EVM muss nach 1:8-Pleite in Dingolfing um den Einzug in Playoffs bangen

Aktualisiert: 27. Jan.

Das Zittern geht wieder los: War die Stimmung beim EVM nach dem 8:1-Hinspielsieg am Donnerstag über Dingolfing noch bestens, wackelt die Playoff-Teilnahme nach dem sonntäglichen Rückspiel. Zwar endete auch diese Partie 8:1 – diesmal allerdings für die Isar-Rats. Auch wenn sich das Ergebnis deutlich liest, war es für die Grün-Gelben doch ein Spiel der vergebenen Chancen. Einen einzigen Punkt hätten sie gebraucht, um einen Top-vier-Platz fix zu machen. Und davon waren die Englbrecht-Schützlinge zumindest bis zur Mitte des Spiels nicht weit entfernt. Auch wenn die Hausherren in den Minuten 4 und 6 gleich mal auf 2:0 davonzogen – in Minute 5 vergab Miloslav Horava einen Penalty – ließ sich der EVM nicht hängen. Vier Minuten vor der Pause besorgte Standby-Verteidiger Kevin Steiger per Abstauber den Anschlusstreffer. Der EVM war dem EVD ebenbürtig – auch wenn der Ex-Moosburger Dominik Schindlbeck unmittelbar nach Start des zweiten Durchgangs auf 3:1 erhöhte. Das größte Problem stand allerdings auf den anderen Seite im Tor – und hat in Bayernliga-Zeiten ebenfalls schon das Moosburger Dress getragen: Dennis Jedrus. Er vereitelte eine Großchance nach der anderen von Horava, Groß und Co. Bezeichnend, dass wenige Sekunden vor Dingolfings 4:1 (33.) noch zwei EVM-Angreifer in einer 2:1-Situation auf Jedrus zugestürmt waren – und scheiterten. Bernie Englbrechts Schlussdrittel-Ansage „Wir müssen zusehen, dass wir keines mehr kriegen“ verhallte in den Katakomben der Marco-Sturm-Eishalle. Dass das Torverhältnis am Ende womöglich noch eine Rolle spielen könnte, schien in der Mannschaft nicht angekommen zu sein. Sie fing sich nun ein Kontertor nach dem anderen ein. So stand am Ende der beiden Aufeinandertreffen zwischen dem EVD und dem EVM also eine Art Unentschieden – das den Niederbayern, die bereits fix für die Aufstiegsrunde qualifiziert sind, deutlich besser schmecken dürfte. Die Grün-Gelben sind nun an den kommenden Wochenenden zum Zuschauen verdammt. Rang zwei sieht zwar weiterhin gut aus, den dürfte Moosburg (33 Punkte) aber bald an Haßfurt verlieren, die bei drei Zählern Rückstand noch vier Nachholspiele haben. Und da sich neben Pegnitz (30; noch ein Spiel) und Waldkirchen (26; noch vier Spiele) auch die zuletzt bärenstarken Trostberger (27; noch zwei Spiele) im Playoff-Kampf zurückgemeldet haben, ist die Gefahr durchaus real, dass der EVM zumindest noch von drei der vier Verfolger überholt wird. Weiterer Nachteil: Die Moosburger haben bereits jetzt mit plus 2 das schlechteste Torverhältnis aller Kandidaten.

EV Dingolfing – EV Moosburg 8:1 (2:1, 2:0, 4:0) Tore: 1:0 (03:25) Schindlbeck (Detterer, Kößl), 2:0 (05:52) Detterer (Janzen), 2:1 (15:54) Steiger, 3:1 (21:42) Schindlbeck (Janzen), 4:1 (32:52) Michel (Bilek, Sedlar), 5:1 (50:21) Michel (Bilek), 6:1 (52:03) Ferstl (Penzkofer), 7:1 (57:08) Bilek (Michel), 8:1 (59:08) Herrmann (Schindlbeck). Strafminuten: 10/16. Zuschauer: 382. Aufstellung: Englbrecht, Probst; Steiger, Triebswetter, Krämmer, Horava P., Mayer, Maier, Killermann, Numberger; Retzer, Schander, Groß, Seitz, Horava M., Stuckenberger, Loidl, Parlato.

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