Wochenende mit Licht und Schatten: In Trostberg dominiert, in Haßfurt überfordert

Der EVM bleibt weiter auf Playoff-Kurs, den ganz großen Schritt in Richtung Tabellenführung konnten die Grün-Gelben an diesem Wochenende aber nicht machen: Nachdem man noch am Freitag in Form eines 5:2-Sieges in Trostberg Wiedergutmachung für die 4:6-Heimpleite gegen die Chiefs betreiben konnte, waren die Moosburger am Sonntag bei Spitzenreiter Haßfurt auf verlorenem Posten: 11:3 siegten die Unterfranken in einem einseitigen Topspiel. Vor über 500 Zuschauern im Rainer-Roßmanith-Stadion zu Trostberg präsentierte sich die Englbrecht-Truppe äußert abgeklärt – mit Ausnahmen von Phasen im zweiten Drittel: „Da haben wir sie durch eigene Fehler in Überzahl ins Spiel zurückkommen lassen“, sagt Coach Bernie Englbrecht. „Aber ansonsten war das ziemlich souverän, was wir da abgeliefert haben.“ 2:0 führten die Gäste verdient nach dem ersten Abschnitt – trotz einiger Unterzahl-Situationen. Und den Treffern von Max Retzer (6.) und Miloslav Horava (17.) hätten im zweiten Durchgang angesichts der Dominanz durchaus noch weitere folgen müssen – aber das Gegenteil trat ein: Ein verlorener Puck im Powerplay und ein kurzer Defensiv-Aussetzer ermöglichten den ansonsten harmlosen Hausherren den 2:2-Ausgleich. Im Schlussabschnitt allerdings gelang es dem EVM, seine Klasse auch auf der Anzeigetafel zu zeigen: Sieben Minuten vor dem Ende traf Stefan Groß und zwei Minuten später sorgte Giuseppe Parlato mit dem 4:2 für die Vorentscheidung. Endgültig den Deckel drauf machte Daniel Schander per Empty-Net-Goal (59.). Während die eigenen Strafzeiten in Trostberg kaum Folgen hatten, wurden diese am Sonntag von Tabellenführer Haßfurt gleich im ersten Abschnitt gnadenlos bestraft: Drei der ersten vier ESC-Tore fielen im Powerplay. Englbrecht: „Uns hat diesmal aber auch der nötige Biss gefehlt –obwohl man gegen unsere Leistung im zweiten Drittel nichts sagen kann.“ Da kämpften sich die Gäste zurück ins Match, kamen durch Florian Mayer (23.) und Daniel Schander (28.) zu Anschlusstreffern. Trotzdem hieß es nach den zweiten 20 Minuten 6:2 – jetzt musste also eine Aufholjagd her. „Aber davon waren wir heute weit entfernt“, so der Coach. Und in der Tat: Haßfurt erhöhte in den letzten 20 Minuten noch mal das Tempo und gestaltete das Endresultat zweistellig. Schanders zweites Tor (48.) war nur noch für Statistiker interessant. Ein Lob hatte Bernie Englbrecht für Oldie-Goalie Bernhard Eggerdinger-Hölzl übrig, der in Haßfurt ab der 20. Minute zwischen den Pfosten stand und in seinem Saison-Debüt „seine Sache gut gemacht hat“. Johannes Probst, der die restlichen Minuten an diesem Wochenende spielte, hatte er zur Drittelpause rausgenommen. Für ihn war es zwei Tage vorher in Trostberg noch deutlich besser gelaufen. Aber Freiluftstadien scheinen Probst – siehe seine „Siegesserie“ in Pegnitz – ohnehin ganz gut zu liegen. Die etatmäßige Nummer eins, Max Englbrecht, war Mitte vergangener Woche krank geworden und fiel deshalb ebenso aus wie Linus Messerer (Probleme mit der Hüfte).

TSV Trostberg – EV Moosburg 2:5 (0:2, 2:0, 0:3) Tore: 0:1 (05:44) Retzer, 0:2 (16:27) Horava M. (Schander, Horava P.),1:2 (28:50) Roßmanith (Grapentine), 2:2 (35:17) Magerl (Heide, Heitauer), 2:3 (53:02) Groß (Schander), 2:4 (55:16) Parlato (Böck, Horava M.), 2:5 (58:42) Schander. Strafminuten: 6/8. Zuschauer: 507. Aufstellung: Probst, Eggerdinger-Hölzl; Horava P., Killermann, Triebswetter, Krämmer, Mayer, Maier; Retzer, Groß, Schander, Loidl, Parlato, Horava M., Böck, Seitz, Stuckenberger, Huber.

ESC Haßfurt – EV Moosburg 11:3 (4:0, 3:2, 4:1) Tore: 1:0 (02:25) Sramek (Hora), 2:0 (07:28) Sramek (Trübenekr, Stach), 3:0 (12:58) Trübenekr (Sramek, Stach), 4:0 (18:02) Zürcher (Tobola, Kratschmer), 4:1 (22:30) Mayer (Schander), 5:1 (25:37) Zürcher (Tobola), 5:2 (27:06) Schander (Krämmer, Horava M.), 6:2 (37:35) Kratschmer (Zürcher, Tobola), 7:2 (38:11) Trübenekr (Hora, Stahl), 8:2 (45:44) Trübenekr (Hora, Stach), 8:3 (47:57) Schander (Maier), 9:3 (50:02) Finzel (Dietrich, Marx), 10:3 (52:26) Hora (Sramek, Trübenekr), 11:3 (56:06) Sramek (Trübenekr, Hora). Strafminuten: 6/12. Zuschauer: 341. Aufstellung: Probst, Eggerdinger-Hölzl (ab 20:00); Horava P., Triebswetter, Krämmer, Mayer, Maier; Retzer, Groß, Schander, Loidl, Parlato, Horava M., Böck, Seitz, Stuckenberger.

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