Gutes Spiel, schlechtes Ergebnis: EVM unterliegt cleveren Haßfurtern mit 2:3

Hätte eine Jury über das Ergebnis entscheiden müssen, sie hätte wohl dem EV Moosburg den Sieg zugesprochen. Doch die leichte optische Überlegenheit und das Chancenplus halfen nicht - am Ende setzte sich die cleverere Mannschaft durch. Spitzenreiter Haßfurt nahm mit einem 2:3-Auswärtssieg alle drei Zähler mit. Das Punktekonto des EVM hingegen bleibt in der Landesliga-Aufstiegsrunde leer.

Die sichtlich top motivierten Gäste und ihre gut 100 mitgereisten Fans hatten bereits nach 46 Sekunden Grund zum Jubeln: Jakub Sramek war der Moosburger Abwehr entwischt und brachte den ESC früh in Führung. Doch auch wenn die Grün-Gelben noch ein paar Minuten brauchten, um sich von diesem Schock zu erholen, übernahmen sie doch bald das Kommando. Die Dominanz wuchs von Minute zu Minute - und in der 9. Minute traf Milo Horava zum 1:1. Moosburg gab den Ton an, setzte Hassfurts Goalie unter Druck, scheiterte allerdings zweimal an der Torstange.

Im zweiten Abschnitt erwischten abermals die Hawks den besseren Start, fanden allerdings im gut aufgelegten EVM-Keeper Max Englbrecht ihren Meister. Erst, als die Unterfranken in einer 4:3-Überzahl das Gehäuse der Gastgeber unter Beschuss nahmen, gelang ihnen nach einer halben Stunde die erneute Führung. Doch die Dreirosenstädter schlugen nur gut 60 Sekunden später bei eigener Überzahl zurück: Jonas Seitz verwertete ein Zuspiel der Horava-Brüder zum 2:2.

In der Folge gab es kaum noch Großchancen zu sehen. Dafür wurde den knapp 200 Zuschauern in der Clariant-Arena in den letzten 20 Minuten ein taktisch hoch interessantes Eishockeyspiel geboten, in dem sich beide Mannschaften fast eine Viertelstunde lang gegenseitig belauerten. Doch dreieinhalb Minuten vor dem Ende - die Gäste hatten gerade einen Mann mehr auf dem Eis - nutzten sie die numerische Überzahl zur abermaligen Führung. Während die Englbrecht-Schützlinge fünf Tage vorher in Haßfurt zwar ebenfalls dreimal vorn lagen, allerdings immer wieder den Ausgleich kassierten, schaukelte der ESC den knappen Vorsprung über die Zeit - auch in der Schlussminute, als EVM-Coach Bernie Englbrecht in einer Powerplay-Situation alles auf eine Karte setzte und Keeper Max Englbrecht für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm. Letztlich setzte sich dann doch die Cleverness der Haßfurter durch.

EV Moosburg - ESC Haßfurt 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)

Tore: 0:1 (0:46) Sramek (Hora, Trübenekr), 1:1 (8:28) Horava M. (Mayer, Schander), 1:2 (30:18) Zürcher (Trübenekr, Sramek), 2:2 (31:36) Seitz (Horava P., Horava M.), 2:3 (56:45) Pribyl (Sramek, Tobola). Strafminuten: 12/14. Zuschauer: 180.

Aufstellung: Englbrecht, Probst; Triebswetter, Numberger, Horava P., Maier, Killermann, Mayer; Retzer, Schander, Groß, Asen, Seitz, Horava M., Stuckenberger, Huber, Loidl.

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