EVM unterliegt Waldkirchen auch im dritten Anlauf

Aktualisiert: 31. Jan.


Bastian Krämmer

Ein ziemlich verhunztes zweites Drittel war letztlich dafür verantwortlich, dass die Moosburger Eishackler auch im dritten Aufeinandertreffen dieser Saison mit Waldkirchen leer ausgingen. 4:7 hieß es nach 60 durchaus unterhaltsamen Minuten in der Clariant-Arena. Mann des Abends bei den Gastgebern war ohne Zweifel Kapitän Bastian Krämmer. Drei der vier Tore selber erzielt, eines vorbereitet – und das als Verteidiger. So richtig freuen konnte er sich nach dem Abpfiff aber natürlich trotzdem nicht: „Mir ist egal, wer bei uns die Tore schießt, am Ende zählt nur, dass wir heute verloren haben.“ Dabei waren die Dreirosenstädter den qualitativ zweifelsohne besser aufgestellten Niederbayern in der Anfangsphase mehr als ebenbürtig: Krämmer hatte im Powerplay bereits nach eineinhalb Minuten für das 1:0 gesorgt, das die Gäste allerdings 180 Sekunden später egalisieren konnten. Drei, vier Minuten waren die Crocodiles dann noch am Drücker, ehe wieder die Hausherren die Regie übernahmen. Tore fielen jedoch zunächst keine mehr. Ganz anders dann der zweite Abschnitt, „als bei uns im eigenen Drittel oft Chaos herrschte“, wie es Coach Bernie Englbrecht zusammenfasste. „Waldkirchen darf man da nicht so spielen lassen, dafür sind sie zu gut.“ Bis zur 31. Minute zogen die Gäste auf 1:3 davon, ehe Moosburgs Käptn erneut aus kurzer Distanz auf 2:3 verkürzte (36.). Nur blöd, dass seine Kollegen in der Folge den Wiederanpfiff verpennten und der Kanadier Thomas Vezina – einer von sieben Ausländern beim ESV – fünf Sekunden danach den alten Abstand wieder herstellte. Er war es auch, der kurz vor dem zweiten Pausentee auf 2:5 erhöhte und damit für die Vorentscheidung sorgte. Man konnte den Grün-Gelben, bei denen in der Abwehr kurzfristig Petr Horava ausgefallen war, zwar nicht vorwerfen, in den letzten 20 Minuten nicht noch mal alles probiert zu haben, so richtig gefährden konnten sie den Auswärtssieg allerdings nicht mehr: „Hattrick-Krämmer“ in der 44. und Stefan Groß in der 49. Minuten sorgten zwar kurzfristig dafür, dass die ESV-Führung auf zwei Treffer schmolz, aber die Gäste brauchten jeweils nicht lange für die passende Antwort. Eine davon gab der technisch immer noch starke Ex-DEL-Crack Nathan Robinson mit dem 3:6 (44.). Coach Englbrecht musste in der Schlussphase noch eine personelle Hiobsbotschaft hinnehmen: Nachdem die Saison bereits für Tobias Hanöffner (Fuß) und Maxi Böck (Rücken) gelaufen ist, verletzte sich mit Nachwuchsstürmer Giuseppe Parlato ein weiterer Angreifer schwer am Rücken. Er musste vorzeitig vom Eis.

EV Moosburg – ESV Waldkirchen 4:7 (1:1, 1:4, 2:2) Tore: 1:0 (01:39) Krämmer (Horava M., Schander), 1:1 (04:40) Tolle (Hirtreiter, Robinson), 1:2 (26:34) Tolle (Ober, Robinson), 1:3 (30:39) Vezina (Tolle, Robinson), 2:3 (35:39) Krämmer (Retzer, Horava M.), 2:4 (35:44) Vezina (Bojer), 2:5 (37:21) Vezina (Böhm, Tolle), 3:5 (40:27) Krämmer (Schander, Mayer), 3:6 (43:11) Robinson (Ober, Tolle), 4:6 (48:20) Groß (Horava M., Krämmer), 4:7 (48:58) Zechmann (Pichler, Böhm). Strafminuten: 10/12. Zuschauer: 96 Aufstellung: Englbrecht, Probst; Mayer, Triebswetter, Krämmer, Numberger, Killermann, Maier; Asen, Horava, Retzer, Groß, Schander, Stuckenberger, Loidl, Seitz, Parlato.

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