch ausgerechnet in dieser Drangphase enteilte Dorfens Lukas Miculka der Moosburger Defensive und besorgte mit dem 2:5 die Vorentscheidung. Die Eispiraten hatten das EVM-Schiff nun endgültig geentert, ließen in der Schlussphase kaum noch Chancen zu – im Gegenteil: mit zwei weiteren Toren schraubten sie das Resultat noch auf 2:7 nach oben.

Tore: 1:0 (15:01) Schander (Birk), 1:1 (23:27) Fischer (Brenninger T., Attenberger), 1:2 (25:39) Attenberger (Göttlicher, Selmair), 1:3 (31:24) Brenninger F. (Miculka), 1:4 (32:47) Fischer (Brenninger T., Sorsak), 2:4 (34:26) Dlugos (Hanöffner), 2:5 (46:36) Miculka (Göttlicher), 2:6 (48:57) Feilmeier (Brenninger F.), 2:7 (55:15) Brenninger T. (Göttlicher, Selmair); Strafminuten: 8/10; Zuschauer: 342.
Aufstellung: Cesak, Eggerdinger-Hölzl; Ujcik, Steiger, Ohr, Lorenz, Krämmer, Waldhausen, Jeske, Loidl; Seidlmayer, Hanöffner, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Asen, Birk, Schindlbeck, Dlugos. 

Der erste Dreier - und gleich ein Dämpfer!

Sonntag, 16. Oktober 2016
Dafür, dass die Eishockey-Spieler des EV Moosburg soeben ihren ersten Saisonsieg eingefahren hatten, war die Freude bei Team und Anhang relativ gedämpft. So schön und erfolgreich die finale Aufholjagd verlaufen war, die den 6:4 (2:0, 0:3, 4:1)-Sieg in Germering noch möglich gemacht hatte, so schmerzhaft war der Verlust von Goalie Fritz Berghammer, der im zweiten Drittel mit einer Bänderverletzung vom Eis musste.
Die Szene in der 37. Minute traf den EVM gleich doppelt. In eigener Überzahl verloren die Dreirosenstädter da im gegnerischen Drittel die Scheibe und leiteten so den Konter der Wanderers ein. Berghammer eilte aus seinem Gehäuse, um die Gefahr zu entschärfen, entschied sich auf halben Weg jedoch wieder um – und das hatte Folgen: Bei der Rückwärtsbewegung knickte er so unglücklich weg, dass den Hausherren nicht nur der 2:2-Ausgleich gelang, sondern er selber auch nicht mehr aufstehen konnte. Die Sanitäter, die Fritz Berghammer vom Eis brachten, diagnostizierten eine Bänderverletzung. Wie lange der Schlussmann ausfällt, wird sich erst in den kommenden Tagen herausstellen.
Die Kankovsky-Schützlinge, bei denen jetzt Severin Cesak im Kasten stand, reagierten jedenfalls geschockt auf die Geschehnisse, gerieten noch Ende des zweiten Abschnitts bei 4:5-Unterzahl in Rückstand und mussten in der 46. Minute – abermals bei eigenem Powerplay – sogar den vierten Gegentreffer hinnehmen. Das schien die Vorentscheidung gewesen zu sein.
Dabei hatten sich die Gäste in der Anfangsphase der recht niveauarmen Begegnung als das cleverere Team erwiesen. Daniel Schander (15.) und ein Gewaltschuss von Kapitän Rudi Lorenz (18.) bescherten den Moosburgern eine glänzende Ausgangsposition. Über das, was danach passierte, konnte Coach Petr Kankovsky nur den Kopf schütteln: „Wir haben Germering wieder ins Spiel eingeladen.“
Doch die Wanderers revanchierten sich. Nun, zwölf Minuten vor dem Ende waren sie es, die mit dem 4:2-Polster im Rücken das Gefühl des sicheren Sieges genossen. Aber jetzt holten die Grün-Gelben plötzlich all das nach, was sie vorher vermissen hatten lassen: Zunächst sorgte der unermüdlich rackernde Alex Feistl mit einer feinen Einzelleistung wieder für ein Lebenszeichen. Keine zwei Minuten danach probierte es auch Tobias Hanöffner alleine – und markierte den nicht mehr unbedingt erwarteten Ausgleich. Germering agierte wie in Schockstarre – was Josef Kankovsky in Minute 57 wenig störte: 5:4 für Moosburg. Und als die Gastgeber bei eigener Überzahl in der Schlussminute ihren Keeper vom Eis genommen hatten, trug sich auch noch Patrice Dlugos mit einem Empty-Net-Treffer in die Torschützenliste ein. Ein Tor, das Fritz Berghammer zwar sichtlich erfreut, aber eben auch mit einer dicken Bandage ums Knie zur Kenntnis nahm.

Tore: 0:1 (14:44) Schander (Feistl), 0:2 (17:18) Lorenz, 1:2 (25:51) Kolb M. (May), 2:2 (36:39) May, 3:2 (39:35) Zvonik (Koch, May), 4:2 (46:17) Kolb K., 4:3 (48:09) Feistl, 4:4 (49:47) Hanöffner, 4:5 (56:34) Kankovsky (Jeske), 4:6 (59:48) Dlugos. Strafminuten: 18+10/18. Zuschauer: 118.
Aufstellung: Berghammer, Cesak; Ujcik, Waldhausen, Krämmer, Ohr, Jeske, Lorenz; Feistl, Samanski, Seidlmayer, Birk, Schander, Simm, Schindlbeck, Dlugos, Hanöffner, Möhle, Kankovsky. 

EVM hat ersten Dreier im Visier - Dorfen kommt zum Derby

Freitag, 14. Oktober 2016
„Unser Ziel für dieses Wochenende ist klar: der erste Saisonsieg“, redete EVM-Coach Petr Kankovsky nicht lange um den heißen Brei herum. Die Aufgaben könnten allerdings einfacher sein: Am heutigen Freitag müssen Moosburgs Eishackler bei den Wanderers Germering antreten (20 Uhr; Busabfahrt 17 Uhr), am Sonntag kommt es dann um 17.15 Uhr in der Sparkassen-Arena zum Derby-Klassiker gegen Dorfen.
Es wuselte regelrecht auf der Eisfläche bei den Trainingseinheiten in dieser Woche. „Wir waren komplett“, freute sich Kankovsky. Bedeutet: Auch die Angreifer Patrice Dlugos und Dominik Schindlbeck sind wieder zur Mannschaft gestoßen. Hinzu kommt als letzter Neuzugang ein junger Verteidiger, der möglicherweise ebenfalls schon am kommenden Wochenende eingesetzt werden kann. Kankovsky: „Für einen Trainer ist es immer schön, variieren zu können.“ Ganz für vier Blöcke wird es zumindest am Freitag allerdings nicht reichen, da der Coach Alexander Asen und Stefan Loidl für die U23 abstellen muss, die zeitgleich ein Punktspiel bestreitet.
Wie der EVM - bislang einziges Erfolgserlebnis: der Punkt gegen Passau - wartet Germering noch auf den ersten Saisonsieg. Die Wanderers, die kurzfristig noch auf dem Transfermarkt tätig geworden sind und den Tschechen Vladimir Zvonik verpflichtet haben, kassierten in Peißenberg (1:6) und auf heimischem Eis gegen Erding (0:7) zwei deutliche Niederlagen. Damit rangieren die Münchner Vorstädter derzeit am Tabellenende. „Und genau das macht sie so gefährlich“, sagt Moosburgs Pressesprecher Bastian Amann. „Die sind genauo heiß auf den ersten Dreier wie wir.“ In dieser Partie kommt es übrigens auch zu einem Bruderduell von zwei Pfaffenhofenern: Christian (Moosburg) trifft auf Franz Birk (Germering).
Bereits alte Bekannte in der laufenden Spielzeit sind die Dorfener Eispiraten, die am Sonntag zum Derby nach Moosburg kommen. Beide Vorbereitungsspiele hat der ESC für sich entscheiden können: Nach dem 3:8 in der Sparkassen-Arena (zum Ende einer intensiven Trainingswoche) sah es eine Woche später beim Scharl-Cup für die Dreirosenstädter schon besser aus. Die 4:6-Niederlage hätte man bei besserer Chancenverwertung im zweiten Abschnitt vermeiden können. Ein Wiedersehen gibt es am Sonntag übrigens mit Florian Mayer: Der letztjährige EVM-Verteidiger gehört nun dem Kader der Eispiraten an. 

Von 0:3 auf 4:4 - Moosburger Aufholjagd mit einem Punkt belohnt

Sonntag, 9. Oktober 2016
Nach diesem turbulenten Heimauftakt darf sich der EV Moosburg zumindest freuen, dass sich auf dem Punktekonto etwas getan hat. Der erhoffte Dreier sprang gegen Aufsteiger Passau Black Hawks zwar nicht heraus, aufgrund des zwischenzeitlichen 0:3-Rückstandes fühlte sich der Zähler, der bei der 4:5 (0:3, 2:0, 2:1, 0:1)-Niederlage n.P. hängenblieb, aber an wie ein kleiner Sieg.
Über 300 Zuschauer waren zum ersten BEL-Punktspiel 2016/17 in die Sparkassen-Arena gekommen. Sie sahen in der Anfangsphase eine Heimmannschaft, die sich abermals schwer tat, ins Spiel zu kommen. Zwar ging es flott hin und her. Und würden im Eishockey Tore keine große Rolle spielen, hätte man von einer ziemlich ausgeglichenen Begegnung sprechen können. Das Problem: Tore zählen halt doch – und die gelangen zunächst nur den Gästen. Kaum war eine Viertelstunde vorbei, stand es 0:3. Die Black Hawks machten einfach da weiter, wo sie zwei Tage zuvor beim 8:0 gegen Geretsried aufgehört hatten.
Der EVM hatte zwar ebenfalls seine Möglichkeiten, nutzte sie aber nicht. O-Ton des Passauer Live-Tickers: „Moosburg ist keinesfalls schlecht, sie bringen nur den Puck nicht rein.“
Das sollte sich im zweiten Abschnitt ändern – und innerhalb von drei Minuten die Grün-Gelben zurück ins Spiel bringen: Zunächst besorgte der erneut stark aufspielende Kevin Steiger bei 4:3-Überzahl Tor Nummer eins, Tobias Hanöffner stellte in Minute 31 den 2:3-Anschluss her. Die Gäste beschränkten sich jetzt aufs Verteidigen, der Ausgleich der immer dominanter auftretenden Hausherren schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Die Art und Weise, wie Doppeltorschütze Daniel Möhle das 3:3 markierte, war dann aber schon außergewöhnlich: In eigener Überzahl hatte ein Passauer Verteidiger Möhle anscheinend übersehen und ließ sich unmittelbar vor dem eigenen Gehäuse von ihm die Scheibe abluchsen. Den Rest erledigte Möhle in der Manier eines Goalgetters (45.). Die Freude bei Fans und Mannschaft währte aber nicht einmal eineinhalb Minuten. Dann gingen die Niederbayern dank ihres Routiniers David Vokaty wieder mit 4:3 in Führung. Aber Möhle schlug zurück: 4:4, acht Minuten vor Schluss, dabei blieb es.
Jetzt kam das Publikum erstmals in den Genuss der fünfminütigen Drei-gegen-Drei-Verlängerung – eine Neuerung in dieser Saison. Zählbares kam dabei allerdings nicht heraus, so dass „die Lotterie“ (EHF-Coach Ivan Horak), also das Penaltyschießen, entscheiden musste. Hier unterstrichen zunächst beide Goalies – Fritz Berghammer (EVM) und Patrick Vetter (EHF) – ihre starke Leistung aus den vorangegangenen 60 Minuten und ließen keine Tore zu. Im zwölften Versuch fiel dann aber doch noch der entscheidende Treffer: Daniel Huber bescherte mit seinem Solo den Passauern den Zusatzpunkt.

Tore: 0:1 (6:43) Daschinger (Detterer, Riebel), 0:2 (10:05) Lederer (Gomow, Wawrotzki), 0:3 (15:42) Mrazek (Vokaty), 1:3 (27:21) Steiger (Kankovsky, Birk), 2:3 (30:59) Hanöffner (Möhle, Feistl), 3:3 (45:03) Möhle, 3:4 (46:17) Vokaty (Mrazek, Huber), 4:4 (51:33) Möhle (Hanöffner, Schander). 4:5 Huber (P). Strafminuten: 14/14. Zuschauer: 320.
Aufstellung: Berghammer, Cesak; Ujcik, Steiger, Loidl, Lorenz, Krämmer, Waldhausen, Jeske; Hanöffner, Möhle, Schander, Samanski, Simm, Kankovsky, Feistl, Asen, Birk, Seidlmayer. 

3:6 - EVM geht beim Auftaktderby in Erding leer aus

Samstag, 8. Oktober 2016
Das Bemühen war da, der Einsatz auch, am Ende mussten sich die Moosburger Eishackler aber vor knapp 750 Zuschauern in Erding den gastgebenden Gladiators mit 6:3 (2:0, 2:2, 2:1) geschlagen geben. Problemphase waren die ersten zehn Minuten des Saisonauftakt-Derbys, in dem der EVM zu viel Respekt vor dem ehemaligen Oberligisten und aktuellen Aufsteiger zeigte.
Wo war Rudi Lorenz? Diese Frage durfte bei der anschließenden Pressekonferenz natürlich nicht fehlen. Schließlich war das Aufeinandertreffen zwischen Erding und Moosburg ja eigentlich „sein“ Spiel. Seit 2015 fungiert der gebürtige 34-jährige Erdinger als Kapitän beim EVM, zuvor lief er knapp sieben Jahre im Trikot der Gladiators auf. Da war es um so bitterer, dass er wegen einer mehr als umstrittenen Spieldauer-Disziplinarstrafe aus der Testphase gesperrt fehlte.
Ob die Moosburger in der Anfangsphase mit Rudi Lorenz mutiger agiert hätten? Diese Frage bleibt unbeantwortet. Die ersten zehn Minuten erinnerten beim EVM, der auch auf die Stürmer Dominik Schindlbeck (noch nicht fit) und Patrice Dlugos (krank) verzichten musste, jedenfalls an den berühmten Wie-das-Kaninchen-vor-der-Schlange-Vergleich. Die Gäste agierten ausschließlich im Rückwärtsgang, die Herzogstädter dominierten das Geschehen nach Belieben. Der Doppelpack von Daniel Krzizok war somit nur eine logische Folge. Erst danach trauten sich die Grün-Gelben vor den Erdinger Kasten – und prompt kamen ein paar ganz passable Chancen zustande.
Auf der Anzeigetafel abzulesen waren diese Bemühungen allerdings erst im zweiten Abschnitt, als mit Kevin Steiger ein weiterer ehemaliger Erdinger beim EVM im Powerplay auf 1:2 verkürzte (23.). Die Dreirosenstädter waren jetzt dran, sorgten für leichte Euphorie im kleinen Auswärtsblock. Aber obwohl TSV-Goalie Louis Albrecht oft nicht den allersichersten Eindruck machte, wollte die Scheibe zunächst kein weiteres Mal über die Linie. Treffsicherer waren die Hausherren, die einen mustergültigen Konter mit Tor drei krönten.
Ein Problem war an diesem Abend auch das ziemlich solide Gestänge der Erdinger Tore. Als Tobias Hanöffner kurz nach dem 3:1 die Latte traf, war das nur der zweite von insgesamt vier Stangentreffern der Kankovsky-Truppe. Daniel Möhle markierte mit einem Gewaltschuss zwar dann doch den 2:3-Anschluss (35.), doch wieder nur zwei Minuten später stellten die Gladiators den alten Abstand wieder her. Hanöffner mag sich nach seinem Lattenschuss gedacht haben: „Erst kein Glück – und dann kommt auch noch Pech dazu!“ Denn obwohl Erdings Alexander Gantschnig als Torschütze genannte wurde, war der Puck unglücklich von Hanöffners Schläger unter die Schoner von EVM-Keeper Fritz Berghammer hindurchgerutscht.
Das Schlussdrittel begann denkbar ungünstig: Bereits nach zwei Minuten schraubte der TSV den Vorsprung auf 5:2 nach oben – quasi die Vorentscheidung. Die Hausherren schaukelten in der Folge die Führung souverän über die Zeit, ließen sich im letzten Überzahlspiel der Partie nur noch in Person von Daniel Möhle (56.) überwinden. Kurz darauf setzte Simon Pfeiffer mit dem Tor zum 6:3 den Schlusspunkt.

Tore: 1:0 (4.) Krzizok (Zink, Michel), 2:0 (10.) Krzizok (Michel/5-4), 2:1 (23.) Steiger (Hanöffner/5-4), 3:1 (31.) Michel (Borrmann, Huber), 3:2 (35.) Möhle (Steiger, Schander), 4:2 (37.) Gantschnig, 5:2 (42.) Krzizok (Deubler, Bernhardt), 5:3 (56.) Möhle (Hanöffner/5-4), 6:3 (58.) S. Pfeiffer (J. Pfeiffer, Borrmann). Strafminuten: 12/12. Zuschauer: 739.
Aufstellung: Berghammer, Cesak; Ujcik, Seidlmayer, Waldhausen, Krämmer, Jeske, Steiger, Loidl; Feistl, Samanski, Birk, Schander, Simm, Hanöffner, Asen, Möhle, Kankovsky. 

EVM startet heute bei den Gladiators in die neue Saison

Freitag, 7. Oktober 2016
Bühne frei für die Bayernliga-Eiszeit 2016/17: Mit dem Derby bei den Erding Gladiators am heutigen Freitag (20 Uhr) hat die neue Saison für den EV Moosburg gleich einen richtigen Paukenschlag parat. Zum ersten Heimspiel am Sonntag um 17.15 Uhr empfangen die Grün-Gelben ebenfalls einen ehemaligen Oberligisten: die Passau Black Hawks.
Diese Saison wird mit ziemlicher Sicherheit keine wie jede andere – nicht nur aus Sicht des EV Moosburg. Nach der erfolgreichen „Rettungsaktion“ für die Oberliga-Süd haben sich die Perspektiven in der BEV-Eliteklasse geändert. Obwohl das Niveau durch den Grünen-Tisch-Aufstieg der drei Spitzenclubs EHC Waldkraiburg, Höchstadter EC und EV Lindau erst mal sinken dürfte, wurden damit gleichzeitig die bisherigen Gräben zur Drittklassigkeit aufgefüllt. Grund ist die in dem Zusammenhang beschlossene Verzahnungsrunde mit der Oberliga. Und die könnte es auch für den EV Moosburg in sich haben: ein möglicher Gegner wäre nämlich der große Nachbar EV Landshut – ein Aufeinandertreffen im Pflichtspielbetrieb, das es in der Historie der Dreirosenstädter noch nicht gegeben hat.
Doch das ist alles noch Zukunftsmusik. „Für die Verzahnungsrunde müssen wir erst mal unter die ersten Acht kommen“, weiß EVM-Vorstand Ludwig Kieninger. „Und das wird schwer genug.“ Abermals 14 Vereine werden es sein, die in der BEL um Tore und Punkte kämpfen. Dass Absteiger EV Pegnitz dringeblieben ist und die Black Hawks Passau sowie die EA Schongau nachrücken durften, hängt mit besagtem nachträglichem Aufstieg der letztjährigen Top Drei zusammen. „Ein breites Mittelfeld“ prognostiziert Kieninger der Bayernliga, „da darf man niemanden abschreiben“. Eher im oberen Tabellendrittel schätzt er Auftaktgegner Erding ein („Das wird schwer“), spätestens am Sonntag im ersten Heimspiel gegen Passau sollen aber die ersten Punkte her.
Was den Moosburger Kader betrifft, geht der langjährige Präsident davon aus, „dass wir in der Breite stärker geworden sind“. Mit Mathias Jeske (Pfaffenhofen) und dem Deutsch-Kanadier Mark Waldhausen (Buchloe) haben sich zwei erfahrene Verteidiger dem Verein angeschlossen, vorne sorgt die Rückkehr von Alexander Feistl (Dingolfing) und Josef Kankovsky (Karlsbad) für Optimismus. Und dass auch der Pfaffenhofener Christian Birk weiß, wo das Tor steht, bewies er erst als Topscorer beim Scharl-Cup in Erding.
Aber auch drei schmerzhafte Abgänge müssen die Moosburger verkraften: So wechselte Goalgetter Lukas Varecha zum Spitzenclub Memmingen, Abwehrmann Florian Mayer zog es nach Dorfen und Stammgoalie Thomas Hingel schloss sich Oberligist Waldkraiburg an. Im Tor setzt man heuer auf den Ex-Landshuter Fritz Berghammer, Rückkehrer Severin Cesak sowie Bernhard Eggerdinger-Hölzl. Letztgenannter stand zuletzt für den Nachbarclub EV Aich im Kasten und hilft nun noch einmal bei seinem Stammverein aus. Mehr als der Status der Nummer drei ist aus beruflichen Gründen aber kaum möglich. 

EVM landet beim Scharl-Cup auf Rang drei

Dienstag, 4. Oktober 2016
Immerhin noch auf dem Stockerl landete der EV Moosburg am Wochenende beim erstmals ausgetragenen Scharl-Cup in Erding. Nach der knappen 4:6 (2:2, 2:2, 0:2)-Niederlage am Samstag gegen BEL-Konkurrent ESC Dorfen, veranstalteten die Kankovsky-Schützlinge am Sonntag im Landkreis-Derby um Platz drei gegen den SE Freising ein regelrechtes Schützenfest: Beim 13:0 (4:0, 3:0, 6:0) ließ man den Domstädtern nicht den Hauch einer Chance.
Dass bei der anschließenden Siegerehrung nicht nur EVM-Kapitän Rudi Lorenz den "bronzenen" Pokal entgegenehmen durfte, sondern auch sein Mannschaftskollege Christian Birk ausgezeichnet wurde, lag an der Treffsicherheit des Moosburger Neuzugangs. Sechs Tore und zwei Assists bescherten Birk Rang eins in der Scorerwertung des Turniers. Vier Tore hatte er alleine am Sonntagnachmittag zum 13:0-Kantersieg über Freising beigesteuert. Die Black Bears, die noch am Vorabend dem späteren Turniersieger Erding beim knappen 2:5 alles abverlangt hatten, standen gegen die Grün-Gelben von Beginn an auf verlorenem Posten. Daniel Möhle hatte den Torreigen in der vierten Minute eröffnet, Patrice Dlugos und eben Christian Birk sorgten kurz darauf bereits für klare Verhältnisse. Moosburg war den etwas müde wirkenden Freisingern in allen Belangen überlegen und ließ auch dann nicht nach, als das Match längst entschieden war. Alleine vier Treffer fielen in den letzten fünf Minuten.
Zwei davon hätten die Kankovsky-Schützlinge am Vorabend gut gebrauchen können, als man im Halbfinale Dorfens Eispiraten 4:6 unterlag. Die ausgeglichene Partie hatte ihre heißeste Phasen im Mitteldrittel. Ausgerechnet in eigener Überzahl kassierte der EVM da in der 25. und 26. Minute zwei Gegentore zum 2:4, kam kurz darauf durch einen Powerplay-Doppelpack von Christian Birk aber wieder zum 4:4-Ausgleich. Jetzt boten sich den Dreirosenstädtern Bestchancen im Minutentakt, doch Dorfen konnte das Remis ins Schlussdrittel retten. Da waren die Eispiraten dann die abgeklärtere Mannschaft und sicherten sich die Finalteilnahme.
Coach Petr Kankovsky konnte mit den beiden Generalproben alles in allem zufrieden sein. Bereits am kommenden Freitag wird's ernst: Um 20 Uhr steht bei den Erding Gladiators das erste Bayernliga-Punktspiel auf dem Programm. In der Sparkassen-Arena geht's am Sonntag erstmals um Zählbares - gegen die Passau Black Hawks (17.15 Uhr).


ESC Dorfen – EV Moosburg 6:4 (2:2, 2:2, 2:0)
Tore: 0:1 (2:25) Schander (Ujcik), 1:1 (7:50) Findeis (Lenczyk), 2:1 (11:49) Lenczyk (Sorsak, Fischer), 2:2 (12:14) Kankovsky, 3:2 (24:22) Brenninger F. (Kroner), 4:2 (25:46) Attenberger (P), 4:3 (28:24) Birk (Feistl), 4:4 (33:41) Birk (Lorenz), 5:4 (46:54) Kroner (Schröpfer, Feilmeier), 6:4 (52:24) Brenninger F. (Sorsak). Straminuten: 10/4.

SE Freising – EV Moosburg 0:13 (0:4, 0:3, 0:6)
Tore: 0:1 (3:20) Möhle (Steiger), 0:2 (9:02) Dlugos (Jeske, Hanöffner), 0:3 (10:19) Birk (Kankovsky, Ohr), 0:4 (19:41) Birk (Kankovsky), 0:5 (25:13) Jeske (Birk), 0:6 (29:41) Seidlmayer (Schander), 0:7 (33:00) Birk (Feistl, Kankovsky), 0:8 (40:39) Dlugos (Hanöffner), 0:9 (48:22) Schander (Waldhausen), 0:10 (55:15) Hanöffner (Möhle), 0:11 (56:26) Kankovsky (Birk), 0:12 (57:47) Schander, 0:13 (59:31) Birk. Strafminuten: 14/8. 

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